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Soundmag.de (Berlin [indiemusic fanzine])

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Stars of CCTV
Stars of CCTV
Wird angeboten von Direct Entertainment UK
Preis: EUR 5,98

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vier Jungs aus einer London., 6. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Stars of CCTV (Audio CD)
Vier Jungs, die ins Fernsehen, auf die Bühne wollen. Vier Jungs aus einer Londoner Vorstadt, die davon singen, wie das Leben so läuft in Staines. Das heißt vor allem: „working for the cash mashine" und abends in den Club, um Mädels zu beeindrucken. Hard-Fi schmeißen Dir ihre Songs wie Knüppel zwischen die Beine, während Du nachts durch die Dunkelheit rennst („Middle Eastern Holiday"). Wenn es Du nicht glaubst, dass auf dem Album noch ein so bestechender Song wie „Hard To Beat", den sie irgendwie um einen „Music Sounds Better With You"-Fetzen plus böse grummelnden Bass gebastelt haben, ist, werden Dich Hard-Fi eines besseren belehren. Die Musik drängelt sich mit angewinkelten Ellenbogen durch die hinteren Reihen, bis sie ganz vorn in Deinem Kopf ist und so schnell auch nichts mehr vorbeilässt. Punk, Rock und Reggae kommen mit einem Quäntchen Soul in Form von Orgel und Bläsern zusammen und vermischen sich zur überzeugenden Mischung: „All the boys and girls sing: Nanananananana...". Und jetzt alle!
Zorn und Wut sind in vielen Songs zu spüren sind. Aber Hard-Fi können auch flehend und zerbrechlich. Die zerbrechliche Klavierballade „Move On Now" wäre in den 80ern wahrscheinlich von Howard Jones gekommen, lässt ihn im direkten Vergleich aber alt aussehen. Selbst wenn das Album kurz vor dem Ende noch etwas beliebig wird und manchmal kurz davor ist, sich in Smashmouth-Ska zu verirren, versöhnen Dich Songs wie das vom Reggae angehauchte „Better Do Better" wieder.
300 Pfund und eine gebrauchter Computer - mehr war für „Stars Of CCTV" angeblich nicht nötig. Hard-Fi können es schaffen, in diesem Sommer. Mit der Selbstsicherheit, die englischen Bands auf die Stirn geschrieben steht, gehen auch Hard-Fi fest vom Gelingen ihres Plans aus: „We're the stars of CCTV, making movies out on the streets. We're the stars of CCTV, can't you see the camera loves me?!"


I Could See the Smallest Things
I Could See the Smallest Things
Wird angeboten von colibris-usa
Preis: EUR 33,78

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Labrador, 5. August 2005
Rezension bezieht sich auf: I Could See the Smallest Things (Audio CD)
Wie schaffen das die Skandinavier eigentlich immer, diesen ganz verträumten und melodischen Sound hin zu bekommen? Wen Manchester Gitarren-Pop schon längst langweilt und wem die Musik aus Island zu komplex und schwer ist, der sollte einfach nur noch Platten von Bands aus Schweden und Norwegen (vielleicht noch Finnland, aber bitte kein HIM!) kaufen, wie zum Beispiel die von Douglas Heart. Die fünfköpfige Band aus Schweden schaffen einen wunderschönen Gitarrensound, wie ihn damals schon z.B. Eskobar auf Platte bannten. Dazu kommt die gehaucht Stimme von Sängerin Malin Dahlberg, die sehr an Mazzy Star erinnert. Man rechnet ihr hoch an, dass sie sich nicht in ungeahnte Höhen oder Lautstärken mit ihrem Gesang schwingt, denn das würde die Traumlandschaft, die Douglas Heart mit ihrer Musik erschaffen, vollkommen zerstören. Besonders im Song „Timewaste/Lovewaste", in dem Dahlberg „The world did not improve with me" singt, klingt Dahlbergs Stimme sehr kindlich und zerbrechlich. „Colona Sonora" ist eher ein ungewöhnliches 28-Sekunden-Stück in dem ein Keyboard scheinbar versucht ein Lied an den Himmel zu singen, bevor der Song „Microphones" beginnt und in einem geschwinden Popstück untergeht. Der Name der EP „I could see the smallest things" trifft den Nagel auf den Kopf. Man hat das Gefühl Douglas Heart versuchen aus Träumen Musik zu schaffen, so wie Sigur Ròs versuchen, das aus der Stille zu tun. Unsere Aufgabe ist es nun, sich zurück zu lehnen, die Augen zu schließen und aus der Musik Träume zu flechten. Der Kreislauf geht weiter und uns werden hoffentlich bald neue Songs aus Skandinavien zufliegen.


Douglas Heart
Douglas Heart
Preis: EUR 17,56

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Labrador, 5. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Douglas Heart (Audio CD)
Ich mache gerade mein Fenster auf, es regnet(warum müssen alle skandinavischen Bands immer mit Regen verbunden werden?) und gebe mich dem hin. "Smoke screen" gleitet hinein, gleitet sich selber in die Boxen meiner Musikabspielanlage. Ich beginne schnell zu verstehen, warum in der Info was von Sigur Rós steht, teile diese Ansicht aber nicht. Zwei total unterschiedliche Arten Musik zu machen. Stina Nordenstam wird auch als Referenz genannt und da sage ich schon mehr "Ja!", aber auch hier wieder nur mit Abstriche. Douglas Heart aus dem wunderfeinen Schweden zeigen mal wieder warum der Norden Europas das Patent auf Schwermut besitzt. Selten jedoch sind die Sehnsüchte an Sonnenlicht und die nordische Winterdunkelheit besser hörbar gewesen als hier.
"A question of gender" kommt mit weinender Hammond-Orgel daher und das Schlagzeug wird sanft und mit tüchtig Hall drauf hinterher gezogen. Schleppend nennt man das auch. Wunderschön das ganze.
Wie ich schon sagte transportieren Douglas Heart Dunkelheit, aber sie erhellen das Herz ungemein. Die Songs auf "S/T" bleiben sehr ruhig und wirken nicht wie eine abgespeckte Version ihrer vermeintlichen Vorbilder, sondern sie füllen den Raum, den das luftige Grundgerüst lässt, mit allerlei Effektspielereien. Spaß macht das.
Einen Hang zu verhallten Gitarren haben sie definitiv auch und das macht Radiohead-, Suede- und sicher auch Sigur Rós-Fans viel Freude.
"Bear Olsson" könnte auch sehr gerne aus einem zukünftigen Kent-Album stammen, nur dass man in diesem Instrumental def. keinen Gesang braucht. Wo wir bei einer Stärke von Douglas Heart angekommen sind. Sie wissen sich galant zurück zu halten. Es muss nicht die ganze Zeit gesungen, geschlagzeugt und gitarriert werden. Im Vordergrund steht der Song mit all seiner unverfärbten Schönheit. Mein Herz mag zerbrechen beim "Evening song II", welcher die Gabe der Band, dem perfekten Song nahe zu kommen viel Unterstützung liefert. Diese Ruhe und der Percussioneinsatz machen einen großen und vor allem untanzbaren Song aus. Ich bin am Überlegen ob es gut oder schlecht ist, dass man dieses Lied niemals in einer großen Tanzhalle hören wird. Ich denke, es ist gut so.
Mit "Walking through" streifen Douglas Heart kurz den Bug des Ozeanriesen Flaming Lips. Synthie-Streicher leiten ein, werden von ruhigen Passagen abgelöst und münden in feinem Easy Listening-Gassen und werden wieder auf den Strand vor Schwedens Küste entlassen.
Zum Abschluss eine Ausflucht in höchst experimentelle Soundkratzereien, die einen wunderbaren Abdruck auf dem perfekten Gesamtwerk hinterlassen.
Einzig bei der Produktion muss man fragen, warum es hier und dort rauscht oder warum die Gesangsaufnahmen manchmal übersteuert wirken. "S/T" ist darum nur knapp der Höchstpunktzahl entgangen, aber weniger als 9 Punkte wären kriminell gewesen.
Wie schön muss das Ganze erst live sein? Ich lasse mich überraschen und vorfreue mich!


Northern Drive
Northern Drive
Preis: EUR 18,84

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Matinee, 5. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Northern Drive (Audio CD)
Aus dem Hause Matinèe Recordings kommen ja gerne einmal Platten in den Briefkasten geflattert, die eher die leise Gangart bevorzugen und gut im Ohr liegen, wenn man sich, zum Beispiel, mal schnell ein Erdbeereis holen möchte. The Young Tradition machen hier keine Ausnahme. Unaufgeregt plätschern ihre Songs vor sich hin, während Simon & Garfunkel kurz um die Ecke schauen, um Hallo zu sagen. Für Freunde der gepflegten Langsamkeit ist dieses Album durchaus empfehlenswert. Und wer noch dazu auf Belle and Sebastian steht, wird vielleicht die eine oder andere Perle auf Northern Drive finden. Bei mir blieb nach mehrmaligem Hören lediglich das wunderschöne California Morning haften. Wahrscheinlich wird sich nach weiteren Durchläufen auch nichts daran ändern. Vielleicht haben The Young Tradition versucht ein Sommeralbum zu machen. Ein Album, das nach Meeresluft und leichter Brise riecht. Nach Sonnenaufgang am Strand, während die Glut des Lagerfeuers langsam verglüht. Schade, dass die Sonne nach vergeblichen Bemühungen wieder seufzend ins Meer platscht und die Lagerfeuerromantik von einer dicken Welle fortgespült wird. Übrig bleibt lediglich der feine Sand, der genauso unaufdringlich zwischen meinen Fingern hindurch rinnt wie dieses Album. Eben konnte ich die einzelnen Körnchen noch klar auf meiner Handfläche sehen. Verzweifelt suche ich eines von ihnen am Boden wiederzuerkennen. Irgendwie gelingt es mir nicht. Sie sehen alle zu gleich aus. Ist mir doch egal, denke ich und kicke missmutig eine Qualle ins Wasser.


Between the Lines Ep
Between the Lines Ep

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sambassadeur, 5. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Between the Lines Ep (Audio CD)
Schlägt man im Duden unter Ambassadeur nach, so erhält man die Beschreibung „Gesandter; Botschafter". Doch was hat es mit dem „S" auf sich? Ein Wortspiel mit Samba? Nach Samba klingt dies hier überhaupt nicht, aber eine Botschaft haben Sambassadeur ganz gewiss. Und die muss man HÖREN.
Mittlerweile muss man nicht mehr sagen, was es mit Labrador Records auf sich hat. Das dort die beste Talentschmiede für Indiepop aus Schweden besteht, weiß nun wirklich fast jeder. Sambassadeur bieten in diesem Fall eine Mixtur aus den Labelmates Radio Department, Afraid of stairs und Acid house kings, wenn das irgend geht. So finden sich Songs mit hallendem Lo-Fi-Gestampfe (Can you see me), sphärischen Synthiesounds (Ice & snow) als auch beschwingte Popperlen (Between the lines), die mit jangle-guitar und handclaps arrangiert sind. Über allem thronen stets die Melodie und ein himmlischer Gesang, der egal ob von Mann oder Frau gesungen, wohltuend im Ohr hängenbleibt.
So...für alle, die nicht zwischen den Zeilen lesen können...ich muss diese EP nicht in den Himmel loben. Da hängt sie sowieso schon. Wer jedoch noch höher hinauswill...der sollte es dann einfach mal mit dem Album versuchen.


Horse Fabulous
Horse Fabulous
Wird angeboten von NetsavesUK
Preis: EUR 7,48

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Stands, 2. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Horse Fabulous (Audio CD)
Bei den Stands ist die Zeit dann irgendwann doch stehen geblieben. Seit damals machen sie ihren 60s-Pop und wagen sich manchmal ganz mutig bis in die 70er vor, um etwas rockiger zu werden („Soon Come"). Das war's aber auch. Radiohören tun die vier Jungs aus Liverpool ähnlich wie die Kollegen von den Zutons oder The Choral wohl nicht mehr. Denn was da so abgeht im neuen Jahrtausend würde ihnen einen ordentlichen Schreck einjagen.
Die Methode hat ihre Vorzüge. Große Popmusik stammt aus eben dieser Zeit. Wenn also die pappigen Schlagzeugsounds zu einem Meer aus akustischen Gitarren, Streicherarrangements und Mädchenchören aufspielen, findet sich der Hörer irgendwo zwischen Summer of Love und dem Anfängen des 90er Jahre Britpops mit Cast oder Ocean Colour Scene wieder. Wie bei eben jenen Bands macht „Horse Fabulous", das zweite Album der Stands, auf knapp 40 Minuten gestreckt am Ende den Eindruck eines Pferdes, das sich durch die Wüste quält und hofft, dass hinter der Düne endlich der Wassertrog auftaucht. Das korrespondiert wiederum hervorragend mit den stellenweise recht countryesquen Stücken.
„Horse Fabulous" ist durchgängiges Midtempo ohne Aufregung und Überraschungen. Bei jedem Song machen sich Erinnerungen an Gruppen, die das vor langer Zeit schon mal gemacht haben, bemerkbar. Ein Beispiel: „Nearer Than Green" erinnert stark an Blurs „Coffee & TV". Wie die weiter oben genannten haben sich auch Damon Albarn & Co damals bereits bei den Kinks bedient. Also: Referenzen und Reminiszenzen im melodieverliebten Quadrat für all die, die die gute alte Zeit vermissen oder mit trocken gespielten E-Gitarren nichts anfangen können.


Give Blood
Give Blood
Preis: EUR 6,22

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brakes. Wer sind die eigentlich?, 2. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Give Blood (Audio CD)
Brakes. Wer sind die eigentlich? Auch wenn sich hinter dem Namen zuerst etwas unbekanntes verbirgt, so kennt man die Bandmitglieder doch. Alex und Tom White von Electric Soft Parade spielen Schlagzeug und Gitarre, als Sänger hat man sich Eamon Hamilton von British Sea Power angelacht und Marc Beatty von The Tenderfoot ist auch von der Partie. Genau das was man sich vorstellt, wenn man all diese Bands und Namen hört, so klingt das auch. Ein bisschen Folk hier, ein bisschen Indie da und das alles getopt mit wundervoll sinnlosen Texten. Die Vier sind Freunde und spielten eigentlich nur eine 30 Sekunden Single aus Spaß ein, die sich auch auf dem Album finden lässt und „Pick up the phone" heißt. Jetzt ist der Longplayer da. So kann das gehen. „Das Album sollte man in einem Stück hören" wurde mir ans Herz gelegt und das fällt auch überhaupt nicht schwer, denn die meisten Songs sind so wunderbar kurz („Cheney" ist nur sagenhafte 10 Sekunden lang und der Text geht in etwa so: „Stop being such a dick!"), dass man durch das Album schneller durch ist, als einem manchmal lieb ist. 29 Minuten ist die Platte lang , 16 Songs sind drauf. Da macht im Durchschnitt 1,8 Minuten pro Song, das hab ich nachgerechnet. Das macht keinen Sinn und dennoch sieht man den Punkt: Warum sollte man 10 Minuten lange Songs schreiben, wenn man alles, was man sagen will, doch in einem Satz zum Ausdruck bringen kann? Applaus für so viel Selbstbewusstsein!


The Back Room
The Back Room
Preis: EUR 6,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Editors, 2. August 2005
Rezension bezieht sich auf: The Back Room (Audio CD)
In einer Rezension des Debut-Albums der Editors, dem laut Medienmeinung heißesten Ding des Sommers, diese eine bewusste Band nicht zu erwähnen scheint schwierig bis unmöglich. Zu eindeutig sind die Parallelen, zu passend die tiefe Stimme von Tom Smith. Wie bei eben jener Band ist auch der Back Room der Editors vor allem eins: düster. So düster, dass - würden sich die Filmproduzenten nicht lieber die schwachen B-Seiten von kommerziell erfolgreichen Bands andrehen lassen - Batman zu ihrer Musik durch Gotham City fahren könnte, denn „...this wicked city has dragged you down." Und doch scheint immer von irgendwo ein heller Lichtstrahl durch das Schwarz, wenn die Texte über Einsamkeit, das Verlorensein und die Suche nach Liebe flehend Verständnis und Auswege aufzeigen: „People are fragile things, you should know by now. Be carefull what you put them through!"
Zwei Drittel der Songs sind, ohne zu übertreiben, potentielle Singles. Grandiose Hymnen mit Glückshormonausschüttung! Gitarrenriffs schneiden sich doppelt, dreifach zu treibenden Rhythmen und Bassläufen der irgendwie doch nicht so furchtbaren 80er Jahre durch die Nacht. Wenn sich die Band auf experimentellere Pfade wagt, entsteht ein elegischer Song wie „Camera" oder das melancholische, Nähe fordernde „Open Your Arms". Über all der düsteren Atmosphäre schwebt jedoch das Gute, das am Ende siegt. Denn so wie bei Batman die Sonne am nächsten Morgen über Gotham City immer wieder aufgeht, geben einem die Editors zum Schluss noch einen mit: „I'm sure, you're passing the test. I wish you all the best."
Wer es bis hierhin noch nicht gemerkt hat: Interpol heißt die bewusste Band. Wer noch andere Vergleiche braucht, nehme die Gitarren von U2 oder die Stimmung von Echo & The Bunnymen.


Dirty Words
Dirty Words
Wird angeboten von bomemo
Preis: EUR 2,49

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen * * * *, 23. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Dirty Words (Audio CD)
Lange hab ich hin und her überlegt, was ich von diesem Album zu halten habe. Beim ersten Hören dachte ich nur: Och menno, schon wieder sone Band wie Bloq Party, The Bravery, The Killers, Franz Ferdinand, Maximo Park, Kaiser Chiefs oder Elefant. Langsam ist aber auch mal Schluß. Ich nahm die CD und verbannte sie ganz weit nach hinten in meiner Reviewliste. Irgendwann fiel sie mir wieder in die Hände und ich hörte sie mir nochmal an. Diesmal kristallisierten sich langsam Melodien und interessante Gitarrenparts heraus, die kurz davor waren, mich zu überzeugen. Leider erschlug mich die schier unglaubliche Menge an Reminiszenzen an die achtziger Jahre und Bands wie U2, The Cure, Psychedelic Furs oder The Chameleons. Das kann doch nicht sein, hab ich so vor mich hin geschimpft und wütend den CD-Player ausgemacht. Können die irgendetwas Eigenes?! Zwei Tage später fiel mir dann allerdings ein, dass ich sowohl obengenannte Bands als auch die Helden des modisch unerträglichsten Jahrzehnts durchaus mag und der Band unrecht tue. Also habe ich rasch nochmal das Album eingelegt und festgestellt, dass ich mich geirrt habe. Es ist mir nämlich vollkommen egal, wo The Departure klauen. Meinetwegen können sie hundert Mal The Edge, Robert Smiths oder den Stakkato-Beat von Interpol imitieren. Ich mag diese Platte. Ihre kühle Eleganz verbindet sich wunderbar harmonisch mit der dunklen Stimme von Sänger Paul Jones und den unaufgeregten Gitarren in Songs wie Human, All mapped out oder Arms around me. Nicht schlecht, hab ich mir gedacht und schnell diese kleine (Fast-)Liebeserklärung an The Departure geschrieben. Ich vermute, dass man dieses Jahr kaum an Ihnen vorbeikommen wird. Denkt an meine Worte!


You're a Woman,I'm a Machine
You're a Woman,I'm a Machine
Wird angeboten von westworld-
Preis: EUR 13,15

23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die muss man mal Live sehen., 23. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: You're a Woman,I'm a Machine (Audio CD)
Ich bin in der glücklichen Lage gar nichts über diese Band zu wissen. Ich will auch gar kein Bandinfo lesen oder recherchieren. Das Cover habe ich zu oft gesehen, zu viele Leute fragten ob ich diese Band kennen würde, weil sie sich doch gerade so im Hype sonnen darf. Also lieber nichts darüber lesen und doof aber glücklich die Platte hören. Das Erste, was man denkt ist:" Wow, die muss man mal Live sehen". Das Zweite kommt relativ schnell- wir haben es hier mit einer Revolution zu tun. Bands, die der Meinung sind, durch angelernte Attitüde auffallen zu müssen, können einpacken.„Death from above 1979" sind da. Kein 30-Minuten-Album mit einem Hit und Füllwerk, sondern ein Doppel-Album ohne Schwächen. Es ist unglaublich, man muss so alte Floskeln wie, mir stehen die Haare zu Berge aus dem Keller holen, wenn man den Sound dieser Platte beschreiben will. „You're a woman, I'm a machine" ist Teufelswerk, ein Trip, aus dem man nicht mehr raus kommt. Können die auch mal langweilig sein? Keine Ahnung was die Herren gebissen hat, dass so etwas dabei rauskommt und es scheint, als würde das nie ein Ende haben. Großartig. Naja ein wenig hab ich jetzt doch noch nachgelesen. Es handelt sich um zwei Kanadier, die sich im Knast kennen gelernt haben. Der eine spielt Bass, der andere Schlagzeug- und der Teufel hat's angemischt, als er besonders aggressiv drauf war.


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