Fashion Sale Hier klicken reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Alles für die Schule Strandspielzeug Learn More Eukanuba Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Profil für Michael Krautschneider > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Michael Krauts...
Top-Rezensenten Rang: 825
Hilfreiche Bewertungen: 3134

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Neufeld an der Leitha, Bgld)
(TOP 1000 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Roxy Music (Remastered)
Roxy Music (Remastered)
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Raffiniertes & erstaunlich abgebrühtes Debüt!, 19. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Roxy Music (Remastered) (Audio CD)
Im Vergleich zu späteren RM-Platten, die sich die Betitelung "Dekadenz-Pop" wirklich redlichst verdient haben (und dennoch teilweise toll anzuhören sind), klingt dieses Debütalbum aus dem Jahre 1972 tatsächlich fast schon erdig und rockig - stellenweise zumindest.
Nicht umsonst gelang den Briten unter Bryan Ferrys und Brian Enos Federführung (die nur zwei Platten lang halten sollte) ein Auftakt nach Maß, der - wenigstens in Großbritannien - auch in den Charts recht weit nach oben schoss.

Vielleicht verleiht gerade das Spannungsfeld zwischen Schöngeist und Melodienmann Ferry sowie Mr. Experimentierfreudig, also Brian Eno (der u.a. tüchtig die Synthies bearbeitet), der Roxy-Music-Anfangsphase einen ganz besonderen Reiz, der auch heute noch deutlich spürbar ist.
Jedenfalls ist das schlicht betitelte Erstlingswerk in seiner Gesamtheit erstaunlich abgebrüht und deckt mit aufrüttelndem Punk-Pop ("Re-make/Re-model"), verspielten und wegweisenden Soundtüfteleien ("Ladytron"), interessanten Gesangsparts (z.B. das wunderbare "If There Is Something" oder "The Bob (Medley)"), bitterzart-ausgetüftelten Dynamik-Balladen ("Sea Breezes") und leichtbekömmlichem Wohlfühl-Pop ("Bitters End") eine schier unglaublich breite Palette an musikalischer Vielfalt und musikalischem Gespür ab. Dass "Roxy Music" dennoch wie aus einem Guss klingt und die Scheibe vor allem ihres Sounds wegen für Furore gesorgt haben dürfte, ist dann die zweite große Erfolgszutat, die eine gewaltige Basis für ein befruchtendes künstlerisches gemeinsames Miteinander legte.

In der Tat ist die Platte mit ihren angenehmen rund 45 Minuten Spielzeit nie ausufernd oder anödend - ganz im Gegenteil. D.h.: Obwohl "Roxy Music" so experimentierfreudig daherkommt, verliert es sich nie in dekadenter Selbstgefälligkeit oder dergleichen. Stets bleibt eine knackige Frische aufrechterhalten, die selbst die ruhigeren Tracks dieses Albums innehaben.

Das große - und aus heutiger Sicht sich logischerweise in die Haare kriegende - Duo Ferry/Eno hat hier mitsamt toller Band wirklich etwas Beeindruckendes und sehr Zeitloses geschaffen, das auch heute noch an keinem Musiksammelnden spurlos vorübergehen wird. Selbst Menschen, die ob der poppig-glatten Champagner-Pop-Produktionen (z.B. "Flesh & Blood" oder "Avalon", die ich übrigens aber beide sehr mag) ihre liebe Not mit Roxy Music haben, können eigentlich unbesorgt zu "Roxy Music" und dem nachfolgenden "Für Your Pleasure" greifen (obwohl das eigentlich für alle Alben bis inkl. "Siren" gelten dürfte), die in meinen Ohren - auch wenn ein solch direkter Vergleich etwas gewagt und unzulässig sein mag - stark von einem David Bowie inspiriert wirken (ohne diesen aber wiederum tatsächlich zu kopieren). Sogar dem erst später aufkeimenden Punk und Queens (noch kommendem) Pomp sind die Mannen von Roxy Music hier schon voraus.

Wegweisend ist dieses in Ton & Komposition beachtlich ausgereifte Debütwerk also allemal. Dass dabei in jedem Song eine unbeschwerte Selbstverständlichkeit mitschwingt, als sei es quasi das Natürlichste auf der Welt, solch ein Debüt nach Maß abzuliefern, ist das Sahnehäubchen schlechthin, das "Roxy Music" in meinen Ohren letztendlich zu etwas ganz Besonderem macht. Man merkt vor allem Mr. Ferry an, dass er zuvor bereits in anderen Bands gespielt hat. Sein nicht lupenreiner Gesang (der ja für diesen Herren nicht untypisch ist) macht viele Passagen des Albums sehr interessant und spannend.
So gesehen ist/war es vielleicht auch gut, dass Eno nach 2 Alben die Band verlassen hat und nicht Mr. Ferry. Ersterer sollte ja mit unzähligen anderen Projekten noch ganz, ganz groß rauskommen, während der Zweitgenannte noch viele weitere starke RM-Alben komponieren bzw. mitkomponieren sollte, von dessen ebenfalls nicht unbeachtlicher Solo-Karriere mal abgesehen...

Fazit / Kurzzusammenfassung:
Obwohl auch ich bestimmt nie der große RM-Hörer war, habe ich mir interessanterweise eine Zeit lang RM-Alben gekauft, ohne sie jedoch wirklich ausführlich und geduldig zu hören. Nun hole ich das gerade nach und entdecke (wie das bei guter Musik halt oft so ist) nach und nach die wahre Schönheit vorliegender Werke.
Das erstaunlich ausgefeilte und souverän inszenierte Debüt bildet dabei schon einen bombastischen Anfang, der die Messlatte bereits in schwindelerregende Höhen hievt... Tatsächlich glaube ich, dass bis heute nur wenige Bands auf solch einen beeindruckenden Paukenschlag am Anfang ihrer Karriere zurückblicken können. Hier stimmt von Beginn weg wirklich alles!
Die zwei bekanntesten Titel des Albums dürften wohl der Opener "Re-make/Re-model" sowie die Hitsingle (immerhin Platz 4 in den UK-Charts) "Virginia Plain" sein, die auch heute unschwer und rasch gefallen dürften. In Wahrheit finde ich aber gerade die (vermeintlich) nicht so bekannten Songs der Scheibe so spannend und unwiderstehlich. Meine persönlichen Lieblinge hierauf sind ja "If There Is Something", "The Bob (Medley)", "Sea Breezes" und "Bitters End" (Anspieltipps meinerseits!).

Pers. Anm.:
Es erscheint aus heutiger Sicht sehr interessant, dass die Beatles oder die Stones (u.a. freilich) ein Jahrzehnt zuvor mit relativ ruppigen, oft noch mit vielen Coverversionen bestückten, LP in den Charts bis ganz nach vorne geprescht sind. Anno 1972 musste man dann schon ein solch aufwändiges Debütalbum, wie eben dieses hier z.B., von der Leine lassen, um Aufnahme im Pop/Rock-Olymp (wenigstens im britischen) finden zu können. In den USA brauchte Roxy Music recht lange, um sich etablieren zu können - ist aber eigentlich eine andere Geschichte...

Für mich ist dieses aufregende Debüt, das binnen kurzer Zeit für gute Laune und Entspanntheit in Herz und Gemüt sorgt, in jedem Fall ein 5-Sterne-Werk, das ich Musiksammelnden wärmstens ans Herz legen möchte.
Meines Erachtens ist es fast eine Schande, dass das RM-Debüt nicht unter die "500 besten Alben aller Zeiten" (vom RS-Magazine) aufgenommen wurde - das blieb "Avalon", "For Your Pleasure", "Country Life" und "Siren" vorbehalten.

Ein in vielerlei Hinsicht beeindruckendes Werk mit großartigem Soundbild, deshalb: +++++

Viel Freude damit!

---- Anspieltipps ----
- Re-make/Re-model
- If There Is Something
- Virginia Plain
- The Bob (Medley)
- Sea Breezes
- Bitters End


Die Jungfrauenquelle
Die Jungfrauenquelle
DVD ~ Max Sydow
Preis: EUR 8,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine alte nordische Sage sorgt(e) für Aufsehen..., 18. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Jungfrauenquelle (DVD)
...und machte Ingmar Bergman fast schlagartig populär. Vor allem in Deutschland, wo Bergman bis dahin (also bis 1960) eher nur in kleineren Kinos gespielt worden war, erregte "Die Jungfrauenquelle" große Aufmerksamkeit, aber auch über die europäischen Grenzen hinaus wurde der Name Bergman fortan nicht nur mit der Schauspielerin Ingrid B. in Verbindung gebracht. Für den schwedischen Meisterregisseur war dies definitiv der vielzitierte große Durchbruch, der immerhin auch eine Oscar-Auszeichnung (als bester fremdsprachiger Film) zur Folge hatte. Weitere Oscars (wenngleich diese Auszeichnung allein meines Erachtens ohnehin nicht immer soooo viel über die Qualität eines Films aussagt, aber wurscht jetzt) sollten später folgen...

Nicht zuletzt ist vorliegender Schwarzweißfilm vor allem wegen einer recht ausführlich gezeigten und - auch heute noch - unter die Haut gehenden Vergewaltigungsszene so sehr in den Fokus der breiten Öffentlichkeit gerückt. Für die Medien war das natürlich ein gefundenes Fressen - in positiver als auch negativer Hinsicht. Bergman konnte ein Werbeeffekt solcher Art freilich nur recht sein, noch dazu, wenn man bedenkt, dass manche Gazetten sich nun erstmals ausführlicher mit bis dato geschaffenem Material auseinandersetzten und darauf verwiesen, dass es da noch (auch damals schon) eine ganze Reihe an bemerkenswerten Filmen gab, die der gute Mann inszeniert hatte...

Ich persönlich - und ich bin mittlerweile immerhin doch mit einigen Bergman-Streifen vertraut - betrachte "Die Jungfrauenquelle" ehrlich gesagt mit gemischten Gefühlen. Obgleich der Film souverän inszeniert sein mag (samt toller Kameraarbeit usf.) und auch die schauspielerischen Leistungen allesamt makellos sind (der gute Max von Sydow kann hierbei wirklich am nachhaltigsten glänzen, was er aber auch seiner Rolle zu verdanken hat), hat er mich nicht auf ganzer Linie überzeugen können. Und: Ob dies tatsächlich Max von Sydows bester Auftritt aller Zeiten war, sei einmal dahingestellt. Mir persönlich hat er in anderen Bergman-Werken sogar besser gefallen, um ehrlich zu sein.
Jedenfalls ziehe ich z.B. die beiden vorangegangenen Werke (beide aus dem Jahr 1957) "Wilde Erdbeeren" und "Das siebente Siegel" vor, wenn es um bergmannsche Filmfavoriten geht. Auch die später erschienenen "Licht im Winter" (das zur insgesamt sehr starken Kammerspiel-Trilogie zählt), "Die Stunde des Wolfs" (der Auftakt der in meinen Augen etwas überschätzten Farö-Trilogie) oder z.B. "Das Schlangenei" (das oft und gern ein bisschen übersehen wird, wie ich finde) halte ich offengestanden für essenzieller, als beispielsweise vorliegenden Streifen.

Wie schon gesagt, verfügt aber auch "Die Jungfrauenquelle", die tatsächlich auf eine alte nordische Sage zurückzuführen ist, grundsätzlich über alle Zutaten, denen Bergman-Freunde normalerweise nicht abgeneigt sind. Die Kamera fängt alle Bilder (viel Wald und Natur) behutsam ein und "malt" so stimmungsvolle Atmosphäre, die ihre Wirkung nicht verfehlt. Auch über die Schauspieler (wie schon erwähnt) lässt sich eigentlich nichts Negatives sagen...

Der Plot selbst (Achtung, ab jetzt spoilert's ein bisschen!) ist wenig überraschend:
Im schwedischen Mittelalter (13. oder 14. Jahrhundert) wird die junge, lebensfrohe und etwas naiv wirkende Karin, Tochter einer wohlhabenden Gutsbesitzerfamilie, von ihren Eltern zur (weiter entfernten) Kirche geschickt, um Kerzen weihen zu lassen. Ihre hochschwangere Stiefschwester begleitet sie dabei. Sie beneidet Karin um ihre Unschuld und ist eifersüchtig, weil diese von den Eltern (vor allem der leiblichen Mutter) bevorzugt behandelt wird. Jedenfalls begeben sich die beiden auf den Weg, bis die ältere Schwester Karin alleine lässt, weil sie unheilvolle Visionen plagen und sie Gefahr wittert. Tatsächlich kreuzen wenig später Herumtreiber den Weg des jungen Mädchens, die sie mit Charme und Witz ködern. Nachdem Karin naiv ihre Lebensmittelvorräte mit den zwei Männern und dem jüngeren Bruder der beiden geteilt hat, machen sich diese brutal über sie her (nun folgt die berühmt-berüchtigte Szene!). Dem nicht genug, gehen einem der beiden Männer schließlich die Nerven durch und er erschlägt das Mädchen. Die Stiefschwester, die alles untätig beobachtet hat, flieht zurück auf den heimeligen Hof, erzählt aber erst später dem Vater von dem, was sie mitangesehen hat.
Nun bricht schlechtes Wetter herein und die drei Brüder suchen Unterkunft. Nichtsahnend (nur der kleine unschuldige Junge hat schreckliche Visionen) landen sie prompt bei der Gutsbesitzerfamilie, die sie bei sich aufnimmt. Als die Halunken der Bäuerin Karins Kleid andrehen wollen, verraten sie sich (für mich eine der stärksten und nachhaltigsten Szenen des ganzen Films - sinngemäßes Zitat (Bäuerin): "Ich muss noch mit dem Bauern darüber sprechen, der wird wissen, was der gerechte Lohn für dieses Kleid ist."). Der Bauer nimmt schließlich Rache, bringt aber nicht nur die beiden Übeltäter um (was auch recht ausführlich und quälend lange gezeigt wird - damals auch eher ein Novum im Kino), sondern auch den eigentlich unschuldigen Jungen.
Der Bauer bereut seine Tat, weshalb er - nachdem der Leichnam der Tochter ausfindig gemacht ist - an Ort und Stelle vor Gott beschwört, eine Kirche zu errichten (ebenfalls eine starke Szene, bei der von Sydow glänzen darf). Als Karins Leiche zur Seite geschafft wird, entspringt an genau dieser Stelle eine Quelle - weshalb Sage und Film eben diesen Titel tragen...

Kurz & bündig: Wie des Öfteren in Bergman-Filmen geht es um Glauben und Verzweiflung. Es geht um einen Gott, der Unrecht, Mord und Rache zulässt und um tiefgläubige, fromme Menschen, die einen solchen Gott nicht verstehen können. Für meine Begriffe hat Bergman mit dem vorangegangenen "Das siebente Siegel" bereits in eine ähnliche thematische Kerbe geschlagen, wenngleich der Tod bei vorliegendem Film freilich nicht personifiziert wird und Gottes Taten bzw. Nicht-Taten sich alleine aus den Verhaltensmustern der irdischen Menschen ablesen lassen. D.h., dass man es hier mit einem recht nüchternen, kargen, stellenweise sogar harten Bergman-Streifen zu tun hat, der eigentlich keine positiven Schlüsse über Gott zulässt. Einzig Max von Sydow, der nach vollzogener Rache seine Tat im Errichten eines Gotteshauses sühnen will, wirkt stellenweise gefestigt durch seinen unerschütterlichen Glauben, der ihm letztendlich dann doch wieder Halt zu geben scheint.

Jedenfalls halte ich "Die Jungfrauenquelle" - was wohl durchaus an Bergmans erstmaliger Oscar-Auszeichnung liegen dürfte - für leicht überbewertet. Dennoch hat man es hier alles in allem bestimmt mit solider Bergman-Kost zu tun, die wenigstens Sympathisanten nicht enttäuschen dürfte.

Fazit: In rund 86 Minuten Spielzeit findet bzw. fand der schwedische Filmmeister genug Raum, um Gewalt ausgedehnt darzustellen, was in erster Linie natürlich abschreckt und anwidert, aber am Ende dennoch fasziniert (ohne hier bitte falsch verstanden werden zu wollen!). Die damalige Medienwelt hat sich jedenfalls dankbarst darüber ausgelassen und Bergman (selbst wenn er anno dazumal freilich kein gänzlich Unbekannter mehr war) mit einem Schlag weltberühmt gemacht.
Ansonsten ist alles sehr solide inszeniert. Der Plot weist insgesamt eigentlich keine Längen auf, wenngleich es meines Erachtens auch kurzweiligere Bergman-Filme gibt. Zudem fehlen in meinen Augen die - für Bergman eigentlich typischen - tiefgehenden Dialoge, sieht man einmal von der Kleidübergabeszene und vom Sydow-Schlussmonolog zu Gott ab. Stellenweise wirkt "Die Jungfrauenquelle" - zumindest aus heutiger Sicht - sogar ein bisschen überzogen märchenhaft und naiv. Ich meine damit nicht, dass es schlecht wäre, sich nahe am Original einer alten Vorlage zu orientieren, allerdings glaube ich, dass Bergman da wie dort noch etwas einfallsreicher sein filmisches Gespür unter Beweis hätte stellen können. Naja, seinen Zweck hat vorliegender Streifen ja zweifelsohne erfüllt...

"Die Jungfrauenquelle" ist insgesamt nüchterne, aber solide Bergman-Kost, die all denjenigen munden wird, die wissen, worauf man sich beim Schweden üblicherweise einlässt. Ganz große Momente (ich zählte derer ganze 4 - freilich auch ausgedehntere) sind tatsächlich aber rar. Freilich messe ich den großen Schweden aber an sich selbst, wenn ich hier und jetzt nüchterne 3 Sterne für gesichtetes Material vergebe.

Für Fans und Cineasten sicher interessant, für Bergman-Kenner ebenso. Neugierige, Einsteiger und Unentschlossene sollten es vorher vielleicht mit anderen Streifen des Meisterregisseurs versuchen.

Dazu (am Ende) noch einmal meine persönlichen Tipps:
- Wilde Erdbeeren (1957)
- Das siebente Siegel (1957)
- Licht im Winter (1962)
- Persona (1966)
- Die Stunde des Wolfs (1968)
- Das Schlangenei (1977)

Bitte nicht falsch verstehen - aber auf mich wirken oben aufgezählte Werke in gewisser Hinsicht ausgereifter und künstlerisch wertvoller, als vergleichsweise "Die Jungfrauenquelle".

+++


The Definitive Collection
The Definitive Collection
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Orientierungshilfe und Basis in einem!, 12. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: The Definitive Collection (Audio CD)
Liebe Jugendliche da draußen, aufgepasst!
Als alter Mann, der ich in euren Augen mit meinen mittlerweile fast 31 Lenzen vermutlich schon bin, will ich euch heute ein wenig über den Werdegang meiner persönlichen Musikgeschmacksfindung erzählen, weil ich glaube, dass es sehr schwer und verdammt anstrengend sein muss, in einem schier endlosen i-Tunes-Universum musikalisch zu sich selbst finden zu können.
Bei allen Vorteilen (die ich durchaus auch sehe), die die neuen Trends und Massen-Hörgewohnheiten mit sich bringen, läuft man nur allzu schnell Gefahr, sich zu verrennen bzw. die Orientierung zu verlieren.
Keith Richards - ihr wisst schon, das ist der zerknautschte Piratentyp, der bei dem einen Teil von FLUCH DER KARIBIK mitgespielt hat, Gitarrist bei den Rolling Stones ist er aber übrigens auch noch - hat's mal so formuliert: "Je mehr man kennt, umso weniger weiß man."
Mit dieser Aussage hat sich der gute Mann auf das Entdecken von Musik bezogen. D.h., dass es auch schon vor Mp3-Playern (die ich aber sehr lieb habe, weil sie sehr praktisch sind) und sogar noch vor CDs (das war dann aber sogar schon vor meiner Zeit) offenbar unmöglich war, sich auf alles einzulassen, was da an wiederabspielbarem Tonträgerformat vorhanden war. (Anm.: Schallplatten - also Vinyl - kommen aber anscheinend wieder richtig in Mode, wie's aussieht - weil sie offenbar nach wie vor die zuverlässigsten und "lebendigsten" Tonträger sind, die bis dato erfunden wurden.)
Fakt ist aber, denke ich, dass man als junger Mensch eine Basis legt, die spätere Hörgewohnheiten wohl sehr stark beeinflusst. Und nun komme ich (endlich) auf vorliegenden Tonträger zu sprechen...

Ich kann mich noch recht gut daran erinnern, als ich zu meiner Hauptschulzeit (das war zu meiner Zeit - neben der Gymnasium-Unterstufe - die Schule der 10-14jährigen in Österreich) milde von so manchem Klassenkollegen belächelt wurde, als ich (warum auch immer) äußerte, dass ich die Blues Brothers 'cool' (ein altes Wort für 'geil') fände, während sich diese eher zu damals aktuellen Trends hingezogen fühlten, wie etwa den Spice Girls, Backstreet Boys usf., wobei sich andererseits, glaube ich, auch schon so eine Art Hardcore-Fraktion, die Metallica usw. sehr mochte, herausbildete (der ich sicher nicht abgeneigt, aber auch nicht vollends zugetan war).
Obwohl ich - meinen Musikgeschmack betreffend - ziemlich allein da stand, fühlte ich irgendwie, dass ich dennoch nicht gänzlich falsch lag. Mein Instinkt sagte mir, dass das wirklich richtig gutes Zeug war, das vorliegender Silberling anzubieten hatte. Obwohl ich es aufgrund meines damaligen normalen Geisteszustandes - also pubertärer Verworrenheit - nicht näher für mich definieren konnte, fühlte sich eben diese Musik richtig an. Sie groovte, polterte, schepperte und hatte mein Interesse geweckt...
Heute bin ich ehrlich gesagt fast froh darüber, nicht irgendwo ganz weit unten in meinem CD-Regal irgendwelche fragwürdigen CDs von diversen Boys- und/oder Girlgroups versteckt zu halten (bei allem Respekt vor den zuvor erwähnten Spice Girls, die nicht ganz so peinlich waren (sorry und nichts für ungut, Fans!)). Darüber hinaus finde ich es interessant, dass mir ausgerechnet diese CD - aus welchem Grund auch immer ich sie mir damals denn wirklich gekauft habe (vielleicht hab ich ja den Film gesehen und einfach cool gefunden - was weiß ich) - heute immer noch genauso gut gefällt, wie (mittlerweile recht viele) andere Favoriten, die sich da in meiner Musiksammlung tummeln und sich im Laufe der Jahre herauskristallisiert haben (und da kommen hoffentlich noch einige dazu).
Nun, worauf möchte ich nun eigentlich hinaus?

Ich glaube, dass ich mit obigen nostalgisch angehauchten Gedankenspinnereien letztlich nur andeuten möchte, dass gute Musik zu keinem Zeitpunkt schlecht sein kann. Denn ehrlich: Die Blues Brothers waren, als ich ein Jugendlicher war, wirklich nicht gerade das, was man als 'in' bezeichnen würde. Eher war das ein Sammelsurium jener Musik (auch, wenn sie teils frisch interpretiert war), die meine Elterngeneration gehört hat (wenigstens zum Teil). Und selbstverständlich ist vorliegender Tonträger keineswegs der einzige, auf den diese Zeitlosigkeit zutrifft. Da gibt's so unendlich viele mehr da draußen...

Aber: Mit THE DEFINITIVE COLLECTION hat man gewiss eine gute Ausgangsbasis für viele weitere spannende musikalische Entdeckungsreisen. Mir jedenfalls hat es noch nie so viel Freude bereitet, mich (soweit es die Zeit halt zulässt) mit Musik zu befassen, wie jetzt. Und ich glaube, dass das vor 10 oder 15 oder 17 Jahren vermutlich auch schon so war - ohne, dass es mir allerdings so bewusst wie heute gewesen wäre.

Und, wer weiß? Vielleicht, liebe junge Fast-Erwachsene da draußen, landet ihr dann irgendwann auch (wieder) bei euren alten Lieblingssongs. Vielleicht gefällt euch plötzlich manches von dem, was euch eure Musiklehrer näherzubringen versucht haben und erkennt (mit eigenen Ohren) wie genial und unsterblich z.B. ein Mozart, ein Bach oder ein Srauß waren. Vermutlich gehe ich jetzt mit meinen Ausführungen aber etwas zu weit...
Jedenfalls wünsche ich euch von ganzem Herzen, dass ihr eines Tages die Chance habt, die Schönheit und die Vielfalt von Musik bewusst erleben zu können. Freilich - Geschmäcker sind verschieden. Das war immer schon so und ist auch gut so. Aber es ist immer von Vorteil, wenn man offen und unvoreingenommen an Dinge herangeht, egal ob es dabei letztendlich um Kunst (wie hier) oder andere Sachen im Leben geht.
Puh, jetzt reicht's aber wirklich, bevor ich hier sentimental und/oder moralisch werde ;)

Ich weiß, dass ich auf diesem Wege vermutlich niemanden von meiner angedachten Zielgruppe erreichen werde und dass ihr euch (falls es mir vereinzelt dennoch geglückt sein sollte) vermutlich denkt, dass der Alte mit seinen Weisheiten endlich Ruhe geben soll. Eines aber lasst euch noch gesagt sein: Ältere Menschen (und ja, es gibt sogar noch ältere als mich) sind nun mal ganz einfach länger auf der Welt, was Erfahrung sowie (nicht zwangsläufig, aber oft) daraus resultierende Erkenntnisse mit sich bringt, und haben manchmal sogar recht, wenn sie etwas von sich geben (meist übrigens auch Mama und Papa in anderen Belangen, die's nur gut meinen).

Langer Rede kurzer Sinn: Zieht euch diese CD (oder auch den Download) mal rein! Das zischt ab wie eine Rakete und groovt und pocht und rüttelt und zerrt und... Und: Erzählt euren Freunden davon und lasst sie Anteil dran haben!

So, Papi geht jetzt schlafen. Gute Nacht, ihr Lieben!

P.S. Über die Blues Brothers braucht man generell wohl ohnehin nicht mehr viel zu sagen. Das dynamische Duo haucht mit viel Elan und Begeisterung althergebrachten Klassikern neues Leben ein und unterstreicht so die Zeitlosigkeit ebendieser Songs. Bis heute haben (obwohl da freilich auch die Originalversionen jew. schon super sind) Titel wie "I Can't Turn You Loose", "Everybody Needs Somebody To Love", "Expressway To Your Heart" oder "Gimme Some Lovin'" - um nur einige zu nennen - kaum bzw. nie besser geklungen, als in hiesiger Form. Die (vermeintlich) fehlende musikalische Raffinesse (bzw. Professionalität) der beiden Vollblutblueser, die manchmal zur Sprache kommt, habe ich bis heute nicht wahrnehmen können, was aber vielleicht auch daran liegt, dass gut gemachte, von Herzen kommende Musik einfach ansteckend und unwiderstehlich ist!
Stilistisch ist diese DEFINITIVE COLLECTION (die immerhin ganze 20 Titel in Summe enthält) freilich nicht nur für Blues-Puristen eine Fundgrube. Hier wird wirklich ein breites Spektrum an Stilen/Einflüssen abgedeckt, wie z.B. Soul, R&B, Funk uvm.

Mir persönlich liegt diese Scheibe nach wie vor sehr am Herzen und das nicht nur, weil sie vermutlich einer meiner ersten bewussten CD-Käufe im Leben war. Tatsächlich halte ich diesen Silberling auch in gereifteren Musiksammlungen für essenziell.
Noch umfangreicher als vorliegendes Produkt ist übrigens - bei Interesse - der Doppeltonträger THE BLUES BROTHERS COMPLETE, der mit 15 weiteren Titeln aufwarten kann (und auch via Amazon erhältlich ist).

Fazit: Wer auf handgemachte Musik mit Herz und Seele etwas hält, der kommt an den Blues Brothers in meinen Augen und (mehr noch) Ohren einfach nicht vorbei. That's it. Punkt. Ach ja: Das macht in Summe natürlich 5 volle Sterne +++++

Großartig und sehr empfehlenswert für sämtliche Käuferschichten sowie Altersgruppen!


Blues Brothers Complete (35 Tracks)
Blues Brothers Complete (35 Tracks)
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unwiderstehlich und eigentlich unumgänglich!, 11. Januar 2016
Wie schon an anderer Stelle hier besprochen, bietet vorliegender Doppeltonträger einen sehr breiten Auszug (immerhin ganze 35 Songs an der Zahl) mit 2 bis dato unveröffentlichten Songs. Tatsächlich findet man auf dieser - in meinen Augen zurecht so betitelten - Complete-Ausgabe alle essenziellen Titel der legendären Blues Brothers (die meines Wissens aber ja gar nicht sooo viele Platten veröffentlicht haben).

Die eigentliche Meisterleistung des Dynamischen Duos lag wohl darin, dass sie Anfang der 80er-Jahre den Blues wieder zum Leben erweckten (wobei dieser als Wurzel aller Populärmusik streng genommen ja sowieso nie ganz totzukriegen ist). Nicht nur, dass viele Superstars im kultigen (Original-)Film mitwirken durften und die aberwitzige, skurrile Story trugen dazu bei, dass dieses (vermutlich beabsichtigte und hochgesteckte) Anliegen verwirklicht werden konnte. Letztendlich ist es die Musik selbst, die sich hier wiederbelebt und die am Ende freilich nicht nur Blues-Puristen ansprechen wird. Mit kraftvollem R&B, schnittigem Funk, beseeltem Soul und fetzigem Rock & Roll (u.a. musikalischen Stilen) wird hierauf ein ganzes Spektrum an Genres abgedeckt. Aber wie schon gesagt, schlummert der Blues als Mutter aller modernen Musik auf die eine oder andere Weise dennoch in allen Tracks .

Und dass die beiden Protagonisten Jake und Elwood mit Herz und Seele und jeder Menge Leidenschaft bei der Sache waren, kann man ihnen selbst beim schlechtesten Willen nicht abstreiten. Tatsächlich gefallen mir gerade ihre Interpretationen fast am besten (vgl. mit einigen Originalen, die aber freilich auch ihre Reize haben), wie ich an dieser Stelle offen zugeben muss. Jake's fabelhaft-energetische Interpretation von "Jailhouse Rock" etwa ist einfach ansteckend und unwiderstehlich. Es wäre aber wohl ohnehin müßig und sinnlos nun irgendwelche Tracks extra hervorzuheben. Ich glaube, dass hier wirklich kein einziger wirklich schwacher Song vorzufinden ist, ganz im Gegenteil - aber am besten hören Sie selbst...

Fazit: Eine (fast) komplette, ambitionierte und gefällige Zusammenstellung echter Perlen, die auch neuinterpretiert nichts von ihrem Charme und/oder Reiz vermissen lassen. Wenn man das hier hört, dann wünscht man sich, man hätte selber die Chance gehabt, mal live dabei gewesen zu sein...

Das Höchstbewertungsmaß halte ich an dieser Stelle für selbstredend. Also: +++++

P.S. Abschließend möchte ich dennoch ein paar meiner persönlichen Lieblinge hierauf als Appetizer auflisten (Anspieltipps):

- CD 1 -
1. Opening: I Can't Turn You Loose
2. Everbody Needs Somebody To Love
3. Gimme Some Lovin'
17. Peter Gunn Theme

- CD 2 -
4. Minnie The Moocher (Cab Calloway singt hier)
5. Sweet Home Chicago
6. Jailhouse Rock
8. Do You Love Me
16. Expressway To Your Heart
18. Closing: I Can't Turn You Loose

Wie gesagt: Hier zahlt es sich aber wirklich aus, beide Silberlinge am Stück zu hören und sich auf eine wunderbare musikalische Entdeckungsreise voller Highlights einzulassen!

In einem Wort: TOP - muss man haben!


Sonnenallee
Sonnenallee

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ESSENZ des Films!, 11. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Sonnenallee (Audio CD)
Selbst, wenn man (so wie auch ich) den Film SONNENALLEE schon allein wegen seiner kunterbunten, witzigen Inszenierung mag, kommt man nicht daran vorbei, festzustellen, dass gerade auch der dazugehörige Soundtrack einen großen Anteil am letztlichen Gelingen des Streifens trägt.
Glücklicherweise kann man sich diesbezüglich Abhilfe schaffen und zu vorliegendem Tonträger greifen, der, wie's aussieht, momentan gerade vergriffen zu sein scheint.

Jedenfalls ist diese Scheibe gespickt man großartigen Tracks. Mit der thematischen Ordnung "Sonnenalle West...", "Sonnenallee Ost...", "Sonnenalle von West Nach Ost..." und "Sonnenallee Goodbye" ist hier fast schon ein kleines Konzeptjuwel (in einem weiteren Sinne freilich) geglückt, das mit vielen vorzüglich interpretierten Songklassikern aufwarten kann. Graeme Jefferies Titelsong (der natürlich als Opener verwendet wird) leitet behutsam und wohlklingend ein, ehe Tracks wie "This Land Is Your Land" (Alex Hacke), das (im wahrsten Sinne des Wortes) dynamische "Get It On" (tolle Interpretation von Dynamo 5) oder z.B. die beiden hervorragend interpretierten Stones-Coverversionen der Exile-Klassiker "Let It Loose" sowie "Tumbling Dice" (von der vielleicht besten Stones-Cover-Band der Welt, nämlich Voodoo Lounge) unwiderstehlich weiterführen - um nur einige appetitanregende Auszüge an dieser Stelle zu nennen.
Weiters erwähnenswert und sehr gefällig finde ich vor allem das stampfende "Geh Zu Ihr" (von den Puhdys), das schlagerangehauchte (angeblich aber eher als Veräppelung gedacht) "Du Hast Den Farbfilm Vergessen" (Nina Hagen & Band), das atmosphärisch äußerst stimmige "Goes Without Saying" (Einstürzende Neubauten) sowie die Revoluzzer-Kleinhymne "Keine Macht Für Niemand" (Ton Steine Scherben). Sogar die Toten Hosen sind mit dem Titel "Nichts Bleibt Für Die Ewigkeit" hierauf - sehr passend, wie ich finde - vertreten.

Fazit: Wer schon den Film sehr gemocht und die Melodien nicht aus dem Kopf bekommen hat, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Ich bin sicher kein Fan von vielen hierauf vertretenen Bands und Künstlern (die Stones aber liebe ich natürlich schon), dieser wunderbare und abwechslungsreiche Auszug macht aber schlicht und einfach Freude.
Deshalb, liebe Interessenten, würde ich mich nach diesem tollen Soundtrack unbedingt umschauen und ihn wenigstens einmal Probehören. Der derzeitige Preis (fast stolze 32 €) ist aber freilich dennoch überhöht. Vielleicht wird ja bald Ware nachgeliefert...

SONNENALLEE ist einer meiner persönlichen Lieblingssoundtracks, den ich immer wieder mal gerne zur Hand nehme und auflege. Super - deshalb auch 5 Sterne dafür +++++


Complete Clapton
Complete Clapton
Wird angeboten von Acfun Store
Preis: EUR 8,06

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blues als Mittel zum Zweck - vielseitige, tolle Zusammenstellung & Musthave für Sammler (die nicht schon alles v. E. C. haben)!, 11. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Complete Clapton (Audio CD)
Eric Clapton, dem das einzigartige Kunststück geglückt ist, gleich mehrmals in der Rock Hall Of Fame vertreten zu sein, ist unumstritten, was sein fingerfertiges Gitarrenspiel und seine hingebungsvolle Performance betrifft. Millionen von verkauften Platten, zigfache Auszeichnungen unterschiedlichster Art sowie dutzende positive Kritikerbesprechungen können nicht irren.
Was Clapton und Blues angeht, so möchte auch ich anmerken (großer Dank diesbez. an "Toby Tambourine" für seinen vorzüglichen Kommentar), dass nicht alles, was er macht(e), letztendlich auch tatsächlich zu Blues wurde. Vielmehr ist es ihm eigen, jedem Projekt, jedem Song eine unverkennbare Blues-Note zu verleihen. Oder anders gesagt: Clapton-Interpretationen erkennt man eigentlich sofort (auch ohne Gesang), wenn sie - wann und wo auch immer - gespielt werden. Zudem zeichnet den mittlerweile älteren Herren aus, dass er sich nie zu schade war, sich an fremdkomponierten Stücken zu versuchen. Mitunter sind gerade so einige seiner wertvollsten Perlen entstanden. Seine Handschrift ist aber selbstredend bei allen Titeln eindeutig herauszuhören. So viel mal zur Einleitung...

Vorliegender Doppeltonträger, bestückt mit ganzen 36 (!) Songs, gibt einen breiten - und wie ich meine auch recht klug zusammengestellten - Auszug aus Claptons Gesamtwerk (bis 2006) wieder. Sehr schön finde ich, dass man u.a. auch Cream-Songs (obwohl ich gewiss eher kein Cream-Fan bin) sowie einen Beitrag von Blind Faith ("Presence Of The Lord") und Derek & The Dominos ("Bell Bottom Blues", "Layla") für die Titelauswahl berücksichtigt hat. Freilich hätte man vielleicht noch mehr Titel aus diversen Projekten mit dazu nehmen können, dennoch halte ich den Titel COMPLETE CLAPTON für sehr passend.
Vielleicht ist es müßig ausgerechnet von einer Compilation Lieblingstracks herauszupicken, allerdings möchte ich im Folgenden meine persönlichen Lieblinge hierauf nicht unerwähnt lassen (= Anspieltipps):

- CD 1 -
2. Sunshine Of Your Love [Cream]
4. Crossroads (Live) [Cream bzw. ein Cover von Blueslegende Robert Johnson] - da kenne ich allerdings eine noch schönere Live-Version, von der ich natürlich ausgerechnet jetzt nicht weiß, wo sie drauf ist...
8. Let It Rain
12. I Shot The Sheriff (Bob-Marley-Cover)
13. Knockin' On Heaven's Door (Bob-Dylan-Cover)
15. Cocaine (von J.J. Cale)
17. Wonderful Tonight

- CD 2 -
1. I've Got A Rock & Roll Heart (Seals, Setser, Steve Diamond) - hiervon gibt's übrigens eine nicht zu unterschätzende österreichische Mundartversion namens "57er Chevy" von einem gewissen Willi Resetarits alias Dr. Kurt Ostbahn...
2. She's Waiting
8. Tears In Heaven - wobei ich die Unplugged-Version ehrlich gesagt noch schöner finde (hätte man ruhig auch hier draufpacken können)...
9. Layla (Unplugged) - ist auf CD 1 auch in Originalversion zu hören, die hier find ich aber besser...
13. My Father's Eyes - Clapton goes Pop, funktioniert auch sehr gut...

Die Heraushebung eben genannter Titel soll in keinster Weise andeuten, dass die anderen hierauf befindlichen Stücke nicht hörenswert oder dergleichen wären - ganz im Gegenteil! Lediglich Claptons Version vom Blues-Klassiker "Sweet Home Chicago" finde ich (verhältnismäßig) nicht berauschend - ist aber sicher Geschmackssache (wie immer halt) und wahrscheinlich diskutabel.
Mit John Hiatt's "Riding With The King", das Mr. Clapton gemeinsam mit Blueslegende B.B. King interpretiert hat und "Ride The River", das zusammen mit J.J. Cale zum Besten gegeben wird, enthält Scheibe 2 außerdem 2 Stücke, die quasi im Duett aufgenommen wurden.

Also: Insgesamt bieten die beiden Silberlinge von COMPLETE CLAPTON wirklich einen breiten und vielschichtigen Auszug, der - wie ich meine - durchaus für mehr, als nur fürs Autofahren oder als Nebenherbeschallung taugt. Dass wahre Fans freilich lieber zu einzelnen Studiowerken des Künstlers greifen werden, ist logisch. Hiesige Compilation macht aber dennoch Sinn und ist für Musiksammelnde wie mich, die sich nicht alle Clapton-Alben nachkaufen wollen, eine sinnvolle Bereicherung.
Das Höchstbewertungsmaß ist hier in meinen Augen indiskutabel - ganz GROSSE, chronologisch korrekte (weg von 1966) Zusammenstellung die (bis dahin) 41 Jahre künstlerischen Schaffens wunderbar wiedergibt. Was will man mehr?

Eindeutig 5 Sterne +++++


Big Come Up
Big Come Up
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Natural-Sound-Bluesers in ihrem Element - staubtrockenes, freches Debüt!, 11. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Big Come Up (Audio CD)
Mit der selbst auferlegten Mission die gegenwärtige Jugend wieder zurück zu den Wurzeln des Blues zu führen, machten es sich Dan Auerbach (Gesang, Gitarre) und Patrick Carney (Schlagzeug und Produzent) anno 2002 (vermutlich irgendwo zuhause) im Studio gemütlich und zogen wahrlich alle Register.

Mit ruppigen, aber da wie dort auch sanfteren Gitarrenakkorden und scheppernden Drums rumpelten und wuselten sich die beiden Vollblutmusiker durch 13 2-3-Minuten-Songs, um ihr Debüt, das unbescheiden (aber nicht unpassend) THE BIG COME UP titelt, auf wiederabspielbares Format zu bannen. Anders als bei späteren Produktionen werkelten hier wirklich hauptsächlich die zwei Black-Keys-Masterminds. Lediglich bei 4 Nummern auf dem Debütalbum ist Bassist Gabe Fulvimar zu hören (nämlich "Countdown", The Breaks", "Heavy Soul" und "She Said, She Said").

Tatsächlich klingt die Scheibe - wie es der Aufdruck des Silberlings verspricht - sehr naturbelassen, rau und ungeschliffen. Mir persönlich ist der (offizielle) Erstling der Black Keys dennoch das liebste Frühwerk. Das unter Fans ebenfalls recht hoch gehandelte THICKERFEAKNESS z.B. klingt nämlich selbst mir eine Spur zu "verwaschen" und "schlampig" (auch, wenn das freilich beabsichtigt sein mag).
Jedenfalls ist vorliegendes Gesellenstück, das ich jetzt mal ganz frech so nenne (ohne aber in irgendeiner Weise die Kunst hierauf herabwürdigen zu wollen), ein in sich geschlossenes, kompaktes Sammelsurium an energetischen und leidenschaftlich dargebrachten Blues-Hadern, die unverkennbar bereits die - mehr oder minder - "typische" Handschrift der Künstler tragen.
Nach den ganz großen Hits sucht man hierauf noch vergeblich, allerdings fällt kein Track wirklich ab und es machte einfach Spaß, die Scheibe am Stück durchlaufen zu lassen, wenn man in Stimmung dafür ist. Dennoch möchte ich den Opener "Busted" und "I'll Be Your Man" Neugieriggewordenen als Anspieltipps wärmstens ans Herz legen!

Kurz: Menschen, die ähnlich wie meine Wenigkeit, die Black Keys rückwärts erforschen (ich für meinen Teil bin leider erst sehr spät mit dem Überdrüberalbum EL CAMINO eingestiegen), sollten ehebaldigst zu THE BIG COME UP greifen, das ich - wie schon gesagt - immer noch für das beste unter den früheren Black-Keys-Alben halte.
An den später erschienenen ATTACK & RELEASE, BROTHERS, EL CAMONO (vielleicht sogar ein Anwärter auf die "Platte des Jahrzehnts"?!) sowie TURN BLUE (das etwas anders, aber ebenfalls sehr interessant klingt) kommt man aber natürlich auch nicht vorbei.
Aber so ist das mit Musik wohl immer. Wie hat es ein gewisser Keith Richards einmal so treffend formuliert: "Je mehr man kennt, umso weniger weiß man." Wie wahr, wie wahr...

Fazit: Die Debütplatte der beiden Bluesmissionare des 21. Jahrhunderts dürfte eigentlich an keinem spurlos vorübergehen, der behauptet, etwas auf gute, handgemachte, erdige Produktionen zu halten. Die Kompositionen (und freilich auch die Ausgefeiltheit im Sound) erreichen in meinen Ohren noch nicht ganz das Niveau neuerer Black-Keys-Werke, sind aber jedenfalls gelungen und funktionieren darüber hinaus vor allem in ihrer Gesamtheit (von einem Konzeptalbum würde ich dennoch nicht unbedingt sprechen, selbst wenn's vom Sound her fast eins sein könnte) wunderbar.
Mit THE BIG COME UP haben die Herren Auerbach und Carney ihrer stets anwachsenden Anhängerschar wahrlich nicht zu viel versprochen. Saucoole (verzeihen Sie), rotzfreche Debütplatte mit Ecken & Kanten & jeder Menge spürbarer Freude am Musikmachen. So soll's sein!

Macht am Ende - um halbwegs objektiv zu bleiben (eben auch verglichen mit anderen musikalischen Errungenschaften) - ziemlich eindeutig 4 Sterne aus meiner bescheidenen Sicht.

Mein Tipp: kaufen & hören!

Yeah.


Ultimate Collection 1968-2003
Ultimate Collection 1968-2003
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die vielen Gesichter des Joe Cocker (RIP). Muss man (außer als Fan) eigentlich haben!, 10. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ultimate Collection 1968-2003 (Audio CD)
Obwohl der leider bereits von uns gegangene Joe Cocker eine Vielzahl an Hits interpretiert hat und er auch heute noch oft auf diversen Radiosendern zu hören ist, hat es keines seiner regulären Studioalben in den "Heiligen Gral" der 500 besten Alben aller Zeiten des RS-Magazine geschafft. Das verwundert schon ein bisschen, wenngleich freilich besagtes Fachblatt und auch Musikkritiker manchmal daneben liegen können. (Anm.: Immerhin ist er als einer von ganz wenigen Künstlern insgesamt zwei Mal in Woodstock aufgetreten.)

Ich denke jedenfalls, dass man als allgemein interessierter Musiksammelnder - egal welche Ecke des Pop/Rock-Geschehens man denn letztendlich persönlich bevorzugt - an diesem Herren unmöglich vorbeikommen kann. Selbst wenn Mr. Cocker vermeintlich "kitschige" Balladen a la "Up Where We Belong" zum Besten gibt, schwingt da im Hintergrund immer ein Stück weit Tiefe und Erlesenheit mit.
Hoch anrechnen muss man dem guten Herren zudem, dass er sich - wenngleich am Ende seiner Karriere vielleicht weniger - in vielen Bereichen versucht hat, um seine unnachahmliche Stimme auszuloten. Ich jedenfalls war - trotz vorheriger Kenntnis der großen Hits freilich - sehr angetan und teils auch überrascht vom breiten Spektrum, das auf den beiden vorliegenden Silberlingen abgedeckt wird.

Wie schon der Titel dieser Compilation verrät, wurden hierfür Songs aus dem Zeitraum von 1968-2003 ausgewählt. D.h., dass man quasi in der Zeit mit dem Superhit und Beatles-Cover "With A Little Help From My Friends" startet. Ein neuerer hierauf befindlicher Track wäre etwa "Could You Be Loved". Dabei ist die Zusammenstellung keineswegs chronologisch aufgebaut, d.h. dass die Songs recht bunt durcheinandergewürfelt aneinandergereiht wurden. Dem Fluss oder gar der Klasse der einzelnen Tracks tut dies aber in meinen Ohren erfreulicherweise keinen Abbruch. Tatsächlich funktioniert hiesige Zusammensetzung erstaunlich gut. Dass eingesessene Fans freilich darauf verweisen, dass sie sich den einen oder anderen Titel noch dazugewünscht hätten, ist verständlich. Naturgemäß werden auf Best-of-Zusammenstellungen immer ein paar essenzielle Tracks fehlen, was aber nur logisch - und meines Erachtens deshalb auch verzeihbar - ist. (Echte Fans werden darüber hinaus ohnehin die regulären Studioalben besitzen, nehme ich mal an.)
Dass die Bezeichnung "Ultimate Collection" nicht ganz glücklich gewählt sein mag, darüber ließe sich wohl herzhaft streiten. Aber kann es unter Musikfreunden anregendere Diskussionen als solche geben? Ist doch schön, wenn Musik zu einem solch vielbesprochenen Thema wird ;)

Mit insgesamt 30 Songs (!) - 15 auf CD 1, 15 auf CD 2 -, die für diese Compilation ausgewählt wurden, erhalten Musiksammelnde, die keine eingefleischten Joe-Cocker-Fans sind (so wie ich) und Neugierige jedenfalls einen recht ordentlichen Ein- und Überblick über das Schaffen dieses außergewöhnlichen Sängers.
Bei Zusammenstellungen dieser Art einzelne Tracks hervorzuheben erscheint mir zwar müßig, aber dennoch möchte ich abschließend ein paar meiner persönlichen Favoriten hierauf (= Anspieltipps) nicht unerwähnt lassen, die da wären:
- Unchain My Heart
- Summer In The City
- You Can Leave Your Hat On
- Up Where We Belong
- You Are So Beautiful
- With A Little Help From My Friends
- The Letter (Live)
- First We Take Manhattan

Das Herausheben eben genannter Songs soll in keinster Weise implizieren, dass es nicht lohnen würde, sich allen Titeln hierauf zu widmen.
Ich für meinen Teil halte vorliegenden Doppeltonträger jedenfalls für sehr überlegt und gekonnt zusammengestellt und würde ihn deshalb auch guten Gewissens an etliche Käuferschichten da draußen weiterempfehlen.

Kurz: 5 Sterne. Muss man eigentlich haben! +++++


It's Alive
It's Alive
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn man eine Ramones-Scheibe haben "muss", dann diese!, 9. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: It's Alive (Audio CD)
Eigentlich bin ich mit meinen mittlerweile 30 Lenzen bereits in einem Alter angekommen, in dem man sich nicht mehr so häufig zu Punkmusik hingezogen fühlt. Manchmal überkommt's mich dann aber doch und dann verspüre ich Lust auf bebende 2-Minuten-Kracher, die einem gefühlt literweise Adrenalin ins Blut schießen. Und wenn dieser Fall eintritt, dann greife ich gerne zu vorliegender Scheibe...

Die Ramones, die in meiner persönlichen Musikhörwelt eigentlich gar nicht eine so bedeutende Rolle gespielt haben und die ich darüber hinaus oft sogar für ein bisschen überschätzt gehalten habe (allerdings weniger als beispielsweise die Sex Pistols), präsentieren sich auf vorliegender Scheibe als perfekte Stimmungsmacher-Live-Band, die aber auch technisch etwas auf dem Kasten hat. Das häufige "One-Two-Three-Four", das etliche Songs hierauf einleitet, erschöpft sich bis zum Ende hin nie. Und ich meine auch, die gesamte Spieldauer hindurch eine authentische, von Herzen kommende Freude am Musikmachen heraushören zu können.
So überschätzt ich diverse Studioproduktionen der Ramones ehrlich gesagt immer noch finde (ich habe offengestanden überhaupt nur dieses Live-Album zuhause im Regal stehen), so sehr hänge ich am energetischen, unwiderstehlichen "It's Alive". Ein passenderer Titel hätte sich für diese Scheibe wahrlich nicht finden lassen.
Und selbst, wenn viele Punk-Bands für ihr (vermeintlich) limitiertes Spiel und ihre "Schrammel-Akkorde" belächelt wurden und werden, so muss man an dieser Stelle doch sagen, dass die Ramones bestimmt großartige Musiker waren. Mit untrüblichem Instinkt und durchaus gekonnt (kaum Temposchwankungen, saubere Gitarrenbearbeitung) fetzen die Burschen da Hadern runter, dass man sich wünscht, man wäre selber dabei gewesen.

Wenn das, was man des Öfteren hört, stimmt und große Bands sich daran erkennen lassen, dass sie vor allem live zur Hochform auflaufen, dann waren die Ramones gewiss eine großartige Truppe.
Vorliegende Scheibe lässt jedenfalls keine Wünsche offen (auch vom Sound her nicht) und begeistert (wenn man dafür in Stimmung ist) mühelos. Und selbst wenn man mal nicht so gut drauf ist, könnte hiesige Platte dienlich sein, um wieder in die Gänge zu kommen...

Versuchen Sie's ruhig, lieber Leser! Sie werden es nicht bereuen :)

Noch einmal: Ich bin mit Sicherheit weder großer Ramones-Fan noch sehr punkaffin angehaucht, aber "It's Alive" sollte meines Erachtens wirklich an keinem Musikfreund spurlos vorübergehen.

Klare Kaufempfehlung und 5 Sterne meinerseits! +++++

1-2-3-4... Hey-Ho - Let's Go!

----- Anspieltipps -----
- Rockaway Beach
- Blitzkrieg Bop
- Sheena Is A Punk Rocker
- Havana Affair (hierzu gibt's übrigens eine wunderbare Cover-Version von den Chili Peppers auf einem Ramones-Tribute-Album)
- Let's Dance

Eigentlich empfiehlt es sich aber, die ganze Darbietung am Stück durchlaufen zu lassen - da kommt bestimmt Freude und gute Laune auf :)


Best of Hooker 'n' Heat
Best of Hooker 'n' Heat
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerhört beständig und immer wieder erfreulich!, 9. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Best of Hooker 'n' Heat (Audio CD)
Wer sich - wie meine Wenigkeit - ein bisschen für Rock- und Popmusik interessiert und sich vor allem dem Blues zugetan fühlt, stolpert früher oder später fast zwangsläufig über Blueslegende John Lee Hooker und/oder Canned Heat.
Tatsächlich ist vorliegendes Album (Kürzungen hin und her) als Glücksfall zu betrachten. Wenn man sich einmal von zähen, überkanditelten Soundexperimenten und ausufernden Studioproduktionen heutiger Tage (aber freilich gibt's auch heute eine Unzahl an großartigen Bands und Musikern) erholen will, ist man hier genau richtig. "The Best of HookerNHeat" erdet sozusagen und ist - trotz ihres mittlerweile beträchtlichen Alters - eine Konstante, die man immer wieder gerne aus dem randgefüllten CD-Regal herausnimmt, um sie aufzulegen.

Vorliegende Scheibe wird ihrer Best-of-Bezeichnung meines Erachtens absolut gerecht und verzückt mit unkaputtbaren Titeln wie "You Takl Too Much" oder dem legendären "Boogie Chillen No.2", um an dieser Stelle nur 2 (bescheidene) Beispiele zu nennen. Tatsächlich macht die ganze Platte durchgehend Freude und unterstreicht die fundamentale Wirkung des Blues, die ungebrochen bis heute in die Popmusik hineinreicht.

Freunde des gepflegten, "echten" Blues kommen hier ebenso auf ihre Rechnung, als auch allgemein musikinteressierte Menschen. "The Best of HookerNHeat" darf/sollte eigentlich keiner ordentlich geführten Musiksammlung fern bleiben.
Kurz: Muss man haben. Tja, so einfach ist das manchmal...

5 Sterne und Punkt. +++++


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20