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Rezensionen verfasst von
H. Jürgensen
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StarCraft II: Heart of the Swarm (Add-On) - Collector's Edition
StarCraft II: Heart of the Swarm (Add-On) - Collector's Edition
Preis: EUR 64,52

23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vorstellung der Extras, 12. März 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich stelle im Folgenden die Extras der Collector's Edition vor. Zum Spiel selbst möchte ich wenig sagen (außer, dass es mir bislang sehr gut gefällt, auch in der deutschen Version), aber das sollte besser unter der Standard-Edition geschehen. Außerdem wäre es jetzt, am ersten Tag nach dem Release, viel zu früh für eine relevante Rezension zum Spiel. Auch, weil Blizzard bekanntermaßen noch viele Änderungen machen wird.

Bitte bewertet diese Rezension nicht danach, ob ihr dieselben Sterne vergeben hättet, sondern ob sie hilfreich und gut geschrieben ist.

Da ich mir damals die Collector's Edition von Wings of Liberty gekauft habe, werde ich ein paar Vergleiche ziehen.

Verpackung

Die große Verpackung ist der von WoL sehr ähnlich - der obere verzahnt sich mit dem unteren Teil, das Ganze sieht hübsch aus und ist sehr robust. Die Inhalte sind außerdem in einen Plastiksockel gesteckt, was ein wildes Umherfliegen beim Transport verhindert. Die amazon-Lieferung kam bei mir in einwandfreiem Zustand an.

Artbook

Wow, das macht von Außen einiges her! Die Prägung wirkt sehr hochwertig, das Buch im DIN-A4-Format lädt zum Aufschlagen und Durchblättern ein. Die Bilder sind recht schön, es gibt dazu aber sehr wenig Text. Es sind fast nur Bilder von Zerg und Terranern enthalten, die Protoss haben am Ende des Buches ein paar wenige Seiten von den insgesamt 144. Aber warten wir mal auf das zweite Add-On, das dann hoffentlich die Protoss ins Zentrum rückt.

So geflasht wie beim WoL-Pendant war ich bei diesem Buch nicht, was vielleicht daran liegt, dass das Artwork nun nicht mehr ganz so neu wirkt wie damals. Eine echte Dokumentation "von den Skizzen zu den fertigen 3D-Modellen", wie der Werbetext verspricht, ist es nicht - aber dafür gibt's ja auch das Making-Of.

Making-Of u.a.

Gleich zu Beginn wird der bombastische Vorspann gezeigt, der auf der Leinwand besonders gut wirkt, zumal Musik und Geräusche ebenfalls kinoreif rummsen. Das macht gespannt auf mehr! Sehr schön ist auch, dass neben der DVD eine Blu-ray dabei ist - und nicht nur zur Zierde, sondern mit erheblich besserem Bild, was sich besonders im Vorspann auszahlt.

Der mitgelieferte Blick hinter die Kulissen bietet nicht nur das Making-Of und Tutorials, sondern auch Cinematics, vorgestellt von kurzen Zwischensequenzen, und diverse Extra-Features mit einem animierten Storyboard, vorgerenderten Animationen und Artwork, dazu je zwei Trailer zu World of Warcraft (ziemlich oll), WoL (ok) und Diablo 3 (sehenswert). Die Extra-Features sind insgesamt mager, Animation, Story und Storyboard beziehen sich nur auf den Vorspann, die Artwork-Slideshow finde ich unspannend (dafür habe ich doch das Artbook).

Die Inhalte sind komplett in Englisch, es können Untertitel, u.a. in Englisch und Deutsch, eingeblendet werden. Theoretisch zumindest - praktisch hatte ich trotz Einstellung keine Untertitel, und auch über die Fernbedienung ließen sich diese nicht auswählen! Das Problem hatte ich sowohl bei der Blu-ray wie auch der DVD, mag aber auch an meinem Player (Playstation) liegen.

Ich mag einen Blick hinter die Kulissen immer sehr gerne, man weiß dann das Gelieferte mehr zu schätzen. Leider folgt Blizzard hier exakt dem Schema der ganzen PR-"Dokus", die immer pünktlich zu neuen Kino-Blockbustern im Privat-TV erscheinen. Leute erzählen an ihrem aufgeräumten Arbeitsplatz komplett vorbereitet und uninspiriert, wie toll doch alles ist. Nix annähernd Spannendes also. Der Beitrag über eSports ist anstrengend, da langatmig, lediglich die Tutorials zum Karten- und Cutscene-Editor sind interessant.

Soundtrack

Enthalten sind 11 Stücke mit einer Gesamtspieldauer von 1 Stunde und 14 Minuten, was in etwa dem Soundtrack von WoL (14 Stücke, 1 Std. 7 Min.) entspricht. Da ich aber schon bei dem Vergleich bin: Bei Heart of the Swarm scheint jedes Stück nur dem Ambiente zu dienen, während es bei WoL deutlich heterogener ist - wobei besonders "Public Enemy" mit der schönen Gitarre und Mundharmonika und natürlich "I, Mengsk" herausstechen. Auch den Opener mag ich bei WoL lieber (was vielleicht durch die Star-Wars-Anleihen kommt :-) ). Man kann den Soundtrack aber gut nebenbei hören.

Mauspad

Ich hab's mit meiner Maus nicht ausprobiert und werde es direkt auf meinen Stapel unbenutzter Pads packen. Bei WoL gab's stattdessen einen Comic, was ich mir hier auch lieber gewünscht hätte.

Skin und Portraits für's Battlenet

Eigentlich braucht man sowas nicht, aber ich hab dann doch gleich das neue Banshee-Portrait für meinen Account verwendet. :-)

WoW-Haustier, Diablo3-Zusätze

Für mich das Unwichtigste, ich spiele weder WoW noch D3. Schon WoL hatte ein Haustier, und ich würde meine gerne verschenken, wenn es möglich wäre.

Zusammenfassung

30 Euro Unterschied zu der Standard-Edition, dafür Soundtrack, Artbook, DVD + Blu-ray, Verpackung für's Regal, Mauspad und Kleinkrams. Die Collector's Edition ist damit etwas für Fans, und ich bedauere den Kauf nicht. Aber das große Überraschungspaket, wie bei WoL, ist es auch nicht ganz. Da bekam ich keine Blu-ray, aber den coolen USB-Stick und den besseren Soundtrack, dafür hat's auch 17 Euro mehr gekostet - und damit ist die Heart of the Swarm CE im selben Rahmen.

Kurz: 30 Euro für die genannten Sachen sind ok, aber auch nicht viel mehr. Würde ich WoW oder D3 spielen, hätte ich noch mehr von der CE. Hätten mich die Goodies von den Socken gehauen, wären es 5, so sind es noch recht nette 4 Sterne, da ich insgesamt zufrieden bin.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 14, 2013 9:03 AM CET


Das Schwarze Auge - Satinavs Ketten
Das Schwarze Auge - Satinavs Ketten
Wird angeboten von Empor
Preis: EUR 9,97

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen rundum gelungen und Vorfreude auf mehr, 28. Juni 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Nachdem ich diese Box im Februar bestellt hatte und im März der Erscheinungstermin verschoben wurde, hatte am 22. Juni das lange Warten endlich ein Ende, und ich konnte Satinavs Ketten in meinen Händen halten!

Vorweg: Ich bin ein enthusiastischer DSA-Spieler und habe neben Drakensang auch die Nordland-Trilogie mit großer Begeisterung gespielt, im Point&Click-Genre aber hatte ich bislang keinerlei Erfahrung. Umso neugieriger war ich auf Satinavs Ketten.

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Technisches
Zuerst das Unspannende: Das Spiel läuft auf meinem alten PC (Intel, 2 x 2,4 GHz, 2 GB RAM, GeForce 7950 GX2, Windows XP) größtenteils problemlos. Der Rhythmus der Mundbewegungen passt nicht ganz zu dem gesprochenen Text. Von Szene zu Szene steht das Spiel manchmal - entweder ist der Bildschirm schwarz, oder das Bild ist erstmal eingefroren. Dies kann allerdings auch durch mein externes Spiele-Laufwerk kommen oder verstärkt werden. Zu Beginn hatte ich außerdem beobachtet, dass Geron ab und zu blinkt. Im späteren Szenen trat dies nicht mehr auf.

Die Installation verlief problemlos, Abstürze oder kaputte Spielstände kamen bei mir nicht vor.

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Steam
Durch die Ankündigung auf amazon sowie ein Interview mit dem Projektleiter Matthias Mangelsdorf in der Zauberwelten wusste ich vor dem Kauf, dass Satinavs Ketten nur über Steam spielbar sein wird. Der Grund für diese Entscheidung ist dem Interview zufolge, dass man dadurch eine größere Käuferschicht, insbesondere im Ausland durch die Möglichkeit des bezahlten Downloads, gewinnen kann. Ob man auf die große Ablehnung von Steam gefasst war, weiß ich nicht, aber beobachten werden Macher wie Publisher die Reaktionen mit Sicherheit.

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FSK
Satinavs Ketten ist ab 12 Jahren freigegeben. Es tauchen zwar Blut und Leichen auf, insgesamt aber geht diese Einschätzung mMn in Ordnung.

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Das Spiel
Als völliger Point&Click-Neuling habe ich Satinavs Ketten eigentlich nur gekauft, weil es eine DSA-Lizenz hat. Entsprechend froh war ich über die Einstiegshilfe, die mir Hotspots und Ausgänge der Szenen anzeigt sowie eine schnelle Rückmeldung, ob Gegenstände benutzbar sind und kombiniert werden können (ein P&C-Profi wird darüber vermutlich nur müde lächeln). Nachdem ich etwas warm mit der Handhabung geworden bin, habe ich mehr versucht, auf diese Hilfen zu verzichten. Außerdem lassen sich Untertitel einblenden, die ich allerdings schnell störend fand, und aufgrund der gut verständlichen Sprecher sind sie auch nicht wichtig.

Zu Beginn empfand ich das Spiel als ein wenig kindisch, konnte mich im weiteren Verlauf aber dem besonderen Charme, erzeugt durch die Bilder, die Sprecher, den Erzähler und die Musik, nicht mehr entziehen. Hier ist alles rundum gut geworden, die Grafik der Szenen und der emotionalen Zwischensequenzen ist schön bis wunderschön, und die Charaktere sind überzeugend und durchgehend sehr gut gesprochen (besonders gefallen hat mir Nuri). Der melancholische Tenor, getragen durch den Soundtrack, zieht sich komplett durch das Spiel, wird aber durch einige Sprüche aufgelockert, die mich ein um das andere Mal lächeln ließen. Kurz: Ich war richtig verzaubert, und zum ersten Mal seit langer Zeit habe ich mich wieder darauf gefreut, abends schnell nach Hause zu kommen und weiterzuspielen!

Der Spielverlauf ist sehr linear und in mehrere Abschnitte zu einem bis einer Handvoll Szenen unterteilt. Von Abschnitt zu Abschnitt verliert man die nicht mehr relevanten Gegenstände, was die Übersicht stark erleichtert. Zudem lässt sich das Spiel so gut "portionieren" - hat man einen Abschnitt abgehakt, kann man speichern und am nächsten Tag weiterspielen, ohne weiter in seinem Kopf Rätsel mit sich herumzutragen. Trotzdem sollte man die Story nicht ganz aus den Augen verlieren. Sehr gut gefallen hat mir auch die Möglichkeit, zwei Zauber zu wirken, was dem Spiel eine weitere interessante Ebene verleiht.

Die Schwierigkeit hat für mich stark geschwankt. Waren einige Passagen sehr einfach, habe ich besonders in Enqui und am meisten bei den Feen viel Zeit gebraucht, um weiterzukommen. Im Endeffekt finde ich es aber so besser als eine konstante Steigerung der Rätsel, was mich mit Sicherheit demotiviert hätte. Einige Dinge haben mir das Leben schwer gemacht, weil sie unlogisch erschienen. Es handelt sich dabei um keine echten Fehler, aber kleinere Unschönheiten. So wollte ich zum Beispiel in einer Szene recht früh den Raben losschicken, um mir etwas Offensichtliches zu besorgen, doch musste diese Möglichkeit erst durch eine andere Aktion "freigeschaltet" werden. Es hätte für die Lösung keine Rolle gespielt, ob ich den Gegenstand schon früher gehabt hätte. In Enqui wiederum konnte ich eine Aufgabe lösen, ohne sie gestellt bekommen zu haben; leider führte das dazu, dass ich diese dann später erhielt und ohne Gegenstand durchspielte, was etwas seltsam war. Glücklicherweise geriet das Spiel hier in keine Sackgasse. Ebenfalls in Enqui verschwand ein Gegenstand mehrmals aus meinem Inventar und wurde an seinen Platz zurückteleportiert - allerdings ohne negative Auswirkungen.

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Fazit
Trotz der kleineren Mängel auf technischer wie auf logischer Seite trumpft ganz klar das gute Gefühl, das ich beim Spielen hatte. Ich empfand keine Situation als unfair, und zu jeder Zeit fühlte ich mich sehr gut in einem Spiel aufgehoben, wo einfach alles mit viel Liebe gestaltet worden ist. Meine Spieldauer lag bei wenigen Tagen, wobei ich ohne die eingebauten Hilfen deutlich länger gebraucht hätte. Es gibt freischaltbare Erfolge, die ein erneutes Durchspielen fördern sollen, aber sowas macht bei anderen Spieltypen, wie bspw. Ego-Shootern, mehr Sinn.

Also: Ein tolles Spiel und absolut zu empfehlen, wer sich für Point&Click oder die Welt vom Schwarzen Auge interessiert! Ich wünsche Daedalic von Herzen einen großen Erfolg, damit Satinav das Schiff der Zeit zu weiteren Spielen aus dem DSA-Universum lenkt!


Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten - Collector's Edition
Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten - Collector's Edition

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vorstellung der Extras, 28. Juni 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
In dieser Rezension gehe ich nur auf die Beilagen der Collector's Edition ein. Das Spiel selbst inkl. technischen Infos (Installation, Steam u.a.) bewerte ich bei dem Standard-Produkt. Der Grund hierfür ist, dass ich das Spiel selbst nicht abwerten möchte.

Der Unterschied zur Standard-Version beträgt 20-25 Euro - aktuell (Stand 28. Juni 2012) 60,- für die CE-Version und 35,- (zum Erscheinungstermin 40,-) für das Standard-Spiel. Für den Preisunterschied erhält man Folgendes:

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Verpackungen
Die Außenhülle ist nett gestaltet und besteht aus einfacher, dünner Pappe. Darin befindet sich ein stabiler brauner Karton, in dem die Produkte gut geschützt sind. Das Spiel, die Making-Of-CD und der Soundtrack sind in Pappschubern.
Ich persönlich lege keinen gehobenen Wert auf Jewel- oder Keep Cases, aber zum sichereren Verstauen außerhalb des Kartons wären sie natürlich schon besser geeignet gewesen.

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Artbook und Entwickler-Tagebuch
Beide Hefte sind in einer Größe, dass sie in eine DVD Keep Case passen. Das Artbook ist lediglich dem Handbuch beigefügt und zeigt ein paar nette Bilder aus dem Spiel sowie aus dem Produktionsprozess. Das dünnere, 23 Seiten umfassende Entwickler-Tagebuch enthält Informationen zu der langen Historie des Projektes mit häufigen Wiederaufnahmen und Änderungen. Aus den frühen Phasen sind ein paar Bilder enthalten, die man ansonsten vermutlich niemals zu sehen bekommen hätte.
Mit dem gut geschriebenen Text ist man recht schnell durch. Wirklich in die Tiefe geht er nicht, und auch das Ende erscheint ein wenig abrupt (zumindest vermisse ich ein obligatorisches "Und jetzt viel Spaß mit dem Spiel!" und den Namen des Verfassers), aber man kann kurz darin schmökern.

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Ledernotizbuch des Feenforschers
Bei dem größten Gimmick der CE war ich nicht darüber überrascht, dass es sich um ein leeres Buch (knapp unter DIN-A5) handelt, mehr aber, dass ich mal ein Notizbuch geschenkt bekommen habe, das sich nicht wesentlich von diesem unterscheidet. Da hätte ich mir schon gewünscht, dass dieses Buch zumindest irgendwo "Satinavs Ketten", "Das Schwarze Auge", am besten das Andergaster Wappen oder Ähnliches geprägt/gestanzt/sonstwas gehabt hätte. Stattdessen befindet sich eine öde Papierbanderole drumherum, das ist sehr schade.

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Making-Of und Soundtrack
Nachdem mich das Notizbuch ein wenig enttäuschte, wird der Soundtrack interessanter. Die 14 enthaltenen Stücke unterstreichen den grundlegend melancholischen Charakter des Spiels sehr gut, wobei ich das Intro und den Abspann aufgrund des Hauptthemas am besten finde. Mit insgesamt 28 Minuten ist die Gesamtlänge des Soundtracks sehr kurz geraten, aber als Hintergrundbeschallung bei Pen&Paper-Sessions ist er trotzdem geeignet.

Die Making-Of-CD enthält vier kurze Filme, die man seltsamerweise nur pausieren und stoppen, aber nicht beliebig vor- und zurückspulen kann (oder ich bin zu blöd, um das zu finden). Die Dateien sind allerdings zugreifbar und können mit einem Videoplayer (bspw. dem VLC media player) abgespielt werden.
Drei der vier Filme bestehen aus sympathischen und ehrlichen Interviews. Im ersten erklärt Tobias Trebeljahr, wie die Hintergrundgrafiken entstanden sind, im zweiten Simone Kesterton die Gestaltung der Charaktere und wie Entscheidungen kurzfristig geändert werden mussten (ich vermute hier einen der Gründe für die Verschiebung des Release-Datums von März auf Juni). Im dritten Teil geht es um die Zwischensequenzen, deren Zweck und Entstehung Carolin Simon und Stefan Wacker erklären. Der abschließene Film zeigt ein Speedpainting des Zwergenhofs.
Ich hätte mir bei der Making-Of-CD ein paar mehr Informationen/Filme gewünscht, bspw. zur Komposition der Musik, aber das ist jetzt auch nicht spielentscheidend.

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Poster und Charakterblätter
Bei den knappen Charakterblättern (im DVD-Beilagen-Format) von fünf Protagonisten nach Regeln des Schwarzen Auges handelt es sich um eine nette Zugabe ohne große Relevanz. Wer möchte, kann sie als Lesezeichen im DSA-Buch "Krieger, Krämer & Kultisten" verwenden. ;-)
Das Poster zeigt auf der einen Seite das Cover des Spiels, auf der anderen jede Menge Screenshots. Es ist eigentlich nicht der Rede wert und unterscheidet sich nicht von anderen Produkt-Postern, die man bei Bestellungen zu Werbezwecken beigelegt erhält.

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Fazit
Insgesamt kann ich nur bedingt dazu raten, die Collector's Edition zu kaufen, denn für die 25 Euro mehr bekommt man nicht wirklich etwas, das man sich gerne in den Schrank stellt, oder irgendwelche PDF-Goodies zum Ausdrucken (ich denke da an das DSA-Basisregelwerk und ein Abenteuer, so wie bei Drakensang). Aber sich ärgern muss man auch nicht - einfach den Soundtrack als Hintergrundmusik zur nächsten Pen&Paper-Session einlegen und im Notizbuch Wichtiges zum laufenden Abenteuer festhalten, dann hat man eine gute Verwendung für die beiden wichtigsten Extras gefunden. :-)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 1, 2012 9:50 PM MEST


Kein Titel verfügbar

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen komplett geklaut bei Wikipedia, 24. April 2012
Wieder eines der Bücher, die komplett und zumindest teilautomatisiert bei Wikipedia herauskopiert wurden (siehe [...] und Verlinkungen im Artikel, zum Beispiel auf [...]). Abweichungen zum Wikipedia-Eintrag existieren nur deshalb, weil dieser ständig aktualisiert wird, die Original-Vorlage kann man entsprechend der Wiki-Historie entnehmen.

Im Gegensatz zu div. Wikipedia-Klau-Büchern in deutsch wurde hier leider darauf verzichtet, in der Produktinformation auf die Quelle aufmerksam zu machen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 2, 2012 4:53 PM MEST


Die Claymore Saga
Die Claymore Saga
Wird angeboten von no_dice (Preise inkl. MwSt.)
Preis: EUR 199,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein angestaubter Klassiker mit staubfreiem Spielspaß, 8. November 2011
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Die Claymore Saga (Gebundene Ausgabe)
Zuerst einmal, als Erklärung wie auch ein wenig als Entschuldigung, muss gesagt werden, dass die Claymore Saga ein altes Spiel ist. Es wurde 1992 von Games Workshop (GW) zusammen mit MB-Spiele entwickelt und ist eines von mehrere Brettspielen, die im GW-eigenen Warhammer- bzw. Warhammer-40k-Universum angesiedelt sind. Dies vorausgeschickt lassen sich einige Besonderheiten und Eigentümlichkeiten besser beleuchten.

Am auffälligsten ist der gewaltige Umfang des Spiels. Die mit Wiesen, Wegen und einem Fluss inklusive Furten bedruckte Spielmatte nimmt einen Platz von ca. 1,5 mal 1,5 Metern ein und setzt damit schon gehobene Anforderungen an den Spielort (Tischtennisplatte oder gleich der Fußboden). Das in Hexfelder unterteilte Spielfeld kann mit Hecken, Pappplatten für Furten, Palisaden und unwegsames Gelände sowie einem großen Wehrturm aus Plastik ausgestattet werden. Schließlich sind 105 unbemalte Kunststoff-Miniaturen im 28mm-Maßstab enthalten, darunter eine Kanone, ein Oger und 21 berittene Modelle.

Auch wenn die Ausstattung nicht mehr zeitgemäß wirkt, lassen sich besonders die Miniaturen immer noch klar als zur Warhammer-Welt gehörig erkennen (auch wenn sie im Vergleich zu aktuellen viel detailärmer sind). So ist auch die Claymore Saga im Prinzip nur eine sehr sehr vereinfachte Variante des Warhammer Fantasy Tabletops von GW - aber dennoch nicht ohne einen ganz eigenen Reiz.

Das Regelbuch ist übersichtlich, und die Regeln sind sehr schnell verinnerlicht. Die Figuren werden auf grünen Basen zu kleinen Einheiten zu je fünf (bei Infanterie) oder drei Modellen (bei Kavallerie) gruppiert. Die beiden Fraktionen des Spiels, Imperium und Chaostruppen, erhalten ihre fest zugeteilten Einheiten, darunter auch die speziellen Modelle des Ogers für das Chaos und der Kanone. Das Imperium besitzt mit elf Basen drei weniger als der Gegner, hat dafür aber den quantitativ wie qualitativ besseren Fernkampf sowie die überlegene Kavallerie.

Bewegung und Kampf sind äußerst simpel gehalten: Sobald eine Einheit am Zug ist, kann sie ein Hexfeld weiter rücken und eine benachbarte feindliche Einheit im Nahkampf angreifen. Fernkämpfer müssen stationär bleiben, wenn sie attackieren wollen, können dafür aber zwei bis drei Felder weit schießen. Jede Einheit hat drei Lebenspunkte und eine Kampfstärke zwischen zwei und fünf, die die Anzahl der speziellen Kampfwürfel angibt, mit denen sie angreift oder verteidigt. Ausnahmen bilden der Oger mit sechs Lebenspunkten und bis zu drei Bewegungen und drei Attacken pro Zug, und die Kanone, die effektiv bis zu acht Felder weit schießen kann. Turm, Palisaden und einige Karten (s.u.) können den Angriff und die Verteidigung modifizieren.

Ein wesentlicher Aspekt der Claymore Saga ist, dass sich die Spieler mit ihren Zügen nicht abwechseln, sondern stattdessen Karten von einem Stapel genommen werden und diese bestimmen, welche Einheiten agieren. Das kann bedeuten, dass alle Ordensritter an der Reihe sind, weit häufiger sind jedoch verschiedene Einheiten einer Fraktion zusammen dran (bspw. alle Orks und Goblins) bis hin zu der gesamten Armee. Einige spezielle Karten erlauben Wolfsreitern eine doppelte Bewegung und der übrigen Kavallerie Sturmangriffe mit einem zusätzlichen Kampfwürfel. Ist der Stapel leer, werden die Karten neu gemischt.

Genau dies macht den besonderen Reiz des Spiels aus. Zum einen wird durch die Karten bestimmt, welche Einheiten besonders schnell sind, einfach weil sie auf mehr abgebildet sind als andere und dadurch häufiger an der Reihe, zum anderen lohnt es sich, im Kopf zu behalten, welche Karten schon gezogen wurden, um den weiteren Verlauf der Schlacht zu kalkulieren. Hat bspw. die Kanone schon fünfmal geschossen, dann wird bis zum Ende des Kartenstapels das Rohr kalt bleiben.

Im Standard-Spiel sind die Einheiten pro Seite festgelegt. Es gibt allerdings zwei Erweiterungsboxen, die mit Punktwerten pro Einheit aufwarten, sodass sich die Spieler alternativ über eine Spielgröße einigen können und ihre Armeen mit einem Punktekontingent individuell zusammenstellen.

Auch wenn mir die Claymore Saga vom Spiel über die Ausstattung bis hin zum liebevollen und lustigen Artwork sehr gut gefällt, gibt es doch ein paar kleinere störende Dinge. Für Warhammer-Fans am äuffalligsten ist die merkwürdige Änderung der Einheiten-Bezeichnungen in der deutschen Ausgabe. So heißen zum Beispiel die Tiermenschen seltsamerweise Satyre, Goblins Gnome und Chaoskrieger Dämonen (!?!). Keine Bezeichnung ist mehr originalgetreu, warum auch immer. Eine Verharmlosung (wie bei Starquest, einem anderen Brettspiel von GW), um das Spiel auch für Kinder zugänglich zu machen, kann jedenfalls nicht der Grund dafür sein.

Nach mehreren Spielen fällt weiterhin auf, dass das Chaos ein wenig im Nachteil ist, die Siegchancen also nicht ganz gleich verteilt sind. Die durch die Erweiterungsboxen eingeführte Option auf individuelle Armeen ist dabei leider keine Lösung, da die Punktekosten noch unbalancierter ausfallen.

Schließlich können die mitgelieferten Plastik-Hecken für einige Unbill sorgen. Da sie sehr dünn sind, das Spiel aufgrund seiner Größe aber zumeist auf dem Fußboden stattfindet, sind sie schwer von oben auszumachen und erweisen sich dank ihrer erstaunlichen Härte als echte Falle für besockte Füße. Nach einigen sehr schmerzhaften Vorfällen hat sich meine Spielgruppe darauf geeinigt, auf diese Dinger komplett zu verzichten.

Dennoch ist die Claymore Saga ein wirklich schönes und lustiges Spiel, das zwar etwas Zeit für den Aufbau braucht, danach aber flüssig abläuft und dank der einfachen, aber dennoch interessanten Regeln auch schnell verinnerlicht wird. Besonders spannende Momente sind, wenn die Kanone ihren "Schusspfad" mit verdeckten Karten auslegt, wodurch das Geschoss einfach nur weiterfliegen kann, auf dem Boden abprallt oder sogar vorzeitig explodiert - mit potenziell verheerenden Folgen für Freund wie Feind. Ebenfalls furchteinflößend ist der Oger, der zufällig bestimmt, was er in seinem Zug macht: Angreifen oder Weitermarschieren - und das jeweils bis zu drei mal!

Erfahrungsgemäß lässt sich der Spielspaß mit mehreren Boxen des Spiels und damit mehr Einheiten noch deutlich steigern, weil dann bspw. der Verlust einer Kanone - die sich Warhammer-getreu auch selbst in die Luft sprengen kann - leichter verschmerzbar ist. Allerdings bedeuten mehr Spielmatten (die sich ganz gut und sinnvoll aneinander legen lassen) auch mehr Platzbedarf, bei sechs Boxen also 3 mal 4,5 Meter. Wer bei der Anschaffung sparen möchte, sollte am besten einen Blick in die gängigen Online-Auktionshäuser werfen.

Abschließend noch ein Hinweis für Warhammer-Spieler: Auch wenn die Modelle nicht mehr zeitgemäß sind, lassen sie sich dennoch auch auf Einzel-Basen stecken und damit im Tabletop verwenden.


Zombieslayer (Gotrek & Felix, Band 12)
Zombieslayer (Gotrek & Felix, Band 12)
von Nathan Long
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,55

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide und gut, aber wenig Überraschendes, 28. November 2010
Endlich wieder ein neuer Felix&Gotrek-Roman, der nunmehr das Dutzend voll macht, und der fünfte aus der Feder von Nathan Long, der mit Orcslayer die Reihe von William King übernahm.

Der Vorgänger, Shamanslayer, bot einen waschechten Cliffhanger. Nachdem die Gefährten zusammen mit den Slayern Snorri und Rodi sowie der Waldläuferin Katerina die Gefahr durch die Tiermenschen gebannt hatten, sahen sie sich einer gewaltigen Untoten-Horde gegenüber. In diesem Roman nun hält sich Long erst gar nicht mit irgendeiner Einleitung auf, sondern setzt die Erzählung nahtlos fort. Entsprechend kann man dieses Buch eigentlich gar nicht separat betrachten, aber die Macher der Reihe gehen wohl ohnehin davon aus, dass ihre Fans alle Bücher kennen und die Anzahl der Quereinsteiger vernachlässigbar ist.

Titel und Klappentext sind in mehrfacher Hinsicht interessant. Zum zweiten Mal gibt es eine gewisse Überschneidung, was die Herausforderung betrifft, der sich Felix und Gotrek stellen müssen. Mit Beast- und Shamanslayer wurde ein Tiermenschen-Motiv verfolgt; das Untoten-Thema, auf das dieser Titel verweist, gab es wiederum bereits bei Vampireslayer. Entsprechend kann man auf neue Aspekte gespannt sein. Allerdings - wenn man die Warhammer-Welt kennt, dann weiß man, dass Zombies zu den ziemlich schwächsten Gegnern zählen, mit denen sich ein Held messen muss, wohingegen die beiden erfahrenen Kämpfer schon so manche mächtige Bestie inklusive einem Großen Dämonen und einem Drachen besiegt haben. Es kann also nur heißen, dass diesmal wahre Horden gegen Felix und Gotrek losgelassen werden und ein reiner Zermürbungskampf entbrennt - was dann auch eintritt.

Der Klappentext verrät, dass niemand Geringeres als der Erz-Nekromant Heinrich Kemmler hinter dem Spuk steckt, und entsprechend wird auch sein Champion Krell nicht fehlen. Dieses Vorwissen erzeugte bei mir einerseits Spannung, denn eine bekannten Figur aus der Warhammer-Historie direkt erleben zu können war schon in anderen Romanen das Salz in der Suppe - man denke nur an Thanquol oder Teclis. Andererseits, und ich denke ich verrate damit nicht zu viel, kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass am Ende des Romans die namhaften Widersacher mit ihrem (Un-)Leben davonkommen werden, um weiterhin eine Rolle spielen zu können. Das ist sehr schade, und ich würde mir mehr Mut bei der Black Library und Games Workshop wünschen, die interessante Geschichte von Warhammer mal weiterzuspinnen, einige wichtige Personen abtreten zu lassen und neue ins Geschehen zu bringen.

Alles in allem ist Zombieslayer solide und gut und lässt sich spannend weglesen. Long hat wieder etwas mehr Witz zurück in die Reihe gebracht, den ich nach seiner Übernahme in den neueren Büchern oft vermisst hatte. Da nicht unwesentlich Snorri diesen trägt, hoffe ich, dass dieser alte Slayer noch lange brauchen wird, bis sich für ihn die Hallen Grimnirs öffnen.

Dennoch wird eine gewisse Routine offensichtlich. Wir haben Gotrek und Felix, eine ungeheure Bedrohung, verschiedenes Kanonenfutter und am Ende einen Sieg des Duos (wenn das auch bedeutet, dass Gotrek sein Schicksal wieder nicht findet). Dass Zombieslayer aus diesem Rahmen nicht ausbricht, ist klar, aber innerhalb desselben wirklich Spannendes und überraschend Neues zu bieten gelingt leider nicht. Eine gewisse Strecke lang sorgt die Suche nach einem Verräter in den eigenen Reihen für Abwechslung, aber auch dieses Thema ist an sich nicht tragend. Kurz, Zombieslayer ist auf die Reihe bezogen Standardware. Das ist kein schöner Begriff, aber er bedeutet hier absolut nicht, dass das Buch schlecht ist! Ich habe alle anderen Bücher für dieses beiseite gelegt und es keinen Moment lang bedauert. Und ich warte gespannt auf das Nächste, das ich wieder so früh wie möglich vorbestellen werde. Aber man bekommt eben nur das, was man erwarten kann, wie eine Folge aus einer sehr guten Fernsehserie. Entsprechend ist weniger wichtig, was passiert, und mehr, welche der bekannten Personen wir das nächste Mal erwarten dürfen und wie sich alle Protagonisten zusammenraufen werden.

Eine kurze Information zum Schluss: William King, der Vater von Felix und Gotrek und Autor der ersten sieben Bücher, ist nach mehreren Jahren wieder zur Black Library zurückgekehrt. Auch wenn ich nicht glaube, dass er nun die Führungsflagge zurückfordern wird, bin ich gespannt, welche Auswirkungen dies auf meine Lieblingsreihe haben wird.


Magnamund Spielbuch - Banedons Auftrag: Abenteuer in der Welt des Einsamen Wolfs
Magnamund Spielbuch - Banedons Auftrag: Abenteuer in der Welt des Einsamen Wolfs
von Joe Dever
  Broschiert

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein dünnes Heft und andere Überraschungen, 12. Juli 2010
Das neueste Fantasy-Spielbuch aus der Welt des Einsamen Wolfs birgt gleich mehrere Überraschungen. Zuerst fallen das Format und der Umfang auf: Statt der üblichen Taschenbuchgröße wurde "Banedons Auftrag" als DIN-A4-Heft aufgelegt. Und es ist dünn. Die deutsche Neuauflage des allerersten Einsamer-Wolf-Romans, "Flucht aus dem Dunkel", ist ein dicker Wälzer von über 400 Seiten und 550 Abschnitten. Mit "Banedons Auftrag" hält man gerade 42 Seiten in der Hand, und das Abenteuer erstreckt sich lediglich über 80 Abschnitte.

Die Beilagen sind ebenfalls eine Überraschung, jedoch im positiven Sinne. Das Buch enthält eine farbige Hochglanzkarte des Nördlichen Magnamunds als separates Blatt. Auch wenn es sich um denselben Ausschnitt handelt, der auch in "Flucht aus dem Dunkel" abgedruckt ist, so hat man Dank des A4-Formats eine größere und dadurch schönere Ansicht (dazu ist zu sagen, dass das Kartenmateriel für die Neuauflage insgesamt neu gezeichnet, der Stil der alten Bücher aber sehr gut eingefangen wurde). Auf die Rückseite der Karte wurden die Kampfresultate- und die Zufallszahlen-Tabelle gedruckt, was sich im Spiel als recht nützlich erweist, da man dadurch in Kämpfen nicht so viel im Heft (oder in den anderen Büchern) blättern muss.

Desweiteren besitzt das Spielbuch auf den letzten Seiten eine Einführung in die simple Giak-Sprache. Auch wenn es nicht wichtig ist, diese zu verstehen, so ist es doch ein netter Zeitvertreib, mal nachzuschlagen, welche Befehle und Schmähungen die Gegner - und das nicht nur in diesem, sondern auch in den anderen Spielbüchern - von sich geben.

Die Illustrationen stammen von Rich Longmore, der auch die Bilder für die Neuauflage gezeichnet hat. Der Schwarz-Weiß-Stil ist recht spartanisch, passt aber gut zu den alten Zeichnungen von Gary Chalk und damit zum Flair der Spielbücher.

Das Abenteuer selbst ist schnell erledigt. Der Inhalt ist nicht sonderlich spannend und handelt davon, wie sich der Magierlehrling Banedon aufmacht, um sich mit dem Einsamen Wolf zu treffen. Der Clou ist, dass es sich dabei quasi um ein historisches Treffen handelt, denn genau dieses geschah bereits in "Flucht aus dem Dunkel" - wenn auch dort natürlich aus der Perspektive des Einsamen Wolfs.

Als ein wenig frustrierend empfand ich, dass recht viele Wege zu einem vorzeitigen, da tödlichen Ende führen. Die Auswahl der fünf Zaubersprüche aus den vorhandenen zehn ist sehr wichtig, und mit einigem Herumprobieren und Neustarten hatte ich schließlich die ideale Konfiguration.

Aber welche Varianten man am Ende auch alle durchgespielt hat - inklusive dem Studieren des Giak und dem Freuen über die schöne Karte ist man innerhalb von ein bis zwei Stunden mit Allem durch. Ich habe den Eindruck, dass es eigentlich gar nicht um das Abenteuer geht, sondern man tatsächlich die Giak-Sprache und ein Referenzblatt für die Kämpfe veröffentlichen wollte und einfach ein paar Seiten Füllmaterial brauchte. Das wird noch verstärkt dadurch, dass gleich drei vollseitige Zeichnungen abgedruck wurden, die zwar nett sind, aber problemlos auf ein Viertel hätten verkleinert werden können.

Aber dennoch: Ich hatte endlich mal wieder ein bisschen vom dem guten alten Einsamer-Wolf-Gefühl! Und es ist lobenswert, dass nicht nur die alten Bücher neu aufgelegt werden, sondern es auch Neues aus Magnamund gibt. Das Spielbuch hätte fünf Sterne plus verdient, wenn das Abenteuer länger und packender gewesen wäre. So werde ich das Heft als Referenz auf Giak verwenden, wenn ich die anderen Bücher spiele. Für Fans ist es damit praktisch ein Pflichtkauf, der Rest der Welt wird mit diesem Spielbuch leider wenig anfangen können.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 7, 2011 9:55 PM CET


Elfslayer (Warhammer Novels, Band 10)
Elfslayer (Warhammer Novels, Band 10)
von Nathan Long
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,58

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzweilig und spannend, schicksalhaft und ernst, 9. Juni 2009
Felix und Gotrek sind zurück, und das im besten Sinne des Wortes! Nach dem wenig gloriosen Roman Giantslayer, mit dem sich der Begründer der Reihe, William King, aus derselben verabschiedete, musste sein Nachfolger dennoch große Erwartungen erfüllen. Und das gelang anfangs nicht. Orcslayer wusste nicht zu überzeugen, und es war fraglich, ob die Reihe so weitergeführt noch Spaß machen würde.

Dann erschien Manslayer, der zweite Roman von Nathan Long, und plötzlich war wieder das alte, gute Gefühl da, mit den beiden ungleichen Freunden zusammen Abenteuer zu bestehen. Elfslayer nun setzt sogar noch einen drauf. Wieder hat man ein "richtiges" Felix&Gotrek-Buch in der Hand, in dem sich die Charaktere mit der bekannten Mischung aus blitzschnellem Verstand und purer Zerstörungskraft aus der Affäre ziehen und nebenbei eine große Katastrophe verhindern, ohne dafür den verdienten Lohn zu erhalten. Aber was sollten ein Slayer und ein Herumtreiber auch damit anfangen.

Wenn man weiß, dass es diesmal gegen Dunkelelfen geht, und die Warhammer-Welt kennt, fragt man sich sogleich, wie es der Autor schafft, die beiden Helden mit den abtrünnigen Elfen zusammen geraten zu lassen. Dies erfolgt in klassischer Aus-der-Pfanne-ins-Feuer-Manier, bei der Gotrek und Felix zusammen mit ihren Reisegefährten in immer größere Schwierigkeiten geraten und unzählige Gegner bekämpfen, bis sie schließlich in einem großartigen Finale doch noch die Kurve kriegen. Auf ihrem Weg dahin liegen einige hochinteressante (und sehr feuchte) Orte, und sie treffen gut gezeichnete Charaktere - darunter ein alter Freund und ein noch älterer Widersacher.

Die Art, wie Gotrek und Felix in diesem Roman in all ihre Patschen schliddern, ist unterhaltsam, aber auch einer der wenigen Kritikpunkte des Buches. Zu selten können die beiden frei entscheiden, um ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Viel zu viel wird durch das Schicksal bestimmt, und das erzeugt eher Neugierde, wie es weitergeht, als ein echtes Mitfiebern.

Überraschend ist auch die durchgehende Humorlosigkeit der Erzählung. William King hatte es in seinen besten Romanen geschafft, in ernsten Situationen immer wieder Humor einzustreuen und damit die Spannung kurzfristig abzuschwächen, um sie dann erneut umso mehr anzuziehen. Elfslayer ist ein gutes und höchst unterhaltsames Buch, aber ihm fehlen diese Leichtigkeit und diese Spannungswechsel. Aber nach den Steigerungen in seinen drei Romanen bin ich sehr zuversichtlich, dass uns Nathan Long in seinem nächsten Buch ebendies liefert und uns damit einen rundweg hervorragenden Roman schenkt!


Descent of Angels: Loyalty and Honour (Horus Heresy, Band 6)
Descent of Angels: Loyalty and Honour (Horus Heresy, Band 6)
von Mitchell Scanlon
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,50

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen fader Hauptteil, zum Ende hin rasant, 8. Juni 2009
Der Roman behandelt die Ursprünge der Dark Angels, ihre Heimatwelt Caliban und die ersten Schritte des Primarchen Lion El'Jonson. Ihre Spaltung selbst ist nicht Thema, aber die Grundlage dafür wird gelegt.

Der allergrößte Teil der Erzählung spielt auf Caliban selbst und befasst sich mit den Kriegerorden, aus denen später die Dark Angels rekrutiert werden, und die Ausbilung der Kämpfer, bevor und nachdem der Planet Teil des Imperiums geworden ist. Dabei wirkt Caliban anfangs fantasy-mittelalterlich: Es gibt Ritter auf Pferden, viele tiefe dunkle Wälder mit Gefahren, und Jagden, um die einheimischen, bösartigen Monster zu erlegen, die offenbar vom Chaos gezeichnet sind. Häppchenweise stellt sich dann heraus, dass es doch nicht ganz so mittelalterlich hergeht, denn die Ritter sind nicht nur mit Feuerwaffen und Explosivmunition ausgerüstet, sondern auch mit Kommunikatoren in ihren Helmen und sogar Schutzsystemen, Kühlung und Automatiken zur Unterstützung der Bewegung in ihren Rüstungen. Es scheint sich also um enfache Servorüstungen zu handeln. Aber woher das alles kommt, wer es herstellt oder ob es sogar Lostech ist, erfährt der Leser nicht. Es gibt nur einen ganz kleinen Hinweis, wo die Rüstung der Hauptperson als "anchient technology" bezeichnet wird. Aber wenn es sich um Lostech handelt, die besonders behütet und beschützt wird, wieso wird das dann an keiner einzigen Stelle erwähnt? Das wäre doch ein fundamental wichtiges Thema!

Dies ist nur ein Teil des größten Mankos des Buches: Man erfährt einfach zu wenig über Caliban, und damit verfehlt das Buch auch sein Ziel, den Hintergrund der Dark Angels auszuleuchten. Die Kriegerorden werden zwar behandelt, aber man weiß nie wirklich, was es mit dem Rest dieser Welt auf sich hat. Es gibt befestigte Städte als Inseln in einem riesengroßen Wald - aber was machen die Bewohner? Sie kommen lediglich dann vor, wenn sie sich hinter ihren Stadtmauern vor einer tobenden Bestie verstecken. Verbietet ihnen irgendein Codex, sich zu wehren und zum Beispiel die vorhandenen Minen einzusetzen, um den lästigen Riesen-Löwen nonchalant in die Luft zu jagen? Man weiß es nicht und wird es auch nicht erfahren.

Auch die Geschichte Calibans kommt nur in ganz kleinen Bruchstücken zur Sprache. Man erinnert sich legendenhaft an Terra, und dass es wohl in grauer Vorzeit Hexenverbrennungen gegeben hat. Warum und wieso, ob das schon was mit dem Chaos zu tun hatte, bleibt im Dunkeln.

Weitere Schwachpunkte sind das Anschneiden von interessanten Themen, die dann nicht mehr verfolgt werden. Hier sind insbesondere die "Wächter" zu nennen, denen die Hauptperson begegnet, und ihm wichtige Hinweise geben. Aber vielleicht wird in einem späteren Buch nochmal darauf eingegangen.

Äußerst schwer erträglich sind schließlich die küchenpsychologischen Anwandlungen, die der Autor an einigen Stellen hat. Dass der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert sei - in Ordnung, das kann man mal zitieren. Auch, dass die Sieger die Geschichte schreiben. Aber auf diesem Thema dann noch herumzureiten ist grausam gegenüber dem Leser.

Der entscheidende Grund, das Buch nicht mittendrin wegzulegen, sind die letzten hundert Seiten. Und hier überschlagen sich die Ereignisse, als ob der Autor plötzlich gemerkt hat, dass er sich zuvor zu lange mit Unwichtigem aufgehalten hat, und auf den wenigen verbliebenen Seiten noch schnell eine wichtige Geschichte erzählen muss. Der vorangegagene Zeitsprung ist in Ordnung, man muss nicht erneut im Detail erfahren, wie aus den normalen Kriegern genetisch veränderte Space Marines wurden (in der Space-Wolf-Reihe von William King wird dies bereits ausreichend behandelt - wenn auch mit den besonderen Eigenheiten dieses Ordens der Space Marines). Der gesamte Konflikt um einen Planeten selbst wird aber in derart konzentrierter Form durchgehechelt, dass man sich wünscht, ein Teil dieser Geschwindigkeit wäre auf die übrigen Seiten übertragen worden.

Kurz: Wäre die Geschichte rund um Caliban deutlich straffer gewesen, und hätte der Autor ein wenig mehr Details über den Planeten selbst ausgearbeitet, der Konflikt auf Sarosh hingegen deutlich langsamer aufgebaut und das Finale nicht so abrupt, wäre es ein hervorragendes Buch. So reichen die letzten Seiten gerade dazu, den übrigen Teil des Buches ein wenig zu versüßen.


Warhammer 40K: Rites of War
Warhammer 40K: Rites of War
Wird angeboten von Flohhaus24
Preis: EUR 13,75

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warhammer 40k meets Panzer General, 13. November 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Warhammer 40K: Rites of War (Computerspiel)
Ich habe mir das Spiel mal vor sehr langer Zeit gekauft. Da ich die bisherigen beiden Rezensionen aber etwas zu hart finde und auch nicht so sehr umfassend begründet, schreibe ich nun - wenn auch reichlich spät - eine. :-)

Zum technischen Hintergrund dieses Spiels ist zu sagen, dass es von SSI stammt, also von Strategic Simulations, Inc. SSI zeichnet sich für einige ältere Spiele im Warhammer 40k-Universum verantwortlich, zum Beispiel Chaos Gate. Richtig bekannt ist SSI aber mit der Panzer-General-Reihe geworden.

Wahrscheinlich aufgrund dieses Erfolgs, und weil man die Spiel-Engine wieder verwenden und damit schnell ein Spiel entwickeln konnte, kommt Rites of War zwar im Gewand des 40k-Tabletops daher, spielt sich aber komplett wie Panzer General und seinen weiteren Ableger Fantasy General. In Kurzform: Man bewegt rundenbasiert Einheiten über einen Bereich mit verschiedenem Gelände. Die einzelnen Felder haben Hex-Format, es gibt also maximal sechs Richtungen pro Feld-Übergang. Jede Einheit hat Lebenspunkte bzw. eine Mannschaftsstärke, die man wieder auffüllen kann. Einheiten können sich zudem verbessern.

Das 40k-Feeling kommt (allein) über die Einheiten. In der Kampagne spielt man die Eldar, die auch entsprechend bunt dargestellt werden (was für Nicht-40kler etwas gewöhnungsbedürftig sein dürfte). Als Gegner tauchen die Tyraniden auf, imperiale Truppen inklusive Space Marines und Adeptus Sororitas sind verbündet oder ebenfalls feindlich gesonnen. Im Mehrspieler-Modus kann man zwischen den Fraktionen wählen.

Der Vorteil, die bewährte Engine für ein 40k-Spiel zu verwenden, ist auch der größte Nachteil: Auf diese Weise sind eigentlich nur Spieler angesprochen, die sowohl 40k bzw. die Eldar mögen wie auch Panzer General. Werte und Fähigkeiten der Streitkräfte wurden wo möglich in das Panzer-General-Schema gepresst. So tauchen bspw. die getarnten Liktoren unvermittelt auf, sobald man mit einer Einheit in ihre unmittelbare Nähe kommt. Exarchen bestehen nicht aus einem mehrere Mann starken Trupp, sondern laufen alleine herum und haben stattdessen mehrere Lebenspunkte (was sie manchmal ungewöhnlich widerstandsfähig im Vergleich zur Tabletop-Vorlage macht).

Dennoch macht dieses Spiel viel Spaß, wenn man sich mit beiden "Welten" arrangieren kann. Die Panzer-General-Engine ist wirklich gelungen, der Einstieg in das Spiel gelingt leicht.

Also: Wer das okay findet, der sollte zugreifen. Viel Geld würde ich heute für das etwas angestaubte Spiel nicht mehr zahlen, aber Fans rundenbasierter Strategie, die sich vielleicht schon durch Chaos Gate oder Panzer General gekämpft haben, werden es bestimmt unterhaltsam finden.


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