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Tööö Tööö

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Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1 (Fanedition)
Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1 (Fanedition)
DVD ~ Jennifer Lawrence
Preis: EUR 14,99

41 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mockingjay - Vom Tribut zum Sieger zum Symbol, 25. November 2014
"Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 1" (dt.:"Flammender Zorn") ist ein stabiler, starker und erwachsener Blockbuster geworden.
Zur Info: Ich bin Leser der Bücher und kann es bestens Vergleichen. Dabei übernimmt der Film das schwere Erbe der Buchvorlage und trumpft mit den gewohnten Stärken, aber kämpft auch mit dessen schwächen. Trotz der eher überflüssigen Splittung des Finales in zwei Hälften schafft es Part 1 als Hinleitung zum Finale sich als eigenständigen, starken Film zu präsentieren.

#Francis Lawrence
Kurz vorab: Wie schon im Vorgänger "Catching Fire" stellt Regisseur Francis Lawrence einen wirklich bombastischen Film auf die Beine, und bringt die Filmqualität im Vergleich zum ersten Film "the Hunger Games" auf ein spürbar besseres Niveau.

#Darsteller
Wie gewohnt haben wir die absolute Top Besetzung. Darunter die bisherigen Darsteller:
Dass Jennifer Lawrence ihre Rolle als Katniss einwandfrei spielt ist wohl klar, auch Josh Hutcherson als Peeta, auch wenn sein Charakter vergleichsweise selten auftritt, dafür spielt er aber unfassbar stark. Donald Sutherland spielt seine Rolle als hier nun vollkommen abgestumpften, gefühlskalten und grausamen Snow natürlich auch extrem gut. Nennenswert sind in diesem Film explizit die neuen Darsteller. Neue Rollen einzuführen ist nicht ganz einfach, vorallem wenn man einen ganzen Schlag davon hat. Natalie Dormer ist als Cressida dabei unfassbar überzeugend. Ebenso Julianne Moore, bei der man nicht genau weiß ob man Alma Coin hassen oder lieben soll - Heißt sie hat alles richtig gemacht ;)

#Umsetzung
Die Umsetzung Buch<->Film verläuft nicht 1:1, muss aber deshalb nicht zwangsläufig schlecht sein, in dieser Hinsicht bin ich offen für Neues.
Was allerdings der Umsetzung im Wege steht ist die Kassen-erfreuende Splittung des Buches in zwei Filme. Denn diese nagt am Resultat:

#Spannung
Hier muss ich erstmals kritischer Vorgehen. Betrachtet man zur Veranschaulichung einen Roman, so hat es wie jedes andere Buch auch eine Spannungskurve. Teilt man dieses Buch, wie hier bei der Verfilmung passiert, teilt man eben auch diese Kurve. Soll heißen: Um die zweite Hälfte muss man sich keine Gedanken machen, die besitzt Spannung ohne Ende, allerdings ohne Hinführung; Die erste Hälfte hingegen ist eine groooße Hinführung zum Finale und muss mit weniger Spannung auskommen. Das Resultat ist im Film erkennbar (ohne den Film jetzt schlecht reden zu wollen): Die Story und Spannung kommt sehr langsam und eiernd in Fahrt. Es baut sich recht träge auf, bis endlich mal ein solides Spannungsniveau erreicht ist. So ab der Hälfte ertappt man sich dann doch, das man sich recht gut unterhalten fühlt und wissen möchte was als nächstes passiert. Also schafft der Film es schon eine gewisse Spannung zu halten, aber diese könnte natürlich deutlich stärker sein. Im Endeffekt aber hält er weiterhin sein Blockbuster-Niveau. Spannung erzeugt er natürlich auch mit makellosen Action-Szenen und einem vorzeitigem Finale um den Film insich abzuschließen.
Bei dem Wort Action-Szenen hat es die Stelle im Bunker verdient separat genannt zu werden: Wirklich unfassbar gut umgesetzt; Ihr werdet sie lieben!

#Das Gefühl
Wer die Panem-Reihe bisher als Film verfolgt hat oder auch die Bücher gelesen hat, weiß was ich meine wenn ich sage dass stets gewisse Gefühle erzeugt werden.
Wer die Romanvorlage zu Mockingjay kennt, weiß jedoch auch dass dieser Teil emotional abgestumpfter daher kommt.
Dafür kann der Film ansich natürlich nichts, das ist etwas das er vom Buch geerbt hat. Wer sich nun den Film anschaut bemerkt zuerst einmal ganz viel grau und triste Farben. Das ist gewollt, und genau dieses "triste" Gefühl soll vermittelt werden. Dabei ist ein ganz bestimmter Aspekt auffällig:
-> Wer sich plötzlich wundert, dass einem der emotionale Tiefgang und die Betroffenheit fehlt wenn Charaktere sterben, der liegt schon mal richtig. Starb in früheren Teilen nur eine einzige Person, fühlte man sich abgrundtief schlecht. Sterben in Mockingjay aber aufeinmal eine immens hohe Zahl an Menschen, lässt es dich kalt. Es fehlt die Betroffenheit die dich emotional an diesen Film fesselt. Was hier so schlecht klingt ist dabei allerdings äußerst intelligent: Panem - ist - im - Krieg. Und zeigt dir Mockingjay dann nicht wie schrecklich ein Krieg ist, indem es dich vergleichsweise kalt lässt wenn eine so hohe zahl von gesichtslosen Menschen schlagartig stirbt? Und das ist die perfide Kunst der Filmes.

Positiv möchte ich dabei hinzufügen, dass das Ende des Films (was ja ursprünglich gar kein Ende war), echt gut gelungen ist. Spannung, Tiefgang, Emotionen und ein "offenes Ende im Ende", eine Art unbefriedigendes Zwischenresultat. Es wird als wünschenswertes Ende verkauft, und der Zuschauer könnte eigentlich heulen. Dieses Gefühl kommt einfach super :)

#Füllmaterial
Mockingjay Part 1 verfilmt nur 12 Kapitel von 27. (Hier können die Buchleser jetzt nachschlagen um zu sehen wo es endet :D)
Und hier muss der Film letztendlich Einbußungen hinnehmen. Gegebenes Material aus dem Buch wird natürlich gestreckt, zusätzlich wird neues Material dazu packt.
Die Folge ist leider dass der Film zäher geworden ist als er hätte sein müssen. Soll nicht heißen dass er zäh ist, aber das er hätte flüssiger sein können.
Francis Lawrence äußerte sich dazu bereits im Vorraus: Neues Filmmaterial soll den Krieg von "außen" belichten, vom Buch her kann er schließlich nur aus der Sicht von Katniss erzählt werden.
Klingt gut, wirkt in der Umsetzung aber eher plump.

#Unterschiede Buch<->Film (Spoiler)
Der Film lässt natürlich Szenen aus, fügt welche hinzu, verändert sie oder verschiebt sie zeitlich.
Fangen wir einmal ganz vorne an. Wo das Buch in der Aschewüste ehemals D12 startet, erzählt der Film die Beweggründe für Katniss diesen Ort aufzusuchen. Sprich, wir starten in Distrikt 13, es gibt Differenzen zwischen Plutarch und Coin, der Beschluss: Lasst Katniss nach 12 um sich mit den Geschehnissen auseinander setzen zu können. Letztlich geschieht das auch.
Damit haben wir eine der Buch-Ergänzungen, die eher milde gewichtet sind. Eher Massive Andichtungen finden wir in der Distrikt 5 Szene. Hier geht es einem Stromerzeugungs-Staudamm an den Kragen, der folglich die Stromversorgung fürs Kapitol lahm legt, wodurch wiederrum eine gewisse Rettungsmission erst möglich wird. Hm… SO definitiv nicht im Buch, aber prinzipiell auch nicht schlecht nur weil es nicht von Suzanne Collins stammt.

Kommen wir zu Beispielen von Stellen, die verändert oder zeitlich verschoben sind. Da hätten wir im Angebot: Gales Propo in Distrikt 12… zum zweiten Mal in 12. Ja, wir besuchen diesen Ort zwei Mal.
Auch geändert ist die Tatsache dass Effie in D13 lebt statt im Kapitol gefangen zu sein. Finde ich allerdings ganz gut, denn sie bringt etwas Schwung in die Sache. Weniger erfreulich finde ich dass am Lied vom Henkersbaum rumgepfuscht wurde. Ganz anderer Text und klingt alles andere als emotional oder episch.

Letztlich Dinge die ausgelassen wurden… Da reicht ein einziges Beispiel, das aber umso schwerwiegender ist. Katniss findet zu keiner Zeit ihr schwerst misshandeltes, ehemaliges Vorbereitungsteam. Hierdurch entsteht ein völlig falsches Bild von 13 und ihren Mitteln gegen das Kapitol. Ich hoffe einfach mal darauf, dass diese Szene nach Mockingjay: Part 2 verschoben wurde – Im Sinne von „13’s Fassade fällt erst zum Schluss“. Ebenso fehlt die Entwicklung der "Köder-Bomben" von Beetee und Gale, was hoffentlich noch Part 2 gezeigt wird sonst könnte man dessen Ende falsch verstehen.

(Spoiler Ende)

#Fazit
Nach langer und noch immer unschlüssiger Überlegung vergebe ich solide 4 Sterne.
"Mockingjay: Part 1" kommt im Vergleich zu den Vorgängern stark und erwachsen daher. Er hat dabei ein paar mehr Schwächen als seine Vorgänger, aber fairerweise muss man sich immer vor Augen halten dass er hier die etwas undankbare Rolle als "Hinführung zum Finale" einnimmt. Viele Filme scheitern gewöhnlich an dieser schweren Aufgabe, Mockingjay hingegen meistert sie.
Er ist ein wichtiger Schritt in der Hunger-Games-Saga und sollte nicht verpasst werden. Nach all der Kritik erinnere ich daran, dass der Film trotzdem gut ist und einiges hergibt.
Und dass der Film dich noch immer beschäftigt, lange nachdem du ihn gesehen hast, spricht ja schließlich für ihn.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 1, 2015 12:13 PM CET


Wella Grip Cream Creme Wachs 75 ml Styling Dry Professionals
Wella Grip Cream Creme Wachs 75 ml Styling Dry Professionals
Wird angeboten von Haar-Atelier-Gerst
Preis: EUR 7,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unbrauchbar, 7. September 2014
Das gute zuerst:
Es riecht neutral und lässt sich gut verarbeiten.

Das Schlechte:
Einmal in den Haaren beginnt das Grauen. Die Frisur wirkt permanent fettig, die Grip Cream wird NIE trocken, sie bleibt immer schmierig. Packt man sich in die Haare kleben sofort wieder die Hände. Leider kann man auch nicht wirklich von Halt sprechen, da die Haare stets verformbar sind. Zudem habe ich das Gefühl, dass die Creme recht schwer ist und die Frisur dadurch platt wirkt.

Leider im Endeffekt ein unbrauchbares Produkt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 20, 2015 3:14 PM CET


Artpop
Artpop
Preis: EUR 1,29

5.0 von 5 Sternen In der Ruhe liegt die Kraft, 13. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Artpop (MP3-Download)
Im Album ARTPOP ist ja wirklich von allem was dabei...
... doch gerade ruhigere, dadurch neuartige Titel, wie ARTPOP selbst, fallen auf.

Während verschiedenste Produzenten des Albums versuchen kommerzielle, populäre Beats zu kreieren, bleibt dieser Song davon unberührt.

Er kommt mit einem eingängigen, sofort prägendem Beat daher, und ist die Ruhe selbst.

Und um auf dessen Beschreibung der Künstlerin selbst zurück zu kommen: ARTPOP ist "Ewig".
Es ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Man hätte ihn vor 30 Jahren, heute oder auch im nächsten Jahrhundert hören können: es ist jedes Mal aufs Neue ein Erlebnis.

Denn ARTPOP beruhigt, animiert gekonnt zu sanften Rhytmen, und lässt sich, lyrisch, auf ALLES beziehen.
Kein Song hat wahrscheinlich im Text so viele Variablen ;)

ART und POP, was ist das? Laut Gaga, und dem Song zufolge: Zwei komplementäre Variablen.
Sowohl ART als auch POP können alles mögliche sein, und obwohl sie gegensätzlich oder nicht vereinbar sind, können sie doch zusammen gehören. "we could, we could, belong together ARTPOP" und "My ARTPOP could mean anything."
Es ist also völlig gleich, wie man es persönlich interpretiert, aber ARTPOP lässt sich eigentlich auf JEDE Lebenslage beziehen.
Vielleicht ist dies einer der Gründe, warum der Song in 20 Jahren immernoch dieselbe Präsenz im Alltag haben wird.

Letztlich, auch wenn ich Live-Versionen bevorzuge (sehr zu empfehlen), ist die modifiziertere Studioversion trotzdem ein Meilenstein und eine willkommene Abwechslung.

Klarer Kauftipp und hoffentlich eine baldige Single-Auskopplung! :)
___

PS: ARTPOP ist für Kopfhörer/in-ears konzipiert worden - einfach mal testen, ein ganz anderes Erlebnis! :)


Reckless: Steinernes Fleisch
Reckless: Steinernes Fleisch
von Cornelia Funke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Kriechen durch die Spiegelwelt, 1. Juni 2014
Cornelia Funke, was hast du hier fabriziert?!

Ich muss zugeben, ihr Stil war bisher noch nie so ganz meins, aber mit Reckless hat sie es wirklich übertroffen.
Leider muss ich mich einfach den anderen Rezensionen anschließen und sagen: es war eine Qual!

Unzureichende Beschreibungen, Hektisch sputet man von Ereignis zu Ereignis, Charaktere so plump und leer wie nur irgendwie möglich. Man nimmt sich einfach nicht die Zeit die Welt und ihre Personen detailliert zu beschreiben. In der Theorie liest sich so ein Buch dann ja schneller, aber gerade deshalb schleift man sich auf dem Zahnfleisch hindurch. Es macht absolut keinen Spaß das Buch zu lesen. Zu allem Überfluss war die Story richtig schlecht.

Die verlockende Umschreibung als "dunkles Märchen" war ein netter Köder, aber es war weder "dunkel", sprich düster ect.- noch war es ein Märchen. Es ist selten das ich Bücher wirklich schlecht finde, aber Reckless hat es geschafft! :/


Silber - Das erste Buch der Träume: Roman (Ab 12 Jahren)
Silber - Das erste Buch der Träume: Roman (Ab 12 Jahren)
von Kerstin Gier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ausbaufähig, 11. April 2014
Trotz dass es doch hier und da doch etwas kitschig und klischeehaft erscheint, nicht zuletzt wegen einer sehr schnulzigen Liebesgeschichte, ist es nicht unbedingt was für die ganz kleinen. Besonders gegen Ende dreht es sich nur all zu oft um Jungfräulichkeit, was ich mit einer Fantasystory absolut nicht in Einklang bringen kann.

Die Handlung selbst in ganz ok, könnte man allerdings aus Spannungsgründen noch gruseliger gestalten. Oftmals bricht die Spannung genau dann ab, wenn es mal in Fahrt kommt. Der Grusel, der im Verlauf doch gelegentlich auftritt, wird leider immer zu früh beendet.

Leider kommt die Story auch nur schwer in Fahrt. Das Gute an ihr, die Träume, nehmen dann doch nur einen Bruchteil des Buches ein. Der Rest ist, leider, eher stumpf und nicht spannend. Familie, Liebe, Freundschaft und "boah sieht der Typ heiß aus" ist hier dominierend.

Resultierend daraus gerät die (für mich im Fokus stehende) Traum-Handlung, die doch spannend sein kann, ins eiern; Es läuft im großen und ganzen nicht so rund.

Das große Finale selbst, ist vorallem in Sachen Kitsch nicht zu übertreffen. Zum Glück beginnt hier die Traum-Story überzugreifen, und eine gewisse Spannung auf zu bauen. Trotz dass das Ende dann im american-horror-stereotype (Stichwort Friedhof ect.) endet, steigt die Spannungskurve. Leider, wie zu beginn angesprochen, fällt sie an der Spannendsten Stelle rapide ab. Als würde man einen Luftballon platzen lassen.

Das Ende enttäuscht, man bleibt unzufrieden zurück, die Handlung selbst eher vorhersehbar.
Letztlich ist es nett gemacht, aber ausbaufähig. Cover und Buchbeschreibung ließen zudem anderes erhoffen.
Es kam dann doch irgendwie nicht so abenteuerlich, spannend und mysteriös rüber wie angepriesen.
Hoffentlich kann das zweite Buch der Träume das Ruder reißen, ob ich es mir zulege bleibt eher fraglich.
Eine Empfehlung kann ich lediglich an Teeniemädchen aussprechen, die softgrusel und Badboylovestory mögen.
Allen anderen, würde ich von diesem Buch abraten.

Und zu Kerstin Giers Frage am Ende: "Ist die gruselig oder ist die gruselig???": Nein, ist sie leider nicht...


Artpop [Explicit]
Artpop [Explicit]
Preis: EUR 9,39

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die höchst missverstandene Kunst: ARTPOP, 31. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Artpop [Explicit] (MP3-Download)
Vorab Vorab: Es folgt ein ausgeprägter, langer Gedankengang :)

Vorab: Selten wurde ein Werk von mehr oder minder qualifizierten Kritikern so zerrissen wie ARTPOP.
Tatsächlich hat es viel Zeit in Anspruch genommen, aber jetzt bin ich der Meinung, die Intention des Albums verstanden zu haben und Bezug zu eben diesen Kritiken nehmen zu können.

Beginnen wir ganz vorne:
Das Erste was grundlegend an ARTPOP bemängelt wird, ist der Aspekt der Kunst.
Kritiker sehen einen provokanten, selbstsicheren Titel wie eben ARTPOP, und suchen in der enthaltenen Musik die Kunst.
Sie suchen danach, inwiefern sich diese neuartige Pop-Variante zu "gewöhnlichem" unterscheidet.
Erkennen sie aber nichts derartiges, empfinden sie das Album in seinem Grundgedanken gescheitert.

Aber ist dem wirklich so?
Ist ARTPOP seinem Kerngedanken nicht nachgekommen?

Hier ist sich die grundlegende Frage zu stellen: WAS ist die Intention des Albums?

Dabei berufe ich mich sinngemäß auf diverse Aussagen der Künstlerin selbst.
Am besten lässt sich wohl die Intention mit einem Exkurs erläutern:
Andy Warhol machte seinerzeit den begriff POPART berühmt.

Es differenzierte Kunst, wie sie bis dato bestand. Kunst war etwas, das wohl nur begeisterte Künstler selbst verstanden, aber nicht der gewöhnliche Bürger. Kunst war vielschichtig, komplex, metaphorisch, kaum in allen Details zu erfassen.

POPART aber inszenierte keine komplexen Motive, sondern nun einfachste Objekte oder Personen, die Herr Otto Normalverbraucher, aus seinem Alltagsleben kennt und nun ebenso versteht. Kunst muss nicht Komplex sein.
Kunst wurde also populär - indem man POP in ART brachte.

ARTPOP, stellt demnach das ergänzende Gegenstück dar.
Man bringt ART in POP. Die Kunst in die Popkultur. Man macht also, erneut, Kunst populär.
(Denn wohl gerade mit Popmusik erreicht man die Popkultur).

Doch ist man an dieser Stelle des Gedankengangs schon bereit, um eine Aussage zu tätigen, hinsichtlich, ob es dem Album gelungen ist, Kunst in Pop zu vereinen?

Wer hier mit "nein" antwortet, hat diesen interessanten Gedanken nicht zu ende gedacht!

"Ist das Kunst, oder kann das weg"? / Erkennt man Kunst denn immer als solches?
Ist Kunst zu tiefgründig, zu verschachtelt -> ist sie nicht ergreifbar. Ist sie zu simpel, banal, schon zu offensichtlich -> ist sie es ebenso wenig.
POPART machte seinerzeit Kunst erst durch POP-Elemente für die breite Masse zugänglich, weil diese sich eben für POP interessiert.
Wenn ARTPOP dasselbe versucht, muss es für die breite Masse dann eher wie Kunst oder wie Pop wirken?
Die Antwort lautet: wie Pop - denn es ist die Basis ihres Interesses. Pop interessiert sich für Pop.
Versucht man also eben den Popkonsumenten Kunst unterzujubeln, mehr noch, sie dafür zu begeistern, muss es eine Form der Kunst sein, die für diese Art Publikum auch interessant und vorallem begreiflich ist. Sprich: POPART.
Es ist also POPART, als zugängliche Form der Kunst, die über den Träger der Popmusik, an die Popkultur herangetragen wird.

Deshalb also findet man die Kunst in ARTPOP nicht auf den ersten Blick, weil es sich immer noch wie Pop anfühlt. So gewollt!

Aber genug der trockenen Theorie:
Was ist das für eine Kunst, die vermeintlich in ARTPOP steckt?

Wie bereits zuvor erfasst, muss es eine form von POPART sein, die hier in akustischer Weise vermittelt wird.
Zur Erinnerung, die Rede ist von Kunst, die einfachste Elemente des Alltags darstellt, damit es begreiflich bleibt.
Der Klassiker:
Ist ein Song wie "Donatella" Kunst? Ein Song der über Mode spricht, und das reiche, verwöhnte Luxusleben der Donatella Versace thematisiert...
Das - ist - Kunst! Genauer gesagt, gleicht es Popart; Denn schließlich sind diese Inhalte Teil der Popkultur, des Alltagslebens, es sind Dinge die man kennt. Kunst kann für den Popkonsumenten nur zugänglich sein, wenn er sie versteht. Und das gelingt indem die Kunst Pop-Elemente darstellt.

Und dieser Gedankengang, findet sich in allen Titeln wieder. Lebt Otto Normalverbraucher nicht hinter einer Aura? Verheimlicht er im Alltag nicht seine nächtlichen Sexxx Dreams? Plagt er sich nicht mit sozial-begründetem Schmerz oder Wut, wegen wieder einem SWINE? Liebt er es nicht zu unterhalten, und seinen Erfolg mittels APPLAUSE bestätigt zu bekommen?

Zugängliche Kunst (vergleichsweise POPART) im Medium POP.
Oder, wie APPLAUSE es schon so schön sagte:
"popculture was in art, now, art's in popculture in me."

=> Nur weil die Kunst in ARTPOP also nicht direkt ersichtlich ist, darf man ARTPOP in seinem Grundgedanken nicht als gescheitert betrachten.

Weiter geht's:
Wo POP drauf steht, muss auch POP drin sein.
Das Album wird ebenfalls verhasst, weil es so wüst, so durchmischt ist. Verschiedenste Genre sind vertreten.
Es ist also kein Album, das einen durchgängigen Stil verfolgt.
Ihre bisherigen Alben bestanden aus klassischer dance-musik, wie man sich POP eben vorstellt.
"POP" aber, ist von der Popkultur her abgeleitet, es ist also populäre Musik.
Ist Rock populär? Ist R'n'B populär? Dubstep? Oder doch die einfachen Balladen?
Wer die Popkultur für Kunst begeistern will, sollte wohl alle Bereiche des POPs abdecken:
Nicht jeder steht auf jedes Genre, deshalb, spricht man mit mehr Genres auch ein breiteres Publikum an - intelligent angesichts der Intention des Albums. Daher ist es nicht verwerflich, dass ARTPOP so unstrukturiert erscheint.

Letztlich also, und es hat lange gedauert bis ich selbst diese Intention erfassen konnte, versucht ARTPOP uns für die Kunst um uns herum aufmerksam zu machen.
Wir, die Popkonsumenten, leben in einer Popkultur. Und auch eine Popkultur beinhaltet Kunst. ARTPOP lehrt uns dies; Es ist POP, es ist also für uns gemacht worden. Aber es thematisiert die Kunst die uns umgibt - sie entstammt aber besagter Popkultur, daher ist es uns nicht immer direkt als Kunst ersichtlich. Somit ist es ART aus POP, kurz ART, das mittels POP, in die Popkultur gegeben wird, um uns auf ART, zwischen all dem gegenwärtigem POP, aufmerksam zu machen, und uns vielleicht ein stückweit dafür zu begeistern.

Es ist in der Tat ein schwieriger Gedankengang, zur Krönung wird er aber noch ein bisschen schwieriger:
Indem man ein Album mit dem Titel ARTPOP hört, das sowohl ART als auch POP beinhalten soll, und dabei Songs wie "Donatella" hört, mag man sich fragen: ist DAS jetzt Kunst? Und wenn man das tut, ist das Album seinem Ziel gerecht geworden: Du prüfst simple, banale Dinge auf ihren künstlerischen Wert. Vielleicht tust du dies auch in deinem Alltag, in deinem Leben - Und dann wirst du die Kunst überall um dich herum erkennen können.

Und ja, dies verstehe ich als ARTPOP's wahre Intention, auch wenn es nicht immer leicht und direkt zu erkennen ist.

Schließen wir nun den Kreis:
Wenn die Kritiker, wie eingangs erwähnt, ARTPOP förmlich in der Luft zerreißen, weil es seinem übermutigem Titel nicht gerecht wird, weil es nicht Kunst ist, dann prüfen sie den künstlerischen Wert; Sie fragen sich: "ist das Kunst?"
Und dann machen sie das, wozu ARTPOP sie insgeheime bringen möchte. Und somit, wird es seinem Grundgedanken gerecht.

Insofern: ARTPOP ist missverstanden.

________________________________

Ergänzend, neben meiner ausgearteten, aber hoffentlich verständlichen, Analyse des Werkes,
hier noch meine Beurteilung des Albums als primäres POP-Werk, das angehört werden will.

Grundsätzlich: Da verschiedenste Genres vertreten werden, dürfte natürlich für jeden was dabei sein.

Weiterhin empfinde ich es auch weitaus besser produziert als seine bisherigen Vorgänger, maßgeblich durch den Einfluss der DJ's, die hieran arbeiteten.

Hier noch meine subjektive Track-By-Track Bewertung:
# AURA (+)
Gewöhnungsbedürftiges Intro; Aber ein wunderschöner, sanfter, heller Refrain umgeben von starken, elektronischen Strophen. Ein hoher Kontrast, aber deshalb hört man gerne hin. Außerdem eine interessante Lyrics.
#VENUS (+/-) Gaga's erster, selbst produzierter Song. Verschiedene Elemente des Tracks passen vom Klang her nicht so gut zusammen; Es wirkt recht zusammengewürfelt. Gleiches gilt für die Lyrics, die "Venus" sowohl als Gottheit als auch als Planet nennt, was recht konfus und wenig stringent erscheint.
#G.U.Y (+) nicht die beste Single-Auswahl. Eingängiger Rhytmus, schnell ein Ohrwurm, aber plumpe Lyrics. DJ ZEDD macht es aber wieder zu einem einmalig gutem Track, toller Beat, untermalt von kleineren Passagen die von der Mythologie inspiriert sind.
#SEXXXDREAMS (++) Der geheime Hingucker! Mystische Klänge, und Gaga's "intimste" Vokalpraktische Zugabe ;) Der Song spiegelt allein durch seinen Klang den Inhalt wieder. Interessant ist der Aufbau der Lyrics. Es sind 2 Handlungsstränge, die parallel gesungen werden. Da gibt es das, was Real passiert, über das Gaga auch öffentlich spricht. Und dann gibt es den Teil ihrer Gedanken, den sie für sich behält - den schmutzigen. Beides ist also komplementär. Ein Toller Song, sofort einprägend, und eine entspannende Abwechslung.
#JEWELS N DRUGS (+) Lange habe ich mich schwer damit getan, weil das Genre mir nicht mundet. Mittlerweile hat der Song mich tatsächlich begeistern können. Die Lyrics gibt nicht immer viel Sinn, aber es geht wohl eher um das Gefühl, das transportiert wird: Freude in der Gruppe.
#MANiCURE (-) Leider ist die ursprüngliche Version vom iTunes-Festival überzeugender. Beat ist gut, Lyrics ist mir nicht sehr zusagend.
#DOWHATUWANT (+) Ein echter Überflieger in seinem Genre! Power und Ruhe wurden in Einklang gebracht, besonders die Bridge ist fesselnd! Wer über den Text nachdenkt, wird auch mehr als nur eine sexuelle Assoziation entdecken.
#ARTPOP (++) Hier ist der Meilenstein! Man muss es einfach gehört haben. Es ist so einzigartig und grenzt sich strikt ab vom üblichem Mainstreampop! Großartig. Die Lyrics ist etwas, dem ein so enorm großen künstlerischer Wert zusteht, das ich wieder Seitenweise davon sprechen könnte. Ein Text, in dem man sich wirklich fallen lassen muss, um seine wunderschöne Bedeutung zu verstehen.
#SWINE (++) Ja, ich weiß, ein umstrittener Song. Nicht nur elektronisch, sondern tendierend Techno. Ich finde SWINE sensationell. Herzschmerz in Trauermelodie ertrinken ist out, heute feiert man es mit aggressiven Beats! "Let out all your pain, all your rage. Don't hurt yourself - hurt the dancefloor!" - Gaga.
#DONATELLA (+) Man hasst es oder liebt es. Viele graut es vor der Lyrics. Doch sollte man bedenken, dass Gaga als Freundin von Donatella Versace, alles nur sarkastisch macht und die Vorurteile über Donatella durch den Dreck zieht. Tolles Statement, sensationell einprägende Beats!
#FASHION! (-) ich persönlich finde ihn recht öde, Lyrics ist okay, hat seine Daseinsberechtigung.
#MARYJANEHOLLAND (+) Nichts revolutionierendes. Jedoch ist der Gebrauch der MaryJane Metapher sehr interessant, denn tatsächlich geht es hier nicht primär um die Droge. Auch hier gilt: Es steht eher die vermittelte Stimmung im Fokus.
#DOPE (...) im Genre definitiv (+), vergleichend zum Rest des Albums nicht zu bewerten. Schönes Lied, herrlich traurige Lyrics, und ein absolut passender Bass!
#GYPSY (+/-) Leider überzeugt der Track nur teilweise, manchmal wirkt er mir (produktionstechnisch) zu einfallslos. Lyrics ist selbstredend umwerfen und ergreifend. Auch die internationale Gültigkeit des Inhaltes ist sehr lobenswert.
#APPLAUSE (+) Das geht nicht aus dem Kopf! Power pur, spannende Bridge und ein explosiver Refrain. Lyrics schließt die Reise durch ARTPOP gekonnt ab: Bis hierhin wurde dir gezeigt, was sich hinter der Aura verbirgt - Jetzt sollen, laut Applause, die Kritiker doch darüber sagen was sie wollen, das ist und bleibt Kunst. Hier wird das Album natürlich schön beendet, und der Song hat für sich auch einen großen Eigenwert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 26, 2014 6:21 PM CET


Die Tribute von Panem. Flammender Zorn
Die Tribute von Panem. Flammender Zorn
von Suzanne Collins
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Logisch Fortgeführt aber eher schwach..., 30. Dezember 2013
Vorab: auch wenn ich das Buch recht schwach finde, ist es immernoch ein gutes Buch (4 Sterne) - aber im Vergleich zu den ersten beiden Bänden weißt es doch deutlich mehr Mängel auf.

Das wichtigste, bzw. auffälligste Problem: die Schreibweise.

Suzanne Collins nimmt sich spürbar weniger Zeit die vielen Einzelheiten detailliert zu beschreiben, wie es bisher üblich war. Das Buch ist aufs Tempo fixiert, alle Geschehnisse >sollen< an einem vorbeirauschen. Positiv daran: ausformuliert wäre der magere Inhalt (dazu später mehr) sehr öde gewesen, weil es sich wie ein Kaugummie ziehen würde. Dies wurde vermieden. Negativ: Vieles ist ungenau beschrieben, die Welt wirkt dem Leser nicht mehr so klar, sondern eher schwammig, weil es nicht ausreichend erzählt wird. Und leider, oftmals, muss man wieder zurück blättern weil man mit der Story nicht mehr mitkommt. In dem ganzen gewusel überließt man vieles gerne.....

Weiterhin spielt der Großteil in Distrikt 13. Leider ist die Stimmung da viel schlechter als in Teil 1 und 2. Trotz dass es auch in den ersten 2 teilen eine Dystopie war, fühlte man sich als Leser gut aufgehoben :D klingt komisch, aber es war echt schön. 13 hingegen ist einem einfach nur fremd, man möchte so schnell wie möglich da weg. Gewollt oder nicht gewollt: es macht keinen spaß die betroffenen Szenen dort zu lesen.

Und ebenso schwerwiegend: Katniss selbst.
Dies ist zweifellos gewollt, aber leider ist es nicht gut. Katniss verfällt zunehmend mehr in eine "Depression"; wenn man es so nennen darf. Selbstzweifel, Hass und grundlose Wutausbrüche, Angstzustände und allgemeine Frustration sind an der Tagesordnung. Die starke, selbstbewusste Katniss von früher, der jeder Leser nur all zu gerne zuguckte, ist spurlos verschwunden. Hinzu kommen ihre Körperlichen Probleme, die sie in jeder erdenklichen Lage einschränken. Auch dies ist eher schlecht als recht....

Krieg, Krieg, Krieg ist also eine logische Fortführung von dem schockierendem Ende von Teil 2, aber ob er deshalb ideal ist: fragwürdig.
Inhaltlich passiert außer dem Krieg relativ wenig. Katniss ist dabei größtenteils nur Beobachterin der Geschehnisse im Kriegsverlauf. Ein Paar Ausflüge in andere Distrikte, aber eher selten, und eine 'echte' Mission. Tja, das war ungefähr der Inhalt. Recht wenig... (deshalb wäre eine detaillierte Erzählweise vielleicht etwas zäh gewesen)

Außerdem fehlen einem die altbekannten Charaktere. Nicht erwähnt, verstorben, am sterben, oder urplötzlich vom charakter her verändert. Haymitch, Plutarch und Gail wirken auf einmal lange nicht mehr so sympathisch wie zuvor. Von Peeta ganz zu schweigen, aber das ist halt teil der Story ;)
Immerhin das Wiedersehen mit Effie, auf 1 oder 2 Seiten, hat mich wirklich glücklich gemacht :')

Besonders Schade: Charaktere die von einem gehen, oder gegangen sind, werden nicht weiter aufgegriffen. Nicht einen Moment der Trauer wird ihnen gewidmet, nichtmal von Katniss. Manch einer meint: gerade das macht das ganze doch so traurig, ich finde es gefühllos, und dem Buch mangelt es sowieso schon daran, da muss man nicht noch dabei sparen.

Das Ende hingegen war zwar vorhersehbar, aber trotzdem gut. Der Epilog war schön, weil es nach all dem Krieg mal ENDLICH eine art happyend war. Zwar auch sehr mager, aber besser als nichts.

Im großen und ganzen war das Buch trotzdem gut, es war doch recht spannend, aber deutlich schwächer als Teil 1 und 2. :)


Die Tribute von Panem -  Catching Fire (2 Disc Fan Edition)
Die Tribute von Panem - Catching Fire (2 Disc Fan Edition)
DVD ~ Jennifer Lawrence
Preis: EUR 14,99

71 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Catching Fire - Feuer fangen: der Funke wird zum Inferno!, 1. Dezember 2013
Die Tribute von Panem: Catching Fire (dt.: gefährliche Liebe) sprengt vollkommen den Erwartungshorizont.
Zur Info: Ich bin Leser der Bücher und kann es bestens Vergleichen. Ich muss wirklich sagen, dass der Film fast noch besser war. Während des Films habe ich garnicht mitbekommen dass manchmal Stellen ausgelassen wurden, weil der Film wirklich, wirklich intensiv und fesselnd ist!

#Francis Lawrence
Der Umstieg zu Regisseur "Francis Lawrence" hat dem Film, wie geahnt, absolut gut getan!
Er knüpft nahtlos dort an, wo Teil eins unter alter Regie endete. Endlich behoben: die gewöhnungsbedürftige Kameraführung - diese ist in Catching Fire wirklich hervorragend!

#Umsetzung
Der Film ist beeindruckend Buchnah. Natürlich werden hier und da Dialoge umgeschrieben um das zu erzählen, was möglicherweise Katniss im Buch in ihrem Kopf erzählt. Auch werden hier und da "kleinere" Sequenzen ausgelassen, aber ehrlichgesagt: ohne dass es mir auffällt, und das obwohl ich das Buch erst kürzlich gelesen habe! Der Grund dafür ist, dass der Film einfach keinen Anlass bietet über irgendetwas anderes nach zu denken. Mögliche Informationslücken, durch inetwa die Auslassung der Rebellen Szene in der Waldhütte, fallen erst nach dem Film auf.
Weiterhin, trotz deutlicher Überlänge, ist 'Catching Fire' sooo kurzweilig: Man guckt den Film und schwupps ist er zuende. Es vergeht einfach wie im Flug! Ein Beweis für einen wirklich, wirklich Tollen Film!

#Darsteller
Wie gewohnt sind die bekannten Darsteller absolute Meisterklasse! Auffällig in 'Catching Fire': Präsident Snow, Effie Trinket, Plutarch Heavensbee und Cinna! Kamen sie im ersten Film nur selten und eher unwichtig vor (außer Plutarch; neuer Charakter), so sind sie in diesem Teil, endlich, umso wichtiger! Endlich spielt Snow eine bedeutende Rolle. Dies enttäuschte mich in 1, da er als Herrscher Panems nur selten vorkam; und wenn, dann nur in seinem sinnlosem Rosengarten! Catching Fire spielt endlich seine Macht und Grausamkeit aus, was den Film enorm vorrantreibt!
Auch hat Effie bekommt ihre wohlverdienten Auftritte. Elizabeth Banks darf nun allen Endes Effie's Vielschichtigkeit ausspielen. Besonders die bröckelnde Fassade der Kapitolverfechterin und dem emotionalem Menschen darunter ist wirklich rührend! Ein Herz für Effie :)
Cinna, der eigentlich viel mehr ist als nur ein Stylist, kam im vorherigem Teil auch viel zu kurz. Dieses Mal schafft er es in einem einzigem Film, von jedem Zuschauer liebgewonnen zu werden und die ein oder andere packende und emotionale Glanzleistung zu vollbringen.
Plutarch, als neuer oberster Spielmacher, spielt seine (tückische) Genierolle wirklich klasse und ist (auch als Schauspielerisch) besser als Seneca Crane, der erste Spielmacher. Hier freue ich mich wirklich Plutarch in den Fortsetzungen "Mockingjay Teil 1 & 2" wieder zu sehen. (Philip Seymour Hoffman's letzte Rolle)
Natürlich darf man all die neuen Darsteller, wie in etwa die neuen Tribute nicht außer Acht lassen. Kurz gesagt: Allesamt klasse. Besonders Mags und Johanna. Die Fahrstuhlszene mit Johanna war wirklich klasse :'D

#Panem
Catching Fire inszeniert Panem weitaus düsterer, grausamer und erbarmungsloser als Teil 1, obwohl ich das nicht für möglich hielt! Die Umstellung der Friedenswächter trägt dazu enorm bei. Die neue Brutalität der Wächter, bzw. durch das Kapitol ist nicht in Worte zu fassen. Trotz dass sogut wie nie Blut zu sehen ist, ist der Film auf eine so schrecklich perfide Art und Weise grausam, dass einem diese Zustände sowohl beängstigen als auch teilweise anekeln! Die Dystopie erreicht einen vorläufigen Höhepunkt, sogar noch schlimmer als in den Büchern. Ich hoffe dass Francis Lawrence dies in "Mockingjay" noch weiter ausbaut, denn diese Zustände machen den Film zum absolutem Highlight!
Generell rücken hier die Hintergründe der Hungerspiel-Fassade in den Vordergrund. Der Film bekommt so seine nötige Tiefe, sodass die Spiele nur das i-Tüpfelchen sind. Das, was in Panem eigentlich vorsich geht, rückt in greifbare Nähe, was wirklich fesselnd ist und bereitet gekonnt auf die Zustände des Finalen Bandes vor!

#Die Hungerspiele
Das 75ste Jahr der alljährlichen Hungerspiele und damit das 3te "Jubel-Jubiläum": Zeit für etwas andere Spiele...
Um den Distrikten die Hoffnung zu nehmen und die Illusion zu schüren, dass selbst die Mächtigsten unter dem Volke (die Sieger) dem Kapitol nicht standhalten können, werden die Tribute unter den bisherigen Siegern ausgelost. Pech für Katniss, die unter Distrikt 12 die einzige weibliche Siegerin ist. Die Arena ansich ist wirklich schön gestaltet und irgendwie fast ansehlicher als die des vergangenen Jahres. Das Konzept der Uhr (für die, die es schon kennen) ist interessant, aber auf die Dauer zu vorhersehbar. Eine Schwäche des Buches, aber eine tolle Umsetzung des Filmes! Leider ist die eigentliche Bedrohung in der Arena dessen Gefahren selbst und nicht die anderen Tribute. Bringt zwar Abwechslung, steht aber im Wiederspruch zu dem eigentlichem Konzept der Spiele. Das macht den Film aber dennoch nicht schlechter, denn, die intelligente Kehrtwende und finale Auflösung macht alles wieder wet! Die große Auflösung ist bedeutend besser als im Buch, was super umständlich, teils unverständlich geschrieben war. Hier ist es herrlich spannend und im wahrsten Sinne des Wortes explosiv! Man wird förmlich überrollt und starrt mit offener Luke dem Film zu. SENSATIONELL umgesetzt, so toll hätte ich mir das Finale nicht vorgestellt. Auch die Änderung vom Buch zum Film, in der die Arenakuppel ein Kraftfeld war, in eine (eigentlich) blickdichte Hülle mit holografischer Darstellung der Dschungelfortführung ist sehr klug, um das Ende in einen MEILENSTEIN EPISCHEN AUSMAßES zu gestalten!!! Allein wegen dem Finale lohnt es sich Catching Fire an zu gucken! Feuer fangen: Der Funke wird zum Inferno...

#Cliffhanger
Besonders die allerletzte Szene, (die manche an das Ende von Breaking Dawn Teil 1 erinnern mag), ist sensationell. Vom Buch her wusste ich, dass mich der schlimmste Cliffhanger erwartet, den man sich überhaupt vorstellen kann. Während andere Filme zwar auch ein offenes Ende lassen, aber wenigstens mit einem happy-end insich abgeschlossen sind, endet Catching Fire praktisch mit einem "Anti-Happy-End" an der Stelle, wo es erst richtig spannend wird. WARNUNG: Neulinge werden hier MEHR als schockiert sein und sprachlos zurück gelassen. -> Wie gesagt, der schlimmste Cliffhanger EVER!
Jennifer Lawrence schafft es, als PERFEKTE Schauspielerin, durch einen einzigen Blick einen ganzen Roman zu erzählen. Ein einziger Blick: von Verständnislosigkeit, über Entsetzen, zu Trauer, über Furcht und letztlich zu "Flammendem Zorn" (dt. Titel Band 3). genial. SO (!) muss ein Film enden! Das setzt wirklich neue Maßstäbe.

#Änderungen zum Buch (Spoiler haltig)
Vorab: wie gesagt sie fallen wirklich nicht auf und im endeffekt ist es keineswegs dramatisch!
- wie genannt: Die Kraftfeldkuppel der Arena wird zu einem blickdichtem Gestell das mittels Hologramm oder ähnlichem transparent wirkt, wobei es in wahrheit nur optisch den Dschungel forführt. Dies macht sich bei der Explosion bemerkbar, als die Kuppel zusammenbricht und die Dschungeldarstellung versagt und die Kuppel schwarz wird.
- Informationslücke Waldhaus: die Szene in der Hütte am See, wo Katniss die Flüchtlinge trifft und erstmals von Distrikt 13 erfährt, wird weggelassen. Möglich dass Nicht-Buch-Leser denken, 13 gehöre fest zu Panem. Dessen Zerstörung und eigentliche nicht Existenz wird in dem Filmen nie sonderlich aufgegriffen. Auffällig dabei war dass besonders der entscheidende Hinweis mit der wiederkehrenden Aufnahme entfiel (Videoaufnahme von Distrikt 13, bei dem immer ein Spotttölpel vorbeifliegt). Aber da der Film durchweg nahtlos ist, entstehen dadurch keine Lücken im Film. Wer diese Szene nicht kennt, wird sie auch nicht missen.
- Die Fluchtpläne und Vorsoge für den Fluchtfall werden deutlich verkürzt. Auch die Zustände bei Gale's Familie während der in den Mienen arbeitet werden nicht genannt. Letztlich waren sie nur Nebenhandlungen, doch sehr rührend und nette Zusatzinfos.
- Katniss' Vater wird im Film nie genannt. Offenbar hat Teil 1 alles darüber erzählt, was natürlich nicht stimmt.
- Die Aufstände in den einigen Distrikten kommen etwas zu kurz; zwar werden sie genannt, aber nicht einzeln, in welchem Ausmaß, aus welchen Gründen und mit welchen Folgen.
- natürlich gibt es weitere Änderungen, aber zunächst die wichtigsten.

(Spoiler Ende)

#Fazit
Wie finde ich "Catching Fire"? Sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr gut! Wahrscheinlich sogar mein neuer Lieblingsfilm, ich liebe ihn! Man kann eigentlich garnicht anders. Einfach nur Bombe! Klare Empfehlung. Er stellt Teil 1 so in den Schatten, es ist unfassbar! Wirklich ein geiler Film! Laut Snow, ging von Katniss ein "Funke" aus... Catching Fire - Feuer fangen: der Funke wird zum Inferno! Und dieser Film ist wahrhaftig ein Inferno!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 23, 2014 3:38 PM CET


Silhouettes
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klare Empfehlung, 29. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Silhouettes (Audio CD)
Wenn auch (leider) recht unbekannt, Blitzkids mvt. liefern wirklich gute Arbeit!
Elektropop der einfach nur Spaß macht! Neben den oft genannten 'Heart on the Line' und 'Idiot'
kann ich persönlich nur "My Delirium" und "Electrify" empfehlen.
Ich kann ihnen einfach nur den großen Durchbruch wünschen und endlich den verdienten Charterfolg!
Hoffe dass sie so weiter machen, ein zweites Album wäre klasse!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 10, 2014 8:56 PM MEST


Die Tribute von Panem 2. Gefährliche Liebe
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5.0 von 5 Sternen CATCHING FIRE: der erste Funke, 5. November 2013
### Neueintrag am Ende angehangen

Nachdem mich "The hunger games" (Band 1) gefesselt hat und ich so tief versunken war, bröckelt jenes Gefühl in Catching Fire (Band 2).
Die Handlung kommt wie oft erwähnt nur schwer in die Pötte, es plätschert vor sich hin. Aber nicht zwangsläufig langweilig - es war spannend, aber auf eine andere Art und Weise als gewohnt. (Emotionalere Ebene)...
Die Hungerspiele an sich machen höchstens einen Drittel des Buches aus, der Rest beschreibt Katniss' Leben nach den vergangenen Spielen.
Die diesjährigen Spiele haben mich jedoch nicht so fasziniert wie die ersten. Im Buch wurde nicht genug Bezug zu den Tributen hergestellt, nicht genug charakterisiert. Hier trauert man keinem Tribut hinterher, nur von manchen merkt man sich überhaupt den Namen.
Die Spiele verlaufen allgemein zu schnell, zu vorhersehbar, während sie im ersten Teil noch ungewiss, bedrohlich und spannend waren. Denn auch die Furcht, die Katniss letztes Jahr verspürte, ihre Unbeholfenheit im Wald, geht flöten. Denn in einer überlegenen Gruppe durchstreift sie die Arena, ohne dass sie sich groß vor etwas in acht nehmen müsste.
Letztlich waren weder die Hungerspiele, noch ihre Vorgeschichte in Catching Fire schlecht, oder langweilig, aber sie waren nicht so hervorragend wie die Handlung aus dem ersten Band. (Dennoch lesenswert.)

Man spürt definitiv wie die Autorin einen auf etwas größeres, zu diesem Zeitpunkt unvorstellbares vorbereiten will. Der Fokus liegt nicht mehr nur auf der Geschichte von Katniss und wie sie fühlt und handelt. Es geht langsam um etwas größeres. Ob das jedermanns Geschmack ist... findet es heraus!

Letztlich bleibe ich als Leser nicht unzufrieden zurück, sondern eher unbefriedigt - Nach der großen Kehrtwende, die man wirklich nicht kommen sah, ist es plötzlich vorbei. Gerade spannend, und *poof* Buch zuende. Tja.
Da wird man also mit dem schlimmsten Cliffhanger den ein Buch nur haben kann zurück gelassen. Geschockt... zurück gelassen. Ob mir dies gefällt weiß ich selbst noch nicht :)

### Neueintrag:

Nachdem ich also lange Zeit hatte über die Geschehnisse nach zu denken, Teil 3 zu lesen und den Film Catching Fire zu gucken, muss ich sagen: Besser! :D
Vielleicht hat es der Film gerade gebogen, der Teil 2 aktuell zu meinem Lieblingsteil macht, oder der spürbar schlechtere Teil 3 der diesen besser erscheinen lässt - keine Ahnung :)
Aber Fakt ist dass ich die Bewertung HEBEN MUSS [5 Sterne]. Denn Teil 3 konnte ich trotzdem keine 3 Sterne oder schlechter geben, deshalb ebenfalls 4 Sterne. Da dies im Vergleich hierzu unfair wäre, gebe ich einen Punkt hinzu :)


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