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Rezensionen verfasst von
Alexandra Supertramp

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Bino Der kl. Maulwurf Memory, 32 T.
Bino Der kl. Maulwurf Memory, 32 T.
Wird angeboten von holzfuerkinder
Preis: EUR 12,42

1.0 von 5 Sternen Holzrecycling in Spielzeugform, 17. September 2013
= Haltbarkeit:1.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meine Tochter liebt zwar den kleinen Maulwurf, aber die Qualität dieses Memoryspiels lässt wirklich in jeglicher Hinsicht zu wünschen übrig. Die liebevoll gemachten Abbildungen sind nur ein schwacher Trost für ein so billig produziertes Spielzeug. Am Holzdeckel hingen schon beim ersten Öffnen lose Splitter und auch die Spielsteine an sich sind von der Qualität her gesehen allerunterste Schublade: Grob gesägte Spanplatte, die an den Seiten splittert und nicht einmal auf der Unterseite eine intakte Holzoberfläche haben. Die Abbildungen sind Aufkleber in Holzoptik, deren Ecken sich z.T. schon beim bloßen Betrachten der Steine von der Spanplatte lösen. Das ist nichts für Kinderhände und so haben wir das Spiel postwendend zurück gehen lassen. Wer mit der Laubsäge umgehen kann, würde das sicherlich besser und schöner selber basteln können ...


Sanetta Baby - Mädchen Sweatshirt, Tierdruck 123223, Gr. 74, Pink (3679)
Sanetta Baby - Mädchen Sweatshirt, Tierdruck 123223, Gr. 74, Pink (3679)
Wird angeboten von Mein Lieblingskind
Preis: EUR 17,95

2.0 von 5 Sternen Größe gewürfelt?, 3. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich weiß, mit Baby-Bekleidungsgrößen ist das so eine Sache. Alles fällt immer sehr unterschiedlich aus und wenn ich die Bandbreite an Klamottengrößen meiner Tochter auf mich übertrage, dann wäre das ungefähr so, als würde ich gleichzeitig in Gr. 36 und in Größe 42 passen. Bei Sanetta hätte ich eigentlich etwas mehr Markenqualität erwartet, schließlich sind die Sachen nicht ganz billig. Dass ein Shirt in Gr. 74 jedoch nur 1 cm länger ist, als eins von Esprit in Gr. 62 finde ich aber schon höchst verwunderlich. Etwas mehr Verlässlichkeit bei den Größen wünscht man sich vor allem bei so einem Hersteller wie Sanetta. Da darf gerne mal nachgebessert werden, denn so musste ich dieses eigentlich sehr schöne und hochwertig wirkende Shirt leider zurückschicken.


Kleiner Stern, gib auf mich acht: Mein kleines Gutenachtbuch
Kleiner Stern, gib auf mich acht: Mein kleines Gutenachtbuch
von Bärbel Müller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 4,95

3.0 von 5 Sternen Niedlich, aber schlecht lektoriert ..., 3. Oktober 2012
Ein absolut niedliches Buch, das schon durch die äußere Form ins Auge fällt. Die Seiten sind schön dick und an den Rändern aus weichem, schaumstoffartigen Material (keine Ahnung, was Öko Test davon halten würde, wenn das im Kindermund landet - vermutlich eher wenig). Das Buch ist gut zu greifen für kleine Kinderhände und durchaus robust verarbeitet. Die Illustrationen sind liebevoll gemacht und die Texte schön geschrieben. Dass auf vier Seiten mit jeweils fünf Zeilen, aber noch ein Grammatikfehler zu finden ist, finde ich für den Verlag absolut peinlich. Die paar Worte sollte man doch wohl fehlerfrei gedruckt kriegen. Beim Vorlesen jedes Mal fehlerhafte Grammatik korrigieren zu müssen, ist jedenfalls nervig ...


Stagg Sopranukulele US20 Natodecke natur inkl. Gigbag
Stagg Sopranukulele US20 Natodecke natur inkl. Gigbag

1.0 von 5 Sternen Instrument oder Spielzeug?, 19. September 2012
Ich habe der Stagg US20-Uke wirklich mehr als eine Chance gegeben, aber nachdem ich sie mit zwei Sätzen guter Saiten (erst Martin, dann D'Addario) ausprobiert habe, wird sie nun ausrangiert und ich werde sie meiner Tochter als Spielzeug vererben, wenn sie alt genug dafür ist. Die werkseitig aufgezogen Saiten sollte man als erstes tauschen, denn die sind unstimmbar und vom Klang her grauenvoll. Doch auch mit guten Saiten, bleibt die Spielfreude getrübt. Beim Akkordspiel klingt das meiste schief, was darauf zurückzuführen ist, dass die Uke nicht oktavrein verarbeitet ist. Man kann die Leersaiten noch so akkurat stimmen, sobald man anfängt zu greifen, und sei es auch noch so präzise, klingen die Akkorde unsauber und schief. Das mag den einen oder anderen Anfänger, der nur ausprobieren und nicht viel Geld ausgeben will nicht stören, aber es kann einem auch schnell den Spaß vermiesen, wenn alles, was man versucht, krumm und schief klingt. Bei der nächsten Uke werde ich mehr Geld ausgeben, so viel steht fest, denn das hier war rausgeschmissenes Geld.


Die eisblaue Spur. Island-Krimi
Die eisblaue Spur. Island-Krimi
von Yrsa Sigurdardottir
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Herzlich Willkommen im Mittelmaß ..., 5. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die eisblaue Spur. Island-Krimi (Taschenbuch)
Die Ansätze von "Die eisblaue Spur" sind wunderbar. Auch die Komplexität des Falls hat so ihre Vorzüge. Die Einflüsse aus der Inuit-Kultur Grönlands, die Sigurdardóttir in die Handlung einfließen lässt, die Abgeschiedenheit des Forschungscamps, in dem Dóra ermittelt, hat ebenso ihren Reiz. Dennoch entwickelt sich die Geschichte in ihrem Verlauf eher zu einem mittelmäßigen Krimi. Was anfangs nach einem vielversprechenden Spannungsbogen aussieht, den Sigurdardóttir mit einer diffusen Webcam-Aufnahme und mysteriösen grönländischen Artefakten würzt, beginnt ab einem gewissen Punkt zu stagnieren.

Durch die Abgeschiedenheit in der grönländischen Einöde kommt logischerweise auch Dóras mitunter so unterhaltsam chaotisches Familienleben viel zu kurz. Auch die Personenentwicklung, die Sigurdardóttir in den vorangegangenen Romane gerade auch mit Blick auf Dóra und Matthias stetig vorangetrieben hat bleibt ein wenig auf der Strecke.

FAZIT: "Die eisblaue Spur" ist ein solider Krimi, vor einer beeindruckenden Kulisse, bleibt aber am Ende ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Sigurdardóttir hat schon bewiesen, dass sie es besser kann (z.B. mit den ersten beiden Romanen ihrer Krimireihe "Das letzte Ritual" und "Das gefrorene Licht"). Bleibt zu hoffen, dass sie mit dem nächsten Band wieder zu alter Form aufläuft, denn "Die eisblaue Spur" dürfte zumindest aus meinem Gedächtnis recht schnell wieder verschwunden sein.


Es wartet der Tod: Kriminalroman
Es wartet der Tod: Kriminalroman
von Cornelia Read
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Krimi im Plauderton, 9. Januar 2010
Wie bereits im Vorgängerroman pflegt Read auch hier wieder einen geradezu lockeren Plauderton, der durchzogen ist von einer feinen sarkastischen Ader. Schon "Schneeweißchen und Rosentot" war kein Krimi von der Stange, sondern viel mehr ein belletristischer Roman um einen Kriminalfall. Ähnlich verhält es sich auch in diesem Roman.

Der Plot nimmt sich Zeit, um Fahrt aufzunehmen, Protagonisten und Örtlichkeiten werden erst einmal ausgiebig beleuchtet und es dauert, ehe überhaupt erst einmal richtig Spannung aufkommt. Dass sich der Roman dennoch locker und flott herunterlesen lässt, liegt an Reads erfrischendem Erzählstil und daran, dass Madeline eine so von Grund auf sympathische Protagonistin ist. Sie hat seit dem Vorgängerroman nichts von ihrem Charme eingebüsst.

Das Zusammenspiel zwischen den unterschiedlichen Figuren, zwischen Madeline und ihren Schülern, zwischen Madeline und ihrer besten Freundin und Kollegin Lulu oder auch die Sticheleien mit Hassobjekt Mindy, sorgen dafür, dass die erste Romanhälfte bis zum Auftauchen der beiden Leichen unterhaltsam bleibt. Man hätte diesen Teil zwar sicherlich hier und da straffen können, aber dennoch hält Read den Leser bei der Stange.

Read dreht zwar spät an der Spannungsschraube, dafür aber umso kräftiger. Auf einmal überschlagen sich die Ereignisse und ehe Madeline sich versieht, steht sie auch schon im Zentrum des Geschehens. Der Fall bleibt bis ganz am Ende spannend und entschädigt damit mühelos für die gemütlichen Start.

FAZIT: Mit "Es wartet der Tod" hat Cornelia Read einen Roman abgeliefert, der mit dem Debüt "Schneeweißchen und Rosentot" durchaus mithalten kann, wenngleich ich das Debüt noch einen Tick besser fand. Wer etwas übrig hat, für einen unterhaltsamen Mix aus Belletristik und Krimi, der kann mit Cornelia Read auch bei ihrem zweiten Roman nicht viel Falsch machen. Die Kenntnis des Vorgängerroman ist dabei durchaus empfehlenswert.


Ab nach unten: Roman
Ab nach unten: Roman
von Ray French
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar britisch ..., 22. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Ab nach unten: Roman (Taschenbuch)
Der Klappentext zieht von "Ab nach unten" Vergleiche zu Filmen wie "Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten" und "Ganz oder gar nicht". Eine tragikomische Geschichte aus dem britischem Arbeitermilieu, scheinbar einfach gestrickte Charaktere und eine Geschichte, die vor dem Hintergrund von Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise in den letzten dreißig Jahren immer zu irgendeinem Zeitpunkt etwas bestechend aktuelles an sich hatte.

Von den Zutaten her reiht sich Ray French mit seinem Roman hier wunderbar ein. Seine Geschichte ist so tragisch, wie sie komisch ist und so skurril, wie eigentlich nur Geschichten aus dem Vereinigten Königreich sein können. Wer den britischen Humor und insbesondere tragikomische Geschichten von der Insel mag, der kommt auch bei "Ab nach unten" voll auf seine Kosten.

"Ab nach unten" kann einiges an skurrilen und herrlich komischen Situationen vorweisen, steckt aber nichtsdestotrotz auch voller tragischer und trauriger Momente. Aidan ist ein ziemlich einsamer Mensch. Obwohl er seine Kumpels hat, hat er doch so richtig niemanden, dem er sein Herz ausschütten kann - eine Sache, die ihm in der drückenden Einsamkeit unter der Erde erst so richtig bewusst wird. Und so ist "Ab nach unten" eben auch ein Lehrstück über den Wert echter Freundschaft.

French schafft es, all diese Dinge so einfühlsam zu verpackend, dass "Ab nach unten" zugleich unterhält und nachdenklich stimmt. Es gibt viele leise Zwischentöne, Momente die rührend sind und Szenen, die herrlich komisch sind. "Ab nach unten" ist trotz der eigentlich etwas absurd anmutenden Grundidee wunderbar realitätsnah, einfach weil die Protagonisten so gelungen authentisch skizziert sind.

FAZIT: "Ab nach unten" ist ein wunderbarer Unterhaltungsroman mit toller Figurenskizzierung, einer schönen Mischung von Tragik und Komik und einer herrlich schrägen Grundidee. Freunden britischen Humors wärmstens zu empfehlen.


Schneeweißchen und Rosentot: Kriminalroman
Schneeweißchen und Rosentot: Kriminalroman
von Cornelia Read
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Belletristischer Krimi oder kriminalistische Belletristik?, 22. Dezember 2009
"Schneeweißchen und Rosentot" ist kein Krimi von der Stange. Der Roman hat eine ausgeprägte belletristische Ader. Der Krimiplot kommt erst ganz gemächlich in Fahrt. Read widmet sich erst einmal ausgiebig der Hauptfigur Madeline und ihren Lebensumständen. Bis die neunzehn Jahre zurück liegenden Morde überhaupt zu einem akuten Thema werden und Madeline ernsthafte Nachforschungen anstellt, dauert es eine ganze Weile.

Dass dennoch keine Langeweile aufkommt, ist vor allem Cornelia Reads unterhaltsamen Erzählstil zu verdanken. Sie erzählt ganz locker drauflos und offenbart dabei einen wunderbar trockenen Humor, der auch die Passagen, die ohne viel Krimispannung auskommen müssen unterhaltsam gestaltet.

Es dauert zwar eine Weile, aber dafür entwickelt "Schneeweißchen und Rosentot" sich dann in weiteren Verlauf umso spannender. Der Plot nimmt an Fahrt auf, Hinweise werden ausgestreut und der Leser kann miträtseln, wer hinter den Morden steckt. Das Ganze gipfelt dann in einem rasanten, nervenaufreibenden Finale, das man anfangs kaum für möglich gehalten hätte.

Protagonistin Madeline bringt man recht schnell Sympathien entgegen. Obwohl sie aus der New Yorker Upper Class stammt, ist sie überraschend bodenständig. Sie fühlt sich im eher provinziellen Syracuse zwar nicht besonders wohl, findet sich aber aus Liebe zum ihrem Mann Dean damit ab - zumindest so lange Aussicht auf einen in nicht all zu ferner Zukunft anstehenden Ortswechsel besteht. Ihre Herkunft spielt in ihrem gegenwärtigen Alltag kaum eine Rolle und mit dem Upper-Class-Gehabe, das viele ihrer Verwandten an den Tag legen, kann sie eher wenig anfangen. Und so kann Madeline eben auf der Sympathieskala punkten.

FAZIT: Cornelia Read kann in ihrem Debüt vor allem mit ihrer sympathischen Protagonistin punkten und ihren lockeren, erfrischenden Erzählstil. Der Krimiplot kommt zwar aufgrund der ausgeprägten belletristischen Ader des Romans eher gemächlich in Gang, aber das mindert keinesfalls das Leservergnügen. Der sich im Laufe des Romans entfaltende Krimiplot ist gut komponiert und entwickelt eine Spannung, die man in Anbetracht des eher gemütlich Starts kaum für möglich halten mag.


Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet: Roman
Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet: Roman
von Alan Bradley
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die sympathischste Giftmischerin in der Geschichte des Kriminalromans, 22. Dezember 2009
Die großen Erwartungen an "Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet" sind nicht unberechtigt. Alan Bradleys Debütroman ist in der Tat eine Bereicherung für das Genre. Natürlich erfindet Bradley nicht das Rad neu, aber mit Flavia de Luce hat er eine Titelheldin geschaffen, die vom Fleck weg sympathisch ist und in ihrer präzisen und hartnäckigen Ermittlungsarbeit und ihren messerscharfen Schlussfolgerungen ein jugendliches Detektivtrio wie die Drei ??? ganz schön alt aussehen lässt.

Flavia de Luce wirkt in ihrer kindlich unschuldigen Neugier wie eine junge Miss Marple - nur, dass sie obendrein noch eine begnadete Chemikerin ist. Raffiniert setzt Flavia sich auf ihre ganz eigene Art mit ihren Schwestern und deren ständigen Versuchen sie zu Schikanieren auseinander. Da mischt sie der großen Schwester auch schon mal Gift in den innig geliebten Lippenstift und dokumentiert die Ergebnisse dieses Versuchs mit wissenschaftlicher Präzision in ihrem Tagebuch. Flavia macht einen schrägen, etwas verschrobenen Eindruck und man braucht keine zehn Seiten, um sie ins Herz zu schließen.

Und so ist es insbesondere auch Flavias Art und ihre Sicht der Welt, die für das besondere Lesevergnügen sorgt. Gewitzt und ironisch erzählt Bradley von Flavias Ermittlungen und es ist eben auch der schräge Kontrast der Giftmischerin, die sich hinter der unschuldigen, kindlichen Fassade verbirgt, der den Charme der Geschichte ausmacht.

Der Fall entwickelt sich dabei durchaus spannend. Flavia sammelt eifrig Aussagen und Indizien und kommt schon bald auf die Spur der wahren Hintergründe der Tat. Doch Flavias Ermittlungen dienen nicht nur dazu ein Verbrechen aufzuklären, sie sorgen auch für eine ganz ungewohnte Nähe zwischen Vater und Tochter in einem ansonsten eher unterkühlten Familienleben.

FAZIT: Alan Bradley hat mit seinem Romandebüt einen hochgradig unterhaltsamen Krimi abgeliefert, der sich flott und spannend herunterliest. Flavia ist seit langem die sympathischste Krimiheldin, die mir untergekommen ist und mit seiner gewitzten, ironischen Art die Geschichte zu erzählen, bewegt Alan Bradley sich nicht all zu streng innerhalb der Grenzen des Genres. "Mord im Gurkenbeet" ist spannend, schräg, gewitzt und hochgradig unterhaltsam und fährt damit eine stimmige Mischung auf, die zu überzeugen weiß.


Vergebung: Roman
Vergebung: Roman
von Stieg Larsson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fulminantes Finale einer herausragenden Trilogie, 1. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Vergebung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nachdem Stieg Larsson schon mit den beiden Vorgängerbänden "Verblendung" und "Verdammnis" zwei äußerst spannende Romane abgeliefert hat, sind die Erwartungen an das Finale logischerweise groß. Nachdem er am Ende des zweiten Teils ein wenig über das Ziel hinaus geschossen ist und Lisbeth Salander im Licht der Ereignisse plötzlich wie ein mutierter Superheld erschien, so wird die Handlung mit Beginn des dritten Teils wieder etwas bodenständiger.

Für Spannung ist dennoch von Beginn an reichlich gesorgt. Man weiß inzwischen, dass die Bösewichte skrupellos genug sind, sich und ihre Machenschaften auch mit drastischen und endgültigen Maßnahmen zu schützen und so hält Larsson den Spannungsbogen über Hunderte von Seiten auf konstant hohem Niveau. Selbst wenn er einen Nebenplot eröffnet (wie z.B. um Erika Bergers neuen Job bei einer Tageszeitung), bleibt die Geschichte temporeich und durchgängig spannend.

Larsson baut immer wieder Sprünge ein, so dass man ständig auf dem Laufenden ist, was in anderen Erzählsträngen passiert. Auf diese Weise hält er Tempo und Spannung auf einem beachtlich hohen Niveau und lässt "Vergebung" zu einem echten "Page-Turner" werden. Man kommt einfach nicht los von dem Buch und ich muss sagen, dass ich schon lange nicht mehr so schnell durch knapp 850 Seiten gekommen bin, wie bei diesem Buch. Larsson hat einfach eine so fesselnde Art zu Erzählen, dass die Seiten nur so dahin fliegen. So etwas erlebt man wirklich nur bei wenigen Autoren in dieser Ausprägung.

Eine weitere Qualität Larssons liegt, wie schon in den Vorgängerbänden, in der Figurenskizzierung. Lisbeth Salander hat vor allem mit "Verdammnis" an Profil gewonnen. Sie ist eine äußerst ambivalente Figur - unglaublich scharfsinnig und klug, wenngleich sie in Sachen soziale Kompetenz so ihre Defizite hat. Sie hat etwas eigenwillige moralische Ansichten, aber ist im Grunde ein ehrlicher Mensch. Es ist gerade auch die Figur der Lisbeth Salander, die den Reiz der Geschichte ausmacht. In "Vergebung" zu sehen, welche Maßnahmen sie ergreift, um sich selbst den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, trägt sehr zum Lesegenuss bei.

FAZIT: "Vergebung" ist ein stimmiger und sehr lesenswerter Schlussakkord einer größtenteils wirklich sehr gut durchkomponierten Trilogie, die gerade auch durch ihre ausgefeilte Figurenzeichnung überzeugt. Wer es spannend mag, für den führt vor allem dank dieses fulminanten Finales eigentlich kein Weg daran vorbei, alle drei Bände der Reihe zu lesen. "Verdammnis" und "Vergebung" sollten man dabei möglichst gleich zusammen kaufen und direkt nacheinander lesen, denn die Handlung geht direkt ineinander über und pausieren möchte man nach dem Ende von "Verdammnis" ohnehin nicht.


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