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Rezensionen verfasst von
Minzoblate (Hamburg)

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Praxishandbuch Radaufhängung und Bremsen: Theorie - Technik - Modifikationen
Praxishandbuch Radaufhängung und Bremsen: Theorie - Technik - Modifikationen
von Des Hammill
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Versuch und Irrtum, 18. Mai 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
+++++++

Fahrwerkstechnik auf 130 Seiten, alles was man wissen muß - das will der Band aus der Oldtimer-Markt-Edition versuchen, darzustellen. Es würde sich hiermit eine große Lücke zwischen simpelsten, populären Einführungen einerseits und Hochschulliteratur andererseits füllen. Doch wenn man auf die letzte Seite gelangt, stellt man fest, daß wieder einmal Autor, Verlag und Übersetzer an der Komplexität des Themas kapitulierten. Das erkennt man beispielsweise daran, daß ständig die Formulierung benutzt wird: "Wenn Sie XYZ ändern, wird das Fahrzeug kein gutes Handling aufweisen." Schön, sollte man drauf aufpassen ... Vielleicht wurde bewußt auf Formeln und Kurvendarstellungen verzichtet, um Leser nicht zu überlasten, nur ist das auf diesem Gebiet einfach nicht möglich. Sinnvoll wäre es, mit Reifenkennlinien (Radlasten, Seitenführungskräfte, Schräglaufwinkel) zu beginnen und danach über Schwerpunkt, Fliehkraft und Momentanzentren konkrete Radaufhängungen mit deren jeweiligen Eigenschaften genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Anschluß daran zeigt man den Einfluß von Änderungen auf ("was passiert, wenn ..."). Stattdessen wählten die Macher hier ein Konzept, welches eher, trotz der Gliederung nach Abschnitten, zusammenhanglos wirkt, an wirklich brauchbaren Erläuterungen hat man gespart. Diejenigen, die das Thema (und sei es auch nur in groben Zügen) schon kennen, werden viele bekannte Dinge und einige Fehler erkennen. Diejenigen, die Neuland betreten, werden die Fehler für bare Münze nehmen, und unterm Strich so gut wie nichts verstanden haben. Den Schwerpunkt in den Beschreibungen bilden übrigens amerikanische "Kit-Cars" - aus Einzelteilen (Rahmen, Karosse, Achsen, Antrieb) für einfache Rennen zusammengebaute Fahrzeuge. Wer will denn hier in Europa schon dazu ein paar oberflächliche Dinge wissen? Wer sich aktuell für Fahrwerktechnik interessiert, muß sich zwangsläufig durch die leider streckenweise ziemlich unverständliche Fachliteratur quälen. Derjenige Schreiber, der irgendwann in der Zukunft in diesem Themenbereich kurz, knapp, korrekt und verständlich zur Sache kommt, hat einen Sonderpreis verdient, die Nachfrage ist jedenfalls vorhanden.

+++++++


AMG: Der Griff nach den Sternen
AMG: Der Griff nach den Sternen
von Frank Mühling
  Gebundene Ausgabe

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schön und mittelprächtig zugleich, 19. Juli 2006
+++++++

Zum ersten Mal wird hier versucht, den ehemals eigenständigen Tuning-Betrieb (und jetzige Motorsport-Abteilung von Mercedes-Benz) AMG von den Anfängen bis in die Gegenwart zu beleuchten. Auf den ersten Blick sehr positiv fallen die Aufmachung, die Fotos sowie das Layout des Buches auf. Auch das Konzept ist erfreulich unkonventionell: Statt ausschließlich chronologisch vorzugehen, beginnt der Band mit Bildern, die dem Leser zunächst einmal die passende Stimmungslage vermitteln sollen. Anknüpfend daran finden sich Essays von Mika Häkkinen, Dieter Zetsche und ein intelligent geschriebener Artikel des langjährigen FAZ-Autotesters Wolfgang Peters.

Die Beschreibung der Historie erfolgt zweigeteilt: Zunächst sind nur die Rennfolge dran, danach wird die Unternehmensgeschichte dargestellt; die Anfänge in der Mühle, die ersten Kunden, das stete Wachstum und alle folgenden Veränderungen. Insgesamt kommen so fünfzig flüssig lesbare Seiten zusammen. Wer allerdings schon zuvor historische Tests, Artikel und Berichte über AMG gesammelt hat, stellt fest, daß die Zahl der neuen Informationen nicht gerade überwältigend ist. Wer darüber hinaus die Darstellung aller ehemaligen Leistungsstufen und -maßnahmen im Detail zu den von AMG behandelten Mercedes-Baureihen (W112, W108/9, W114/5, W123 usw.) erwartet, wird ebenfalls enttäuscht, es gibt nur die technischen Infos, die auch die Automagazine damals in den Tests veröffentlichten. Diese faßt der Autor auch nicht übersichtlich in einer Tabelle zusammen, sondern streut sie dann und wann in den Text ein. Hier wurde ziemlich ungenügend und mit wenig Aufwand recherchiert. Unglücklicherweise ist damit das (kostenlose) Internet in vielen Fällen auskunftsbereiter als das Buch von Mühling und Bolsinger.

Nach diesen ersten Kapiteln überfällt den AMG-Fan die Langeweile: Nun wird auf über 100 Seiten aufgezeigt, wie AMG heute organisiert ist, welche Köpfe sich mit welchen Aufgaben befassen, und was die aktuelle Produktpalette hergibt - alles Dinge, die eigentlich in kostenlosen Prospekten viel besser aufgehoben sind und auch äußerst schnell veralten. Nur auf den letzten zehn Seiten wird es nochmal interessant: Die Menschen hinter den Namen Aufrecht und Melcher sind hier der Fokus, sowie besondere Ereignisse und Anekdoten aus dem wechselvollen Arbeitsleben.

In Summe vier Sterne für Aufmachung/Optik, aber nur zweieinhalb für den Inhalt; letzteres geht für mich vor. Aber jeder kann selbst entscheiden, was wichtiger ist.

+++++++


Mercedes-Benz S-Klasse: Die Prospekte seit 1952
Mercedes-Benz S-Klasse: Die Prospekte seit 1952
von Martin Häussermann
  Gebundene Ausgabe

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehr betrüblich, 21. Juni 2006
+++++++

Dieses in Aufmachung und Verarbeitung ansprechende Werk will sich nur mit den Prospekten zur S-Klasse befassen. Prospekte zeigen, wie der Hersteller selbst seine Produkte sieht und welche Zielgruppe angesprochen werden soll; darüber hinaus seine individuelle Art zu werben. Werbematerial läßt sich historisch bewerten. Und vergessen wir nicht den Sammler, schließlich gab es neben den normalen Ausgaben noch seltene Sonderpublikationen parallel, z.B. die aufwendig gemachten zum W126. Die Darstellung der Modellgeschichte mit technischen Daten ist in einem solchen Buch dagegen nicht wirklich erforderlich.

Doch was findet der Leser nun hier? Fast nichts von den oben genannten Aspekten. Der Autor beschränkt sich auf die Auswahl nett gemachter Seiten einiger Prospekte, chronologisch sortiert, und umschreibt diese auf belanglos-blumige Weise, praktisch ohne brauchbaren Informationsgehalt. Dagegen läßt sich doch schon auf den ersten Blick einiges erkennen: Noch in den 50er Jahren wählten die Stuttgarter eine Mischung aus Zeitgeist und Marken-Image, mit eher wenigen technischen Details, um in späteren Jahrzehnten dann einen rein sachlichen Stil zu fahren und ausschließlich auf Fakten zu setzen. Die emotionale Schiene wurde aber spätestens ab W220 1998 erneut vorrangig bedient, denn nun fällt auf, daß die erste Hälfte der S-Klasse-Kataloge aus Bildern bestehen, praktisch textfrei, und erst danach zählt man die Features des Autos auf. Andere Beispiele: Der W140 stand stark in der Kritik - hat dies Auswirkungen auf die Art zu werben, und wenn ja, wie? Wie sieht sich Mercedes? Wie wirbt man national/international? Eine Zeitlang nämlich waren europäische und amerikanische Ausgaben grundverschieden. Wie wirbt die Konkurrenz? Was sind die schönsten, was die seltensten Ausgaben? Auf Antworten zu all' diesen Fragen wartet man hier vergebens.

+++++++


Illustrierte Chronik der Daimler-Benz AG
Illustrierte Chronik der Daimler-Benz AG
von Daimler-Benz AG
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Viel besser als man vermutet, 21. April 2006
+++++++

Bekanntlich fokussieren die allermeisten Fans nur auf das jeweils eigene Fahrzeugmodell, und suchen dann auch genau dazu das passende Buch. Wer allerdings mal über den Tellerrand hinausschauen und sich etwas allgemeinere Einzelheiten der Marke Mercedes-Benz zu Gemüte führen will, sollte einen Blick in die "Illustrierte Chronik der Daimler-Benz AG" werfen. Diese beschreibt Jahr für Jahr, und jeweils tagesgenau, besondere Ereignisse der schwäbischen Unternehmensgeschichte, für die man sonst recht lange recherchieren müßte.

In der mir vorliegenden 2. Auflage von 1998 beginnt der Zeitstrahl 1883 und endet 1997. Vorweg finden sich die Lebensläufe von Benz, Daimler und Maybach auf vier bis sechs Seiten, abgeschlossen wird die Darstellung mit Kennzahlen aus dem gleichen Zeitraum über Umsatz, Produktionszahlen, Anzahl Mitarbeiter und anderes.

Neben den allseits bekannten Daten stößt man immer wieder auf Erstaunliches: Im September 1888 werden Daimler-Patente für die USA erworben von - William Steinway, New York. Die Geburtsstunde der britischen Automobilindustrie schlägt am 26. Mai 1893 - mit der Daimler Motor Syndicate Ltd. Im November 1937 geht die Benzineinspritzung für Flugmotoren in Serie, und im Juni 1945 nimmt man die Lastwagenproduktion wieder auf - mit einem Lizenznachbau des Opel Blitz! Wann genau wurde die Sicherheitsfahrgastzelle patentiert, wann kauft die DB AG bei NSU die Wankel-Lizenzen, und wann stellt man offiziell die allererste ABS-Version vor? Dies soll beispielhaft für den Inhalt der "Illustrierten Chronik" genügen. Jedes Ereignis wird natürlich nicht nur über eine einzige Zeile, sondern über einen Textabsatz beschrieben. Besondere Themen (Modellreihe C111, Sauber-Mercedes, Airbus, u.a.), die nicht direkt einem Zeitpunkt zugeordnet werden können, gibt man zusätzlich noch Raum von einer reich bebilderten Doppelseite mit Text von einer viertel Seite. Nicht enthalten sind allerdings Modellpflegemaßnahmen von Fahrzeugserien im Detail; Informationen dieser Art sind aber auch in den typenbezogenen Bänden wirklich besser aufgehoben.

Die "Illustrierte Chronik" kommt in ansprechender Optik daher und bietet auf Hochglanz gedruckte 200 Seiten Infos. Wenn man den Preis berücksichtigt, gerade mit dem Blick auf 2nd-Hand-Exemplare, kann die Bewertung nur lauten: Daumen hoch, sehr gut.

+++++++


Chrysler
Chrysler
von Joachim Kuch
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das ist kein Typenkompass!, 7. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Chrysler (Taschenbuch)
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Von einem Typenkompass erwartet man die Darstellung aller Modelle in einem bestimmten Zeitraum, möglichst viele technische Daten sowie Erläuterungen der Details im eher kurzen Fliesst'ext, sonst passt' der Titel einfach nicht. Andere Bän'de dieser Reihe, sowie auch die Publikationen von Delius-Klasing mit der Bezeichnung Typenatlas werden dieser Anforderung gerecht. Dieses B'üchlein aber ist oberflächlich und unvollstän'dig wie kaum ein anderes. Gerade US-Hersteller sind ja bekannt für jäh'rliche 'Änderungen an ihren jeweiligen Modellen; der Chrylser-Typenkompass dokumentiert dieses aber nicht im Entferntesten.

Erträglich nur dann, wenn man bisher gar nichts üb'er die Marke wusste und/oder ganz wenige Euros dafür' ausgeben mu'ss.

+++++++


Mercedes-Benz Saloons: The Classic Models of the 1960s and 1970s
Mercedes-Benz Saloons: The Classic Models of the 1960s and 1970s
von Laurence Meredith
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 27,87

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant durch andere Perspektive, 7. November 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
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Trotz des W108 auf der Titelseite stellt das Modell nicht den Löwenanteil dieses englischprachigen Buches. Es werden die "Saloons of the 60s/70s" behandelt, also ab Heckflosse bis W123. Damit bleibt je Typ natürlich nicht viel Platz auf den insgesamt 172 Seiten, und so finden sich hier dieselben Informationen wie überall anderswo auch.
Was den Band interessant macht, ist aber die Sichtweise des Autors, sozusagen der Blick durch seine "britische Brille" auf die schwäbischen Mobile. Man erfährt hier, daß die teutonischen Karossen weniger durch höchste Handwerkskunst wie beim Rolls, sondern wegen ihrer durchdachten Funktionalität bestachen und auf diese Weise die Inselprodukte in Frage stellten. Die Beschreibungen enthalten auch Querverweise, die stark markenbezogenen Chronisten verborgen bleiben, beispielsweise: Wie ist ein neues Mercedes-Modell im Vergleich zur bestehenden Konkurrenz zu werten, oder wo war der Mitbewerb überlegen? Darüber hinaus verweist Meredith auf englische Tests, wobei er die wichtigsten Aussagen als Zitat aufführt.
Witzig ist die Verwendung deutscher Begriffe wie "Lichteinheiten", "Lebensraum" und - natürlich - "Autobahn". Schön ist der eingestreute Humor: Die Heckflosse ist eine "heavy limousine with the aerodynamic properties of two men in a wardrobe". Hinter fast jeder Kapitelüberschrift steckt ein kleines Wortspiel: Die Pendelachse verbindet er mit den "Swinging Sixties", zum emotionslos-nüchternen Strichacht-Design heißt es "Bracq with Brakes on". Meredith entzieht sich gerade dadurch der lähmenden Langeweile, die die ausschließliche Darstellung und Kommentierung technischer Einzelheiten hervorrufen würde. Und sein Band sei auch deshalb empfohlen, weil er eben nicht wie viele andere zur Gilde der buckelnden Schönschreiber zählt.
Der Umfang der gebotenen Detailinformationen ist für Fans zwar nicht ausreichend, aber der Band ist dafür im wahrsten Sinne des Wortes "Lesens-Wert".
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Tips und Tricks für bessere Bilder
Tips und Tricks für bessere Bilder
von Günter Richter
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Von der Kameratechnik zum gekonnten Bild - geht das?, 26. Oktober 2005
+++++++
"Tips und Tricks für bessere Bilder" - wer will die nicht kennen? Auffallend ist sofort der geringe Umfang von 96 Seiten. Zählt man nur die Tricks, kommt man auf schmale 72. Wer sich nach dieser Äußerlichkeit auf den Inhalt stürzt, stellt schnell fest, daß dieses Buch über Fotografie wieder einmal jemand geschrieben hat, der eher von der Systemtechnik her kommt, soll heißen: Jemand, der alle Funktionen eines Kamera-Systems beherrschen gelernt hat glaubt nun, er würde auch viel von Fotografie verstehen.
Unangenehm bei Publikation dieser "Klasse" von Autoren ist die wenig systematische Vorgehens- und Darstellungsweise. Die Arbeit mit der "Selektiven Schärfe" wird mehrmals gebracht, aber immer anders benannt, z.B. "Unscharfer Vordergrund", im nächsten Kapitel "Verträumter Vordergrund", gegen Ende heißt es dann "Lange Brennweiten" - jedesmal ist aber dasselbe gemeint. Auch stehen allgemeine Bildgestaltungsregeln gleichberechtigt neben der Technik, links geht es um die Lage des Horizontes, rechts um Probleme beim Fokussieren des AF-Systems. Es werden Dinge vermischt, die so nicht zusammen gehören. Wer solch ein Aufbau wählt, hat noch nicht viel vom Wesen der Fotografie verstanden. Denn zuerst kommt die Idee, dann die allgemeine Gestaltung und danach die technische Umsetzung in ein Foto.
Ein besonderes Manko sind überdies die wenig berauschenden Fotos - was haben solche in einem Lehrbuch zu suchen? Kein einziges seiner Beispielbilder aus dem Thema "Bildreportage" würde es je in eine Lokalzeitung bringen.
Für mich ist der Band damit ein nettes Werbegeschenk, mehr nicht. Hartes Urteil, aber ich besitze eines, und selbst dieses ist sogar noch besser.
Ein wirklich empfehlenswertes Buch in Hinblick auf eine Allround-Darstellung ist beispielsweise "Reisefotografie" von Michael Busselle (Laterna Magica). Spottbillig bei deutlich mehr Inhalt, es werden die wichtigsten Themen behandelt und es ist herausragend gut fotografiert. Bei jedem Bild wird erläutet, was die eigentliche Absicht war und wie man es im Wesentlichen macht, d.h. mit der Kamera umsetzt. Wer will da noch auf technikverliebte Knipser hören, deren Ansatz es ja immer ist, zu jeder vorhandenen Kamerafunktion das passende Motiv zu suchen?
+++++++


Das große Buch der Bildgestaltung
Das große Buch der Bildgestaltung
von José M Parramón
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beim Thema Bildgestaltung wenig Auswahl, 26. Oktober 2005
+++++++
Innerhalb der umfangreichen Reihe zur Malerei (Parramon/Edition Fischer) befaßt sich dieser Band auf 150 Seiten mit dem Thema "Bildgestaltung". Was kann man erwarten?
Das erste Drittel zeigt die Entwicklung der Bildkomposition im Laufe der Geschichte. Von der Rastertechnik der Ägypter findet man zur Kunst in Griechenland und Rom, dann über den "ansteigenden Blickpunkt" des Fernen Ostens zum europäischen Mittelalter. Die szenische Darstellung der Renaissance wird erläutert, danach die Luftperspektive des Da Vinci, die Malerei des Caravaggio mit ihren hohen Helligkeitskontrasten, und noch vieles mehr. Selbst ein schnell verständliches Beispiel für kubistische Malweise ist enthalten - in Summe ein sehr empfehlenswertes Kapitel.
Danach finde ich die gewählte Struktur etwas unglücklich, denn man müßte nun die wichtigsten kompositorischen Regeln nacheinander aufführen, doch dieses erfolgt in zwei Kapiteln, wobei noch Hilfsmittel zur Komposition dazwischen geschoben wurden. Hier wurde nicht systematisch genug gearbeitet. Grundsätzlich empfinde ich auch die Zahl der genannten Möglichkeiten als etwas beschränkt, hier bieten einige Bücher zur Fotografie mehr (Mante, Weber) - und das, obwohl die Malerei doch die weitaus ältere Disziplin ist.
Der letzte Abschnitt dokumentiert die Bildkomposition anhand von sechs Beispielen unterschiedlichster Art, meiner Meinung nach wiederum gelungen, weil man über ein Dutzend Arbeitsschritte von der Planung bis zur Ferigstellung des Werks die wesentlichen Punkte leicht nachvollziehen kann.
Insgesamt inhaltlich nicht perfekt, überwiegt doch der positive Eindruck. Da es nicht viele Bücher explizit über Bildgestaltung gibt, ist es aus meiner Sicht empfehlenswert.
+++++++


Die Angst des Tormanns beim Elfmeter. SZ-Bibliothek Band 13
Die Angst des Tormanns beim Elfmeter. SZ-Bibliothek Band 13
von Peter Handke
  Gebundene Ausgabe

10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lieber Werke anderer Autoren wählen, 11. Juli 2005
+++++++
Wie andere zuvor habe ich mich auf den bekannten Namen des Autors verlassen, wie auf die Tatsache, daß der Band eine Empfehlung der Süddeutschen Zeitung ist. Daß ich nicht neugierig gewesen wäre, kann mir niemand vorwerfen, aber letztendlich hat mich dieses Büchlein enttäuscht.
Die Beschreibungen zum Abhandenkommen des Realitätssinns, dem Durcheinandergeraten von verläßlichen Werten und Positionen, sowie die schizophrenen Anwandlungen kommen "nicht wirklich" rüber. Handke wählt als zentrale Figur einen Menschen einfacher Bildung, wohl einfacher Herkunft und ohne besondere gesellschaftliche Stellung, doch er schafft es nicht, dieser glaubhaft Leben einzuhauchen. Unglücklicheweise empfinde ich sogar eine große Zahl von Seiten als redundant, d.h. man könnte das Buch kräftig zusammenstreichen, ohne etwas zu verlieren; und das, obwohl es nur 106 Seiten gibt. Das Ganze sieht aus wie eine Idee, aus der man mit Gewalt einen Roman machen will. Ich jedenfalls kann keine Stelle im Buch nennen voll fesselnder Intensität, nichts zieht den Leser hinein ins Werk. Und diese Forderung sollte zweifelsfrei immer erfüllt werden. Das Lesen zur Quälerei zu machen, sollte nie Stilmerkmal sein, es zeugt eher von schlechter "Handwerksqualität". Im Gegensatz dazu vielleicht der Band von Paul Auster aus der gleichen Reihe, wobei das Thema allerdings anders gelagert ist.
Ein Mensch kann in seinem Leben nur eine begrenzte Zahl an Büchern lesen, dieses sollte meiner Meinung nach sehr weit hinten stehen. Es ist praktisch nichts Einzigartiges daran, auf Grund dessen man die Bewertung "ein Muß" vergeben könnte.
+++++++


Faszination Mercedes-Benz (2 DVDs)
Faszination Mercedes-Benz (2 DVDs)
DVD ~ -

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Preis-Leistung höchstens zufriedenstellend, 17. Dezember 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Faszination Mercedes-Benz (2 DVDs) (DVD)
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Bei Premium-Herstellern erwartet man Premium-Inhalt, und bei dieser Doppel-DVD mit einer versprochenen Fülle von Filmmaterial über Mercedes-Benz ist es nicht anders. Angesprochen sind alle Fans der Marke, doch diese sind selten "Rookies" und haben bereits vertiefte Kenntnisse, gerade in Deutschland. Und solche erkennen dann Mängel, zum Teil auch eklatante, beispielsweise das vollständige Fehlen der Typen Ponton-Cabrio/-Coupe sowie W111-Cabrio/-Coupe; zwei der attraktivsten Modellreihen der Nachkriegszeit. Nur Schönheitsfehler dagegen sind Verwechslungen wie der Heckflossen-Erlkönig, der eigentlich ein W108 ist, oder die in der falschen Reihenfolge aufgeführten Adenauer-Typen.
Auch das Konzept erscheint auf den ersten Blick stimmig - Vorstellung aller Modellreihen mit ergänzenden Texten im Nachrichtensprecher-Stil. Bei genauerem Hinsehen erkennt man dann aber, daß es keine reinen Filmszenen sind, sondern abgefilmte Pressebilder, bei manchen Beiträgen sogar zum größten Teil (z.B. beim 190SL nur 30 Sek. Film). Echte Szenen werden auch mehrfach verwendet, z.T. in unterschiedlichen Beiträgen oder zu Beginn und Ende eines Beitrags; hier und da identisch (z.B. 600). Am jeweiligen Schluß werden technische Daten der Fahrzeuge auf einer Tafel gezeigt, beim W124 fast drei Minuten. Sowas gehört normalerweise in ein Booklet. Und schon kommen keine echten sechs Stunden Filmmaterial mehr zusammen. Sagte ich sechs? Die Summierung aller Einzeltitel führt zu einer Laufzeit von 4h 45min. Könnte was vergessen worden sein? Vielleicht die in herrlichem Wochenschau-Stil gehaltenen Beiträge zu Grand Prix der Vorkriegs- und frühen Nachkriegszeit (und nicht nur Ausschnitte), den Rekordversuchen mit Rudolf Carraciola in Darmstadt und Dessau, die Penske-Mercedes in Indianapolis, und ganz besonders der 64er Bericht zu Eugen Böhringer im 300SE - alles bereits schon mal veröffentlicht, nur nicht hier. Auch enthält die "Chromveteranen"-DVD weitere Filmausschnitte, die hier nicht berücksichtigt wurden, z.B. eine Darstellungen der Benz-Sonderausstattungen am Beispiel W108. Diese Dinge fehlen, und das, obwohl die erste DVD nur halbvoll ist.
Back to the roots: Was will der Endkunde? Ich selbst brauche keine Filmszenen von Autos, die ich sowieso jeden Tag auf der Straße sehe. Schwerpunkt in der Darstellung sollten die Klassiker sein. Die allerneuesten Modelle, auch der CLS, sind schon dabei - zahlt man hier etwa für Werbung? Ich bin überzeugt, daß das Archiv noch viel mehr und bessere Beiträge vorweisen könnte. Die versprochene und bei weitem nicht erreichte Spielzeit ist ein echtes Ärgernis und schon fast ein Grund, die Doppel-DVD nicht zu kaufen.
Fazit: Für Neulinge leicht verdaulich und insgesamt gut, für echte Fans möglicherweise schon nach kurzer Zeit nicht mehr recht befriedigend.
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