summersale2015 Hier klicken mrp_family studentsignup Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More designshop Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket SummerSale
Profil für ichlol > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von ichlol
Top-Rezensenten Rang: 78.449
Hilfreiche Bewertungen: 64

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
ichlol

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
Saeculum
Saeculum
von Ursula Poznanski
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verflucht spannend, 26. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Saeculum (Broschiert)
Ich gehe selbst gern auf Mittelaltermärkte, mag die Musik, die Leute, die Atmosphäre. Aber so etwas wie dieses Rollenspiel - im Wald, ohne Technik, beschwerlich - wäre mir wohl zuviel, auch wenn ein gewisser Reiz darin liegt.

Eigentlich mag ich Plots à la 'und die Charaktere verschwanden einer nach dem Anderen, wuuuuh, gruselig' nicht so gern. Aber hier ist das ja auch nur der Anfang des Horrors. Später erinnerte die Geschichte stark an einen Found-Footage-Horrorfilm, was auch einer der Charaktere im Buch selbst andeutet. Dabei kommt gegen Ende auch recht starker Tobak, wenn etwa eine Gruppe von jungen Menschen versucht, sich mit dem nahenden qualvollen Tod zu arrangieren. Der Horror ist dabei sehr lebensnah - Dunkelheit, Alleinsein, Hunger, Durst, unheimliche Geräusche, alleine sterben.. - und hat mich daher auch eher gepackt als z.B. Monster in anderen Horrorwerken. Stephen King lese ich ohne mit der Wimper zu zucken. Bei diesem Buch hingegen wurde mir wirklich mulmig, je mehr sich die Situation zuschärfte. Im Gegensatz zu 'Erebos', das mir gegen Ende zu seicht wurde, werden hier die Dinge wirklich auf die Spitze getrieben, bis der Leser selbst sich fragt, ob es überhaupt noch einen Ausweg gibt. Das Ende ist auch nicht so überzogen 'happy'.

Einige Rezensenten haben kritisiert, dass die Reaktionen der Charaktere übertrieben oder unglaubwürdig sind, ich finde im Gegenteil, dass die Reaktionen absolut realistisch sind und dass viele von uns genauso handeln würden, und dass darin ein Teil des Horrors liegt. Am Anfang des Buches ist natürlich jedem abgeklärten Leser/Charakter klar, dass es sich auf keinen Fall um einen 'Fluch' handeln kann. Aber zweihundert Seiten und diverse Schrecken später konnte ich völlig verstehen, dass die Charaktere alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen bereit waren, um zu überleben.

Wenn ich nun doch ein wenig Kritik ausüben sollte, dann würde ich folgendes erwähnen: Während die meisten Charaktere glaubhaft und entweder sehr sympathisch oder stark unsympathisch sind, gibt es auch ein paar Leute, die eher 'Beiwerk' sind und nur dafür da sind, damit ihnen schlimme Dinge zustoßen können. Gegen Ende gibt es eine Stelle, in der es sich etwas zieht, da die Gruppe hin- und herdiskutiert, was zu tun ist. Die Auflösung ist zwar befriedigend, aber doch eeetwas konstruiert. Ich fände es glaubwürdiger, wenn herausgekommen wäre, dass sich die Situation schon seit längerer Zeit außer Kontrolle befand, anstatt dass alles einem Masterplan unterlag, der noch dazu sehr störungsanfällig und auf Glück basierend war. Der Charakter von Bastian's Vater war überzogen, ich habe nur auf ein böses 'Muhahaha'-Lachen gewartet.

Aber insgesamt finde ich, dass Saeculum ein stimmungsvoller, hochspannender Horror-Thriller mit guten Charakteren ist. Ich kann es nur empfehlen und es ist in die Liga meiner Top-20-Lieblingsbücher eingestiegen.


Erebos
Erebos
von Ursula Poznanski
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erste Hälfte gut - zweite Hälfte schwach, 26. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Broschiert)
Dieses Buch bekam ich von einer Freundin ausgeliehen, nachdem ich nach Thrillerempfehlungen fragte - mit den Worten 'Saeculum ist aber besser'. Nun, in Erebos geht es aber um ein Computerspiel. Das musste ich als doch recht begeisterte Spielerin einfach zuerst lesen.

Ich fand die erste Hälfte, in der hauptsächlich die Abenteuer des Protagonisten Nick in der Spielwelt beschrieben werden, sehr packend und faszinierend. Am Anfang fragte ich mich kurz, ob es wirklich nötig sein würde, jede Bewegung in einem Rollenspiel und den dazugehörigen Tastendruck zu erwähnen. Aber bald taucht der Leser genau wie Nick in die Welt dieses Spiels ab, das eben wirklich etwas besonderes ist. Die Faszination und bald auch die Sucht, die alle Spieler schnell empfinden, ist vollkommen nachziehbar, vor allem für Menschen, die ohnehin schon gern 'normale' Computerspiele spielen. Wenn beschrieben wird, wie Leute die halbe Nacht durchspielen und sich dann vollkommen übermüdet in die Schule schleppen, oder die Verwandten anfahren, die im wichtigen Arenakampf zu stören drohen, fühlte ich mich an meine alten World of Warcraft-Tage erinnert und konnte mich damit vollkommen identifizieren. Auch die Beziehungen, die sich zwischen den Spielern in einem Multiplayer-Spiel entwickeln können, waren gut dargestellt und nachfühlbar. Dagegen wirkt Nicks reales Leben blass, die Charaktere ohne Form. Seine Familie, seine Freunde, sein Schwarm Emily, alle fühlten sich für mich undefiniert und austauschbar an, bis auf ein paar Ausnahmen bei seinen Mitschülern. So empfand ich auch keinerlei Chemie zwischen Nick und Emily, die vorher noch nie mehr als ein paar Worte gesprochen haben und dann in kurzer Zeit zum Traumpaar werden. Außerdem merkt man, wenn man auch nur einigermaßen Ahnung von Spielen hat, sofort, dass es ein Spiel wie Erebos niemals geben könnte, sicher nicht jetzt und auch nicht innerhalb der nächsten zwanzig Jahre. Ein Entwicklungsteam vom Ausmaß eines kleinen Landes wäre nötig und so viel Daten, dass das Spiel auf keine DVD passen würde. Aber darüber kann man hinwegsehen.

Kaum ist Nick dann aus Erebos verbannt worden, nahm das Buch für mich stetig an Qualität ab. Dafür, dass das Spiel angeblich so eine Sucht auslöst, war er sehr schnell darüber hinweg, nun nie wieder diese Welt betreten zu dürfen. Nachdem er dann zwei Tage ein bisschen niedergeschlagen ist, setzt er sofort alles daran, dieses teuflische Spiel nun zu zerstören. Die angedrohten ach so schrecklichen Konsequenzen für den 'Verrat' am Spiel kommen nie so richtig. Es wird der Eindruck einer großen Bedrohung aufgebaut, aber letztendlich verliert sich alles in Wohlgefallen und niemand kam so richtig zu Schaden. Die Auflösung, wer hinter Erebos steckt und warum, fand ich sehr banal und enttäuschend, außerdem sehr weit hergeholt. Es war, als hätte die Autorin sich plötzlich nicht mehr getraut, durchzuziehen, was sie angefangen hatte. Interessant war nur noch, herauszufinden, welcher Mensch sich hinter welchem Spielnamen verbarg.

Empfehlen würde ich das Buch trotzdem, vor allem Spielern. Die Abenteuer in Erebos werde ich sicher nochmal durchlesen. Wenn es dieses Spiel doch nur in echt gäbe - ohne die Mordaufträge, versteht sich ;)


Ultrasport Damen Laufhose, lang mit Kompressionswirkung & Quick-Dry-Funktion
Ultrasport Damen Laufhose, lang mit Kompressionswirkung & Quick-Dry-Funktion
Preis: EUR 14,03 - EUR 24,99

4.0 von 5 Sternen Völlig ok für den Preis, 10. September 2014
Ich habe normalerweise Größe 38-42, je nachdem wie die Hose ausfällt, und habe mir diese Hose in Größe M bestellt. Beim Auspacken dachte ich erst 'oh Gott, da passe ich nie rein' aber sie passt doch gut und rutscht auch nicht. Die kleine Tasche ist gut um den Haustürschlüssel unterzubringen. Einzig ein bisschen störend finde ich dass die Hose mir nicht wirklich schweißdurchlässig vorkommt. Wenn es warm ist, wird der Stoff eklig klamm-feucht.


Kalte Asche: David Hunters 2. Fall
Kalte Asche: David Hunters 2. Fall
von Simon Beckett
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Besser als Chemie des Todes, 10. September 2014
Ich hatte letztes Jahr Chemie des Todes, also den Vorgänger, gelesen und fand ihn nichtssagend bis schlecht. Kalte Asche las ich nur, weil ich meine mit in den Urlaub genommenen Bücher schon durch hatte und es mir von meiner Mutter ausleihen konnte. Aber dafür war das Buch gar nicht so schlecht.

Die Charaktere sind immer noch größtenteils klischeehaft, aber diesmal gab es immerhin 2,3 Charaktere, die ich wirklich gerne hatte. Ziemlich früh im Buch hatte ich eine sichere Ahnung, wer der Täter sein würde, und hatte damit Recht. Der andere Twist am Ende, den man unmöglich vorhersehen konnte, war allerdings ganz schön sinnlos und somit ist das Ende nicht richtig befriedigend. Ich gebe 4 Sterne, weil ich immerhin echte Spannung fühlte, je mehr sich das Buch dem Ende näherte.


Digitale Personenwaage mit 6mm dickem Sicherheitsglas, schwarz
Digitale Personenwaage mit 6mm dickem Sicherheitsglas, schwarz
Wird angeboten von JAGO24_
Preis: EUR 12,95

4.0 von 5 Sternen Billig und ausreichend, 17. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jo, was soll man sagen? Wenn ich mich draufstelle, wiegt sie mich. War bei der Ankunft relativ speckig und dreckig. Außerdem kann man, je nachdem in welche Richtung man sie dreht, bei mir einen Gewichtsunterschied von bis zu einem Kilogramm ausmachen. Aber wenn man sie halt an einer Stelle stehenlässt, reicht sie vollkommen, um das Gewicht zu überwachen.


Mitgift
Mitgift
Preis: EUR 9,99

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hmmm.. ganz so hatte ich mir das nicht vorgestellt., 17. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Audio CD)
Ich bin STS-Fan seit ca. 10 Jahren, mein Lieblingsalbum ist Engelskrieger. Danach kommt wohl Nord Nord Ost und dann vllt. Hochzeit. Man ahnt es bereits: Ich mag Subway immer dann am Liebsten, wenn sie hart, finster und kritisch über ernstere Themen singen.

Ist das der einzige Grund, warum mich dieses Album nicht so recht überzeugen kann? Vielleicht. Als ich hörte, dass Mitgift ein Konzeptalbum wird, in dem es um Tod, Mord und die Abgründe der Menschen geht, war ich zwar einerseits beunruhigt - ich erwartete Einseitigkeit von Inhalt und Text, was meiner Meinung nach auch zutrifft - aber auch gespannt, denn dass STS gute Lieder über diese Themen schreiben kann, haben sie in der Vergangenheit mehrfach bewiesen.

Nun, ich finde dieses Album "in Ordnung". Es ist okay, wird bei mir vermutlich noch ein paar Tage laufen und dann zurückgeschoben werden und in den Hintergrund treten.

Meine Gründe dafür:
Tod und Mord liefern meiner Meinung nach sehr viel Stoff für die verschiedensten Texte. Vielleicht hätte man Selbstmord mit einbauen können, oder auch weiter gefasste Themen wie Krieg, die Ausrottung von Tierarten oder was auch immer. Gut, hier lag wohl der Fokus auf historischen, tatsächlich geschehenen Morden. Ich habe die MP3-Version gekauft und weiß daher überwiegend nicht, auf welchen Verbrechen die Texte beruhen.
Aber auch mir fällt auf, dass hier von 11 Liedern ganze 6 (!!!) direkt den Mord an jungen, schönen Frauen thematisieren. Noch dazu - bis auf Schwarze Seide - seltsam heiter und romantisierend im Text (Der Mörder aus "Für immer" wollte ja nur das Lächeln seines Opfers verewigen, Ellen Schmidt war natürlich selbst Schuld, weil sie sich auf einen One-Night-Stand einließ...). Die Refrains sind beschwingt-mitreißend, und auch wenn hier und da das ein oder andere harte Gitarrenriff durchblitzt, ist das nicht die finstere, kritische Auseinandersetzung mit menschlichen Abgründen, die ich mir erhofft hatte.

Auch die Lieder, die ein etwas anderes Thema verfolgen, sind bestenfalls fröhlich-mitreißend (Dein Kapitän) bis lächerlich-pseudoschaurig (Haus aus Schmerz; Warte, Warte). Es entsteht der Eindruck einer flotten Runde durch eine Geisterfahrt, die mit viel Kunstblut und billigen Effekten arbeitet. Unterstützt wird dieser Eindruck von den teilweise erschreckend plumpen Texten. Ach, wenn man doch nur an Engelskrieger zurück denkt, oder noch weiter, an Hochzeit - auch dort wurde zum Beispiel der Mord an einer jungen, schönen Frau besungen (Die Rose im Wasser), auch hier mit quasi historischem Hintergrund, und doch so viel tiefgründiger und subtiler! Oder auch 2000 Meilen unter dem Meer, was auch einen Zusammenhang zum Tod hat. Vergleicht man doch einmal diese Textstelle:
"Zwei weiße Segel glitten grad durch deine Augen.
Darin die See ist tiefer als ein Lot je ging.
Ein Sturm zieht auf mit Wellen, die zum Töten taugen,
die jedes Schiff verschlingen, das am Anker hing."
als Metapher für das Leiden im Wachkoma, mit folgendem Prachtstück aus "Arme Ellen Schmitt" von Mitgift:
"Es war so traurig, sie zu sehn,
wie konnte all das nur geschehen"
und später
"Arme, arme Ellen Schmitt,
ein Schuss ins Herz und du warst tot.
Arme, arme Ellen Schmitt,
sie fanden dich im Morgenrot"
...so möchte man kaum glauben, dass es sich um die gleiche Band handelt.

So sind leider die meisten Stücke recht simple Nacherzählungen des Verbrechens. Besonders störend finde ich das bei "Grausame Schwester", dessen Inhalt auch von z.B. Loreena McKennit umgesetzt wurde, da aber wesentlich trauriger und bildlicher. Hier entsteht der Eindruck, dass nur die Geschichte schnell in Reimform runtergerasselt wird.

Etwas gnädiger kommen deshalb bei mir die Lieder weg, die textlich weniger explizit auf einen bestimmten Fall bezogen sind, wie Ad Mortem Festinamus - was durchaus mitreißen kann und mal wieder etwas Mittelalter-Charme hat - oder das instrumentale Vela Dare, was sich aber eher wie ein Lückenfüller anfühlt. Das Outro "Coda" ist minimalistisch und schön und hätte sich meiner Meinung nach super in eine Ballade von Normallänge ausbauen lassen, ist so aber nur ein kurzer Abgesang. Damit ist Mitgift meines Wissens nach auch das erste STS-Album ohne ruhige Vollblutballade, was ich schade finde, denn gerade die hatten immer den größten emotionalen Einfluss auch mich.

Fazit: Ich kann diesem Album vom rein Musikalischen her nicht weniger als drei Sterne geben, aber textlich und inhaltlich bin ich relativ enttäuscht. Hatte STS einfach nur gute Laune und wollte mal ein beschwingt-rockiges Album ohne tieferen Textsinn abliefern? Ist es reine Geschmackssache, oder lässt sich tatsächlich ein simpleres Schema erkennen als in Vorgängeralben? Wird die Band jemals wieder ein Album in Richtung Engelskrieger abliefern? Ich hoffe es. Bis dahin höre ich einfach noch ein paar Mal "Das Knochenschiff". Wohin soll denn die Reise geeehn? Aufs nächste Riff, aufs nächste Riff....
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 17, 2014 9:52 PM CET


Overclocked: Eine Geschichte über Gewalt
Overclocked: Eine Geschichte über Gewalt
Wird angeboten von RetailService
Preis: EUR 11,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Naja... ob das noch was wird?, 15. September 2013
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Zugegeben, ich habe das Spiel noch nicht durchgespielt. Nein, ich befinde mich in Kapitel drei und überlege ernsthaft, ob ich weitermache oder abbreche.

Auf der Suche nach Adventures, die ich mir zum Geburtstag wünschen konnte, stieß ich über dieses hier. Da die Kommentare eine gute Story versprachen, ließ ich mir das Spiel dann schenken, was ich bereue, da hätte ich mir doch lieber was anderes wünschen sollen.

Zunächst mal: technisch wirkt das Spiel doch ganz schön alt teilweise. Über die Grafik kann ich problemlos hinwegsehen, ist das doch für mich generell kein Kritikpunkt in Point&Click. Aber Overclocked hängt nicht nur technisch, sondern auch von der Spielmechanik her derbe hinterher.

Ein Beispiel: Es wird mit einer Anzahl von über 45 Schauplätzen geworben. Das mag sein, wenn man bedenkt, dass es teilweise von einem einzelnen Raum (Hotelzimmer) ca. 5 verschiedene Ansichten gibt - das bringt mir aber nichts, wenn der Charakter zu wenigen Items darin eine Meinung hat und mit noch weniger davon interagieren kann. Hier wurde künstlich gestreckt. Oder warum bitte gibt es einen Laden, der mir ganz deutlich mit einem "hineingehen"-Symbol entgegenspringt, den ich aber tatsächlich in den ersten zwei Kapiteln und laut anderen Spielern auch im ganzen Spiel nie betreten kann?

Außerdem gibt es kaum Rätsel oder auch nur Kombinationsmöglichkeiten. Einige Aufgaben machen logisch keinen Sinn. So ist an einer Stelle des Spiels recht klar, dass der nächste Schritt sein muss, einen anderen Charakter anzurufen. Das geht aber nur in einem bestimmten Bild! Man könnte ja denken, dass man mit einem Mobiltelefon theoretisch überall jeden jederzeit anrufen kann - aber nein, überall hat der Charakter angeblich "keine Zeit zum Telefonieren", nur vor der Tür eines bestimmten Gebäudes sieht er dessen Sinn plötzlich ein. Oder die Sache mit der Kreditkarte. Früh im Spiel versucht der Protagonist Geld abzuheben, aber offensichtlich wurde seine Karte gesperrt. Ein Blick auf ebenjene verrät die Nummer der Kreditkartengesellschaft, die auch eindeutig im Handy vermerkt wird. Aber anrufen kann man dort nicht! Der Held meint einfach, mit denen müsse er jetzt nicht telefonieren. Wieso auch? Das ist veraltete Adventure-mach-erst-A-und-dann-B-Logik.

Weiterhin ist die Welt doch sehr leer, oder fühlt sich zumindest so an. Zum Einen, weil man nur mit wenig interagieren kann (teilweise sind ganze Szenen ohne einen einzigen Hotspot), zum Anderen, weil es wenig Charaktere und Rätsel gibt. Wenn es mal etwas komplexer wird, geht es meistens darum, ein Fass in die Luft zu sprengen. Auch die gepriesene packende Story kann ich nicht finden. Es gibt massenweise Flashbacks mit Charakteren, die mich nicht interessieren, weil ich nichts über sie weiß. Diese locken übrigens wieder mit massenhaft Räumen, in die man theoretisch gehen könnte, aber natürlich ist das wieder nur Fassade, denn der Charakter "will nie wieder dahin" und weigert sich dementsprechend. Schon klar, dass durch diese fehlenden Infos Spannung erzeugt werden soll, aber das hat bei mir nun mal gar nicht funktioniert. Auch die Verhöre der Patienten sind nicht ansatzweise so spannend wie das Spiel behauptet. Im Prinzip muss man immer alle Zellen ablaufen und stumpf die Aufzeichnung der letzten Sitzung abspulen, Flashback, fertig. Natürlich hat der Hauptcharakter ein totaaal dunkles Geheimnis, weiterhin werden sämtliche Klischees aufgefahren wie die Psychatrie, die heruntergekommen ist und in der Patienten hinter Sicherheitstüren rumschreien, der freundlich-nervige Cop-Buddy, der böse Arzt der rumexperimentiert...

Vielleicht fährt das Spiel in seiner zweiten Hälfte ja noch mal total fantastische und packende Wendungen auf. Allerdings habe ich schon jetzt das Gefühl, dass ich grob weiß, wohin es geht, und wenn das die Lösung des großen Rätsels sein soll, finde ich das ziemlich arm. Eventuell spiele ich es bei Langeweile mal weiter. Bisher jedoch ist Overclocked ein langweiliges, hakeliges und teilweise durch Unlogik nervendes Adventure, dem man seine Budgetgrenzen deutlichst anmerkt.


Cupido
Cupido
von Jilliane Hoffman
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2.0 von 5 Sternen Völlig belangloser 0815-Klischee-Krimi, 29. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Cupido (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch gefunden, als ich Urlaub in einem Ferienhaus machte, und eher aus Langeweile gelesen. Dafür geht es noch in Ordnung. Dieses Buch zu kaufen, würde ich niemandem empfehlen.

Es fängt gar nicht mal so schlecht an, aber schon bald häuft sich der Schwachsinn. Charaktere sind im besten Fall blass und widersprüchlich - was ist die Anwältin denn nun, eine graue Maus oder doch total heiß? Hat Falconetti evtl auch Persönlichkeitsmerkmale? - im schlechtesten Fall klischeehaft und unsympathisch - ein hispanischer Charakter, den man wohl eigentlich mögen soll, ist homophob, sexistisch, fett und dämlich und wirft natürlich ständig mit spanischen Wörtern um sich; Mörder sind einfach nur bekloppte Perverse und haben keine anderen Eigenschaften. Auch ansonsten liefert die Geschichte kaum Originelles. Die Art des Verbrechens wird völlig überzogen und blutrünstig erzählt, auch sonst werden gerne "böse" Wörter in den Mund genommen, um den Leser zu schockieren, was aber nicht funktioniert. Es gibt kaum Wendungen oder Überraschungen, der Fall wird ziemlich routiniert abgearbeitet. Man merkt, dass die Autorin ihr Bestes gibt, aber kaum etwas kommt überzeugend oder auch nur interessant rüber.

Die einzigen Aspekte, die einigermaßen funktionierten, waren die Konzentration auf die juristischen Aspekte der Verbrechensverfolgung sowie die interessanten Details über den Verlauf eines Gerichtsprozesses samt Intrigen und halbillegalem Vorgehen, außerdem die Frage, wie weit eine rachsüchtige Anwältin ihre Macht missbrauchen darf für das "Gute".

Ansonsten kann man sich dieses Buch getrost sparen. Ab etwa der Hälfte des Buches hatte ich eine recht sichere Ahnung, wer der Täter ist, und ich sollte Recht behalten. Ein durchschaubares, langweiliges 0815-Machwerk, das völlig zu Unrecht so gehypt wird.


Inferno
Inferno
von Dan Brown
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht - aber der Funke sprang nicht über, 2. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inferno (Gebundene Ausgabe)
Ich mag alle bisherigen Bücher über Robert Langdon, auch das verlorene Symbol. Als Favoriten müsste ich wohl Sakrileg angeben. Daher war ich schon recht gespannt auf Inferno.

Ich muss allerdings sagen, dass das Schema langsam alt und ausgeleiert wird, dass sich vieles wiederholt, dass Dan Brown mittlerweile arg gezwungen wirkende Twists einbaut.

Zunächst fängt das Buch anders an als die bisherigen Teile, viel plötzlicher, man wird ziemlich direkt in die Action hineingeworfen. Das ist zwar mal etwas anderes, gefällt mir aber nicht so gut. Ich mochte es, Langdon erstmal in seinem Campusleben kennenzulernen und dann mit ihm zusammen behutsam an den Fall herangeführt zu werden.

Spannung oder wirkliches Interesse an der Geschichte empfand ich erst ca. ab Seite 250, wenn Dan Brown zumindest versucht, an alte Stärken anzuknüpfen (die Jagd nach Antworten, das Lösen von Rätseln). Allerdings schwankte das Interesse während des Lesens doch immer wieder stark. Zunächst wurde Dante's Inferno nicht so wichtig wie ich gehofft hatte (und wie es eigentlich auch beworben wurde), ja, es fühlt sich ziemlich getrennt von der eigentlichen Handlung an, als wäre es nur hineingestopft worden, um irgendein altes Kunstwerk in der Geschichte zu haben. Es gibt auch keine alte, geheimnisvolle Gruppe, um die sich Verschwörungen ranken. Stattdessen ist der Plot eigentlich recht modern und könnte auch Mittelpunkt eines beliebigen anderen Bio-/Sci-Fi-Thrillers sein.

Ansonsten ist alles wie immer: Langdon wird begleitet von einer Frau, die natürlich schön, jung und sportlich ist sowie dieses Mal auch der intelligenteste Mensch der Welt (wirklich!), um die Sache noch mehr auf die Spitze zu treiben. Die Charaktere fühlten sich für mich sehr flach an, sogar Langdon, der hier wie Wikipedia auf Füßen ist, alle Rätsel nach fünf Minuten gelöst hat und viel besser gelaunt ist als in den Vorgängern, fühlte sich irgendwie "falsch" an. Der Professor, der im "Sakrileg" noch als "nicht klassisch attraktiv" beschrieben wurde, hat plötzlich "dichtes, glänzendes Haar" und wird oft als attraktiv beschrieben, natürlich fliegt auch die superschlaue Ärztin sofort auf ihn (die übrigens auch in 90% der Fälle mit "die attraktive junge Frau" im Text genannt wird). Dann gibt es wieder die skrupellosen Söldner mit dem bösen Blick, die schlauen Drahtzieher und den Fanatiker, der es eigentlich gut meint.

Am Ende werden dann zu viele Twists ineinandergeworfen, die sich zum Teil arg sinnlos und langweilig anfühlen. Nur einer fühlte sich für mich recht gut gemacht an, und das war nichtmal der große Haupttwist.

Inferno ist, glaube ich, genau so lang oder sogar länger als seine Vorgänger, fühlte sich für mich aber kürzer und inhaltsärmer an. Ich war etwas enttäuscht, dass es schon wieder nach Italien geht, was natürlich interessant ist, aber in Illuminati schon ausgiebig betrachtet wurde. Viel lieber würde ich mal von einem ganz anderen Land lesen. Schickt Langdon doch mal nach Schweden oder Peru oder sonst etwas "exotisches".

Außerdem glaube ich, einen argen Logikfehler entdeckt zu haben. Vielleicht habe ich auch nur etwas überlesen und ein anderer Leser kann mir das erklären: Woher, zum Teufel, kamen denn diesmal die ganzen Hinweise und Rätsel? Vom Bösewicht selbst? Warum sollte der denn bitte eine lange kryptische Ortsbeschreibung in Reimform auf eines seiner eigenen, antiken Objekte schreiben, diese dann wieder oberflächlich verstecken, an einem recht sicheren Ort anbringen und darauf warten, dass potentielle Feinde diesen Hinweis nutzen, um seine Pläne zu vereiteln?
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 11, 2013 10:00 AM MEST


DEUS EX: Human Revolution
DEUS EX: Human Revolution
Wird angeboten von poweronlineshop
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Ganz unterhaltsam, mit einigen Mängeln, 9. März 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: DEUS EX: Human Revolution (Computerspiel)
Da ich zu den absoluten die-hard-Fans des ersten Deus Ex gehöre, habe ich lange gezögert, mir diese Fortsetzung zu kaufen. Von den Previews gefiel mir das alles nicht so gut. Da ich es aber letztens sehr günstig in einem Laden sah, habe ich dem Spiel dann doch eine Chance gegeben.

Generell finde ich es als Fortsetzung okay. Man merkt, dass die Entwickler wirklich die Stärken des Originals übernehmen wollten. So gibt es wieder viele unterschiedliche Arten, eine Situation zu lösen. Schleichen oder Ballern, oder eine Kombination? Auch Hacken ist wieder sehr wichtig, auch wenn diesmal leider die Überzahl der Emails, die man lesen kann, sehr irrelevant ist. Überrascht hat mich, wie schwer ich das Spiel doch fand. Ich habe im normalen Schwierigkeitsmodus gespielt und bin doch sehr oft gestorben. Adam Jensen hält noch weniger Treffer aus als JC Denton, nach höchstens drei Schüssen ist Schluss. Negativ war, dass mir im Spiel oft die Munition ausging. Oft musste ich schleichen, weil ich einfach keine Schüsse mehr hatte, obwohl ich viel erforscht und gesucht habe. Auch gibt es Probleme mit der Steuerung bzw Bedienung. So vermasselt man sich schon mal die nicht tödliche Vorgehensweise, weil man eine Viertelsekunde zu lange auf Q gedrückt hat und den Gegner aus Versehen aufschlitzt, anstatt ihn nur auszuknocken. Auch starb ich einige Tode, weil die Anzeige der verfügbaren Energie einfach sehr ungenau ist und ein Takedown nur mit 100% möglich ist - ob man nun 98 oder 100 Prozent hat ist kaum zu sehen. Weiterhin fand ich die Karten manchmal sehr verwirrend. Schön ist zwar, dass einem nun angezeigt wird, auf welcher Ebene man ist und auf welcher sich das Ziel befindet, aber oft war mir nicht klar, wie ich an einen bestimmten Punkt komme bzw ich fand es erst nach minutenlangem Herumrennen.

Nun mal zu Welt und Charakteren. Insgesamt fand ich es schade, dass die doch recht düstere, kantige und schmuddelige Welt des Originals einem eher generischen, extravaganten, sehr orangelastigen Cyberpunk-Aussehen gewichen ist. Auch mag man sich fragen, warum es hier bereits digitale Zeitungen gibt, wenn die im Original, das später spielt, noch aus dem guten alten Papier bestehen. Die Story geht in Ordnung, reicht aber in Sachen Twists und Spannungen ebenfalls nicht an den ersten Teil heran. Die Charaktere waren mir überwiegend doch herzlich egal. Jensen bekommt ein paar Sympathiepunkte für seinen trockenen Humor, und Francis Pritchard und David Sarif fand ich auch noch ganz interessant. Andere Charaktere wie die Hubschrauberpilotin waren mir völlig egal und gingen mir sogar auf die Nerven. Schön ist, dass hin und wieder Anspielungen auf den ersten Teil vorhanden sind (z.B. die Emails von Joseph Manderley oder das Unatco-Theme, das hin und wieder zu hören ist). Allerdings sind die Bezüge manchmal sogar fast zu stark, so hangelt sich das Setting im Prinzip am genau gleichen Prinzip entlang wie das Original und zeigt daher wenig Originalität oder eigene Ideen (in beiden startet man in einer großen Firma, Malik entspricht eindeutig Jock, Pritchard ist der Ersatz für Alex Jacobson, mit der Zeit bekommt man dann natürlich Zweifel, ob man auch das Richtige tut usw).

Fazit: Als Spiel besser als erwartet und durchaus für eine Weile unterhaltsam. Als Fortsetzung bzw Prequel des Originals zwar ernsthaft bemüht, aber suboptimal. Wenn man darüber und über die paar spielerischen Mängel hinwegsieht, macht es aber schon zumindest einmal Spaß.


Seite: 1 | 2