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Rezensionen verfasst von
Dr. Kerstin Gernig "KommunikationsGestaltung, Berlin" (Berlin)
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Schokologie: Was wir vom Schokolade-Essen fürs Leben lernen können
Schokologie: Was wir vom Schokolade-Essen fürs Leben lernen können
von Ilona Bürgel
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Man fühlt, was man denkt, 27. Februar 2014
Schokologie ist die augenzwinkernde Lehre all dessen, was man selbst dafür tun kann, das eigene Leben von der Schokoladenseite aus zu betrachten. Dr. Ilona Bürgel ist Expertin für positive Psychologie, liebt Schokolade und weiß, wie Menschen sich das Leben allein durch positive Gedanken und Gefühle genussvoller und leichter gestalten können. Ihre Vision ist, dass Menschen 2050 ihren Geist genauso trainieren und pflegen werden wie ihren Körper. Für alle, die heute schon damit beginnen wollen, hat sie Übungen aus der eigenen täglichen Praxis zusammengestellt. Denn sie weiß, wie wichtig die Freude am eigenen Tun für das Gelingen der Vorhaben ist.

Das Buch wendet sich an Menschen,
- die anstelle eines halbleeren Glases lieber ein halbvolles Glas vor sich stehen haben wollen.
- die anstelle von Verzicht, Kontrolle und Disziplin lieber Genuss, Freude und Leichtigkeit erleben wollen.
- die behindernde Glaubenssätze entdecken wollen, um sie abzulegen.
- die Gewohnheiten so verändern wollen, dass sie zu den eigenen Wünschen passen.
- die jedem Tag die Chance geben wollen, der beste ihres Lebens zu werden.

Geboten werden Info-Pralinen zu positiven Emotionen: Zutaten des Glücks, die jeder selbst in der Hand hat; Anregungen für Übungen, mit denen sich die Stimmung aufhellen lässt und Verträge mit sich selbst für ein entschiedenes Umdenken. „Schokologie“ lehrt, wie man sorgsam und liebevoll mit den eigenen Gedanken umgeht; wie man die eigenen Bewertungen und Erwartungen bewusst wahrnimmt; wie man Lebensfreude durch Dankbarkeitsübungen erfährt; wie man aus Fehlern lernt, anstatt sich über sie zu ärgern; wie man Gefühle positiv beeinflusst und die eigene Begeisterung zum Maßstab dafür macht, ob die gesetzten Ziele auch wirklich die eigenen sind.

Ein Plädoyer für mehr Genuss im Leben, nicht nur für Naschkatzen, auch wenn es mit einem Kapitel über die Geheimnisse des Schokoladengenusses ohne Reue schließt.


Musterbrecher. Die Kunst das Spiel zu drehen
Musterbrecher. Die Kunst das Spiel zu drehen
von Stefan Kaduk
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wo Management dazu dient, Potentiale von Menschen zu entfalten, 15. Oktober 2013
Was kann man von Musterbrechern lernen? Die Kunst, das Spiel zu drehen. Mutige Manager suchen nicht nur nach Lösungen für Herausforderungen – jenseits bekannter Regeln, klassischer Strategien und eingeübter Muster –, sondern verlieren dabei vor allem die Mitarbeiter als Menschen und als „homo ludens“ nicht aus dem Blick.

Der Ansatz der Autoren ist ressourcenorientiert. Das heißt: Managementstrategien werden daraufhin abgeklopft, ob sich Menschen mit ihren Potentialen entfalten können und ob ihre Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Wertschätzung erfüllt werden. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch. Insofern spiegelt das Buch eine Gesellschaft in einer Transformationsphase, in der es – ausgehend von Zufriedenheitsumfragen in Unternehmen – darum geht, den Menschen mit seinen Bedürfnissen und Potentialen wieder stärker in den Fokus zu nehmen.

Zugleich geht es um die Rehabilitierung des Erfahrungswissens, auf das es jenseits aller Theorie heute mehr denn je ankommt. Denn, so die Autoren, wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Deshalb lautet die Devise auch nicht reden, sondern machen. Hier werden keine Theoretiker vorgestellt, sondern Macher, denen es um Spiel und Spaß intelligenten Regelbrechens ebenso wie um die Verantwortung von Menschen für Menschen sowie die Herausforderungen unserer Zeit geht.

Die ausgewählten Best Practice Beispiele geben Anregungen für den intelligenten Umgang mit den Ressourcen einer Gesellschaft: von der demokratischen Abfallbeseitigung über die selbstgesteuerte Personalentwicklung bis zur flexiblen Zielorientierung. Passend zum Ansatz des Buches ist die Chronologie der Kapitel vom Leser selbst vorzunehmen, so dass das Muster der Kapitelnummerierung einzig als Aufforderung dient, sich ihm zu widersetzen. Ein Buch für Menschen, die bei allem Wirklichkeitssinn den Möglichkeitssinn nicht aus den Augen verlieren wollen.

Fazit: Es gibt nur wenige Orte, an denen der Mut zum Experiment im Management existiert, doch wer sie sucht, entdeckt faszinierende neue Lösungsansätze.

P.S. In Zeiten von E-Books erwähnenswert: den Leser erwartet ein lustvolles Spiel mit der Kunst des Büchermachens.


Stilgeheimnisse: Die unschlagbaren Tricks und Kniffe für erfolgreiches Auftreten
Stilgeheimnisse: Die unschlagbaren Tricks und Kniffe für erfolgreiches Auftreten
von Katharina Starlay
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dress for success, 15. Januar 2013
„Fashion Victim“ oder „Stilikone“ – das ist die Frage. Die Stilexpertin und Imageberaterin Katharina Starlay kennt sich aus mit Farben, Schnitten, Stoffen und dem gewissen Etwas, das die Wirkung eines Menschen bei kleinen und großen Auftritten ausmacht. In ihrem Buch „Stilgeheimnisse“ verrät sie, was zu welchem Typ am besten passt. Ob Designerbrille oder Modeschmuck, karierte Krawatte oder gestreifter Anzug, High Heels oder Slipper – jedes Accessoire ist ein Statement. Doch nicht alles steht jedem und schon gar nicht in x-beliebigen Kombinationen. Wer wissen will, was Stil auszeichnet, während Moden kommen und gehen, findet in den „Stilgeheimnissen“ Tipps und Tricks von „stilvoll kombiniert“ bis „stilvoll altern“. Und da es nie zu spät ist für einen stilvollen Neuanfang, lässt sich das alte Outfit mit den neuen Erkenntnissen jedes Kapitels sogleich auf den Prüfstand stellen.

Dr. Kerstin Gernig, KommunikationsGestaltung, Berlin


Todeskämpfe: Die Politik des Jenseits und der Streit um Sterbehilfe
Todeskämpfe: Die Politik des Jenseits und der Streit um Sterbehilfe
von Matthias Kamann
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Argumente für und wider die Sterbehilfe, 6. Januar 2010
Sterbehilfe ist ein Thema, das moderne Gesellschaften in dem Maße zunehmend bewegt, als medizinisch-technische Möglichkeiten in den Sterbeprozess eingreifen, indem sie ihn beispielsweise durch Herzschrittmacher aufschieben oder auch durch künstliche Ernährung verlängern können. Eine unaufgeregte Debatte über dieses ethisch heikle Thema ist schwierig, da ideologisch aufgeheizte, entgegengesetzte Meinungen aufeinanderstoßen. Die einen verteidigen lebensverlängernde Maßnahmen um jeden Preis, apostrophieren das Leben als höchstes Gut und sprechen dem Individuum ein Verfügungsrecht über seinen eigenen Tod ab. Die anderen fürchten, der Euthanasie (ursprünglich Sterbehilfe für unheilbar Kranke und Schwerverletzte) im Sinne der Vernichtung unwerten Lebens das Wort zu reden und haben damit ein Totschlagargument für die gesamte Sterbehilfedebatte an der Hand. Matthias Kamann zeichnet in seinem Buch Todeskämpfe" die verschiedenen Argumentationen in unserer Gesellschaft nach, wobei er betont, dass das Thema vor dem Hintergrund sozioökonomischer Faktoren eine besondere Brisanz bekommt: trägt doch die gestiegene Lebenserwartung zu einem erhöhten Pflegerisiko bei, das die Phase eines unselbständigen bis entmündigten Lebens in Pflegeheimen für einen großen Teil der Bevölkerung nicht zur Ausnahme, sondern zum Regelfall werden lässt.

Verhaltensregeln im Zeichen des Scheiterns

In der Antike galt die Selbsttötung nicht als verwerflich, doch die Hilfe zur Selbsttötung durch Ärzte wurde durch den hippokratischen Eid ausgeschlossen. Das Thema Sterbehilfe stellt sich jedoch nicht nur aus der Perspektive des Individuums, das seinem Leben ein Ende bereiten möchte, sondern ebenso aus der Perspektive der Gesellschaft, die sich dazu zustimmend oder ablehnend, gewähren lassend oder unterstützend positioniert. So geht es einerseits um die Frage, ob der Mensch das Recht dazu hat, sein Leben selbst zu beenden und andererseits um die Frage, unter welchen Bedingungen Dritte das Recht hätten, dabei zu helfen.

Kamann wägt nicht systematisch die Positionen des Pro und Contra der Sterbehilfe gegeneinander ab, sondern kreist das Thema ein, indem er die Diskurse und Interessen von Gesundheitssystemen, Pflegeheimen, Hospizen, Kirchen, Tötungsbeihilfen und Sterbehilfevereinen gegeneinanderstellt.

Das Individuum als einziger Maßstab zwischen Diesseits und Jenseits

Wir leben in einer Gesellschaft, die fast alles zur Disposition gestellt hat, selbst die Verfügung über Leben und Tod: von der Abtreibung über die Implantationsdiagnostik bis hin zur Sterbehilfe. So stellt sich die Frage, was der richtige Umgang mit dem menschlichen Leben unter den Bedingungen der Moderne ist. Kamann unterstreicht, dass bei der Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit unter den aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen - eines spirituellen Wandels und damit veränderter Jenseitsvorstellungen sowie der Angst vieler Menschen durch Demenz oder schwere Pflegebedürftigkeit das eigene Lebensende in Abhängigkeit anderer unmündig verbringen zu müssen - der Suizid dennoch immer als Kapitulation zu sehen ist: entweder der Kapitulation des einzelnen, der schwere Krankheit und Leid nicht mehr erträgt oder der Kapitulation der Gesellschaft, der es nicht gelingt, die Einsamkeit Alleinstehender aufzufangen und Lebensmüdigkeit in Lebenslust zu verwandeln.

Dem Dammbruchargument" - wie er es nennt -, dass die Liberalisierung der Sterbehilfe zur Vernichtung unwerten Lebens führen könnte, hält Kamann entgegen, dass es derzeit ein Privileg monetär und intellektuell besser Gestellter ist, Sterbehilfe im Ausland (z.B. Dignitas in der Schweiz) in Anspruch nehmen zu können.

Darf man extrem kranken Menschen die ärztliche Hilfe bei der Selbsttötung verweigern?
Warum dürfen Menschen, die selbstbestimmt gelebt haben, nicht auch selbstbestimmt entscheiden, wann sie sterben wollen? Kamann plädiert für die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen als letztem Willen, der in Zeiten selbstbewusster und selbstverantwortlicher Mündigkeit verfügt wurde.

Warum wollen Menschen sterben?

Der Tod wurde entzaubert, in dem Maße, in dem die religiöse Deutungshoheit des Jenseits verloren gegangen ist. An die Stelle von Jenseitsvorstellungen, Auferstehungsglauben oder Höllenvorstellungen sind Diesseitssorgen getreten. Die Medien haben Einzelfälle von Komapatienten und Schwerstkranken vorgeführt, die medizinisch jahrelang am Leben gehalten worden sind, obgleich sie physisch und sozial bereits gestorben waren.

Wenn sich hinter dem Wunsch, sterben zu wollen, die Angst vor Einsamkeit, Schmerzen oder auch medizinischer Überversorgung verbirgt, geht es zunächst um die Frage, wie wir Gemeinschaft gestalten, Schmerzen durch die Palliativmedizin lindern und Patientenverfügungen im Ernstfall umsetzen und erst anschließend um die Schwierigkeit, für den individuellen Wunsch nach Sterbehilfe eine verallgemeinerbare staatlich-gesetzliche Regelung zu finden. Der Sterbetourismus" in die Schweiz kann jedenfalls nicht die letztgültige Antwort auf die Sterbehilfediskussion in Deutschland sein.

Neue Vorstellungen von gutem Leben und gutem Sterben, Tod und Jenseits sowie Individualität und Selbstbestimmung in einer alternden Gesellschaft stehen zur Debatte, die die Grundsätze der politischen und moralischen Kultur gleichermaßen berühren. Kamanns vielschichtige Streitschrift ist ein wichtiger Impuls, um das Thema, das eine der größten ethischen Herausforderungen darstellt, zu enttabuisieren und verantwortungsbewusst zu thematisieren.


Weisheit: 50 Porträts. Bildband zur Portrait-Fotografie
Weisheit: 50 Porträts. Bildband zur Portrait-Fotografie
von Andrew Zuckerman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,95

31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weisheit, 11. November 2009
Ein Buch mit dem Titel Weisheit fällt auf, nicht allein wegen des großen Formats, sondern vor allem weil das Thema in Zeiten von Jugendkult und Schnelllebigkeit, Informationsüberflutung und medialer Zerstreuung ein Signal setzt. Weisheit assoziieren wir mit Alter und Lebenserfahrung, Wissen und Gelassenheit. Dem Fotografen Andrew Zuckerman und dem Produzenten Alex Vlack geht es jedoch nicht um die philosophische Frage, was Weisheit ist, sondern um die ganz persönliche Weisheit fünfzig bekannter Menschen aus Medien, Politik und Kunst. Alle Porträtierten haben die Lebensmitte überschritten, sind zwischen 1917 und 1943 geboren. Ihre Porträts zeigen die Verbindung von Lebenserfahrung und Lebenseinstellung in Wort und Bild.

Gesichter

Die Fotos sind ausdrucksstarke Annäherungen an die Persönlichkeit der Menschen und die Würde des Alters. Sie spiegeln nicht allein die Spuren gelebten Lebens, sondern sind Charakterdarstellungen. Es gibt weder Kulisse noch Bildhintergrund, sondern allein die schlichte Konzentration auf den Gesichtsausdruck vor weißer Leinwand. Freude und Leid, Verschmitztes und Ernsthaftes, Nachdenkliches und Gelassenes werden dabei sichtbar.

Quintessenz gesammelter Lebenserfahrungen

Die Porträtierten verdichten auf knappem Raum, was ihnen wichtig war und ist. So relativiert der Schauspieler Clint Eastwood das eigene Ego, wenn er sagt: Die Welt ist ein Zirkus, in dem wir nur bis zu einem gewissen Grad zählen." Die Schimpansenexpertin und Umweltschützerin Jane Goodall betont dagegen die Weisheit der indigenen Völker, die bei ihren Entscheidungen die möglichen Folgen für künftige Generationen bedachten", was auch ihrem Lebensmotto entspricht.

Doch Menschen wie Nelson Mandela und Desmond Tutu oder Vanessa Redgrave und Nadine Gordimer sind nicht automatisch mit dem Älterwerden weise geworden. Vielmehr sind sie durch Krisen gegangen und haben sich mit zentralen Fragen des Lebens befasst. Erst durch diese Auseinandersetzung haben sie zu ihrer persönlichen Weisheit gefunden. Lektüre und DVD der Live-Mitschnitte der Interviews geben einem den Eindruck, kurz bei Prominenten zu Gast zu sein.

Eines der größten Geschenke, das eine Generation der anderen machen kann, ist vielleicht, die eigene Lebensweisheit weiterzugeben, auch wenn jede Generation die Frage nach einem gelungenen Leben für sich neu beantworten muss.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 26, 2010 6:57 PM CET


Das große Buch der Lebenskunst
Das große Buch der Lebenskunst
von Anton Lichtenauer
  Gebundene Ausgabe

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kunst, sein Leben zu führen, 22. Juli 2009
Der wahre Sinn des Lebens besteht darin, Bäume zu pflanzen, unter deren Schatten man vermutlich selber nie sitzen wird." (Nelson Henderson)

Anselm Grün leitet die Benediktinerabtei Münsterschwarzach bei Würzburg und ist Autor zahlreicher Bücher mit Millionenauflagen, die in viele Sprachen übersetzt worden sind. Er greift Themen auf, die jedes Leben berühren wie die Lebenskunst. Was bedeutet Lebenskunst in einer schnelllebigen, von Informationen überfluteten Zeit, in der viele Menschen von Sorgen und Ängsten geplagt sind? Die Kunst, sein Leben zu führen, ist nicht allein eine mönchische Tugend, sondern eine Herausforderung für jeden. Anselm Grün hat sich von der Seelsorge bis zu Managerseminaren mit den Schwierigkeiten, die sich Menschen stellen, intensiv auseinandergesetzt. Wie bedeutsam die im Kloster gelehrten und gelebten Prinzipien für jedes Leben sind, vermittelt er in seinem großen Buch der Lebenskunst.

Sei, der du bist

Glück hängt nicht allein von äußeren Umständen ab, sondern wesentlich von der inneren Einstellung zum Leben, zu sich selbst und zu den Widerfahrnissen. Diese Einstellung lässt sich bewusst machen, verändern und zur Lebenskunst kultivieren. Wer sich auf dieses Experiment einlässt, kann sich von äußerem Druck befreien und zum Einklang mit sich selbst gelangen. Denn das, wonach wir uns sehnen tragen wir ebenso wie das, wovor wir Angst haben, in uns. Loslassen und zulassen, aushalten und durchhalten, barmherzig mit sich und anderen sein, sich mit anderen aussöhnen und mit sich selbst in Einklang kommen, sich von überzogenen eigenen und fremden Ansprüchen befreien, stark werden, indem man Schwächen annimmt, die eigenen Grenzen annehmen, um zu wachsen - die Lebenserfahrung zeigt, wie eng die scheinbaren Gegensätze zusammengehören.

Sorge dich nicht

'Ich bin ein alter Mann und habe viel Kummer gesehen, aber das meiste davon ist nie passiert.' Mark Twain hat viele Menschen erlebt, die sich den Kopf zerbrochen haben, was ihr Leben zerstören könnte und was sie überfordern würde. Doch oft genug entsprach dem Kummer in den Herzen der Menschen keine objektive Tatsache." Doch nicht nur Sorgen, sondern auch (selbst-)zerstörerische Haltungen wie Gier, Zorn, Neid, oder Selbstüberschätzung führen zum Leiden. Dagegen hält Anselm Grün die Einstellungen der Lebenskunst: Achtsamkeit, im Augenblick leben, sich Zeit nehmen für den eigenen Rhythmus, große und kleine Rituale pflegen, auf die inneren Impulse hören, sein, wer man ist, aber nicht ständig ums eigene Ego kreisen.

Ab und an innezuhalten ist die Voraussetzung für menschlichen und geistlichen Fortschritt. Die Lektüre lädt zu einer Begegnung mit den eigenen Wünschen, Sehnsüchten und verdrängten Bedürfnisse ein. Wer die eigenen Kraftquellen kennt, kann sich nicht nur besser abgrenzen, sondern zugleich auch besser auf andere einlassen.


Der Sinn des Lebens
Der Sinn des Lebens
von Terry Eagleton
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

82 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gewagter und verlockender Titel, 15. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Sinn des Lebens (Gebundene Ausgabe)
Der Sinn des Lebens. Ein solcher Titel für ein Buch von 158 Seiten ist gewagt, aber auch verlockend. Ein Thema für Verrückte oder für Komiker", wie es im Vorwort heißt. Schon die Widmung "Für Oliver, der die ganze Idee extrem peinlich fand" verrät, dass der Autor Humor hat: als britischer Kulturwissenschaftler natürlich englischen! "Wir gehen gern davon aus, die Endeckung des Lebenssinns sei eine lohnende Sache", schreibt er. "Was, wenn das ein Irrtum wäre? Wenn die Wirklichkeit etwas Ungeheuerliches wäre, dessen Anblick uns zu Stein erstarren ließe?"

"Philosophen haben die ärgerliche Angewohnheit, Fragen nicht zu beantworten, sondern zu analysieren." So steigt Terry Eagleton ein und analysiert, warum die Frage nach dem Sinn des Lebens wieder einmal Konjunktur hat. Das muss wohl an unserer Zeit liegen. Denn die Sinnfrage stellt sich meist, wenn Überzeugungen und Traditionen in eine Krise geraten. So charakterisiert unsere Zeit, dass die symbolische Dimension des Lebens zunehmend aufgegeben oder ins Private verdrängt wird. Es scheint, als ob die Gemeinschaft den Weg verloren hat, wie immer der Einzelne auch dastehen möge. Nicht Werte des Teilens und der Solidarität kennzeichnen unsere Zeit, sondern Streben nach Macht und Profit, wofür Vernunft und Moral funktionalisiert werden. Auf wenigen Seiten wird eine Kulturkritik vom Feinsten geliefert: ob es um Esoterik anstelle von Religion geht, um Sex als Ware, um Kunst als Geldanlage, um Kultur als exotisch verpacktes Touristikhäppchen oder auch das Geplapper anstelle von philosophischer Reflexion.

Mehr Fragen als Antworten

Auch Eagleton gibt keine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, sondern kreist sie vorsichtig ein. Dabei geht es ihm auch um die Frage, ob die Sinnfrage Privatsache ist oder ob es einen dem Leben selbst innewohnenden Sinn geben kann. "Möglicherweise besteht der Sinn des Lebens zumindest teilweise auch darin, dass man ihn nicht kennt." Was für ihn durchaus nicht damit gleichzusetzen ist, dass man deshalb die Suche gleich aufgeben muss, da durch sie vieles überhaupt erst entdeckt wird. "Vielleicht ist der Sinn des Lebens etwas so Einfaches wie das Atmen, das ich gerade jetzt tue, ohne mir dessen auch nur im Geringsten bewusst zu sein."

Wohltuend unprätentiös stellt Eagleton mit historischem Bewusstsein fest: "Der Gedanke, ein einzelnes Leben könne einen besonderen Sinn haben, der sich vom Sinn des Lebens aller anderen Mensch unterscheide, hätte nicht viele Anhänger gefunden. Der Sinn eines Lebens bestand weitgehend in seiner Funktion innerhalb eines größeren Ganzen." Leichtfüßig kritisiert er die Beliebigkeit und Gleichgültigkeit der Gegenwart: "Was den Glauben angeht, reist die Postmoderne lieber mit leichtem Gepäck. Sie glaubt so manches, doch hat sie keinen Glauben."

Da Reflexion und Selbstreflexion zu einem erfüllten Leben gehören, macht die Lektüre von Eagletons kleinem Buch über eine abgründige Frage großen Spaß. Ist also der Tod nicht eine Voraussetzung dafür, dass das Leben einen Sinn hat?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 29, 2010 4:41 PM MEST


Das Universum. Die grosse Bild-Enzyklopädie
Das Universum. Die grosse Bild-Enzyklopädie
von Martin Rees
  Gebundene Ausgabe

26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszination Weltraum, 18. Mai 2007
Seit der Antike versuchten Astronomen, die Muster der Fixsterne und die Bewegungen von Mond und Planeten zu verstehen, um die Stellung des Menschen im Kosmos zu begreifen. Mit unendlicher Geduld und enormem mathematischem Genie wurden die Gesetze der Planetenbewegungen erforscht. Heute geht es den Naturwissenschaftlern nicht allein um Sternkonstellationen oder die Entdeckung neuer Galaxien, sondern um die Rekonstruktion der Genese des Alls mithilfe der Urknalltheorie.

Es gibt Fragen, die den Menschen beschäftigen, da sie seine conditio humana" ausmachen. Die Stellung des Planeten Erde im Kosmos gehört zweifellos zu diesen Fragen.

In der großen Enzyklopädie Das Universum" werden mit phantastischen Fotografien und Illustrationen die Geschichte der Astronomie und Raumfahrt sowie die Entstehung des Alls nachgezeichnet.

Außerhalb der Grenzen der Milchstraße erstrecken sich unvorstellbare Räume, das Reich der Galaxien. Die entferntesten dieser Galaxien liegen Milliarden von Lichtjahren von der Erde entfernt am Rand des mit modernster Technik ausgeloteten Universums. Doch je weiter der Mensch durch Mondlandung, Marsmission oder neuste Technik ins All vordringt, desto faszinierendere und zugleich unheimlichere Tiefen scheinen sich aufzutun. Dem Herausgeber der Enzyklopädie, Martin Rees, - Professor für Kosmologie und Astrophysik am Trinity College in Cambridge - ist es gelungen, diese Dimensionen, in die normalerweise nur Naturwissenschaftler, Mathematiker, Physiker und Astronomen vordringen, ebenso verständlich wie spannend darzustellen.

Die moderne Technik ermöglicht spektakuläre Bilder, die Einblicke in Räume und Zeiten gewähren, die dem Menschen mit bloßem Auge verschlossen wären. Die Wahrnehmung der Stellung der Erde im Kosmos hat sich dadurch fundamental verändert.

Und wem ist schon bewusst, wenn er die Schönheit des Nachthimmels betrachtet, dass ihn das Licht längst verloschener Sterne erreicht, die nur wenige Millionen Jahre" geleuchtet haben, bevor sie als Supernova explodiert sind?

Das Buch ist weit mehr als ein Nachschlagewerk mit wissenschaftlich fundierten Erläuterungen und Glossar. Wer sich einmal auf diese unfassbare Dimensionen von Zeit und Raum einlässt, kommt von dieser aufregenden Reise durch die Weiten des Alls mit vielen offenen Fragen zurück: Gibt es Planeten, die der Erde ähnlich sind? Gibt es Leben im All? Und wie alt ist das Universum überhaupt?


Mein Feng Shui Garten: Gestaltungsideen für Garten, Terrasse und Balkon
Mein Feng Shui Garten: Gestaltungsideen für Garten, Terrasse und Balkon
von Susanne Schumacher
  Gebundene Ausgabe

18 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kann Feng Shui mein Leben verändern?, 9. Januar 2006
Das Buch „Mein Feng Shui Garten“ bietet Gestaltungsideen für Garten, Terrasse und Balkon mit den Prinzipien des Feng Shui, was übersetzt „Wind und Wasser“ bedeutet. Die Elemente stehen für den Einfluss der Naturgewalten auf das Leben. Die Autorin zeigt, dass sich das Gefühl, von Räumen angesprochen zu werden, mit ganz einfachen Mitteln erzeugen lässt. Es geht ihr nicht um spektakuläre, aufwendige Lösungen, sondern darum, aus dem Vorhandenen das Beste zu machen, - unter Berücksichtigung der Elemente Feuer, Wasser, Erde, Metall, Holz.
Ziel des Buches ist, die grüne Umgebung einfach, klar und schön zu gestalten durch organische Formen, fließende Linien, stimmige Strukturen und harmonische Farben. Pflanzen, Wasser, Steine und Skulpturen gehören dabei zu den zentralen Gestaltungselemente.
Die Grundprinzipien des Feng Shui werden erläutert, um den Zustand des eigenen Gartens analysieren zu können. Die Bilder der Gärten verführen zum Träumen und inspirieren zum Umgestalten. Jeder Garten kann zu einer Kraftquelle und zum grünen Lieblingsort werden. Bei diesen Gärten versteht man, was es bedeutet, sich in seinem Element zu fühlen.


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