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Hieronymus Frosch - Darauf hat die Welt gewartet
Hieronymus Frosch - Darauf hat die Welt gewartet
von Andreas H. Schmachtl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen humorvolle Unterhaltung mit Lerneffekt, 2. September 2015
Inhalt:
Hieronymus Frosch träumt davon, im Wissenschaftsklub aufgenommen zu werden.
Doch ganz gleich, wie viele bahnbrechende, sensationelle Erfindungen er in seiner Werkstatt in Butterwecks Garten auch macht, sein Traum wird nicht erfüllt.
All seine Erfindungen waren einfach nicht sensationell genug. Seine Neugier führt ihn dann in den "wilden Norden" und wie von selbst ist er plötzlich der große Star.

Meinung:
Nachdem ich meinen Söhnen "Snöfrid aus dem Wiesental" vorgelesen hatte und wir begeistert vom Stil des Autors waren, mussten wir auch zu "Hieronymus Frosch - Darauf hat die Welt gewartet" greifen.

Die Geschichte startet mit einer illustrierten Übersicht über die verschiedenen Amphibien-Gattungen und einem Vorwort in dem Hieronymus Frosch samt Wohnort und einiger Erfindungen vorgestellt wird. Doch all diese tollen Erfindungen wurden vom Wissenschaftsklub abgelehnt. Hieronymus gibt jedoch nicht auf.

Der junge Leser begleitet Hieronymus durch zahlreiche kurze Kapitel, die fast immer abgeschlossen sind und immer eine dieser wissenschaftlichen Sensationen zum Thema haben. Vom hydraulischen Postkartomaten - um die Geburtstagskarten für seine 2999 Geschwister zu versenden - über einen Weg, die Fenster und das Haus ohne Putzen blitzeblank zu bekommen, den Ein-Personen-Abkühlungsregner für heiße Tage bis hin zum Flugflitzer, der später noch eine große Rolle bekommen wird, ist alles dabei.

Der Schreibstil von Andreas H. Schmachtl ist leichtgängig und gut zum Vorlesen geeignet. Für ältere Kinder sind dann sogar die lateinischen Begriffe interessant. Zahlreiche Catchphrases animieren den Mitleser schon nach kürzester Zeit zum Mitsprechen, denn jedes Kapitel läuft nach demselben Schema ab:

Problem erkannt. "Da müsste sich doch etwas machen lassen."
"Denken, Frosch, denken!"
Lösungsidee, "vermutlich eine wissenschaftliche Sensation"

Allein diese stetigen Wiederholungen erfreuten meine Mitleser und schürten die Begeisterung. Ganz nebenbei kann man hier mit kurzen Lesepausen eigene Lösungsmöglichkeiten entwickeln, was mir sehr gut gefiel.
Wissen wird immer wieder unauffällig in die amüsante Geschichte geschmuggelt und dadurch perfekt vermittelt, während Hieronymus nachdenkt.

Die tollen Illustrationen von Hieronymus und seinen Erfindungen runden die humorvolle Erzählweise perfekt ab.

Urteil:
"Hieronymus Frosch - Darauf hat die Welt gewartet" bietet humorvolle Unterhaltung für die Zielgruppe und hat dabei sogar noch einen gewissen Lerneffekt. Dafür gibt es ganz ohne darüber nachzudenken 5 Spielsachen.

Band 2 liegt schon bereit und wir sind gespannt auf weitere "wissenschaftliche Sensationen".

©hisandherbooks.de


PROFILE - Die Prognose: Roman (Fischer FJB (allgemein))
PROFILE - Die Prognose: Roman (Fischer FJB (allgemein))
von Christine Seifert
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Grundidee mit sehr viel Potential, 2. September 2015
Zitate:
„Es ist eine dieser absolut perfekten Unterhaltungen, ohne Pausen, ohne verlegene Stillen, ohne merkwürdige Themen, bei denen man aneinander vorbeiredet oder missversteht, was der andere zu sagen versucht.“
(S.108)

„Ich tue so, als würde ich ihn nicht hören. Ich gehe einfach weiter. Es ist eine Frage der Würde.“
(S.184)

Inhalt:
Erst vor kurzem ist Daphne mit ihrer Mutter nach Quiet gezogen und besucht hier die Highschool. Es ist nicht ihr erster Umzug, schon oft war sie die Neue in verschiedenen Schulen. Und dann passiert es. Ein bewaffneter Amokläufer stürmt in die Schule und schießt wild um sich. Wie durch ein Wunder gibt es nur einen Toten. Den Amokläufer selbst.
Um derartiges zukünftig zu vermeiden, soll das Programm PROFILE Prognosen abgeben, welche Schüler anfällig für Gewalttaten sind. Der Zeitpunkt der Ergebnisverkündung rückt näher. Und unter den Schülern macht sich Unsicherheit breit.

Meinung:
„PROFILE – Die Prognose“ fand zufällig den Weg zu mir. Der Klappentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht und so habe ich dann auch gleich mit dem Buch begonnen.

Lange musste ich mich nicht gedulden, da war ich bereits mitten in einem Amoklauf an der Quiet High gelandet. Die bangen Minuten durchlitt ich mit den Schülern, und mit Daphne. Jesse kann Daphne in einem Nebenraum vor dem Amokläufer schützen. Schließlich wird niemand ernsthaft verletzt. Nur der Täter selbst überlebt nicht. Die Anspannung auf den darauffolgenden Seiten war dann für mich förmlich spürbar. Auch mich hatte diese Anspannung erreicht und ich glitt weiter durch die Seiten. Nun sollte dieses neue Programm – PROFILE – gewaltbereite Schüler identifizieren, um solche Ereignisse zukünftig ausschließen zu können. Die Idee fand ich bis zu diesem Zeitpunkt wirklich gut.

Nach dem Anschlag war Daphne durch die Aktion mit Jesse während des Amoklaufs an der Schule plötzlich bekannt. Dizzy führt Daphne in ihrer angesagten Mädchenclique ein, wobei Daphne zumindest anfangs nicht unbedingt begeistert davon ist.

Auf den folgenden Seiten war ich dann auch mit den verschiedensten Highschool-Themen beschäftigt, befand mich in Verwicklungen untereinander, miteinander und Meinungsverschiedenheiten in der Clique. Eine Bedrohung durch PROFILE oder besser den erwarteten Ergebnissen konnte ich bis zu diesem Moment nicht spüren. Nur am Rande wurde ab und an davon berichtet, dass es bald zur Verkündung der Ergebnisse kommen würde. Eine gewisse Verunsicherung war bei den Schülern natürlich schon bemerkbar, allerdings ging man dann doch immer wieder rasch zur Tagesordnung über. Im Vordergrund stand für mich eindeutig das Highschool-Leben mit allen dazu gehörenden Randgeräuschen, so dass nachfolgend doch immer wieder gewisse Längen eintraten.

Die Charaktere waren grundsätzlich ausreichend beschrieben, ohne besonders in die Tiefe zu gehen. Interaktionen sind für mich vorstellbar dargestellt, wenn auch nicht durchgehend schlüssig. Die Protagonistin Daphne wirkte von Beginn an sympathisch, ihre Zweifel konnte ich spüren, doch auch sie hinterließ nicht durchgängig den Eindruck, ihr Ziel zu kennen und dieses anzusteuern.

Christine Seifert wählte für die Präsentation ihrer Geschichte Daphnes Ich-Perspektive in Gegenwartsform. Dialoge der Charaktere mit zeitweise sarkastischen Ansätzen lockerten die Geschichte auf, verwirrten mich jedoch auch teilweise. So manche Äußerung genau wie einige Handlungsspuren verbleiben kommentarlos im Raum stehen, so dass ich zeitweise nicht wusste, welche Richtung nun die richtige sein würde.

Die Autorin greift mit ihrer Geschichte definitiv wichtige und allzeit aktuelle Themen auf. Ausgrenzungen von Menschen bis hin zur Bildung von Eliten werden spürbar und glaubhaft beschrieben. Hier erlebte ich so manches erschreckende Szenario, war dennoch fast darüber erschüttert, wie gleichgültig und oberflächlich die Charaktere teilweise damit umgingen.

Zum Ende hin konnte mich Christine Seifert dann doch nochmal überraschen, ich erlebte einige fast panische Momente und musste zum Teil leiden. Die Autorin fand jedoch einen beruhigend abklingenden Abschluss, so dass ich das Buch nun wieder ins Regal stellen kann.

Urteil:
„PROFILE – Die Prognose“ bietet mit seiner Grundidee Potential für spannende Lesestunden, vernachlässigt zwischenmenschliche Aspekte dabei nicht und schneidet Problemthemen an. Für meine Zeit rund um die Quiet High vergebe ich deshalb gute 3 Bücher.

Für alle, die sich von der Zukunft nicht überraschen lassen wollen, dabei mit Ausgrenzungen umgehen und damit verbundene Herausforderungen annehmen können.

©hisandherbooks.de


Afterworlds - Die Welten zwischen uns
Afterworlds - Die Welten zwischen uns
von Scott Westerfeld
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

4.0 von 5 Sternen zwei komplette Bücher in einem!, 2. September 2015
Zitate:
„Als ich die Augen wieder öffnete, blickte ich auf eine Welt ohne Farben. Der endlose Himmel über mir war bleigrau. Es gab keine Sonne mehr, nur einzelne rote Sterne, die zur Erde zu starren schienen wie Augen.“
(S.87)

Inhalt:
In der Wartehalle des Flughafens gerät Lizzi in einen brutalen Terroranschlag. Ringsum nichts als Blut und Leichen. In völliger Verzweiflung stellt sich Lizzi tot. Durch die situativ angstverstärkenden Emotionen gleitet sie in die Totenwelt. Hier trifft sie auf den Seelenführer Yamaraj, einem Psychopomp. Yamaraj kann Lizzi retten und so überlebt sie den Anschlag als Einzige. Nun weiß sie auch, dass sie eine besondere Fähigkeit hat – sie kann in die Totenwelt überwechseln. Doch hier lauern viele Gefahren.

Mit diesem Flughafenkapitel beginnt die Geschichte, die Darcy in nur einem Monat geschrieben hat. „Afterworlds“ wird von einem Verlag für viel Geld angenommen. Sogar für einen Folgeband erhält Darcy einen Vertrag. Sie kann ihre Eltern überzeugen, das geplante Studium um ein Jahr zu verschieben und zieht nach New York. Nach und nach fühlt sie sich in der Autoren-Szene immer sicherer. Darcy kann viele Erfahrungen für sich mitnehmen, auch Emotionen bleiben nicht außen vor. Und doch ist der Weg einer Autorin hart und steinig.

Meinung:
Auf „Afterworlds“ bin ich auf der Buchmesse in Leipzig aufmerksam geworden. Die Idee, zwei Geschichten in einem Buch zu präsentieren, klang richtig gut für mich. Natürlich hatte ich mir auch die Seitenzahl notiert, doch als das Buch bei mir ankam, musste ich über die Ausmaße erstmal kurz staunen. Aber eigentlich war es ja klar, dass man die Geschichten nur in einem größer dimensionierten Buch – was die Dicke betrifft – unterbringen kann. Und so freute ich mich nun auf die knapp über 700 Seiten Lesespaß.

Richtige Vorstellungen von dem, was mich in „Afterworlds“ erwarten wird, hatte ich eigentlich nicht. So bin ich dann absolut unvoreingenommen und neugierig in die Geschichte gestartet. Ich war sehr darauf gespannt, wie der Autor seine Idee mit zwei Geschichten in einem Buch umsetzen wird.

Und dann erfuhr ich zu Beginn der Geschichte, dass Darcy in nur einem Monat einen Roman geschrieben, das Manuskript an einen Verlag geschickt und binnen kürzester Zeit eine Zusage zur Veröffentlichung bekommen hatte. Dazu sollte noch ein immens hohes Honorar fließen. Darcy beschließt daraufhin, das geplante Studium zugunsten einer Autorinnenzukunft zumindest vorerst hintenanzustellen. Schließlich kann Darcy ihre Eltern sogar davon überzeugen, dass sie nach New York ziehen wird. Ihre jüngere Schwester Nisha entwickelt für Darcy einen Finanzplan für die Zeit in New York, so dass sie grundsätzlich immer wissen sollte, wieviel Geld ihr tatsächlich zur Verfügung steht. Aber natürlich sind Pläne das eine, die Realität jedoch etwas anderes.

Darcy ist noch jung und unbedarft, teilweise zeigt sich in Ansätzen eine gewisse Naivität, die bei ihr allerdings fast niedlich wirkt. Ihre Zeit in New York wird eine Zeit vieler erster Male, das erste Lektorat, die erste Lesung. Und natürlich darf die Liebe dabei nicht fehlen. Darcy erlaubte es mir, sie emotional zu begleiten, ließ Nähe zu. Ich konnte mit ihr leiden, aber mich auch mit ihr freuen. Darcy ist ein wirklich gelungener Charakter, ich war immer gespannt, welche weiteren Schritte sie unternehmen wird.

Ihre Geschichte „Afterworlds“ begleitet Darcy natürlich die ganze Zeit. Ich konnte hautnah erleben und nachvollziehen, welche Änderungen zum Teil in ihre Geschichte eingeflossen sind. Die Lektorin stellt Darcy vor ein für sie schier unlösbares Problem. Darcy hat eigentlich genügend Zeit, diese Aufgabe zu erledigen. Doch die Zeit rinnt dahin.

Darcys Roman „Afterworlds“ startet mit einem Terroranschlag in der Wartehalle eines Flughafens. Die Protagonistin Lizzi entkommt nur knapp dem Tod. Sie ist die einzige Überlebende, weil sie Hilfe von Yamaraj bekommen hat. Inklusive eines Übergleitens in die Totenwelt, die von nun an ihr zweites Zuhause sein wird. Denn Lizzi ist, genau wie Yamaraj, ein Psychopomp, eine Seelenführerin oder anders ausgedrückt eine Schnitterin. Lizzi wird enorm gefordert, große Herausforderungen stehen vor ihr. Und nur eine davon ist diese Sache mit dem bösen Mann.

Scott Westerfeld wählte für die im Buch enthaltenen Geschichten unterschiedliche Erzählstile. Darcys Geschichte, die für mich die Hauptgeschichte darstellt, wird aus Sicht der Protagonistin in dritter Person Vergangenheit präsentiert. Darcy's Roman hingegen erlebte ich hingegen aus Lizzis Ich-Perspektive, auch in Vergangenheitsform. Die Geschichten wechseln sich von Kapitel zu Kapitel ab, so dass ich nie den Handlungsfaden des jeweiligen Plots verlieren konnte.

Der Autor erlaubte mir Blicke hinter die Kulissen der amerikanischen Autoren-Szene, ich erlebte Obsessionen und Paranoia, wurde vertraut gemacht mit den gängigen Vorgehensweisen. Natürlich weicht dies von den in Deutschland bekannten Normen schon um einiges ab. Allein die Honorare, die in „Afterworlds“ genannt werden, treffen sicherlich die amerikanische Normalität, in Deutschland jedoch sind diese wahrscheinlich Utopie.

Auch wenn ich von den im Plot enthaltenen Erkenntnissen teilweise schon fasziniert war, gab es dann doch sowohl in der real gedachten Geschichte als auch in der Romantasy-Version immer wieder einige Längen, die es zu überwinden galt. Manche Handlung selbst war für mich auch nicht unbedingt in sich schlüssig, doch dies schiebe ich mal auf die unterschiedliche Mentalität und konnte dies im Großen und Ganzen ausblenden.

Scott Westerfeld ist die Verknüpfung zweier an sich unterschiedlicher Geschichten hervorragend gelungen. Grundsätzlich könnte man die Geschichten sogar unabhängig voneinander lesen, doch dieser Aufbau hatte natürlich einen besonderen Reiz. Mitzuerleben, welche Stationen ein Autor von einer Idee bis zum Verkauf des fertigen Buches durchläuft und mit welchen Hürden man dabei konfrontiert wird, war wirklich sehr interessant. Die Spannungspunkte wurden in diesem Buch eher im Fantasy-Teil gesetzt, doch auch die Realgeschichte konnte mit entsprechenden Wendungen mitunter überraschen. Insgesamt ist dem Autor damit ein in sich schlüssiges Werk gelungen, das mich zum Großteil überzeugen konnte.

Das Ende der Geschichte, besser gesagt der Geschichten, war für mich nicht unbedingt überraschend. Dennoch gelingt es dem Autor, das Buch abzurunden. Ich hatte auf jeden Fall sehr schöne Lesestunden und konnte das Buch genießen. Zum Abschluss möchte ich am Ende noch erwähnen, dass man aufgrund der über 700 Seiten natürlich schon eine gewisse Lesekondition mitbringen sollte, wenn man zu diesem Buch greift. Eines ist jedoch wirklich sicher. Hier bekommt man zwei Geschichten in einem Buch!

Urteil:
„Afterworlds“ punktet mit einem außergewöhnlichen Aufbau, einer konsequent verfolgten Idee und liebenswerten Charakteren. Mein Lesevergnügen in diesem ungewöhnlichen Setting belohne ich deshalb mit 4 Büchern.

Für alle, die sich von neuen Ideen begeistern lassen, einen Blick hinter die Kulissen wagen wollen und bereit sind, Wagnisse und Risiken einzugehen.

©hisandherbooks.de


Dämonentochter - Verbotener Kuss: Band 1
Dämonentochter - Verbotener Kuss: Band 1
von Jennifer L. Armentrout
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen ganz anders als erwartet, 2. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhalt:
Vor drei Jahren ist Alexandria mit ihrer Mutter aus dem Covenant geflohen. Drei Jahre lang waren sie auf der Flucht vor Daimonen, die ihrer Reinblut-Mutter den Äther aussaugen wollen - was sie vor einer Woche geschafft haben. Alex musste ihre Mutter zurücklassen und vor den Daimonen fliehen, die sie noch immer verfolgen.
Im letzten Moment bekommt sie Hilfe - von dem Wächter Aiden St. Delphi, der Alex zurück zur Götterinsel und dem Covenant bringt.
Dort steht ihr eine Wahl bevor, eine Möglichkeit schlimmer als die andere. Doch auch hier bietet Aiden einen Ausweg und Alex ergreift ihre Chance und lässt sich von dem jungen Reinblütigen trainieren. Ein attraktives Vollblut, zu dem jederlei Beziehung für sie als Halbblut absolut undenkbar und verboten ist...

Meinung:
Als großer Fan von Jennifer L. Armentrouts Büchern hatte ich lange Zeit gezögert, zur "Dämonentochter" zu greifen - es gab zu viele negative Kritiken, um es zu wagen. Mit dem Hintergrundwissen, dass die meisten aufgrund von Parallelen zu Vampire Academy basierten (in das ich nicht hineingefunden habe), siegte meine Neugierde und Band 1 und 2 landeten bei mir.

Schon nach den ersten Seiten war ich völlig überrascht, mit was ich es zu tun hatte. Die Inhaltsangabe des Verlags verrät doch recht wenig über den Inhalt und so war ich direkt begeistert von der Idee dieser "Daimonen".

Jennifer L. Armentrouts Welt basiert auf den griechischen Gottheiten und den zahlreichen Nachkommen, die diese mit den Sterblichen gezeugt haben. Direkte Kinder, die sich nicht weiter mit Menschen "vermischt" haben, die Reinblütigen, bestimmen über die im Vergleich nahezu machtlosen Halbblüter. Wer sich dem System entgegenstellt oder Verbote missachtet, endet als willenloser Sklave der Reinblütigen, die den Rat bilden und alle Entscheidungen treffen.

Genau diese Zukunft steht Protagonistin Alexandria bevor. Nachdem ihre Mutter sie vom Covenant weggebracht hatte, hätte sie zahlreiche Möglichkeiten zur Rückkehr gehabt, hat es dennoch nicht getan, obwohl sie nicht gewusst hat, warum die Flucht überhaupt notwendig gewesen war.
Diese Frage begleitet den Leser und die Ich-erzählende Alex einen Großteil des Buches, während sie ihr Training mit Aiden aufnimmt und dennoch immer wieder riskiert, doch noch willenlos gemacht zu werden.

Gerade dieses Privattraining - all das Blocken, Schlagen, Treten - langweilte mich zusehends, da es wirklich einen Großteil des Buches vereinnahmte. Ich mochte zwar die Entwicklung von Aiden und Alex, dennoch war dieser Teil immer in wenigen Sätzen abgehandelt, während die verschiedenen Kampftechniken mehrere Seiten lang waren.

Die Autorin beweist auch in dieser Geschichte wieder ihr Händchen für atemberaubende junge Männer und kribbelnde Szenen zwischen den Charakteren. Auch wenn diese in diesem ersten Band kürzer kamen als von Jennifer L. Armentrout gewohnt, bin ich zuversichtlich, dass die "verbotenen Gefühle" noch mehr Beachtung finden.

Im gewohnt leichtgängigen Stil führte mich die Autorin durch die Seiten und wählte ihre Plotpoints so, dass der Spaß an der Geschichte nie verloren ging. Immer neue Wendungen schürten die Spannung und irgendwann war es mir unmöglich, das Buch zur Seite zu legen. Ein rasanter Showdown leitete die Geschichte zu einem vorerst runden Ende. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Urteil:
Für mich war "Verbotener Kuss" ein gelungener Auftakt zu einer überraschend götterreichen Reihe. Die starke Protagonistin, ein gewohnt angenehmer Schreibstil und gute Wendungen, gepaart mit verbotenen Gefühlen konnten mich gut unterhalten. 4 Bücher für die "Dämonentochter".

Die Reihe:
1. Dämonentochter – Verbotener Kuss
2. Dämonentochter – Verlockende Angst
3. Dämonentochter – Verführerische Nähe
4. Dämonentochter – Verwunschene Liebe
5. Originaltitel: Sentinel

©hisandherbooks.de


Das Juwel - Die Gabe: Roman (Fischer FJB (allgemein))
Das Juwel - Die Gabe: Roman (Fischer FJB (allgemein))
von Amy Ewing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Eine fantastisch angehauchte Welt, die mit der Grausamkeit gegenüber einzelnen Gruppen schockiert, 23. August 2015
Inhalt:
Der Adel der Einzigen Stadt stand kurz vor dem Untergang. Die Familien konnten keine gesunden Kinder mehr gebären. Bis ein Forscher herausfand, das bei manchen Mädchen aus dem niedrigsten Stand der Einzigen Stadt eine genetische Mutation auftritt, die es ihnen möglich macht, beinahe magische Fähigkeiten an den Tag zu legen.
Sie lernen, die drei Auspizien zu kontrollieren und als Leihmütter für den Adel zu fungieren, um die genetischen Defekte mithilfe ihrer Begabung auszugleichen.

Violet lebt schon seit Jahren in Southgate, der Verwahranstalt für Surrogaten, wo sie die drei Auspizien bis zum Zusammenbrechen geübt hat. Nun steht der Tag der Auktion kurz bevor. Der Tag, an dem sie von einer der adligen Damen ersteigert wird, um deren Kind auszutragen und mithilfe ihrer Fähigkeiten den Wünschen entsprechend „gestalten“ zu können. Doch Violet hat sich dieses Leben nicht gewünscht und auch wenn es ihr theoretisch an nichts fehlt, ist sie ein „Ding“, ein „es“, das von der Herzogin vorgeführt wird. Zug um Zug entdeckt Violet, was im Juwel der Einzigen Stadt wirklich vor sich geht.

Meinung:
Erneut hat ein Cover meine volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der Klappentext klang interessant, etwas mysteriös und machte mich absolut neugierig.

Schnell lernte ich Violet Lasting kennen. Ein Surrogat in der Verwahranstalt Southgate. Erst Seite für Seite entschlüsselte ich, was ein Surrogat denn ist und welche Fähigkeiten bzw. Verpflichtungen daraus resultieren.

Diese Grundidee von Amy Ewing fand ich äußerst gelungen. Die Surrogaten haben die Fähigkeit, Dinge mittels Gedankenkraft zu verändern – nehmen dafür jedoch starke Schmerzen in Kauf. Sie können Farbe, Form und Wachstum verändern. Und dafür werden sie von ihren Familien isoliert, gut versorgt und später an die meistbietende adlige Dame verkauft, ohne dass sie wirklich wissen, wie es ihnen in der Stadt ergehen wird oder was es wirklich bedeutet, eine Leihmutter zu sein. Denn bisher ist dieses Wort nur reine Theorie.

Die grausame Wahrheit über das Leben eines Surrogaten erkannte ich gemeinsam mit Violet, die ihren Namen ablegen musste, erst, als sie von der Herzogin am See ersteigert wurde. Das Leben eines Surrogaten ist nichts wert. Es wird gut versorgt, aber behandelt wie ein Haustier oder ein Prestigeobjekt. Violet bekommt die Anfeindungen der Gründerhäuser und die Intrigen untereinander hautnah mit.

Ich war wirklich schockiert über die Behandlung der Surrogaten, selbst die Dienstboten nennen sie „es“, vom Adel ganz zu schweigen. Bei jeder Bezeichnung mit „es“ bin ich innerlich zusammengezuckt und konnte mich kaum mehr auf die Entwicklung der Geschichte konzentrieren. Denn es wurde immer schlimmer, je mehr ich erfahren habe. So hatte ich auch das Gefühl, zwischendurch den roten Faden zu verlieren, nicht mehr zu verfolgen, um was es der Autorin wirklich ging. Denn aller Widrigkeiten zum Trotz gibt es eine (sehr plötzliche) Liebesgeschichte, eine verbotene Liebe, die doch von Anfang an zum Scheitern verurteilt zu sein scheint.
Auch die Rolle des männlichen Gegenstücks zu Violet – Ash - fand ich absolut gelungen – denn auch er führt ein so falsches Leben als „Objekt“, auch wenn es im ersten Moment anders aussieht.

Das Setting der Einzigen Stadt hat mir gefallen, auch wenn es mir vorkam, dass alles, was nicht direkt mit den unzähligen adligen Damen (und unzähligen Namen!) zu tun hatte, einfach ausgeblendet wurde. Die adligen Männer wurden einfach als trinkende und rauchende Typen erwähnt und sind eigentlich nur ab und an (wenn es sich nicht umgehen lässt) erwähnt. Was mit der Welt wirklich passiert ist und was jenseits der großen Mauer ist, die die Einzige Stadt umgibt, bleibt ebenfalls offen. Mir kam dieser Auftakt der Trilogie eher wie eine sehr lange Einführung in diese Welt vor und ich bin gespannt, was in den Folgebänden noch passieren wird.

Die Bedrohung, die über Violet liegt, wird im Verlauf des Buches immer präsenter, doch ging es mir nicht immer wirklich nahe, weil durch die vielen Intrigen und Hintergründe der Adligen insgesamt weniger Spannung aufkam, als ich erwartet hätte. Es war eher ein Schockeffekt, weil immer alles noch schlimmer kommen sollte – ganz gleich in welche Richtung.

Doch das Ende dieses ersten Bandes gibt wenigstens ein kleines Fünkchen Hoffnung in dieser grausamen Welt.

Urteil:
Amy Ewing inszeniert in „Das Juwel – Die Gabe“ eine fantastisch angehauchte Welt, die mit der Grausamkeit gegenüber einzelnen Gruppen schockiert. Die Grundidee fand ich äußerst gelungen, auch wenn mir stellenweise im Buch der rote Faden gefehlt hat. 4 Bücher für Violet, Surregat Nr. 197.

Die Reihe:
1. Das Juwel – Die Gabe
2. Originaltitel: The White Rose
(Erscheinungstermin: Oktober 2015)
3. ?

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Layers
Layers
von Ursula Poznanski
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine spannende und vielschichtige Welt mit dem typischen Poznanski-Faktor, 23. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Layers (Broschiert)
Zitate:
„Alle seine Instinkte schlugen Alarm. Das alles hier war viel zu gut, um harmlos zu sein.“
(S.21)

„Er würde warten, eine oder zwei Stunden lang, und immer hinausspähen. Erst dann rausgehen, wenn er sicher sein konnte, dass seine Verfolger aufgegeben hatten.“
(S.161)

Inhalt:
Das Leben auf der Straße ist hart. Seit einem halben Jahr muss Dorian täglich um sein Überleben kämpfen. Hunger, Kälte und Angst gehören zu seinem Leben dazu.

Als Dorian eines Morgens neben der blutüberströmten Leiche von Emil aufwacht scheint klar, dass nur er der Mörder sein kann. Erinnern kann er sich an nichts mehr. Dorian ist völlig verzweifelt. Doch er erhält unerwartete Hilfe. Nico bringt Dorian in Bornheims Villa, in der Jugendliche mit ähnlichem Schicksal wohnen. Als Gegenleistung für Unterkunft, Verpflegung und Unterricht verlangt Bornheim nicht viel. Dorian erhält den Auftrag, Päckchen mit unbekanntem Inhalt an bestimmte Personen zu liefern. Doch bei einer Übergabe läuft etwas gewaltig schief. Dorian kann das Päckchen nicht übergeben und muss es behalten. Und damit gerät er ins Visier des Kaders. Die Jagd auf Dorian wurde eröffnet. Jeder Schritt könnte sein letzter sein.

Meinung:
Ursula Poznanski gehört bekanntlich eindeutig zu meinen Lieblingsautorinnen. Die Bücher, die ich von ihr gelesen habe, konnten mich bisher noch nicht enttäuschen. Keine Frage, dass ich natürlich auch zu ihrem neuen Buch greifen musste. Und da „Layers“ bereits lesebereit bei mir lag, konnte ich nun gleich starten.

Auf den ersten Seiten konnte ich gleich Bekanntschaft mit Dorian schließen. Anfangs waren es nur Vermutungen, die sich aber mehr und mehr bestätigten, dass er nicht ohne Grund auf der Straße gelandet war. Bewusst hatte er sich für dieses Leben entschieden, zu schlimm waren die Erinnerungen an sein ehemaliges Zuhause. Nach dem Tod seiner Mutter hatte sich alles verändert. Liebe und Zuwendung gab es danach nicht mehr. Gewalt beherrschte nun seinen Alltag. Dorian blieb keine andere Möglichkeit, als davonzurennen. Hinein in dieses gefährliche Leben auf der Straße. Ein Zurück gab es für ihn nicht.

Der Augenblick, als er ohne jegliche Erinnerung neben der Leiche von Emil aufwacht, sollte für ihn ein Wendepunkt werden. Nachdem er sich Nico anvertraut hat, erwartet ihn plötzlich ein Leben in Sicherheit und ohne ständige Überlebensangst. In Bornheims Villa trifft er auch auf Stella, der er nach und nach näher kommt. Natürlich erledigt er die Aufträge, die er erhält, ohne Nachfrage und ohne zu Murren. Die geringe Gegenleistung für das schöne Leben in der Villa ist nicht gefährlich, weshalb sollte er diese deshalb in Frage stellen. Doch wieder ändert sich alles an dem Tag, an dem Dorian seinen Auftrag nicht erfüllen kann. Niemand erwartet ihn danach, niemand holt ihn ab. Er ist nun völlig abgeschnitten von seinen Leuten. Schlimmer noch, unfreiwillig gerät er in große Gefahr, muss mehr denn je um sein Leben fürchten. Denn nun kennt er das Geheimnis. Und kommt dem Kader auf die Spur.

Gewohnt zielsicher leitete mich Ursula Poznanski durch ihre Geschichte. Entsprechend ihres mir bisher bereits bekannten Stils errichtete die Autorin eine Basis, auf der sie immer wieder gekonnt aufbauen und entsprechende Handlungsfäden einflechten konnte.
Die Geschichte selbst erlebte ich aus konsequent erzählter Perspektive von Dorian in dritter Person und Vergangenheitsform. So war ich stets mit seinen Gedanken und Ängsten konfrontiert, auch als die Situation mehr und mehr zu eskalieren drohte. Zeitweilig erschien mir Dorian zwar etwas naiv, damit konnte ich mich aufgrund seiner weiteren Entwicklung in der Geschichte jedoch arrangieren. Sein Handeln war von seinen Ängsten getrieben und er hatte - je mehr er den ihn umgebenden Geheimnissen auf die Spur kam – ein festes Ziel vor Augen. Dafür nimmt Dorian so manche Gefahr auf sich, geht extreme Risiken ein. Denn wenn er entdeckt würde, könnte alles umsonst gewesen sein. Auch als seine Gegner psychische Tricks einsetzen, die ihn fast an seine Grenzen bringen, rappelt er sich immer wieder auf, versucht, die Gesamtsituation doch noch zu retten.

Ursula Poznanski beweist auch mit „Layers“, dass sie ihre Leserinnen und Leser in einen Bann ziehen, immer neue Ideen in Geschichten einfließen lassen und die Spannung bis zum Schluss vorantreiben kann. Dabei gelang es ihr, auch mich immer wieder an der Nase herumzuführen und zu täuschen. Denn die Entwicklungen ließen sich oftmals nicht vorhersehen und das Überraschungsmoment war auf der Seite der Autorin. Die Idee selbst zu dieser Geschichte ist einmal mehr grandios, die Umsetzung hervorragend. Natürlich könnte man auch bei „Layers“ an bestimmten Stellen ansetzen und kleinere Kritiken anbringen. Dies wäre aus meiner Sicht jedoch fast überzogen, denn ich konnte mich rundum auf die Geschichte einlassen und mich in der Handlung verlieren, diese Story einfach nur genießen.

Auch mit dem Ende der Geschichte zeigt Ursula Poznanski erneut, dass sie neue Wege gehen und Handlungen in ungeahnte Richtungen treiben kann. Ich persönlich kann mich damit zufrieden von der Geschichte verabschieden und an die schönen Lesestunden zurückdenken.

Urteil:
„Layers“ ist einmal mehr eine Geschichte mit Poznanski-Faktor, in der ich mich als Leser wohl fühlte, den Handlungen neugierig folgte und mit dem Protagonisten so manche Gefahr überstehen musste. Meine Lesestunden in dieser vielschichtigen Welt belohne ich daher mit 5 Büchern.

Für alle, die an bestehende Gefahren um sich herum glauben, dabei nicht von plötzlichen Wendungen zu sehr überrascht werden und ein gestecktes Ziel nicht aus den Augen verlieren. Alle Poznanski-Fans kommen sowieso nicht um diese Geschichte herum!

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Showdown im Zombieland (DARKISS)
Showdown im Zombieland (DARKISS)
von Gena Showalter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen zu viel Teenie-Drama und Hormone anstatt Handlung und Vorankommen, 15. August 2015
Inhalt:
Ali und Cole sind wieder zusammen. Doch anstatt ihnen Ruhe zu lassen, damit sie die gemeinsame Zeit genießen zu können, überfällt Anima die Verstecke der Zombiejäger. Überall in der Stadt versprengt müssen sie sich erst wieder zusammenfinden.
Für die Toten werden in der Öffentlichkeit Bandenkriege verantwortlich gemacht und die Polizei ist stets präsent. Die Attacken von Anima hören dennoch nicht auf – und Ali erscheint ein weiterer „Geist“, dessen Name bei allen anderen Jägern auf eine Mauer aus Wut und Hass stößt und sogar droht, Ali und Cole wieder auseinanderzubringen.

Meinung:
Der Auftakt der Reihe konnte mich absolut positiv überraschen – das Teenie-Drama in Band 2 jedoch schon weniger. Dennoch hoffte ich, dass Gena Showalter ihre Reihe etwas weniger hormonangehaucht fortsetzen würde.

Erneut gibt Ali zu Beginn einen kurzen Eindruck der Situation, ehe ich in einen stinknormalen Mädelsabend platzte. Allein hier quollen die Teeniehormone schon wieder über und ich las schnell weiter, um endlich zu einem actionreicheren – und zombiehafteren Teil – zu gelangen. Nach einigen Verzögerungen war es dann auch so: Anima überfällt die Häuser der Zombiejäger und sie sind kreuz und quer in der Stadt auf der Flucht.
Erneut zusammengefunden, suchen die übrigen nach den anderen und werden verfolgt. Nicht jedoch von Anima, sondern von ‚Jägern‘ aus Rivers Trupp. Die beiden Teams müssen zusammenarbeiten, um Anima zu vernichten.

Natürlich bleibt – nach der Versöhnung – auch der nächste Streitgrund zwischen Cole und Ali nicht aus. Die anfänglichen Lobeshymnen auf ihn werden schnell zu Schimpftiraden, wie stur Cole doch sei. Denn nachdem der „Geist“ Helen ab und an bei Ali vorbeischaut – und ihr sogar etwas hinterlässt – ist das Drama zwischen Ali und ihrem Love-Interest vorprogrammiert. Dabei verhalten sich beide Seiten wie Kleinkinder, was mich ständig von der eigentlich richtig tollen Grundidee der Autorin abhielt.

Denn ihrem Weltenentwurf mit den geisterhaften Zombies und der entzombifizierten Ali konnte Gena Showalter mit „Showdown im Zombieland“ erneut neue Facetten hinzufügen. Fronten gibt es auf zwei Seiten: Zombies und Anima, deren Oberhaupt Alice unbedingt in ihren Fängen braucht. Zwar konnte man sich relativ schnell zusammenreimen, wohin die Reise (und die Vision) führen wird – dennoch konnte mich die Autorin hin und wieder überraschen. Sie verzichtete auch nicht auf Verluste – dramatische Verluste.

Der Schreibstil von Gena Showalter kam mir in diesem Band, das erneut aus Alis Perspektive erzählt wird, beinahe zu jugendlich-umgangssprachlich vor. Selbst in Gedanken konnte man den Hormonrausch verfolgen und die Dialoge wirkten oftmals sehr gewollt. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase konnte ich mich jedoch damit arrangieren.

Mit steigender Seitenzahl nahmen meine Kritikpunkte immer weiter ab und die Spannung stieg unaufhörlich an. Erneut holte die Autorin mit einem gelungenen Showdown wieder alles aus ihren Charakteren, ehe sie mit dem Wendepunkt am Ende die Neugierde auf den vierten Band schürt.

Urteil:
Gena Showalters „Showdown im Zombieland“ bestand für mich aus zu vielem Teenie-Drama und Hormonen anstatt Handlung und Vorankommen. Erst ab der Hälfte des Buches ging es stetig bergauf, sodass ich letztendlich noch 3 Bücher vergeben kann.

Die Reihe:
1. Alice im Zombieland
2. Rückkehr ins Zombieland
3. Showdown im Zombieland
4. Originaltitel: A Mad Zombie Party
(Erscheinungstermin: September 2015)

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Schwimm schneller als der Tod
Schwimm schneller als der Tod
von Rachel Ward
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eine sympathische Protagonistin und hintergründig lauernde Gefahren, 15. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Schwimm schneller als der Tod (Taschenbuch)
Zitate:
„Ich lasse mich am Rand des Kreises nieder, gehöre nicht ganz dazu. Niemand rührt sich, um mich dazwischen zu lassen. Wir waren mal Freundinnen, aber seit ich mit dem Schwimmen angefangen habe, ist alles anders.“
(S.23)

„Er ist nicht real. Er kann es nicht sein. Er muss eine Einbildung sein. Ein absolut lebendiger Wachtraum. Ich habe schon immer eine starke Einbildungskraft gehabt.“
(S.129)

Inhalt:
Der Sommer ist heiß, unsagbar heiß. Nicola gehört zu den Glücklichen, die einen Platz im Schwimmteam bekommen haben. Denn nur im Wasser kann man sich wirklich abkühlen. Hier fühlt sie sich frei, unbesiegbar. Doch da ist ein Geheimnis, das Nicola und ihre Familie umgibt. Nicola ahnt davon nichts. Bis diese Stimme auftaucht, sobald sie ins Wasser geht. Wider besseres Wissens schwimmt Nicola weiter. Und schnell wird ihr klar, dass im Wasser etwas Böses lauert.

Meinung:
„Schwimm schneller als der Tod“ erreichte mich überraschend. Der Klappentext hat mich dann doch neugierig machen können und deshalb habe ich schnell zu dieser Geschichte gegriffen.

Und so befand ich mich nun im Jahr 2030. Ich lernte Nicola und ihre Eltern kennen. Die Familie hält sich über Wasser, ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Seit Nicola ins Schwimmteam aufgenommen wurde, haben sich ihre Freundinnen von ihr abgewandt. Und auch im Team selbst hat es Nicola nicht unbedingt leicht. Doch sie hat ein Ziel vor Augen. Nicola will unbedingt besser werden als die anderen im Team.

Nicolas Vater versucht, sie vor möglichen Gefahren zu behüten. So richtig wohl fühlt sich Nicola nicht dabei, denn er ist wirklich überall dabei. Auch zum Schwimmtraining begleitet er sie. Und ihr Vater scheint eine ausgesprochene Phobie vor Wasser zu haben, sicherlich einer der Gründe, weshalb er dagegen war, dass Nicola in das Schwimmteam geht.

In diesem Sommer mehren sich Badeunfälle, immer mehr Menschen ertrinken. Gibt es dafür ein Muster? Nicolas Vater ist überzeugt davon, führt hierüber sogar Aufzeichnungen und Statistiken. Hat er vielleicht sogar Recht? Die Gefahr kommt scheinbar immer näher. Nicola ist über die plötzlichen Ausbrüche ihre Vaters besorgt. Denn welche Rolle spielt er dabei? Vielleicht hat ihr Vater sogar mit den Todesfällen zu tun? Nicola findet in Milton ungeahnt einen Verbündeten, der sie unterstützt und ihr zur Seite steht. Gemeinsam kommen sie langsam einem Geheimnis auf die Spur, bei dem auch Nicola eine große Rolle zu spielen scheint.

Rachel Ward wählte für die Darstellung ihrer Geschichte Nicolas Ich-Perspektive in Gegenwartsform. Die Interaktionen der Charaktere wurden durch eingebaute Dialoge untermauert. Zu Beginn der Geschichte waren für mich einige aufziehende Längen spürbar, die sich im weiteren Verlauf dann jedoch weitestgehend verloren. Rachel Ward arbeitete mit Andeutungen, legte Fährten, die vorerst nicht mit Bestätigungen und Hintergründen hinterlegt wurden. Erst nach und nach rundet sich das Bild ab, führte zum Teil zu vorhersehbaren Entwicklungen, hielt aber auch die eine oder andere Überraschung bereit.

Die Charaktere wurden vorstellbar beschrieben, auch wenn ihnen eine gewisse Tiefe fehlte. Hierüber konnte ich aber hinwegsehen und mich auf die Geschichte konzentrieren. Zur Protagonistin Nicola fand ich einen guten Kontakt und sie war mir auf Anhieb sympathisch. Trotz der vorgenannten sich anbahnenden Längen empfand ich so manchen Handlungsfaden dann doch als etwas zu schnell abgehandelt, mir fehlte etwas die Bindung an die Geschichte, weil ich irgendwann das Gefühl bekam, möglichst schnell von Handlungspunkt zu Handlungspunkt geführt zu werden. Natürlich wurden entsprechende Spannungsfäden gezogen, die mich allerdings nicht wirklich erreichten. Die Gefahr war schon spürbar, doch für mich blieb sie auf eine gewisse Art unwirklich, nicht real. Dies war sicherlich auch einer der Gründe dafür, weshalb ich mich nicht so ganz in die Geschichte hineingezogen fühlte, die Sogwirkung blieb zum größten Teil aus. Dennoch konnte ich mich bei manchen Darstellungen einem Gänsehautfeeling nicht ganz entziehen.

Das Ende der Geschichte gestaltete Rachel Ward folgerichtig, bereitete mir noch einmal einen spannenden und zum Teil überraschenden Showdown, bevor die Autorin die Handlung sanft ausklingen lässt. Zurückblickend kann ich nun sagen, dass mir die Geschichte trotz kleiner Kritikpunkte im Endeffekt gut gefallen hat und ich das Buch nun zufrieden zur Seite legen kann.

Urteil:
„Schwimm schneller als der Tod“ konnte mich mit einer sympathischen Protagonistin und hintergründig lauernden Gefahren gut unterhalten. Für meine Lesestunden in einem sehr heißen Sommer im Jahr 2030 vergebe ich deshalb gute 3 Bücher.

Für alle, die sich rund ums Wasser wohlfühlen, sich den darin lauernden Gefahren dennoch bewusst sind und diesen unerschrocken entgegentreten können.

©hisandherbooks.de


Die 100: Roman
Die 100: Roman
von Kass Morgan
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

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5.0 von 5 Sternen ein gelungener Weltentwurf, eine spannende Umsetzung und gut interagierende Charaktere, 2. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Die 100: Roman (Broschiert)
Zitate:
„Doch der Blick des Mädchens blieb starr auf ihn gerichtet, als schaue sie direkt in ihn hinein und zerre all seine Gedanken ans Licht, die er so sorgsam verbarg.“
(Pos.286, 5%)

„Die Menschen hatten die Erde während ihrer dunkelsten Stunde im Stich gelassen. Sie würde sich einen Dreck darum scheren, wie viele beim Versuch der Rückkehr starben.“
(Pos.1009, 19%)

Inhalt:
Durch biologische und atomare Waffen ist die Erde nun unbewohnbar. Die verbliebene Menschheit überlebt in Raumschiffen. Hier herrscht eine eigene strenge Ordnung, das Kommando hat der Kanzler. Kleinste Vergehen werden mit hohen Strafen geahndet; wer ohne Genehmigung schwanger wird, wird zum Tod verurteilt.

Nach nun rund 300 Jahren nach der Katastrophe plant die Regierung, 100 jugendliche Straftäter gegen deren Willen auf die Erde zu schicken um festzustellen, wie hoch die Überlebenschancen mittlerweile sind.

Jeder der straffälligen Jugendlichen hat sein Geheimnis. Denn bisher weiß niemand, weshalb der jeweils andere verurteilt wurde.
Kaum auf der Erde angekommen, erwartet die Verurteilten Unglaubliches. Doch der Tod kann überall lauern. Die Jugendlichen befinden sich in großer Gefahr!

Meinung:
Auf „Die 100“ bin ich eher zufällig aufmerksam geworden. Bisher hatte ich eher von einer amerikanischen TV-Serie mit diesem Namen, die zugegebener Maßen ziemlich erfolgreich sein soll, davon gehört. Nun steht der Serienstart auch in Deutschland zur Primetime an. Und zur Serie wird nun auch der erste Teil von „Die 100“ veröffentlich. Die Idee hörte sich für mich zu gut an, um die Geschichte nicht lesen zu wollen und so ergriff ich die Chance, die sich mir plötzlich bot und begann mit dem Buch.

Und so tauchte ich ein in diese Zukunftsvision unserer Welt und fand mich vorerst an Bord der Raumschiffe wieder. Nacheinander lernte ich nun verschiedenste Charaktere kennen und konnte mich mit ihnen vertraut machen. Da gab es die zielstrebige und intelligente Clarke, die wegen eines Vergehens verurteilt worden war und Wells, der aufgrund von Gutgläubigkeit ziemliche Schuld auf sich geladen hat. Ich traf Bellamy, der immer nur das Wohl seiner Schwester im Auge hat und Glass, die ihrem Freund ein Geheimnis vorenthielt, damit er nicht bestraft wird und dafür ins Gefängnis gekommen ist.

Was lag für die Regierenden also näher, als genau solche jugendlichen Straftäter, die mehr oder weniger nur die Ressourcen auf den Raumschiffen verschwenden, auf eine so gefährliche Mission zur wahrscheinlich noch verstrahlten Erde zu schicken. Überleben sie, können die Menschen die Erde wieder bevölkern, sterben sie, wird ihnen niemand hinterhertrauern.

Der Weltentwurf von Kass Morgan hatte mich dann auch recht schnell überzeugt. Diese Gemeinschaft auf den Raumschiffen war in einen privilegierten Teil und Menschen, die ohne Annehmlichkeiten und Luxus auskommen musste, gespalten. Strenge Gesetze regeln das Zusammenleben, jeder Verstoß wird hart bestraft. Überbevölkerung muss man auf jeden Fall vermeiden, da die Raumschiffe nicht eine unbegrenzte Zahl von Menschen versorgen können. Und so entwickelte sich die Grausamkeit des Systems nach Jahrhunderten zur Normalität, die jeder mehr oder weniger akzeptierte.

Kass Morgan präsentierte mir ihren Plot in dritter Person Vergangenheitsform aus wechselnden Sichten. Die enthaltenen Dialoge brachten mir das Geschehen durchweg näher und füllten die Geschichte mit Leben. Durch einen geschickten Schachzug Kass Morgans entwickelten sich zwei Handlungsstränge, die einerseits auf der Erde bei den Jugendlichen, andererseits auf den Raumschiffen spielten. So hatte ich jederzeit die gesamten Sichten und Entwicklungen im Blick. Wirklich gelungen fand ich die von der Autorin immer wieder eingebauten Rückblenden aus der Vergangenheit einzelner Charaktere, die Zug um Zug das Geschehene beleuchteten und enthüllten, welche Straftat jemand begangen hat. Ich muss schon sagen, dass es teilweise wirklich heftig war, wegen welcher Taten man doch so verurteilt werden konnte.

Clarke schien mir anfangs ein wenig unnahbar, doch bald konnte sie mich auf ihre Seite ziehen. Die Entdeckung, wegen der sie eingesperrt wurde, konnte einem auch wirklich zu schaffen machen. Zu extrem war die Vorstellung, dass jemand so etwas tun könnte. Dass sie sich früher oder später jemandem anvertrauen musste, war mehr als nachvollziehbar. Doch damit begann der Anfang vom Ende für Clarke.

Wells schien mir von Beginn an ziemlich sympathisch. Im weiteren Verlauf bröckelte diese Sympathie das eine oder andere Mal, behielt im Endeffekt jedoch die Oberhand. Böswilligkeit kann man ihm wirklich nicht unterstellen, Wells wollte eigentlich nur helfen. Dass durch seine Hilfsbereitschaft letztendlich ein nicht wiedergutmachbarer Schaden entstanden ist, der jemanden ins Gefängnis gebracht hat, war nicht vorherzusehen. Er hofft auf eine zweite Chance. Nur wird er diese tatsächlich bekommen?

Die Charaktere fand ich, wenn auch nicht in der Tiefe, so doch insgesamt recht vorstellbar und prägnant beschrieben, so dass ich immer wusste, mit wem ich es zu tun hatte und wie die Geschichte bis dahin für sie oder ihn verlaufen ist.

Kleinere Unwägbarkeiten und auch nicht immer durchgängig nachvollziehbare Handlungen konnte ich verzeihen, da ich ziemlich an den Plot gefesselt war und diese nur im Vorüberziehen überhaupt bemerkte. Die Idee und die Umsetzung waren für mich einfach zu fantastisch, als dass ich mir über diese tatsächlich Gedanken machen würde. Vielleicht kam die Geschichte auch einfach nur zum richtigen Zeitpunkt für mich. Aber egal, ich konnte mich hier völlig darauf einlassen und habe es genossen.

Das Ende des ersten Bandes hat Kass Morgan so gestaltet, wie ich es befürchtet habe. Ein gemeiner Cliffhanger ließ meinen vorläufigen Abschied kurz werden und ich musste das Buch einerseits doch schmunzelnd hinsichtlich dieser Grausamkeit mir gegenüber zur Seite legen. Denn die Autorin hat es damit auf jeden Fall geschafft, dass ich das Erscheinen des zweiten Bandes nun noch weniger erwarten kann. Zum Glück kann ich mich nun erstmal mit der im TV erscheinenden Serie „Die 100“ trösten.

Urteil:
„Die 100“ fesselte mich mit einem gelungenen Weltentwurf, einer spannenden Umsetzung und gut interagierenden Charakteren. Meinen Lesegenuss belohne ich deshalb mit knappen 5 Büchern.

Für alle, die grausame Zukunftsszenarien nicht fürchten, in unbekannten Welten bestehen können und ihre Ziele konsequent verfolgen.

Die Reihe:
1. Die 100
2. Day 21 (OT, ET 2014)
3. Homecoming (OT, ET 2015)

©hisandherbooks.de


Das wilde Mäh und die Monster-Mission (Das wilde Määäh)
Das wilde Mäh und die Monster-Mission (Das wilde Määäh)
von Vanessa Walder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

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5.0 von 5 Sternen ein großes Abenteuer mit tiefgründigen Gedanken und jeder Menge Humor, 2. August 2015
Inhalt:
Eine ganze Weile ist seit der Suche nach Hams Herkunft vergangen und es wird Frühling im Wald. Ham hat mittlerweile eine eigene Höhle (oder besser ein Erdloch?) bezogen, als er von einem unheimlichen Gebrüll erschreckt wird – er folgt den Geräuschen und sieht sich plötzlich baumfressenden Monstern entgegen.

Doch als er den versammelten Tieren im Wald davon berichtet und sie aufruft, ihre Heimat zu verteidigen, passiert … nichts. Denn auch Feder, die zu Hams Leidtragen zur zukünftigen Leitwölfin auserkoren ist, spricht sich dagegen aus. Gleichzeitig erreicht Ham eine sehr dubiose Nachricht von dem Bullen Quentin – leider kam diese über das vergessliche Eichhörnchen an und Ham wird nicht wirklich schlau aus der Botschaft.
Für Ham ist jedoch klar: Er muss den Überbringer der Nachricht finden und Quentin dazu bringen, mit ihm gemeinsam den Wald zu verteidigen.

Obwohl er sich alleine davonschleicht, hat er bald schon zwei Gefährten an seiner Seite und gemeinsam stolpern sie von einem Abenteuer in das nächste.

Meinung:
„Das wilde Määh!“ ist eins unserer liebsten Vorlesebücher, über das man sich noch lange austauschen konnte. Da musste natürlich auch die Fortsetzung gelesen werden.

Schnell befanden wir uns beim Vorlesen wieder im Leben des ganz speziellen Rudelmitglieds Ham und die Bedrohung schwebte über uns. Natürlich haben meine jungen Zuhörer die Gefahr schnell als baumfällende Maschinen erkannt – aber Ham natürlich nicht.
Enttäuscht über die mangelnde Unterstützung seiner Waldmitbewohner macht er sich auf den Weg in die Stadt, wo er den Überbringer der Nachricht an das Eichhörnchen vermutet.
An seiner Seite Flöckchen, der vor Tupfer davonläuft, die ihn als Partner auserkoren hat – wobei Weibchen doch so übel sind.

Erneut liegt in dieser lustigen Geschichte so viel Wahrheit, dass es uns wieder einmal nur begeistern konnte. Man lernt so viel über Grenzen im Kopf, freien Willen und Meinungs- und Entscheidungsfreiheit bis hin zum Mut, das zu tun, was man für richtig hält.

Die Autorin Vanessa Walder verpackt all diese Dinge in ein wundervolles Abenteuer um Freundschaft und erste Liebe (sind halt doch nicht alle Weibchen doof) und mir fiel ab und an das Vorlesen schwer, weil ich ein so breites Grinsen im Gesicht hatte.

Natürlich endet das Abenteuer positiv, auch wenn ganz anders als erwartet – und nun warten wir begierig auf Hams nächste Geschichte.

Urteil:
„Das wilde Määäh 2“ steht seinem Vorgänger in absolut nichts nach. Erneut führt Vanessa Walder ihren speziellen Protagonisten durch ein großes Abenteuer mit tiefgründigen Gedanken und jeder Menge Humor. Natürlich belohnen wir daher auch „Die Monster-Mission“ mit vollen 5 Spielsachen.

©hisandherbooks.de


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