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Beiträge von M. Robert Ganser
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Rezensionen verfasst von
M. Robert Ganser "robertissimo" (Apetlon, Burgenland)
(REAL NAME)   

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Projections Mono Limited Edition CD
Projections Mono Limited Edition CD
Preis: EUR 14,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blues-Rock-Meilenstein, NYC 1966, 4. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für diejenigen, die diese Platte kennen (und dann wohl auch lieben), und einfach nur wissen wollen, was diese Edition klanglich und verpackungsmäßig zu bieten hat, kurz und schmerzlos erklärt: Schöner, sauberer und kräftiger Mono-Sound, der dafür Verantwortliche heißt Bob Irwin, von Sundazed ein geschmackvolles und informatives Coversleeve, die CD selber wie einst das Etikett der Verve-LP aus 1966 mit der Bestellnummer FTS-3008. Noch Fragen?

Wenn Sie nicht wissen, mit welcher Platte Sie es hier zu tun haben, erkläre ich es Ihnen gerne: Einer der größten Plattenproduzenten der Sechziger, Tom Wilson, hatte für MGM/Verve ein paar Alben mit neuartiger Pop- und Rockmusik zu liefern. Und 1966 sollte sein besonderes Glücksjahr werden: In Los Angeles hatte er eine Gruppe entdeckt, die bis dahin Ungehörtes (und auch Unerhörtes) zum Besten gab, sich Mothers Of Invention nannte, geführt von einem gewissen Frank Zappa, und während man damals seine Plattenkarriere noch mit einer Single anfangen musste, gelangt es Wilson, die Plattenfirma davon zu überzeugen, dass es mit einem Doppelalbum auch ginge! Anschließend widmete sich Wilson einer ähnlich ungewöhnlichen Gruppe in New York, die sich The Velvet Underground nannte, ebenfalls ein Debütalbum, wo gegenüber der Plattenfirma Überzeugungsarbeit zu leisten war, und die Platte mit der Banane kennt heute jeder. Nicht aber die dritte LP, die Wilson für Verve in jenem Jahr machte. The Blues Project waren mit den Mothers und mit den Velvets auch nicht direkt zu vergleichen - fast spießbürgerlich wirkten sie im Vergleich zu diesen beiden Wahnsinnspartien, nicht nur von der Optik her, die fünf liebenswürdigen New Yorker jüdischer Herkunft, die im Gegensatz zu den Velvets ihre Instrumente ordentlich spielten. Also eine zwar begabte, aber doch auch wieder uninteressante, weil nur brave Band? Eben nicht.
"Projections" ist das einzige Studio-Album der Blues Project in ihrer klassischen Besetzung, und das einzige, das wirklich hervorragend ist und die Jahrzehnte locker überdauert hat. Keyboarder Al Kooper war schon durch seine Zusammenarbeit mit Bob Dylan zu verdienter Berühmtheit gelangt, Danny Kalb hatte sich als technisch überaus versierter Bluesgitarrist schon einen guten Namen gemacht, Gitarrist Steve Katz, Bassist und Flötist Andy Kulberg und Drummer Roy Blumenfeld waren ebenfalls überdurchschnittlich gute Musiker, und als Gruppe spielten sie fantastisch zusammen. Und sie waren mehr als eine Bluesband - sie machten den einen oder anderen Abstecher in Richtung Folk-Rock, frühen Country-Rock, ja sogar Jazz-Rock. Ihr im Frühjahr 1966 erschienenes Debütalbum war eine Live-Platte, ihre dritte LP auch ("Live At The Cafe Au-Go-Go" bzw. "Live At Town Hall"), dann zerbrach diese Besetzung, die in anderen Formationen aufgenommenen Alben hatten dieses Niveau nicht mehr annähernd.

Was "Projections" so außergewöhnlich macht, sind seine Stücke und deren Zusammenstellung. "I Can't Keep From Crying" eröffnet die Platte, eine heiß kochendes Blues-Rock-Feuerwerk mit süffiger Orgel, scharfen Licks von Kalb, von Al Koopers Gesang akzentuiert. Diese Nummer zeigt gleich, wie einfallsreich und zugleich einfühlsam diese Band alte Bluesnummern (diese hier stammte von Blind Willie Johnson) bearbeiten konnte. Nur vier der neun Stücke dieses 50 Minuten langen Albums sind Eigenkompositionen, davon drei von Kooper und eine von Katz: "Steve's Song" ist einer der absoluten Höhepunkte nicht nur dieses Albums, sondern des ganzen Repertoires der Band, und ein zeitlos brillantes Liebeslied: Nach einer bezaubernden instrumentalen Einleitung singt Katz in seiner dunklen Stimme von seiner Beziehung, kontrastiert durch eine sonore Orgel und getragen von einem Bassriff, das alles zusammen hält. Dann gibt fetzigen Rhythm and Blues, Chuck Berry's "You Can't Catch Me" steht am Programm, den Rest der damaligen A-Seite der LP füllte ein Track mit Spieldauer 11:20: "Two Trains Running" von McKinley Morganfield, besser bekannt unter dem Namen Muddy Waters. Wie Koopers Orgel und Kalbs Gitarre und Gesang ein simples Riff über 11 Minuten lang variieren, und von zarten und leisen Stellen bis zu wuchtigen und lauten alles aufbieten, ohne dass es in überlanges Jam ausartet, ist immer wieder hinreißend anzuhören.
Mit "Wake Me, Shake Me" wurde im seligen Vinyl-Zeitalter die zweite Seite eröffnet, eine Al Kooper-Rocknummer mit Soul-Touch, was auch der treibende Bass unterstreicht. "Cheryl's Going Home" ist mit zweieinhalb Minuten der kürzeste Track und ist eine flotte Version eines Folksongs von Bob Lind, wieder dominiert Katz' Stimme und Koopers Orgel ähnlich wie bei "Steve's Song", das Stück hat im Ganzen fast schon Country Rock-Flair. Und dann kommt früher Jazz-Rock, ruhig und sanft dahin swingend, eine Instrumentalnummer, deren Thema eine Flöte anspielt und variiert, deshalb heißt die Al Kooper-Komposition auch so: "Flute Thing", Andy Kulbergs dicke musikalische Visitenkarte auf diesem Album. Danny Kalb wiederum glänzt mit der Version von Jimmy Reeds "Caress Me Baby" als Sänger und vor allem als Gitarrist - was er in diesen 7 Minuten heraus lässt, deutet schon an, was bald einmal von Eric Clapton, Rory Gallagher und vielen anderen kommen wird. "Fly Away" beschließt die Platte, ein schöner und schwungvoller Folk-Rock-Song von Al Kooper, geprägt von seiner Stimme und Akustikgitarrensound mit Mundharmonika.

Warum diese fantastische Platte die Musikwelt nicht auf den Kopf gestellt hat, mag seine Gründe haben, vor allem jenen, dass die Blues Project Frühstarter waren, und dieses Album für einen ganz großen Erfolg musikalisch wohl zu komplex war. Jedenfalls war es viel mehr als Blues-Rock. Und wenn dieses New Yorker Quintett auch keine solche "Freak Show" wie die beiden oben erwähnten Labelmates waren - eine innovative und wegbereitende Gruppe in der Pop- und Rockgeschichte der zweiten Hälfte der Sechziger waren sie mit Sicherheit genauso. Für mich ist "Projections" 48 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung der gleiche Hörgenuss wie zu früheren Jahrzehnten - ein Klassiker und Meilenstein eben ...


Eight Miles High/Makes No Sense At All (Single)
Eight Miles High/Makes No Sense At All (Single)
Preis: EUR 3,96

5.0 von 5 Sternen Eine der phänomenalsten Coverversionen der Rockgeschichte, 3. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die 80er Jahre waren für diejenigen, die sich auskennen und sich die Mühe machten und machen, sich auch weit abseits der Charts (die aber auch so manche große Musik zu bieten hatten) nach erstklassiger Pop- und Rockmusik umzusehen, ein gewaltiges Jahrzehnt. So manche Musiker, die das mit zu verantworten hatten, sind heute nur noch Insidern bekannt. Wozu auch dieses fantastische Trio aus Minneapolis zählt, das heute kaum jemandem mehr etwas sagen würde, gäbe es nicht gelegentliche Erwähnungen durch Alternative Rock-Größen wie die Foo Fighters und die Pixies, die gerne zugeben, dass sie ohne diese Gruppe nicht geworden wären, was sie sind.
1984 hatten Hüsker Dü mit ihrem außergewöhnlichen Doppelalbum "Zen Arcade" auf dem SST-Label verdiente Aufmerksamkeit erlangt, und Ende jenes Jahres brachten sie eine Single auf dem Markt, deren A-Seite die Coverversion einer damals 18 Jahre alten klassischen Byrds-Nummer war: "Eight Miles High", bei den Kaliforniern um Roger McGuinn und Gene Clark ein traumhaft schöner, swingender Folk-Rock-Song mit psychedelischem Touch, wurde hier zu einer brutal hin gesägten und gebrüllten Hardcore-Attacke, ohne aber die Melodiösität des Originals zu zerstören. Ein Musterbeispiel, wie sich ein Musikstück in eine andere Zeit transformieren lässt, ohne das Original zu beschädigen, zugleich aber voll in der Zeit bleibt, in die es gehört. Und die 80er hatten an Hardcore und Punk nicht wenig Großes zu bieten, vor allem aus den USA. Was die Band live los ließ, zeigt der zweite Track hier, die damalige B-Seite "Masochism World", eine Lärmorgie mit Niveau.
Hüsker Dü wurden nicht leiser und auch kaum ruhiger, aber melodiöser in den folgenden Jahren. "Makes No Sense At All" war der Ende 1985 erschienen LP "Flip Your Wig" ausgekoppelt, nicht aber das nicht einmal zwei Minuten kurze, ausgesprochen smarte "Love Is All Around", nochmal eine Coverversion (nein, nicht von den Troggs, Sonny Curtis heißt der Autor).
Gut, dass es diese beiden wunderbaren Singles auf diese Art und Weise gibt, Rockjuwelen wie diese sollen nicht in Vergessenheit geraten.


Warpaint
Warpaint
Preis: EUR 10,97

5.0 von 5 Sternen Album des Jahres 2014? Jedenfalls genial!, 24. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Warpaint (Audio CD)
Das zweite Album eines Pop-/Rock-Acts bietet ganze drei Möglichkeiten: Schlechter als das Debüt (nicht wünschenswert für eine weitere Karriere), genauso gut (passt zumindest) oder besser, eine richtige Steigerung. So war es beispielsweise bei Bob Dylan und den Beatles, und noch vielen anderen mehr in über 50 Jahren, und so nun auch bei Warpaint.

Die vier Ladies hatten schon auf ihrem tollen Erstling "The Fool" bewiesen, was sie zu bieten haben. Der titellose Zweitling bietet nichts anderes, klingt wie eine Fortsetzung der ersten Platte. Aber das Debüt hatte noch die eine oder andere Schwachstelle, und ein paar unausgegorene Passagen. Dieses Album hier hat Reife, und für mich keine einzige Schwachstelle. Nach dem Intro kommt mit "Keep It Healthy" und "Love Is To Die" zwei Rocksongs mit Ohrwurmcharakter, fantasievoll ausgeführt und damit fern von jeder Banalität. Das schöne, locker vor sich hin swingende "Hi" schließt sich an, und mit "Biggy" kommt dann eine der Glanznummern der Platte, wo ein offensichtlich mit Fuzzbox twangendes, hypnotisch gespieltes Gitarrenriff die Sechs-Minuten-Nummer trägt, die ätherischen Gesänge darüber gelegt, und von gleicher Schönheit wie der Akustikgitarren-Ruhepol "Teese", nach drei Minuten wird dann die Nummer lauter und dynamischer, ohne deshalb hektisch zu klingen; Tempiwechsel und Lautstärke-Akzentuierungen beherrschen die Vier ausgezeichnet. Und schon geht's ab in die Disco: "Disco//very" ist eine herrliche Spätsiebzigerhommage ohne fragwürdigem Retro-Appeal, während das nachfolgende "Go In" wiederum für ästhetische Coolness steht, die sonoren Trommeln bestimmen hier das Klangbild. Die restlichen vier Tracks bringen dann eine Steigerung ins Optimale, zu dem diese Ausnahmeband fähig sein dürfte: Das rollende "Feeling Alright", "CC" mit seinem hypnotischen Bassriff und seinen "Gimme more"-Gesängen, und mit "Drive" sowie "Son" schafft die Gruppe ihre meiner Meinung nach bisher ultimativen Tracks, bombastisch, faszinierend, einfach traumhaft schön. Und nicht im geringsten kitschig oder mit falschem Pathos.

Hype? Damit haben Warpaint so wenig zu tun wie Diktatoren mit Demokratie, oder Schlagersänger mit Alternative Rock, um bei der Musik zu bleiben. Würde mich nicht wundern, wenn dieser Geniestreich, der für mich Jahrzehnte großer Popmusik zu verarbeiten weiß, in renommierten Musikzeitschriften Ende 2014 zu den Alben des Jahres gezählt würde. Verdient wär's jedenfalls.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 29, 2014 3:45 PM MEST


The Fool
The Fool
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Starkes Debüt, 24. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Fool (Audio CD)
Hype oder nicht Hype - diese Frage stellt sich bei diversen Bands in den letzten Jahrzehnten, und man tut gut daran, kritisch zu sein. Bloß weil wer mit der Gitarre schrammelt und ein paar Keyboards zirpen lässt, und ein paar surreal klingende Lyrics abgibt, und in Interviews geschickt alle Einflüsse von den Beatles bis zu legendären oder obskuren (darf in der Regel differenziert werden) Sixties-Garagenbands aufzählt, muss das noch lange nicht heißen, dass Rock und/oder Pop hier neu definiert wird.

Warpaint als Hype abzulehnen könnte zunächst einmal leicht fallen: Vier bildhübsche Kalifornierinnen, die sehr schön singen und gut spielen können, und einen guten Harmoniegesang drauf haben - das könnte leicht kaschieren, dass die Damen vom Songwriting kaum etwas verstünden und an und für sich nichts zu sagen hätten. Das muss man schon genau hinhören. Ich habe es getan und sage nach dreimaligem Hören dieses Albums jetzt, dass es voller sehr guter, wenn auch nicht grandioser Tracks ist. Warpaint entwerfen Klangbilder, legen auf ihrem Debüt weniger Wert auf konventionelles Songwriting, dafür mehr Wert darauf, verquere Melodik mit verspielter Rhythmik zu kombinieren. Alle neun Tracks sind gelungene Stücke, drei finde ich hervorragend, schlichtweg Supernummern: "Composure" lebt von seinem Kontrast zwischen shoutendem Chorgesang und einer cool vor sich hin swingenden Gitarre in der ersten Minute, die weiteren vier Minuten führen durch Rhythmuswechsel und differenzierenden Solo- und Harmoniegesängen. Der Opener "Set Your Arms Down" überzeugt durch seine verhaltene Dynamik in den ersten drei Minuten, in den beiden weiteren zieht das Quartett das Tempo ordentlich an. Und dann das fantastische "Undertow", für mich die Glanznummer der Platte, wo eine unaufdringliche und zugleich effektive Gitarre die Nummer durch sechs Minuten trägt, und eine bezaubernde Melodie in einer vokalen Vielfalt ausgeführt wird, ohne dass es auch nur einen Takt lang überladen klingt.

Eine große Band! Und es ging noch besser weiter, siehe Nachfolgealbum ...


The Correct Use of Soap (2007 Remastered)
The Correct Use of Soap (2007 Remastered)
Preis: EUR 11,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Album Nr. 3, Abgang in Würde, 24. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Um 1980 änderten sich die Zeiten für die New Wave langsam, aber sicher. Die Szene war quantitativ dicht, qualitativ leider weniger - Ian Curtis/Joy Division tot, Wire aufgelöst, ein Haufen nichtssagender und gehypter Bands, die mir dreieinhalb Jahrzehnte später genauso egal sind wie damals, und dann leider auch das Ende von Magazine.

So manche Fans und Kritiker mögen dafür das dritte Album verantwortlich machen, und ich muss zugeben, dass ich eine Zeitlang auch so dachte. "Correct Use ..." ist schwächer als "Secondhand Daylight" und vor allem das geniale Debüt "Real Life", was hauptsächlich am Songwriting liegt, die Kompositionen haben das Niveau nicht mehr, und dann war da noch das Faktum, dass das alles nicht mehr so neu und umwerfend war wie 1979 und noch mehr 1978. Eine vierte und noch schwächere Platte hätte dafür gesorgt, dass die Gruppe sang- und klanglos verschwunden und auch noch die meisten ihrer letzten Fans verloren hätte, wie es beispielsweise Squeeze erging. Aber dazu kam es glücklicherweise nicht mehr. Ohne Berücksichtigung dieser Aspekte angehört, hat die Platte einige ganz schön starke Momente, gleich der Opener "Because You're Frightened" oder "I Want To Burn Again" (war das Feuer also noch nicht verloschen, bitteschön), und wenn als letzter Bonus-Track dann die Single-Version von "The Light Pours Out Of Me" erklingt, dann schließt sich der Kreis zum Debütalbum (wo es die Albumversion dieses Songs gibt) wieder. Alles in allem ein hörenswertes Album, und hiermit ein Abgang in Würde für Howard Devoto & Co.


Secondhand Daylight (2007 Remastered)
Secondhand Daylight (2007 Remastered)
Preis: EUR 9,49

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magazines Zweite - düster und hinreißend zugleich, 24. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein gutes Sprichwort sagt, dass man ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen solle, was natürlich auch für Platten- und CD-Hüllen eine Geltung hat. Aber da mag es nicht so wenige Ausnahmen geben, und hier haben wir eine, und gestatten Sie es mir, es persönlich zu formulieren: Wenn Sie das Cover grauslich finden, hören Sie sich die Platte vielleicht besser nicht an. Wenn Sie diese Düsternis, die aus der gesamten Grafik spricht, aber eine nähere Beschäftigung wert finden, auch wenn die Hülle objektiv gesehen nicht herzerwärmend ist, und sich auf alles Weitere einlassen, dann ist ein starkes, überaus intensives Hörerlebnis mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu garantieren.

Magazine waren schon bei ihrem Debüt keine Happy-Go-Lucky-Band, der Albumtitel "Real Life" war nicht zufällig gewählt, vom wahren Leben im England der Spätsiebziger handelte diese Platte genauso wie so gut wie alles, was es aus jenem Land damals im weiten Feld der New Wave und des Punk gab. "Secondhand Daylight" hat aber einen wesentlich düstereren Grundton als das Debütalbum, und erschien 1979 ziemlich zeitgleich mit "Unknown Pleasures", dem epochalen Debüt der Joy Division, und beide Bands und Platten schienen wie Brüder im Geiste zu sein. Musikalisch war die Platte keyboardgewichtiger als ihr Vorgänger, nicht selten entstand bei mir der Eindruck, als wären hier Procol Harum und Van der Graaf Generator in die New Wave überführt worden (was ich als großes Kompliment meine, kein Missverständnis, bitte!). Was allerdings nicht viel mit getragenem Tempo zu tun hatte, "Cut Out Shapes" und "Rhythm Of Cruelty" sind eher Punk-Kracher als betulicher Art Rock. Ein Saxofon bereichert einige Tracks wie "The Thin Air", das auch durch seinen sakralen Orgelsound glänzt. Das fast siebenminütige "Back To Nature" zeigt, wie fantasievoll und dennoch ungekünstelt diese Gruppe einen Song gestalten konnte, und die Schlussnummer "Permafrost" klingt als hätten sich die Fünf vorher gründlich The Can angehört (was wieder als Kompliment gemeint ist). Aber was schon für das erste Album galt, gilt auch hier wieder: Ohrwürmer, melodische Brillanz und schließlich auch Eigenständigkeit!

Das 2007er Remaster lässt keine Wünsche offen, die vier Bonustracks auch nicht. Also, nochmals: Nicht vom Cover abhalten, sondern sich voll aufs Album einlassen! Satisfaction guaranteed!


Real Life (2007 Remastered)
Real Life (2007 Remastered)
Preis: EUR 8,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Britische New Wave der Spitzenklasse, auch dreieinhalb Jahrzehnte später ein Überhammer, 24. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Real Life (2007 Remastered) (Audio CD)
Die Geschichte der britischen New Wave ist groß: Punk war der Urknall, der Nachhall folgte unverzüglich, und wenn mich wer fragt, wer da die besten und nachhaltigsten waren, sage ich: Wire, Joy Division, Ultravox (die mit John Foxx und ihren ersten drei Alben) und Magazine.

Diese Gruppe schien lange Zeit vergessen zu sein - kein als Solist erfolgreiches Bandmitglied, kein Hit, und nicht immer wiederkehrende Erwähnungen als großer Einfluss auf Bands der Gegenwart, wie es im Zusammenhang mit Joy Division und Wire geschieht. Es war die zweite Hälfte der Siebziger, um die es hier geht, und man schrieb Sommer 1978, als Magazine ihr Debüt vorlegten. Ein Bandmitglied war in der Szene allerdings kein Unbekannter mehr: Sänger und Texter Howard Devoto war zuvor bei den Buzzcocks, keine schlechte Referenz, diese Punkband mit Pop-Attitüde, und das Gefühl für guten Pop, für "catchy" Melodien sollte sich Devoto auch bewahren. Und die Energie des Punk auch. Aber keine pure Gitarrenmusik, sondern ein eher keyboardlastiger Sound, was bei Blondie und den Stranglers schon geklappt hatte. So entstand Magazine.

Dass "Real Life" eine wahrhaft geniale Platte ist, und mich 2014 so begeistern kann wie 1978, liegt vor allem an der Qualität der Songs bzw. Kompositionen. Ob der Opener "Definitive Gaze", die zweite Nummer "My Tulpa", das Relikt aus der Buzzcocks-Zeit "Shot By Both Sides" und überhaupt ein jeder der 9 Songs bis hin zur epischen Schlussnummer "Parade", jedes Stück ist ein Meisterwerk an Melodie und Arrangement: Wie abwechselnd Keyboard und Gitarre die Melodien führen, wie fetziges Gitarrenriffs ein verspieltes Keyboard akzentuieren, und Devoto jedem Song gesanglich gibt, was optimal möglich ist - so etwas war und blieb weitgehend konkurrenzlos. Die meisten Stücke haben schnelles Tempo und verbreiten eine fröhliche Stimmung, "The Great Beautician In The Sky" lässt eine Kirmesorgel erklingen, nur "Burst" ist eine ruhige, eher düstere Nummer, die gemeinsam mit "Parade" den melancholischen Grundton des Folgealbums ankündigen. Und ein Ohrwurm im besten Sinn ist eine jede Nummer.

Dieser Klassiker liegt seit 2007 in einem tadellosen Remaster vor, die vier Bonustracks sind überaus hörenswert, womit ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen darf. Hervorheben möchte ich bei den Bonustracks die originale Singleversion von "Shot By Both Sides", auf der Keyboarder Dave Formula noch nicht zu hören war, der kleine, aber feine Unterschied ist gut hörbar.


Zwei Waisen im Sturm - Classic Edition (1921 - D. W. Griffith) [DVD]
Zwei Waisen im Sturm - Classic Edition (1921 - D. W. Griffith) [DVD]
DVD ~ Lillian Gisch
Wird angeboten von the-dvd-house
Preis: EUR 4,97

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Griffiths Schwanengesang - der letzte große Erfolg, der letzte Film mit Lillian Gish, das letzte Meisterwerk, 23. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nur sechs Jahre waren seit "Birth Of A Nation" vergangen, aber die Welt, speziell die Filmwelt war eine andere geworden. Charles Chaplin brachte in jenem Jahr "The Kid" heraus, in Europa, besonders in Deutschland, war eine bedeutende Szene mit einigen Genies (allen voran Murnau) im Kommen, aber Griffith war noch gut im Geschäft. "Weit im Osten"/"Way Down East" war 1920 sowohl ein sehr großer Kritiker- als auch Publikumserfolg gewesen, und nun folgte mit diesem Film nochmals ein Werk dieser Art, ein Drama, das zuvor als Theaterstück schon Popularität erlangt hatte, aber von Griffith auf seine Weise bearbeitet wurde. Die Geschichte spielte im Frankreich zur beginnenden Französischen Revolution: Henriette ist mit einem Findelkind namens Louise aufgewachsen, und als Louise erblindet, schwört Henriette, für die Louise wie eine leibliche Schwester ist, zur Heilung von Louises Blindheit alles zu unternehmen, was möglich ist. Sie begeben sich nach Paris, gelangen dabei aber in die Abhängigkeit von Aristokraten, die sie nur unmenschlich behandeln. Mit zwei Ausnahmen - dem jungen sozial aufgeschlossenen Aristokraten Chevalier de Vaudrey und dem angehenden Revolutionsführer Danton. Als Louise von einer kriminellen Familie entführt wird, um als blinde Bettlerin für sie Geld zu sammeln, wird Henriette immer verzweifelter, erhält aber Hilfe vom Chevalier. Doch dann bricht die Revolution voll aus, Aristokraten werden verfolgt, und als Henriette ihn versteckt und sei beide verhaftet werden, erhalten sie das Todesurteil, das Louise auch noch mit anhören muss. Kurz nach dem Urteil erreicht Danton einen Widerruf dessen, muss aber Übermenschliches anstrengen, um noch rechtzeitig zum Hinrichtungsort zu gelangen, um das zu verhindern. Nun sind die Schwestern nicht nur wieder zusammen, sondern kann bald auch, nach dem Ende der Revolution, die Erblindung Louises geheilt werden, und Henriette kann nun den Chevalier ehelichen, nachdem sie Louise früher geschworen hatte, nie zu heiraten, wenn ihre Schwester blind bleiben würde.

Das Muster dieses Films und auch seine Stilmittel waren von Griffiths vorherigen Filmen schon bekannt, besonders die dramatischen Steigerungen ab der Hälfte des Films und vor allem der Showdown, der eine starke Ähnlichkeit zu dem von "Intolerance" hatte. Aber Griffith schaffte es einmal noch, es so erfrischend zu inszenieren, dass es wie neu wirkte. Und dann waren da die Schauspieler - neben Lillian Gish auch ihre Schwester Dorothy, und sie spielten die beiden Schwestern grandios, Dorothy die blinde Louise und Lillian die umtriebige, aufopfernde, aber durch nichts unter zu kriegende Henriette. Was "Orphans Of The Storm", so der Originaltitel, allgemein auszeichnet, ist die vielschichtige wie differenzierte Darstellung sowohl des Adels als auch des einfachen, sehr armen Volkes, und noch mehr die Darlegung der politischen Mechanismen, nach denen Revolutionen funktionieren. Und wie schon in "Intolerance" hatte dieser Geschichtsfilm einen Gegenwartsbezug: Griffith hatte bei diesem Film die sowjetische Oktoberrevolution im Visier, was durch die Begriffe Bolschewismus/Bolschewisten auf mehreren Tafeln auch verdeutlicht wird. Und was bei "Intolerance" die Grundfrage der Toleranz war, war bei seinem 1921er Opus die soziale gesellschaftliche Frage, die abseits von Schwarzweiß-Darstellungen der Reichen wie der Armen anhand einiger Einzelschicksale intensiv gestellt und auch beantwortet wird: Wahre Liebe, Mut zur Wahrheit und Zivilcourage führen zu guten Zielen, und überwinden letztlich sowohl Aristokratenprasserei als auch die gewaltsame Erhebung eines ausgehungerten Volkes.

Es war Lillian Gishs insgesamt 42. Film, den sie mit Griffith gemacht hatte, und ihr letzter mit ihm. Ob das eine große Rolle dabei spielte, dass "Orphans" seine letzte richtig erfolgreiche Produktion war und seine weiteren Streifen bis zu seinem Rückzug aus der Filmszene in den Dreißiger Jahren sowohl die Kritiker als auch das Publikum immer weniger interessierten, mag man nur mutmaßen können. Was allerdings außer Frage stehen dürfte ist dass Griffith von 1915 bis 1921 insgesamt ein gewaltiges Werk für die Filmgeschichte hinterlassen hat, dessen Neuentdeckung sich immer wieder lohnen wird.


Way Down East [UK Import]
Way Down East [UK Import]
DVD ~ Lillian Gish

5.0 von 5 Sternen Griffiths letzter Blockbuster - und sein vorletzter Geniestreich, sowie Lillian Gishs Spitzenleistung, 23. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Way Down East [UK Import] (DVD)
Einer der fünf erfolgreichsten Filme der Stummfilmära, behauptet Wikipedia - und trotzdem derzeit in keiner deutschen Fassung zu haben, beispielsweise von der von mir hoch geschätzten Firma Absolut Medien?! Das verstehe wer will, aber die englische Fassung geht so weit in Ordnung, auch wenn die Bildqualität in einigen Sequenzen nicht das Gelbe vom Ei ist. Die englischsprachigen Tafeln sind weitgehend in einer einfachen Sprache gehalten, mittelprächtige Englischkenntnisse reichen für den deutschsprachigen Käufer und Filmseher durchaus.

1920 war die Welt für Griffith wieder in Ordnung: Die Auseinandersetzungen um "Birth Of A Nation" hatten sich gelegt, der (nur finanzielle) "Intolerance"-Flop und die damit zusammenhängende Enttäuschung des Regisseurs schien überwunden, 1919 hatte er mit "Broken Blossoms" verdienten Erfolg und war einer der vier Gründer von United Artists, aber nun klingelten für ihn mit dieser Verfilmung eines Theaterstücks nochmals - und schwer verdient - die Kassen. "Weit im Osten", so der deutsche Titel, verdankte seinen Erfolg nicht nur einer klug und stimmig geschriebenen und erzählten Geschichte, und auch nicht allein der Genialität des Regisseurs, sondern der exzellenten Schauspielerbesetzung, allen voran Lillian Gish, die in diesem Film ihre stärksten Leistungen von allen großen Griffith-Filmen unter Beweis stellte. Wie sie die arme, naive, schwer betrogene und dann doch auch wieder starke, weil herzensgute junge Anna Moore spielte, macht das besondere Qualitätsmerkmal dieses Films aus, und dem, was man landläufig unter Charakterdarsteller/in versteht, entsprach Gish hier definitiv. Auch Richard Barthelmess, der die Rolle des großherzigen und mutigen David spielte, verdient hier hohes Lob. Wie die meisten Griffith-Spielfilme beginnt dieser gemütlich und unspektakulär, führt dann ins Drama ein, steigert dieses dann und lässt es zu einem gewaltigen Showdown kommen: Was in "Intolerance" die Rettung des unschuldig zum Tode Verurteilten und in "Zwei Waisen im Sturm" die Rettung Unschuldiger vor der Guillotine ist, ist hier die Rettung der bewusstlosen Anna durch David von einer Eisscholle, die auf einem reißenden Fluss einem großen Wasserfall zutreibt. Von Griffith gewohnt genial inszeniert, und nicht die einzige Sequenz dieses Films, die einfach hinreißend gelungen ist. Und dann natürlich ein schönes, aber nicht kitschig, sondern humorvoll gestaltetes "Happy End".

"Way Down East" ist ein Plädoyer für wahre Liebe und glückliche Ehe, was durch die stark entwickelten Charaktere auch 95 Jahre nach seiner Entstehung noch nicht ins Filmmuseum gehört, sondern edlen Klassikerstatus genießen darf. Dass es das Massenpublikum damals mit vollen Kinosälen quittierte, dürfte Griffith nicht nur auf finanzieller Ebene glücklich gemacht haben.


Hau
Hau
Preis: EUR 18,48

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der unbekanntesten Meisterwerke des Krautrock, jedenfalls des jazzorientierten, 23. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Hau (Audio CD)
Die einzige LP/Vinyl-Veröffentlichung dieses Albums geschah im Sommer 1971, zeitgleich mit dem titellosen Debütalbum von Ash Ra Tempel und "Alpha Centauri", der zweiten Scheibe von Tangerine Dream. Beides Krautrockklassiker mit einem in diesem Genre guten Bekanntheitsgrad. Aber Xhol? Xhol Caravan hatte man irgendwie registriert, aber wenn deren einziges Studioalbum "Electrip" (verweise hier auf meine Rezension) den verdienten Verkaufserfolg gehabt hätte, wären den Burschen aus Wiesbaden die feierliche Überreichung von Platinscheiben zugestanden. Nach der Namensverkürzung und dem Ausstieg ihres Flötisten Hansi Fischer machten sie im Quartett weiter, Tim Belbe am Tenorsax, Öcki Brevern an der Hammordorgel, Klaus Briest am Bass und Skip an den Drums, wurden noch eine Spur elektronischer/psychedelischer, hatten sich den Groove und Swing als ehemalige Soulband aber gut bewahrt, und passten ideal in die damals brandneue Jazz-Rock-Szene. Ein Doppelalbum mit einer Live- und einer Studioplatte war in Planung, aber das Entgegenkommen der Plattenfirma war derart gering, dass die Aufnahmen, die allesamt aus 1970 stammten, dann zur einen Hälfte (die Liveplatte) erst ein Jahr später herauskamen, die vorliegende Platte also, und die restlichen Studioaufnahmen dann gar erst Ende 1972, ein Dreivierteljahr nach der Auflösung der Gruppe, die im Frühjahr 1972 aus ihrer Erfolglosigkeit die Konsequenzen zog.

Die Platte erschien im Gegensatz zu fast allen LPs des legendären Ohr-Labels ohne aufklappbares Cover, was kein Zufall war, sondern offensichtlich die Geringschätzung des berühmt-berüchtigten Labelchefs Rolf-Ulrich Kaiser reflektierte. Die Abneigung beruhte auf Gegenseitigkeit, die Platte hieß nämlich nicht, wie öfters irrtümlich geschrieben, "Hau-ruck", sondern "Hau-RUK", die drei Großbuchstaben standen für die Initialen des erwähnten Firmenobersten. Musikalisch hatte das die Platte jedenfalls nicht verdient: Das 24-minütige "Breit", das die erste Seite annahm, war ein lyrisches Stück, das ungefähr in der Hälfte an Dynamik zunahm, und die Gruppe überaus geschlossen zeigte. Öckis Orgel legte Klangteppiche aus, auf denen sich Belbes Sax in klanglicher Vielfalt entwickeln konnte, und so ein federndes, swingendes Rhythmusspiel gab es im damaligen Deutschland kaum sonst wo zu hören. Eine Nummer, die auf Miles Davis- und Soft Machine-Alben zwischen 1969 und 1972 keine schlechte Figur gemacht hätte, in so einer Liga spielte diese Gruppe! "Schaukel" auf Seite 2, 20 Minuten lang, war eine bluesigere und rauere Nummer, Skip zitierte dabei "Rock Me Baby" von King-Josea (bekannt vor allem durch Blue Cheer), ein großer Sänger war er nicht, das Stück gewinnt dadurch kaum, aber im Großen und Ganzen dürfte die Aufnahme gut hinüber bringen, wie gut die Band live sein konnte, seinerzeit im Juli 1970 in einem Göttinger Lokal mitgeschnitten. Bliebe noch zu sagen, dass das Remastering des Labels Garden Of Delights hier als exzellent bewertet werden muss, wenn man bedenkt, dass die Originalbänder nicht mehr zur Verfügung standen, die vorliegende CD hat einen tadellosen Sound!

Diese CD hätte ich wahrscheinlich nicht mit 5 Sternen bewertet, aber der Bonustrack ist es, der das dann ausmacht: Belbe, Öcki und Skip machten mit Hansi Fischer und dem damaligen Bassisten von Missus Beastly 1974 eine Session, und das 22-minütige "Süden twi Westen" ist ein faszinierendes, über weite Strecken wunderschönes und spannendes Stück Musik, für mich in einer Güteklasse mit den besten Sachen von Embryo, Kraan und Association P.C. Immer wieder erfreulich, wenn Produktionen wie diese vor dem Vergessen bewahrt bleiben.


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