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Beiträge von Benedikt von R...
Top-Rezensenten Rang: 569
Hilfreiche Bewertungen: 1366
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Rezensionen verfasst von Benedikt von Randow "discobene" (Bochum)
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5.0 von 5 Sternen
Günstiger und leistungsstarker Ersatzakku, 2. Mai 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Ich benutze den Weiss Akku als Ersatzakku für meine Panasonic Lumix DMC-TZ7. Er passt tadellos in das Original-Aufladegerät sowie in die Kamera, von der er auch direkt und ohne Probleme erkannt wurde. Die Aufladezeit liegt zwischen 90 und 100 Minuten und ich konnte problemlos an die 300 Fotos knipsen. Als Ersatzakku für unterwegs optimal. Auch die Verpackung des Akkus ist lobenswert, da er in einer kleinen Pappschachtel daher kommt, in der man ihn, wenn man ihn gerade nicht braucht, wunderbar geschützt lagern kann. Fazit: Klare Kaufempfehlung!
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Amtliches Fernsehgerät - rundum zufrieden stellend, 27. April 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Da an dieser Stelle schon einige gelungene Rezensionen zu lesen sind, die auch auf die technischen Details dieses Fernsehers eingehen, möchte ich versuchen, meine Erfahrungen mit diesem Fernsehgerät ein wenig anders zu formulieren. Bislang gehörte ich zu den Menschen, die noch immer so eine alte Röhren-Kiste zum Fernsehgucken nutzten. Dies ist also mein erstes Flachbildschirm-TV der next Generation. Und ich sage gleich vorneweg: eine ganz neue Welt des Fernsehens hat sich für mich geöffnet. Aufbau und Anschluss waren unkompliziert. Danach wird man praktischer Weise durch ein erstes Grundeinstellungsmenü geleitet. Was man dabei vielleicht (noch) nicht kapiert, kann man später erledigen. Und nun kann also voller Vorfreude der erste Fernsehabend zelebriert werden. Mannomann, das war echt ein Erlebnis und (natürlich) eine absolute Steigerung zu meiner alten "Möhre". Sehr neugierig war ich auf das viel gepriesene Full-HD. Und es war wirklich stark. So gestochen scharf habe ich noch nie ferngesehen. Um in diesen Genuss zu kommen, muss man natürlich einen der vielen HDMI-Anschlüsse nutzen. Mein alter DVD-Player kann das zwar noch nicht, aber meine Telekom-Entertain-Box ist zum Glück HD-fähig. Ob Fußball oder ein online geliehener Film. Das visuelle Ergebnis ist wirklich Extraklasse. Endlich nicht mehr dieses "Geschmiere", gerade bei viel Bewegung auf dem Bildschirm. Der Sound ist zufrieden stellend, allerdings nicht Welt bewegend. Ein weiterer Trumpf dieses Gerätes ist die W-Lan-Verknüpfung. Da ich ein Lovefilm-Nutzer bin, kann ich mir nun unzählige Filme (umsonst & kostenpflichtig) auf einem großen Bildschirm in sehr guter Qualität anschauen. Das ging bislang nur auf meinem Rechner. Die Einrichtung war einfach und wird alle Lovefilm-Nutzer erfreuen. Facebook, Twitter, Skype & Co lassen sich auch prima nutzen und funktionieren problemlos. Des Weiteren kann man sich auch Fotos und Videos via USB-Stick anschauen. Und das Wii-Zocken spielt nun ebenfalls in einer ganz anderen Liga. Was soll ich sagen? Ich kann nichts Negatives von diesem Gerät berichten. Für mich ist Fernsehen nun in einer neuen Dimension angekommen. Ganz so, wie es mir immer in der Werbung versprochen wurde. Natürlich sollte man zur detaillierten Recherche lieber noch eine der anderen Rezensionen der TV-Geräte-Experten studieren. Ich bin nur ein einfacher (Ex-Röhrengerät) TV-Glotzer, der rundum zufrieden bis begeistert ist.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Multi-Funktions-Küchenmaschine mit Höhen & Tiefen und erhöhtem Lautstärkepegel, 27. April 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
So, das ist also "die erste Küchenmaschine von Moulinex". Ich erinnere mich noch daran, dass meine Eltern Anfang der 80er so eine Raspelmaschine von Moulinex anschafften. Das war damals eine ganz große Nummer. Nun 30 Jahre später gibt's also den "Masterchef Gourmet PLUS" mit "planetarischem Rührsystem". Hört sich doch schon mal spannend an. Und sieht auch echt ganz fetzig aus (siehe Fotos). Ein feistes Küchengerät mit einem ordentlichen Gewicht (9 KG). Ich berichte nun also über meine ersten Praxis-Erfahrungen: Bananen-Milch-Shake: Mixkrug einfach oben auf die Maschine gesetzt, eingerastet, Bananen, Milch, ggbf. Eis rein und Volldampf voraus. Nach kurzer Zeit ist der perfekte Shake fertig. Keine Schmiererei, kein Getropfe, Mixkrug kurz abspülen, fertig. Von daher alles prima. Allerdings muss eins schon erwähnt werden: Der Sound ist echt krass, wusste gar nicht, dass eine Küchenmaschine so laut sein kann. Tinnitus-Gefahr für alle Anwesenden im Raum. Die Katzen haben auf jeden Fall fluchtartig die Küche verlassen. Pfannkuchenteig: Ein Pfannkuchenteig ist ja eigentlich keine große Herausforderung für Mensch und Maschine. Aber hier mache ich schon meine erste negative Funktions-Erfahrung. Da ich nur eine etwas geringere Menge Teig benötige (für 3 ' 4 Pfannkuchen), ist die Füllmenge aus Mehl, Eiern, Milch wohl etwas zu gering für die Edelstahl-Rührschüssel. Auf jeden Fall bekomme ich weder mit dem spacigen Schneebesen, dem Rührhaken oder Knethaken einen ordentlichen geschmeidigen Teig hin. Auch nach knapp 10 Minuten (!) Dauerbetrieb ist der Teig noch voller Mehlbröckchen. Da ich für einem Moment meinem Mehl misstraue, benutze ich mal eben meinen guten alten Handrührer; und siehe da, nach weniger als einer Minute ist der Teig perfekt. Ich würde mal sagen Sieger durch KO: Unser alter Handrührer. Kuchenteig: Zum Test versuche ich mich mal an so einer narrensicheren Backmischung für Zitronen-Rühr-Kuchen. Da diesmal die Menge an Teig größer ist, läuft die Sache problemlos. Der Teig wird wunderbar glatt, wie es sich gehört. Die Rührstufe (1 ' 6 möglich) bestimme ich je nachdem, was meine Ohren gerade an Krach aushalten können. Aber zumindest stimmt diesmal wieder das Ergebnis. Kartoffeln & Möhren & Käse raspeln: Aufsatz reinsetzen, Trommellager einrasten, Raspel-Trommel auswählen (grob & fein Raspel- , Reibekuchen-, Schneide-Trommel stehen zur Auswahl), Kartoffeln, Möhren, Käse, Whatever in den dafür vorgesehenen Bereich stecken - gleich dazu: viel Platz ist da nicht, da muss vorher schon ordentlich mit dem Messer verkleinert werden - Gerät anstellen und mit dem Stopfer die Nahrung durchschieben. Dabei hatte ich allerdings die ganze Zeit Angst, dass wenn ich zu fest stopfe/drücke, der Aufsatz abbricht. Ist aber zum Glück nicht passiert. Die Unsicherheit bleibt. Merkwürdig auch die Höhe des Auswurfes. Also eine Schüssel kriegt man da nicht drunter. Mehr als ein tiefer Teller geht da nicht. Das geriebene Ergebnis ist aber in allen Fällen absolut zufrieden stellend. Und, oh Überraschung, diesmal war die Maschine auch nicht sonderlich laut. Insgesamt (nach diesen ersten Gebrauchstests - weitere erwähnenswerte Erkenntnisse werden an dieser Stelle folgen) kann man sagen, dass diese Küchenmaschine, auch wenn sie so tut als ob, keine Wunder verbringen kann. Einige Jobs erledigt sie sehr gut, andere zufrieden stellend und wieder andere gar nicht. Allerdings meistens ist sie dabei wirklich zu laut. Die Bedienung ist recht einfach und intuitiv erlernbar. Meine Schulbewertung wäre: 3 minus. Hier gebe ich 3 Sterne.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Eine ungewöhnliches Crossover-Projekt mit Höhen & Tiefen, 20. April 2012
Das Projekt Jazzkantine rund um den Bassisten und Produzenten Christian Eitner ist seit den 90ern bekannt für interessante Crossover-Projekte von HipHop meets Jazz mit deutschen Texten bis hin zu swingenden Rockklassikern ("Hell's Kitchen"). Nun hat die Jazzkantine sich also daran gemacht, die Schatzkiste traditionellen deutschen Liedgutes zu "plündern". Eine durchaus originelle Idee. Kommt ein wenig ungewohnt für unsere Popmusik-Ohren daher. Gelegentlich wirkt es auch ein wenig konstruiert und zu Fahrstuhl-Jazz mäßig. Ein schmaler Grat zwischen Kitsch und cooler Musik. Es fühlt sich halt einfach ein wenig komisch an, da man die Lieder natürlich alle aus Mundorgel-Zeiten kennt. Da haben wir z.B. die "Ode an die Freude" feat. Nils Landgren, wo man zuerst denkt: och nöö, aber sich dann, als der Rap einsetzt, sagt: hey, cool. Dann "Im Frühtau zu Berge" feat. Cappuccino, ein rockig-dreckiger Song mit lustiger Punk-Attitüde. Oder "Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann", ein witziger Soul-Funk-Groover. Abgefahren dann wirklich der Schlusssong "Volxliedgut" feat. Peter Schanz, ein leicht dadaistischer Spoken-Word-Jazz-Song: Ernst Jandl meets Comedy. Insgesamt ein durchaus ansprechender Ansatz, der nicht immer aber immer mal wieder überzeugt. Und am nächsten Morgen hat man auf einmal einen Ohrwurm und erwischt sich dabei, wie man "Kein Schöner Land" oder "Hoch auf dem gelben Wagen" vor sich hin flötet. Ich vergebe gut gemeinte vier Punkte für den Mut, diese Idee in die Tat umzusetzen.
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Elektro-Swing für zu Hause & für den Club, 20. April 2012
Für Freunde und Kenner anspruchsvoller elektronischer Musik, und natürlich viele DJs, ist der österreichische DJ & Produzent Parov Stelar alias Marcus Füreder schon lange kein Unbekannter mehr. Er war einer der ersten, der Swing und Elektro stilvoll verknüpfte, noch vor dem Hype. Jetzt ist er denen, die einfach mal eben Swingelemente mit einem langweiligen Elektro-Beat unterlegen, weit voraus. Da er zum einen ein Freund von sphärischen Jazz ist und zum anderen gerne auch den fetten Beats im Club frönt, hat er sich seit der letzen Scheibe "Coco" (übrigens auch sehr empfehlenswert) dazu entschieden, Doppel-CDs zu veröffentlichen. CD 1 ist dabei eher etwas für den Hausgebrauch: locker groovende bis entspannte Tracks mit teils cineastischen Qualitäten und einem gesunden Maß an Melancholie, die eine angenehme Grundstimung erzeugen und einfach so durchlaufen können. CD 2 ist dann wohl eher etwas für den Club: treibende Elektro-Swing-Nummern, die unweigerlich in die Beine gehen. Da bewegt er sich dann zwischen etwas einfacher gestrickten Tracks mit Chart-Potential (z.B. "Jimmy's Gang", "All Night - Club Version") und abgefahrenen fetzigen Clubmaterial für "Profis", das dann ein wenig origineller daherkommt (z.B. "The Phantom", "Oh Yeah", "A Song For You"). Für mich eine empfehlenswerte Doppel-CD, die gute Laune bereitet.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Melancholischer Singer-Songwriter-Pop von einer starken Frau, 20. März 2012
Die österreichische Musikerin Violetta Parisini gehört zu den starken Frauen, die ihre Stimme nicht einem dicken Housebeat unterwerfen und von einem Rapper anpeitschen lassen. Hier wird leicht artifiziell, aber trotzdem poppig, wenig ausgeschmückt einer Art Singer-Songwriter-Musik gefrönt, die man vielleicht als NuPop bezeichnen könnte. Künstlerinnen wie Soko, Lisa Mitchell, Boy und Eliza Doolittle kann man da durchaus vergleichend erwähnen. Violetta Parisini unterwirft sich nicht dem Perfektions-Diktat, sondern macht einfach ihre Musik und erzählt darüber, was ihr am Herzen liegt: "Wir müssen alle toll ausschauen, funktionieren, gesellschaftsfähig und im Idealfall auch glücklich sein. Ich weiß, mich macht Musik glücklich. Trauer, Depression und Wut muss ich ausdrücken, bevor es wieder gut wird. Mit Musik geht das am besten." Dabei setzt sie nicht auf überbordende musikalische Arrangements, sondern auf Klarheit und Einfachheit. Im Zentrum stehen auf ihrem zweiten Album das Klavier und ihre Stimme irgendwo zwischen Gesang und Poetry-Slam, die ebenso sanft wie rau klingen kann. Und textlich geht es der 31jährigen Autodidaktin, die gerade dadurch stark wirkt, dass sie ihre ganze Verletzlichkeit zur Schau stellt, um das Streben und die Sehnsucht nach dem ganz individuellen Glück. Wer sucht das nicht? Bestimmt keine Platte für jederzeit, aber für immer mal wieder.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
"Mäuschen spielen" bei und nach der unfassbaren Katastrophe, 20. März 2012
Letzten Monat jährte sich die Umwelt- und Nuklear-Katastrophe rund um Fukushima, der 11. März 2011 hat sich in mein Hirn und Seelenleben genauso beständig eingebrannt wie der 11. September 2001. Und immer wieder habe ich mich gefragt, wie Menschen in Japan wohl alles erlebt haben. "Seit bei uns die Erde wackelte, gibt es keinen Tag, an dem ich nicht etwas Neues über mich und mein Land erfahre", schreibt die Werberegisseurin Yuko Ichimura aus Tokyo in ihrem Block am 19. April. Nahezu täglich ab dem 12. März und bis zum 11. September schreibt sie ein paar Zeilen an den deutschen Journalisten Tim Rittmann, der diese dann wieder für die Süddeutsche online stellt. Ganz private Gedanken und Sorgen, Berichte über den Alltag in Tokyo, Gespräche mit Freunden und Arbeitskollegen, die subjektive Wahrnehmung der japanischen Medien, Getwitter mit Bekannten in Übersee, das Hinterfragen, Suchen und Widerfinden des eigenen (Alltags)lebens, private Hoffnungen, Erlebnisse auf der Straße - das ganz normale Leben nach der unfassbaren Katastrophe, aufgeschrieben in einfachen Worten und bebildert mit collagenhaften schlichten Comic-Zeichnungen. Ein spannendes, zum Teil verstörendes Zeitzeugnis, aber durchaus hoffnungsvoll. Ein bisschen ist es wie "Mäuschen spielen". Ungefilterte, subjektive Worte, wertvoller als vieles andere, womit wir hier von den Medien zugeballert wurden.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Clubmusik goes Pop - Folge 2, 17. März 2012
Oliver Koletzki stammt aus dem Umfeld der Berliner DJ- und Produzenten-Szene, die sich mit ihrem geschmeidig groovenden Minimal-House-Sound in den letzten Jahren einen besonderen Ruf geschaffen haben. Zu nennen ist da bestimmt auch Paul Kalkbrenner, Marek Hemmann, Sascha Funke, Sascha Braemer und noch viele andere, die u a. auf Koletzkis eigenem Label "Still vor Talent" veröffentlicht wurden. 2009 schickte sich Koletzki dann an, seine "Großstadtmärchen" zu veröffentlichen. Soft schwingende elektronische Musik mit unterschiedlichsten Gastsängern. Mit "Hypnotized", wunderschön gesungen von seiner Freundin Fran, gelang ihm gar ein absoluter Dauerbrenner. Auch wenn Märchen ja in der Regel keine Fortsetzung erfahren, hat er es trotzdem gewagt. Clubmusik goes Pop, ein Konzept, für das u.a. 2raumwohnung schon länger stehen, wird hier also fortgesetzt. Zwölf neue Songs: drei geschmeidige Instrumentals und mit "1994", einer Verneigung vor Daft Punk, sogar ein clubtauglicher Track; und acht Songs mit mal englischem, mal deutschem Gesang, darunter auch wieder Axel Bosse und natürlich Fran, deren "Still" allerdings leider eher gruselig glatt ist. Zwei Lieder fallen mir noch besonders auf: Bei "50 Ways To Love Your Liver" rappt Jake The Rapper eine Hommage an seine offenbar sehr leistungsfähige Leber, ein cooler Acid-Jazz-Groover, der sehr an Warren Gs "Regulate" erinnert. Und bei "The Power Of Rausch" liest der Autor Nagel, Ex-Frontmann von Muff Potter zu einem Minimal-Track eine Passage aus seinem Roman "Was kostet die Welt". So etwas kann man dann wohl zur recht "Poetry-House" nennen ' spannend. Natürlich sind die "Großstadtmärchen 2" auch wieder in sich stimmig und gelungen; wer Folge 1 mochte, wird bestimmt auch diese Platte mögen. Doch muss ich anmerken, dass mir einige Songs echt zu poppig, radio- bisweilen gar charttauglich sind. Ist ja im Prinzip nichts Verwerfliches, aber ich weiß jetzt schon, dass ich bei einigen meiner Elektro affinen Freunde damit gar nicht erst ankommen muss. Andererseits ist mir Koletzkis "märchenhafter" Elektro-Pop immer noch lieber als 99% von dem Zeug, was sich in den Charts tummelt. Von daher warne ich Freunde cooler, treibender, eher instrumentaler Clubmusik vor dieser Scheibe, wünsche Koletztki aber trotzdem aus vollem Herzen ganz viel Erfolg mit seinen "Großstadtmärchen 2".
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Es bebt und schwingt mit Funk, Jazz, Soul, Afro & natürlich Swing, 11. März 2012
Eine gute Stunde mit dem Club des Belugas ist ein wunderbares Erlebnis und spielt sich in Kurzform ungefähr so ab: Zum Auftakt Power-Swing, so dass alles bebt und schwingt, dann Afro-Beat-Explosionen und Funk-Feuerwerke, abgefedert durch schwelgerischen Jazz'n'Soul, und zum Abschluss wird man ganz weich eingepackt und kann die Seele baumeln lassen. Das neueste, jetzt schon sechste Album des Club des Belugas, der sich nun schon seit zehn Jahren verdient gemacht hat im Produzieren von zeitgemäßer Lounge- und Clubmusik. Swing, Jazz, Funk, Latin, Afro und Soul aus aller Welt und von jeder Epoche werden hier nicht nur als Inspiration genutzt, sondern konsequent für unsere heutige Zeit weitergedacht. Und "forward" geht da unbeirrt im wahrsten Sinne des Wortes weiter und groovt wie die Hölle. Swing von soft bis clubtauglich, cooler Acid-Jazz, treibender Motown-Funk, perkussive World-Beats, schwelgerische Jazz-Songs, Surf- und Dixie-Style, einige typische Club des Belugas Remixe (u.a. gibt es Anita O'Days Klassiker "Peanut Vendor" in einem locker-leichten Latin-Swing-Mix mit ganz viel Chaka) und ganz viele virtuose Gesangsstimmen a la Couleur ' das sind die Zutaten zu dieser neuerlichen Zeit- und Weltreise des Clubs mit Homebase in Wuppertal. Natürlich ist dieser Style der, den Freunde des Clubs kennen, und der eine oder andere wird sagen, ist doch nix wirklich Neues. Mag sein, aber dazu kann ich sagen, dass "forward" für mich jetzt schon zu den Top-3 der Combo gehört. Und für Menschen, die noch keine Scheibe vom Club des Belugas haben, kann ich für diese hier besten Gewissens eine Empfehlung aussprechen. P.S. (für Fans des Mörder-Dancefloor-Tracks "Hip Hip Chin Chin" von 2003): Auf diesem Album finden sich mit ""Straight To Memphis", "Forward" und "The Beat is Rhythm" drei ernstzunehmende Kandidaten für eine "Wachablösung" auf dem Tanzflur. Mein Favorit auf "forward" ist eh "The Beat is Rhythm", ein Track der ein wenig anders ist als die anderen, ohne Gesang, nur mit einem Stimm-Sample (verwandt mit dem bei "Hip Hip Chin Chin" verwendeten) und einem stringenten aber unaufdringlichen House-Beat (mit seinen 108 bpm zwar nicht gerade besonders flott - aber das lässt sich ja im Club noch nach Vorne pitchen), umrahmt von funky Grooves. Kommt echt cool von hinten und macht einfach Spaß.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Soul'n'Jazz zwischen texanischer Wüste und Motown-Club, 2. März 2012
Wow, wo bin ich denn hier gelandet? Gleich der erste Song "Handbrake" führt mich in die Weiten irgendwo im Nirgendwo zwischen Paris und Texas; und erinnert an den äußerst stimmungsvollen Soundtrack des gleichnamigen Films von Wim Wenders. Zum anderen fühle ich mich bei diesem Duett von Lisa Bassenge und Stuart A. Staples von den Tindersticks erinnert an "When The Wild Roses Grow" von Nick Cave und Kylie Minogue. Der Auftakt des ersten Micatone-Albums nach sieben Jahren klingt viel versprechend. In den 90ern gehörte das Quartett aus dem Jazzanova-Umfeld zu den Vertretern des Jazz meets Electro Sounds, auch NuJazz genannt. Dieses Album nun klingt aber so richtig handmade, fast ohne elektronische Studiospielereien. Hier hört man surfende Gitarren umrahmt von 60ies-Beat, leicht angefunkte Drums und ein bluesiges Piano. Das schwingt locker und leicht, und versetzt einen in ein Umfeld zwischen texanischer Wüste und New Yorker Motown-Club. Zuweilen gibt es auch Erinnerungsmomente mit Adele, Duffy & Co, nur eben etwas cooler. Über allem thront der Gesang von Lisa Bassenge. Und da liegt vielleicht auch der einzige Kritikpunkt an dieser Platte: Ihre Stimme ist so außergewöhnlich und heraus stechend, dass man sie mit zunehmender Dauer des Albums ein wenig über bekommt. Ab und an mal ein Instrumentalstück oder einen weiteren Sänger und man wäre dieser "Überdosierung" aus dem Weg gegangen. Aber insgesamt natürlich trotzdem ein wunderbares Album voller Soul im eigentlichen Sinne.
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