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Rezensionen verfasst von
Oliver Arnold (Hannover)
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Der Hobbit: Smaugs Einöde [Blu-ray] ultraviolett
Der Hobbit: Smaugs Einöde [Blu-ray] ultraviolett
DVD ~ Billy Connolly
Preis: EUR 7,90

73 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf den zweiten Blick ein toller zweiter Teil, 20. Dezember 2013
Tendenziell gehöre ich zu der Fraktion, die Peter Jacksons Filmen und seiner Interpretation von Tolkiens Werken sehr wohlwollend gegenübersteht und auch so manche Buchabweichung gerne verzeiht. Von daher liebe ich die alte Trilogie, und beinahe ebenso sehr habe ich im letzten Jahr "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" ins Herz geschlossen. Klar, Ausschmückungen wie den Azog-Plot oder Radagast und Dol Goldur gab es auch dort, für meine Begriffe hat sich das aber alles super in die Geschichte eingefügt und mir sehr viel Spaß gemacht. Somit war ich bereit, auf ein Neues in die Welt von Mittelerde einzutauchen, wieder dieses typische Herr-der-Ringe-Feeling zu genießen, bis irgendwann der Abspann über die Leinwand läuft und man rundum zufrieden ausatmet. Leider wurden meine (realistischen) Erwartungen dieses Mal nicht voll und ganz erfüllt.

Insgesamt habe ich einen gelungenen zweiten Teil gesehen, einen tollen Fantasyfilm, der jedoch dramaturgische Schwächen aufweist. Einen großen Anteil hieran hat der ungewöhnlich höhepunktarme Soundtrack, der im Vergleich zum Herrn der Ringe und selbst zum ersten Hobbit-Teil stark abfällt und über weite Strecken sehr, sehr passiv wirkt. Das kenne ich so gar nicht von Peter Jackson und Howard Shore! Die HdR-Soundtracks haben die Filme förmlich getragen, haben eine Atmosphäre versprüht, die regelmäßig für Gänsehaut gesorgt hat. Bei "Smaugs Einöde" überkam mich dieser angenehme akustische Schauer vielleicht ein bis zwei Mal - am ehesten noch in der Szene, als Tauriel mit Kili über die Sterne philosophiert (schönes Thema). Doch nehmen wir als Beispiel einmal die Fässerflucht: Die Szene hat mir persönlich gut gefallen - jedoch hätte sie einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen können, wenn sie akustisch entsprechend in Szene gesetzt worden wäre. Anstelle einer packenden in sich geschlossenen Klangkulisse wechseln die Themen hin und her, werden dabei immer nur kurz angerissen, bevor die Musik alsbald wieder in eine unerwartete Ruhephase verfällt. Diese Disharmonie zieht sich durch viele Passagen des Soundtracks, dessen Hauptthemen oftmals sehr unspektakulär im Hintergrund verflachen und irgendwie umständlich dahin plätschern. Im Vergleich dazu ist der Soundtrack von "Die Rückkehr des Königs" überaus abwechslungsreich und gespickt mit vielen wunderbaren Themen, die bereits beim ersten Hören sofort ins Ohr gehen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das Pacing des Films, generell sein Timing, das dieses Mal nicht immer passt: In 150 Minuten passiert zwar relativ viel, und dennoch wollte der Funke nicht auf Anhieb bei mir überspringen. Ob der Spinnenangriff im Düsterwald, die Fässerflucht, Ork-Action in Seestadt oder nicht zuletzt der Kampf mit Smaug - all das bietet hohe Schauwerte, aber es fesselt mich diesmal nicht, weil immer ein Schuss Dramaturgie fehlt. Beim Finale von dem ersten Hobbit-Teil standen mir die Nackenhaare hoch, als Thorin, begleitet von spannungsgeladener Musik an brennenden Bäumen vorbei mit dem Schwert in der Hand, bereit für ein letztes Duell, auf Azog zumarschiert. Das war packend!! Eine vergleichbar dramatische Szene gibt es in Smaugs Einöde nicht. Klar, Smaug selbst ist super und der Dialog mit Bilbo im Drachenhort total gut eingefangen. Die hinzu erfundene Drachenjagd im Erebor flasht mich jedoch nur bedingt, und man macht sich hier zu keinem Zeitpunkt wirklich Sorgen, dass den Zwergen irgendwas passieren könnte. Gut, laut Buch überleben sie den Drachen ja auch. Aber dennoch könnte sich ja beim Zusehen das Gefühl einstellen, dass sie hier echt was durchmachen, so wie Thorin eben am Ende vom Vorgänger. Vielleicht ist auch hier wieder der schwache Soundtrack mitverantwortlich dafür, dass Spannung nur bedingt aufkommt.

Inhaltlich hat mir die Geschichte mit all seine Ausschmückungen im Großen und Ganzen gut gefallen. Den Aufenthalt bei Beorn hätte man sich jedoch beinahe sparen können. Der Pelzwechsler kommt derart kurz, dass man den Eindruck gewinnt, Peter Jackson war von der Figur und ihrem ziemlich behämmerten Look selbst nicht mehr so recht überzeugt gewesen. Dieses Kapitel fühlt sich extrem gestaucht an, so als habe man bewusst viel Material für die Extended Edition aufgehoben. Bin ich mit dem Charakterdesign bislang immer sehr glücklich gewesen, haben die Schöpfer von Beorn diesmal kräftig in die Tonne gegriffen. Was soll das sein? Ein Werwolf mitten in der Verwandlung eingefroren? Im Idealfall hätte ich mir Beorn als eine athletische, grimmige Ausgabe von Hagrid gewünscht. Der finale Look jedoch, die Frisur, das Gesicht, passt irgendwie gar nicht in das bisher von Peter Jackson geschaffene Mittelerde.
Düsterwald fand ich toll; die Spinnen gefielen mir weitaus besser als die gute, alte Kankra und Bilbos Einsatz des Ringes war genial eingefangen. Letztlich fehlte mir aber auch bei dieser Sequenz wieder ein Schuss Dramaturgie. Selbst in der kindlichen Buchvorlage wird beschrieben, dass sich die Zwerge einen hitzigen Kampf mit den Spinnen liefern ("...wieder und wieder schlugen sie die Spinnen zurück..."). Doch irgendwie ist die Gefahr recht schnell gebannt und das Einschreiten der Elben kommt, als nur noch wenige Kreaturen übrig sind. Schade - diese bereits gute Szene hätte durchaus Potenzial für noch mehr Spannung und Verzweiflung geboten.
Das Waldelbenreich ist optisch schön designt, wirkt aber dezent CGI-lastiger als seinerzeit Lothlórien. Mit Thranduiel und Tauriel wurden zwei interessante Figuren eingeführt. Insbesondere die umstrittene Elbin hat mir sehr gut gefallen. Klar, die Figur wandelt auf schmalen Hollywoodklischeepfaden, kommt aber dennoch sehr sympathisch rüber. Was die Optik betrifft, hat das Casting hier ganze Arbeit geleistet! So habe ich mir als alter Mers-Spieler immer eine wunderschöne Elbin vorgestellt.
Dass Legolas hier als unterkühlter, beinahe unbesiegbarer Orkslayer dargestellt wird, trägt nicht unbedingt zur Spannung bei. Selten macht man sich um diesen Charakter Sorgen, da ihm beinahe alles mit überirdischer Leichtfertigkeit gelingt.
Die Beziehung zwischen Kili und Tauriel finde ich bis jetzt in Ordnung, gibt sie beiden Figuren doch ein wenig Tiefe. Jedoch muss Peter Jackson aufpassen, dass es im dritten Teil nicht in allzu großem Kitsch ausartet.
Der Handlungsstrang rund um Gandalf und den Nekromanten gefiel mir beinahe am besten, nur wurde auch dieser zum Teil sehr schnell abgehandelt und wirkte in manchen Szenen (die Grabstätte der Nazgul) irgendwie stark gekürzt. Die Extended Edition wird 's hoffentlich richten.
Der Schauplatz Seestadt war ebenfalls klasse, auch wenn ich sie mir beim Lesen nie ganz so herunter gekommen vorgestellt habe. Hatte ich schon erwähnt, dass der Soundtrack ein Schwachpunkt des Films ist? Auch hier reißt er wieder einmal ein interessantes neues Thema an, nur um nach ein paar Sekunden gleich wieder komplett zu verflachen.
Luke Evans als Bard gefällt mir sehr gut. Bleibt die Figur im Buch ziemlich blass, verleiht er ihr mit seinem tollen Spiel einiges an Profil.
Der Drache, seine Mimik, seine (deutsche) Stimme, sein Auftritt - alles super gemacht!! Doch ist er das Highlight des Films? Jein! Vor zehn Jahren hätten wir von nichts anderem gesprochen als von diesem genialen Drachen. Doch mittlerweile ist man als Kinogänger schon beinahe verwöhnt, was gutgemachte CGI-Ungeheuer angeht. Harry Potter, Alice im Wunderland, Eragon - das waren alles gut gemachte Drachen, und man hat sich daran gewöhnt, dass mittlerweile jeder zweite Drache im Film sensationell aussieht. Smaug kann also nichts dafür, dass sein Look einen nicht mehr komplett aus den Stiefeln zu hauen vermag. Allerdings punktet er mit viel Charme und Arroganz, wie sie kein anderer Leinwanddrache bisher gezeigt hat. Seine Szenen mit Bilbo sind fantastisch - die Jagdszenen mit den Zwergen wirken dagegen aufgebläht und nur bedingt spannend.

Fazit: Für einen Berufsoptimisten und toleranten Tolkienfan wie mich sind es diesmal ungewohnt viele Kritikpunkte bei einem Peter Jackson-Mittelerdefilm. Insgesamt hat "Smaugs Einöde" viel Sehenswertes zu bieten, lässt aber phasenweise Dramaturgie vermissen. Der Soundtrack ist leider nur Durchschnitt - brillante Themen wie zu Zeiten der Gefährten bis hin zur Rückkehr des Königs sind Mangelware und stellen für mich den größten Kritikpunkt dar. Schauplätze, Darsteller, Effekte und auch die deutsche Synchronisation sind nach wie vor großartig. Nachdem ich den Film ein zweites Mal gesehen habe, hat er mir schon deutlich besser gefallen, und die genannten Schwachpunkte habe ich nicht mehr als ganz so gravierend empfunden, so dass ich auf den zweiten Blick schon wesentlich mehr Spaß mit dem zweiten Hobbit-Teil hatte. Insgesamt ist dies also ein wirklich toller Fantasyfilm mit kleinen Mängeln, der immer noch sehr viel Mittelerdefeeling versprüht, so man sich denn darauf einlässt und die ein oder andere Buchabweichung verzeiht.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 15, 2014 9:08 PM CET


Macht und Mythos
Macht und Mythos
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Preis: EUR 5,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Hörspielerlebnis für begeisterungsfähige Zuhörer, 16. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Macht und Mythos (Audio CD)
Eigentlich habe ich bereits alles Wichtige in meiner Rezension zum 1. Teil gesagt. Aber das ein solch großartiges Hörspiel hier mit drei Sternen rumdümpelt, kann einfach nicht sein!

Wie ich bereits geschrieben hatte, kann ich die Romanpuristen verstehen, die wegen der vielen Freiheiten, die sich Regisseur Erhardt großzügig heraus genommen hat, verärgert sind. Dennoch sollte man objektiv bleiben und das Hörspiel nicht allein aufgrund der mangelnden Romantreue zerreißen, sondern auch an Kriterien wie Atmosphäre, Klangkulisse, Sprecherleistung, Tempo und ganz allgemein an der Inszenierung messen. Und bei allen fünf genannten Punkten kann doch kein echter Hörspielfreund ernsthaft behaupten, dass auch nur ein einziger davon lediglich einen schlappen Stern Wert ist.

Ich nehme als Vergleich gerne mal die legendäre Macabros-Reihe: Jedes Hörpspiel ein Highlight und doch jedes einzelne zum Teil meilenweit von dem Originalroman entfernt. Warum hat 's damals keiner kritisiert? Weil zum einen die Romane in Hörspielkreisen kaum geläufig waren und zum anderen die heutige Nörgelmentalität noch nicht so ausgeprägt war.

Auch im dritten Teil wird viel für die Ohren geboten: Mein persönliches Highlight ist die Szene, in der Hesekiel John die Zeichen erklärt - das hat Kinoflair und wurde äußerst stimmungsvoll eingefangen. Insgesamt finde ich den Teil mit Torkan/John in Babylon super unterhaltsam, auch wenn dieser bekanntermaßen der eigentlich später geschriebenen Okastra-Saga entliehen ist. Was Okastra selbst angeht, da gebe ich manchen Kritikern recht, hätte ich mir einen angemesseneren Abgang gewünscht, der einem Teufel in Menschengestalt wie ihm gebührt hätte. So geht der Fiesling im ansonsten spannenden Finale ein wenig unter - schade! Den Cliffhanger nach dem Abspann finde ich dagegen wieder super und sehe ihn als Indiz dafür, dass Dennis Erhardt sich durchaus Gedanken über den weiteren Verlauf der Serie macht. Ein weiterer Beleg dafür ist das Zusammenspiel der Kreuztrilogie mit der kurz zuvor veröffentlichten Classic-Folge "Dämonos".

Ich kann unvoreingenommenen Hörspielfans nur raten: Lasst Euch nicht von den drei Sternen abschrecken!! Und wer die Romane nicht kennt, kann sowieso nur gewinnen ;-) -Think positive-


Sieben Siegel der Magie
Sieben Siegel der Magie
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 5,93

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgesprochen unterhaltsame Trilogie, 16. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Sieben Siegel der Magie (Audio CD)
Ich habe nun auch den Kreuz-Dreiteiler durch und bin echt sehr zufrieden!! Die wirklich vielen Änderungen möchte ich an dieser Stelle erst mal ausklammern und einfach nur den Unterhaltungsfaktor bewerten, denn der liegt bei allen drei CD's auf einem sehr hohen Level. Kino für die Ohren war schon früher der Slogan der Edition 2000 - und auch in diesem Fall trifft das Motto absolut zu! Drei Stunden vergingen wie im Flug, und das ist für mich immer ein gutes Zeichen. Von daher hat Dennis Erhardt meinen persönlichen Hauptanspruch an ein Hörspiel erfüllt: Er hat mich wunderbar unterhalten!

Nun zum Inhaltlichen: Von den "Großen" Trilogien der frühen Sinclair-Ära (Der Pfähler, Die Drohung, Fariac, Asmodina- oder der Xorron-Dreiteiler) fand ich die Kreuz-Trilogie immer ganz okay aber nicht so stark wie die gerade aufgezählten. Vielleicht lag es auch an der damaligen Tonstudio-Braun-Fassung, die sicherlich viel näher an den Originalromanen dran ist, dafür aber etwas dröge umgesetzt war. Als Beispiel sei einmal der Teil erwähnt, in dem John die Zeichen des Kreuzes erklärt bekommt (laaaangatmig). Von daher waren meine Erwartungen an die jetzt vorliegende Version nicht allzu hoch, so dass ich umso erstaunter bin, wie viel Spaß sie mir nun insgesamt gemacht hat. Bei der ersten CD liegt das vor allem am recht hohen Tempo, das hier eingeschlagen wird, bei CD 2 und 3 aber vor allem an der Geschichte und wie sie erzählt wird. Gerade die Szene, in der Hesekiel Torkan die Symbole erklärt, kommt dank der gut gewählten Hintergrundmusik sehr atmosphärisch rüber. Dass man die ursprüngliche Kreuz-Trilogie mit der Okastra-Saga aufgepimpt hat, mag ganz sicher nicht jedem gefallen. Für mich hat es die Story jedoch bereichert und sich gut eingefügt, auch wenn mit der Verschmelzung von sieben Romanen zu drei CD's natürlich viel Stoff der Schere zum Opfer gefallen ist.

Von daher kann ich die Freunde des gepflegten Originals sogar ein bisschen verstehen, denn Erhardt mutet den Puristen und Chefkritikern dieses Mal eine ganze Menge zu bzw. drückt ihnen die Munition großzügig in die Hände. Trotzdem sollte man so fair sein und sich selbst die Frage stellen: "Wie hätte mir das Hörspiel gefallen, wenn ich den Roman oder die alte Vertonung nicht kennen würde?" Und da glaube ich einfach nicht, dass ein echter Hörspielfreund behaupten kann, diese neue Fassung wäre langweilig oder etwa schlecht produziert. Das Gegenteil ist der Fall!

Mal abgesehen von den inhaltlichen Abweichungen freut man sich über ein Wiederhören mit dem Spuk, Lady X, Jane Collins und vor allem Lupina. Alle klingen gewohnt cool und von dem Regiewechsel unberührt. Und auch auf Seite der Guten sind beinahe alle Stammcharaktere am Start. Allerdings fragt man sich allmählich, wo Shao eigentlich steckt. Bei den TSB-Folgen war sie immer recht präsent - in der Ed. 2000 dagegen fristet sie beinahe ein Nischendasein. Das sollte nach Möglichkeit geändert werden.

Fazit: Ein Dreiteiler auf hohem Niveau, der mir sehr viel Spaß gemacht hat und vielleicht auch Oliver Döring gefallen könnte. An dessen Meisterstück, den Asmodina-Dreiteiler, kommt Erhardts Kreuz-Trilogie vielleicht nicht ganz ran, wird aber sicher noch oft den Weg in meinen CD-Player finden. Romankenner, die sich und ihr Hobby "John Sinclair" nicht zu ernst nehmen, sollten auf ihre Kosten kommen.


Der Lächelnde Henker
Der Lächelnde Henker
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Preis: EUR 6,43

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die beste Folge seit dem Werwolf-Zweiteiler!!, 14. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Lächelnde Henker (Audio CD)
"... frei nach dem gleichnamigen Roman von Jason Dark ..." so steht es geschrieben im Booklet von "Der lächelnde Henker". Und dieser Satz ist Programm! Von daher mein Rat, nein meine Warnung an alle Mitglieder von Sinctologie: Macht einen Bogen um diese CD, wenn ihr schwache Nerven habt, was Änderungen an Originalvorlagen betrifft.

Da ich zu der liberalen Fan-Fraktion gehöre, hat mir die neueste Sinclair-Folge echt gut gefallen - auch wenn von der Originalgeschichte nicht viel übrig geblieben ist. Ohne an dieser Stelle spoilern zu wollen, kann man vorweg sagen, dass es Dennis Erhardt offensichtlich darum gegangen ist, den Fokus auf die Beziehung zwischen John und Jane zu legen, wohingegen das Original eher an einen Teenie-Slasher-Film erinnerte, wo ein jugendliches Opfer nach dem anderen das Zeitliche segnete. Von diesem Konzept ist man fast komplett abgewichen und hat, beinahe wie eine Hommage an die Vorlage, aus sechs nun zwei Teenies gemacht, was für mich vollkommen ausreichend ist, da das Slasher-Prinzip spätestens seit Scream keinerlei Innovationen mehr zu bieten hat. Dies schafft Zeit für neue Szenen mit Jane Collins, die, insofern man sich darauf einlässt, durchaus funktionieren und zu ihrer Motivation passen, die hier zu Beginn, zumindest für Romanunkundige -ja, die soll es wirklich geben- noch nicht ganz zu durchschauen ist. Den nicht romangetreuen Auftritt von Gorden Schreiber finde ich ebenfalls okay, auch wenn der Charakter nach wie vor ein wenig blass bleibt. Klar, im Original ist er zu diesem Zeitpunkt bereits längst tot - aber diesen Vorwurf müsste man dann Oliver Döring machen, da er das Taschenbuch "Blutige Rosen" nicht vertont hat. Von daher finde ich es richtig, dass Dennis Erhardt die angebrochene Storyline hier alternativ fortführt.

Da ich das Taschenbuch, wie auch die alte TSB-Version immer recht durchschnittlich fand, hatte ich keine großen Erwartungen an den lächelnden Henker. Somit bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden und finde die vielen Änderungen hier deutlich stimmiger als bei "Herrin der Dunkelwelt", wo manche Sachen, wie z.B. der Abgang von Dr. Tod, eher verschlimmbessert wurden.

Fazit: Keine Hammer-Folge - aber eine durchaus gute! Auch wenn mittlerweile viele eifrige Todsprecher am Werke sind - die Serie lebt noch!!


19: Richtfest
19: Richtfest
Preis: EUR 6,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Waffeleisen und dreibeinigen Katzen, 10. September 2012
Rezension bezieht sich auf: 19: Richtfest (Audio CD)
Es ist wieder Dorian Hunter-Zeit … oh, pardon, dieses Mal wohl eher Marvin Cohen-Zeit! Marco Göllner spendiert seinem heimlichen Lieblingsnebencharakter ein Beinahe-Solo-Abenteuer und bedient sich dabei recht frei an der Romanvorlage „Die Leichengrube“. Geschadet haben die vielen Änderungen dem Hörspiel keineswegs, und insbesondere die vielen Szenen mit Hunters bärbeißigem Sidekick laden immer wieder zum Schmunzeln ein. Bei all den vielen Gags ist natürlich die Frage berechtigt, ob da nicht der Horrorfaktor zu kurz kommt – ich sage: ganz und gar nicht! Allein schon das Intro, in dem der Großvater seinem Enkelkind von den unheimlichen Geschehnissen in Cruelymoe berichtet, weiß absolut zu fesseln. Zurück erinnert an meine kassettenreiche Kindheit, hätte ich mich wohl allein bei dieser Szene unter der Bettdecke verkrochen – nicht, weil mich bereits der Anblick von Autoreifen mit den Zähnen klappern lässt ;-) nein, weil es Marco Göllner bereits mit der Einleitung gelingt, wohlig klassischen Grusel zu erzeugen. An dieser Stelle muss einfach Lilli Martha König hervorgehoben werden: Hat sie mich bereits in John Sinclair „Die Werwolf-Elite“ überzeugt, begeistert sie hier noch um ein Vielfaches mehr. So klingt Talent! Doch auch der übrige Sprechercast ist (gewohnt) genial – allen voran Frank Gustavus, in seiner besten Performance seit „Amoklauf“, Iris Artajo und, man muss ihn eigentlich gar nicht mehr erwähnen, Thomas Schmuckert.

Von manchen Hörern wurde kritisiert, dass mit dem nun bereits zweiten Hörspiel in Folge der traditionelle Rote Faden der Serie, der den Asmodi-Zyklus ausgezeichnet hat, scheinbar nicht fortgeführt wird. Ich bin diesbezüglich sehr entspannt: Marco Göllner hat nicht ohne Grund die Originalreihenfolge der Romane verändert und die recht eigenständigen Hefte 20 und 22 vorgezogen – er stellt lediglich die Weichen für den nächsten großen Zyklus, der spätestens mit „Die Vampirin Esmeralda“ in die Vollen gehen wird (neue Vergangenheitsabenteuer inklusive).

Wenn ich am „Richtfest“ überhaupt etwas kritisieren könnte, dann, dass zum Schluss ein wenig zackig zwischen den einzelnen Schauplätzen hin und her geflasht und Marvins Endkampf komplett der Phantasie des Hörers überlassen wird. Aber so what - eigentlich passt alles genauso wie es ist: Grusel, (schwarzer) Humor, Sprecher, Tempo = stark (wie Philip neuerdings sagen würde). Auch finde ich es positiv, dass die trendartig eingesetzte Lauschperspektive, die ich in manchen Szenen z. B. bei „Wolfshochzeit“ oder „Die Teufelsinsel“ recht anstrengend empfand, nun wieder etwas zurück gefahren wurde.

Alles in allem ein Superhörspiel mit hohem Repeat-Faktor. Dorian Hunter bleibt auch abseits des Roten Fadens die beste Serie am Markt!


Lupinas Sohn
Lupinas Sohn
Preis: EUR 4,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MACH DEN ELITE-TEST!!, 2. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lupinas Sohn (Audio CD)
Ich habe den Zweiteiler jetzt drei Mal durch und muss sagen: TOP - hat mir richtig gut gefallen. Und damit meine ich vorrangig gar nicht mal die Geschichte sondern viel mehr die produktionstechnische Arbeit.

Bei Folge 71 gab es zurecht einigen Anlass zur Beschwerde. Folge 72 hat mir persönlich schon wieder sehr gut gefallen, klang aber noch nicht wie die gewohnten Döring-Sinclairs. Bei 73 + 74 höre ich nun jedoch, von der Erzählerin und dem neuen Intro mal abgesehen, keinen Unterschied mehr. Gerade die Passagen mit Dr. Tod, Lady X und Lupina klingen so vertraut, dass ich mir nun überhaupt keine Sorgen mehr über den weiteren Verlauf der Serie mache.

Besonders gefallen hat mir der spannende Aufbau der Geschichte und der Sprecher-Cast - Debbie klingt ja total knuffig, und Luparo mit seiner schnarrenden Stimme richtig schön verschlagen. Der Soundtrack gefällt mir ebenfalls sehr gut, und im zweiten Teil gibt es sogar (in einer Lady X/Glenda-Szene) eine Passage, die ein wenig nach "Alien" klingt. Beim Showdown hätte man ruhig noch ein bisschen mehr Action abbrennen können, denn so kam mir beim Hubschrauber-Einsatz die vielgepriesene Elite doch recht schlapp vor. Ebenfalls schade fand ich das Rauskürzen manch interessanter Handlungsstränge: Lupinas Übergriff auf Dr. Tod und die angedachte Exekution durch Xorron hätte man ruhig drin lassen oder zumindest in einem kleinen Flashback erwähnen können. So fehlt ein bisschen das Verständnis, warum Morasso so skrupellos auf ihren Alleingang reagiert.

Von mir für beide Teile zusammen eine satte 2 - und zum Schluss ein Rat: Macht den Test mit der Werwolf-Elite und überzeugt Euch, dass nun fast alles wieder beim Alten ist! Wer nach diesem Zweiteiler immer noch behauptet, das wäre überhaupt nicht mehr der alte Sinclair, dem geht es wirklich nur um's Prinzip ;-)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 12, 2012 8:58 PM MEST


Dorian Hunter - Dämonen-Killer, Folge 07: Amoklauf
Dorian Hunter - Dämonen-Killer, Folge 07: Amoklauf

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Hype um nicht viel?? VON WEGEN ..., 1. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Amoklauf" - ein Titel, der Gruselromankenner aufhorchen lassen dürfte, sorgte der damalige Roman, noch in der Vampir-Serie veröffentlicht, mit seiner Indizierung vor über dreißig Jahren für Aufsehen. Im Zuge meiner Dorian Hunter Begeisterung habe ich das berüchtigte Stück vor kurzem aus einer staubigen Kellerkiste hervorgekramt und muss sagen: das Teil war für seine Zeit wirklich derb! Ganz so blutig ist CD Nummer 7 im direkten Vergleich nicht ausgefallen (zumindest gibt es ja keinen Erzähler, der es uns in dieser Detailtreue darbieten könnte), aber nichtsdestotrotz ist Marco Göllner (schon wieder) ein Granatenhörspiel gelungen!!

Dorian "Thomas Schmuckert" Hunter ist wie gewohnt in Bestform und punktet abermals mit coolen Sprüchen, Charme und für seinen, für einen Hörspielhelden, so untypischen Lastern, die ihn nur allzu menschlich machen. Es wird getrunken, geraucht und zynisch mit dem Thema "Kopf ab" umgegangen, wie es nur ein ziemlich abgebrühter Typ vermag. Verdoppelt wird der Spaß durch einen brilliant gespielten Sidekick namens Marvin Cohen, der zwar in erster Funktion den Part des Erzählers kompensieren soll, sich aber so optimal mit Dorian Hunter ergänzt, dass man aus dem Grinsen nicht mehr herauskommt. Ein wortwitziger Dialog jagt den nächsten! Nachdem Marco Göllner bereits in Folge 3, Dorian und Donald Chapman, oder in Folge 5, Dorian und Jeff Parker, zu genialen Teams geschrieben hat, kann man ihm eigentlich nur Respekt zollen, dass er abermals ein Duo vorsprechen lässt, dass den Unterhaltungsfaktor permanent auf Hochtouren hält.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig verhält es sich dagegen mit dem Schurken dieser Folge: Jerome Hewitt, gespielt von Sven Plate. Hatte ich ihn mir aufgrund der Romane eher wie einen unheimlichen, bulligen Typen vorgestellt, so wird er hier eher wie ein überdrehter, schwächlicher Psycho dargestellt, weißt Du. Das driftet teils ein wenig ins Overacting ab, regt aber gleichzeitig zum Schmunzeln an. Spätestens nach dem dritten Hören der Folge hatte ich mich aber an die Figur gewöhnt und finde seine Darstellung nunmehr ziemlich klasse. Und wenn man überlegt, begründet sein hier so wirres Wesen viel besser, warum gerade er den Hexensabbat ausrichten und sich beweisen muss. Sein Schicksal hat mir schon im Roman sehr gut gefallen, und die Art, wie Dorian damit umgeht noch viel besser.

Auch wenn es, abgesehen von der Gewalt, noch ein paar Änderungen zum Roman gibt (immerhin spielte dort ja noch der Sohn Anthony Richardson eine größere Rolle sowie William March, der Verlobte von Barbara) bewegt man sich wieder dicht an der Vorlage, woran man auch gut tut. Die Schauplätze werden glaubwürdig dargestellt und über allem schwebt immer eine düstere Atmosphäre, die teils für Beklemmung sorgt aber nie den Spaß am Zuhören nimmt. Wie ich schon zu "Freaks" schrieb: Dorian Hunter ist ganz großes Kino, und wann immer eine Folge vorbei ist, hat man sogleich Lust, sie noch mal zu Hören. Es gibt keine Abnutzungserscheinungen! Darüber hinaus hat die Serie noch so viel Potenzial, und was da noch an großartigen Romanen umgesetzt werden will, lässt darauf schließen, dass wir noch lange Freude an der Serie haben werden, insofern Marco Göllner und Thomas Schmuckert Lust an der Serie verspüren!!

Von mir gibt es satte 5 Sterne und 6cl Bourbon!!


06:Freaks
06:Freaks
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Das lange Warten hat ein Ende!!, 19. August 2009
Rezension bezieht sich auf: 06:Freaks (Audio CD)
Obwohl es derzeit viele großartige Hörspielserien auf dem Markt gibt, werde ich dieser Tage einfach nicht müde, im Freundes- und Familienkreis immer wieder Werbung für meinen derzeitigen Lieblingshelden Dorian Hunter zu machen. Horror, aber nicht so trivial und bunt wie die früheren Europa Gruselklassiker oder mitunter auch Sinclair, sondern sehr düster, atmosphärisch, mit authentischen Dialogen, tollen Sprechern und einem saucoolen Hauptdarsteller", so meist meine einleitende Beschreibung. Genau diese Eigenschaften treffen auch wieder auf die lang erwartete sechste Folge Freaks" zu, die mich 74 Minuten lang komplett gefesselt hat.

Ähnlich wie in Folge 5 wird diesmal wieder keine klassische Gruselgeschichte dargeboten, sondern eher ein Thriller mit gefühltem Gangstertouch. Dorian Hunter wird zum Opfer einer tückischen Verschwörung, und statt des Jägers wird aus ihm der Gejagte, so wie er es seinen eigenen Wort nach eigentlich nicht länger hatte sein wollen.
Das Besondere an dieser Serie besteht für mich darin, dass ich, egal wie oft ich die einzelnen Folgen höre, keinerlei Abnutzungserscheinungen merke. Folge 5 Der Griff aus dem Nichts" läuft seit März pausenlos in meinem CD-Player rauf und runter, und mit Folge 6 Freaks" verhält es sich genau gleich, was im Kern daran liegt, dass die Dialoge / Monologe so geschliffen und frisch sind, dass ich den Darstellern immer wieder zuhören kann. Zudem ist der Erzählrhythmus ein jeder Folge, insbesondere bei Folge 5 und 6, zügig aber zugleich stressfrei. Was in Folge 1 noch teilweise gehetzt und ein wenig überfrachtet wirkte, hat nun das ideale Tempo gefunden. Selbst wenn zwanzig Minuten mal nicht geballert oder gekämpft wird, wirkt sich das in keiner Weise negativ auf den Spannungsbogen aus, weil die Erzählstruktur für sich stets bei Laune hält - und das ist ganz großes Kino!
Ein Highlight dieser Folge ist, wie schon häufiger erwähnt, die Leistung von Hans-Werner Bussinger. Er spielt den Masochisten Frank Leary (der Romanvorlage nach ein Werwolf) so durchtrieben und abstoßend, dass er einem schon beinahe wieder sympathisch wird. Dass er am Ende, so viel sei verraten, Dorian Hunter nicht zur Strecke bringt, trotzdem zu seiner eigenen, ersehnten Erfüllung gelangt, hat was für sich, und macht den eigentlich schnell abgehandelten Showdown zu etwas Besonderem. Seine Leistung dürfte H.-W. Bussinger sicherlich eine Nominierung als bester Nebendarsteller beim nächsten Hörspielaward bescheren.
Nach wie vor der Hammer und das Juwel der Serie ist Thomas Schmuckert als Dorian Hunter - mehr Coolness und Authentizität geht wohl kaum! Großes Lob an dieser Stelle auch an Regisseur Marco Göllner, verantwortlich für die großartigen Dialoge, der dem Dämonenkiller immer wieder Filmreife Sprüche in den Mund legt. Mein Lieblingszitat dieser Folge:

"Möchten sie etwas trinken?"
"Haben sie einen Bourbon?"
"... tut Žs auch ein Scotch?"
"Machen sie einen Doppelten draus, und wir reden nicht mehr drüber!"
Herrlich!!

Fazit: Super produzierte Hörspielunterhaltung, spannend erzählt und an Coolness von keiner anderen Serie zu überbieten. Schön, dass es von nun an zügiger in Sachen Veröffentlichungspolitik weiter gehen soll!


Dorian Hunter Folge 5, "Der Griff aus dem Nichts"
Dorian Hunter Folge 5, "Der Griff aus dem Nichts"

5.0 von 5 Sternen Dorian Hunter in Bestform!, 19. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem Dorian Hunter 5 in den letzten zehn Tagen rauf und runter in meinem CD-Player gelaufen ist, gibt Žs von mir wieder mal einen ganz dicken Daumen nach oben. Diesmal sind es nicht Grusel und Storydichte, die mich besonders begeistert haben, sondern die Gesamtleistung des Sprecherensembles und die Kurzweiligkeit der Geschichte. Egal wie oft ich sie zum Einschlafen höre, sie wird nicht langweilig. Zu weiten Teilen liegt dies an Thomas Schmuckert und Andreas von der Meden, die als Team in dieser Folge wunderbar harmonieren. Die Dialoge sind schlichtweg unterhalsam und wirken im Gegensatz zum Europa-Original ganz und gar nicht gekünstelt. Die übrigen Sprecher leisten ebenfalls saubere Arbeit, allen voran Patrik Bach als Dr. Fuller ("Immer noch die alte Schreckschraube!"). Lediglich Bea Kopyto fand ich in der Rolle von Lorna Blue nicht so ganz überzeugend.

Im Vergleich zur Romanvorlage wurden ein paar Änderungen vorgenommen, die ich persönlich sehr begrüßt habe. Sträubt sich Dorothee Malone im Original noch vehement gegen einen ihr zugedachten Schauspielpartner, der in Wirklichkeit ein Freak und zugleich der Partner von Tim Morten ist, hat man diesen recht unglaubwürdigen Strang auf die passive Rolle von Mortons Kontaktmann reduziert. Auch das affenartige Monster aus der Vorlage wurde gegen Dr. Hopper ausgetauscht, was der Story ebenfalls besser zu Gesicht steht. Zwar konnte nicht jede Schwachstelle der Vorlage ausgemerzt werden, aber insgesamt war ich sehr überrascht, was man aus der durchschnittlichen Geschichte gemacht hat. Der Showdown mit dem Lebenskollektiv ist für meinen Geschmack allerdings zu kurz ausgefallen, und Fullers Ende nicht so ganz eindeutig. Schade, da hätte man noch mehr draus machen können.

Fazit: Tolle Folge mit großem Wiederhöreffekt und großartigen Sprechern!!


Das Wachsfigurenkabinett (04)
Das Wachsfigurenkabinett (04)
Wird angeboten von Smart-DE
Preis: EUR 69,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dorian Hunter goes Hörspiel-Award!!, 3. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Wachsfigurenkabinett (04) (Audio CD)
Das "Wachsfigurenkabinett" hat mir wieder supergut gefallen und festigt Dorian Hunters Position als eine der derzeit stärksten Serien auf dem bunten Hörspielmarkt. Action, Atmosphäre, coole Charaktere lassen Folge 4 wie im Flug vergehen. Der absolute Star bleibt für mich Thomas Schmuckert als Dorian Hunter, der dem Dämonenkiller mit seiner mal kantigen, mal einfühlsamen Art sehr viel Persönlichkeit verleiht. Auch das übrige Ensemble agiert wunderbar homogen, wobei sich Donald Chapman allmählich zur Kultfigur entwickelt. Die Zwergenwitze sind zahlreich, aber immer gut platziert. Wolf Frass als Shorter hat mir mit seiner authentischen Stimme ebenfalls sehr gut gefallen! Die Techno-Untermalung in der Szene zu Beginn, in der das Haus gestürmt wird, hat meinen Geschmack jetzt nicht so getroffen, aber ansonsten ist die Musik immer top gewählt.

Die Story selbst ist spannend bis zum Schluss. Allerdings werden ein paar Fragen nicht so ganz eindeutig geklärt, das liegt allerdings in erster Linie an der Romanvorlage, die hier ebenfalls mit weiterführenden Infos geizt. Naja, wozu hat man Phantasie!?

Fazit: Erstklassiges Horror-Hörspiel aus der für mich derzeit attraktivsten Serie, das eine Eichenpflockspitze hinter Folge 3 "Der Puppenmacher" liegt, die mir noch einen Tick besser gefällt, da die Geschichte an sich etwas schlüssiger wirkt. Der Veröffentlichungsrhytmus, pro Quartal eine Folge zu bringen, mag sinnvoll sein, bei dem Potenzial, das in der Serie steckt, und der bisherigen Präsentation, könnten es meinetwegen auch zwölf pro Jahr sein! Die Wartezeit bis zur nächsten Folge schmerzt regelrecht. Anders gesagt: Bin heiß auf Nachschub!! Dorian Hunter goes Hörspiel-Award!!


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