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JF-528491

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Nevermind (Blu-Ray Audio)
Nevermind (Blu-Ray Audio)
Preis: EUR 21,99

26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nevermind Blu-Ray, 19. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Nevermind (Blu-Ray Audio) (Blu-ray Audio)
Diese Produktrezension bezieht sich auf die Pure Audio Blu-Ray von Nevermind.

Hört man Pure Audio, Blu-Ray, PCM Stereo oder HD Master, so verbindet man damit erst einmal eine herausragende Wiedergabequalität. Liest man die Werbetexte von Universal Music bezogen auf ihre Pure Audio-Reihe, dann ist da die Rede von "Original Master-Tapes" und das Versprechen "Blu-ray Pure Audio Discs deliver the sound the artists originally heard in the studio when these classic albums were recorded". Kurz: Diese Reihe richtet sich an die eher Audiophilen unter uns oder (es geht ja hier um Grunge und nicht z.B. Jazz) zumindest an Hörer mit gewissen Qualitätsansprüchen an die Aufnahme bzw. dem Wunsch, das Original möglichst authentisch daheim abspielen zu können, ggf. mit entsprechendem Equipment.

Nach dem neulich erschienenem "In Utero"-Remaster, welches in der Tat durchaus gelungen ist (auch wenn man über die 2013-Mixe diskutieren kann), war die Hoffnung durchaus berechtigt, dass auch Nevermind in seiner Originalfassung zu hören sein würde.

Aber (man ahnt es schon) wer nun auf das ultimative Nevermind-Erlebnis hofft, wird leider gnadenlos enttäuscht: Wer auch immer für dieses Produkt verantwortlich war, hielt es offenbar für das Beste, statt den "Originalbändern" einfach entgegen obiger Werbetafel das 20th Anniversary Remaster zu verwenden. Letzteres ist allerdings - wie auch aus vielen Renzensionen hervorgeht - in seiner ursprünglichen Dynamik gegenüber der Erstveröffentlichung erheblich beraubt worden. Dynamic Range Original 12, Remaster 7. Zwar sagt auch die Dynamic Range nicht unbedingt etwas über Klangqualität aus und das Remaster mag über mobile Player durchaus seinen Reiz haben, aber wenn es sich wie hier um eine "Pure Audio"-Version handeln soll, die auch den entsprechenden Preis hat, dann sollte da meiner Meinung nach auch das klanglich mögliche Maximum hinterstehen.

Was nützen mir denn 24Bit/96kHz Abtastraten, wenn das zugrundeliegende Master schon klanglich
reduziert wurde ?? Wieso wirbt man mit "uncompressed audio", wenn das Master gegenüber dem Original schon erheblich komprimiert wurde?? Ich rippe keine CD auf mp3 runter, lass den Equalizer mit Dynamikkompression rüberlaufen, damit die Lautstärke innerhalb des Lieds nicht zu sehr schwankt, hebe noch etwas den Bass an, damit alles etwas "knackiger" wirkt, erstelle daraus schließlich 24-Bit-HD-Flacs und verkaufe das dann als ultimatives und originales HD-Erlebnis...

Anderer Vergleich:
Wer kauft sich einen Film auf BD mit lossless Audio, um dann die Dynamik am Receiver auf "Midnight" zu stellen, weil es klanglich ja doch viel angenehmer ist, wenn eine Stimme genauso laut wie eine Explosion, ein Sektkorken genauso laut wie ein Pistolenschuß ist und bei einem Horrorfilm sich keiner mehr wg. einer zuknallenden Tür erschrecken müsste. Der Film wäre der gleiche, das Bild immer noch Top, aber trotzdem fehlt etwas. Oder wenn Gitarren und Schlagzeuge auf einem Rockkonzert von der Lautstärke alle auf das gleiche Level runtergeregelt würden... Ja, das Lied und die Melodien / Texte wären noch das gleiche, aber das Musikerlebnis als ganzes wäre doch eher eingeschränkt. Sicher kann man das nicht zu 100% auf Musik runterbrechen, weil es hier weniger um Grob- als um Feindynamik geht, aber die Auswirkung ist bei mir ähnlich: Das Remaster kann ich auf meiner Anlage kaum am Stück durchhören ohne Kopfschmerzen zu bekommen oder die Lautstärke von Lied zu Lied runterzuregeln. Das Original kann ich mehrfach hören und drehe dabei die Lautstärke noch hoch, wodurch es klanglich besser wird, und nicht anstrengender (Übersteuern, Clipping, etc.). Ich beneide alle, die das nicht so wahrnehmen, aber ich hoffe, ich habe im Ansatz deutlich machen können, was ich von einer originalen HD-Aufnahme erwarte.

Ich rate daher entweder zur Originalabmischung (CD-Originalauflage oder besser Vinyl) oder wenn es schon das Remaster sein soll, lieber zur Anniversary-Edition zu greifen, die dieser BD klanglich kaum in was nachsteht, und darüber hinaus zum günstigeren Preis noch die etlichen Bonus Tracks aufweisen kann, auf die hier warum auch immer verzichtet wurde.

Ob man Nirvana nun wirklich unbedingt in audiophiler Qualität hören muss, oder die Idee des Grunge dadurch eigentlich ad absurdum geführt wird, mal aussen vor, aber dieses Produkt weckt aus meiner Sicht (bewusst?) falsche Erwartungen und ist in dieser Form meiner Meinung nach sein Geld in keinster Weise wert.

Nevermind an sich 5/5
BD-Audio 2/5
Wg. Verzicht auf Bonustracks, für das gebotene überteuerter Preis und die angesprochenen Werbelügen 2 Punkte Abzug (leider muss man einen geben).
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2014 5:43 PM MEST


Resident Evil 6 (uncut) - [PlayStation 3]
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Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 19,49

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nach der ersten Enttäuschung doch ein deutlich besseres Spiel als gedacht !, 5. Oktober 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Update 16/10/2012

Endlich, der neueste Ableger der Resi-Reihe ist da. Und alle Zutaten klingen eigentlich sehr gut. Bekannte Charaktere, abwechslungs- und umfangreiche Szenarien, Rückkehr der Zombies (zumindest zum Teil), klasse Grafik aus den Trailern, etc....

Ich nehme es den Entwicklern auch nicht übel, auf mehr Action zu setzen und hab nichts gegen die Bombast-Actionreisser der Marke Call of Duty, selbst wenn ich diese nicht spiele. Dass eine Mischung aus Action/Grusel/Terror funktioniert, haben sie mit Resi 4 durchaus bewiesen.

So ganz mag der Funke bei mir jedoch trotzdem nicht überfliegen.. Die Story bietet das, was man erwartet, und wenig darüber hinaus. Sie bleibt trotz durchgängig vertrauter Charaktere etwas blass im Hintergrund. Dafür erlebt man sie aus drei (eigentlich vier) Perspektiven und bekommt am Ende immerhin einen Gesamteindruck, der passt. Leider nicht wirklich originell, aber besser als die Filme allemal.

Die grafische Seite ist in den ersten Kapiteln der Leon-Kampagne zudem erschreckend schlecht. Die Inneneinrichtungen sind arg unglaubwürdig, was Proportionen angeht. Auch die Kamera ist in Innenräumen leider ziemlich unübersichtlich (ev. bringt ja ein Patch Abbhilfe). Dagegen geht in späteren Kapiteln die Sonne auf. Riesenbosse, sehr gute Zwischensequenzen und spätere Levelarchitekut (besonders in der Chriskampagne) machen durchaus was her und zeigen, was machbar ist.

Akustisch ist ebenfalls alles bestens. Musik ist zwar in den einzelnen Kampagnen etwas schwankend, unterm Strich aber als gut-sehr gut zu bezeichnen. Soundeffekte tragen ebenso zum Spielspaß bei.

Die Steuerung dagegen ist nicht wirklich auf das Ausschalten von Gegnerhorden ausgelegt, was in höheren Schwierigkeitsstufen schnell in Frust umschlagen kann (oder aber auch in Ehrgeiz, sich hier durchzubeissen). Action mit Survivalhorror-Schwierigkeitsgrad? Auch sind die Befehle für Ausweichkommandos teilweise etwas unnötig kompliziert. Hier steht sich das Spiel m.M.n. etwas zu sehr selbst im Weg.Dafür kann man aber endlich gleichzeitig gehen und schießen.

Die Level sind absolut geradlinig, kleinere Puzzles nur reine Zugabe, zumal der Marker eh schon zeigt, wo man beispielsweise den Schlüssel nun finden wird. Das will ich aber nicht unbedingt kritisieren, das ist auch in Konkurrenzspielen mittlerweile so üblich.

Eine wirkliche Grusel-Atmosphäre wird kaum aufgebaut, da durch die nächste Angriffswelle wieder der Fokus auf Action springt. Terror wie in Teil 4 kommt zwar nicht mehr so oft, aber immerhin ein paar mal vor. Die Gewalt ist durchaus härter als in den letzten Teilen, allerdings hat man sich an den blutigen Shootouts in kurzer Zeit sattgesehen: Denn schon in den ersten 15 Minuten erfolgen zahllose Angriffe von allen Seiten und Explosionen im Sekundentakt. Gerade in der Leon-Kampagne wäre hier vielleicht weniger mehr gewesen...

Fazit:

Als ich meine erste Rezension schrieb, ging ich noch härter mit dem Spiel ins Gericht und vergab nur 2 Sterne. Ich bemängelte noch Lieblosigkeit der Entwickler und ein qualitativ eher schlechtes Spiel. Vermutlich war meine eigene Erwartungshaltung wie bei vielen RE-Spielern zu hoch. Und die ersten Leon-Level sind auch beim wiederholten Durchspielen für mich mit die schlechtesten.

ABER: Kommerz hin oder her, das Spiel hat sicherlich einige Macken und ist für ein Survival-Game viellicht nicht genug Grusel und Terror, und für ein Actionspiel vielleicht etwas zu träge, was die Steuerung und Kamera angeht. Trotzdem ist das Ergebnis am Ende durchaus befriedigend. Die Bosskämpfe sind wie gesagt sehr aufwändig inszeniert, in der Chris-Kampagne sollte man den Schwierigkeitsgrad etwas senken, dann kann man die Action und die (im Vergleich zur Leon-Kampagne) erheblich bessere Grafik doch recht gut genießen. Der Umfang des Spiels ist wirklich gut, die Abwechslung ebenfalls. Auch hier muss man fair zugeben, haben die Entwickler ordentlich was abgeliefert.

Auch zocke ich das Spiel nun zum dritten Mal. Also sooo schlecht kann es nicht sein:
Daher sind zwei Sterne für mich im Nachhinein doch einfach zu wenig und wären eine zu unfaire Bewertung für die Arbeit, die in das Spiel gesteckt wurde.

Angemessen wären wahrscheinlich 3,5. Durch den Resi-Bonus runde ich trotz besagter Schwächen auf vier auf.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 13, 2012 10:15 PM MEST


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