Profil für Garstiger Garst > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Garstiger Garst
Top-Rezensenten Rang: 749.218
Hilfreiche Bewertungen: 14

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Garstiger Garst

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Sega Saturn Controller Adapter für PC USB
Sega Saturn Controller Adapter für PC USB
Wird angeboten von TotalConsole
Preis: EUR 15,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Input Lag verdirbt den Spaß, 17. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sega Saturn Controller Adapter für PC USB
Eigentlich ein ordentlicher Adapter, ganz gut verarbeitet. Die Mehrfachbelegung des Steuerkreuzes sowohl auf POV (umschaltbar auf Analogachsen) als auch auf vier Buttons ist sehr praktisch. Von dieser Seite her gibt es nichts zu bemängeln, allerdings hatte ich ein kleines und ein großes Problem:

1. Das 3D-Pad funktionierte nicht. Laut Herstellerseite unterstützen nur die ab 2013 produzierten Adapter das 3D-Pad. Vielleicht habe ich ein altes Modell erwischt; trotzdem blöd, wenn das Produkt damit beworben wird.

2. Input Lag. Nicht sehr auffällig, aber dennoch vorhanden. Ich habe verschiedene aktuelle Spiele sowohl auf Flatscreen als auch auf Röhre getestet, und im Vergleich mit einem XBox360-Controller wurden die Eingaben meiner Saturn-Pads immer leicht verzögert registriert. Diese Verzögerung ist spürbar und damit für mich ein absolutes No-Go, vor allem im 2D-Bereich, für den das Saturn-Pad gemacht ist.

Von daher kann ich diesen Adapter nur denjenigen empfehlen, die mal eben ihre alten Saturn-Controller an den PC anschließen möchten und nicht zu sensibel auf Input Lag reagieren. Als dauerhafte Lösung taugt er meiner Meinung nach nicht.


Focus
Focus
Preis: EUR 11,99

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gewollt, aber nicht in allen Punkten gekonnt, 10. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Focus (Audio CD)
Oft wird dieses Album mit Begriffen wie Offenbarung, Jahrhundertwerk oder sonstigen hochtrabenden Begriffen bedacht, die das Herz des geneigten Death-Metal-Fan mit Vorliebe für Exotisches höher schlagen lassen. Doch was bleibt unterm Strich übrig?

Cynic spielen Musik, für die es auch nach zwanzig Jahren noch keine passenden Worte zu geben scheint. Am ehesten passt meiner Meinung nach noch "progressiver Death Metal mit einem gehörigen Schuss Fusion". Manche sprechen auch von Jazz-Einflüssen, aber ganz ehrlich: Jazz ist dann doch was anderes.
Jede Menge spannende Ideen sind da, das Können auch. Vor allem Sean Reinert an der Schießbude weiß zu beeindrucken! Aber das Werk leidet an zwei entscheidenden Dingen, die verhindern, dass es vielleicht wirklich zu DEM Death-Metal-Fusion-Was-auch-immer-Album hätte werden können:
Das sind erstens der penetrante Vocoder und zweitens die schwache Produktion.
Ersterer fügt sich gut (Veil Of Maya) bis schlecht (The Eagle Nature) in das Inferno ein, doch der Dauereinsatz mit beständig gleichbleibender Klangfarbe geht auf die Nerven. Mir scheint es, als hätte Gitarrist und Sänger Paul Masvidal lieber Klargesang verwendet (wie er es später auf den Portal-Demos tat), musste aber mangels Talent auf den Vocoder ausweichen. Spätestens, wenn man die Demoversionen von "The Eagle Nature" und "Uroboric Forms" kennt, verliert die Roboterstimme das letzt bisschen Integrität in diesen Songs. Es klingt leider aufgesetzt.
Und überhaupt, Klang: Die Qualität Burns'scher Produktionen streut ja etwas. Hier ist ihm der Sound besonders dünn und leider auch matschig geraten, gerade, wenn so viel passiert wie bei Cynic, ist das tödlich. Leider fehlt auch die Dynamik: Warum sind die unverzerrten Gitarren genauso laut wie die verzerrten? Das hier ist eines der wenigen Alben, bei denen sich ein Remix (mit richtigem Gesang anstelle des Vocoders) lohnen würde.

Dennoch: Ich höre mir dieses Album hin und wieder gerne an. Fast noch lieber aber habe ich das '91er-Demo, auf denen der Vocoder fehlt, und das '90er-Demo, auf dem der Sound bis ins Detail stimmt. Ich vergebe 3,5 / 5 Sternen, weil hier so viele 5-Sterne-Rezensionen vorliegen, runde ich freimütig ab.


Idolatry
Idolatry
Wird angeboten von Metalbörse
Preis: EUR 28,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gutes Album, schrecklicher Remaster, 9. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Idolatry (Audio CD)
Devastations "Idolatry" würde man heute wohl als Thrash bezeichnen, damals hätte man aber Death Metal gesagt. Ein geniales Album, nur das fiese Tempo-nicht-halten-können verdirbt mir manchmal den Spaß, den die early-Pestilence-Knüppelsongs aber auf jeden Fall wieder reinholen. Die Riffs sind alle schön heavy und die Stimme des Sängers kein Grunzen, sondern ein heiseres Schreien, was Devastation schön von anderen Brutalokombos abhebt. Der Burns-Sound holzt auch schön ordentlich. Das Album selbst bekommt von mir 4 Sterne.

So und jetzt das große Manko: Ich besitze die remasterte Version von 1999, und von der kann ich nur abraten. Den Dynamikklau + Clipping bei Remasters könnte ich noch tolerieren, das leichte Wummern im Bass auch, aber hier gesellt sich auch noch wirklich ekelhaftes Kompressorpumpen dazu. Das Schlimmste ist aber, dass mehrmals, ungefähr 10- bis 20-mal pro Song, Soundfehler zu hören sind, als ob die CD skippen würde, weil sie zerkratzt ist. Es klingt nach Bufferfehler und nimmt völlig den Fluss aus der Musik. Ich habe eine absolut neue CD mit EAC ausgelesen, diese Fehler sind eindeutig von dem auf diese CD gepressten Audio und sind auch beim Abspielen von anderen CD-Laufwerken zu hören! Das ist einfach nur unprofessionell und verdient null Sterne.

Also: 1999er-Remaster 2 von 5 Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 30, 2015 8:03 PM MEST


Creative ZEN X-FI STYLE MP3-Player 16GB weiss
Creative ZEN X-FI STYLE MP3-Player 16GB weiss

4.0 von 5 Sternen Solide, 28. September 2011
Ich habe mir vor etwa einem halben Jahr diesen MP3-Player gekauft (8-GB-Version in schwarz). Ich wollte einen einfachen Musik-Player, der vor allem einen guten Sound hat und mit vielen Formaten klar kommt, u.a. FLAC. Das erfüllt das kleine Plastikding definitiv.
Positiv ist vor allem der klare Klang. In Kombination mit In-Ears habe ich ihn meistens auf die Hälfte aufgedreht, das ist laut genug. Rauschen ist zwar vorhanden, aber so leise, dass man es unter normalen Bedingungen (Bahn, laute Stadt, Wind usw.) nicht wahrnimmt. Die Navigation geht ordentlich von der Hand, vor allem, weil man sich das Hauptmenü selbst zusammenstellen kann. Die Anzahl der unterstützten Formate kann sich ebenso sehen lassen. Der Akku hält auch schön lange.
Kritikpunkte: ich habe zeitweise gedacht, der Player sei kaputt, weil der Akku so leer war, das er nicht angesprungen ist. Auch nicht, als ich ihn an den PC angeschlossen habe, wo normalerweise sofort der Bildschirm anspringt. Erst nach einiger Zeit hat er dann ein Lebenszeichen von sich gegeben. Außerdem braucht der Player immer beim Navigieren ein bisschen länger, je mehr Musik auf ihm gespeichert ist. Desweiteren ist der Bildschirm extrem kratzeranfällig. Nun gut, ich will ja auch nur Musik hören und nicht Videos oder Bilder betrachten... Nur eins wäre noch wirklich wichtig: Gapless Playback. Das müsste bei einem eigentlich schon drin sein. Alles in allem bin ich aber ganz zufrieden.


In seiner frühen Kindheit ein Garten: Roman (suhrkamp taschenbuch)
In seiner frühen Kindheit ein Garten: Roman (suhrkamp taschenbuch)
von Christoph Hein
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Und die Moral von der Geschicht..., 6. August 2011
Die vielen negativen Aspekte, die dieses Buch "auszeichnen", sind schon in den kritischen Rezensionen zur Genüge besprochen worden. Nachdem ich "In seiner frühen Kindheit ein Garten" nun selbst durchgelesen habe, muss ich deren Autoren leider größtenteils zustimmen.

Es wird die Geschichte eines Rentnerehepaares erzählt, dessen terroristischer Sohn in einem Polizeieinsatz ums Leben kam. Da sich die Berichte über das Ereignis widersprechen und man es anscheinend mit Vertuschung einer Ermordung des Sohnes zu tun hat, klagen sich die Eltern durch alle Instanzen, um die Wahrheit zu erfahren und Recht zu erlangen. Angelehnt ist das Ganze wohl an den Fall des RAF-Terroristen Wolfgang Grams, der wirklich existiert hat.

Literarisch enttäuscht das Buch: Die Figuren sind sehr eindimensional bzw. flach dargestellt, insbesondere wegen der hölzernen Dialoge, die nicht selten die Grenze zum Kitsch überschreiten und mit Möchtegernlebensweisheiten nerven ("Irgendwann muss jeder für seine Kinder bezahlen"). Eine Ausnahme stellt die zentrale Figur des Richard Zurek, der Vater des verstorbenen Terroristen Oliver Zurek, dar. Er wandelt sich angesichts der Enttäuschung über die scheinbar nicht neutrale Rechtsprechung über die Länge des Romans von einem treuen Diener des Staates zu einem seiner Kritiker. Gleichzeitig beginnt er, den Idealen und Vorbildern des Sohnes nachzuspüren, die hauptsächlicher politisch linker Natur sind. Das wäre eigentlich ideal, um den Leser zum Nachdenken anzuregen: Was kann den Einzelnen zum Terrorismus führen, wenn er Marx, Engels und co. liest? Aber Herr Hein lässt Zurek die Schriften und Bücher, die er findet, als Ausdruck von Liebe unreflektiert verklären - damit erteilt Vater Zurek gerade den kämpferisch-linken Parolen und terroristischen Vereinigungen wie der RAF eine Absolution, die er selbst eigentlich ablehnt.

Spätestens ab diesem Punkt konnte ich das Buch nicht mehr objektiv lesen, geschweige denn ernst nehmen. Dafür ist die Handlung vor allem durch die schwache Charakterzeichnung zu unglaubwürdig geraten. Das Problem ist nicht, dass gebetsmühlenartig "Gerechtigkeit" für einen mutmaßlichen Verbrecher gefordert wird, denn die Wahrheit ist ja ungewiss. Aber welcher Mensch kann denn dauerhaft an der Vorstellung festhalten, dass der Sohn kein Mörder ist, wenn er Waffen gehortet hat und in einer terroristischen Vereinigung aktiv war? Was hat diese banale Liebesgeschichte, die einfach aus dem kompletten Nichts auftaucht, mit der Haupthandlung zu tun? Es gibt viele solcher Dinge im Roman, bei denen man sich sagt: Das passt doch nicht. Das ist unlogisch. Das ist unrealistisch. Alles das macht in Kombination mit der konfusen Unterscheidung zwischen dem Sohn Oliver Zurek und dem Terroristen Oliver Zurek sowie einer verwirrenden zeitlichen Struktur voller Sprünge das Lesen sehr anstrengend.

Letztendlich bleibt nur der fade Geschmack, dass man es hier mit einem eher unausgegorenem Moralstück zu tun hat. Literarisch wertvoll ist es nicht wirklich, inhaltlich hätte was draus werden können. Am schlimmsten aber ist, dass nie die Intention des Autors ersichtlich wird. Zu keiner Zeit wusste ich, was genau ich jetzt aus den Geschehnissen lernen soll. Ist der Staat jetzt böse oder gut, wird der Mensch durch sein Umfeld zum Terrorist oder durch seine Natur, haben terroristische Vereinigungen wie die RAF hehre Ziele oder nicht, oder ist es doch irgendwas dazwischen? Im Endeffekt habe ich die Vermutung, dass Herr Hain mit seinem Roman auf irgendetwas aufmerksam machen wollte, ich kann aber partout nicht erkennen, auf was. "Die Moral von der Geschicht" bleibt mir einfach verschlossen...


Seite: 1