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Beiträge von M. Robert Ganser
Top-Rezensenten Rang: 1.209
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Rezensionen verfasst von
M. Robert Ganser "robertissimo" (Apetlon, Burgenland)
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6 Classic Albums Plus
6 Classic Albums Plus
Preis: EUR 9,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Essentielles Schaffen des unvergessenen wie unverwüstlichen Pop-Pioniers, jedenfalls preiswert, 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 6 Classic Albums Plus (Audio CD)
Kurz und schmerzlos: Wenn Sie 50er-Originalpressungen von Buddy Holly-Platten suchen, dann viel Spaß und eine dicke Geldbörse. Wenn Sie CDs mit Booklets und Angaben zu Musikern, Produzenten, Toningenieuren etc. suchen, dann werden Sie mit einigen Euro mehr bei anderen Angeboten fündig. Wenn Ihnen vier CDs in guter Klangqualität und mit den notwendigsten Angaben genügen, dann sind Sie hier richtig. Ob die vierte CD, wo Holly hauptsächlich als Gitarrist mit anderen Musikern hörbar ist, besondere Wichtigkeit hat, mag bestreitet werden können, und auf der dritten CD sind sechs der 25 Tracks nicht direkt von ihm, aber hörenswert ist das alles allemal. Der Rest (und damit Großteil) dieser CD ist jedenfalls klassisch und zählt mit den kompletten beiden ersten CDs zum Allerbesten, was es an populärer Musik in der zweiten Hälfte der Fünfziger Jahre gab: Das Debüt "The Chirping Crickets" aus 1957 und "Buddy Holly" aus 1958 füllen die erste CD, die komplette "That'll Be The Day" aus 1958 und ein starkes Album der Crickets aus 1960 ("In Style With The Crickets" füllen die zweite CD. Zeitlos brillanter Pop um ein paar Euro. Noch Fragen?


The Parable of Arable Land
The Parable of Arable Land
Preis: EUR 8,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Psychedelischer Meilenstein aus Texas, anno 1967, 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Parable of Arable Land (MP3-Download)
Warum ist dieses Album nicht so bekannt wie "The Piper At The Gates Of Dawn" von Pink Floyd, "Sgt. Pepper" von den Beatles und das "Satanic"-Album der Rolling Stones? Halten Sie diese Frage bitte nicht für dumm oder auch nur komisch: Wie diese drei Alben wurde auch dieses 1967 aufgenommen und veröffentlicht, war ungleich besser als das Stones-Werk, genauso gut und innovativ wie das Debütalbum von Syd Barrett & Co., dem zwei Singlehits vorausgegangen waren und das bei einem großen britischen Label heraus kam, und konnte mit dem Beatles-Album schon alleine aus dem Grund nicht direkt verglichen werden, weil damals die ganze Welt auf die Fab Four schaute. Unsere Helden aber waren aus Texas, d. h. dort ansässig, und das war 1967 tiefste Provinz, weil sich die US-Rockszene (zumindest, wenn es um Erfolg ging), in New York, L.A. und San Francisco abspielte, Detroit und Chicago auch noch, und das war's. Die amerikanischen Plattenfirmen, die 1967 "Langhaarigenmusik" auf den Markt brachten, hießen CBS (später Sony, hatten Dylan, Byrds etc.), Capitol (Beach Boys), Verve/MGM (Mothers of Invention, Blues Project, Velvet Underground), RCA (Jefferson Airplane, Youngbloods), Elektra (Doors, Love), Warner Brothers (Grateful Dead) und Vanguard (Country Joe & the Fish), aber International Artists Records war kein amerika- oder gar weltweit vertriebenes Label (wie man vom Namen her vermuten konnte), sondern eines jener kleinen Label, das gerade einmal seine einzigen damaligen Stars, die 13th Floor Elevators aus Austin, ein wenig außerhalb der Grenzen des "Lone Star State" vertreiben konnte. Da ließen sich keine großen Sprünge machen. Aber während die Elevators letzten Endes doch nichts anderes als eine Rock'n'Roll-Band waren (wenn auch dank Tommy Halls Electric Jug-Wahnsinn eine ganz schön irre), so waren The Red Crayola eine Formation, die mit ihrem Album Grenzen sprengte: Sechs irrwitzige Geräuschcollagen, die alleine schon vom Titel - "Free Form Freak-Out" - her natürlich an die akustischen Orgien des 1966 aufgenommenen wie veröffentlichten Debütalbums von Frank Zappas Mothers of Invention erinnern ließen, und dazwischen ebenfalls sechs nur vermeintlich konventionell klingende Songs. In Mayo Thompson hatte die Gruppe einen guten Sänger und Gitarristen, die Songs selber sind dann durchgehend Meisterleistungen des psychedelischen Rock der Spätsechziger, angefangen vom schwungvollen Opener „Hurricane Fighter Plane“, dem von einer heulenden Mundharmonika und einem bohrenden Bass geprägten „Transparent Radiation“, der rasiermesserscharfen Antikriegsanklage „War Sucks“ (sechseinhalb Minuten), dem fetzigen wie melodiösen „Pink Stainless Tail“, das auch Syd Barrett geschrieben haben könnte, die Titelnummer ist eine dreiminütige Geräuschcollage, und mit der bezaubernden Ballade „Former Reflections, Enduring Doubt“ kommt diese fantastische Platte, ein definitiver Klassiker des Psychedelic Rock, an ihr Ende.

Sollten Sie diese Platte als ältere CD-Edition mit mehr oder weniger dürftiger Klangqualität oder als (wahrscheinlich ganz schön abgespielte) Vinyl-Ausgabe besitzen, so empfehle ich Ihnen bei dieser Edition mit zwei Händen zuzugreifen: Remaster aus 2011 von Sonic Boom, ganz exzellent, optimaler Hörgenuss garantiert!


Intolerance (OmU)
Intolerance (OmU)
DVD ~ D. W. Griffith

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielleicht das genialste Werk der Stummfilmära. Jedenfalls Griffiths Meisterwerk!, 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Intolerance (OmU) (DVD)
Ja, ja, diesen „positiven“ Film musste er ein Jahr nach seinem „Skandalfilm“ ja machen, da waren und sind sich viele bis heute einig. Und dürften sich irren, und das nicht nur, weil Lillian Gish und der Meister selber von Anfang an widersprachen, sondern vor allem deshalb, weil Griffith selber keinen Grund zur „Wiedergutmachung“ sah. Der Begriff „Autorenfilmer“ existierte noch lange nicht, aber ein wesentliches Merkmal dieser Gruppe praktizierte der damals 50-jährige bereits konsequent, nämlich zu tun und zu lassen, was er wollte. Er wollte einen Film über Intoleranz und dessen Auswirkungen machen, und das war das Resultat. Die finanzielle Ausgangsposition war ausgesprochen günstig, da „Birth Of A Nation“ ein gewaltiger Erfolg war, Griffith war sein eigener Produzent, und hatte die Produktion von „Birth“ 110.100 Dollar gekostet (bei Einnahmen von ca. 18 Millionen Dollar!), so investierte er in sein neues Opus nicht weniger als 1,8 Millionen Dollar, eine damals ganz außergewöhnliche Summe. Außergewöhnlich war die Produktion allerdings auch: Verfilmungen historischer Stoffe hatte es bis dahin zwar schon gegeben, aber nicht annähernd in einem solchen Aufwand an Schauspielern, Gebäuden und Requisiten, und mit einer solchen inszenatorischen Vielfalt wie bei diesem Drei-Stunden-Film aus 1916. Das Gewaltige daran ist, dass dieser Aufwand niemals in Gigantomanie ausartet, sondern sich als notwendig und beeindruckend erweist: Alleine schon die Darstellung des alten Babylons lässt einen maßlos staunen, so wie auch Israel zur Zeit Jesu so stark dargestellt wird, dass man diesen Teil dieses Films für die wahrscheinlich gelungenste Bibelverfilmung der Stummfilmära betrachten kann. Die Bartholomäusnacht von 1572 wird im weiteren dargestellt, bleibt dann nur noch eine dramatische Geschichte um einen Justizirrtum im Amerika von 1915, die Griffith schon während der Dreharbeiten zu seinem großen Vorgängerfilm entwickelt hatte. Alleine wollte er aber den neuen Film nicht für sich stehen lassen und erkannte bald, dass sich diese Geschichte bestens mit den anderen historischen Darlegungen verbinden ließ. Der Untertitel „A Sun Play Of The Ages“ („Ein Sonnenspiel der Zeiten“) wies schon darauf hin, dass dieser Film abwechselnd vier verschiedene Geschichten und Zeitalter darstellte, die Übergänge wurden von Szenen der „Ewigen Mutter“ gestaltet, gespielt von der großen Lillian Gish, die in seinen großen Filmen glänzte (als Elsie Stoneman in „Birth“, Anna Moore in „Way Down East“, um nur zwei Beispiele zu nennen). Die Parallelmontage führte Griffith dabei zu einer neuen Qualität und erweiterte damit die Filmsprache immens, verbunden mit der brillanten und innovativen Kameraarbeit von Billy Bitzer (der mit Griffith noch lange zusammenarbeiten sollte), die viel von dem vorwegnahm, was später am Kamerafahrt bekannt sein sollte. Dazu kam, dass die Geschichten episch erzählt wurden, und am Ende stand ein achtstündiges Werk. Dieses sollte aber nie so aufgeführt werden, weil sich alle Kinobesitzer weigerten, einen Film in solcher Länge aufzuführen, selbst bei einem (damaligen) Megastar, wie Griffith aufgrund des Mega-Erfolges von „Birth“ einer war. Dann tat der Regisseur etwas, das ihm Lillian Gish (die ihn zeitlebens verehrte) als schweren Fehler anlasten sollte: Er schnitt den Film auf zweieinhalb Stunden zusammen, in dieser Länge konnte er in die Kinos kommen. Die Premiere wurde ein Riesenerfolg, danach flaute das Interesse aber stark ab, und auch die guten bis überschwänglichen Kritiken änderten nichts am letztlichen Misserfolg von „Intolerance“. Offensichtlich stellte der Anspruch, vier Geschichten parallel laufen zu lassen und zu verknüpfen, für das Publikum doch eine schwere Überforderung dar. Weitere ungünstige Umstände waren die Tatsachen, dass die USA auf den Eintritt in den Ersten Weltkrieg vorbereitet wurde, wozu ein Film, der die Toleranz würdigte, indem er Wege der Intoleranz aufzeigte, schlecht geeignet war, und wohl auch Griffiths Image als „Skandalregisseur“, bei diesem Film konnte man halt keine Geschichtsinterpretations- oder gar Rassismusdebatte führen. Und, Hand aufs Herz: Einen Film einfach sehen und hören, und dazu sein Hirn einschalten, fällt doch auch fast hundert Jahre später auch nicht einem jeden leicht, oder?

Griffith verschmerzte den Misserfolg und finanziellen Verlust von „Intolerance“ nicht leicht, und über Jahrzehnte kannten diesen Film nur Cineasten mit ausgeprägtem Interesse für diese Ära. Umso dankbarer kann man dafür sein, dass diese Edition von absolut Medien eine hervorragend restaurierte Fassung mit der Spielzeit von 181 Minuten (also länger als die seinerzeitige Kinofassung) bietet, mit sehr guter und passender Musik (von Galeshka Moravioff aus 1997, ungleich besser als etwa die Musik der Ausgabe vom KNM Home-Entertainment bzw. Halmar Home-Entertainment), und das Booklet ist überaus lesenswert, vor allem Lillian Gishs Ausführungen. Der Film selber ist voll von Sequenzen und Szenen, die man so schnell nicht vergessen kann, hat man sie einmal genossen, vor allem die dramatischen Steigerungen gegen Ende des Films, die ein Tempo und eine Intensität besitzen, wo Filmemacher von heute noch sehr viel lernen können. Eine Reihe hervorragender Schauspieler leisteten dabei Großes, um nur Robert Harron und Mae Marsh (in der amerikanischen Geschichte von 1915), Constance Talmadge (in der babylonischen Geschichte das „Mädchen aus den Bergen“) und Olga Grey (spielte Maria Magdalena mal jemand besser?) zu nennen, und unter den sechs Regieassistenten findet sich mit Erich von Stroheim einer der in den folgenden Jahren kommender ganz Großer. „Intolerance“ ist ein zeitlos brillantes filmisches Mahnmal für wahre Toleranz, und für mich einer jener fünf Filme, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Und das edelste Vermächtnis, das D. W. Griffith der Nachwelt hinterlassen hat.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 13, 2015 8:23 PM CET


Sony HDR-PJ260VE Full-HD Camcorder (7,5 cm (3 Zoll) LCD-Display, 8 Megapixel, 30x opt. Zoom, 16GB Speicher intern, 29 mm  Weitwinkel) GPS Kartenindex und iAUTO
Sony HDR-PJ260VE Full-HD Camcorder (7,5 cm (3 Zoll) LCD-Display, 8 Megapixel, 30x opt. Zoom, 16GB Speicher intern, 29 mm Weitwinkel) GPS Kartenindex und iAUTO

5.0 von 5 Sternen Sehr guter Camcorder für diese Preisklasse, und für gute Lichtverhältnisse, 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Gerät habe ich nun seit bald zwei Jahren, und möglicherweise ist es besser, Geräte erst nach längerer Zeit zu rezensieren; bei CDs und DVDs sehe ich das anders, aber ob eine Kamera wirklich gut ist oder nicht, lässt sich vielleicht doch erst nach einigen Erfahrungen genau sagen. Meine sind: Gute Cam, sehr guter Sound, aber bei dürftigen Lichtverhältnissen darf man sich keine Wunder erwarten. Habe beispielsweise einen Hochzeitsfilm gemacht, wo die Zeremonie an einem wunderschönen Sommertag war - herrlich scharfe Bilder, sehr gut belichtet, passt alles! Und dann am Abend und in der Nacht Feiern in schummrigen Räumen, Bilder halt entsprechend, aber auch mit irgendwie uriger Atmosphäre (wer drauf steht ... das Brautpaar stand drauf). Aber das ist keine große Erkenntnis, wenn man ein bisschen Ahnung von Belichtungsverhältnissen hat.


5 Album Set (Pablo Honey / The Bends / Ok Computer / Kid A / Amnesiac)
5 Album Set (Pablo Honey / The Bends / Ok Computer / Kid A / Amnesiac)

5.0 von 5 Sternen SCHLICHTWEG GENIAL! Und ich sage das als einer, der nicht auf Übertreibungen steht!, 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Aber bleiben wir sachlich: "Pablo Honey" war bei Gott keine Meisterleistung, zu unausgereift war da noch einiges, zu den großen Debütalben der Rockgeschichte zählt die Platte wirklich nicht. Aber sie, wie das öfters vorkommt, auf "Creep" zu reduzieren, wird ihr meines Erachtens auch nicht gerecht, und enthält schon einige Songs, welche die Größe von später ankündigen. Das war 1993.

Was dann aber zwischen 1995 und 2001 geschah, und auf den weiteren vier Scheiben dieses überaus preiswerten Sets genossen werden darf, zählt zum Allerbesten, was die internationale - also nicht nur die britische - Rockmusik in besagten Jahren zu bieten hatte, und diese Ausnahmeband zehrt bis heute maßgeblich von ihren Werken aus diesem Zeitraum. Was auch mit der Entwicklungsfähigkeit und Experimentierfreude zu tun hat: War "The Bends" noch pure Songmusik, so wird es auf "O.K. Computer" schon etwas experimenteller, um dann bei "Kid A" Wege zu beschreiten, wo hochkompetente Kritiker kommerziellen Selbstmord befürchteten, und sich dabei (glücklicherweise) irrten, Wege, die nicht nur von der Jahreszahl her (2000) ein neues Zeitalter einläuteten, was "Amnesiac" dann fortsetzte. Außergewöhnliche Alben ohne Schwachstellen, Inselplatten, über jede Scheibe könnte ich locker eine Langrezension fabrizieren. Ich beschränke mich hier darauf: Guter Sound, sparsame Aufmachung, Super Preis-Leistungs-Verhältnis! Habe mir bei einer ganz schön langen Autobahnfahrt ein paar Stunden Radiohead gegönnt, die Box lag am Beifahrersitz, spreche also aus eigener Erfahrung ...


Ice Cream for Crow
Ice Cream for Crow
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Schwanengesang, 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ice Cream for Crow (Audio CD)
Auf YouTube kann man das Video zum Titelsong sehen, mit dem wichtigen wie verständlichen Vermerk, dass das damals noch recht junge MTV die Sendung des Spots abgelehnt hatte, Begründung: "too weird"! Tja, da hätte man meinen sollen, dass 13 Jahre nach "Trout Mask Replica" und mindestens 5 Jahren New Wave - Pere Ubu (die immer wieder auf Beefheart bezogen wurden, und das nicht zu Unrecht!), Wire, die Residents und viele andere mehr hatten schon einen gewaltigen Beitrag zur Veränderung von Rock-Hörgewohnheiten geleistet - nun der Weg für diese Band frei gewesen wäre, doch dem war trotz eines guten Deals bei Virgin Records nicht so. Und das Video ist fantastisch, ich empfehle das Ansehen wärmstens.

Dasselbe gilt für dieses Album. Die Magic Band glänzte besonders durch den exzellenten Gitarristen Gary Lucas, dessen Spiel jedem Stück den passenden Kick mit verleiht, der Captain war vokal wie in als Songtexter einmal mehr in Höchstform, die Songs hatten einen - für Beefheart-Verhältnisse - eher konventionellen Touch, die Platte hat mehr mit dem 1967er Debüt "Safe As Milk" gemein als etwa mit "Trout Mask Replica" und "Lick My Decals Off, Baby", die den Höhepunkt des Unkonventionellen in diesem Kontext darstellen, passte aber auch wieder voll in die frühen Achtziger, wo es gewaltige Aufbrüche zu neuen Ufern gab. Ob es nur am mageren Verkauf des Albums oder auch an anderen Gründen lag, für den Captain war es genug, er verkündete im Jahr darauf seinen Abschied von der Musikszene. Wenn ich mir das vom großen Anton Corbijn geknipste Foto auf der Cover-Vorderseite ansehe, habe ich den Eindruck, dass ihm diese Entscheidung damals schon irgendwie ins Gesicht geschrieben war. Für ihn persönlich war die Entscheidung goldrichtig, weil er als Maler unter seinem bürgerlichen Namen Don Van Vliet nachher viel mehr verdiente als je zuvor. Und dass er als Musiker ein gewaltiges Werk, dessen Entdeckung sich noch lange Zeit lohnen wird, hinterlassen hat, dürfte jedem klar sein, dem Bluesmusik mit persönlicher Note und gesundem Experimentiergeist einen Ohrenschmaus bereitet.


Geburt einer Nation - The Birth of a Nation
Geburt einer Nation - The Birth of a Nation
DVD ~ Lillian Gish

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts weniger als der Beginn der großen Filmgeschichte - und ein wahrer Meilenstein!, 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
David Wark Griffith war nicht der erste Filmemacher, der einen Langspielfilm machte, und auch nicht der erste, der einen kontrovers rezipierten Streifen in die (amerikanischen) Lichtspieltheater brachte. Aber es ist nicht übertrieben, wenn Martin Scorcese feststellte, dass der Film, der damals gerade zwei Jahrzehnte jung war, wenn man die Aufführungen der Gebrüder Lumiere 1895 als Beginn sieht, und die Gründung Hollywoods anno 1912 mit betrachtet, 1915 durch Griffiths dreistündiges Werk richtig erwachsen wurde. Der 1875 geborene Südstaatler hatte sich schon mit vielen Kurzfilmen einen Namen gemacht, und wagte sich nun an die Verfilmung eines Stoffes, wo schon von Anfang an klar war, dass das konfliktreich werden müsste: Hauptvorlage für den Film war der Roman "The Clansman" von Thomas Dixon, der den Ku-Klux-Klan als eine Art Freiheitskämpfer für Weiße dargestellt hatte, was dem Bild dieser Vereinigung zu Beginn des 20. Jahrhunderts in keiner Weise entsprach, weil der Klan für waschechte Rassisten ein Betätigungsfeld darstellte, für alle anderen Bürger aber, Schwarze wie Weiße, nur als Mörderbande galt, und konsequenterweise auch verboten war. Dazu kam, dass die Wunden des amerikanischen Bürgerkrieges auch ein halbes Jahrhundert später noch lange nicht so verheilt waren, wie man es gewünscht hätte. Griffith war schnell mit den Vorwürfen des Rassismus und der einseitigen politischen Sichtweise konfrontiert, bekannte sich zum Erstgenannten nie und zum Zweitgenannten insofern, als dass es ihm von der Aussage bei diesem Film schlicht und einfach nur darum ging, die Ereignisse des Bürgerkrieges und dessen Folgen aus südstaatlicher Perspektive, und mit einer klaren Konzentration auf die Darstellung der 1860er-Jahre in die Form eines Langspielfilms zu bringen. Das wollte er inszenatorisch und technisch in einer Art und Weise tun, wie es das bis dahin nicht gab, und das schaffte er brillant: ungemein geschickt inszenierte Sequenzen mit Menschenmassen, eine Vielfalt an Kameraeinstellungen, wie sie zuvor nicht auf einer Leinwand zu sehen war, und schließlich Montagen, Rückblenden und einiges andere mehr, was die Erzählform wahrhaftig revolutionierte. Ich meine, dass das alles respektiert werden muss, selbst wenn man mit dem Inhalt seine Probleme haben mag (wofür bei so einem sensiblen Thema Verständnis aufgebracht werden sollte), weil die Technik hier nie Selbstzweck ist, sondern im Dienst der Filmsprache steht. Dass Charlie Chaplin Griffith "unser aller Lehrer" nannte und Sergej Eisenstein Griffith maßlos bewunderte, und dass wohl jeder große Regisseur der Stummfilmzeit von ihm gelernt hat, kann und darf nicht übersehen werden. Die drei Stunden vergehen damit auch gar nicht so langsam, wie man befürchten könnte, und das hohe Niveau der Schauspieler, allen voran die große Lillian Gish, kommt gut zum Tragen. Wenn man im Booklet nachliest, wie Griffith als Regisseur damals arbeitete - ohne Drehbuch in einer Form, wie man sie später und bis heute praktiziert, wie er Massenszenen inszenierte, mit einem kleinen Stab arbeitete, und was er dann vor allem im Bereich der Postproduktion entwickelte, dann kommt man nicht umhin, "Birth Of A Nation" auch volle 100 Jahre nach seinem Entstehen als Meisterwerk zu betrachten. Ich bekenne mich dazu, und zu dieser Edition darf ich anmerken, dass sie puncto Bild- und Tonqualität, wie auch vom Niveau des Booklets her meinen hohen Erwartungen gerecht wird.
Abschließend noch ein Wort zu den Rassismusvorwürfen, denen der Film seit jeher ausgesetzt ist: Griffith nimmt zu diesem zweifelsohne sensiblen Thema offen Stellung, das Booklet gibt eine diesbezügliche Erklärung wider, die ich inhaltlich oben zusammenzufassen versucht habe. Niemand muss seine Sichtweise teilen (und meine auch nicht), aber im Großen und Ganzen überzeugt mich seine Argumentation, einerseits mit Blick auf sein Gesamtwerk (keiner seiner weiteren großen Filme, vor allem "Intolerance", hat irgendetwas von einer abschätzigen Darstellung von Rassen und Klassen an sich), andererseits in Bezug auf die Darstellung der Schwarzen in diesem Film: Eine durchgehend negative Charakterisierung der Amerikaner afrikanischer Herkunft kann ich nicht feststellen, für meine Filmverständnis ist das eine durchaus differenzierte Darstellung dieser Rasse. Dass beispielsweise die Schwarzen in "Birth" von angemalten Weißen dargestellt wurden, entsprach den damaligen Praktiken im Theater, an denen sich der Film bekanntlich anlehnte. Ich meine, man sollte Griffith bezüglich dieses Films nun endlich einmal, in Anlehnung an sein Folgewerk gesagt, "Tolerance" zukommen lassen! Bei allen verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten, die Rezipienten nun einmal zustehen, sollte das ein Jahrhundert danach zumindest einmal klar sein, dass Spielfilme zu historischen Ereignissen etwas anderes sind als Dokumentarfilme, die sich entweder auf präzise Darlegung eben dieser Ereignisse verpflichten oder aber bewusst einer einseitigen, ideologisch betonten Sichtweise verpflichten. Und "Birth Of A Nation" ist nun einmal nur eine Romanverfilmung, und die hat naturgemäß ihre weit reichenden (wenn auch freilich nicht grenzenlosen) Freiheiten in der Darstellung von Ereignissen und Personen. Ich für meinen Teil werde diesen Film im kommenden Jahr zu seinem 100. Geburtstag zu feiern wissen.


Metal Machine Music
Metal Machine Music
Preis: EUR 8,79

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irres Experiment, aber mit heutigen Hörgewohnheiten gehört nicht so übel, 7. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Metal Machine Music (MP3-Download)
Drei Sterne - ich dürfte zu den Wenigen gehören, die diese seit bald 40 Jahren heftig umstrittene Scheibe so beurteilen, da dieses Produkt seit seinem Erscheinen entweder (meistens) verdammt oder (recht selten) als verkannter Geniestreich gefeiert wird.

Wäre dieses Album zwischen 1971 und 1974 auf einem der Labels von Rolf-Ulrich Kaiser erschienen und statt Lou Reed der Name einer obskuren deutschen Band auf der Hülle gestanden, würde man es heute wahrscheinlich als Krautrockklassiker feiern. Aber bei einem Musiker, dem man 1975 als Solist - die kaum überschätzbaren Velvet Underground-Verdienste braucht man hier gar nicht zu erwähnen, das erübrigt sich wohl - Songs wie "Walk On The Wild Side", "Satellite Of Love", "Perfect Day" und nicht wenige weitere große Meisterwerke an Liedern zu verdanken hatte, fand man es einfach nicht witzig, 64 Minuten lang Geräuschorgien zu lauschen. Was den guten Mann tatsächlich zu diesem Werk veranlasst hatte, wird nach seinem Ableben im Vorjahr wohl für immer unbeantwortet bleiben, aber die Theorie, dass er damit seinen Vertrag mit RCA beenden wollte, scheint mir durchaus glaubwürdig, was ja auch durch die Unverkäuflichkeit dieses Doppelalbums schnell unter Beweis gestellt war.

Andererseits: Wer gut mit verfolgt hat, was in den letzten Jahrzehnten alles an neuer Rockmusik gekommen ist, ob jetzt Sonic Youth, Radiohead, Tortoise und viele andere in ihren experimentellsten, musikalisch extremsten Phasen, davor in den 80ern schon der Industrial, wird das alles nicht ganz so extrem erleben. Ich habe kürzlich bei einer langen Autofahrt auf einer Autobahn sowohl Coltranes "Ascension" als auch die Hälfte von "Metal Machine Music" gehört, das passte nicht schlecht zusammen. Mit Kopfhörern habe ich mir einen Track gegönnt, war schon ein faszinierendes Erlebnis, zumindest wenn man in der richtigen Stimmung ist. Wem nach schöner und melodiöser Musik ist, der wird wahrscheinlich auch anno 2075 noch nicht zu dieser Scheibe greifen. Was ja auch wieder irgendwie für dieses Werk spricht.


Elvis Presley-15 Original Albums
Elvis Presley-15 Original Albums
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 15,07

34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Preiswert, außergewöhnlich und zeitlos! He's still the King!, 7. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elvis Presley-15 Original Albums (Audio CD)
Wer Originalalbumcovers braucht, muss sich woanders bedienen, da gibt es genug andere CD-Angebote, und Booklets braucht auch niemand erwarten. Wenn man das weiß und sich damit begnügt, dass auf der Vorderseite der CD-Papphülle das Originalalbumcover klein abgebildet ist, auf der Rückseite der Hülle die Songtitel der jeweiligen LP aufgelistet sind, und danach die Bonus Tracks, weiters mit der Angabe der Gesamtspielzeit der CD zufrieden ist (weil die bei den einzelnen Songs nicht angegeben sind), aber dafür bei den Bonus Tracks die Bestellnummern der Sun Records-Singles angeführt kriegt, bei jedem Bonus Track wie auch bei jeder LP das Erscheinungsjahr erfährt und last but not least auch noch über (amerikanische) Chartplatzierungen informiert wird, der kann mit zwei Händen zugreifen bei diesem Preis! Zumal auch die Klangqualität keine Wünsche offen lässt, sehr gutes Remastering!

Irreführend ist die 15 Albums-Angabe und auch die falsche Angabe des Covers der "Elvis is back!"-LP aus 1960 (CD 8), da aber die weiteren 5 Alben Compilations waren, und deren Non Album-Tracks wiederum bei den Bonustracks aufscheinen, passt die Sache wieder.

Und die Musik passt 100 %ig, was soll man da eigentlich noch sagen? "That's All Right, Ma" und "Blue Moon of Kentucky", die erste Single auf Sun, feiert in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag, und ich bin und bleibe ein Vertreter dieser Geschichtstheorie, dass mit dieser Scheibe die Geschichte des Rock'n'Roll und damit ein neues Zeitalter der populären Musik begann. Noch im selben Jahr legte er mit dem unvergessenen und genialen Producer Sam Phillips "Good Rockin' Tonight" und "I Don't Care If the Sun Don't Shine" nach, der Rest ist große Musikgeschichte. Einer der allergrößten Sänger der ganzen Pop- und Rockgeschichte, der in einer Bandbreite von "Jailhouse Rock" bis "Love Me Tender" grandios alles meisterte. Wer Ohren hat, soll (weiterhin) hören. Die Box liegt bei langen Autofahrten in meinem Wagen griffbereit ...


Let It Fly
Let It Fly
Preis: EUR 21,15

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Edles Spätwerk, und macht so nebenbei die komplette Eagles-Diskografie überflüssig, 1. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Let It Fly (Audio CD)
Was soll das heißen, die ganze Eagles-Diskografie überflüssig machen? Das lässt sich am besten damit beantworten, was die Dillards von 1968 bis 1973 auf den Plattenmarkt warfen - vier große Alben, die kein Mensch kaufte, aber zum Besten gehörte, und bis heute gehört, was seinerzeit unter dem Begriff "Country-Rock" existierte, weil die Dillards außergewöhnliche vokale und songschreiberische Qualitäten hatten, ein Gefühl für erstklassige Covers und auch überdurchschnittlich begabt in instrumentaler Hinsicht waren. Und Power wie Charme hatten sie auch. Eine Schande und gewaltige Unverständlichkeit, wie eine solche Gruppe, ähnlich wie die Flying Burrito Brothers (die von 1968 bis 1972, bitte), beim breiten Publikum durchfallen konnte.
1972 starteten ein paar vergleichsweise eher mittelmässige Countryrocker mit gefälliger Musik, zweifelsohne guten, aber keineswegs sensationellen vokalen Qualitäten, hatten ein fähiges Management, und coverten einen Jackson Browne-Song wie "Take It Easy" so, dass er ein großer Hit werden musste, und mit der Karriere ging es steil bergauf. Ein paar Jahre später sollten die das "Hotel California" besingen, und die Welt kapierte nicht, dass das eine Hommage an den kalifonischen Obersatanisten Anton de la Vey war, und man kapierte es auch deshalb nicht, weil die Eagles als "Bubblegum-Version von Jackson Browne" (Lester Bangs, ein großer amerikanischer Musikjournalist, der die Eagles nicht ausstehen konnte) galten. Wie auch immer, musikalisch waren die Dillards immer das, was die Eagles werden hätten können und nie waren, aber erkannt hat es niemand.
Während die Eagles Dollarmillionen scheffelten, zogen sich die Dillards zurück, und tauchten erst in den späten Achtzigern wieder auf. Dieses Album wurde 1990 aufgenommen und veröffentlicht, produziert hatte es Herb Pedersen, der der Gruppe auf deren beiden ultimativen Alben "Wheatstraw Suite" und "Copperfields" angehört hatte. Die Dillards bestanden zu diesem Zeitpunkt aus ihren drei Stammmitgliedern Rodney Dillard, Dean Webb und Mitch Jayne, viertes Bandmitglied war Steve Cooley am Banjo und einigen Gitarren. Aufgenommen wurde in der alten Heimat Missouri, gemastered in L.A., und geboten wird 40 Minuten Country, Bluegrass, Rock und Pop von zeitloser Schönheit und Brillanz, in 12 Songs gegossen. Einen davon, nämlich "Close The Door Lightly", gab es bereits auf "Copperfields" anno 1970, was die Gruppe zur Neuaufnahme bewog, erscheint unverständlich, weil beide Versionen gleich gut sind. "Let It Fly" ist im Großen und Ganzen ein Coverversionenalbum, ganze drei der zwölf Songs stammen von Bandmitgliedern, aber es sind ausnahmslos erstklassige Kompositionen, die durch die grandiose Interpretation zu Juwelen werden, um nur "Ozark Nights" (von einem gewissen Jim Ratts) und "Big Ship" (Daniel Moore heißt hier der Autor) als zwei von mehreren Beispielen zu nennen, der soeben genannte Moore schrieb übrigens auch den Titelsong. Es war immer das besondere Talent der Dillards, aus einem Songs das Optimale herauszuholen, und so verwundert es nicht, dass ihre Version von Dylans "One Too Many Mornings" zu einem außergewöhnlichen Stück Musik gerät. Sollte es eines Tages Charts der besten Dylan-Covers geben, so würde dieser Track sicher eine Top Ten-Platzierung verdienen. Erwähnt muss noch die Schlussnummer "Wizard Of Song" werden, einer Eigenkomposition, wo die Gruppe sich selber und zugleich die Country-Radio-Szene auf die Schaufel nimmt.

1990 hörte man alles Mögliche, solche Musik aber am wenigsten. Was an der Brillanz dieser Platte aber nichts ändert, alleine schon, weil sie zeitloser und schöner ist als das Meiste, was damals im weiten Feld von Pop und Rock heraus kam, was sich ein Vierteljahrhundert später noch besser feststellen lässt als seinerzeit.


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