ARRAY(0xa35fce58)
 
Profil für Tabàro e baùta > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Tabàro e baùta
Top-Rezensenten Rang: 326
Hilfreiche Bewertungen: 1402

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Tabàro e baùta
(TOP 500 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Buddha: Volume 3: Devadatta
Buddha: Volume 3: Devadatta
von Osamu Tezuka
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Schwachen sterben. Die Starken überleben., 19. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Buddha: Volume 3: Devadatta (Taschenbuch)
Devadatta hat kein leichtes Leben - von allen wird er nur gemobbt, verprügelt, halb tot geschlagen. Erst ein Tier bringt ihm wahre Zuneigung entgegen, doch auch diese kurze Phase seines Lebens endet tragisch. Der Asket Naradatta, der sich selbst von allem Menschlichen befreit hat, zeigt dem ebenso nur noch halbmenschlich lebenden Devadatta schließlich, dass sein Schicksal nichts außergewöhnliches, sondern das aller Lebewesen ist...

Parallel dazu verfolgen wir den Weg Siddhartas durch Wüsten und Berge, in denen er von Fremden, Freunden und natürlich Frauen wie Visakha in Versuchung geführt wird. Als er schließlich beim König von Bimbisara ankommt, strahlt er bereits eine derartige innere Ruhe aus, dass ihm der König einen Ehrennamen verleiht, unter dem er bis heute bekannt sein wird.

Zeichnungen wie für Kinder, ein Inhalt wie für Erwachsene. Selten macht ein Manga einen derartige Gratwanderung und rutscht dabei nie aus. Ein berührendes, unterhaltsames und dabei gleichzeitig sehr lehrreiches Werk.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 3, 2013 4:00 PM CET


Taschenatlas der abgelegenen Inseln: Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde
Taschenatlas der abgelegenen Inseln: Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde
von Judith Schalansky
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suchen ist seliger denn Finden, 17. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Reiseführer sind schrecklich langweilig. Jeder Schritt ist vorgedacht, jede Eckenumrundung geplant, jeder mögliche Fund wird als "Geheimtipp" einem riesigen Leserkreis bekannt gemacht. Das Abenteuer der Reise wird zum Abhaken einer Liste von vorgekauten Sehenswürdigkeiten.

Ganz anders dieses wunderbare kleine Bändchen. Das ist das genaue Gegenteil des "pass mal auf, ich sag Dir, wie das dort ist". Die Texte, kurz, knapp, manchmal fragmentarisch, immer aber irgendwie enigmatisch, werfen mehr Fragen auf, als sie über die Inseln beantworten. Gleichzeitig entsteht aber eine meist eher düstere Atmosphäre über die paradiesischen Inseln, die so überhaupt nicht paradiesisch sind. Was sollte man auch dort mehr finden, wenn man persönlich hinreist, als wenn man nur mit dem Finger im Atlas herumstreicht? Die Banalität des "wahren Erlebens" wird hier durch das Wunder der Imagination ersetzt, das immer bunter, faszinierender, schöner und auch grausamer ist, als es die Realität je sein könnte. Erst durch diesen Filter der Literatur gewinnt eine fremde Lokalität den schimmernden Glanz, von dem wir träumen, wenn wir die Namen dieser abgelegenen Orte hören.

Wer dachte, dass so ein Buch nicht als kleinformatiges Taschenbuch funktioniert, wird eines besseren belehrt - wie ein Langenscheidt-Wörterbuch sieht es von außen aus mit dem Sonnengelb und dem türkisfarbenen Buchschnitt. Ein wahres Kleinod, das nicht protzt, aber trotzdem schöner gestaltet ist als viele "Coffee-Table-Books".

Etwas für Entdecker, die nicht nur auf schöne Urlaubsfotos aus sind.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 14, 2014 6:39 PM MEST


Kilroy Was Here
Kilroy Was Here
Preis: EUR 7,97

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer zum Teufel ist Kilroy?, 14. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Kilroy Was Here (Audio CD)
Eine der ersten Langspielplatten, an die ich mich erinnern kann, heimlich auf dem Highend-Plattenspieler meines Bruders abgespielt, wenn der nicht da war. Bestimmt hundert mal gehört, und bis heute kann ich alle Lieder aus dem Gedächtnis mitsingen. Das war außerdem die Zeit der Konzeptalben, und ich bedaure es zutiefst, dass aus der dazu geplanten Bühnenshow nichts wurde. Ich hätte gern was gesehen vom Kampf Kilroys gegen den faschistischen Staat des Dr Righteous, der Rockmusik verboten hat, wie es sehr eindrücklich auf dem damaligen LP-Cover großformatig abgebildet war.

Die geheimnisvoll lächelnden Robotermasken des Covers bekommen eine Stimme mit dem vielleicht bekanntesten Stück der Band überhaupt, "Mr Roboto", auch wenn sie heutzutage nichts mehr damit zu tun haben wollen. Das Lied kennt jeder, dazu muss man nichts sagen.

"Cold War" hat einen sehr interessanten Rhythmus - sowas hört man heutzutage nicht mehr, wo alles im gleichen 4/4 runtergedudelt wird, dazu die klare Stimme von Tommy Shaw - das Lied vergisst man nicht. "Don't let it end" ist mir dagegen ein bisschen zu zuckrig, mit zuvielen Klischee-Effekten, aber trotzdem nett zu hören. Dass Dennis DeYoung eine Ader für eine melodramatische Singweise hat, zeigt sich besonders in "High Time". Da geht die Post ab. Auch sowas, was man heute nicht mehr hört.

Früher, als Jugendlicher, der mit sanfteren Klängen aufgewachsen ist, hat mir "Heavy Metal Poisoning" nicht wirklich gefallen. Heute finde ich den Song mit den besten des Albums, ein brutaler Song, dazu mit einer echten Aussage. Erinnert mich fast an das bombastische "Witch Wolf" aus "The Serpent is Rising". Aber nur fast.

Das absolute Highlight des Albums ist aber "Just Get Through This Night". Das ist ein perfektes Gänsehautlied voller Kraft und Emotion, das nach der Gewalt des Vorgängerlieds umso zarter wirkt. Auf jeden Fall in den Top 5 meiner All-Time-Lieblingslieder.

James Youngs interessante Stimme hört man erneut in "Double Life". Das Synthi-Pferd, das im Hintergrund stereophonisch hin und her galoppiert, begeistert mich heute noch. Ein wirklich spannendes, weil so abwechslungsreiches Lied.

"Haven't We Been Here Before" bringt uns ein wirklich gelungenes Duett von DeYoung und Tommy Shaw, das die Musical-Qualitäten dieses Albums verdeutlicht wie kein zweites.

Rockiger und fröhlicher wird in "Don't Let It End (Reprise)" das dritte Stück des Albums nochmal aufgenommen, mit dem ein Album schließlich ausklingt, das ich trotz aller Mängel heute noch liebe wie damals vor mehr als 20 Jahren.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 26, 2014 4:48 PM CET


Yoshitsune: A Fifteenth-Century Japanese Chronicle (UNESCO Collection of Representative Works: European)
Yoshitsune: A Fifteenth-Century Japanese Chronicle (UNESCO Collection of Representative Works: European)
von Helen C. McCullough
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 92,69

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich brauche keine Feinde, ich habe einen Bruder, 13. Februar 2013
Nicht oft liest man einen Roman, der den Namen eines Protagonisten als Titel trägt, und der dann darin nur eine untergeordnete Rolle spielt. Natürlich dreht sich alles um die Person Minamoto Yoshitsunes, von seiner Kindheit über seine Schlachtenerfolge bis zu seinem wenig rühmlichen Ende als Flüchtender vor dem Zorn seines Bruders. Letztlich ist Yoshitsune in diesem Roman aber nur die Klammer für die eigentlichen Helden: für mich waren das in diesem Roman der Ex-Mönch Benkei, Yoshitsunes Liebling Shizuka und vor allem Sato Tadanobu. Ihr Anführer bleibt dagegen den ganzen Roman hindurch blass und wirkt schwächlich.

Während Benkeis Eskapaden meist humoristisch sind und zu einem gewissen Maß als "comic relief" für das bittere Schicksal Yoshitsunes dienen, und die Charakterisierung Benkeis mich sehr an den jähzornigen Lu Zhishen aus dem chinesischen Meisterwerk Shuihuzhuan erinnert, so ist Shizuka das tragische Gegenpart dazu, die treu und aufrecht zu ihrem Geliebten hält und sich trotz aller Widerstände nie beugt. Doch am meisten von allen überzeugt Sato Tadanobu - seine Aristie, anders kann man seinen epischen Kampf gegen die Verfolger Yoshitsunes nicht bezeichnen, ist das Highlight des Buchs, der mit weitem Abstand beste Teil. Hier findet man nicht nur kleine Anklänge an Homers griechische Epen, stellenweise liest sich das wie die Ilias, sprachlich wie inhaltlich. Auch die häufig beschriebenen Bekleidungsszenen erinnern an Homer - auch wenn nicht seitenlang darüber geschrieben wird wie beim Schild des Achill, so sind die Beschreibungen der Kleidungsstücke der Helden doch immer ein Teil der Heldentaten und auffällig platziert.

Ein sehr langes und ausführliches Vorwort, das sich leider furchtbar trocken und langweilig liest, klärt über die historischen Umstände der Heian-Periode auf und darüber, warum die Heike und die Genji dieses Romans sich so verfeindet gegenüberstehen. Der Roman ist durchaus auch ohne Vorkenntnis der anderen großen japanischen Werke über diese Ära, Genji Monogatari und Heike Monogatari, lesbar und verständlich. Die Übersetzung gefällt durch ihre moderne Sprache, und obwohl stellenweise gekürzt wurde, sind die Kürzungen im Anhang ausgearbeitet; mir stellt sich trotzdem die Sinnfrage bei solchen Kürzungen. Da sich durch Textgestalt und Veröffentlichungspreis eh nur Spezialisten oder sehr interessierte Leser an ein solches Buch heranwagen werden, hätte sich McCullough diesen Eingriff in die Textintegrität gern sparen können.

Wer sich für die Geschichte Japans interessiert, muss "Yoshitsune" selbstverständlich lesen. Auch wenn dies kein moderner Roman ist, sondern man sein Alter in Sprache und Struktur deutlich spürt, ist er aber trotzdem, schon allein wegen Tadanobus Episode, auch für Freunde epischer Literatur empfehlenswert.


The Living Dead
The Living Dead
von Laurell K. Hamilton
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,60

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hirntod durch Langeweile, 11. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: The Living Dead (Taschenbuch)
Ich finde Kurzgeschichten-Anthologien toll, vor allem, wenn sie ein Thema in vielen Varianten ausarbeiten. Night Shade Books bringt immer wieder solche Anthologien heraus, und nach dem mir ausgesprochen gut gefallenden Piratenmischmasch in Fast Ships, Black Sails wagte ich mich nun an die nächste Zusammenstellung, diesmal mit dem Thema "Zombies".

Hm. Nach den ersten paar Geschichten landete das Buch auf meinem Nachttischstapel mit Büchern, und rutschte über die Zeit immer weiter runter im Stapel. Obwohl sich Kurzgeschichten ideal für die Abendlektüre ("noch schnell eine Geschichte vor dem Lichtausmachen") eignen, fand ich immer etwas interessanteres zum Lesen als "The Living Dead", und jedesmal, wenn ich es doch herausholte, enttäuschte es mich.

Vielleicht liegt es daran, dass überdurchschnittlich viele sehr durchschnittliche Geschichten hier versammelt sind, von denen keine die Qualitäten hat, die eine Kurzgeschichte braucht, um trotz ihrer Kürze im Gedächtnis zu bleiben - einige haben Potenzial, das aber in Oberflächlichkeit oder nicht genutzten Möglichkeiten versinkt; ganz im Gegensatz zur oben erwähnten Piraten-Zusammenstellung, in der praktisch jede Geschichte überzeugt.

Vielleicht ist es auch das unhandliche Format, groß und schwer, eng an den Rand bedruckt, unangenehm zu halten beim Lesen, und das gräuliche, grobe Papier.

Natürlich versammeln sich hier Autoren mit dutzenden von Awards, Preisen und Ehrungen - doch kaum ein Autor hat diese Preise für seine hier gedruckte Geschichte bekommen. Es sind oft Früh- oder Spätwerke, ich würde stellenweise sogar sagen, Füllsel, gerade bei den "großen" Namen.

Wer sich mehr für die Thematik interessiert als für die schriftstellerischen Qualitäten, kann durchaus einen Blick riskieren - hier findet der Leser viele Varianten der Zombiepsyche, des Zombiestoffwechsels, des Zombieerwachens und -wiederzurruhebettens. Doch literarisch überzeugt es leider nicht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 26, 2014 5:06 PM CET


The Palgrave Concise Historical Atlas of Central Asia
The Palgrave Concise Historical Atlas of Central Asia
von Rafis Abazov
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,70

4.0 von 5 Sternen Von Baktrien zum unabhängigen Usbekistan, 9. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Zentralasien: Schmelztiegel der Kulturen, Ausgangspunkt von Völkerwanderungen - im 20. Jahrhundert hatte man viel von der Bedeutung dieses Teils der Welt vergessen, und die Gebiete dort wurden als rückständig, menschenfeindlich und vernachlässigbar betrachtet. Sieht man heutzutage in einer Zeit, in der alles praktisch ausschließlich vom ökonomischen Nutzen her bewertet wird, vor allem die enormen Rohstoffvorkommen dieser Region, so war Zentralasien über lange Perioden der Geschichte auch ein Gebiet, das durch den Austausch zwischen Westen und Osten lebendiger und bunter war als vieles, was die Hochkulturen auf Durchreise zu bieten hatten.

Während nun aber die Hochkultur am Mittelmeer oder Yangtze viele Zeugnisse ihrer Größe hinterlässt, in Literatur, Kunst und Musik, die jeder kennt, ist Zentralasien diesbezüglich selbst für die meisten Interessierten erstmal eine weiße Fläche. Ein Grund dafür ist eben diese Dynamik, die in dieser Region nur wenig Konstanz aufkommen ließ - wandernde Khanate, Eroberer von allen Himmelsrichtungen, Völkerwanderungen der oft nomadischen Bewohner, Zusammentreffen aller Weltreligionen gleichzeitig; kaum eine Grenze oder Staatsform konnte sich über eine längere Zeit halten.

Dieses Wirrwarr wird in diesem historischen Atlas deutlich gemacht und gleichzeitig auch etwas aufgeklärt - es handelt sich nicht um einen reinen Atlanten, sondern um ein Geschichtsbuch, das viel mit Landkarten arbeitet. Pro Doppelseite wird ein Thema (wie die ethnischen Konflikte in dieser Region) oder eine Epoche (wie der Untergang Khwarezms oder die mongolische Invasion) textuell auf der linken Seite und geografisch auf der rechten Seite mit einer dreifarbigen Karte erläutert. Diese Karten sind leider recht spartanisch gestaltet, und man muss sie selbst in einen größeren Zusammenhang setzen. Doch insgesamt erhält man mit diesem Atlas einen schönen, konzisen Abriss der Geschichte Zentralasiens von den sogdischen Oasengemeinschaften bis hin zur Unabhängigkeit der ehemaligen Sowjetrepubliken.

Das Taschenbuch ist fast quadratisch, mit einem schön gestalteten Umschlag. Etwas grobes Papier und die bereits beschriebene etwas farblose Kartenreproduktion macht das Buch nicht unbedingt zu einem Coffee-Table-Book.

Kein Reiseführer, keine Unterhaltungslektüre, aber eine sehr schöne Einführung in die Geschichte dieser bewegten Region.


Huawei Ascend G330 Smartphone (10,2 cm (4 Zoll) TFT-Display, Touchscreen, 5 Megapixel Kamera, 512MB RAM, micro-USB, Android 4.0) schwarz
Huawei Ascend G330 Smartphone (10,2 cm (4 Zoll) TFT-Display, Touchscreen, 5 Megapixel Kamera, 512MB RAM, micro-USB, Android 4.0) schwarz
Wird angeboten von ElektronikKingBonn
Preis: EUR 139,00

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen James Bond ist tot, 6. Februar 2013
Ich bin vielleicht ein Sonderling, aber ich brauche ein Handy zum Telefonieren. Meine 6 Jahre alte "James-Bond-Edition" des Sony Ericsson k800i gab endgültig seinen Geist auf wie der Aston Martin aus dem entsprechenden Film, und da musste was neues her. Und nach einigem hin und her, habe ich mich für das Huawei G330 entschieden.

Nach 3-wöchiger Testphase muss ich mir auf die Schulter klopfen - Gute Wahl! Für meine Anwendungsbereiche, das bedeutet hin und wieder telefonieren, keine ständige Datenverbindung, die eine oder andere App zum Zeitvertreib: dafür ist dieses Handy bestens geeignet. Mit dauerhaft aktiviertem Stromsparmodus hält mir der Akku aktuell circa 4 Tage.

Die Frage, wozu ich mir für meinen eingeschränkten Nutzungsbereich überhaupt ein Smartphone hole, kommt bestimmt - ich nutze das Handy nun zum Vokabellernen, zum Mah-Jongg-Spielen während Wartezeiten, zum Einkaufszettel schreiben, mit der tollen App von pleco als Nachschlagehilfe für chinesische Zeichen, und schließlich zur seltenen Internetrecherche, wenn ich unterwegs bin. Diese Aufgaben erfüllt das G330 zu meiner vollsten Zufriedenheit, und ich habe den Gedanken, mit dem ich eine Weile schwanger ging, mir für solche Zwecke ein Tablet zu kaufen, wieder ad acta gelegt.

Die Bedienung ist, nach kurzer Gewöhnungsphase an das allgemeine Android-Handling, intuitiv und ohne spürbare Verzögerungen. Für meinen Teil habe ich keine außergewöhnlichen Erhitzungen irgendwelcher Teile bisher spüren können, und ich bin mit der Akkulaufzeit, wie oben bereits erwähnt, voll zufrieden. Ein minimaler Kritikpunkt ist der seitliche Lautstärkeregler, der zu leichtgängig ist und hin und wieder unbeabsichtigt betätigt wird. Schön ist das Ladegerät - es kann einfach über seine USB-Buchse mit dem beigelegten USB-Kabel genutzt werden, das auch als Datenkabel genutzt wird. Also vorbei die Zeiten, als man zwei Kabel verwalten musste.

Die Bilder der Kamera sind durchweg etwas dunkel, das Knipsen ist keine wirkliche Stärke des G330s. Doch auch hier: Schnappschüsse, und mehr mache ich mit einem Handy eh nicht, sind immer drin.

Im Vergleich mit den weltbekannten Marken-Smartphones diverser Hersteller meiner Kollegen muss ich mich kaum verstecken (auch optisch ist das Huawei schön, elegant designed), allerdings nutzen die so ein Handy auch viel extremer und haben vielleicht andere Anforderungen. Wer ähnlich wie ich diesbezüglich genügsamer ist und kein High-End-Gerät erwartet, findet zur Zeit auf dem Markt wahrscheinlich kein besseres Preis-Leistungsverhältnis.


Die Odyssee
Die Odyssee
von Homerus
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fünfundzwanzigster Gesang, 31. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Odyssee (Taschenbuch)
--In dem der Rezensent sich über Rache und Rückkehr auslässt. Der Übersetzer erhält eine Danksagung. Jedem Leser wird nahegelegt, diese Fassung zu wählen.--

Odysseus wird viel gelobt. Von Göttern, von seinen Untergebenen, seiner Frau, den Lesern des Texts über Jahrhunderte. Doch wenn man sich sein Verhalten und seine Gedanken mal genauer anschaut, ergibt sich kein so wirklich erbauliches Bild: Das erste, auf das er sinnt, als er nach jahrelanger Irrfahrt nach Hause kommt, ist nicht, seinen Familie in die Arme zu schließen. Nein, er denkt an Rache. Blutige Rache, und eine seiner Ängste dabei ist, dass er allein nicht alle Freier seiner Frau erschlagen können wird, dass er dazu Hilfe braucht.

Dass Homers Texte an Brutalitäten nicht sparen, sollte jedem Leser, der die eigentlich unbedingt vorher zu lesende Ilias kennt, klar sein. Dagegen gehts in der "Odyssee" doch recht zivil zu, nur der Schluss glänzt in bester Arnold-Schwarzenegger-Manier mit einem wirklich gut gemachten Showdown, der sogar heutigen, abgehärteten Lesern kurz den Atem stocken lässt, weil er in dieser Form etwas unerwartet kommt.

Die größte Überraschung vieler Leser wird allerdings sein, dass sich die Odyssee eigentlich nur zweitrangig mit den Irrfahrten des Titelhelden beschäftigt. Viele der Szenen, die heute jeder aus Film, Fernsehen und anderen Adaptionen kennt, wie die Blendung des Kyklopen oder die Wachspropfen in den Ohren der Mannschaft, um den Sirenengesang zu mildern, werden auf wenigen Seiten abgehandelt. Das Hauptaugenmerk liegt für Homer nicht in den Abenteuern der Irrfahrt, sondern in der Heimkehr eines verloren geglaubten Helden, mit dessen Art, mit Verlust und Heimweh umzugehen, und mit einem Umfeld in der Heimat, das sich völlig verändert und still vom einst geschätzten Hausherrn entfremdet hat. Dabei entsteht ein dichtes Psychoprofil eines trotz endloser Widerstände nie aufgebenden Menschen, das trotz seines Alters von 3000 Jahren unglaublich modern, aktuell und vor allem kraftvoll ist: Zuhause ist Odysseus mehr ein Fremder in einem fremden Land (geschickt vom Dichter wird die innere Entfremdung durch Odysseus' äußere Verwandlung durch Athene angedeutet), als auf all den vielen Stationen seiner Reise. Viele Kriegsrückkehrer aus allen Jahrhunderten werden seine Gefühle verstehen können.

Diese Modernität und Kraft spürt man allerdings kaum, wenn man sich mit der uralten, für mich zumindest kaum lesbaren versmaßtreuen Übersetzung von Voss Homer nähert. Dort geht alles in einem Gewust von toten Wörtern, gezwungenen, künstlichen Reimen und undeutscher Satzstellung unter - man beschäftigt sich so sehr damit, das Deutsch Vossens zu verstehen, dass man den Sinn und die Atmosphäre des Texts gar nicht mehr würdigen kann. Daher ist Wolfgang Schadewaldt um so mehr zu danken, der mit dieser Prosaübersetzung eine wunderbar lesbare und trotzdem nicht zu modernisierte Fassung des uralten Epos vorlegt. Man spürt das Alter des Texts, den Rhythmus, die Sprachgewalt, und es geht nichts verloren, wenn Schadewaldt den Hexameter fallen lässt. Der heutige Leser darf daher keine Sprache wie in einem modernen Roman erwarten.

Zwei Kritikpunkte habe ich aber dann doch. Wortnah zu übersetzen ist immer gut - allerdings sollten doch für den deutschen Text dann auch Wörter gewählt werden, die es im deutschen gibt, oder die zumindest ansatzweise einem Sprachgebrauch entsprechen. Was ist ein "prangender Sohn"? Was hat man sich unter "rosenfingrig" vorzustellen? Wie sieht ein "ausgebuchteter Krug" aus? Ich weiß, dass viele dieser Attribute einfach strukturbedingte Ausschmückungen oder Phrasen sind (wie die "helläugige Athene"), ohne echten Sinn zu tragen. Gerade für solche Archaismen und textspezifische Eigenheiten wären die eine oder andere Anmerkung hilfreich gewesen. Auch finde ich es nicht so gut, wenn Konzepte wie das dauernd auftretende "Daimon" nicht zumindest ansatzweise erläutert werden. Das Nachwort des Übersetzers ist zwar gelungen, doch von einer guten Aufbereitung eines solch zentralen Texts wie der "Odyssee" erwarte ich etwas mehr editoriale Beigaben. Nicht jeder, der die "Odyssee" lesen will, sollte deswegen gleich vertiefte Kenntnisse der altgriechischen Kultur haben müssen - für viele ist so ein Buch ja eben der Einstieg.

Der "rororo"-Ausgabe fehlen diese Beigaben leider, und auch sonst macht die Ausgabe optisch und haptisch wenig her, ein Standard-Taschenbuch halt.

Trotzdem - egal in welcher Übersetzung, Übertragung oder Nachdichtung, ist und bleibt die "Odyssee" einer der wichtigsten Texte der Menschheitsgeschichte. Jeder sollte sie gelesen haben, und Schadewaldts vorliegende Übersetzung ist geeignet, diesen selbst Leuten, die sich sonst mit so literarischen Texten schwertun, leicht nahezubringen.


Sri Hari: One But Different (UK Import)
Sri Hari: One But Different (UK Import)
Wird angeboten von baagad
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Der haarige Krishna, 23. Januar 2013
"Hairy Krishna" - ein uralter Witz aus dem zweiten "Leisure Suit Larry"-Computerspiel von Sierra. Wers gespielt hat, weiß, was ich meine. Sorry erstmal für den Kalauer.

Die vorliegende Musik kommt aus einer religiösen Ecke. Viele der enthaltenen Stücke sind letztlich gesprochene Anleitungen für körperliche und geistige Übungen im Yoga, oder gesungene Mantras, unterlegt mit Drum&Bass-Musik. Das hört sich vielleicht nicht so wirklich spannend an - doch es funktioniert überraschend gut. Sehr gut sogar meines Erachtens nach. So richtig was zum Mitwippen, mit einem starken Goa-Einschlag, und viel indischem Flair, mit einigen Überraschungen und immer spannend.

Ich habe diese Platte vor ca. 15 Jahren das erste Mal gehört, und es ist eine der wenigen, die ich über die Jahre immer wieder ausgepackt habe und auch heute noch sehr gerne einlege. Vielleicht bringts sogar was fürs Karma, wer weiß...


Ama
Ama
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Tibet und die Welt, 18. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ama (MP3-Download)
Im Gegensatz zu ihrer chinesischen Kollegin Sa Dingding, die zumindest stellenweise ähnlich klingende Musik macht, greift Yungchen Lhamo nicht so sehr auf treibende Rhythmen und Triphop-Anleihen zurück. Eine dezente aber komplexe Instrumentalunterlage mit viel Bass und synthetischen Sounds holen dieses Album aus der puren "ethnische Volksmusik"-Ecke heraus und lassen es mehr in die "Weltmusik"-Richtung treiben. Besonders in "Om Mani Padme Hung", letztlich aber auch in den anderen Stücken, sind die tibetanischen Wurzeln der Künstlerin offen erkennbar, sowohl stimmlich mit Obertonanklängen als auch von den verwendeten Instrumenten wie den tibetischen "Alphörnern". Dies wird hier und da vermischt mit westlicher Melodik, wie beim englischsprachigen und sehr interessanten "Tara". Dass sie eine schöne Stimme hat, zeigt die Sängerin in "9/11", das über lange Strecken ohne Begleitung auskommt und doch überzeugt, oder im lieblichen "Look Down on Us".
Annie Lennox' Gastauftritt in "Fade Away" mit einem sich wie ein Gewittersturm aufbauenden Spannungsbogen ist auch ein Highlight des Albums.

Wer stille, sanfte, ostasiatische Musik mit folkloristischen Einschlägen mag, die aber trotzdem auch westlichen Geschmäckern gefallen kann, sollte hier zugreifen. Als Hörtip empfehle ich das schnelle Einstiegsstück "Ranzen" oder das äußerst gelungene, langsamere, hypnotische "Nyebe Nilam".


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20