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Rezensionen verfasst von
Leserin (Babel)

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Strategie: Roman
Strategie: Roman
von Adam Thirlwell
  Gebundene Ausgabe

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Pseudointellektuelles Geplapper, 15. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Strategie: Roman (Gebundene Ausgabe)
Story: Drei junge, extrem nachdenkliche und komplizierte Menschen haben Sex. Dann haben sie ihn nicht mehr. So what?
Der Roman "Strategie" ist hier von allen gut besprochen worden; deshalb habe ich das Buch gekauft. Vorweg: Es ist mir völlig schleierhaft geblieben, was an dieser Story gut sein soll. Der Dialog des Autors mit dem Leser ist als Idee auf den ersten Seiten ja noch ganz nett (wenngleich nicht neu); aber ab Seite 20 wird das Geplapper zur nervigen Marotte. Wenn ich hätte mit Herrn Thirlwell über seine Geschichte reden wollen, würde ich ihn angerufen haben. Stattdessen werde ich ständig ungewollt von ihm angesprochen und im Lesefluss unterbrochen. Wenn er wenigstens eine gute Geschichte erzählen würde..., aber nein, die fehlt, stattdessen werde ich (Leser) nach jedem zweiten Satz darüber belehrt, wie er (Autor) seine Sätze meint und seine Figuren beurteilt. Und darüber, was noch kommt und wie die Geschichte ausgeht, werde ich auch gleich noch aufgeklärt. Will ich mir vorschreiben lassen, wie ich die Handlungen der Figuren zu werten habe? Nein. Will ich zu Anfang einer Geschichte wissen, wie sie ausgeht? Ganz sicher nicht. Will ich vorgeschrieben bekommen, was ich von einer Figur zu halten habe? Nein. Mir scheint, Herr Thirlwell hat recht bald gemerkt, dass weder seine Geschichte noch seine Figuren ausdrucksstark und interessant sind. Und weil es auf der Romanebene dürftig ist, geht er auf die Metaebene und quatscht den Leser mit pseudointellektuellem Geplapper zu. Öde.


Ich ein Tag sprechen hübsch
Ich ein Tag sprechen hübsch
von David Sedaris
  Taschenbuch

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tränen gelacht, 15. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Ich ein Tag sprechen hübsch (Taschenbuch)
Um es kurz zu machen: meine Nachbarin dachte, ich bräuchte Hilfe und klingelte deshalb an meiner Tür. Vor ihr stand ein Mensch mit einem Buch in der rechten Hand, der sich mit der linken die Tränen aus dem Gesicht wischte und sich bemühte, die völlig durcheinander geratenen Gesichtmuskeln unter Kontrolle zu bringen. "Nein danke, mir geht es gut, sogar richtig gut, bestens sozusagen. Ich kreische vor Lachen über die Geschichte `Der Küchenchef empfiehlt'. Klar, ich kann Dir das Buch leihen, wenn ich es fertig gelesen habe, damit Du auch mal wieder vor lauter Lachen in die Wand beißen möchtest."


Belladonna
Belladonna
von Karin Slaughter
  Gebundene Ausgabe

19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Besser geht's nicht? Doch - ganz sicher!, 6. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Belladonna (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte beginnt gut auf den ersten Seiten. Ich fing an, mich auf ein spannendes Buch zu freuen. Bei der ersten Toten allerdings, insbesondere die Art und Weise, wie die Frau letztendlich stirbt, wurde ich ein wenig skeptisch. Wenn jemand versucht, das "Schweigen der Lämmer" und "Sieben" an Brutalität und Grausamkeit zu übertreffen, ist Skepsis angesagt, denn erstens sind die vorgenannten Geschichten in dieser Hinsicht nicht zu übertreffen und zweitens darf man sich, wenn es trotzdem jemand versucht, durchaus fragen, ob es demjenigen an Ideenreichtum mangelt, eine eigene gute Story aufzubauen, ohne auf der Masche erfolgreicher Kollegen zu reiten.
Der Personensatz, den Slaughter zusammengestellt hatte, wäre für eine gute Geschichte ausreichend gewesen. Leider aber bleibt die Interaktion zwischen ehemaligen Eheleuten, Ermittlern, Hinterbliebenen, Eltern und Tätern oberflächlich und holzschnittartig. Da wäre sehr viel mehr drin gewesen, wenn Frau Slaughter nicht so bemüht gewesen wäre, gleich eine drehbuchtaugliche Vorlage zu schreiben.
Wer der Mörder ist, war mir relativ früh klar, und von da an habe ich eigentlich nur gehofft, Frau Slaughter möge mich überraschen, indem sie einen anderen aus dem Hut zaubert, um mir damit zu beweisen, dass ich das Tiefgründige ihrer Geschichte überlesen habe. Leider war da nichts zu überlesen, und der Täter steht dann auch erwartungsgemäß plötzlich mitten im Bild - so penetrant wie ein Teletubbi. Warum und weswegen der aber so ein böser, böser Bube ist, wird einem nicht mehr erklärt, dafür muss man sich am Ende auch noch durch eine öde Actionszene durchlesen, die aus "Kap der Angst" geklaut ist...
Mein Rat an Frau Slaughter: üben, üben, üben. Und vor allem: weniger bei anderen klauen, mehr eigene Kreativität entwickeln.


Mitten in Amerika: Roman
Mitten in Amerika: Roman
von Annie Proulx
  Gebundene Ausgabe

13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ohne roten Faden, 22. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Mitten in Amerika: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe bis dato alles von Annie Proulx gelesen, und sie wird auch eine meiner Lieblingsautorinnen bleiben, aber nicht für das Buch "Mitten in Amerika". Auf Seite 50 habe ich mich das erste Mal gefragt, wann die Geschichte losgeht. Bis dahin hatte ich bereits unzählige Menschen, Orte, Namen und Landschaften kennen gelernt, aber so gut wie nichts über den eigentlichen Protagonisten Bob Dollar erfahren.
Das wäre ja an sich nicht schlimm...in "Weit draußen" (Kurzgeschichten) ist genau das das Prinzip: man wird von Proulx auf eine Reise durch den mittleren Westen mitgenommen, und sie zeigt dem Leser Land und Leute in abgeschlossenen kurzen Geschichten.
Aber: "Mitten in Amerika" ist ein Roman oder soll es angeblich sein. Deshalb habe ich auch eine richtige lange Geschichte erwartet, durch die, wie durch jede Geschichte, ein roter Faden läuft, an dem man als Leser entlang geführt wird. Im besten Fall ist es sogar eine interessante Geschichte, in der etwas Interessantes passiert. Proulx aber vergisst ihren "Helden" Bob Dollar in manchen Kapiteln gänzlich....die angefangene Geschichte wird überhaupt nicht mehr weitergeführt. Stattdessen verliert sich Proulx in ewig neuen Einführungen von weiteren Personen, Orten, Namen, Landschaften und deren Beschreibungen. Und ab Seite 120 hat es mich dann nicht nur genervt, sondern auch unendlich gelangweilt, vom 25. Jack, der trostlos auf der Ladefläche seines viel zu alten Pick-ups einschläft, zu lesen. Und Bob Dollar war mir da schon völlig wurscht, genauso wie der Autorin, der er kurz nach Beginn seiner Reise irgendwie abhanden gekommen ist, so als habe sie eine Figur erfunden, zu der ihr einfach keine gute Geschichte einfallen wollte oder auf die sich zu konzentrieren ihr nicht lohnenswert erschien.
Es ist das erste Buch von Proulx, das ich nicht zu Ende gelesen habe. Ich empfehle deswegen anstelle von "Mitten in Amerika" uneingeschränkt alles andere von ihr.


Grafitäter & Grafitote: Eifel-Gold. Kriminalroman
Grafitäter & Grafitote: Eifel-Gold. Kriminalroman
von Jacques Berndorf
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man kennt sich eben, 19. Februar 2004
"Eifel-Gold" war mein zweiter und sicher nicht der letzte Bernsdorf. Es ist eben schön, wenn man Bekannte wieder trifft, wenn der Siggi so knurrig bleibt wie im ersten Buch und der Eifeler an sich so pampig, dass man ihn schon wieder mögen muss. Als Vorbereitung für den Eifel-Urlaub definitiv ein Muss, als Krimispaß für diejenigen, die eher die ruhigeren Ermittlungen vorziehen, eine Empfehlung und für von der Liebe Versehrte allemal ein amüsantes Trostpflaster: Siggis Umgang mit Frauen lässt einen Richard Gere und Konsorten doch glatt vergessen...


Douglas Adams' Raumschiff Titanic.
Douglas Adams' Raumschiff Titanic.
von Terry Jones
  Taschenbuch

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spaß gemacht, 19. Februar 2004
Auch wenn "Raumschiff Titanic" "nur" ein zweiter Aufguss eines Teils aus "Per Anhalter durch die Galaxis" ist, so hat es doch Spaß gemacht, die Koproduktion von Adams/Jones zu lesen. Ein bisschen öd finde ich die ersten zwanzig Seiten bis zum Stapellauf, aber wenn sie dann mal unterwegs ist, die Titanic, fließen auch wieder die Tränen und der Bauch schmerzt vom Lachen. Und wie immer helfen diese absurden Gegenwelten dabei, die eigene Realität keinesfalls ernster zu nehmen als unbedingt nötig.


Hin und weg
Hin und weg
von Ethan Hawke
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Guter Erstling, 16. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Hin und weg (Taschenbuch)
"Hin und weg" hat mich zwar nicht vor Begeisterun in die Knie gehen lassen, als Erstlingswerk finde ich die Geschichte dieser ersten Liebe aber interessant, gut beschrieben und reich "bebildert". Hawkes Stil ist modern, sicher und sehr eingängig. Gegen Ende hin hätte ich die Story um 20 Seiten gekürzt, meine aber dennoch, dass sie rundum gelungen, lesens- und empfehlenswert ist.


Falkenturm
Falkenturm
von Erik Fosnes Hansen
  Broschiert

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Erstling, 16. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Falkenturm (Broschiert)
"Falkenturm" ist das gute Erstlingswerk eines Autoren, der sich von Buch zu Buch gesteigert und wesentlich verbessert hat. Hansens zarter, klarer Stil, seine Fähigkeit mittels Worte große und starke Bilder zu zeichnen, deutet sich in "Falkenturm" bereits an. Auch die Klarheit in der Beschreibung von Natur sowie der Charaktere ist in dieser Geschichte schon vorhanden. Für Hansen-Fans, die bis dato "Choral am Ende der Reise" und "Momente der Geborgenheit" gelesen haben, ist "Falkenturm" eine gute Möglichkeit, die Wartezeit bis zum Erscheinen des nächsten Buches zu überbrücken. "Hansen-Einsteigern" würde ich dennoch empfehlen, zuerst "Choral am Ende der Reise" oder "Momente der Geborgenheit" zu lesen.


Diebe der Schönheit: Roman
Diebe der Schönheit: Roman
von Pascal Bruckner
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe und Abhängigkeiten, 11. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Diebe der Schönheit: Roman (Taschenbuch)
Wer einen gut geschriebenen Roman mit einer interessanten Idee und Figuren außerhalb der Norm sucht, ist mit "Diebe der Schönheit" bestens bedient. Mich hat die Geschichte gefangen genommen und auf hohem Niveau gut unterhalten. Bruckner schildert, wie schon in Bitter Moon, die Verstrickungen und Abhängigkeiten, in die Liebende geraten. Letztlich ist kein Liebender ohne Schuld. Wir werden nicht vor die Wahl gestellt, sondern geraten ohnedies in ein verwirrendes Beziehungsgeflecht in dem Moment, in dem wir mit anderen Menschen in näheren Kontakt kommen. Schönen Menschen würde ich vom Kauf abraten, allen anderen wünsche ich den Spaß, den ich mit diesem Buch hatte.


Verdammt zum Glück
Verdammt zum Glück
von Pascal Bruckner
  Taschenbuch

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr zu empfehlen, 31. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Verdammt zum Glück (Taschenbuch)
Die Lektüre dieses Buches hat jede Minute Spaß gemacht, weil Bruckner auf intelligente, unterhaltsame und anregende Weise unser heutiges "Glücksdilemma" herleitet aus der Freiheit, unser Leben und dessen Inhalte selbst zu bestimmen. Dabei streift er nicht nur Disziplinen wie Philosophie, Soziologie und Literatur, sondern macht auch an aktuellen Beispielen deutlich, in welche Situation uns diese Freiheit, wir selbst also, gebracht hat.
"Verdammt zum Glück" ist tatsächlich ein Essay und für jene, die dieses Genre mögen und an der Thematik interessiert sind, ein Glücksgriff.


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