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Rezensionen verfasst von
Volker M.
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adeVital Pressure - Blutdruckmessgerät BPM 1401 - Bluetooth - passende App für Android und iOS
adeVital Pressure - Blutdruckmessgerät BPM 1401 - Bluetooth - passende App für Android und iOS
Preis: EUR 95,22

3.0 von 5 Sternen Mein Blutdruck im Netz, 31. Juli 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Bei Blutdruckmessgeräten muss man sich zwischen zwei Messverfahren entscheiden: entweder am Oberarm oder am Handgelenk. Oberarmmessgeräte werden wegen ihrer angeblich höheren Genauigkeit von den Ärzten empfohlen, während Handgelenksgeräte meist einfacher und schneller zu bedienen sind.

Das adeVital-Messgerät wird mit 4 Batterien geliefert, die bei mir allerdings nicht einmal für 10 Messungen gereicht haben. Neue Alkali-Batterien sind zum Glück ausdauernder, wie mein Praxistest gezeigt hat. Lt. Handbuch soll ein Batteriesatz bei 3 Messungen täglich über 40 Tage durchhalten und das kommt nach meiner Erfahrung hin. Es ist auch der Betrieb mit einem Netzteil möglich, aber dieses ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Das Anlegen und Anschließen der Manschette ist schnell erledigt. Um die Messwerte nicht zu verfälschen, sind einige Dinge zu beachten, die in der (recht kleingedruckten) Anleitung genau beschrieben werden.
Die mitgelieferte Manschette ist für einen Oberarmumfang zwischen 22 und 32 cm geeignet. Fleischereifachverkäuferinnenoberarme sollten daher entweder auf Geräte mit einer größeren Manschette oder auf Handgelenksmessgeräte ausweichen. Der Hersteller hat mir auf Nachfrage mitgeteilt, dass sein Gerät demnächst auch mit einer größeren Manschette (22 bis 42 cm) angeboten wird.

Die Messung erfolgt übrigens bereits beim Aufpumpen, was deutlich angenehmer ist als die herkömmliche Messmethode.

Das Gerät kann für zwei Personen jeweils 60 Messergebnisse (Blutdruck/Puls) speichern, die über die Suchen-Taste nachträglich wieder aufgerufen werden können. Das bläuliche Display ist gut abzulesen.

Mit der adeVital App können die Messwerte über Bluetooth auf ein Smartphone oder Tablet übertragen, verwaltet, ergänzt und ausgewertet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass Bluetooth 4.0 unterstützt wird. Des Weiteren gibt es die App derzeit nur für iOS-Geräte (Apple), Android soll in Kürze folgen.
Dieser Trend ist auch bei anderen Health Care-Produkten zu beobachten. Mir scheint es so, dass die Hersteller, wenn ihre Geräte technisch ausgereift sind, krampfhaft nach neuen Anwendungsgebieten und Neuheiten ("Gesundheitsmonitoring per App") suchen - ob sie nun sinnvoll sind oder auch nicht. Ob gerade die typischen Nutzer von Blutdruckmessgeräten eine hohe Technik-Affinität haben und den höheren Anschaffungspreis zahlen wollen, sei dahingestellt. Für mich kommt eine App schon aus Datenschutzgründen nicht in Frage. Es gibt sehr viele, die sich für solche sensiblen Daten interessieren würden, angefangen von Versicherungen bis hin zu Pharmafirmen.

Fazit:
Das Blutdruckmessgerät ist sehr einfach zu bedienen und gut ablesbar. Es misst nach meinen Erfahrungen präzise und kann die Messwerte für 2 Personen verwalten. Für technikaffine und trendige Nutzer ist die Bluetooth-Anbindung samt App sicherlich ein Kaufargument (4 Sterne) - für mich ist sie aber eher eine (teure) Spielerei mit Missbrauchsrisiko (3 Sterne).


Handbuch IT-Projektmanagement: Vorgehensmodelle, Managementinstrumente, Good Practices
Handbuch IT-Projektmanagement: Vorgehensmodelle, Managementinstrumente, Good Practices
von Ernst Tiemeyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fundierte Sammlung von Fachbeiträgen, 30. Juli 2014
Die Ursachen für das Scheitern von IT-Projekten sind vielfältig und komplex. Vor allem unklare Zieldefinitionen, laufende Änderungswünsche und Wissensdefizite im Projektmanagement sorgen für Termin- und Budgetüberschreitungen.

In seinem "Handbuch IT-Projektmanagement" zeigt Ernst Tiemeyer zusammen mit 16 Experten aus Wirtschaft und Hochschule auf, wie erfolgreiches Projektmanagement aussieht.
Die Zielgruppen des Buches sind vor allem IT-Projektleiter, aber auch andere Mitarbeiter, wie Controller und Revisoren. Interne und externe Berater sowie Studenten erhalten ebenfalls einen umfassenden Überblick über die Disziplinen und Schnittstellen im IT-Projektmanagement.

In 22 voneinander unabhängigen Fachbeiträgen steuern die Autoren ihr Fach- und Praxiswissen bei. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt, dass alle relevanten Bereiche abgedeckt werden. Neben den klassischen Themen, wie z.B. prozessorientierte und agile Vorgehensmodelle, systematische Planung und Strukturierung von Projekten, Kalkulation und Wirtschaftlichkeitsanalyse, Personalplanung, Statusüberwachung und Projektsteuerung werden auch oft vernachlässigte Themen ausführlich behandelt. So wird u. a. der Projektverlauf nach Abschluss analysiert, um aus den Erfolgen aber auch aus Fehlern zukünftig zu lernen. Auch die für den Projekterfolg so wichtigen Soft Skills kommen nicht zu kurz, um frühzeitig Konflikte zu erkennen und zu beherrschen. Dass das Projektmarketing und das persönliche Kennenlernen aller Projektbeteiligten (Stakeholder) wesentliche Erfolgsfaktoren sind, weiß jeder, der in Projekten schon einmal mit Widerständen zu kämpfen hatte. Besonders gut gefallen hat mir, dass die wichtigen "Nachbardisziplinen" Anforderungs-, Risiko- und Qualitätsmanagement in separaten Kapiteln ausführlich betrachtet werden.

Jedes Kapitel enthält am Ende eine eigene Zusammenfassung sowie Literaturempfehlungen.

Checklisten und Formulare sind in die Beiträge integriert, aber leider nicht als Download verfügbar. Dies ist besonders schade, da sie z.T. unvollständig abgedruckt sind (z.B. der Projektauftrag). Ich hätte mir noch mehr konkrete Beispiele aus der Praxis gewünscht, bei denen z. B. die Fragenstellungen in den Checklisten auch exemplarisch beantwortet werden.

Mit dem kostenlosen e-Book (Download-Code im Buch) kann man auch am PC oder bequem auf den Inhalt zugreifen, ohne das 760 Seiten starke und 1,5 kg schwere Buch mitschleppen zu müssen.

Die besonderen Stärken des Buches liegen in der umfassenden, verständlichen und praxisnahen Darstellung des Themas. Die Eigenständigkeit der Kapitel und die unterschiedlichen Autoren haben aber ihren Preis: uneinheitlicher Sprachstil, Redundanzen und der fehlende "rote Faden" erschweren gerade Neulingen den Einstieg. Wer sich aber gezielt mit einem bestimmten Thema beschäftigen will, erhält mit den Fachbeiträgen jeweils eine abgeschlossene Darstellung.


Die Pflanzenwelt der Eifel: 26 faszinierende Entdeckungstouren auf Rundwanderwegen (Botanische Wanderungen, Band 3)
Die Pflanzenwelt der Eifel: 26 faszinierende Entdeckungstouren auf Rundwanderwegen (Botanische Wanderungen, Band 3)
von Hermann Bothe
  Broschiert
Preis: EUR 16,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abwechslungsreiche Pflanzengesellschaften - präzise Routenbeschreibungen, 29. Juli 2014
In der Eifel liegen einige der Hotspots der Pflanzendiversität in Deutschland. Die Landschaften und Lebensräume sind vielfältig und erlauben die Existenz einer abwechslungsreichen Flora, von den artenreichen Magerrasen der "Kalkmulden" bis zu den hochspezialisierten Pflanzen der Galmeistandorte. Berühmt ist die Eifel aber auch für ihre Orchideen und die spektakuläre Narzissenblüte im Frühjahr.

All das spiegeln die 26 Wanderungen durch alle Landschaften und Lebensräume der Eifel wieder.

Der Ausschnitt einer Wanderkarte markiert den Verlauf der jeweiligen Rundwanderung, gefolgt von einer stichwortartigen Zusammenfassung von körperlicher Anforderung, bester Wanderzeit und Einkehrmöglichkeiten auf der Strecke. Als botanischer Wanderführer liegt ein großer Fokus auf der Beschreibung der Geländeformationen, Geologie und natürlich auch der (besonderen) Flora. Die Wanderungen sind so zusammengestellt, dass sie ein möglichst vielschichtiges Portrait der unterschiedlichen Großräume in der Eifel abbilden. Sie decken ein Gebiet von Kelmis bis hinter Bitburg und östlich bis Koblenz ab.

Die Tourbeschreibungen sind sehr präzise und verweisen nicht nur auf den richtigen Weg, sondern machen auch regelmäßig auf besondere Pflanzen am Wegrand aufmerksam. Sehr viele der erwähnten Pflanzen sind mit einer farbigen Abbildung und einem Blühkalender im Anhang zu finden. Umgekehrt kann man auch anhand der Artenportraits eine passende Wanderung identifizieren.

Folgende Touren sind beschrieben:

1) Schwermetallflora bei Kelmis
2) Klauser Wäldchen (Aachen/Kornelimünster)
3) Hohnbachtal (Narzissenblüte)
4) Mützenich (Hohes Venn)
5) Wilder Kermeter
6) Perlenbachtal/Fuhrtsbachtal (Narzissen)
7) Schneifel (Buchenhecken)
8) Schönecker Schweiz
9) Ferschweiler Plateau
10) Dauner Maare
11) Birresborn (Vulkan Kalem)
12) Gerolstein (Kalkmagerrasen)
13) Bolsdorfer Tälchen
14) Hillesheimer Kalkmulde (Orchideen)
15) Lampertstal
16) Nonnenbachtal
17) Urfttal zwischen Nettersheim und Kall (Orchideen)
18) Schavener Heide
19) Bürvenich (Orchideen)
20) Ahrtal
21) Weiselstein (Wachholderheide)
22) Bausenberg (Rodder Maar)
23) Rheinsteig bei Brohl-Lützig
24) Winningen/Mosel (wärmeliebende "Weinbauflora")
25) Nettetal
26) Dortebachtal


Florena After Shave Balsam für empfindliche Haut, 3er Pack (3 x 100 ml)
Florena After Shave Balsam für empfindliche Haut, 3er Pack (3 x 100 ml)
Preis: EUR 8,85

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Langjährig zufrieden, 28. Juli 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich nutze dieses alkoholfreie After Shave Balsam schon seit mehreren Jahren und bin absolut begeistert: Es zieht schnell ein, fettet nicht, beruhigt meine empfindliche Haut und riecht dabei sehr gut. Und auch das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt.

Lediglich die schwere Glasflasche stört mich nach wie vor: Zum einen erhöht sie unnötigerweise das Koffergewicht auf Flugreisen und zum anderen habe ich immer Angst, dass mir die Flasche ins Waschbecken oder auf den Fliesenboden fällt und einen größeren Schaden verursacht.


Sony HDR-CX240 HD Flash Camcorder (Full HD, EXMOR R CMOS Sensor, 2,2 Megapixel, BIONZ X Bildprozessor) schwarz
Sony HDR-CX240 HD Flash Camcorder (Full HD, EXMOR R CMOS Sensor, 2,2 Megapixel, BIONZ X Bildprozessor) schwarz
Wird angeboten von die TECHNIK-PROFIS
Preis: EUR 188,49

28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Preis-/Leistungsverhältnis, 28. Juli 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Eine handliche Videokamera mit guter Bildqualität und ohne viel Schnickschnack. Hier die Ergebnisse aus meiner Testphase:

Vorteile:
+ Handlich und sehr leicht.
+ Einfache und intuitive Bedienung: Gutes kontrastreiches Display, übersichtliche Menüs, sinnvolle Anordnung der Tasten, überschaubare Einstellmöglichkeiten. Mit der Joystick-Taste ist die Bedienung schneller als mit so manchem Touchscreen.
+ Gute Bildqualität in Full-HD - auch bei schwierigen Beleuchtungssituationen wie z.B. Gegenlicht oder in der Dämmerung.
+ Guter Zoom (27-fach optisch, 54-fach digital mit Qualitätseinbußen): Zoom-Taste gut erreichbar, kein Ruckeln, geräuschlos.
+ Autofokus arbeitet schnell und präzise. Auch beim Nachziehen erfolgt das Scharfstellen ausreichend schnell. Hektisches Hin- und Herschwenken sollte man allerdings lassen, denn da hilft auch der eingebaute Bildstabilisator nur begrenzt. Im starken Zoom Stativ benutzen.
+ Ordentliche Tonqualität.
+ Doppelte Videoaufzeichnung möglich: Gleichzeitig in AVCHD für hochwertige Aufnahmen und in mp4 fürs Websharing.
+ Der Akku wird über das mitgelieferte lange Micro-USB-Kabel am USB-Netzteil geladen - dauert aber leider länger als mit herkömmlichen Ladegeräten. In der Trageschlaufe ist auch noch ein kleines USB-Kabel integriert: Super Idee!
+ Micro-HDMI-Kabel im Lieferumfang enthalten.

Nachteile aus meiner Sicht:
- Kein externes Mikrofon anschließbar.
- Wenig Freiheitsgrade bezüglich Motivprogrammen, Belichtungskorrekturen oder "intelligenten Automatiken".
- Nur sehr geringe Fotoqualität (9,2 Megapixel): pixelig, unscharf, hohes Bildrauschen, schlechte Belichtung. Eigentlich nicht zu gebrauchen.
- Das einfache Kunststoffgehäuse macht einen eher klapprigen Eindruck.
- Objektivverschluss muss manuell geöffnet und geschlossen werden. Steinzeitlich...
- Micro-SD-Karte kann man falsch herum einsetzen! Es gibt dann aber beim Einschalten eine Fehlermeldung im Display und man kann nicht filmen.
- Micro-SD-Karte sowie Tasche sind nicht im Lieferumfang enthalten.

Fazit
Für den Preis sollte man keine High-End Kamera erwarten. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist trotzdem gut, denn die Aufnahmen sind ordentlich und für den Gelegenheits-Amateurfilmer absolut ausreichend. Die Bildqualität ist jedenfalls deutlich höher als mit einem Smartphone.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 3, 2014 8:26 PM CET


Ulrich Richental: Chronik des Konzils zu Konstanz: 1414-1418
Ulrich Richental: Chronik des Konzils zu Konstanz: 1414-1418
von Jürgen Klöckler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 99,95

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvolles Faksimile, 27. Juli 2014
Das Konstanzer Konzil von 1414-18 war eine außergewöhnlich internationale Veranstaltung im späten Mittelalter. Eine Konferenz mit Weltgeltung, die sowohl Vertreter verfeindeter Herrscherhäuser an einen Tisch brachte, als auch den Frieden in der katholischen Kirche zumindest für 100 Jahre wieder herstellte. Drei Päpste saßen gleichzeitig auf dem Thron: Benedikt XIII. in Avignon, Johannes XXIII. im italienischen Lodi und Gregor XI. in Rom. Die vornehmliche Aufgabe des Konzils war die Aufhebung der Kirchenspaltung und dass dies gelang, ist fast schon ein kleines Wunder. Nur Papst Johannes nahm persönlich an der Konferenz teil und verließ sie später in Ketten. Papst Gregor verzichtete freiwillig auf den Thron, so wie er es bei Amtsantritt geschworen hatte, sollte es der Überwindung der Kirchenspaltung dienen. Papst Benedikt verschanzte sich in Bologna und blieb bis zu seinem Tod Papst - zumindest innerhalb der Mauern seiner Festung. Nach vier Jahren Verhandlungen einigten sich die Kardinäle im Konklave dann auf einen neuen Papst, der unter dem Namen Martin V. die Tiara trug.

Die Zeit des Konzils war der absolute Höhepunkt in der Stadtgeschichte von Konstanz. 70 000 Gäste quartierten sich ein in einer Stadt von 6000 Einwohnern. Die befürchtete logistische Katastrophe blieb allerdings aus. Während der vier Jahre blieben die Preise für Unterkunft, Lebensmittel und Futter stabil, ja sie sanken sogar. Der Rat hatte klugerweise bestimmt, dass alle Waren, die eingeführt wurden, nicht wieder ausgeführt werden durften. So bestand ein konstantes Überangebot. Trotzdem geschahen viele spektakuläre Ereignisse, angefangen von der (rechtswidrigen) Verbrennung des Jan Hus als Ketzer bis hin zu diversen natürlichen und unnatürlichen Todesfällen unter Kardinälen und Bischhöfen. Den Menschen damals muss bewusst gewesen sein, dass sie in außergewöhnlichen Zeiten lebten und Ulrich Richental, Sohn des Stadtschreibers, verfasste einen zunächst privaten Bericht, der dann zu einer Art inoffiziellen Stadtchronik wurde. Bis heute sind 16 Exemplare seiner "Chronik des Konzils zu Konstanz" erhalten geblieben, über deren zeitliche Abfolge sich die Wissenschaft immer noch streitet. Sicher scheint, dass es eine oder mehrere (verschollene) lateinische Vorläuferversionen gab, die aber vermutlich nicht zusammenhängend waren. Als älteste erhaltene Version gilt die Aulendorfer Fassung von ca. 1460, die auch schon über eine Generation nach dem Weltereignis geschrieben wurde, wie zur Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses der Einwohnerschaft. Die berühmteste Version ist die wunderbar illustrierte Fassung aus dem Rosgarten-Museum in Konstanz, die auch heute noch ausgestellt wird, im abgedunkelten Raum, die jeweils aufgeschlagene Seite alle paar Monate wechselnd. Bisher gab es erst eine Faksimileausgabe (1964) dieser Handschrift, die zweite, drucktechnisch eindeutig bessere, liegt hier jetzt im Folioformat vor. Ein Heft mit dem interessanten Beitrag des Konstanzer Stadtarchivars Jürgen Klöckler liegt bei, der in die Geheimnisse der Entstehungsgeschichte der Chronik einweist.

Die Seiten sind sehr sorgfältig editiert und zeigen auch noch die letzten Feinheiten und Marginalien. Die Bindung ist stabil (Fadenheftung) und insgesamt macht die Ausgabe einen sehr wertigen Eindruck. Die zahlreichen, farbenprächtigen Illustrationen sind natürlich besser zu erkennen als im Dämmerlicht des Ausstellungsraums und erschließen erst die ganze Schönheit der Handschrift. Wer die in einem spätmittelalterlichen, schwäbischen Dialekt verfassten Texte nicht lesen kann (auch ich gehöre dazu), dem empfehle ich ausdrücklich die wunderbar gelungene Übersetzung ins Hochdeutsche, die im gleichen Verlag erschienen ist (Augenzeuge des Konstanzer Konzils: Die Chronik des Ulrich Richental). Erst damit erschließen sich dem Leser die Inhalte der Illustrationen völlig. In der Kombination wird die Lektüre dann zu einer authentischen Reise ins Spätmittelalter, eine lebendige Beschreibung einer Stadt im Ausnahmezustand und keineswegs nur eine monotone Auflistung der offiziellen Tagesordnung. Absolut lesenswert und in der Kombination mit dem herrlichen Faksimile noch einmal doppelt eindrucksvoll.


Abenteuer am Amazonas und am Rio Negro
Abenteuer am Amazonas und am Rio Negro
von Matthias Glaubrecht
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach 160 Jahren erstmals vollständig übersetzt, 26. Juli 2014
Seit einigen Jahren bemerke ich mit Freude ein steigendes Interesse an Alfred Russel Wallace, dem bedeutenden englischen Naturforscher und Expeditionsreisenden, der Charles Darwin beinahe mit der Erstpublikation der Evolutionstheorie überholt hätte. Beinahe deswegen, weil die Editoren der Royal Society in London Charles Darwin über das von Wallace eingereichte Manuskript informierten und dieser in aller Eile eine im Wesentlichen inhaltlich gleiche Publikation vorlegte, die dann zusammen mit der von Wallace auf derselben Sitzung der Royal Society verlesen wurde. Ein aus heutiger Sicht mehr als fragwürdiges Verhalten, das man unter den Begriff "scientific misconduct" fassen kann. Beide Forscher schätzten sich im Übrigen gegenseitig sehr, allerdings hatte nur Wallace die Größe, in seinen Werken immer wieder auf Darwins Beiträge zur Evolutionstheorie hinzuweisen. Darwin hat Wallace dagegen in seinem epochalen Buch "Über die Entstehung der Arten" nicht erwähnt.

Wallace geriet später in Vergessenheit, zum einen, weil er niemals eine akademische Ausbildung besaß, zum anderen, weil er im Alter in esoterische Zirkel abglitt und sein Ruf dauerhaft zerstört war. Dabei steckt in Alfred Russel Wallace viel mehr als nur Evolution und Spiritismus. Er war ein Abenteurer, ein autodidaktischer Wissenschaftler von Format, ein unermüdlicher Sammler und vor allem ein hervorragender Reiseautor. Gerade die letztere Eigenschaft wurde immer wieder verkannt, besonders in Deutschland, wo (möglicherweise bedingt durch Erich Haeckels sehr publikumswirksame Unterstützung Darwins) Wallaces' Werke etwas stiefmütterlich behandelt wurden. Sein phänomenal gut geschriebener "Malayischer Archipel" wurde 150 Jahre lang nicht mehr in deutscher Sprache verlegt, erst in den vergangenen fünf Jahren gab es wieder zwei vollständige Ausgaben. Und Wallaces' Südamerikabericht wurde tatsächlich noch nie vollständig auf Deutsch publiziert. Man steht fassungslos vor so viel Ignoranz. Denn wenn die Südamerikareise für Wallace auch zum beinahe existenzbedrohenden Desaster wurde, so zeigt er sich auch hier als brillanter Autor, der durch seine klare Sprache und bildhafte Darstellung Maßstäbe gesetzt hat. Inspiriert durch Humboldts Reise an den Orinoko ein halbes Jahrhundert zuvor, machte sich Wallace daran, den Amazonas zu erforschen (den Humboldt im Übrigen nie gesehen hat). Er legte in vier Jahren eine gewaltige Naturaliensammlung an, ganz nach seinem Vorbild Humboldt, jedoch stand die Expedition unter keinem guten Stern. Viele seiner Präparate wurden noch in Brasilien durch das Klima, Ameisen und Eingeborene zerstört und was er retten konnte, das ging dann mit genau dem Schiff unter, mit dem Wallace zurück nach Europa fuhr. Er kam knapp mit dem Leben davon. Die meisten seiner Aufzeichnungen gingen ebenfalls verloren, sodass sein Reisebericht zum großen Teil retrospektiv aus dem Gedächtnis entstand. Die Veröffentlichung seiner Südamerikareise hielt ihn zunächst notdürftig über Wasser, bis er dann zu seinem späteren Triumph nach Malaysia aufbrach.

Der Bericht von Amazonas und Rio Negro zeigt bereits, wie unglaublich hart im Nehmen Wallace war. Die Strapazen müssen übermenschlich gewesen sein, zumal zur komplizierten Fortbewegung auch noch die Pflege und Erweiterung seiner Sammlung kam. Es lässt sich nur noch schätzen, aber er muss viele Tausend Exponate zusammengetragen haben und die Begeisterung für den Reichtum der tropischen Natur spricht auch in der Retrospektive aus jeder seiner Zeilen. So schreibt jemand, der sich "in seinem Element" fühlt. Gleichzeitig ist sein Bericht humorvoll und spannend, vereint also eigentlich alle Eigenschaften eines "Bestsellers". Es ist daher völlig unverständlich, warum dieses Buch über 160 Jahre auf eine angemessene deutsche Übersetzung warten musste. Auf der Basis der verstümmelten und verfälschten deutschen Erstausgabe von 1855 wurde der Text Satz für Satz mit dem englischen Original verglichen, im zeittypischen Tonfall ergänzt und Übersetzungsfehler wurden korrigiert. So entstand eine Neufassung, die inhaltlich korrekt ist und wie "aus einem Guss" wirkt. Ergänzt wird der Bericht durch einige Illustrationen aus den wenigen erhaltenen Originaltagebüchern. Ein echter Meilenstein in der lange überfälligen Wiederentdeckung des Alfred Russel Wallace und ein Muss für jeden Enthusiasten alter Reiseliteratur.


Scotch 40021950 Montageklebeband doppelseitig, extrem stark, 19 mm x 5 m, grau
Scotch 40021950 Montageklebeband doppelseitig, extrem stark, 19 mm x 5 m, grau
Preis: EUR 14,84

5.0 von 5 Sternen Flache Objekte halten bombenfest, 25. Juli 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ganz schön vollmundig, die Werbung: "Kleben statt Bohren, geeignet für Innen- und Außenbereich, klebt bei Temperaturen von -35 bis 93°C dauerhaft auf Kunststoff, Glas, Backstein sowie auf rauem Holz und rauem Metall und 30 cm Band können bis zu 6 kg Gewicht tragen".

Ich habe zwar kein Prüflabor, aber unser neuer 60 x 50 cm großer Spiegel im Gäste-WC hält mit diesem Montageklebeband bombenfest. Wichtig beim Kleben ist, dass die zu beklebende Fläche absolut sauber und trocken ist. Anschließend ausreichend (!) Klebeband auf die Spiegelrückseite kleben und den Spiegel für mindestens 30 Sekunden fest an die Wand drücken.

Die extrem gute Klebefähigkeit hat auch eine Schattenseite: Das Band lässt sich nur sehr schwer wieder entfernen. Unseren Spiegel holt wohl nur der Hammer wieder von der Wand.

Man sollte immer beachten, dass anders als bei Schrauben oder Nägeln, die beklebte Fläche entscheidend für die Stabilität ist. Für flächige Objekte wie Spiegel ist das Klebeband ideal, aber z. B. ein Handtuchhalter wird nicht lange Handtücher halten, wenn er nicht in der Wand verschraubt ist. Erstens würden wegen der starken Hebelwirkung leicht 6 Kilo Last überschritten und die Kontaktfläche entspricht sowieso nicht den geforderten 30 cm Klebeband. Es hängt also sehr vom Einzelfall ab, ob ich dieses Montageband verwende oder nicht.


Makrofotografie: Gestaltung, Licht und Technik in Natur und Studio
Makrofotografie: Gestaltung, Licht und Technik in Natur und Studio
von Cyrill Harnischmacher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 36,90

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viele Praxistipps, 25. Juli 2014
Eines gleich vorweg: Dieses Buch handelt tatsächlich von der Makrofotografie, nicht von der Nahfotografie, wie sie heute auch viele Kompaktkameras hinbekommen. Makrofotografie, das ist die Welt der Zwischenringe, Makrolinsen, Balgengeräte und Retro-Objektive. Es geht um kleine und kleinste Strukturen und die Schwierigkeiten, die mit dieser Technik einhergehen.

Zunächst werden die Grundlagen der Fotografie vermittelt. Zusammenhang zwischen Blende und Belichtungszeit, Beugungsunschärfe bei kleiner Blende, Abbildungsmaßstäbe und Blitzleitzahl - alle diese Aspekte beeinflussen die für ein Motiv einsetzbaren Techniken und müssen berücksichtigt werden.
Sehr umfangreich ist das Kapitel zur Ausrüstung. Kameras, Objektive und Spezialzubehör werden erklärt, Vor- und Nachteile einander gegenübergestellt. Eine ausgesprochen wertvolle Hilfe für die Kaufentscheidung.

Das Kapitel "Aufnahmetechniken" behandelt im Prinzip eine einzige Frage aus allen Richtungen: Wie erhalte ich ein scharfes Foto? Verwacklungsunschärfe und Tiefenschärfe ziehen sich als Thema wie ein roter Faden durch die Seiten. Ein eigener Beitrag widmet sich der Fotografie im Studio, wo natürlich ganz andere Möglichkeiten bestehen. Der Aufwand, der hier z. T. beschrieben wird, ist allerdings nur für den anspruchsvollen Amateur und den Profi realisierbar. Die Kosten sind auch nicht unerheblich. In der freien Natur wird, kurz gesagt, technischer Aufwand durch Geduld ersetzt. Das entsprechende Kapitel glänzt daher auch weniger mit technischen Tipps als mit eher allgemein gehaltenen Ausführungen zu Licht, Aufnahmeorten und Stimmungen.
Wesentlich spezifischer ist das schon der Beitrag des autodidaktischen (und trotzdem ziemlich berühmten) Pilzfotografen Stefan Dittmann, dessen wunderschöne Fotos mich schon immer beeindruckt haben. Er berichtet aus seiner Fotopraxis und verrät so manchen nützlichen Tipp.

Das aufschlussreichste Kapitel ist aber wohl "Spezielle Aufnahmetechniken", bei denen die ganze Vielfalt meist digitaler Nachbearbeitungen vorgestellt wird. HDR-Fotografie, Focusstacking, Kurzzeitfotografie sind hier einige Stichworte und es werden ein paar wirklich nützliche Tricks verraten (z. B. wie man mit wenig Aufwand eine Mikro-Lichtquelle bastelt). Welche unglaubliche Möglichkeiten Focusstacking eröffnet, wird wieder in einem "Praxis-Workshop" bei Jan Metzler "gelernt". Seine Aufnahmen sind fast schon surreal scharf. Jan Metzler ist übrigens auch Autodidakt, wie auch die anderen "Spezialisten", die im Buch vorgestellt werden. Das nimmt auch dem Leser ein wenig die Angst davor, sich auf professionellem Niveau mit der Makrofotografie zu beschäftigen. Das meiste ist auch für ambitionierte Amateure gut umsetzbar.

Im letzten Drittel des Buches geht es dann um die Bildgestaltung. Wo finde ich Motive, wie bearbeite ich mein digitales Bildmaterial nach und wie strukturiere ich mein Bild? Hier sind es weniger die technischen Verfahren, sondern die Regeln von Proportion, Farbe und Form, die vermittelt werden. So dienen vor allem meisterhafte Beispielfotos als Anregung.

Richtig genial sind die "Bastelanleitungen" am Schluss: Ein Fliesenschneider als Mikrometertisch, ein hochwertiges Mikroskop aus dem Makroobjektiv gebaut. Und das alles für ein paar Euro.

"Makrofotografie" nimmt einem die Angst vor dem ganz Kleinen. Man braucht eigentlich nur ein paar Hilfsmittel, Geduld und ein gutes Auge, dann liegen einem die schönsten Motive im wahren Sinn des Wortes gleich vor den Füßen.


Hatschepsut
Hatschepsut
von Peter Nadig
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der "erste" Pharao, 24. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Hatschepsut (Gebundene Ausgabe)
Hatschepsut war weder die erste noch die letzte Frau auf dem ägyptischen Königsthron, aber ihre Herrschaft hat zweifellos Spuren hinterlassen. Diese Spuren zu lesen ist im Abstand von dreieinhalb Jahrtausenden nicht einfach, zumal ihr Name von vielen ihrer Monumente getilgt wurde. Peter Nadig betrachtet diese faszinierende Frau mit den wissenschaftlichen Augen eines Ägyptologen, in für Laien verständlicher Sprache und sehr differenziert. Bei aller Begeisterung für den detaillierten Bilderkanon in Hatschepsuts Gedächtnistempel in Deir el-Bahari hinterfragt Nadig immer wieder die dargestellten Szenen. Stellen sie die Realität dar, oder stehen sie nur symbolisch für die Allmacht des Königs oder ein rituelles Ereignis? Herrschaftspropaganda ist seit jeher eine Domäne der ägyptischen Kunst und nach heutigen Maßstäben trägt auch Hatschepsut mächtig auf. Neben militärischen und ökonomischen Großtaten (Stichwort Expedition nach Punt) ist ihr immer auch die Darstellung der direkten Verbindung des Königs mit den Göttern wichtig. Sie empfängt ihre "Aufträge" von den Göttern, insbesondere von Amun, ist dessen verlängerter Arm und Sprachrohr. Auch ihr göttlicher Geburtsmythos stützt sich weitgehend auf traditionelle Überlieferungen aus dem Mittleren und Alten Reich.

Peter Nadig trägt alle verfügbaren Quellen aus Hatschepsuts Regierungszeit zusammen. Sowohl die indirekten Selbstzeugnisse in Form von Inschriften auf ihren Bauwerken als auch Aussagen Dritter, die mit ihr in engem persönlichen Kontakt standen. Es ist verblüffend, wie viele der damaligen Protagonisten bis in unsere Zeit Spuren hinterlassen haben. Auf den Wänden ihrer Gräber finden sich oft Details zur Organisation des Reiches und zum Ablauf von Ereignissen, die in Hatschepsuts Gedächtnistempel selbst eher summarisch behandelt werden. So entsteht vor dem inneren Auge des Lesers eine ganze Entourage von namentlich bekannten Personen um Hatschepsut und ihren Hof. Auch wenn wirklich persönliche Selbstzeugnisse der Königin fehlen, so werden viele ihrer strategischen Schritte transparent und Nadigs Schlussfolgerungen sind immer nachvollziehbar. Hatschepsut war offenbar keine machtgierige (wenn auch machtbewusste) Usurpatorin des Thrones. Sie war nie Alleinherrscherin, sondern übte das Regierungsamt zunächst stellvertretend für ihren Neffen Thutmosis III aus, bevor sie sich nach sieben Jahren zum gleichberechtigten König krönen ließ. In ihren 22 Jahren an der Macht hat sie nie versucht, Thutmosis III zu beseitigen und ihre vermeintliche Damnatio Memoriae fand erst 20 Jahre nach ihrem Tod statt. Von Rache oder Neid keine Spur. Der Begriff "Pharao" für die Bezeichnung des ägyptischen Herrschers stammt im Übrigen aus der Zeit Hatschepsuts und war eine Reaktion auf die parallele Existenz zweier Könige. "Pharao" übersetzt Peter Nadig elegant mit "die Krone", gerade so wie wir heute z. B. von "Downing Street No. 10" reden und den britischen Ministerpräsidenten meinen. Es war die diplomatische Lösung eines dynastischen Problems. Erst in der Spätzeit wird "Pharao" dann tatsächlich zur Königstitulatur.
Peter Nadig betont immer wieder, wie ungewöhnlich und für Ägypter schwer verdaubar die Präsenz einer Frau auf dem Thron war. Es gab nur wenige Beispiele aus der Vorzeit und in der Regel wurde die Macht nur in der männlichen Linie vererbt. Das hatte auch zahlreiche grammatikalische und ikonografische Verwerfungen zur Folge, wie Nadig sehr klar herausarbeitet.

Die fotografischen Abbildungen sind zum Teil aus dem 19. Jahrhundert und zeigen einen Erhaltungszustand, der heute nicht mehr gegeben ist. Der Gedächtnistempel war zwar noch nicht restauriert, aber dafür waren viele Reliefs noch in ungleich besserem Zustand. Auch das ist faszinierend und unterstreicht noch einmal, wie eigentlich unwahrscheinlich es ist, das der Autor heute, nach 3500 Jahren ein Buch über eine reale Person schreiben konnte. Letztlich ist es nur dem Umstand zu verdanken, dass die Ägypter ihr ganzes Leben auf das Leben nach dem Tod ausrichteten. Vergessen zu werden, das war offenbar das größte Unglück. Und vielleicht wirken deshalb aus heutiger Sicht auch so manche Tätigkeitsberichte ein wenig übertrieben.


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