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Beiträge von Karin Kühn
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Rezensionen verfasst von
Karin Kühn (Ahlen)
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Ziemlich beste Freundinnen: Roman
Ziemlich beste Freundinnen: Roman
von Astrid Ruppert
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Astrid Ruppert - Ziemlich beste Freundinnen, 11. März 2013
Allein schon wenn man den Klappentext liest, kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Gezicke scheint da vorprogrammiert zu sein, bei zwei so unterschiedlichen Charakteren wie Kostanze und Jacqueline es sind.
Bei Konstanze muss alles straff durchgeplant sein, und am besten alles schon vorvorgestern erledigt. Jacqueline lebt allerdings auch nicht in den Tag hinein, was auch gar nicht möglich ist bei ihren zahlreichen Minijobs und den drei Kindern. Jedoch geht sie das ganze etwas unstrukturierter und lockerer an. Zudem hat sie ein ganz anderes äußeres Erscheinungsbild als die biedere Konstanze. Schrill, bunt und laut, das ist Jackie.
Und ausgerechnet die beiden landen im gleichen Zimmer einer Rehaklinik.
Obwohl Konstanze anfangs am liebsten vor Jackie flüchten möchte, raufen sich die beiden Damen dann doch zusammen, und kriegen einen Einblick in das Leben der anderen. So erkennt Jackie, dass obwohl man finanziell keine Sorgen hat, wie Konstanze, doch nicht alles Tip Top sein muss im Leben. Sorgen und Probleme hat man immer, nur halt auf anderem Niveau.
Konstanze hingegen erkennt, dass nicht jeder sein Leben so strukturieren kann, wie sie es bis lang gemacht hat. Und das der Äußere Schein oft trügen kann.
So lernen beide Frauen voneinander und erkennen, dass der Rehaaufenthalt für beide die Chance ihre Lebens ist.

Die Situation und die Erlebnisse in der Klinik erlebt man abwechselnd aus Jacquelines und von Konstanzes Sicht. Obwohl man viele Wendungen erahnt, und nicht die totale Überraschung in der Erzählung erlebt, ist es doch sehr unterhaltsam geschrieben.
Eine lustige, mit einigen Tiefsinnigkeiten gespickte Geschichte, in welcher bestimmt so mancher eine kleine Konstanze in sich entdeckt.


Kaltduscher: Ein Männer-WG-Roman
Kaltduscher: Ein Männer-WG-Roman
von Matthias Sachau
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Matthias Sachau ' Kalt-Duscher, 12. Juli 2011
Oliver, genannt Krach, wohnt in einer Männer-Wg. Mit seinen Mitbewohnern kommt er super klar, die Harmonie und Sonstiges stimmen. Jeden Tag ist was los in der Bude, so das man das Gefühl hat, es wäre eine Stammkneipe und nicht eine WG. Wäre da nicht der neue Hausbesitzer. Der hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, alle Mieter rauszuekeln. Dazu fährt er schwere Geschütze auf, besser gesagt schwarzarbeitende Handwerker und Bauarbeiter aus dem Osten. Die reissen Wände und Decken ein, wo es ihnen gerade in den Sinn kommt, und kappen dann schlussendlich sogar die Wasserleitung. Doch die WG kann nichts erschüttern, solange sie ihre Bierzapfanlage und Kuh-Gras von ihrem neuen Mitbewohner aus der Schweiz haben.
Krach, der sich mit einem Job als Museumsaufsicht über Wasser hält, versucht sich in der Schauspielerei, und endet schliesslich als die Stimme von Ernie. Ja, genau, der aus der Sesamstrasse. Nach anfänglichen Zweifeln arrangiert er sich dann aber doch damit. Schliesslich hat er ja auch noch andere Probleme. Z.B. das er sich in die Super-Emanze Julia verliebt hat. Obwohl ihm das zu Anfang nicht recht klar ist, da er eigentlich Amelie im Sinn hatte. Jedenfalls ist die Beziehung zu Julia eine ganz spezielle, entweder Streiten und Schlagen sich die beiden, oder sie landen in der Horizontalen. Manchmal in der einen oder anderen Reihenfolge, manchmal auch beides gleichzeitig, und am liebsten in Umkleideräumen.
Richtig spassig zum Lesen ist es, wie sich die WG mit dem Hausbesitzer rumschlägt, ein Stasi-Opa sie observiert und sie zum Gegenschlag ausholen, der neue Mitbewohner einfach mal ein neues Klo einbaut, und nebenbei ein Model nach dem anderen abschleppt, so das die anderen vor Neid fast platzen . So richtig beschreiben, kann man nicht, was da so alles ab geht, man muss es einfach gelesen haben.


Ein Strandkorb für Oma
Ein Strandkorb für Oma
von Janne Mommsen
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Janne Mommsen ' Ein Strandkorb für Oma, 30. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Ein Strandkorb für Oma (Taschenbuch)
Einlesezeit braucht man für diese locker-lustige Sommerlektüre nicht. Man ist sofort mittendrin und wird gut unterhalten.
Dabei geht es in der Geschichte zum einen um die Beziehung von Sönke und Maria, ihre Grufti-Teenie-Cousine Jade, die bei ihnen auf Föhr Urlaub macht, oder besser gesagt, machen muss. Und um die Oma dieser drei, die anfängt tüdelig zu werden.
Man kann sich denken, das Jade alles andere begeistert ist, auf einer Nordseeinsel rumzuhocken. Das lässt sie Anfangs auch Sönke und Maria spüren. Einzig zur Oma hat sie sofort einen besonderen Draht. Denn die Oma ist alles andere als ein altes Mütterchen, sondern topmodern, was Einstellung und vorallem auch das Äussere angeht.
Sönke und Maria's Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt, als ihr Exfreund auf der Insel auftaucht, und mit ihr zusammen einen Diebstahl aufklären muss. Und ausgerechnet in diesen Diebstahl sollen Oma und Jade verwickelt sein.
Sönke auch noch berufliche Probleme, da seine Freiberufliche Arbeit nicht richtig ins Laufen kommt. Und wie wenn das nicht schon genug wäre, fängt Oma an tüdelig zu werden. Sie wird immer schrulliger, vergesslich und fackelt auch noch ihre Wohnung ab.
Wie wird das alles noch Enden? Werden Maria und Söhnke doch noch glücklich? Klappen Sönke's berufliche Pläne? Kommt Oma ins Gefängnis, oder doch eher ins Heim? Entdeckt Jade plötzlich ihre Liebe für friesische Inseln und Brauchtum?
Am besten das Buch lesen und sich gut unterhalten lassen ;-)


Linksaufsteher: Ein Montagsroman
Linksaufsteher: Ein Montagsroman
von Matthias Sachau
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Matthias Sachau ' Linksaufsteher, 27. Juni 2011
Oliver ist ein richtiger Montagsmuffel. Der Grund dafür ist sein Arbeitsplatz. Nicht die Arbeit ansich, Stimmen erfinden liegt ihm und macht ihm eigentlich auch Spass. Aber seine beiden Chefs im Tonstudio, die kann er einfach nicht abhaben. Das geht soweit, dass er jede Sonntagnacht Alpträume hat, schlecht schläft, und dementsprechend ensteht seine Montagsmuffeligkeit.
Er ranzt dabei jeden an, der ihm auch nur den kleinsten Grund dazu bietet. Glücklicherweise legt sich das aber im Laufe des Montags, und den Rest der Woche ist er um einiges ausgeglichener.
Es geschieht, dass er eines Montags eine Frau anpöbelt, die ihm nicht mehr aus dem Sinn gehen will. Und seine Sonntags-Träume beginnen sich zu verändern. Wie auch sein Montagsleiden.
Bis dahin brauchte ich etwas Einlese-Zeit, da ich irgendwie den Draht zur Geschichte nicht gefunden hatte. Als Oliver dann aber beschliesst sich bei Facebook anzumelden, wird es richtig intressant und da beginnt dann auch der Lesespass. Weitere witzige Episoden sind der Hosenkauf mit Showeinlage, was natürlich prompt als Clip im Net landet, und eine Verfolgungsjagt mit Fahrrad, hinter einem Kofferdieb her, auch dies landet im Net. Dadurch erlangt er eine nichtgewollte Berühmtheit in gewissen Kreisen.
Sein Hauptanliegen ist aber immer noch, diese ominöse Frau, in die er sich verliebt hat. Hilfestellung in dieser Problematik gibt ihm sein 7 jähriger Freund Anton, den er regelmässig in einer Kneipe antrifft.
Bis auf die Startschwierigkeiten liest sich dieses Buch locker flockig weg, und man muss bei der Lektüre schmunzeln. Man könnte nun denken, dass es mehr oder weniger nur um die Liebesgeschichte zwischen Oliver und Lena geht, aber keine Angst, dem ist nicht so. Es gibt genug anderes drumherum, dass diese nicht total im Vordergrund steht.


Wenn nicht jetzt, wann dann?
Wenn nicht jetzt, wann dann?
von Astrid Ruppert
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Astrid Ruppert ' Wenn nicht jetzt, wann dann?, 22. Juni 2011
Man nehme leckere Kuchen, eine Handvoll Männer und Frauen, plus das Thema Hochzeit, und bekommt daraus ein unterhaltsames Buch für vergnügte Lesestunden.
Da ist zum einen Annemie, die sich auf das vortrefflichste aufs Kuchenbacken versteht. Weswegen sie für eine bekannte Hochzeitsplanerin, die passenden Torten zaubert.
Dies und Liebesromane sind so ziemlich die einzigen Dinge, an denen Annemie in ihrem bisherigen Leben richtig Freude hatte. Als ihr Mutter sie damals, vor 64 Jahren zur Welt brachte, war sie eher nicht erwünscht, da der Erzeuger im fernen Amerika weilte, und keine Anstallten zeigte, die von ihm Geschwängert zu ehelichen. Der ganze Frust, den Annemies Mutter deswegen empfand, und auch die Schwierigkeiten einer Alleinerziehenden in der damaligen Zeit, lies sie an ihr aus. Nicht mit Schlägen, aber mit Lieblosigkeit und Vorwürfen.
Bald schon fand Annemie Trost in der Welt der Kuchen. Jedoch, sie machte aus ihrem Talent nichts, sondern heiratete, wegen gewissen Umständen, einen ebenso gleichgültigen und lieblosen Mann, wie ihre Mutter eine Frau war.
Jetzt im reifen Alter, scheint sich für sie aber das Blatt zu wenden, als ihre Arbeitegeberin Liz einen Unfall baut und ins Krankenhaus kommt. Annemie muss für sie einspringen, und die Hochzeitsplanerin geben.
Obwohl sie zuerst richtiggehend Panik deswegen bekommt, meistert sie diese Aufgabe mit Bravour, und kommt dabei ihrem persönlichen Traum auch ein Stück näher.
Zum anderen ist dann da noch Liz, die wie gesagt als Hochzeitsplanerin selbständig ist, obwohl sie selber absolut gar nichts am Hut hat mit Hochzeit und der ganzen Romantik drum herum. Und wie kommt das? Klar, weil sie ein gebranntes Kind ist, und kurz vor der Hochzeit von ihrem Verlobten mit ihrer besten Freundin betrogen worden ist. Nun passt das voll ins Klischee, wie es aber mit Liz weiter geht, ist trotzdem sehr unterhaltsam geschrieben.
Und dann ist da noch Nina. Die Tochter eines reichen Juweliers, die den besten Goldschmied aus dessen Hause heiraten möchte... oder möchte sie es doch eher nicht?
Annemie wird ihr da schon den richtigen Weg weisen.


Das Leben und Schlimmeres: Hilfreiche Geschichten
Das Leben und Schlimmeres: Hilfreiche Geschichten
von Georg Ringsgwandl
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ringsgwandl - Das Leben und Schlimmeres, 22. Juni 2011
Bis dato war mir der Autor ein völlig unbekannter, weswegen ich mich unvoreingenommen diesem Buch zuwandte.
Der Humor ist manchesmal recht speziell, und auch mal sehr nahe am geschmacklosen. Überwiegend trifft er mit seinen Spottreden den Kern ganz gut. Die Anekdoten sind unterhaltsam geschrieben, lesen sich flüssig weg, was unter anderem auch daran liegt, dass auch der ein oder andere Dialog eingebaut ist, und nicht einfach nur Gedanke an Gedanke gereiht, und erzählt wird.
Ab und zu verliert sich der Erzähler aber auch in seiner Gedankenwelt und vollführt Sprünge und geräht in Abschweifungen die mitunter auch langatmig und weniger unterhaltend daher kommen.
Die Episoden und Gedankengänge sind zwar öfters geistreich dargestellt, aber, das diese hilfreich sein sollen, wie im Untertitel angepriesen, kann ich so nicht bestätigen. Ausser, man erachtet es als hilfreich, dass man sich durch dieses Buch vom Alltag mit seinen Problemchen etwas ablenken lässt, in dem Sinne, dass man sich an den Kopf packt, was den Autoren so umtreibt. Ansonsten ist es ganz nett für zwischendurch, man täte aber auch nichts verpassen, wenn man es sich nicht zu Gemüte führen würde.


Der Hodscha und die Piepenkötter
Der Hodscha und die Piepenkötter
von Birand Bingül
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Birand Bingül ' Der Hodscha und die Piepenkötter, 23. April 2011
Es ist als ob Don Camillo und Pepone wieder auferstanden wären, in Form des Hodscha Nuri in der Rolle von Don Camillo und der Oberbürgermeisterin Piepenkötter in der von Pepone.
Wer die Geschichte der erstgenannten Streithähne kennt, dem muss man über dieses Buch eigentlich nicht weiter berichten, da es in ähnlichem Stil zu und her geht.
Für alle anderen sei gesagt, dass es ein grosses Lesevergnügen ist, mitzuverfolgen wie sich der Hodscha mit der Piepenkötter schlägt und duelliert.
Von Anfang an, als er in Deutschland als neues Oberhaupt einer muslimischen Gemeinde auftaucht sorgt er für Unruhe und macht sich in der Oberbürgermeisterin Piepenkötter eine grosse Feindin. Beide kämpfen mit allen ihren zur Verfügung stehenden Mitteln, die manchmal eher weniger rechtens sind, für ihre Ziele. Beide schenken sich nichts, und haben es faustdick hinter den Ohren. Sie will die Wiederwahl, er will eine representative Moschee. Beides scheint nicht möglich, ab und zu auch keines. Wer wird den Sieg davon tragen? Politik oder Religion? Oder werden sie sich vielleicht doch noch einig?
Herrlich wie dabei die gängigen Klischees Deutsche/Türken oder noch besser Christen/Muslime bedient werden und auf den Tisch kommen. Dies jedoch nicht platt und lau aufgewärmt, sondern mit einer erfrischenden Ironie und hintergründigem Witz.
Gerade diese Themen sind ja ansonsten ein Pulverfass, an welches sich nicht so schnell einer traut, der Autor wagt es jedoch und es gelingt ihm ein unterhaltsamer Roman, der durchaus das Zeug dazu hat, etwas mehr Verständnis unter den Kulturen und Religionen aufzubringen.
Ich hoffe sehr, das die Geschichte noch nicht zu Ende ist, und man sich auf weitere Eskapaden des Hodschas und der Piepenkötter freuen kann.


Kater Paul: Das Facebook-Tagebuch
Kater Paul: Das Facebook-Tagebuch
von Detlef Bluhm
  Broschiert
Preis: EUR 12,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vermächtnis eines Facebook-Katers, 20. März 2011
Ansich ist in der Buchbeschreibung schon genannt worden, um was es in diesem Facebook-Tagebuch geht.
Jedoch hat der Autor, Kater Paul, auf seinem eigenen Blog (ja, sowas hat er nebst seinem Facebook-Account auch gehabt) noch eine bessere Beschreibung hinterlassen, die ich hier zitieren möchte:

"Herausgekommen ist ein Buch für Facebooker und Katzenfreunde, so schrill und bunt wie Facebook selbst ' changierend zwischen Tiefsinn und Unsinn, Alltagsbetrachtungen und philosophischen Seitensprüngen, tagelangen Unterhaltungen und kreativer, blitzschneller Echtzeitkommunikation. Meines Wissens weltweit das erste Buch, das digitale Dialoge in eine analoge Form gebracht hat."

Treffender kann man es nicht beschreiben. Mir, als einer seiner Facebookfreunde, liegt dieses Buch ganz besonders am Herzen, da es nun auf gewisse Weise als Vermächtnis an seine Freunde gilt.
Denn... Kater Paul ist leider am 18. März 2011 friedlich entschlummert, um in einer besseren Welt aufzuwachen.
Umso mehr freut es mich, dass ich mit diesem Buch immer wieder an die Freundschaft zu ihm erinnert werde, und seine treffenden, kreativen und oft auch philosophischen Postings revue passieren lassen kann.

Für alle anderen, die nicht das Vergnügen und die Ehre haben konnten, mit ihm befreundet zu sein, bietet diese Buch dennoch einen kleinen Einblick in das tägliche Facebookgeschehen, und man sieht, dass man sich in und über ein breites Spektrum unterhalten kann, ohne in leider anderwo allzu oft vorkommenden Sinnlospostings abzugleiten.
Dies war natürlich auch deshalb möglich, weil Paul einen sehr grossen Freundeskreis hatte, so das er für sein Tagebuch einiges an Auswahl hatte. Schon allein deswegen freut es mich sehr, und fühle ich mich geschmeichelt, dass auch einige meiner Postings Einzug darin gefunden haben.


Der Frauenjäger
Der Frauenjäger
von Petra Hammesfahr
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen Petra Hammesfahr ' Der Frauenjäger, 18. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Frauenjäger (Gebundene Ausgabe)
Liest man den Titel dieses Buches hat man sofort ein bestimmtes Bild vor sich. Ein Serienkiller, der es auf Frauen abgesehen hat, und diese abschlachtet, oder so ähnlich.
Auch wenn man die ersten Seiten liest, erwecken diese ganz denselben Eindruck.
Ein Mann, der bei seiner eigenen Mutter hautnah miterleben musste, wie sie ihren Mann, seinen Vater betrogen und ausgenutzt hat. Er ging für sie arbeiten, und sie dankte es ihm mit Fremdgehen. Versuchte es noch nicht mal zu kaschieren, weder vor ihrem Mann noch vor ihrem Sohn.
Verständlich, dass das Spuren bei ihm hinter lassen hat. So sieht er seine Aufgabe darin, die Welt, oder besser gesagt, die Männer, von solcherlei Parasiten zu befreien.
Es wird einem zunehmend der Mund wässrig gemacht, wie er denn nun die betreffenden Frauen ausgeschaltet hat. Jedoch wird dies zu Anfang nicht mal angedeutet, nur, das er seine Methode mit der Zeit verfeinert habe.
Dann berichtet die Geschichte von seinem neunten Opfer. Marlene wird in völliger Finsternis wach, kann sich an nichts erinnern und ist natürlich orientierungslos. Mit der Zeit entdeckt sie, das sie sich womöglich in einer Höhle oder ähnlichem befinden muss. Rund um sie nur harter Fels, Kies und Steine.
Die Geschichte verweilt aber nicht bei ihr, und erklärt uns jetzt wie sie dahin gelangt ist, oder wieso.
Viel mehr wird jetzt aus ihrem Leben und ihrem Freundeskreis erzählt. Erst erfährt man die Halbe Lebensgeschichte von ihr und ihren drei besten Freundinnen, die vier beste Freunde geheiratet haben, Kinder bekamen, und sie manchmal mehr schlecht als recht durch die Irrungen und Wirrungen des Lebens schlugen. Bis auf Marlene, sie hatte von Anfang an mehr Glück als die anderen, ihr viel sozusagen alles in den Schoss. Der Mann hat ungebrochen Erfolg im Geschäft, die Kinder scheinen wohlgeraten, sie hat keine Mängel und eigentlich nichts zu vermissen. Und dennoch ist sie nicht wirklich glücklich. Bezeichnend dafür ist ihr Lieblingslied über Lucy Jordan. Genau wie es in dem Lied beschrieben ist, so geht es auch ihr. Obwohl eigentlich keine Probleme vorhanden sind, versinkt sie in Depressionen.
Soweit ist man nun über die Figuren im Bilde, und fragt sich aber immer noch, wieso ausgerechnet Marlene entführt wurde, da der Serienmörder sich eigentlich auf untreue Frauen spezialisiert hat. Den anderen drei Freundinnen wäre sowas zuzutrauen, aber ausgerechnet Marlene weisst keinerlei solche Neigungen auf.
Man wartet also ständig darauf, dass nun erklärt wird wieso und weshalb. Es wird abwechselnd beschrieben, wie Marlene sich in der finsteren Gefangenschaft verhält und versucht das beste daraus zu machen, und den zwei drei Tagen vor ihrer Entführung, aus denen man sich Erklärungen erhoft, wie es dazu kam.
Jedoch, die Spannung wird bis zum Schluss gehalten, und man muss das Buch wirklich bis ganz zu Ende lesen, bis man vollends durchblickt.
Für Leser, die ein blutig schreckliches Spektakel erwarten, ist dieses Buch nichts, nichtsdestotrotz ist es überaus spannende zu lesen, vielleicht gerade weil auf blutige Details verzichtet wurde.
Und obwohl es laut Klappentext und der ersten paar Seiten als "nichts wirklich Neues" wirkt, überrascht es dennoch und hält einem gefangen, so das man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.


Die Tortenbäckerin
Die Tortenbäckerin
von Brigitte Janson
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brigitte Janson ' Die Tortenbäckerin, 17. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Tortenbäckerin (Taschenbuch)
Die Geschichte handelt von der jungen Greta, die ihr Auskommen als Köchin bei einer reichen Bankiersfamilie in Hamburg verdient.
Gleich zu Anfang stellt sich heraus, dass sie es gar nicht so leicht in ihrem Leben hat.
Das Geld, dass sie verdient, reicht grade so. Ihre Tante, mit der sie zusammen Dienst tut, macht ihr gerne mal das Leben schwer, und ihre Mutter ist ihr nicht wirklich eine Hilfe, da diese schon längere Zeit mit sehr schlimmem Husten darnieder liegt.
Was aber weit grössere Probleme aufwirft ist ihre Schwärmerei für den jüngsten Sohn ihrer Dienstfamilie. Das geht soweit, dass sie ihre Stellung verliert und der Sohn, nach Afrika geschickt wird, vornehmlich um dort eine Zweigstelle der Bankgeschäfte aufzubauen.
Die Arbeitslosigkeit bringt für Greta natürlich noch mehr Probleme mit sich.
Ohne, dass es ihre Familie weiss, hat sie seit fünf Jahren eine Tochter. Eine uneheliche, was in dieser Zeit sehr schwer wiegt. Damit ihr oder ihrem Kind daraus kein Schaden erwachsen sollte, hat sie diese bei einem Ehepaar für, ein Entgeld, untergebracht, die mehr schlecht als recht für die Kleine sorgen.
Nun seht sie da, verdient kein Geld, hat Schulden bei der Pflegefamilie ihrer Tochter, und ihre Mutter braucht ärztliche Versorgung.
Da taucht unversehens der Fuhrunternehmer Siggo in ihrem Leben auf. Nach einigen Irrungen und Wirrungen hilft er ihr mit einer Geschäftspartnerschaft, beruflich wieder Fuss zu fassen.
Ihr Leben scheint langsam zum Bessern zu wenden. Möchte man meinen.

Die Geschichte ist leicht und locker geschrieben, man ist sofort mittendrin. Sehr fesselnd ist auch das Schicksal der Tochter von Greta, man möchte unbedingt wissen, ob es für sie auch noch besser im Leben kommt.
Intressant ist auch der Anhang des Buches, wo die Autorin von ihrer Grossmutter berichtet, die zur selben Zeit lebte, wie ihre Protagonistin. Eigentlich hätte die Autorin auch gleich über sie den Roman schreiben können, und sich nicht etwas ausdenken müssen. Stoff scheint ja vorhanden gewesen zu sein.
Auch die historischen Rezepte im Anhang finde ich eine sehr gute Idee. So hat man noch nachhaltig etwas von der Lektüre. Und vielleicht wird ja eines der Rezepte zum neuen Lieblingsrezept.


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