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Rezensionen verfasst von
Blagger
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Bei allem sowieso vielleicht
Bei allem sowieso vielleicht
Preis: EUR 14,99

210 von 216 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bei allem sowieso auf keinen Fall, 15. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Bei allem sowieso vielleicht (Audio CD)
"Jetzt macht der Fernsehfritze auch noch Musik." Mit diesem Aufmacher des Pressetextes versucht Beckmanns Management, angesichts dieses naheliegenden Reflexgedankens die Flucht nach vorn anzutreten und allen Vorurteilen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Clever. Allein, es hilft am Ende nichts. Denn wenn man auch das Vor-Urteil umschiffen kann, am Urteil oder - weniger wüst - der Beurteilung führt kein Weg vorbei.

Und die fällt nicht gut aus. Denn "Bei allem sowieso vielleicht" ist ein grauenhaftes Album.

Das Werk hat viele Schwachpunkte, die es in unterster Mittelmäßigkeit versinken lassen: die Kompositionen sind lahm, die Melodien bleiben nicht im Ohr, die sparsamen Jazz-Arrangements sind überwiegend einfallslos und einschläfernd. Wirklich schlimm sind dann aber Beckmanns selbstgeschriebene Texte, die das ganze spaßfreie Elaborat endgültig in den Abgrund ziehen.

Beckmann möchte irgendwie witzig sein und gleichzeitig kritisch, dabei unverklemmt und unendlich menschlich - also ähnlich wie bei seinen Fernsehauftritten. So macht er gleich im Opener "Das Beste" die große Lebenskrise nebst Hilfsprogramm des Therapeuten auf: Ayurveda, Yoga, El Salvador. Das ist unerträglich klischeehaft und klingt wie aus den späten 90ern, und da hätte ich vielleicht auch die einsetzende Midlife Crisis von Beckmann verortet. Heut ist das Thema ziemlich "durch" und tausendfach intelligenter bedient worden, Beckmann kehrt jeden Witz aus der Nummer und kommt auch nur zur vorhersehbaren Erkenntnis, dass sein Therapeut verrückt sei.

Doch es kommt noch viel schlimmer, denn wir dürfen auch an Beckmanns Erinnerungen die Damenwelt betreffend teilhaben. Hier legt uns Beckmann die Hand auf die Schulter und zieht mit der anderen einen liegengelassenen Schlüpper aus der Tasche: "Da, guck mal." Und so zerrt er uns durch seine klebrig-schwülen Jugenderlebnisse. Nach der Alkoholfahrt durch Bremen ("Du hast mein Käfer vollgekotzt, die Polizei hat in deinen Ausschnitt geglotzt") und dem Besuch bei Fleischfachverkäuferin Charlotte ("Was ist ein Schinken neben deinem Dekollete, wenn ich dich tief gebeugt im Aufschnitt wühlen seh") braucht man eine Pause oder einen Schnaps.

Leider wird es nach Track 3 nicht besser und es kommen auch kaum noch neue Facetten. Und wenn doch, wie beim ernsteren "Sei mein Lächeln", dann bleibt das immer ziemlich schal und oberflächlich. Man wird den Eindruck nicht los, Beckmann kann nur pseudointellektuell oder schlüpfrig und beides kann er leider nicht gut. Hier noch weiter ins Detail zu gehen, fügt dem Gesamteindruck denn auch nichts mehr hinzu.

Weder musikalisch noch textlich bietet dieses Album auch nur einen einzigen Lichtblick. Wer will das hören, wer braucht so etwas?
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 6, 2014 3:45 PM MEST


Einmal Noch!
Einmal Noch!
Preis: EUR 13,98

38 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hintergrundmusik für Faschingsabstürze, 25. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Einmal Noch! (Audio CD)
Klingt doch für Fans erstmal OK: Wolfgang Petry singt einige seiner alten Hits neu ein, remixt das Ganze im modernen Dance-Sound und schmeißt das Ergebnis - Jahre nach seinem offiziellen Rückzug vom Musikbusiness - als Dankeschön für die treuen Anhänger auf den Markt. Da kann man nichts Revolutionäres erwarten, aber ein nettes Deja-Vu mit Wolles Knallern liegt allemal drin.

Das Ergebnis verwundert und enttäuscht dann allerdings übelst, und zwar unabhängig davon, ob man den Petry und seine Musik mag oder nicht. Neu eingesungen? Klingt eher so, als wurden die alten Mastertapes nochmal rausgekramt. Man braucht schon viel guten Willen (oder Selbsttäuschung?), um an den Gesangsparts etwas Neues zu entdecken. Weder hat sich Petrys Stimme entwickelt noch hätte der Gute anders intoniert als auf den Originalen. Sprich: klingt nach Konserve.

Moderner Dance-Sound? Die Nummern sind mit verstaubtem utze-utze-Beat unterlegt, der vielleicht in den 80ern grad noch durchgegangen wäre, aber heute hoffnungslos überholt ist. Und das Vierviertel-Gestampfe zieht sich ziemlich abwechslungsfrei durch alle Tracks durch. Dankeschön für die treuen Anhänger? Selbst eingefleischte Fans äußern sich verhalten bis verärgert über die CD, eine Freude dürfte Petry also vielen seiner Anhänger nicht bereitet haben.

Dass Künstler sich ihrem eigenen Oeuvre zuwenden und es mannigfaltig verwursten, ist gängige Praxis und dem Sänger nicht vorzuwerfen. Auch nicht, dass dabei finanzielle Interessen meist im Vordergrund stehen - bitte, Geld stinkt nicht und niemand wird gezwungen, dieses Elaborat zu kaufen. Was ich aber wirklich bescheiden finde, ist die Lieblosigkeit, mit der diese völlig belanglose Scheibe zusammengekloppt wurde, und die stümperhafte musikalische Umsetzung. Mehr als tumbe Saalbeschallung für die anstehenden Karnevalstage ist das nicht geworden - vielleicht hätte man die CD besser "Einer geht noch" nennen sollen...


Love Songs
Love Songs
Wird angeboten von Crawley Music
Preis: EUR 13,65

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anständige, etwas willkürliche Songauswahl, 24. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Love Songs (Audio CD)
Mit "Love Songs" bringt Tina Turner nach "All The Best" (2004) und "Tina!" (2008) schon die dritte Kompilation heraus, die sich aus demselben Pool von Originalaufnahmen bedient (ihr zehntes und letztes Studioalbum "Twenty Four Seven" erschien ja bereits 1999). Damit stellen sich zwei Fragen, die unmittelbar zusammenhängen: liefert "Love Songs" eine sinnvolle, attraktive Titelauswahl und bietet es einen Mehrwert gegenüber den vorherigen Samplern?

Erstmal ist das Album bewusst keine Best-Of, sondern hat eine thematische Eingrenzung, nämlich Liebeslieder. Allerdings dürften sich mindestens drei Viertel von Tina Turners Lyrics mit diesem Thema befassen, weswegen die Abgrenzung wenig trennscharf ist. Gemeint waren wohl eher balladeske und langsame Nummern, die hier eindeutig in der Überzahl sind - aber "Ballads" würde es noch weniger treffen, wegen der rockigen Nummern "The Best" und "River Deep". Insgesamt also eine etwas willkürliche Songauswahl, die eben eher dem Freund von Tinas sanfter Seite schmecken wird.

Damit ist auch die zweite Frage im Grunde beantwortet: wer eine umfassende Best-Of sucht, ist hier falsch und sollte sich an "All The Best" halten. Ansonsten ist die Überschneidung mit "Love Songs" mit 12 von 18 Titeln noch im akzeptablen Bereich, zumal "All The Best" als Doppel-CD deutlich teurer liegt.

Als preislich ansprechende Songsammlung eher langsamerer Titel geht "Love Songs" also ganz anständig durch, vom Stuhl haut einen das allerdings nicht. Dafür hätte wenigstens ein neuer Song drauf sein müssen - oder, wenn das schon nicht im Bereich des Machbaren liegt, wenigstens die geile Albumversion vom sensationellen "Let's Stay Together" und nicht der Single Edit...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 25, 2014 8:49 AM CET


Blues in Blond
Blues in Blond
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 27,09

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Furcht ist nur ein Fleck im Mond, 30. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blues in Blond (Audio CD)
Im Jahr 1981 faszinierte uns alle ein ungewöhnliches, deutschsprachiges Stück Musik: "Der Spieler" von Achim Reichel. Es war die überwältigende Symbiose von Musik und Text, die den Song so einzigartig machte. Für den Text stand Jörg Fauser, ein aufstrebender und auch umstrittener deutscher Nachwuchsautor, für die Musik zeichnete Reichel selbst verantwortlich. Fauser hatte bereits früher Texte für Reichel verfasst, nun aber hatten die beiden ein ganzes Album gemeinsam gestaltet. Nach dem "Spieler", der ersten Singleauskopplung, durfte man nicht weniger als das Höchste erwarten.

Vielleicht war das die falsche Anspruchshaltung. Um es vorwegzunehmen: Blues in Blond ist kein schlechtes Album, doch keines der 11 Stücke reicht auch nur annähernd an den Spieler heran. Warum ist das so? An Jörg Fauser hat es nicht gelegen. Die von ihm beigesteuerten Texte sind dicht, atmosphärisch, packend - und sie sind erkennbar im Bewusstsein geschrieben, dass sie Songtexte sind. Wer fürchtet, hier könnten Gedichte mit musikalischer Untermalung rezitiert werden, liegt falsch. Fauser hat das Genre der populären Musik verstanden und bedient es perfekt, passt seine Lyrik in den Rhythmus von Reichels Kompositionen und ordnet sich bisweilen den Erfordernissen der Melodie unter, im Bewusstsein, dass die Einheit von Musik und Text letztlich ausschlaggebend ist.

Nein, Fauser hat durchweg abgeliefert, nur halten Reichels Kompositionen und Arrangements nicht immer mit. Richtig schwach bleibt die erste Hälfte des Albums: "Ich hab von Dir geträumt" ist durchschnittliche Schlagerware, die man ein wenig rockig aufgehübscht hat, und dem müden "Mama Stadt" merkt man die Lustlosigkeit beim Komponieren und Singen schon an. Es fehlt vor allem ein durchgängiges Stilelement, ein Wiedererkennungsmerkmal, das aus dem Longplayer mehr macht als eine Ansammlung einzelner, mehr oder öfter eben weniger gelungener Lieder. Reichel probiert alles aus und entscheidet sich für nichts, er spannt den Bogen von mystischen Klängen ("Schatten an der Wand") über bodenständigen Rock ("In einer fremden Stadt") bis hin zu Tralala-Schlager ("Kettchen am Fuß"). Vielleicht sollte das seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen, am Ende aber ist es einfach zu viel und zu zerrissen.

Es bleiben Höhepunkte. Beispielsweise der Titelsong, ein gradliniger Rock vom Feinsten, bei dem sich Reichel auch wirklich die Seele aus dem Leib singt: "Manchmal glaub ich, dieses Leben ist ne Reise durch den Schnee". Und weiter: "Die Furcht ist nur ein Fleck im Mond, und nur ein Narr Dein Schmerz." Auch textlich ist dieser Titel ganz vorn. Überhaupt ist Reichel im rockigen Bereich am besten, auch das erwähnte "In einer fremden Stadt" zählt zu den Highlights. Doch er kann auch anders: witzig ist der "Apocalypso Ball", bei dem nun wieder der sarkastische Songtext, welcher den modernen Kunst- und Kulturbetrieb aufs Korn nimmt, und die verspielte Komposition grandios zusammenpassen.

In Summe lassen sich also ein paar ordentliche bis gute Songs zählen, die das Album zu einem hörenswerten Opus machen. Und am Ende bleibt uns ja immer noch der olle "Spieler"...


Strange Kind of Love
Strange Kind of Love
Wird angeboten von AWentertainments
Preis: EUR 17,93

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen One Album Wonder, 29. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Strange Kind of Love (Audio CD)
"Strange Kind of Love" ist ein großartiges Album! Die stilistische Geschlossenheit, welche die beiden mehr oder minder bekannten Auskopplungen "Hallelujah Man" und "Jocelyn Square" zeigen - den düsteren, sehr dominanten Untergrund aus Bass und Schlagzeug, als Kontrapunkt helle, rockige Gitarren und nicht zuletzt eine ausgefeilte Melodie mit Wiedererkennungswert - zieht sich konsequent durch die 11 Songs des Longplayers. Die Kompositionen sind in der Kategorie Funk/Pop auf hohem Niveau, es ist kein Ausfall dabei, schwächere Passagen finden sich kaum.

Besonders wirkungsvoll zeigt sich bei den meisten Nummern die Bass/Schlagzeug-Kombination, die bei "Love And Money" ungewöhnlich deutlich die Atmosphäre vieler Songs bestimmt. Neben den beiden Singles ist das beim Titelsong am auffälligsten: die forsch getretene, leicht verschleppte Bassdrum wirkt wie ein musikalisches Bremspedal, welches die Emotion des Songs gerade so unterm Siedepunkt hält, bis sich Text und Musik am Ende wie in einem Befreiungsschlag entfalten dürfen. Selbst bei den Balladen wie "Walk The Last Mile" greift sich der düstere Rhythmus seinen Raum. Unnötig zu erwähnen, dass fast alle Titel in Moll-Harmonien daherkommen...

Doch die Jungs können auch anders. Es geht auch ohne Finsternis im Sound, mit einem leichten, frischen Beat und hellen Akkorden. Und auch das beherrschen sie: "Avalanche" und "Inflammable" sind wunderbar leichte Popnummern, die man immer wieder hören mag. Prägend für den Stil der Band bleiben dennoch die dunklen, erdigen Töne mit einer veritablen Prise Funk.

Man kann "Love And Money" durchaus als ein One-Album-Wonder bezeichnen. Obwohl das 3 Jahre später erschienene "Dogs in the Traffic" vielen Kritikern als das bessere Opus gilt, konnte die Gruppe meiner Meinung nach an "Strange Kind of Love" nie mehr heranreichen. Das lag vielleicht auch daran, dass Drummer Jeff Porcaro den Sound des Albums wesentlich beeinflusste. Porcaro war bekanntlich Schlagzeuger bei Toto, spielte hier aber sozusagen als Leihgabe, da Drummer Stuart Kerr die Band verlassen hatte.

Wie dem auch sei: "Strange Kind of Love" hat seinen festen Platz unter meinen 25 Lieblingsalben. Einen Anspieltipp braucht es nicht, zum Reinhören eignet sich jeder einzelne Song gleichermaßen.


BlackBerry Curve 8310 (GPS, 2MP, QUERTZ) Smartphone
BlackBerry Curve 8310 (GPS, 2MP, QUERTZ) Smartphone

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht sexy, aber funktional, 28. Januar 2014
Blackberries. Die eckigen Teile mit dem großen Display und der gut sichtbaren Volltastatur galten als die ersten Smartphones und waren eine zeitlang hip. Dann aber wurden Touchscreen, Apps und Facetime die bestimmenden Komponenten auf dem Handymarkt, und die hohe Zeit der Blackberries war vorbei, bevor sie richtig begonnen hatte.

Sicherlich ist dieses Gerät der älteren Generation heute alles andere als ein Trendsetter, kann sich aber funktional durchaus noch sehen lassen. Da ist zum Beispiel der Lithium-Ionen-Akku, ein kleines Ausdauerwunder, vor allem im Standby-Betrieb hält das Blackberry lange durch. Offiziell wird die reine Standby-Zeit mit 400 Stunden angegeben, was ich nur deshalb nicht bestätigen kann, weil ich das Blackberry nie so lange am Stück im reinen Standby betreibe (also ohne Sprechzeit) - aber gefühlt kommt das durchaus hin, und das ist auch im Vergleich zu moderneren Geräten eine tolle Performance.

Natürlich verfügt das 8310 über eine eingebaute Kamera, mit der sowohl Fotos als auch Videosequenzen erstellt werden können. Mit 2 Megapixeln ist das Gerät bei einem reinen Datenvergleich nicht mehr wirklich state of the art, die aktuellen Smartphones bringen locker die x-fache Auflösung. Braucht man das aber? Für eine Handykamera, bei der man ja auch die Bilder größtenteils auf dem Display anschaut, sind 2 Megapixel aus meiner Sicht noch ausreichend. Allerdings: das TFT-Display mit seinen 65.536 Farben stellt dann schon eine Auflösungsgrenze dar, bei der es wirklich retro wird...

Als Organizer bietet das Gerät dem geneigten Benutzer bereits alles, was auch heute Standard bei Smartphones ist. Das A und O bei der Sache ist aber die Synchronisation mit dem PC, damit die Daten immer aktuell und konsistent gehalten werden. Mail macht dabei weniger Probleme, eher schon der Kalender, der bei mir bisweilen bei Operationen wie beispielsweise wiederkehrenden Terminen zu fehlerhafter Verarbeitung neigt. Das bleibt zwar die Ausnahme, richtig ausgereift wirkt diese Funktionalität damit aber nicht.

Last but not least taugt das Curve 8310 bereits zum vollwertigen MP3-Player. Auf Wunsch synchronisiert die Standardsoftware die auf dem PC gespeicherte Musikbibliothek gleich mit, hier ist aber Vorsicht geboten: die 64MB Speicherplatz in der Grundausstattung sind für Musikarchive doch ein sehr überschaubares Platzangebot, daher sollte der musikbegeisterte Benutzer von Beginn an ein paar Euro in eine microSD-Speicherkarte investieren. Für den ungetrübten Hörgenuss empfiehlt sich die Anschaffung eines guten Kopfhörers, der leicht scheppernde Lautsprecher genügt allenfalls für Klingeltöne und die Freisprechfunktion des Handys.

Unterm Strich wird klar: das Blackberry Curve 8310 ist ein solides Gerät. Und wenn man ganz nüchtern auf das Preis-/Leistungsverhältnis schaut, dann liegt das Teil im Vergleich zu angesagten Trendphones mittlerweile konkurrenzlos günstig. Unter diesem Aspekt darf man es auch heute noch dem kühlen Rechner als Vernunftanschaffung nahelegen.


Unter Freunden: Und andere Geschichten aus der Business Class
Unter Freunden: Und andere Geschichten aus der Business Class
von Martin Suter
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurioses aus der Chefetage, 10. Januar 2014
80 kleine Episoden aus den oberen Kreisen der Wirtschaft hat Martin Suter in seinem Taschenbuch "Unter Freunden" zusammengetragen. Meist dreht es sich um die Macken hochrangiger Manager, um die Tücken des Miteinanders auf der Führungsebene oder ganz simpel um die zahllosen Stolperstricke bei der persönlichen Karriereplanung. Geschrieben sind die Texte immer aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers, der uns an den Gedanken und dem Gemütszustand des Protagonisten reichlich teilhaben lässt. Mit feinem Sprachwitz und hintergründiger Ironie verfasst, offenbart sich dabei die Pointe immer erst im allerletzten Satz. Die Beiträge sind recht kurz, so um die 500 Wörter, und alle gleich lang, was daran liegt, dass sie ursprünglich als Kolumne mit fester Zeilenvorgabe in der Züricher Weltwoche bzw. dem Magazin des Tages-Anzeiger erschienen sind. Die Texte in der zweiten Buchhälfte sind etwas umfangreicher, da die Kolumne im Tages-Anzeiger länger war.

Martin Suter mag vielen Lesern eher durch seine Romane, die inzwischen zum Teil auch verfilmt wurden, oder als Drehbuchautor bekannt sein. Tatsächlich aber sind die kleinen Geschichten aus der Geschäftswelt sein ursprüngliches literarisches Metier, und das 2007 erschienene "Unter Freunden" ist bereits die sechste Sammlung dieser Art. Dabei merkt man, dass Suter durchaus weiß, wovon er spricht und schreibt, war er doch selbst bereits mit 26 Jahren Creative Director einer renommierten schweizerischen Werbeagentur und später Gründer und Teilhaber der Agentur Stalder & Suter.

Man möchte meinen, irgendwann müssten Suter die Ideen ausgehen, doch dem ist nicht so. Auch, wenn sich gewisse Motive in seinen Geschichten wiederholen, gelingt es ihm, durch seine feine Beobachtungsgabe, die er perfekt ins geschriebene Wort umzusetzen vermag, jeden einzelnen Text individuell und unverwechselbar zu gestalten. Allerdings benötigt man eine Affinität zur Grundthematik Business Class, um sich an den größeren und kleineren Mißgeschicken der leitenden Kaste erfreuen zu können - dann ist es ein wunderbares Buch zum Zwischendurchlesen.

Zum Abschluß noch ein Blick auf meine Lieblingsgeschichte "At The Top" (S. 65/66), und wer sich die Pointe aufsparen möchte, der sollte hier die Lektüre meiner kleinen Rezension beenden. Die Story handelt davon, wie Sander spätabends aus dem Chefbüro im 28. Stock auf das Firmenimperium niederblickt und nach einem langen, harten Arbeitstag entspannt durchatmet. Er überlegt sich, wieviele der kleinen Angestellten, die morgen wieder durch das Werkstor strömen werden, wohl gerne einmal hier oben säßen und in den "weichen Polstern der harten Entscheidungen" ruhen würden. Und er resümiert zufrieden, dass dies keinem von ihnen je vergönnt sein wird, denn nur er allein darf dieses unbeschreibliche Gefühl der Macht und Überlegenheit auskosten. "Er beglückwünscht sich zu seinem Job, steht auf, schiebt den Putzwagen hinaus und löscht das Licht."


Acer Aspire E1-531-20204G50MNKS 39,6 cm (15,6 Zoll) Notebook (Intel Pentium 2020M, 2,4GHz, 4GB RAM, 500GB HDD, Intel HD, DVD, Win 8) schwarz
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Wird angeboten von TechPoint1111
Preis: EUR 519,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Rechner ist preiswert und seinen Preis wert, 8. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Beim Kauf eines neuen Laptops suchte ich ein durchschnittliches Standardprodukt zu einem günstigen Preis: Internet, Briefe schreiben, ab und zu eine Tabellenkalkulation - viel mehr benötige ich für den Hausgebrauch nicht. Allerdings sollte für Fotos und MP3 ausreichend (nicht übermäßig) Festplatte vorhanden sein. Vermutlich sind das Anforderungen, die viele Computernutzer außerhalb der Spieleverrückten und Semi-Profis mit mir teilen. Eine klassische Grundkonfiguration mit 4GB RAM und 500GB Festplatte sowie 2,4GHz Taktfrequenz tut da gute Dienste, und der Aspire E1 bietet dazu noch einen sehr günstigen Preis - ohne Office allerdings, aber (in meiner Variante) mit Betriebssystem Win 8.

Acer als Hersteller bekam den "Zuschlag" beim look&feel im örtlichen Fachgeschäft. Da mir das Gefühl von Tastatur und Touchpad sehr wichtig ist und es hier große Unterschiede zwischen den Anbietern gibt, kaufe ich grundsätzlich kein Gerät, das ich nicht vorher angefasst habe - so komisch das klingen mag. Die Tasten sollten für mich fest sein (kein weicher Kunststoff), direkt ohne Zwischenräume nebeneinander liegen und über einen leichten, aber spürbaren Druckwiderstand verfügen. Acer gefällt mir diesbezüglich am besten, das aber ist natürlich äußerst subjektiv und das Urteil kann bei jedem anders ausfallen.

Die Verarbeitung des Gerätes ist nicht zu beanstanden, der optische Eindruck hochwertig, die Inbetriebnahme verläuft schnell und problemlos. Eine Debatte um das Für und Wider von Windows 8 gehört meines Erachtens nicht hierher: für Windows-Urgesteine wie mich, die sich seit Jahren von 3.1 bis zuletzt Version 7 mit eher moderaten Oberflächenänderungen befassen mussten, ist das sicher eine Umstellung, aber letztendlich reine Gewöhnungssache. Etwas ärgerlich, aber mittlerweile auch schon allseits üblich empfinde ich das Zupflastern der Geräte mit vorinstallierten Apps, aber das lässt sich ja auch mit einfacher Deinstallation selbst vom wenig geübten Nutzer ändern.

Für die eingangs beschriebenen, eher moderaten Anforderungen sind Arbeitsgeschwindigkeit und Plattenzugriffszeit vollkommen OK. Mangels Erfahrung kann ich nicht beurteilen, wie das bei komplexeren Anwendungen wie z.B. Videoschnitt oder grafisch aufwändigen Games aussieht, dafür dürfte die Konfiguration schätzungsweise aber eher unterdimensioniert sein. Ausreichend USB-Anschlüsse sowie ein HDMI-Port und ein Kartenleseslot sind vorhanden. Der Akku reicht unter mittlerer Auslastung knapp 4 Stunden, das ist vollkommen in Ordnung, wenn auch etwas weniger als in der Produktbeschreibung versprochen.

Zusammenfassend gesagt ist das Gerät sein Geld wirklich wert für Anwender, die keine besonders hochleistungsfähigen Komponenten für ihre Arbeit brauchen. Ein Manko bleibt: das Gerät verträgt sich nur eingeschränkt mit meinem WLAN-Router, beispielsweise entstehen Probleme bei erneuter Internetverbindung nach einer Standby-Phase, die nur durch einen Neustart behoben werden können. Ob das am Laptop oder am Router liegt, konnte ich bisher nicht klären - andere Rechner hatten bzw. haben dieses Problem allerdings nicht. Aber: in dubio pro reo, daher führt auch dieses kleine Problem nicht zur Abwertung eines ansonsten absolut zufriedenstellenden Laptops.


Truth or Dare
Truth or Dare
DVD ~ David Oakes
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Thriller ohne echten Thrill, 5. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Truth or Dare (DVD)
Der Außenseiter Felix lädt eine Gruppe von Mitstudenten zu seinem Geburtstag auf den Landsitz seiner Eltern ein. Und zwar genau jene Jugendlichen, die ihn Monate zuvor bei einer Party schwer gedemütigt haben. Die Geburtstagsfeier fällt allerdings erstmal flach, da Felix gar nicht anwesend ist, sondern sein Bruder Justin die Gäste empfängt. Nach anfänglich nettem Smalltalk wird es dann auch rasch ungemütlich, denn Justin will die Schmach rächen, die seinem Bruder angetan wurde. Und so mutiert das Ganze zu einer gewalttätigen, mörderischen Vergeltungsaktion.

Von der nicht sonderlich originellen Grundidee mal abgesehen, hapert es bei "Truth Or Dare" vor allem an der Umsetzung. Die Einbettung der Inquisition in das bekannte "Wahrheit-oder-Pflicht"-Spiel funktioniert nicht recht, sie wirkt genauso konstruiert wie Teile der Story oder das phasenweise schwer nachvollziehbare Handeln der Figuren. Mit zunehmender Laufzeit werden die Logikbrüche ärgerlich, auch der Inszenierung sind einige Fehler und Schwächen unterlaufen. Zudem tritt die Handlung lange Zeit auf der Stelle, ein bisschen entschädigt wird der Zuschauer dann aber immerhin durch den einigermaßen gelungenen Twist und die Auflösung der Geschichte.

Insgesamt bleibt der Film eine Enttäuschung. Denn obwohl die Idee wie gesagt nicht neu ist, hätte man doch wesentlich mehr daraus machen können. Insbesondere für Kenner des Genres ist dieser Streifen daher eher nicht zu empfehlen.


Kein Titel verfügbar

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hart an der Schmerzgrenze, 27. Dezember 2013
Die Story dieses Streifens lässt sich in einem kurzen Satz erzählen: eine junge Frau wird auf brutalste und widerwärtigste Weise vergewaltigt und misshandelt, entkommt aber schließlich ihren Peinigern und rächt sich grausam. Soweit, so überschaubar - und so tupfengleich zum Aufbau des ersten Teils, mit dem dieses Sequel ansonsten allerdings keine Verbindung hat.

Hier steht also keinesfalls die Handlung oder die Dramaturgie im Vordergrund, sondern im wesentlichen die explizite Darstellung von Terror und Gewalt. Das muss man nicht gut finden, aber man muss wohl anerkennen, dass das außerordentlich intensiv, schockierend und durchaus packend gelungen ist. Zudem ist der Streifen handwerklich in Ordnung, die Inszenierung ist OK - auch wenn das Timing nicht ganz geglückt ist, da der Rachefeldzug der Hauptdarstellerin etwas zu hastig abgespult wird - und die Schauspieler liefern eine ordentliche Leistung ab. Alles in allem sicherlich eines der Highlights eines allerdings höchst umstrittenen Genres.

Jedoch muss man damit leben, dass der Ablauf vorhersehbar und die Spannungskurve entsprechend flach ist. Dazu gesellen sich größere logische Ungereimtheiten, die allerdings dank der vernachlässigbaren Story auch nicht übermäßig ins Gewicht fallen, und ein aus meiner Sicht unbefriedigender Schluß. Interessant auch, dass die Amerikaner sich offenbar mit krankhaften Psychopathen leichter tun, wenn diese außerhalb ihrer eigenen Nationalität angesiedelt sind: wie schon in "Hostel" spielt sich der wirklich finstere Teil auch hier in Osteuropa ab...

Unterm Strich: wer auf Torture-Porn steht, kommt an diesem Film - zudem in der vorliegenden Unrated-Version - auf keinen Fall vorbei.


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