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Rezensionen verfasst von
Ulrich A. (Köln)

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Live at the Lighthouse
Live at the Lighthouse
Wird angeboten von Bessere_Musik
Preis: EUR 46,86

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packende Live-Atmosphäre, 9. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Live at the Lighthouse (Audio CD)
Diese Liveaufnahme der "Three Sounds" aus dem berühmten "Lighthouse" in Hermosa Beach (California) gibt in gutem Klangbild sehr plastisch wieder, wie mitreißend und beinahe fröhlich die Auftritte des Trios in den 60er Jahren waren. Die Gefechte um Free Jazz, um die Zukunft des Jazz, um die großen politisch-gesellschaftlichen Fragen dieser turbulenten Zeit sind ihre Sache nicht. Hier erleben wir virtuoses, stark soul-lastiges Trio-Entertainment auf höchstem Niveau. The Three Sounds sind weniger populistisch als das Ramsey Lewis Trio (das auch zu dieser Zeit große Erfolge feirte), aber auch nicht so virtuos und innovationsfreudig wie das Cannonball Adderley Quintet der 60er Jahre.
Gene Harris spielt sowohl Klavier, als auch Hammond Orgel - mal im Wechsel innerhalb eines Stückes, mal gleichzeitig (was ein ungewohntes Klangbild ergibt) und manche Stücke ausschließlich auf einem Instrument. Harris spielt hier sehr temperamentvoll, virtuos und er findet in fast allen Stücken einen blues-soul-funkigen Klang, der - unterstützt von einer sehr starken Bass/Drums-Besetzung - das Publikum im Lighthouse immer wieder zum Mitmachen anregt. Die einzelnen Stücke sind meist recht kurz (2-4 Minuten) - doch einige Solos (fast ausschließlich von Harris) sind etwas ausschweifender. Der Höhepunkt ist "Summertime" - erst ruhig und dann als polternder Midtempo-Swing.
Wer sich an den teilweise deutlich zu hörenden Nebengeräuschen (Gläserklappen, Stimmengewirr) nicht stört, wird viel Freude haben an dieser gut gelaunten Live-Aufnahme.


Modern Art
Modern Art
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 17,95

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hardbop Sternstunde, 12. Mai 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Modern Art (Audio CD)
Das Ungewöhnliche an dieser Ende der 50er Jahre aufgenommenen Platte ist die Teilnahme von Bill Evans. Das auch im Jazztet zusammen agierende Duo A.Farmer u. B.Golson hat noch kurz vor Miles Davis (in 'Kind of Blue') den Pianisten hinzugezogen - wohlwissend, daß er mit seinem neuartigen Harmonieverständnis (das sich scheinbar mit dem bluesig-erdigen Hardbop schlecht verträgt) eine äußerst belebende Wirkung auf den teilweise recht formelhaften Hardbob haben kann.
Genau dies geschieht in dieser Aufnahme - zwar nicht mit so neuartigen Wirkungen wie auf 'Kind of Blue', aber dennoch nicht zu überhören. Das Repertoire stammt im wesentlichen aus Golsons und Farmers Feder, ergänzt durch einige Standards. Die Band liefert rundum inspirierte Soli, Farmer u. Golson spielen wie gewohnt "cool" und spielen sich die Bälle nur so zu. Evans Soli bilden einen idealen Kontrast zu den Bläser-Soli: Er nimmt sich zurück und konzentriert sich ganz auf komplexe melodische Improvisation. Die Rhythm Section liefert ein straffes und felxibles Fundament und überläßt den anderen drei die Soli. Das Ganze ist akustisch (in Stereo) hervorgagend eingefangen - die Instrumente sind gut ausbalanciert und der Klang hat echte Raumtiefe.


Various Artists - One Night with Blue Note
Various Artists - One Night with Blue Note
DVD ~ V A
Preis: EUR 21,44

27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packende Musik liebvoll verpackt, 23. März 2004
Das Blue Note Reunion-Konzert wird auf dieser DVD in großen Teilen wiedergegeben. Das einzige, was fehlt (und das wäre der fünfte Stern gewesen), sind die Ansagen und gesprochenen Beiträge der Beteiligten.
Die Musiker hatten an diesem Abend eine geradezu übersprudelnde Spielfreude. Man merkt sehr deutlich, daß dies nicht irgendein "Gig" war, sondern ein (besonders für die Älteren) hoch emotionsgeladener Abend - ging es doch um nichts weniger als die Wiederbelebung des legendären Labels auf dem viele der Beteiligten in den 50er und 60er Jahren Musikgeschichte geschrieben haben.
Obwohl alle Beteiligten hochkenzentriert und inspiriert spielen, möchte ich einige besonders hervorheben: Freddie Hubbard (übrigens in einem tyisch für die 80er Jahre viel zu engen Anzug) spielt sich förmlich um Kopf und Kragen, der junge Stanley Jordan ist ein Phänomen an der Gitarre (man muß sein beidhändiges Spiel auf dem Griffbrett gehört und gesehen haben), Art Blakey und Walter Davis Jr. machen sich Konkurrenz im Über-das-ganze-Gesicht-Strahlen, Jimmy Smith, der alte Hammond-Guru, schafft eine fesselnde Blues-Funk-Atmosphäre, McCoy Tyner brilliert in einem Solo (Sweet and Lovely).
Abgerundet wird die DVD durch gelungene Einleitungen (gesprochener Text zu historischen Bildern) zu den einzelnen Stücken, eine Cover Art Gallery sowie vielen originalen Fotos von Francis Wolf. Der Sound ist für eine fast 20 Jahre alte Aufnahme extrem gut; das Bild ist ok - sehr hell und mit einem leichten Nebel. Die Bildregie ist hervorragend - es werden viele Kameras eingesetzt und der Regisseur hat ein gutes Gespür für sehenswerte Momente auf der Bühne.


High Standards
High Standards
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 89,24

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trio in zurückgewonnener Höchstform, 25. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: High Standards (Audio CD)
Das Label Blue Note hat spätestens seit dem Erfolg von Norah Jones einige interessante u. teilweise auf dem Plattenmarkt noch unterrepräsentierte Musiker in seine Reihen aufgenommen, die letzlich vom phänomenalen Erfolg der Texanerin profitiert - stand doch das Label kurz vor Jones' Erfolg wieder mal vor dem Aus.
Die aus meiner Sicht interessanteste u. überraschendste Neu-"Anschaffung" ist das finnische Trio Töykeät. Seit über 10 Jahren sind die drei Exoten aktiv und haben bisher vier sehr unterschiedliche Alben veröffentlicht. Zuletzt "Kudos", das leider den bisherigen Tiefpunkt ihrer Platten-Karriere bedeutete. Dort haben sie sich in vielen witzigen und skurilen Eigenkompositionen verloren, die kaum Platz ließen für die sonst so mitreißenden virtusosen Improvisationen und mit "Jazz" nur noch wenig zu tun hatten.
Blue Note sagt wie's weitergeht: Mehr Standards, aber bitte à la Töykeät - also spielerisch verfremdet u. voller Virtusität. Was die drei hier an Spielfreude an den Tag legen ist schlicht umwerfend. Spätestens nach dem dritten Track "Donna Lee" (das die drei auf einer früheren CD schon aufgenommen habe) ist klar, daß das Trio nichts an Originalität verloren hat.
Auch die Stückeauswahl ist diesesmal schlüssig: Neben den zwei Rock-Klassikern "Starman" von D.Bowie und dem Drum-Solo "Paranoid" finden wir Standards der Bebop und Nach-Bebop-Ära: Donna Lee, Girl form Ipanema (so rüde und kantig wurde das Brasilianische Girl noch nie dargeboten), Confirmation, Celia, Reflections (Monk) und das mit Bogen gespielte Baß-Solo I Remember Clifford. Das Trio hat immer eine frische und sehr eigene Herangehensweise, die gar nicht erst die Frage aufkommen läßt, warum es wieder diese Klassiker sein müssen.
Die Aufnahmequalität muss erwähnt werden, weil sie perfekt ist: Sowohl der Trio-Sound, als auch jedes Instrument für sich werden klar und kraftvoll abgebildet.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 23, 2012 1:42 PM CET


Directions in Music
Directions in Music
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 22,24

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sternstunde der Stars, 18. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Directions in Music (Audio CD)
Ich bestätige den hervorragend eingefangenen Live-Sound, das perfekt Zusammenspiel, die packenden Improvisationen, die durchdachte und einem Gesamtkonzept folgende Stückeauswahl - in einem Wort: So soll Jazz heute klingen!
Wer (wie ich) lange um diese CD herum gegangen ist, weil es sich anscheinend um noch eine (beliebige) Superstar-Ansammlung der verzweifelten Plattenindustrie ist, tja, der soll dringend hier reinhören. Ausleihen, mieten, kaufen - was auch immer, diese CD muß man gehört, bevor man das Zeitliche segnet.


Aguirre, der Zorn Gottes
Aguirre, der Zorn Gottes
DVD ~ Klaus Kinski
Preis: EUR 7,99

47 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unfreiwilige Komik, 15. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Aguirre, der Zorn Gottes (DVD)
Auch wenn die anderen Rezensenten, die ja voll des Lobes für den Film sind, für meine Worte nur Verachtung übrig haben werden - dieser Film ist ein Machwerk, das vor Peinlichkeiten nur so strotzt.
Wie ist diese dreiste Meinung über das Genie-Traum-Paar Herzog/Kinski meiner Meinung nach zu begründen:
Ein DREHBUCH (gab es eines überhaupt), das den Schauspielern u. den Zuschauern ein unglaubliches Chaos zumutet. Ein Plot ist nur ansatzweise erkennbar, Spannung wird im Keim erstickt u. keine der Figuren darf lebendig werden.
Die FILMMUSIK klingt, als hätte ein Studienkollege von Werner Herzog ein Paar Akkorde auf der E-Gitarre gespielt und diese sollen dann wohl (leider zu oft) als "atmosphärisch dichte" Filmmusik dienen. Nervig!
Die SCHAUSPIELER spielen (bis auf Kinski, der wieder quasi genial sich selber spielt) absolut amateurhaft. Sowohl die Indios, als auch die "Spanier". Als Parodie gerne - aber als großen Kino dargeboten?
Die HANDLUNG - ich will nichts von der Handlung verraten, weil es da fast nichts zu verraten gibt. Über weite Strecken besteht dieser Film aus Stagnation. Wohlgenärte u. fast frisch rasierte Schauspieler (wo bleibt die Maske!) mimen im Urwald die verzweifelt Verlorenen. Leere Blicke und lächerliche Posen. Wo der Erzähler aus dem Off von Dramatik u. Verzweiflung berichtet, schreien einem die Bilder quasi entgegen "Stimmt gar nicht".
Und ein weiteres Ärgernis: Der Film wirk merkwürdig "stumm". Der Grund: Es wurde alles nachsynchronisiert, auch die Umweltgeräusche - und das (man ahnt es schon) leider amateurhaft. Wo wir im Bild einen reißenden Fluß sehen und einen riesigen Urwald hören wir Waschbeckenplätschern u. eine klägliche Grille.
Nein, beim bestern Willen und bei aller Bewunderung für das Phänomen Kinski - dieser Film wirkt (heute!) einfach nicht mehr.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2010 1:15 AM CET


Other Hours-Connick on Piano 1
Other Hours-Connick on Piano 1
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 18,20

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer vermißt hier noch Connicks Gesang?, 25. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Other Hours-Connick on Piano 1 (Audio CD)
Der ersten rein instrumentalen CD von Harry Connick Jr. bin ich mit einiger Skepsis begegnet. Gerade das Klaviertrio mit Tenorsax ist eine Besetzung, an der schon viele zweitrangige Künstler gescheitert sind; und dann nur Eigenkompositionen. Reicht Connicks Pianspiel aus, um so ein anspruchsvolles Projekt gelingen zu lassen?
Nun - die 5 Sterne verraten es schon - das Ergebnis ist durch und durch gelungen! Die 12 Stücke sind allesamt Bearbeitungen von Songs, die Connick nicht in sein Musical "Thou Shalt Not" von 2001 aufgenommen hat - quasi Ausschußware. Doch bis auf evtl. ein oder zwei Stücke handelt es sich um Songs, die das Zeug zum neuen " Standard" haben. Man denke bitte nicht an Musicalmelodien, wie sie landauf landab auf Deutschlands Musicalbühnen erklingen; das ist Kitsch in Lloyd-Webberscher Tradition. Bei Connick swingt es ganz mächtig und die langsameren Stücke sind gehaltvolle Balladen.
Instrumental ist an dem Quartett nichts auszusetzen: Connick beherrscht sein Handwerk - virtuos (aber nicht exhibitionistisch), strukturiert und dennoch voller Überraschungen und Eruptionen weiß er zu improvisieren. Die Bass/Drum-Besetzung mit Neal Caine u. Arthur Latin ist ein hervorragend eingespielter und starker Swingmotor. Charles "Ned" Gold spielt das Tenorsaxophon stets "weich" - viele Läufe werden eher angedeutet als ausgespielt, oft haucht er leise Noten. Er erinnert an den ein oder anderen Musiker der West Coast "Cool"-Szene. Das bekommt den Songs hervorragend: Nie wird songartig deklamiert, er bewegt sich immer in einem kammermusikalisch-intimen Ton.
Endlich eine frische Scheibe Mainstram-Jazz mit Neukompositionen und einem Ensemble, das die Erwartungen weit übertrifft.


Changing Places
Changing Places
Preis: EUR 16,99

34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes Debut, 4. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Changing Places (Audio CD)
Das von zwei sehr erfolgreichen Produktionen von Silje Nergaard her bekannte Klaviertrio um Tord Gustavsen legt hiermit ihr Debut als eigenständiges Ensemble vor. Um es auf den Punkt zu bringen - es hätte kaum besser gelingen können!
Als ich gelesen habe, daß von 13 Tracks allesamt aus der Feder des Pianisten stammen, war ich doch eher skeptisch. Es gibt viele Produktionen jüngerer Musiker, die ganze CDs mit Eigenkompositionen füllen und dabei leider immer wieder einiges an Leerlauf erzeugen. Hier ganz anders: Alle 11 Stücke (zwei werden in jeweils zwei Varianten gespielt) sind originell und haben teilweise sogar Ohrwurmcharakter.
Das Trio hat eine Klang, der deutlich beeinflußt wurde vom Keith Jarrett Trio und auch von den melancholischen Stücken Brad Mehldaus. Alle Stücke bewegen sich in einer sehr ruhigen und eher langsamen Gangart. Melancholie ist sicher ein Begriff, der hier nicht fehl am Platze ist - jedoch ganz anders als die sehr populären kargen Klangwüsten der Skandinavier. Das Ganze ist durchtränkt von überraschenden Harmoniewendungen und einem enormen melodischen Einfallsreichtum; auch klingt viele "jazziger", als bei den meisten anderen Norwegern. Die Improvisationen sind meisterhaft ökonomisch, wie es man es eigentlich nur bei abgeklärten Meistern (wie K.Jarretts "The Melody at Night With You") findet.
Die Aufnahmequalität ist allerster Sahne - das Klavier ist äußerst präsent, jede dynamische u. klangliche Nuance kommt klar zum Vorschein. Der Baß hebt sich deutlich ab und die Hintergrundakzente der Drums kommen gestochen scharf rüber.


Up for It - Live in Juan-les-Pins
Up for It - Live in Juan-les-Pins
Preis: EUR 15,98

20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts Neues aus dem Hause Jarrett, 31. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Up for It - Live in Juan-les-Pins (Audio CD)
Seit den frühen 80er Jahren beschwert uns das Haus ECM in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen (Live) Aufnahmen vom Keith Jarrett Trio. Die Anzahl ist kaum noch zu überschauen. Dabei haben sich zwei Typen herausgebildet: Einmal das konservative Standards-Programm (mit einem doch recht überschaubaren Repertoire) und dann das "freie Spiel", also freie Improvisationen der drei Musiker ohne vorgegeben (Standard-) Themen. "Up For It" gehört zum ersteren Typus.
Die sieben Stücke stammen allesamt aus dem klassichen Standards- u. Bop-Repertoire; hierin unterscheidet sich die CD in nichts von diversen Vorveröffentlichungen des Trios. Es wird wie immmer sehr inspiriert u. konzentriert gespielt. Die Improvisationen haben Hand u. Fuß u. können allesamt als Lehrstücke herhalten.
Doch da haben wir auch schon genau das Problem dieser (übrigens technisch hervorragenden) Aufnahme. Seit Jahren erleben wir immer wieder das selbe Schema: Jarrett leitet meist solo ein, das Trio präsentiert das Thema und es wird klavierlastig ein Chorus nach dem anderen absolviert. Da passiert nichts wirklich Überraschendes. Das Trio hat eine Sprache gefunden, die einmalig (originell) ist, die sich aber auch leider in keiner Weise weiterzuentwickeln scheint. Es werden weitere Aufnahmen dieses Typus folgen und der kommerzielle Erfolg sei ihnen sehr gegönnt. Wäre da nicht der Wunsch, daß diese Weltklasse-Musiker neue Wege im Umgang mit dem Standard-Repertoire gingen, so könnte ich mein ganzes Zimmer mit CDs dieser Art pflastern.
Wer Definitiveres vom Keith Jarrett Trio hören will, sollte sich entweder die 6er CD "Live at The Blue Note" oder die Doppel-CD "Whisper Not" zulegen.
Eine schöne Aufnahme, die Altbekanntes präsentiert.


Miles Davis - The Miles Davis Story
Miles Davis - The Miles Davis Story
DVD ~ Miles Davis
Wird angeboten von dvd-schnellversand
Preis: EUR 29,00

32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste Dokumentation über Miles Davis!, 26. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Miles Davis - The Miles Davis Story (DVD)
Aufgrund der negativer Kundenrezensionen zu dieser DVD bin ich mit etwas Zögern an diese Neuerscheinung herangegangen. Zwar sprechen die Namen Mike Dibb und Ian Carr für sich, doch oft treffen Amateur-Rezensenten genau ins Schwarze - sind sie ja schließlich genauso „Endverbraucher" wie ich.
Nun gut - um es auf den Punkt zu bringen: Nach dem erstmaligen Sehen und Hören der DVD bin ich restlos begeistert! Ich habe schon viele Portraits, Würdigungen und ähnliches über Miles Davis gesehen. Dieser Film ist mit Abstand der gelungenste. Folgende Punkte sprechen für diese Produktion:
Ein großes Können als Dokumentarfilmer (Mike Dubb), eine übergroße Fülle an „Zeitzeugen" kommen zu Wort - ex-Frauen, Geliebte, die Tochter, viele Bandmitglieder und befreundete Musiker (D.Holland, J. De Johnette, J. McLaughlin, Gil Evans, Bill Evans (Sax), C, Corea, Keith Jarrett, C.Terry, P.Michelot usw.), eine hervorragende Tonqualität (für mich unverständlich, dass andere Rezensenten diese als minderwertig bezeichnen - TV-Aufnahme von 1956 klingt eben nicht besser, der Rest ist allererste Sahne!), eine sehr gelungene Mischung aus gesprochenem und musikalischem Material, so dass nie Langeweile aufkommt.
Jedem Miles-Interessierten, der auch an Ian Carrs Biographie gefunden hat, wird an dieser sorgfältig recherchierten u. gestalteten DVD viel Freude haben.


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