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Beiträge von Thomas Ezelsdorfer
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Rezensionen verfasst von
Thomas Ezelsdorfer "thedarkhorse_ez" (Bad Mitterndorf)
(REAL NAME)   

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Radio City (Remastered)
Radio City (Remastered)
Preis: EUR 10,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Todesstoß, 10. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Radio City (Remastered) (Audio CD)
... für Big Star, obwohl wie der Erstling "Nr.1 Record" von der Kritik in höchsten Tönen gelobt (mehr noch als das Debut-Album) verhinderten Streitigkeiten zwischen den Plattenfirmen eine adäquate Distribution geschweige denn eine ordentliche Bewerbung. Die Band zerbrach (obwohl Alex Chilton/vormals Box Tops noch ein Album mit dem Titel "Third" unter dem Namen Big Star veröffentlichte). Radio City ist kantiger, rauher, rockiger und ungeschliffener als das Erstlingswerk und enthält auch weniger Balladen. Nur mehr bei 2 Songs hat Chris Bell mitgewirkt und mir persönlich fehlt sein Einfluss auf die Songs, aber das ist wohl Geschmackssache. Wem das Erstlingswerk gefiel kann hier trotzdem bedenkenlos zugreifen, erst bei "Third" empfehle ich ein genaueres Reinhören in die Songs, da das Album völlig anders geraten ist. Wer rockige Uptempo Nummern mag ist hier sogar besser bedient als mit Nr.1 Record. Auf jedenfall erheben sich beide Alben klar über den Mainstream der 70er.


No.1 Record (Remastered)
No.1 Record (Remastered)
Preis: EUR 5,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert!, 10. März 2010
Rezension bezieht sich auf: No.1 Record (Remastered) (Audio CD)
Big Star, eine der Bands, die an den Plattenfirmen scheiterten. Von Kritikern hochgelobt, aufgrund Auslieferungsproblemen und Streitigkeiten aber ohne Chance, ein breites Publikum zu erreichen, zumindest in den 70ern. Die Musik wird als Powerpop kategorisiert, diese Einteilung ist aber für dieses Erstlingswerk der Band zu kurz gegriffen. Anfangs wechseln jeweils Up-Tempo Nummern mit Balladen, das Ende der Scheibe wird aber von ruhigeren Nummern dominiert. Einflüsse der Beatles sind unverkennbar (zB Try Again, könnte von George Harrison stammen), auch The Who (mehr noch beim nächsten Album Radio City) und anderen 60er-Größen sind identifizierbar, aber wunderbar in die 70er transferiert. Die Produktion ist glatt und glasklar. Insgesamt für mich persönlich eine der wenigen Platten, wo jeder Song ein Treffer ist. Schade, dass das Songwriter Duo Bell/Chilton nach dem kommerziellen Misserfolg getrennte Wege ging (mir fehlt er beim 2. Album schon ein wenig, obwohl es gemeinhin noch mehr gelobt wird). Anmerkung: Chilton ist manchen vielleicht von den Box Tops und deren Hit "The Letter" ein Begriff.
Sollte für Fans der großen Bands der 60er und 70er auf jeden Fall empfehlenswert sein.


The Voice of Abba
The Voice of Abba
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kleine Korrektur..., 2. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: The Voice of Abba (Audio CD)
Ich möchte nur anmerken, dass scheinbar zwei Lieder bei der obigen Zusammenstellung bisher der falschen Sängerin zugeordnet sind: That's Tough + Heart Of The Country wurden laut Inlay (das sonst leider sehr dürftig ist) von Frida gesunden.
Ansonsten möchte ich den meisten meiner Vorgänger zustimmen, es ist eine tolle Mischung aus den Soloplatten der beiden und sicher für jeden, der sich ein Bild machen möchte ein toller Einstieg und wahrscheinlich für jeden Nicht-Fan eine ausreichende Ergänzung im Regal. Richtige ABBA-maniacs werden sowieso eher die Solo-Alben suchen.


The Emitt Rhodes Recordings (1969-1973)
The Emitt Rhodes Recordings (1969-1973)
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 142,98

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sträflich unterschätzt..., 10. Oktober 2009
Emitt Rhodes hätte sicher mehr Bekanntheit verdient, als er für sein Werk bekommen hat. Schon die Veröffentlichen mit der Band "The Merry-Go-Round" (übrigens ebenfalls sehr empfehlenswert) waren nicht von schlechten Eltern und einige Stücke, die nicht mehr unter diesem Bandnamen veröffentlicht wurden, landeten auf seinem ersten Soloalbum, welches hier zu finden ist, ebenso wie seine 3 weiteren Versuche, die aufgrund schlechter Veröffentlichungspolitik seiner früheren und neuen Plattenfirma und mangelnder Werbung immer weniger Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erlangten. Dabei wurden abgesehen vom 1. Album fast alle Stücke von ihm allein komponiert und auch alle Instrumente eingespielt und zwar in seinem eigenen kleinen Studio.
Die Stilrichtung könnte man mit Paul McCartneys ersten Soloalbum "McCartney" vergleichen und sie brauchen diesen Vergleich nicht zu scheuen. Daher auch der Spitzname "the one-man-Beatles". Es handelt sich also anfangs um eingängige Popmelodien, die bei besonders bei seinem letzten Album auch mit Jazz-funk-Anklängen und etwas Blues/Soul gemischt daherkommen. Man hat also zu einem ordentlichen Preis (bei meinem Kauf etwa 25 Euro) 2 CD's voll mit einfallsreicher fröhlich-melancholischer und vor allem "echter" Musik, wie sie in heutigen Zeiten wohl fast nicht mehr zu finden ist. Allen, die Beatles, Beach Boys, Hollies etc. mögen, sei diese Compilation sehr empfohlen.
PS: Als kleiner Tipp nebenbei: einer seiner Produzenten war Curt Boettcher, der mit "Millenium" und "Sagittarius" ebenfalls beachtliche (und leider auch ziemlich vergessene) Werke schuf.


The Best of
The Best of

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 60er Pop im Zeitalter des Glamrock!, 24. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: The Best of (Audio CD)
New World, ursprünglich aus Australien gekommen, konnten sich mit 2 Top Ten Hits und einigen weiteren Chartplazierungen auszeichnen, bevor sie wieder sang- und klanglos im Musikall verschwanden. Am bekanntesten ist wohl "Tom Tom Turnaround" einer der vielen Chinn-Chapman-Hits (vgl. Smokie, The Sweet, etc.). Daneben hatten sie aber auch einiges an Pech, den ihre Versionen zB von Rose Garden oder Living Next Door To Alice floppten, während andere Künstler damit riesen Erfolge feiern konnten.

Generell bleibt ihr Stil im anspruchsvollen Pop der 60er und beginnenden 70er verhaftet, wer diese Zeit liebt, sollte zugreifen, weil er hier wenig bekannte und gerade deswegen interessante Kost als Abwechslung zu den bekannten Vertretern jener Zeit bekommt.


Best of-Hang on Sloopy!
Best of-Hang on Sloopy!
Wird angeboten von FastMedia "Versenden von USA"
Preis: EUR 21,52

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fröhlicher Pop-Rock, 3. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Best of-Hang on Sloopy! (Audio CD)
Berühmt sind die McCoys wohl für ihre erste Single 'Hang on Sloopy', die in den USA Platz 1 schaffte und wohl jedem Kenner der 60er bekannt sein dürfte. Mit 'Fever' (bekannt durch Elvis und Madonna, übrigens mit dem selben Backround versehen wie Hang On Sloopy) und 'C'mon let's go' gelangen noch 2 kleinere Hits, ehe die Band in der Versenkung verschwand und schließlich die Begleitband von Johnny Winter wurde. Auch der Song Sorrow könnte dem einen oder anderen bekannt vorkommen.

2 der 4 Alben, die die Band veröffentlichte, sowie die Singles aus den Jahren 65 und 66 bilden die Basis aus denen dieses Best of zusammengestellt wurde, 2 unveröffentlichte Songs wurden dazu genommen. Wenn man das Material ansieht, muss man sich wundern warum die McCoys so schnell untergingen, den es ist um nichts schlechter als das vieler Zeitgenossen jener Tage und handwerklich haben die Zehringer Brüder (auch unter dem Namen Derringer bekannt) und ihre Bandkollegen trotz ihrer Jugend wirklich einiges drauf. Neben Cover-Versionen sind vor allem das Trio Gottehrer-Feldman-Goldstein als Songwriter present.

Vorwiegend kann man fröhlichen Pop-Rock hören (zB Up and Down, Come on lets go oder Gaitor Tails), Balladen wird man eher kaum finden (am ehesten If you tell a lie oder Ko Ko). Mr. Summer und Runaway kommen im Sound der Beach Boys daher, während The Dynamite Anleihen am Soul nimmt und mit Don't Worry Mother sich auch erste psychedelische Klänge darunter mischen (im Hintergrund erinnert der Song entfernt an Paint It Black von den Rolling Stones).

Textlichen Tiefgang und nachdenkliche Lieder sollte man nicht erwarten (einzig mein Lieblingssong 'Beat The Clock' kann damit aufwarten). Aber für Fans der goldenen Jahre, bevor sich der Quantensprung der Psychedelik ereignete, sind die McCoys ein ausgezeichneter Geheimtipp. Ein Booklet mit der Geschichte der Band rundet das ganze ab, einziger Kritikpunkt ist der Preis, 16 Euro sind ein bißchen hoch...

PS: Wer sich noch weiter für die Band interessiert, ihre anderen beiden Alben sind in der CD Psychedelic Years zusammengefaßt, haben aber, wie der Name schon andeutet einen anderen Sound zu bieten.


Best of
Best of

27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider nicht die erwarteten Originale..., 22. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Best of (Audio CD)
Daher gleich eine Warnung an alle, die sich die guten Oldies der Chrystals erwarten: die Lieder wurden überarbeitet, dabei der "wall of sound" von Phil Spector zurückgedrängt und vermehrt auf Tempo und Schlagzeug gesetzt. Nicht allen Songs hat es unbedingt geschadet, aber welcher wirkliche Fan will zB Going To The Chapel im Technosound hören? Leider fehlt der Hinweis, dass es sich hier um modernisierte Versionen handelt! Und auch das Booklet hat den Namen nicht verdient. Dazu noch der Preis (14,99 als die Rezension verfasst wurde) der für diese Mogelei überhöht ist.
Daher Vorsicht bei dieser CD, nur aufgrund der großartigen Qualität des URSPRÜNGLICHEN Songmaterials und weil manche Songs vorsichtiger geliftet wurden war ein 2. Stern drinnen...


The Complete Studio Recordings
The Complete Studio Recordings

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen All inklusive!, 25. November 2005
Rezension bezieht sich auf: The Complete Studio Recordings (Audio CD)
Tatsächlich erhält man 99,5 % dessen, was ABBA jemals VERÖFFENTLICHT hat, dass sagt schon aus, dass man (leider) keine neuen Songperlen aus dem Archiv zu hören bekommt. Ich schließe mich daher der Meinung von einem meiner Vorgänger an: Diese Paket ist für jene die ABBA zwar kennen zB von Best of Compilations, aber noch kaum oder gar keine Alben besitzen. Das war auch bei mir der Fall, ich hatte die "Zwillinge" ABBA Gold und More ABBA Gold und Arrival auf Schallplatte. Und gerade diese hat mir gezeigt, dass nicht nur die Singles und die B-Seiten hörenswert sind, sondern das auch auf den Alben großartige Songs "versteckt" wurden (die genausogut in die Charts gepaßt hätten).
Und hier kann man getrost zuschlagen, wenn man alles von Abba will und nicht 8-10 verschiedene Teile kaufen will. Der wahre Fan ist verständlicherweise enttäuscht, schließlich mußte er alles mühsam zusammentragen, aber gönnt uns "Neulingen" unter den Schweden-Enthusiasten diese einmalige Chance.
Die Musik braucht man nicht extra erwähnen (gute Rezensionen zu den einzelnen Stücken findet man bei den Einzel-Alben), 5 Sterne sind da nicht genug, der Klang ist ebenfalls perfekt. Die Aufmachung hat mir persönlich sehr gefallen (wie schon mehrfach erwähnt besonders die Idee, die CD's wie Schallplatten zu gestalten und in Original-Alben-Hüllen zu verpacken dafür ebenfalls 5 Sterne). Die Bonustracks und die Raritäten-CD als Schmankerl und Abrundung sind teilweise Klasse oder auch nur zum Überspringen (zB die Deutschversionen) je nach Geschmack.
Die Video-CD war interessant, von der History-CD hätte ich mir persönlich mehr erwartet (die wäre mir nur 3 Sterne wert), eine chronologische Doku wäre mir lieber gewesen. Das machen aber die beiliegenden Booklets mit allen Texten, einigen Fotos, einer Diskographie und einem kurzen Karriere-Abriß wieder wett.
Insgesamt hat mir das Paket jedenfalls sehr viel Freude gemacht und einige Mühe erspart.
PS als kleiner Kritikpunkt: ABBA-The Movie hätte wohl noch als DVD dazugehört!


Help! (Songs from the Film)
Help! (Songs from the Film)
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 17,99

14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Startschuß für die beste Zeit der Pilzköpfe!, 29. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Help! (Songs from the Film) (Audio CD)
Tatsächlich ist die beste Beschreibung für dieses Werk der Beatles es als Übergangsalbum zu bezeichnen, weg von den frechen Newcomern mit den Rock'n'Roll Wurzeln und hin zu den immer experimentelleren, nachdenklicheren, teilweise auch verschrobenen Meistern des Pops der 60er (diese Entwicklung sollte in Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band seinen Höhepunkt finden). Langsam beginnt sich der Drogenkonsum und er Hype um die Band in den Songs zu manifestieren. Dylan, die Beach Boys, die Stones beeinflussen die Fab Four und treiben sie zu Höchstleistungen an. Allmählich entwickelt auch jeder der Beatles in Ansätzen seinen eigenen Stil. Noch ist nicht alles Gold was glänzt, es sind Leerläufe vorhanden, was wohl auch daran liegt, dass die Dreharbeiten und die Tourneen einen Gutteil der Zeit der Band beansprucht und ein bißchen zu wenig Muße für das Album übrig bleibt.
Daher möchte ich die "A-Seite" der Platte (Tracks 1-7, der Soundtrack zum Film sozusagen) also druchgehend gut bezeichnen, während danach der eine oder andere Song doch nach Füllmaterial aussieht. Zunächst einmal zu den Film-Songs:
Lennons Kompositionen sind kennzeichnend für seinen Seelenzustand anno 1965. Immer eine negative oder sogar depressive Unternote zeigt, dass er mit der inneren Leere nicht zurecht kommt, die sein Leben in diesen Tagen bestimmt (und die schon auf den ersten drei Tracks von Beatles For Sale anklingt). Das Gefühl, eigentlich schon alles erreicht zu haben, andererseits von seiner Umwelt bedrückt und eingeengt zu werden, läßt in dann auch nach Hilfe rufen (den Song selber brauche ich wohl nicht zu beschreiben, jeder der Radio und Fernseher besitzt hat zumindest ein paar Takte dieses Liedes schon einmal gehört). Während Help eher rockig daher kommt ist "You've Got To Hide Your Love Away" zarter und melodischer veranlagt. Der Song wurde seinerzeit sogar als Anspielung auf den homosexuell veranlagten Manager der Beatles verstanden (meiner Meinung nach allerdings fälschlicherweise). Wunderschön die Flötenpassagen, die dem Lied eine eigene Note geben, aber auch der Text weiß anzusprechen gerade wenn man sich einmal von der Welt unverstanden fühlt. "You're gonna lose that girl" ist ebenfalls eher melodisch, allerdings flotter inszeniert, aber wie der Titel schon sagt, ebenfalls mit einem ernsthaften Text versehen.
Ganz anders die Werke von Paul McCartney: "Another Girl" (mit leicht verzerrt klingendem Gitarrenspiel) und "The Night Before" (mit angezogener Handbremse aber durchschimmender Kraft und Power)! Voll Selbstsicherheit und voll Bewußtsein der Anziehungskraft die er auf das weibliche Geschlecht ausübt, ein absoluter Gegensatz zu den vorher beschriebenen Stücken Lennons! Und das ist auch ein absoluter Pluspunkt für mich: hier entspannt sich erstmals ein richtiges Duell zwischen Lennon und McCartney und es ist interessant und abwechslungsreich, die beiden unterschiedlichen Typen zu beobachten, ja man könnte sogar ein Streitgespräch zwischen den beiden hineininterpretieren.
In dieses mischt sich 1 x kurz George Harrison ein, mit einer hölzernen Ballade (noch ist "Something" oder "Here Comes The Sun" in weiter Ferne), typisch für seine leider allzu seltenen frühen Stücke. Aber es ist irgendwie charmant, stellen sie sich den Schauspieler Harrison Ford bei einer Liebeserklärung vor, dann wissen Sie ungefähr, was ich meine...
Den Abschluß für den 1. Teil bildet Ticket To Ride. Ein Song mit ebenfalls großer Anziehungskraft. Der beste Beweis: Beach-Boys-Mastermind Brian Wilson ist von dem Teil "She's got a Ticket to ri-hi-hide" so beeindruckt, das er in "Girl don't tell me" (erhältlich auf dem Album Today/Summer Days) das Schema unverkennbar kopiert. Nur eines der vielen Beispiele, wie sich Beatles und Beach Boys gegenseitig aufstacheln! Ob der Song auf die nicht gerade glückliche Ehe Lennons Bezug nimmt (she said that living with me is bringing her down etc.) sei dahingestellt. Auf jeden Fall sind die lässig in die Länge gezogenen Enden einzelner Verse (zB I think it's todaaayyy-yeah) markant und erinnern an den Kaugummi-kauenden John (bei der Erstaustrahlung von "All You Need Is Love").
Dann der erste scheinbare Füller ohne besonderen Wert: "Act Naturally". Nun, Ringos Stimme hat seinen eigenen Reiz und wenn man es als einfache musikalische Einladung sieht, sich den Film der Pilzköpfe anzusehen könnte man einfach sagen: Bevors weitergeht, kurz ein Werbespot! Danach "It's Only Love", für mich fast wie Harrisons "I Need You". Lennon quält sich etwas steif durch die Ballae und vermag gerade durch die Unbeholfenheit den Hörer anzusprechen. Männer haben halt manchmal Schwierigkeiten, Gefühle auszudrücken... Man kann also sicher geteilter Meinung über dieses Lied sein, aber Kanten und Ecken sind oft besser als die manchmal zu glatt produzierten Liebesschnulzen von heute.
Die nächsten beiden Tracks sind nichtssagend und ohne besondere Highlights und klingen (wie auch "Act Naturally") nach den alten Beatles und hätten gut auf frühere Alben gepaßt.
Dann folgen jedoch noch mal 3 Highlights ganz unterschiedlicher Art. McCartneys "I've just seen a face" war mir anfangs auch zu farblos, aber mit jedem mal hören wurde es mir sympathischer - jetzt liebe ich es. Ob man es nun mag oder nicht, dieses schnelle, geradlinige Lied ohne große Tonsprünge setzt sich leicht im Hirn fest und ist schwer herauszubekommen. Für "Yesterday" gilt noch mehr als für "Help": kennt jeder (in Österreich wurde er zur Jahrtausendwende zum besten Song gewählt), obwohl der Song den Beatles selber so peinlich war, dass sie ihn in England nicht als Single herausgaben. Daher auch die bewußte Gegenreaktion Lennons: Ein Rocker als Abschluß, "Dizzy Miss Lizzy" wo er sich ebenso abreagieren kann wie einst bei "Twist & Shout" und indirekt verkündet: und wir sind trotzdem eine Rock'n'Roll-Band.
Die Platte zeigt die Fab Four im Umbruch und fünf Sterne sind dafür wohl zu viel (im Gegensatz zu den folgenden Alben Rubber Soul und Revolver). Aber in Anbetracht der Zeit zu der die Songs entstanden, der Eingängigkeit der meisten Tracks und der Welthits, die hier vertreten sind, halte ich 4,5 für angebracht und habe im Hinblick auf vertretenen Song-Perlen der Beatles wohlwollend aufgerundet.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 29, 2012 12:21 PM CET


Tommy's 22 Big Ones
Tommy's 22 Big Ones
Wird angeboten von dutchtoni
Preis: EUR 41,30

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen It'll make you dizzy..., 22. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Tommy's 22 Big Ones (Audio CD)
zumindest dann, wenn Sie auf fröhlichen Rock'n'Roll der 60er Jahre stehen. Die größten Hits sind sicher "Sheila" und "Dizzy" die immer noch im Radio zu hören sind und daher hohen Wiedererkennungswert besitzen. Doch diese Sammlung bietet auch noch weitere Songs in der Qualität dieser beiden Top-Hits zB "Hooray for Hazel", die ironische Abrechnung mit einem Männer-verschlingenden Vamp oder auch "Jam up Jelly Tight" mit mitreisendem Rhythmus. Diese Songs sind auch meine Anspieltipps, daneben auch "Sweat Pea" (schaffte es als Instrumental-Coverversion auf eine Platte von Manfred Mann) und "The Folk Singer" (nimmt Anleihen am Folk Rock).
Vom Stil her ist Tommy Roe sehr gut mit Tommy James und The Shondells vergleichbar! Die Lieder sind nicht nur purer Rock'n'Roll sondern warten auch mit unterhaltsamen Melodien auf. Auf jeden Fall macht die Platte Spaß und lädt schon mal zum Mitsingen ein, empfehlenswert für jeden Oldie-Fan! Viel Vergnügen!


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