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Panic - Wer Angst hat, ist raus
Panic - Wer Angst hat, ist raus
von Lauren Oliver
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen trotz kleiner Spannungspausen atemberaubend, 1. Dezember 2014
Zitat:
„Der Himmel verdunkelte sich; das Licht verblasste und damit auch die Farben, die in einem Strudel hinter der Linie aus Baumkronen jenseits der Klippe verschwanden. Als hätte jemand den Stöpsel gezogen.“
(S.18)

„Die Nacht war klar und ruhig. Der Halbmond stand hoch und verwandelte alles in Silhouetten, malte Kanten um den Zaun. Trotzdem war es dunkel.“
(S.89)

„Die Augen des Polizisten waren schmal und schlau. Sein Kiefer war wie ein rechter Winkel. Wenn er wollte, konnte er bestimmt ein mieses Schwein sein.“
(S.161)

Inhalt:
Carp ist eine Stadt im Nichts. Wahrscheinlich ist Panic deshalb entstanden. Weil es sonst nichts anderes gab. Und das Spiel findet jährlich statt.
Nach dem Abschluss des Schuljahres beginnt das Spiel mit der ersten Herausforderung – einem Sprung von der Klippe. Panic dauert den ganzen Sommer an. Nur die Schulabgänger dürfen mitmachen. Der Gewinner bekommt den Jackpot. Dieser liegt in diesem Jahr bei 67.000 Dollar!

Auch Heather ist zum Strand gekommen. Am Abend, an dem Panic beginnt. Ihre Freundin Natalie will bei Panic dabei sein. Doch kurz darauf ist aufgrund einer Kurzschlussreaktion auch Heather mitten im Spiel.

Die Aufgaben werden immer schwieriger und gefährlicher. Heather hat in Natalie und Dodge Verbündete im Spiel gefunden. Es gibt eine Abmachung zwischen ihnen. Auch ihr guter Freund Bishop steht Heather zur Seite, auch wenn er nicht im Spiel ist. Doch langsam wird Panic ein Spiel auf Leben und Tod. Und niemand kann die Spieler schützen.

Meinung:
„Panic“ ist ein Buch, auf das ich mich wirklich sehr gefreut habe. Der Klappentext und die Beschreibung klangen für mich ziemlich vielversprechend. Die sehr gelungene Optik, mit der „Panic“ daherkommt, war dann letztendlich noch das Sahnehäubchen.

Und so begann ich mit der Geschichte, kaum dass „Panic“ bei mir angekommen war. Gleich von den ersten Seiten an wird kontinuierlich Spannung aufgebaut. Der Anfang für schöne Lesestunden war somit bereitet und so tauchte ich in die Geschichte ein.

An der Seite von Heather fühlte ich mich gut aufgehoben. Die Protagonistin mochte ich vom ersten Augenblick an. Ich verstand ihre Gefühle und konnte nachvollziehen, warum sie handelte, wie sie handelte. Ihr Freund Matt hatte sie vor kurzem verlassen. Und dieser Schlussstrich war nicht gerade von der feinen Art. Insofern war es für mich absolut verständlich, weshalb sie plötzlich wider besseres Wissens doch beim Spiel dabei sein wollte. Sozusagen in letzter Sekunde ist sie dazu gestoßen. Es war wie ein Instinkt. Sie konnte nicht anders handeln.

Auch in die Lage von Dodge konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Hatte ich anfangs das Gefühl, dass ich es hier mit einem Looser zu tun hatte, verdrängten die weiteren Eindrücke von ihm diese erste Meinung eindrucksvoll. Denn Dodge nimmt aus einem ganz besonderen Grund an Panic teil. Und diesen konnte ich sehr gut verstehen. An seiner Stelle würde ich nicht anders vorgehen! Mit Dodge konnte ich aufgrund seiner Erlebnisse leiden, erfuhr jedoch auch eine Menge über seine eigentliche Stärke, zu der er einfach nur finden muss. Aber das ist leichter gesagt als getan.

Über Lauren Olivers Schreibstil brauche ich mit Sicherheit nicht allzu viel zu sagen. Wie gewohnt, wurde ich fließend durch die Seiten getragen. Trotz der gespürten anklingenden Längen zwischen den jeweiligen Aufgaben hatte ich nie das Gefühl, das Buch zur Seite legen zu wollen. Natürlich habe ich mir gewünscht, dass so manche Aufgabe im Spiel doch etwas genauer und intensiver beschrieben wird. Die Herausforderungen in Panic waren ja immerhin die Hotspots, die Szenerien, die eine solche Geschichte tragen würden. Doch die Geschichte selbst konnte ich genießen, die Aufgaben erleben und mit den Charakteren fiebern und leiden.

„Panic“ erlebte ich aus wechselnder Perspektive von Heather und Dodge in Vergangenheitsform. Die vorhandenen Dialoge erlaubten mir mitunter tiefe Einblicke in die Gedankenwelt der Charaktere. Mit ihnen sah ich den gestellten Aufgaben entgegen und schlug gedanklich so manches Mal die Hände über dem Kopf zusammen. Immer in dem Sinne, Lauren Oliver „wird ihren Charakteren das doch nicht wirklich zumuten wollen“…

Den geheimnisvollsten Charakter im Buch, Bishop, muss ich auf jeden Fall auch noch kurz erwähnen. Von Beginn an war er mir sympathisch, allein schon, weil er immer einen schützenden Arm über Heather gehalten hat. Die beiden hatten es vor Jahren zwar schon einmal miteinander versucht. Daraus geworden ist jedoch nichts. Seitdem sind sie die allerbesten Freunde, die ein Mädchen und ein Junge in entsprechendem Alter sein können. Bishop war mein heimlicher Lieblingscharakter. Seine Handlungen konnte ich, spätestens im Nachhinein, durchgehend verstehen.

Lauren Oliver bereitet bei fortschreitender Seitenzahl einen heftigen Showdown vor, den ich mit schnellen Herzschlägen genossen habe. So einfach war diese Situation nun wirklich nicht zu bestehen. Doch egal, wie es ausgegangen ist, konnte ich das anschließend beruhigende Finale begrüßen und mit der Geschichte innerlich abschließen.

Urteil:
In „Panic“ fand ich eine Geschichte, die mir trotz kleiner Spannungspausen den Atem rauben konnte und mich tief in abgründige Schicksale am Rande des eigentlichen Spiels entführte. Glaubhafte Charaktere mit nachvollziehbaren Handlungen ließen mich die Geschichte genießen. Die guten 4 Bücher hat „Panic“ definitiv verdient.

Für alle, die sich auf unbekannte und herausfordernde Aufgaben einlassen können, dabei das Umfeld der Charaktere kennenlernen möchten und sich nicht verunsichern lassen. Hier seid ihr richtig!

©hisandherbooks.de


Obsidian, Band 2: Onyx. Schattenschimmer
Obsidian, Band 2: Onyx. Schattenschimmer
von Jennifer L. Armentrout
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen fantastischen Dialoge und sarkastischen Kommentare die Zweite, 1. Dezember 2014
Inhalt:
Katy wird Daemon widerstehen können. Ganz sicher. Definitiv. Alles was sie empfindet, liegt nur an dieser dämlichen Verbindung, die durch die Heilung geschaffen wurde.
Und nur deshalb ist Daemon plötzlich so nett zu ihr. Es ist nicht echt.

Ganz im Gegenteil zu dem, was sich zwischen Katy und dem neuen an der Schule, Blake, entwickelt. Ein Mensch, stinknormale Treffen, ECHTE Gefühle, keine Gefahr. Oder etwa doch?

Noch schlimmer wird das Ganze aber, als Katy Veränderungen an sich bemerkt. Anfangs könnten es noch Zufälle sein. Aber da ist mehr. Und Katys Wachhund Daemon lässt sie nicht mehr aus den Augen.

Meinung:
Wie lange mussten wir darauf warten, bis es mit Daemon und Katy weiterging. Das durchaus lesenswerte kurze Intermezzo "Daemon & Katy" schürte meinen Appetit noch zusätzlich.

Kaum bei mir eingetroffen, musste ich es einfach verschlingen.

Der Einstieg gelang mir wie von selbst. "Onyx" setzt nahtlos an den Vorgänger an, Katy zieht eine immense Lichtspur hinter sich her, die sie der Heilung durch Daemon zu verdanken hat. Und dieser piesackt sie nicht nur im Unterricht, sondern verlangt, dass sie die Lichtspur "abtrainieren" - das anzügliche Grinsen lässt keinerlei Interpretation frei, wie genau das vonstattengehen soll.
Katy verbietet sich "solche" Gedanken jedoch. Wenn Daemon plötzlich nett zu ihr ist, dann kann das doch nur an der seltsamen Verbindung liegen, die durch die Heilung entstanden ist, oder? Es ist nicht echt.

Nach dem zehnten Lesen über diesen Gedanken hat mich Katy begonnen zu nerven. Es wirkte auf mich zu gewollt, zu sehr auf einen Konflikt hingearbeitet, der gar nicht vorhanden ist - wenn man denn die Zeichen richtig erkannte. Und Daemon hatte in Sachen Sprüche zwar nicht an Biss verloren, dennoch zeigt er ungeahnt oft seinen weichen Kern, einen verführerischen und zugleich liebevollen Daemon. Die zusätzlich aufgedrängte Dreiecksgeschichte hat mich noch mehr in diese typische Jugendbuch-Klischee-Ecke gedrängt, wo ich nicht hinwollte.

Dank Jennifer L. Armentrouts großartiger lockerer Art zu schreiben (wenngleich etwas zu berichtsartig mit sehr vielen beiläufigen Beschreibungen der Taten, die die Geschichte nicht voranbrachten) und den immer noch sehr amüsanten Dialogen flog ich über diese Umstände hinweg und ließ mich von ihr erneut in die Welt der Aliens entführen.

Erst Kapitel für Kapitel wurden meine Vermutungen bzgl. der Dreiecksgeschichte bestätigt und ich war wieder gefangen von Jennifer L. Armentrouts Geschichte. Denn Blake ist nicht der, für den er sich ausgibt. Mit diesem und weiteren Plotpoints schaffte es die Autorin, mich wieder an ihre Geschichte zu binden und mich völlig mitzureißen und die Katy des ersten Drittels vergessen zu lassen. Mit den für sie typischen prickelnden Szenen, für die Jennifer L. Armentrout eindeutig ein Händchen hat, wurde ich erneut an Damon und Katy gebunden.

Wenn auch langsam, da zu Beginn ein anderer Fokus gelegt wurde, stieg die Spannung doch kontinuierlich an. Die Bedrohung steigerte sich, ich wurde mehrmals überrascht und habe gebangt und gezittert. Nach einem gewaltigen Showdown endet „Onyx“ düsterer als sein Vorgänger, aber definitiv nicht schlechter.
Wo bleibt nur Band 3?

Urteil:
"Onyx - Schattenschimmer" konnte mich nicht ganz so überzeugen wie "Obsidian - Schattendunkel", was vor allem am ersten Drittel des Buches lag. Berichtsartige und aussagelose Passagen wurden jedoch durch die fantastischen Dialoge und sarkastischen Kommentare aufgewogen, ehe es dann richtig zur Sache ging. Viele Wendungen sorgten dafür, dass ich das Buch ab der zweiten Hälfte nicht mehr aus der Hand legen konnte. Sehr sehr gute 4 Bücher für Daemon und Katys zweites Abenteuer.

Wer "Obsidian" mochte, wird an "Onyx" nicht vorbeikommen. Wer dazu noch Dreiecksgeschichten und inneren Zwisten offen gegenübersteht, wird es sogar lieben. Spätestens die zweite Hälfte des Buches wird euch alle überzeugen!

Die Reihe:
1. Obsidian – Schattendunkel
2. Onyx – Schattenschimmer
3. Originaltitel: Opal
4. Originaltitel: Origin
5. Originaltitel: Opposition

©hisandherbooks.de


Blind Walk
Blind Walk
von Patricia Schröder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

4.0 von 5 Sternen Mystery-Thriller mit Gruseleffekt, 22. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Blind Walk (Gebundene Ausgabe)
Zitat:
„Der Boden ist rau und uneben, eine Mischung aus trockenharter Erde, borstigen Grasbüscheln und kieselgroßen Steinsplittern, die sich mir in die Haut bohren.“
(S.33)

„Ich tauche zwischen zwei Birken ins Sumpfgebiet ein. Ein lieblich moosiger Duft umfängt mich und erste Sonnenstrahlen tasten sich zaghaft durch die Zweige.“
(S.63)

Inhalt:
Lida lässt sich nicht davon abbringen. Unbedingt will sie ihren Freund Jesper zu diesem Outdoor-Event, einem Blind Walk, begleiten. Jesper gibt schließlich nach und übernimmt sogar die Verantwortung für Lida, weil sie noch nicht volljährig ist.

Nachdem man sie mitten im Wald abgesetzt hat, geht es auch schon los. Neben Lida und Jesper sind weitere Jugendliche mit von der Partie. Doch etwas läuft bei diesem Blind Walk gehörig schief. Die Gruppe gerät immer mehr in die Irre. Und dann entdecken sie auch noch einen Toten. Erste Anflüge von Panik verbreiten sich unter ihnen. Ein Mörder scheint hinter ihnen her zu sein. Selbst innerhalb der Gruppe entsteht ein Misstrauen. Denn jeder könnte etwas verbergen. Und jeder könnte sterben.

Meinung:
„Blind Walk“ hatte ich irgendwie schon auf meinem Zettel stehen. Irgendetwas hat mich jedoch immer wieder davon abgehalten. Doch wie es der Zufall wollte, kam das Buch dann letztendlich zu mir. So konnte ich mich nicht lange vom Lesen abhalten und tauchte in die Seiten ein.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Patricia Schröder geht hier gleich mit einem ordentlichen Tempo ins Rennen, so dass ich mich mitreißen lassen konnte. Kompromisslos ließ ich mich treiben und harrte der Dinge, die da kamen.

Die Geschichte wird in Gegenwartsform aus der Sicht von Lida erzählt. Im weiteren Verlauf blitzen immer wieder andere Perspektiven auf, die insgesamt erst zueinander finden mussten. Bis dahin war für mich nicht immer ersichtlich, welche Richtung eingeschlagen werden würde. Neugierig geworden überwand ich diese kleinen Hürden und konnte mich auf die Geschichte einlassen.

Denn Patricia Schröder gelang es, mich mit ihrem angenehm zu lesenden Schreibstil und dem Setting des Plots zu fesseln und mitzunehmen. Zum Glück war im Innenklappentext der Begriff „Mystery-Thriller“ enthalten – wenn auch leicht zu überlesen-, so dass ich von der übersinnlich angehauchten Wendung dann später nicht allzu sehr überrascht wurde. Ansonsten wäre die Verwunderung meinerseits wahrscheinlich wirklich hoch gewesen, weil ich ursprünglich schon etwas anderes erwartet hatte.

Die Protagonistin Lida ist alles in allem wirklich mit ihrem Leben zufrieden. Mit ihrem Freund Jesper trifft sie sich regelmäßig. Die Beiden sind jetzt schon seit einem halben Jahr zusammen. Doch der Blind Walk verändert irgendwie alles. Sie beginnt an ihrem bisherigen Leben zu zweifeln, sieht alles in einem neuen Licht. Die Wahrheiten, die ihr offenbart werden, runden das Ganze nur noch ab. Lida ist eine recht offene Siebzehnjährige, die weiß, was sie will. Ihre Entschlossenheit zeigt sie in verschiedenen Situationen und versucht dabei, Stärke zu beweisen. Und doch wird sie von den Ereignissen eingeholt. Ihre Gedanken klangen für mich nachvollziehbar, wenn auch manchmal etwas schnelllebig und übereilt. Teils konnte ich ihre Gefühle durchaus nachvollziehen, die Reaktion darauf jedoch nicht immer durchgängig.

Patricia Schröder bedient mit den eingesetzten Mitteln die gängigen Anforderungen an eine spannende Geschichte. In „Blind Walk“ fand ich eine gruselige Umgebung, eine Gruppe von Menschen, die sich bisher noch nie getroffen hat und eine Bedrohung von außen in Form eines Mörders. Dies alles wurde wirklich gut umgesetzt, so dass einem mitfiebernden Lesen nichts entgegen stand. Beschreibungen werden nicht überzeichnet. Kleinere Irritationen und nicht immer charaktertypische Handlungen konnte ich dabei fast übersehen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Mit dem Ende der Geschichte treibt Patricia Schröder die Spannung nochmals ordentlich in die Höhe, bevor ein beruhigender und zufriedenstellender Ausklang gefunden wird.

Urteil:
In einer beklemmenden und bedrohlichen Atmosphäre trieb mich Patricia Schröder durch „Blind Walk“, ließ mich mit den Charakteren bangen und hoffen und verschaffte mir so manchen Gruselschauer. Insgesamt hat mir die Geschichte so gut gefallen, dass ich für „Blind Walk“ 4 Bücher vergebe.

Für alle, die vor Herausforderungen nicht zurückschrecken, Zwischenwelten akzeptieren und Charaktere nicht vorverurteilen.

©hisandherbooks.de


Wettlauf in der Nacht
Wettlauf in der Nacht
von Thomas Taylor
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen eine abenteuerliche Zeitreisegeschichte für jüngere Leser, 22. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Wettlauf in der Nacht (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
David hat schon lange diese Träume, in denen er Eddie begegnet. Eddie ist beinahe schon zu einem Freund geworden. Ein Freund, wie er ihn im echten Leben vermisst.
Während eines Traumes begegnet er Eddie in einem brennenden Haus. Eddie hat plötzlich Angst vor ihm, beschuldigt ihn, Eddie in das Feuer gelockt zu haben und flieht anschließend.
Als auch David dem brennenden Haus zu entkommen versucht, begegnet er Adam.
Und bald ist nichts mehr so, wie David es kannte.

Meinung:
Die Inhaltsangabe versprach mir ein actionreiches Zeitreiseabenteuer der besonders „träumerischen“ Art. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen und so griff ich zu „Wettlauf in der Nacht“.

Meine erste Begegnung mit Protagonist David war feurig. In einem Traum, wie David sie schon oft hatte. Doch sein Traum-Freund Eddie reagiert anders als sonst auf ihn. Er hat Angst vor ihm. Ich war gezwungen, weiterzulesen, um zu erfahren, warum.
Am Tag nach diesem Traum hatte sich in Davids Leben etwas grundsätzlich verändert. Gleich am Morgen wird er verfolgt, später von seltsamen Menschen aus der Schule gelockt. David kann entkommen – zumindest im ersten Moment. Doch kurz darauf wird er gekidnappt. Das hört sich jedoch schlimmer an, als es ist. Denn die „Guten“ haben David und erzählen ihm, warum sich seine Träume so real anfühlen.

Die Idee von Thomas Taylor hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Traumwandler sind durchweg Jugendliche, denn mit 18 verliert man die Fähigkeit nach und nach. Traumwandler wie David können sich zu jedem beliebigen Ort und in jede beliebige Zeit träumen. Dort treten sie als „Geister“ auf, was der Autor mit etlichen „echten“ Geisterbegegnungen untermauert hat.
Wo es die „Guten“ gibt, die den Lauf der Zeit in seinen geregelten Bahnen halten, gibt es natürlich auch die „Bösen“, die aus der Manipulation der Geschichte Profit schlagen wollen, und ihre eigenen Vorteile daraus ziehen. In „Wettlauf in der Nacht“ sind das die Traumwandler der „Heimsuchung“, dessen Oberhaupt stets im Verborgenen agiert.

In bester Zeitreise-Manier hinterlassen die Traumwandler Spuren, verändern die Geschichte. Die verschiedenen Zeitebenen interagieren miteinander und doch schafft es der Autor, mir gewisse Details vorzuenthalten, denen ich hinterherjagen musste.

Die Charaktere sind nicht tiefergehend beschrieben, was mich im Hinblick auf die Zielgruppe jedoch nicht störte. Ich hätte mir ein wenig Emotionen gewünscht, damit meine Verbindung zu ihnen etwas stärker gewesen wäre, konnte die Geschichte selbst aber auch ohne tiefergehende Gefühlswelt genießen.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und perfekt für die Zielgruppe geeignet. Nur ab und an entstanden kurze Längen, über die ich aber aufgrund der ansonsten durchweg vorhandenen Spannung hinwegsehen konnte. Diese steigerte sich immer weiter, bis es zu der finalen Begegnung kam, einem Showdown, der die Charaktere ans Limit brachte, ehe der Autor auch die letzten Geheimnisse rund um die Heimsuchung aufklärte.

Urteil:
Thomas Taylors „Wettlauf in der Nacht“ ist eine abenteuerliche Zeitreisegeschichte für jüngere Jugendbuchleser. Spannung, Action und eine fantastische Grundidee und sorgen für großen Lesespaß trotz kleinerer Einschränkungen. 4 Bücher für Traumwandler und Heimsuchung.

©hisandherbooks.de


New World 2: Das dunkle Paradies
New World 2: Das dunkle Paradies
von Patrick Ness
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Gewalt gemischt mit gnadenloser Manipulation und Machtstreben - eine gelungene Fortsetzung, 22. November 2014
Zitat:
„Unter meinem Verband ist nichts als Dunkelheit.
Ich bin allein, allein im schwarzen Nichts.
Allein mit seiner Stimme.
Ich weiß nicht, was ich machen soll.
Ich weiß gar nichts.“
(S.31)

„Niemand kann vor dem Krieg davonlaufen. Kein Mensch. Nicht einmal die, die überleben. Man nimmt Dinge in Kauf, die einen sonst nur abgestoßen hätten, weil das Leben in diesen Zeiten jeden Sinn verloren hat.“
(S.122)

Inhalt:
Die Situation scheint ausweglos. Todd ist gefangen. Er weiß nicht, wo Viola ist und wie es ihr geht. Er verzweifelt immer mehr.

Die Armee des Bürgermeisters Prentiss hat Haven eingenommen. Aus Haven wurde nun entsprechend seines Namens New Prentisstown. Und der Bürgermeister ist jetzt der Präsident.

Als Todd Viola endgültig als verloren glaubt, ändert er sich schleichend. Er stumpft förmlich ab. Furchtbare Dinge geschehen. Und der Präsident kann ihn nahezu überzeugen. Doch wohin führt der ganze Wahnsinn? Die Gewalt breitet sich aus. Ein Krieg ist unausweichlich.

Meinung:
Erst kürzlich habe ich „New World – Die Flucht“ beendet und bin neugierig auf den weiteren Verlauf zurückgeblieben. Glücklicherweise stand der zweite Teil, „New World – Das dunkle Paradies“ bereits hier und so habe ich mich gleich wieder in diese finstere Welt werfen können.

Gleich zu Beginn stieß ich wieder auf Todd. Er war mir sofort wieder vertraut. Seine Sorge und Angst um Viola konnte ich förmlich spüren. Seine Gedanken kreisen ständig um sie. Auf ihrer gemeinsamen Flucht hat sich etwas zwischen ihnen entwickelt. Etwas, das Todd und Viola verbindet. Und dieses zarte Band lässt sich nicht so einfach trennen. Selbst, als Todd beginnt, an Viola zu zweifeln, gewinnt doch immer wieder sein Glaube an sie die Oberhand. Und dennoch wird Todd in seinem Inneren schier zerrissen. Kaum, dass er noch den Unterschied zwischen Gut und Böse erkennt. Todd will das Richtige tun. Und begeht dabei Fehler. Schlimme Fehler, grausame Fehler. Er ist niemand, der jemandem mit Absicht wehtun will. Und doch geschieht genau das. Langsam weiß er nicht mehr, welches Handeln das Richtige ist. Aber man kann ihm vieles verzeihen. Und der Präsident kann ihn zusehends beeinflussen. Wird er auf den richtigen Weg zurückfinden?

Viola ist eindeutig eine Kämpfernatur. Sie ist selbstlos, denkt immer an das Wohl ihrer Vertrauten. Und das, obwohl sie mehrfach hintergangen und ausgenutzt wird. Auch Todd geht ihr nicht aus dem Sinn. Viola wächst an ihren Aufgaben. Sie entwickelt sich fortwährend und trifft Entscheidungen. Und sie geht ihren Weg. In der Hoffnung, Todd retten zu können.

Patrick Ness hat es nicht versäumt, Rückblicke in seine Geschichte einzuflechten. Auch wenn die Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Teil recht kurz für mich war und ich wieder gut in das Geschehen gekommen bin, empfand ich dies als sehr angenehm. Die Darstellung in Gegenwartsform wurde beibehalten. Hierbei werden die verschiedenen Sichtweisen jeweils von Todd und Viola benutzt. Insgesamt kam ich mit dem Schreibstil wirklich gut zurecht, wobei ich einige kleine Stolpersteine aus dem Weg räumen konnte. Die Gefühle und Gedanken der Charaktere wurden gut beschrieben, kamen dennoch nicht durchgängig vollständig bei mir an, was der Geschichte grundsätzlich jedoch nicht spürbar schadet. Der Weltentwurf wird vorstellbar beschrieben und löste so manches ungute Gefühl in mir aus.

Dachte ich, langsam auf das große Finale dieses zweiten Teils zuzusteuern, setzte der Autor noch etwas dazu. Nachdem ich nun die letzten Seiten gelesen habe, lässt mich Patrick Ness fast ungläubig mit dem von ihm konstruierten Ende zurück und weckt die große Neugier in mir, sehr bald nach dem dritten Teil greifen zu müssen.

Urteil:
„New World – Das dunkle Paradies“ bringt alles mit, was man für spannende Lesestunden benötigt. Sequenzen von Gewalt gemischt mit gnadenloser Manipulation und Machtstreben ließen mich eine Welt erleben, die einerseits faszinierend, andererseits aufgrund der Vorkommnisse abstoßend wirkt. Für meine Lesestunden in New World vergebe ich sehr gute 4 Bücher.

Für alle, die von der Hoffnung getrieben werden, Hindernisse überwinden und Manipulation standhalten können.

Die Reihe:
1. New World – Die Flucht
2. New World – Das dunkle Paradies
3. New World – Das brennende Messer

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Aura - Geküsst von einem Geist: Band 2
Aura - Geküsst von einem Geist: Band 2
von Jeri Smith-Ready
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Teenie-Alltag und wahre Überraschungen - eine gelungene Fortsetzung, 22. November 2014
Inhalt:
Anstatt überzuwechseln ist Logan bei seinem grandiosen Abschied zu einem Schatten mutiert. Monate vergehen, in denen Aura auf ein Zeichen von ihm wartet. Und dann kommt es. Doch Logan ist kein Schatten mehr, sondern ein normaler Geist. Aber damit nicht genug. Plötzlich besitzt Logan einen echten Körper, den man küssen und berühren kann!
Etwas, das vorher noch niemals passiert ist!

Aura und Zach versuchen, mehr über die Vergangenheit und ihren eigenen Ursprung herauszufinden und stoßen dabei auf Geheimnisse, die nicht einmal die Behörden wissen zu scheinen und geraten damit in große Gefahr.

Meinung:
Die Welt rund um den Shift hat mich bereits im ersten Teil „Aura – Verliebt in einen Geist“ begeistern können. Nach dem unheilvollen Abgang von Logan musste ich natürlich sehr schnell zur Fortsetzung greifen.

Aura hat monatelang damit verbracht, Logan, den Schatten, zu rufen. Sie verschließt sich vor nahezu allem. Als sie dann doch bereit ist, sich für Zach zu öffnen, hat er seinen großen Auftritt: Logan - wieder vom Schatten zum Geist gewandelt und kurz darauf sogar zum stofflichen Menschen – und damit fangen die Probleme erst an. Nicht nur, dass er „etwas Großes bewirken“ will, weiter Musik machen möchte und meiner Meinung nach nur an sich denkt – nein, er zieht auch Aura mit hinein, drängt sich zwischen sie und Zach (der mir um einiges lieber an ihrer Seite war). All das machte mir Logan für den größten Teil des Buches unsympathisch und ich hoffte auf Zach. Doch hier gibt es ein ganz großes Hindernis:
Der Letztgeborene vor dem Shift und die Erstgeborene danach scheinen ganz besondere Fähigkeiten zu haben – und es könnte die Welt vernichten, wenn sie zusammen sind.

Mit dieser Art Konflikt hielt mich die Autorin durchweg bei der Stange. Außer diesen beiden „Traummännern“ bringt sie auch noch Tyler ein, den jüngeren Bruder von Logan. Das Verhalten von Aura ihm gegenüber lässt zu wünschen übrig (für ein Buch), ist aber durchaus nachvollziehbar erklärt.

Am Interessantesten fand ich die Nachforschungen von Aura und Zach: Das neue Wissen über den vermeintlichen Beginn des Shifts, die Bilder, die mir Jeri Smith-Ready von der mystischen Stätte Newgrange vor dem inneren Auge zauberte, die neuen Erkenntnisse der beiden über sich selbst – alles war fantastisch von der Autorin inszeniert und kam teilweise durchaus überraschend.

Auch wenn wieder viel Teenie-Drama und Liebeshin und –her in die Geschichte gepackt waren, wurde es mir nie zu kitschig oder übertrieben. Mit den beiden „besonderen“ Jugendlichen Zach und Aura hat Jeri Smith-Ready ihre Geschichte sehr gut gewürzt, den tiefgründigen Sinn ihrer Idee - dem Konflikt von Jugendlichen, die Verstorbene nie so verlieren wie die Prä-Shifter – nie komplett vergessen. Alles in Allem sorgte dies für eine interessante Mischung, die mit steigender Seitenzahl immer spannender wurde und Neuigkeiten zutage förderte, die es mir unmöglich machen, nicht zur Fortsetzung zu greifen.

Urteil:
Die Fortsetzung „Aura – Geküsst von einem Geist“ steht seinem Vorgänger in Sachen Unterhaltungswert in nichts nach. Neue Erkenntnisse und Überraschungen sorgten dafür, dass ich das Teenie-„Alltags“-Drama und das Beziehungshin und –her beinahe vergessen konnte. 4 Bücher für Aura und die Geister.

Die Reihe:
1. Aura – Verliebt in einen Geist
2. Aura – Geküsst von einem Geist
3. ?

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Rudi rettet Weihnachten
Rudi rettet Weihnachten
von Mathilde Stein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen ein ganz besonderes Buch für die Vorweihnachtszeit - trotz kleiner Kritik, 16. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Rudi rettet Weihnachten (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Der kleine Rudi hat wirklich alles dafür getan, dass der Weihnachtsmann ihn mitten im Wald findet – doch leider hat er es Jahr für Jahr nicht geschafft.
Dieses Jahr baut er eine eigene Landebahn für den Weihnachtsmann – und ein Rumpeln in der Weihnachtsnacht zeigt, dass er es geschafft hat.
Leider nicht so ganz, wie geplant.

Meinung:
Was gibt es Schlimmeres, als vom Weihnachtsmann übersehen/vergessen zu werden?
Seit dem Umzug geht Rudi Jahr für Jahr leer aus, obwohl er einen Weihnachtsbaum hat, Plätzchen backt und sogar Schilder aufstellt. In diesem Jahr hat er einen neuen Plan – einen erfolgreichen. Doch der Weihnachtsmann legt eine Bruchlandung hin und nun hat Rudi alle Hände voll zu tun, das Weihnachtsfest ALLER zu retten.

Wundervolle Illustrationen schmücken die kurzen Texte des Buches aus und laden zum Verweilen und immer-wieder-ansehen ein. Zahlreiche Details gibt es zu entdecken, die nicht auf den ersten Blick auffallen. Der altersgerechte Text animiert zum Mitfiebern – schließlich wäre es ganz schlimm, das zu erleben, was Rudi passiert ist. Dennoch sehe ich die Geschenkehascherei in Büchern mit gemischten Gefühlen – wird doch im realen Leben schon viel zu viel Wert darauf gelegt.

Als Rudi dann den Weihnachtsmann und die Rentiere umsorgt, die Geschenke einsammelt und Plätzchen backt, steigt die Spannung für den Mitleser unaufhörlich. Am Ende findet Rudi dann den Mut, dem Weihnachtsmann zu erzählen, wer Schuld an der Misere hat – es ist alles gar nicht so schlimm wie gedacht – und Rudi kann dem Weihnachtsmann sogar bei seinem kleinen Problem helfen, bevor die Geschichte rundum zufriedenstellend und weihnachtlich endet.

Urteil:
„Rudi rettet Weihachten“ ist ein besonderes Buch zur Vorweihnachtszeit, das die Jungleser mit einem wahren Desaster konfrontiert. Die wundervollen Illustrationen und die schöne Geschichte – wenn auch mit einem kleinen Bisschen Kritik an dem ersten Teil der Botschaft - lassen uns sehr gute 4 Spielsachen vergeben.

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Sternen-Trilogie, Band 1: Sternenschimmer
Sternen-Trilogie, Band 1: Sternenschimmer
von Kim Winter
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen eine wirklich außergewöhnliche Welt, 15. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhalt:
Als das erste Schiff vom Planeten Loduun eintrifft, ist Mia schockiert, wie ähnlich uns die Flüchtlinge sehen. Auf Loduun herrscht Krieg und die Kinder wurden zur Erde gebracht. Mia hilft ehrenamtlich in einem Flüchtlingshaus, wo sie die Bewohner näher kennenlernt.

Das Leben auf Loduun unterscheidet sich sehr von dem auf der Erde. Für die Loduuner hat alles einen Sinn und nur für diesen Sinn wird gelebt. Hat sich dieser Sinn eines Bewohners erfüllt, stirbt er. Mia fühlt sich sehr zu dem Loduuner Iason hingezogen. Doch sein Sinn ist es, sein Volk zu beschützen. Sobald Friede herrscht, wird er seinen Sinn erfüllt haben und Mia verlassen.

Haben sie überhaupt eine Chance?

Meinung:
Viel zu lange lag „Sternenschimmer“ auf meinem SuB. Meine Angst vor dem knapp 600-Seiten-Monster war zu groß.
Doch schon nach wenigen Seiten stellte sich heraus, dass sie nicht berechtigt war.

Die Autorin fackelt nicht lange und setzte mich mitten in ihrer Sci-Fi-Welt an die Seite von Protagonistin Mia, die beschlossen hat, täglich in einem der Häuser zu helfen, in denen die Flüchtlinge des Planeten Loduun untergebracht sind.
Dort muss sie nicht nur feststellen, dass die Looduner nahezu aussehen wie Menschen. Es gibt auch gewaltige Unterschiede, die es zu beachten gilt – alles andere könnte tödlich ausgehen.
Doch auch im Verhalten selbst gibt es Abweichungen: Im wissenschaftlichen und alles erklärenden Loduun glaubt man an Bestimmung, den Sinn des Lebens eines jeden einzelnen, für den man letztendlich sogar stirbt. Es gibt keine Liebe, sondern nur Anziehung.
Wie soll Mia dem 18-jährigen Iason nun klar machen, dass sie in ihn verliebt ist? Es stehen Hürden zwischen den beiden, die weit über die Grenzen der Galaxie hinausgehen.

Kim Winter hat mit „Sternenschimmer“ nicht nur eine Liebesgeschichte geschaffen, sondern ein Buch über Vorurteile und gegenseitige Akzeptanz. Die Loduuner werden vom Großteil der irdischen Bevölkerung gemieden, ja sogar wie Aussätzige behandelt. Auch Mia – obwohl sie so engagiert ist – tritt ins Fettnäpfchen und merkt, wie falsch gut gemeintes Verhalten sein kann.
Die Beziehung von Iason und Mia ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Denn Mia weiß nicht, wie sie ihre Gefühle gegenüber dem Jungen ausdrücken soll, der von Gefühlen und Emotionen kaum etwas versteht. Es gibt keine Verhaltensratgeber, wie man in diesem Fall mit den Loduunern umgeht.

Der Schreibstil der Autorin ist stellenweise sehr ausführlich und bildhaft, was auf knapp 600 Seiten zu kleineren Längen führt, die ich aber im Großen und Ganzen verzeihen konnte. Denn die Charaktere sind so mitreißend, die Geschichte so fesselnd und anders, dass ich es trotzdem nicht ermüdend fand und daher nicht zur Seite legen konnte. Kim Winter steigerte die Spannung langsam aber sicher, entwickelte die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander stets weiter. So entstand ein Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte.

Gegen Ende des Buches toppte sie in Sachen Spannung und Dramatik noch einmal alles, ehe ich das Buch erleichtert und guten Gewissens zur Seite legen konnte. Band 2 wartet schon auf mich.

Urteil:
Mit der Welt von „Sternenschimmer“ konnte mich Kim Winter völlig überzeugen. Die interessanten Hintergründe und die ansteigende Spannung ließen mich auch kleinere Längen problemlos überstehen. Knappe 5 Bücher für Mia und Iason.

Wer sich mit Außerirdischen arrangieren kann, gegen die Ablehnung von Fremden ankämpft und daran glaubt, dass Liebe alle Hürden überwinden kann, sollte unbedingt zu dem Buch greifen.

Die Reihe:
1. Sternenschimmer
2. Sternensturm
3. Sternenstaub

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Keine Zoombies
Keine Zoombies
Preis: EUR 0,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein Ausflug ins apokalyptische Europa, 15. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Keine Zoombies (Kindle Edition)
Zitat:
„Für Helden war diese Welt nicht gemacht. Man konnte kämpfen und auf einen Sieg hoffen oder man rannte und überlebte. Vorerst. Denn das Überleben war eine Anstrengung, die nie endete.“
(„Keine Zoombies“, Position 268, 43%)

Inhalt und Meinung:
Auf „Keine Zoᴓmbies“ bin ich eher durch Zufall gestoßen. Es handelt sich hier um eine Anthologie, in der 3 Kurzgeschichten enthalten sind. Obwohl Zombies eigentlich nicht unbedingt meine Leserichtung ausmachen, bin ich hier doch irgendwie neugierig geworden.

So startete ich in dieses Werk und befand mich in der ersten Geschichte „Auf in die Schlacht!“ von Maria Engels an der Seite von Josh, Amy und BG. Und diese befinden sich in einer ziemlich misslichen Lage. Das Haus, in dem sie sich nun befinden, sah eigentlich nicht gefährlich aus. Doch nun müssen sie sich den Weg freikämpfen. Die Situation scheint ausweglos.

Maria Engels präsentiert diese Geschichte in Vergangenheitsform aus der der Ich-Perspektive von Josh. Die Geschichte beginnt mit Tempo und ebbt auch auf den folgenden Seiten nicht ab. Die Charaktere wurden vorstellbar beschrieben, genau ausreichend für eine Kurzgeschichte. Dass hierdurch natürlich nur ein Anflug von Nähe aufkommen kann, dürfte klar sein.Ich fand hier keine zombietypischen übertriebenen Gemetzel, sondern war von der Idee und dem Ende der Geschichte sogar überrascht.

Weiter ging es dann mit der Shortstory „Keine Zoᴓmbies“ von David Michel Rohlmann. Hier geht es um einen Teil einer Gruppe von Überlebenden, die sich nach der Apokalypse in Europa im Leipziger Zoo verschanzen konnten. In scheinbarer Sicherheit haben sie vorerst genügend zu essen und müssen keinen Hunger leiden. Doch wie lange wird diese Sicherheit anhalten können?
Herrn Rohlmann gelingt es von Beginn an, eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, die mich an den Seiten halten konnte. Auch seine Charaktere sind anschaulich beschrieben. Die Geschichte erlebte ich aus der Sicht des Protagonisten Mark in Vergangenheitsform. Die gewählte Erzählweise in dritter Person gestattete es mir, immer einen Überblick über das Geschehen zu erhalten. Mit dem Ende der Geschichte gelang David Michel Rohlmann ein sowohl nachvollziehbares als auch nervenaufreibendes Ende.

Last but not least befand ich mich sodann in der Abschlussgeschichte „Wie wir wurden, was wir sind“ von David Michel Rohlmann. Diese Geschichte baute letztendlich auf „Keine Zoᴓmbies“ auf und so erlebte ich den anderen Teil der Überlebendengruppe im Leipziger Zoo. Zwischenzeitlich ist der Hunger hier zum ständigen Begleiter geworden. Eine schier unvorstellbare Idee wird in die Tat umgesetzt. Die Konsequenzen daraus sind lebensbedrohlich und verändern alles.
Auch diese Geschichte wird in Vergangenheitsform erzählt. Wechselnde Sichten beleuchteten die verschiedenen Blickwinkel und erlaubten mir so manche Erkenntnis. Im Endeffekt bringt David Michel Rohlmann hier die dunkelste Seite des Menschen zum Vorschein und erinnert an das, was nicht verleugnet werden kann. Die Urinstinkte kann man nicht abschalten, in Extremsituationen geht es nur um das Eine – Überleben!

Dem Autorenteam ist mit „Keine Zoᴓmbies“ ein Werk gelungen, bei dem das Lesen Spaß gemacht hat. Zugegeben, bei so mancher Formulierung oder inhaltlichen Darstellung bin ich manchmal etwas gestolpert. Die Umstände des Ganzen selbst habe ich letztendlich akzeptieren können, war auf das "Wieso" dennoch neugierig. Insgesamt konnte mich dies im Lesefluss jedoch kaum behindern. Die Ideen und die Umsetzung sind auf jeden Fall einer Erwähnung wert. Definitiv fand ich hier keine typische Zombie-Story, denn das Autoren-Duo wartet mit eigenen Gedanken und Handlungsansätzen auf. Ich konnte mich auf dieses Werk einlassen und bereue meinen kleinen Ausflug auf dieses Terrain keinesfalls. Die Basis für weitere Geschichten des Duos, sei es getrennt oder auch wieder als Team, ist zumindest gelegt.

Urteil:
In „Keine Zoᴓmbies“ findet man natürlich auch Gemetzel, befindet sich mit den Charakteren jedoch schnell in der Geschichte. Auch wenn die Umstände für das Szenario zum Großteil im Unklaren bleiben, konnte ich mich auf die Welt einstellen und das Setting genießen. Meinen Ausflug in ein apokalyptisches Europa belohne ich deshalb mit 4 Büchern.

Für alle, die kurzzeitigen Ausflügen aus ihrem gewohnten Leseumfeld nicht abgeneigt sind, sich dabei auf das Wesentliche konzentrieren können und Charaktere nicht vorverurteilen.

©hisandherbooks.de


Open Minds - Gefährliche Gedanken (Mindjack #1) (Mindjack Trilogy)
Open Minds - Gefährliche Gedanken (Mindjack #1) (Mindjack Trilogy)
von Susan Kaye Quinn
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,69

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4.0 von 5 Sternen eine fesselnde Idee in einem spannenden Setting, 15. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zitat:
„Ich versuchte an positive Sachen zu denken, für den Fall, dass meine Gedanken wieder zum Leben erwachen würden – als ob ein alptraumhafter Wunsch auf einmal Wirklichkeit würde.“
(S.33)

Inhalt:
In einer Welt voller Gedankenleser hat es Kira nicht einfach. Sie ist eine Null – eine Nicht-Leserin. Und sie wird immer eine Null bleiben. Eine Wandlung ist bei ihr nicht absehbar.

Kiras Fähigkeit kommt ebenso plötzlich wie unerwartet. Und sie hat Angst davor. Angst, Menschen zu verletzen. Sie will die ihr Nahestehenden nicht kontrollieren.

Kira versucht, ihre Kraft zu verbergen. Selbst vor Raf, der als Einziger zu ihr hält. Doch sie grenzt sich von ihm ab, will ihm nicht wehtun. In Simon, ein Mindjacker wie sie selbst, findet sie scheinbar einen Verbündeten. Doch was plant Simon wirklich? Kira verstrickt sich immer mehr in ein Netz aus Lügen. Die Gefahr für sie wird immer größer. Jede Unachtsamkeit könnte tödlich für sie enden.

Meinung:
„Open Minds – Gefährliche Gedanken“ hat eher zufällig meinen Weg gekreuzt. Der Klappentext hatte mir jedoch bereits sehr gefallen und so bin ich neugierig geworden. Nachdem das Buch bei mir angekommen war, konnte ich mich dann auch gleich in die Seiten werfen.

Den Einstieg empfand ich als nicht ganz so einfach. Obwohl mir Kira an sich sympathisch war und ich mich in ihrer Welt recht gut zurechtgefunden hatte, zweifelte ich das eine oder andere Mal an ihren Entscheidungen und Gedankengängen. Ihre getroffene Wahl bereitete mir ebenso einiges Kopfzerbrechen, wie eine gewisse bei ihr aufkeimende Naivität. Kleine, sich abzeichnende Längen, waren glücklicher Weise nur im Ansatz zu spüren, verflogen jedoch im weiteren Verlauf.

Mit meinen Fortschritten in der Geschichte verflüchtigte sich mein erster Eindruck zum Glück zusehends. Ab einem bestimmten Punkt nahm die Handlung spürbar Fahrt auf und hielt mich an den Seiten. Nun sprang ein Funke auf mich über, der meine Anfangsschwierigkeiten fast vergessen machen konnte.

Ich erlebte die Handlung aus Kiras Ich-Perspektive in Vergangenheitsform. Der Schreibstil von Susan Kaye Quinn war recht flüssig und gut zu lesen. Gesprochene wie auch gedankliche Dialoge hielten mich ziemlich nah am Geschehen und gestatteten mir Einblicke zu den Hintergründen mancher Handlungen.

Nachdem Kira unerwartet ihre Fähigkeit entdeckt, dabei Raf jedoch verletzt, ist sie selbst am meisten schockiert. Bisher war sie immer davon ausgegangen, eine Null zu sein. Niemals wäre es ihr in den Sinn gekommen, dass es die Möglichkeit geben könnte, fremde Gedanken zu kontrollieren und zu steuern. Obwohl sie weiß, dass Simon ihr mit Sicherheit nicht gut tun wird, sucht sie dennoch seine Nähe. Denn sie hofft, dass er ihr helfen kann. Mit ihrem Verhalten stößt sie Raf, der als Einziger bisher noch zu ihr gehalten hat, vor den Kopf. Und Enttäuschungen scheinen vorprogrammiert zu sein und bleiben nicht aus.

Susan Kaye Quinn entwirft hier eine wirklich bedenkliche Welt, in der Menschen gegenseitig ihre Gedanken lesen können. Geheimnisse kann es so natürlich kaum geben; niemand ist wirklich für sich allein. Allein die Vorstellung eines solchen Szenarios ist für mich erschreckend. Denn wo würde es hinführen, wenn jeder die Gedanken des Anderen kennen und so vermutlich Dinge erfahren würde, die man lieber nicht austauscht. Das Setting empfand ich insofern wirklich sehr gelungen.

Nachdem die Geschichte eine entsprechende Sogwirkung auf mich bekommen hatte, steigerte sich mein Lesegenuss deutlich und ich ließ mich Richtung Showdown treiben. Hier hat sich Susan Kaye Quinn einen wirklichen Höhepunkt einfallen lassen, um anschließend mit einer letzten Entscheidung meine Neugier auf die Fortsetzung zu schüren.

Einen Hinweis muss ich zum Schluss definitiv noch geben, auch wenn dies keinen Ausschlag auf meine Bewertung geben wird. Beim Lesen ist mir in der Geschichte eine Vielzahl von Fehlern aufgefallen, die bei einer nochmaligen Überarbeitung ausgemerzt werden könnten. Angefangen von fehlenden Buchstaben und Wörtern über unkorrekte Zeitformen bis hin zu Wortdopplungen. Da dies jedoch nicht die Idee und Umsetzung der Autorin selbst betrifft, lasse ich diese Feststellung außen vor.

Urteil:
„Open Minds – Gefährlich Gedanken“ besticht durch eine fesselnde Idee, die in einem spannenden Setting ihre Umsetzung findet. Hier findet man eine erschreckend offene Welt vor, deren Gefahren man nicht auf den ersten Blick erkennt. Nach kleinen Startproblemen konnte mich Kira nachfolgend mehr und mehr für sich einnehmen und verschaffte mir schöne Lesestunden, die ich an dieser Stelle mit 4 Büchern belohne.

Für alle, die sich vom ersten Eindruck nicht täuschen lassen, konsequent ihren Weg gehen und an Charaktere glauben können.

Die Reihe:
1. Open Minds – Gefährliche Gedanken
2. Originaltitel: Closed Hearts
3. Originaltitel: Free Souls

©hisandherbooks.de


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