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Rezensionen verfasst von
nightingale

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Verlorene Welt
Verlorene Welt
von Gabrielle Charbonnet
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen Ein gelungener Auftakt mit viel Humor und Magie, 4. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Verlorene Welt (Gebundene Ausgabe)
Inhalt...
Die Welt verändert sich: Die Regierung des >Einzigen Der Der Einzige ist< hat die Kontrolle über jeden Aspekt der Gesellschaft unter sich. Und mit der neuen Regierung verschwinden plötzlich Kinder. Für die 15-jährige Wisty und ihren älteren Bruder Whit wird die Welt auf den Kopf gestellt, als auch ihr Zuhause über Nacht gestürmt und sie ihren Eltern entrissen werden. Nach einem chancenlosen Prozess werden die Geschwister zum Tode verurteilt in ein Gefängnis gesperrt. Sie verstehen die Welt nicht mehr. Wie konnte es dazu kommen und vor allem, was haben sie nur getan um so etwas zu verdienen? Die sogenannte >Neue Ordnung< ist sichtlich bemüht, das Leben und die Freiheit eines jeden Menschen zu kontrollieren. Und während Wisty und Whit in diesem totalitären Alptraum gefangen sind, entdecken sie unglaublich magische Kräfte, von denen sie niemals geträumt haben. Können die frisch gebackene Hexe und der Zauberer rechtzeitig ihre Kräfte kontrollieren, um sich selbst, ihre Eltern und so viele andere Betroffene noch zu retten?

Einführung...
Nachdem ich vor einigen Wochen über das Soziale Netzwerk verlauten ließ, dass ich mich mal auf das erste Jugendbuch von James Patterson und Jugendbuch Autorin Gabrielle Charbonnet freuen würde, kamen kritische Reaktionen. Denn der Originaltitel, bereits im Jahr 2009 in den USA veröffentlicht, wurde von seinen englisch sprachigen Lesern sehr zwiegespalten aufgenommen. Doch so manches Mal sollte man sich einfach mal selbst ein Bild machen und ich hatte große Lust auf eine neue magische Reihe, die zunächst übrigens nur als Trilogie geplant war.

Abwechselnd schildern die Autoren Patterson und Charbonet aus den Blickwinkeln der Geschwister Wisty und Whit Allgood deren Erlebnisse in der neuen diktatorischen Welt. Magie in einer dystopischen Welt…eine interessante Idee ist es definitiv.

Pro's
Der Einstieg las sich schon einmal vielversprechend. Nach dem Prolog geht es in einer Rückblende durch die aufregenden und lebensgefährlichen Ereignisse der Geschwister. Sehr kurze Kapitel fegen an einem vorbei und der Humor sorgt dafür, dass man am Ball bleibt. Die Hauptfiguren wurden mir durch ihre Art schnell symphatisch und mir gefiel die geschwisterliche Dynamik von Wisty und Whit. In Ihrer Verzweiflung und großer Ahnungslosigkeit, wieso sie sich von jetzt auf gleich in einem hoch abgesicherten Gefängnis befinden, entwickeln die beiden einen beispiellosen Zusammenhalt. Aber auch bei der Entdeckung ihrer Kräfte und einer Prophezeiung, die den Regierungschef zu grausamen Mitteln greifen lässt, halten Wisty und Whit zusammen wie Pech und Schwefel. Auch sind die Zwei sich nie um einen flapsigen, frechen Spruch zu schade. Vor allem die junge Wisty bringt sich und ihren Bruder mit ihrem losen Mundwerk gerne mal in brenzlige Situationen, und mich als Leser herzhaft zum lesen.

Durch Nebencharaktere, die sich an Wisty und Whit ranhefteten bekommt die Geschichte noch die gewisse Würze. Der Spannungsbogen wurde gelungen ausgearbeitet. Das Ende hat mich sehr unterhalten und neugierig auf mehr gemacht.

Kontra's
Doch der Auftakt der Witch & Wizard Reihe weist für mich auch ein paar Schwächen auf, weshalb ich den Zwiespalt einiger Leser gegenüber dem Originaltitel nachvollziehen kann. Nicht jeder wird den sehr ausgeprägten und bissigen Humor der Geschwister Allgood auf Dauer zu schätzen wissen. Ab einem gewissen Punkt wünschte ich mir etwas mehr Ernsthaftigkeit der Geschwister für ihre Situation. Es gab Momente, in denen sie mir einfach zu leichtherzig wirkten. Die Kurve wurde gekratzt, als die Aufmerksamkeit auf andere Betroffene gelenkt wurde, die Wisty und Whit helfend zur Seite eilen. Die Stimmung schlägt so wieder gelungen um.

Mir fehlte etwas mehr Hintergrundwissen, wie es zu dieser politischen Situation kommen konnte. Diese wurde mir etwas zu sporadisch angeschnitten. Die Kräfte der Geschwister wurden sehr interessant inszeniert, doch auch hier fehlte mir eine gewisse Tiefe. Plötzlich haben die beiden ihre Kräfte, murksen damit rum und haben ihren Spaß ohne sehr lange die Bedeutung all dessen zu verinnerlichen.

Fazit
Mit jede Menge Humor und viel Hokuspokus betritt James Patterson das Jugendbuch Genre und kann mich, trotz einiger Schwächen, überzeugen. Mich interessiert das Schicksal der Allgoods, wie sich ihre jeweiligen Persönlichkeiten und die Kräfte entwickeln könnten und was als nächstes auf sie zukommen wird. Mir ist auch beim Lesen ins Auge gestochen, dass in diesem Auftakt nicht nur James Patterson die Feder in der Hand hatte. In welchem Umfang genau Gabrielle Charbonnet an der Geschichte mit schrieb, konnte ich jedoch nicht greifen.

Wer sich noch unschlüssig ist, ob diese Reihe etwas für ihn/sie sein könnte, kann sich zunächst mit den Mangas ein besseres Bild machen. Diese sind ebenfalls im Loewe Verlag erhältlich.
Die Fortsetzung der 4-teiligen Reihe erscheint übrigens schon im Herbst diesen Jahres beim deutschen Verlag.


Was ich dich träumen lasse
Was ich dich träumen lasse
von Franziska Moll
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholisch, traurig, leise und sehr gefühlvoll, 21. Januar 2014
Der Plot
Elena könnte glücklicher nicht sein. Sie schwebt seit fast einem Jahr im siebten Himmel mit Rico und der Weg zum 1er Abitur ist nicht mehr weit. Mit ihrem Freund verbindet sie Seelenverwandtschaft. Sie schmieden wilde Plänen für die gemeinsame Zukunft und bauen die höchsten Luftschlösser. Doch innerhalb einer Sekunde wird Rico aus Elenas Armen in ein tiefes Koma gerissen. In Ricos Kampf um Leben und Tod, sitzt Elena täglich an seinem Krankenbett und zeigt ihn durch gemeinsame Erinnerungen, dass es sich lohnt wieder zu erwachen. Niemand und nichts bedeutet ihr mehr. Die Tage vergehen ohne den Hauch einer Bewegung und Verbesserung an Rico. In ihrer Verzweiflung sucht sie nach jedem Fetzen, welcher ihn aus dem Koma locken könnte. Und tatsächlich findet sie bei ihm eine Liste: die Top Ten der Dinge, die Rico vor seinem Tod noch erleben wollte.

Wild entschlossen und mit Hilfe des ruppigen Krankenpflegers Tim, macht sie sich daran, die Liste für Rico abzuarbeiten. Kann sie es schaffen? Kann sie dadurch ihre große Liebe wieder wach küssen?

Meine Meinung
Was ich dich träumen lasse" beinhaltet 256 Seiten. Nicht viel auf den ersten Blick. Doch Franziska Moll, Autorin des kleinen Buches, beweist, dass Worte im Überfluss nicht immer nötig sind um eine gefühlvolle und zu Herzen gehende Geschichte zu schreiben.

Rico und Elena sind wie Tag und Nacht. Er ist der Liebling, den alle um sich haben wollen und sie die Neue etwas schroff wirkende an der Schule, die nicht auffallen will. Doch ihm fällt sie sofort auf. Er buhlt um ihre Gunst und erobert sie mit seiner Liebenswürdigkeit. Gemeinsam liegt ihnen die Welt zu Füßen. Sie wollen sie gemeinsam mit ihren Träumen entdecken.

Doch ein Moment der Nichtachtsamkeit Ricos droht ihre Träume zerplatzen und Elenas ganzes Glück in sich zusammen fallen zu lassen. Der lebensbejahende Rico, der immer lächelt und einen flotten Spruch auf Lager hat, liegt auf einmal im Koma. Seine Familie und Elena erleben fortan die ganze Bandbreite der Gefühle. Von Schock über Angst, Hoffnung und Verzweiflung. Im Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit begleitet man Elena in ihren Glücksmomenten mit Rico und dem Bangen um sein Leben.

In "Was ich dich träumen lasse" nimmt Autorin Franziska Moll das Thema Krankheit/Koma und die damit verbundenen Verlustängste der Angehörigen auf. Sehr gefühlvoll und realistisch führt die Autorin Protagonistin Elena durch diese unglaublich schwere Zeit. Aus der Ich-Perspektive schildert Elena das anfängliche Glück mit ihrem Rico. Doch mit dem Koma Ricos, macht Elena eine Reise zurück. Es ist ihr Strohhalm und soll sein Weckruf sein. Der sehr kurz gehaltene, aber gefühlvolle Schreibstil ging mir unglaublich nahe, weil die Autorin es doch schafft so viel von Rico preiszugeben. So entstand durch die Schilderungen vor meinem inneren Augen ein sehr lebhaftes Bild von ihm, obwohl er im Koma liegt. Zunächst fühlte ich mich dem Jungen im Koma sogar etwas näher, denn Elena ist nur schwer zu "knacken". Nur Rico ließ sie in ihr Herz schauen.

Ein paar Lesern erschienen die letzen Kapitel des Buches zu schnell und oberflächlich abgehandelt. Diese Meinung teile ich nicht. Bei mir brachen da sogar erst die Dämme. Den kargen Kapitelumfang habe ich auf die entsprechende Stimmung geschlossen. Irgendwann sind gewisse Worte und Phrasen einfach nicht mehr nötig. Ich glaube, die Autorin wollte nicht nur den Figuren sondern auch dem Leser die Gelegenheit geben, ein paar Schritte zurück zu gehen um einen letzten Blick auf das Gesamtbild zu werfen.

Die Musik, welche Franziska Moll durch die Band Jupiter Jones hat einfließen lassen, sollte nicht unerwähnt bleiben. Die Songtexte von Jupiter Jones sind melancholisch und rau, und passen zu diesem Buch perfekt.

Fazit

"Was ich dich träumen lasse" ist eine leise, melancholische Geschichte. Sie ist vielleicht äußerlich sehr schmal gehalten, jedoch ist der Inhalt reich gefüllt mit Emotionen und hallt deshalb sehr lange nach. Dieses Buch ist eine Hommage an das Leben und die Liebe, mit schwindelerregenden Hochs und niederschmetternden Tiefs. Unbedingt lesen!


The Bone Season - Die Träumerin: Roman
The Bone Season - Die Träumerin: Roman
von Samantha Shannon
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Samantha Shannon's Debüt ist herausragend und beflügelte meine Fantasie, 31. Dezember 2013
Der Plot
In einer Welt, in der Freiheit verachtet und Träume verboten sind, wächst die junge Paige Mahoney zu einer Kämpferin heran. Doch dann wird sie nach einem unglücklichen Übergriff erwischt und in eine geheime Stadt verschleppt, in der ein fremdes Volk herrscht. Die Rephaim. Dort trifft sie auf den jungen Rephait mit den goldenen Augen. Er ist das schönste und zugleich unheimlichste Wesen, das sie je gesehen hat. Seine Gedanken sind ihr ein Rätsel und nicht zu ergründen. Ausgerechnet ihm soll Paige von nun an als Sklavin dienen. Doch das will die junge Frau nicht auf sich sitzen lassen. Ihr Schicksal besiegelt immer noch sie allein.

Meine Meinung
Zur Veröffentlichung der englischen Originalausgabe im August 2013, zog die Presse schnell Vergleiche zwischen The Bone Season-Autorin Samantha Shannon und Harry Potter-Autorin J.K. Rowling. Eine Ehre, oder eher eine Last? Nach dem Lesen kann ich sagen, dass sich der Auftakt der The Bone Season-Reihe stylistisch komplett von Harry Potter unterscheidet. Vergleiche zu ziehen und seine Erwartungen in diese Richtung zu lenken, halte ich für nicht ratsam. Ja, “The Bone Season” ist als eine 7-teilige Reihe geplant, welche jedoch vom Verlag berechtigterweise der “Erwachsenen” Sparte zugeteilt wurde. Die Figuren, allen voran Protagonistin Paige Mahoney, sind Ü18 und auch der Inhalt ist weitaus komplexer konstruiert als man es in einem Jugendbuch finden würde.

Bereits vorab umgab mich natürlich dieser Hype um den Serienauftakt, doch was mich erwarten würde…damit habe ich nicht gerechnet.

London, im Jahre 2059. Zwei Arten von Menschen existieren in dieser Welt: die Amaurotiker (normale Menschen ohne Gabe) und die Widernatürlichen. Widernatürliche müssen aufgrund ihrer ‘Abnormalität’ im Untergrund der Zitadelle Londons leben, um nicht von der Gesellschaft geschnappt zu werden. Die 19-jährige Paige Mahoney ist auch eine von ihnen und Teil des Syndikats, auch genannt die Sieben Siegel. Im Syndikat arbeitet sie für Jaxon Hall, berüchtigt dafür die Gabe seiner Angestellten für sich zu nutzen. Als Traumwandler ist Paige nicht nur für Jaxon von unschätzbarem Wert. Sie gilt als eine Besonderheit unter den Seher-Arten. Ihre Machenschaften blieben bisher unerkannt. Doch eines Tages ist sie in einer für sie lebensbedrohlichen Situation dazu gezwungen, ihre Fähigkeiten öffentlich gegen jemanden einzusetzen. Das Glück ist nach einer Jagd durch die Straßen von London nicht auf ihrer Seite. Sie wird gefangen, weggesperrt und an einen mysteriösen Ort names Sheol 1 verschleppt. In Sheol 1 regiert ein skrupelloses Volk namens Rephaim. Eine Flucht von dort scheint aussichtslos, aber Paige gibt sich nicht kampflos als Sklavin ihrem Wächter hin.

The Bone Season könnte beim lesen der ersten 2 Kapitel zunächst für Verwirrung sorgen. Man wird überwältigt mit Infostreuungen und man fühlt sich zunächst etwas fremd in dieser von Samantha neu erschaffenen Welt. Doch dieses Gefühl machte mich wahnsinnig neugierig. Es gab keine Vergleichspunkte zu anderen Büchern. Stylistisch vielleicht ja, aber inhaltlich absolut nicht. Ich spürte, dass hier etwas ganz anderes auf mich zukommen würde. Trotz der Fremdartigkeit fühlte ich mich unglaublich gut aufgehoben im Plot und wurde regelrecht mitgezogen. Samantha Shannon hat mit einem hohen Maß an Fantasie und Ideenreichtum eine atemberaubende Welt erbaut. Durch das Glossar im Buch sollte man sich nicht abschrecken lassen. Die Autorin umschreibt geschickt und fantasievoll die Unterteilungen und Herkünfte der jeweiligen Seher, so dass ich nie das Gefühl hatte, aus der Geschichte gerissen zu werden. Der Erzählstil ist wunderbar informativ und packend. Man muss aber eine gewisse Geduld und viel Interesse für diese Welt mitbringen.

Protagonistin Paige ist eine symphatische Zeitgenossin, die sich durchzusetzen weiß. Sie hat Köpfchen und hat durch ihre Erfahrungen im Syndikat einen ungeheuren Überlebenswillen. Ihr Wächter ist Paiges Feind und als solchen sieht ihn Paige auch. Jedoch fühlt man, dass dieser Rephait anders ist als seine Artgenossen. Ihm umgibt eine geheimnisvolle Aura und ihn kennen zu lernen, war super interessant. Klischeéhafte Liebesbeziehungen hat sich Samantha Shannon eher distanziert. Gefühle sind präsent, aber in diesem Auftakt geht es um viel mehr für Paige Mahoney und darauf wurde auch der Fokus gesetzt.

Für Leser, die sich nach etwas Neuem sehnen, ist “The Bone Season – Die Träumerin” genau das Richtige. Für mich gehört Samantha Shannon zu den vielversprechendsten Entdeckungen diesen Jahres.

Fazit
Der Auftakt der 7-teiligen The Bone Season-Reihe setzte bei mir Süchte frei. Das Buch läßt mich selbst Tage danach gedanklich noch nicht los. Autorin Samantha Shannon hat mit einer ganz neuen, individuellen Idee eine beispiellose Traumwelt und komplexe Charaktere geschaffen. “The Bone Season – Die Träumerin” hebt sich von der breiten Masse ab. Vom Setting, über eine unglaublich willensstarke Protagonistin, sowie faszinierende Nebenfiguren: hier warte ich liebend gern auf die 6 Folgebände. Ein traumhaftes Highlight!


Vergiss mein nicht!
Vergiss mein nicht!
von Kasie West
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Ein starkes Debüt, dass durch einer individuellen Idee hervorsticht!, 31. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Vergiss mein nicht! (Broschiert)
Der Plot
Addison Coleman’s Leben wird dominiert durch das große “Was wäre wenn”. Addy besitzt eine Gabe, welche – sobald sie mit einer Entscheidung konfrontiert wird – es ihr möglich macht, zwei unterschiedliche Wege zu gehen. Sie sieht, was während dessen passieren würde. Für Addy war es bisher die ultimative Waffe um schlimme Katastrophen und Peinlichkeiten abzuwenden. Doch dann wird sie mit der Entscheidung ihrer Eltern konfrontiert. Diese wollen sich scheiden lassen und bitten ihre Tochter darum, sich zu entscheiden wo sie in Zukunft leben will. Bei ihrem Vater, den sie liebt, der jedoch ein Leben bei den >Norms< vorzieht? Oder bei ihrer kontrollierenden Mutter und der besten Freundin, ohne die sie nicht sein möchte? Für Addy bricht eine Welt zusammen. Sie nimmt sich ihre >Searcher< Gabe zu eigen, um sich diese unmöglich erscheinende Entscheidung, wo sie in Zukunft leben soll, leichter zu machen. Und während Addison innerhalb der nächsten 6 Wochen beide Wege parallel abläuft, muss sie feststellen, dass sie in beiden Leben interessante Begegnungen macht. Doch bald merkt sie, dass eine große Tragödie auf sie zukommen könnte. Was kann Addison tun, um das scheinbar Unvermeintliche zu verhindern? Gibt es überhaupt eine Lösung?

Meine Meinung
Das Debüt der Amerikanerin Kasie West verfolgte mich fast das ganze Jahr. US-Booktuber und Blogger plapperten enthusiastisch von “Pivot Point”. Ich wollte dieses Buch so sehr, ohne erstmal zu wissen, worum es überhaupt ging.

Mit entsprechender Neugierde begann ich es dann zu lesen und war baff, wie sehr sich doch die Stimmung des Buches von anderen Geschichten unterscheidet. Mit einer sehr originellen Ausgangssituation, einem einfachen Plot und außergewöhnlichen, hurmorvollen Charakteren überzeugte mich Kasie West fast spielend.

Das Schreibhandwerk liegt der Autorin. Man wird nicht erschlagen von einem komplizierten System und doch ist diese Stadt, in der Protagonistin Addison Coleman seit ihrer Geburt Zuhause ist, außergewöhnlich. Es ist eine alternative Welt eingebettet in unserer normalen Welt. In dieser Stadt, von den Bewohner genannt Compound (Verbindung), können Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und überdurchschnittlicher Intelligenz leben ohne Angst haben zu müssen, wie Laborratten gehalten zu werden. Sie betreiben dort ihre eigene fortgeschrittene Technologie und leben ihre Fähigkeiten im täglichen Alltag natürlich aus. Nichtsdestotrotz wissen sie natürlich auch von unserer Welt, halten jedoch nicht besonders viel von ihren >normalen< Nachbarn. Die Idee dieses außergewöhnlichen Settings empfand ich als super faszinierend und habe ich auch in der Form noch nicht erlebt.

Hauptfigur Addison Coleman ist eine Art von Hellseherin (Clairvoyant/Divergent). Ihre Fähigkeit ist jedoch von besonderer Natur. Durch ihre Gabe ist sie dazu in der Lage zwei potenzielle Zukunftsszenarien anhand einer getroffenen Entscheidung auszuleben. Die Frage “Was wäre wenn…” kann sich also Addy nicht nur so einfach stellen, sondern kann tatsächlich denn jeweiligen Weg austesten um sich dann für den entscheiden, der ein mögliches Problem ausschließt. Doch was ist, wenn beide Wege für sie beträchtliche Nachteile aufzeigen? So geschehen, als ihre Eltern aufgrund der anstehenden überraschenden Scheidung, Addy vor eine Entscheidung treffen wo sie leben will. Für sie ist es die schwerwiegendste Entscheidung ihres Lebens.

Kasie West läßt demnach für 6 Wochen zwei Addys aus sich wechselnden Perspektiven ihre jeweiligen Zukunftszenarien ausleben. Die eine Addy verläßt mit ihrem Vater die Stadt um sich dem normalen Alltag in einer normalen Welt an einer normalen High School zu stellen. Ohne jegliche Technologien, ohne ihre beste Freundin die sie schrecklich vermisst, aber mit dem Ziel enge Freundschaft zu jemanden zu schließen. Objekt dieses Vorhabens ist ausgerechnet der süße Trevor. Man begleitet Addy während sie, gegen ihre Ansichten, versucht so normal wie alle anderen zu sein. Aber auch die andere Addy, die in der Stadt geblieben ist und plötzlich die Aufmerksamkeit vom Quarterback und süßesten Typen – für den sie sich vorher nie interessiert hat – bekommt, begleitet man. Beide Visionen führen beide Addys auf unterschiedliche Weise zum gleichen Problem. Und dieses Problem ist so fundamental schwerwiegend, dass man sich fragt, ob – egal wieviele “Was wäre wenn” Szenarien man durchspielt – man wirklich seinen Kopf rechtzeitig aus der Schlinge ziehen kann.

Obwohl sich all das doch recht kompliziert anhört, so war es ungeheuer leicht beiden Addys und dem Plot zu folgen. Es gibt keine Überlappungen oder verwirrende Ausführungen. “Pivot Point” ist gut durchdacht und hat das richtige Tempo. Protagonistin Addison konnte mich durch ihren Humor und Cleverness überzeugen. Sie ist ein richtiger Teenager mit ganz natürlichen Ängsten und Sorgen. Auch Romantik spielt in beiden Visionen Addys eine Rolle. Wobei mir persönlich die Vision mit Trevor am besten gefällt, weil er in ihr – trotz ihres Geheimnisses – die wahre Addy erkennt.

Wer sich auf etwas neues stürzen will, sollte “Pivot Point” (“Vergiss mein nicht”) nicht ignorieren. Ich werde mir “Split Second” nicht entgehen lassen und fiebere dem neuen Jahr entgegen.

Fazit
“Pivot Point” überzeugt mit Individualität, jeder Menge paranormalen Elementen, Romantik, Freundschaft, humorvollen Dialogen und Spannung. Auch der mal ganz andere Perspektivenwechsel harmoniert und hat mich absolut überzeugen können. Autorin Kasie West hat mit einer Leichtigkeit zwei schwierige Zukunftsszenarien für ihre Protagonistin geschaffen, die mich als Leser durchwegs sehr unterhalten konnten.


Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern - E-Book inklusive
Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern - E-Book inklusive
von Marissa Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

5.0 von 5 Sternen Der Luna-Chroniken Auftakt hat mich trotz Vorhersehbarkeit sehr begeistert!, 31. Dezember 2013
Der Plot
Menschen und Androiden leben gemeinsam auf engstem Raum in Neu Peking. Eine tödliche Seuche hält die Bevölkerung seit vielen Jahren in Atem. Auch Kaiser Rikan ist unter den Infizierten und kämpft um sein Leben. Sein Sohn, Prinz Kaiko weigert sich während dessen den Bündnisforderungen der grausamen Königin Levana nachzugeben.

Cinder, ein 16-jähriger Cyborg und begabte Mechanikerin, kämpft täglich gegen die Tyrannei ihrer Stiefmutter. Als sie dann noch für die Krankheit ihrer Stiefschwester verantwortlich gemacht wird, scheint die Katastrophe unausweichlich. Doch in der Not begegnet sie ausgerechnet immer wieder dem schönen Prinz Kai. Hin- und hergerissen zwischen ihrem Pflichtgefühl, dem Traum von der Flucht und ihren aufkeimenden Gefühlen, macht sie eine unglaublich gefährliche Entdeckung.

Meine Meinung
Wenn sich ein Autor an einem Märchen wie Cinderella als Vorlage bedient, kann es auf den einen oder anderen einfallslos wirken. Auch ich genieße solche Neuerzählungen mit Vorsicht. Nichtsdestotrotz war ich sofort Feuer und Flamme, “Wie Monde so silbern” zu lesen. Marissa Meyer hat für ihr Debüt aus einem traditionellen, sehr alten Märchen ein futuristisches Spektakel gemacht. Doch wie lautet mein Fazit? Mutig und gelungen, oder doch eher übermütig?

In “Wie Monde so silbern” begegnen wir entgegen der traditionellen Vorlage, Cinder einem verwaisten 16-jährigen Cyborg die vor einigen Jahren von dem kautzigen Wissenschaftler Garan adoptiert wurde. Er brachte sie von Europa nach Neu Peking, wo sie bei seiner Frau Adri und den beiden Töchtern Pearl und Peony, aufwachsen sollte. Doch nicht lange nach ihrer Ankunft stirbt Garan an der gefürchteten Blau-Pest und läßt seine Frau, die Kinder und Cinder allein zurück. Für Adri war Linh Cinder von Anfang an eine unerwünschte Last und so degradiert sie das halb menschliche Mädchen zum neuen Brötchengeber.

Cinder ist ein Cyborg Mädchen ohne Erinnerung an ihre frühe Kindheit jedoch voller Überlebenswillen, dass sich nicht einfach von ihrer verhassten Stiefmutter versklaven lassen will. Sie verfügt über ein feines Gespür für Technik und hat sich so zur begabtesten Mechanikerin Neu Pekings gemausert. Auch Prinz Kai – Thronfolger des kaiserlichen Staatenbundes – hat Wind vom Talent des Mechanikers Linh Cinder bekommen und steht an einem ganz normalen Markttag plötzlich inkognito vor ihrem Stand. In geheimer Mission bittet Prinz Kai sie darum, seinen treuen Androiden zu reparieren. Aber Cinder spürt, dass mehr dahinter steckt und nimmt neugierig den Auftrag an. Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse auf tragische Weise. Stiefmutter Adri rastet komplett aus und überlässt Cinder dem kaiserlichen Forschungsteam. Hinter den kaiserlichen Mauern wird der Kaiser, selbst an der Pest erkrankt, immer schwächer. Königin Levana, Herrin von Luna und bekannt für ihre Skrupellosigkeit, nutzt die Gelegenheit aus. Sie übt Druck auf Prinz Kai aus und bringt Unruhe und Angst vor einem Krieg in den asiatischen Staatenbund.

Autorin Marissa Meyer haucht in ihrem Debüt einem Cyborg Mädchen mehr Leben ein, als in so manchen Menschen steckt. Cinder besteht nicht nur zu 36 Prozent aus Metal und Kabel. Sie ist eine kleine Kämpfernatur, die sich voller Inbrust für Menschen und Androiden einsetzt, die ihr wichtig sind. Sie trägt sehr viel Gefühl und Verstand in sich. Und so wundert es nicht, dass das Aufeinandertreffen mit Khronprinz Kai selbst die bisher gegen seinen Charm immune Cinder nicht unbewegt zurück lässt. Ihr Silikonherz beginnt immer höher zu schlagen. Auch Nebencharaktere wie Halbschwester Peony und Android Iko hauchen mit ihren Bemerkungen der Geschichte eine gewisse Frische ein, und schenken Cyborg-Prota Cinder auch unbeschwerte Momente.

Das Setting Neu Peking wurde von Marissa Meyer sehr ausdrucksstark und individuell konzipiert. Der Marktplatz und Cinders heruntergekommenes Viertel, bilden einen starken Kontrast zum glanzvollen Palast und den futuristischen Elementen. Fantastische Einflüsse treffen hier auf asiatisch angehauchte Traditionen. Die Vorstellungskraft des Lesers wird von der Autorin beflügelt.

Der Erzählstil Meyers ist dicht, flüssig und daher für die Zielgruppe sehr einfach zu verstehen. Ich war absolut fasziniert von der futuristischen Welt Cinders und dem kaiserlichen Hof.

Neben all dem Lob gibt es aber leider auch ein Kontra. Bereits zu einem frühen Zeitpunkt habe ich die Geschichte durchschauen können, was mir den Moment der Wahrheit zu keiner Überraschung mehr machte. Hätte die Autorin sich an einem gewissen Punkt einfach zurückhalten können, wäre dieses Buch ganz bestimmt zu einem großen Lesehighlight geworden. Nichtsdestotrotz konnte mich “Wie Monde so silbern” sehr begeistern und fesseln.

Fazit
“Wie Monde so silbern” hat weitaus mehr zu bieten, als nur ein simpler Abklatsch eines Märchens zu sein. Marissa Meyers Mut das traditionelle Märchen um Cinderella origineller zu gestalten, hat sich bewährt. Cyborg Cinder und Prinz Kai verleihen der futuristischen und düsteren Welt einen zauberhaften Flair. Die Autorin hat die Geschichte inklusive seiner bösen und weniger bösen Charaktere facettenreich ausgearbeitet. Diese Geschichte bot mir viel Raum für Fantasie und das Ende zwingt mich regelrecht der Fortsetzung entgegen zu fiebern.


Drowning - Tödliches Element
Drowning - Tödliches Element
von Rachel Ward
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Drowning" ließ mich fröstelnd und nach Luft ringend zurück!, 24. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Drowning - Tödliches Element (Taschenbuch)
Der Plot
Als der 15-jährige Carl aufwacht, liegt sein Bruder Rob tot neben ihm. Doch wieso? Was ist passiert? Carls Gedächnis gleicht einem Sieb. Er kann sich an nichts erinnern. Nicht, wie sein Bruder ertrunken ist, oder warum sie an dem See waren. Auch nicht, weshalb Robs Freundin Neisha, die offensichtlich bei ihnen war, Todesangst vor ihm hat. Hatte Carl selbst etwas mit Robs Tod zutun? Den Gedanken daran, kann er kaum ertragen. Und so beschließt er, dass er herausfinden muss, was passiert ist. Denn Rob ist allgegenwärtig. Carl sieht ihn überall lauernd und drohend.

Meine Meinung
In Rachel Wards neuem Buch, dem Trilogie Auftakt “Drowning – Tödliches Element”, spielt das Element Wasser eine tragende Rolle. Aus der Sichtweise des jungen Carl schnappt der Leser bereits in den ersten Sätzen händeringend nach Luft. Beklemmung macht sich schnell in der Brust breit, denn Carl wurde gerade bewusstlos aus dem Wasser gezogen. Doch was tut er dort am Seeufer? Und wer ist der ihm ähnelnde bleiche Junge, der neben ihm das Bewusstsein nicht mehr erlangt? Nach einigen Minuten wird ihm klar, dass es sein Bruder ist und das Carl selbst eines nicht empfinden kann: Trauer. Hat er etwa seinen eigenen Bruder auf dem Gewissen?

Als begeisterter Leser der Numbers Trilogie freute ich mich riesig, als ich im Frühjahr diesen Jahres von Rachel Wards neuem Projekt hörte. Sie konnte mich bereits zuvor mit einem ungewohnt rauen und packenden Erzählstil unglaublich fesseln. In “Drowning – Tödliches Element” stellt sie dies wieder einmal unter Beweis. Kurze Kapitel schießen im Eiltempo am Leser vorbei.

Wasser ist in diesem Auftakt Herd für das Grauen, welchem sich der junge Teenager Carl stellen muss. Nach einem vermeintlichen Unfall, bei dem sein Bruder ums Leben kam, hat Carl damit zu kämpfen zurück zu sich zu finden. Er wird dabei immer wieder nicht nur von dunklen Erinnerungen an seinen Bruder heimgesucht. Bruder Rob will ihn einfach nicht gehen lassen. Und dessen Freundin Neisha verstärkt das ungute Gefühl in Carl, dass er allein für den Tod von Rob verantwortlich ist. Doch hat sie damit Recht?

Das Umfeld aus dem die Brüder kommen ist erschütternd. Wieder einmal hat Rachel Ward ihren Protagonisten eine sozialkritische Umgebung aufgebürdet. Ein Zuhause, welches aus Dreck besteht. Carls alleinerziehende Mutter, die mit ihrer Rolle komplett überfordert ist und ihren letzten Funken Verstand in Alkohol ertränkt. Viel Liebe scheint es an diesem Ort nicht zu geben.

Die erdrückende Atmosphäre, das schwierige familiäre Verhältnis und die Gefühle zu Neisha, machen “Drowning” zu einem elektrisierenden und schaurigen Erlebnis. Man weiß nicht, ob hinter dem hilflos erscheinenden Carl nicht doch ein Mörder steckt. Genau wie Carl versucht der Leser Licht ins Dunkel zu bringen. An manchen Stellen hatte ich durch etwas stagnierende Handlungen das Gefühl, niemals aus dem teils widernatürlichen Strudel zu entkommen. Doch die Autorin hielt mich mit spannenden Umschreibungen bei Stange. So konnte es passieren, dass mir selbst das Tropfen des Wasserhahns auf den Magen schlug.

In sich ist “Drowning – Tödliches Element” mit einem vor Fluten reißenden Ende abgeschlossen. Doch es bleibt Raum für mehr Erzählstoff, den sich die Autorin auch zu eigen machen wird. Natürlich bin ich wieder äußerst gespannt darauf, wie sie das in der Fortsetzung umsetzen wird.

Fazit
Das neue Werk der englischen Autorin Rachel Ward ließ mich fröstelnd und manches Mal nach Luft ringend zurück. Die Idee der Autorin sich dem Element Wasser auf derart schaurige und beklemmende Art zu verschreiben, ist innovativ und äußerst gelungen umgesetzt. So ertrank ich fast in einem Strudel von Eifersucht, Liebe, Rache und Hass. Aber auch Trauerbewältigung und Traumata sind treibende Themen in der Geschichte. Jeder der sich für ein paar spannungsvolle und sehr erdrückende Stunden zwischen die Seiten verkrümeln möchte, sollte sich “Drowning – Tödliches Element” schnappen.


Weil ich Layken liebe: Roman
Weil ich Layken liebe: Roman
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Ich fühlte mit, ich litt mit, ich trauerte mit, ich slammte mit. Ein unglaubliches Debüt!, 8. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Weil ich Layken liebe: Roman (Kindle Edition)
Der Plot...
Laykens Leben steht Kopf: Seit dem Tod ihres Vaters ist nichts mehr, wie es einmal war. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Kel muss sie von Texas ins winterliche Michigan ziehen. Layken kann sich nicht vorstellen, dort jemals glücklich zu werden.

Doch dann trifft sie bereits am ersten Tag in ihrer neuen Heimat auf Will! Er ist 21, gutaussehend, witzig und ihr Nachbar. Zwischen den beiden funkt es sofort, bei einem Poetry Slam kommen sie sich näher und Layken kann sich nicht erinnern, jemals so verliebt gewesen zu sein. Drei Tage lang schwebt sie auf Wolke sieben und beginnt schon zu glauben, dass Michigan vielleicht doch nicht so schlecht ist.

Doch dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg...

Meine Meinung...
Wer hat von Layken und Will in letzter Zeit eigentlich nicht gehört? Eine Welle der Begeisterung, die überschwappt bei allen, die "Weil ich Layken liebe" schon lesen konnten. Manches Mal wird man mitgerissen von dieser Welle und manches Mal herrscht Ebbe. Bei mir persönlich kam eine monströse Riesenwelle und verschluckte mich fast. Binnen kurzer Zeit flog ich durch die Seiten. Dabei beginnt die Geschichte zunächst sehr schlicht.

Im Mittelpunkt steht Layken, die auch aus ihrer Sicht die Geschehnisse schildert. Ein Neuanfang nach dem Tod ihres Vaters, führt sie, ihre Mutter und ihren Bruder Kel nach Michigan. Keine tolle Nachrichten für das Mädchen, da sie Texas nur ungern hinter sich lässt. Ihre Laune ist entsprechend. Doch noch am gleichen Tag trifft sie das erste Mal auf ihren neuen Nachbarn Will und es keimt Hoffnung bei ihr auf, dass doch alles gar nicht so schlecht ist. Beim Kennenlernen entdeckt sie Will's Liebe zur gleichen Musik, zum Poetry Slam und was für ein besonderer Mensch dieser Mann ist. Bald folgt der erste Kuss und bei beiden die Erkenntnis, dass es sie mächtig erwischt hat. Drei Tage voller Schmetterlinge im Bauch vergehen wie im Flug. Doch danach folgt die böse Überraschung und für Layken und Will knallt die Realität brutal auf sie ein.

Mir als Leser erging es in diesem Schlüsselmoment keinen Deut besser. Es war vollkommen unvorhersehbar. Abrupt verändert sich die Stimmung. Es folgen viele innere Kämpfen mit dem Herzen und der Vernunft die sowohl Layken, als auch Will mit sich ausfechten müssen.

Autorin Colleen Hover hat einen recht einfachen, aber sehr einnehmenden Erzählstil. Ich spürte sofort die Chemie zwischen Layken und Will. Doch wer glaubt, dass dieses Buch eine reine schnulzige Liebesgeschichte ist, täuscht sich gewaltig. Ihre Geschichten greifen aus dem realen Leben. In "Weil ich Layken liebe" werden traurige, traumatische Themen aufgenommen. Das Leben der Hauptfigur und ihrem Schwarm ist kein Zuckerschlecken, sondern voller Stolpersteine und vieler schmerzlicher Erfahrungen, und Verluste. So erfährt man bald, dass nicht nur Layken eine harte Zeit hinter sich hat. Will hat das Leben ganz schlimm mitgespielt und musste seine eigenen Bedürfnisse weit hinter die Vernunft und Verantwortung stellen.

Man spürt den Zwiespalt und den Kummer der beiden und es tut einem in der Seele weh für sie, weil sie doch zusammen sein sollten. Layken ist so unglaublich authentisch mit ihren extremen Hochs und Tiefs. Ich konnte ihre Verwirrung, Liebe, Wut und Trauer so gut nachvollziehen. Aber auch Will hat mein Herz erobert. Ein wirklich charismatischer Nicht-Bad Boy, mit viel Herz und Verstand. Auch Nebencharaktere, wie Layken's Bruder Kel und Will's Bruder Caulder haben mich berührt. Einfach ganz goldige Jungs, die sofort eine tiefe Freundschaft verbindet. Freundschaft ist kein unwichtiges Thema in diesem Buch und ich fand es wunderbar, wie Colleen Hoover es eingestreut hat.

Der Originaltitel des Buches heißt "Slammed" und bezieht sich auf den Poetry Slam. Poetry Slams spielen in der Geschichte eine nicht unwichtige Rolle. Für Will sind sie äußerst wichtig. Er lässt so seine Zuhörer in sein Herz schauen. Doch was hat man darunter zu verstehen? In >Slams< tragen Mensch an einem öffentlichen Ort, wie z.B. einem Club, selbstverfasste Poesie vor. Diese muss sich nicht reimen, aber sie sollte zwingend authentisch sein und vom Herzen kommen. Es war für mich zunächst etwas ungewohnt die Texte zu lesen. Sie wirken wie ein nicht überdachtes Wirrwarr aus dem Kopf. Doch darin stecken wahre Emotionen und die pure, nackte Wahrheit die teilweise herausgeschrien oder geweint wird. Super interessant und sehr schön von der Autorin eingebracht.

Und was habe ich an diesem Buch nicht gemocht? Das es ein Ende gibt, denn ich hätte zu gerne sofort weitergelesen.

Fazit...
"Weil ich Layken liebe" hat mich total erwischt! Die Geschichte greift tief aus dem Leben mit all seinen Hochs und Tiefs. Ich fühlte mit, ich litt mit, ich trauerte mit, ich slammte mit. Ein unglaubliches Debüt. Für mich gehört das Buch mit zu den besten Contemporary Geschichten, die ich in diesem Jahr lesen durfte. Unbedingt weitersagen!


The Legion - Der Kreis der Fünf
The Legion - Der Kreis der Fünf
Preis: EUR 13,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekt für alle die sich gruseln möchten und den Supernatural Touch lieben!, 8. November 2013
Der Plot...
Kennedy Waters lebt mit ihrer Mutter ein wohlbehütetes, glückliches Leben. Eines Abends findet sie jedoch ihre Mutter tot in ihrem Haus auf. Für Kennedy bricht ihre kleine Welt entzwei. Ihr einziger Anker ist fort und sie steht von nun ab alleine da. Doch der Albtraum geht weiter, denn plötzlich muss Kennedy um ihr eigenes Leben fürchten. Sie entgeht nur knapp einem tödlichen Angriff. Ihre Retter sind Jared und Lukas Lockhard, zwei Brüder die einen wütenden Rachegeist in die Flucht schlagen. Die Zwillinge erzählen ihr von »The Legion«, einem uralten Geheimbund, deren Aufgabe es ist, die Welt vor einem mächtigen Dämon zu schützen. Alle fünf bisherigen Mitglieder der Legion starben in einer einzigen Nacht. Und Kennedys Mutter soll eine von ihnen gewesen sein. Jetzt ist es an Kennedy, ihren Platz einzunehmen. An der Seite der neuen Mitglieder der Legion, Alara, Priest und den Zwillingen, begibt sie sich auf die Suche nach der einen Waffe, die den Dämon aufzuhalten vermag ... Doch auch auf Kennedy wird nach wie vor Jagd gemacht. Kann die Legion dem Spuk ein Ende bereiten?

Meine Meinung
Um es vorweg zu nehmen: einen Stein im Brett hatte Kami Garcia bisher bei mir nicht. Ihr Gemeinschaftsprojekt mit Margaret Stohl, die Beautiful Creatures Serie, prallte leider schon zu Beginn an mir ab. Das erste Buch schaffte ich noch nicht mal fertig zu lesen, weil es mich nicht für sich gewinnen konnte. Doch als ich von ihrem Solo-Projekt "The Legion" hörte und worum es darin gehen sollte, wurde ich neugierig. Und tatsächlich; die Neugierde siegte.

Kami Garcias Schilderungen von der 17-jährigen Kennedy Waters nahmen mich bereits auf den ersten Seiten komplett gefangen. Die Spannung und Dichte im Plot, sowie die Dynamik zwischen der Protagonistin und der >Legion Clique< taten ihr Übriges. Die Charaktere, allen voran Kennedy, waren für mich mit der interessanteste Aspekt. Jared und Lukas Lockhard sind vielleicht eineiige Zwillinge, haben jedoch sehr verschiedene Persönlichkeiten. Jared der in sich gekehrt ist, kommt manches Mal sehr abweisend rüber. Lukas dagegen ist fast schon ein Sonnenscheinchen. Und um das ganze etwas schwieriger zu gestalten, hat die Autorin ein problematisches Verhältnis zwischen den Brüdern geschaffen. Zwei weitere Mitglieder sind das technische Genie aka Priest und die sehr tough wirkende Alara. Bei Alara bekommt man noch zunächst den Eindruck, dass diese sich mit Kennedy kabbeln könnte. Doch mit Voranschreiten der Handlung, verändert sich die Dynamik zwischen Alara und Kennedy. Priest ist der Jüngste, das Nesthäkchen, in der Gruppe. Aber mein lieber Scholli, der Junge hat echt was auf dem Kasten. Er ist smart, witzig und reichlich nerdy. Zusammen bilden sie eine Einheit, die sich der Bekämpfung von Dämonen verschrien hat. Und obwohl Kennedy immer wieder glaubt, sie gehört nicht dazu und Zweifel ihr immer wieder Steine in den Weg legen, dachte ich als Beobachter keinen Moment, dass sie bei der Legion deplatziert ist.

Und jetzt komme ich zur Stimmung und Atmosphäre des Buches. Diese ist im Serienauftakt nämlich spannend, sehr düster und gruselig umschrieben. Geister spielen in dem Auftakt eine tragende Rolle. Bei so manchem Kapitel ging mir etwas die Flatter. Ich erfuhr als Leihe, was der Unterschied zwischen einem Restspuk und einem Rachegast ist. Das wusste ich nicht, obwohl ich momentan begeistert die Supernatural Staffeln schaue. Ich schäme mich etwas. Stichwort Supernatural: wer die Serie, die damit verbundene Stimmung und die Gänsehaut mag, wird "The Legion - Der Kreis der Fünf" auch sehr gerne lesen. Und wer die Serie nicht kennt, aber unglaublich gerne eine Geschichte über Dämonen, uralten Geheimbünden und Geistern lesen möchte, erst recht.

Die romantischen Verstrinkungen hingegen haben mich nicht vollends für sich gewinnen können. Es hätte mich glücklicher gemacht, erstmal nur den Fokus auf die Gruppe zu lenken und vielleicht später mal stärkere Gefühle einzubringen. Das ging mir dann doch etwas zu schnell. Da hätte die Autorin mehr Zeit investieren können, alle Figuren etwas genauer zu beschreiben. Alara und Priest, und ihre Vergangenheit finde ich nämlich auch nicht uninteressant. Doch das ist wirklich nur ein minimales Kontra und man bekommt vielleicht in der Fortsetzung mehr von ihnen geboten.

Das Tempo könnte dem Einen oder Anderen zu schnell sein, mir war das aber ganz recht. Es gab der Geschichte den gewissen Kick. Der Auftakt hat schließlich auch nur 336 Seiten. Insgesamt betrachtet, kann ich nur meine Begeisterung äußern. Eine Serie, die ich ganz bestimmt weiterlesen werde.

Fazit
Mit ihrem Solo konnte mich Kami Garcia vollkommen überzeugen. Ein Erzählstil der mich an die Seiten gekettet hat. Charaktere die so facettenreich und mysteriös sind, dass man das Buch gar nicht beiseite legen möchte. Die Gruselstimmung wird hier groß geschrieben und auch für Romantik ist Platz. Jeder, der Geschichten mit dem gewissen Supernatural Touch mag, wird mit "The Legion - der Kreis der Fünf" definitiv spaßigen, gruselig spannenden Lesestoff geboten. Die Fortsetzung ist schon auf meiner Wunschliste platziert!


Light & Darkness
Light & Darkness
Preis: EUR 3,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung, Gefühle & Leidenschaft sowie starke Charaktere. Kurzweiliges Lit-Intermezzo garantiert!, 8. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Light & Darkness (Kindle Edition)
Klappentext
Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss...

Meine Meinung...
Natürlich bin ich immer neugierig auf Neues. Und natürlich war ich sehr gespannt und erfreut, dass ich Laura Kneidls Debüt "Light & Darkness" vorab lesen durfte. Mit riesigen Erwartungen bin ich aber nicht an die Geschichte gegangen. Ich war sehr unvoreingenommen und offen wie ein Buch (Wortspiel?!), ließ mich in die Geschichte fallen und auf die Welt von Light und Dante ein. Und ich muss sagen, sie haben mich wirklich gepackt, die Zwei.

In Laura Kneidls fiktiver Welt erzählt sie von Light, einem 17-jährigen Mädchen, das von der Delegation ihren ersten Paranormalen zugeteilt bekommen soll. Als Delegierte absolviert Light seit Jahren eine Ausbildung, in der sie intensive Trainings und Tests bestehen muss. Die erste Hürde ist getan und Light darf endlich im Rahmen der Zeremonie den ihr zugeteilten Paranormalen mitnehmen. Sie darf dem Wesen ein Zuhause und Sicherheit geben, muss allerdings auch dafür sorgen es richtig zu erziehen". Doch entgegen ihrer großen Hoffnungen, geht etwas gewaltig schief und das System jubelt ihr während der Zeremonie einen Dämon mit schlechten Manieren unter. Sein Name ist Dante und er ist seiner Herkunft entsprechend, kein Charmeur. Light und ihre Familie sind am Boden zerstört.

Der Rat versucht zu beschwichtigen und verspricht, ihren Fall zu untersuchen. Doch das kann Wochen dauern. So kommt es, dass Dante sich in das gemachte Nest von Lights Familie setzt. Und weil er mindestens genauso wenig Bock auf das alles hat, bietet er Light einen Deal an um aus der misslichen Lage baldmöglichst rauszukommen. Doch gerade als der Dämon und seine Delegierte friedlich miteinander auszukommen scheinen, erscheint die Censio auf der Bildfläche.

Laura Kneidls Debüt ist in der Reihen überfluteten Literaturwelt zur Abwechslung mal ein Einzelband. Das machte für mich schon vor dem Lesen den Reiz aus. Kein Warten, kein Bangen wann der nächste Teil kommt und wie es weitergeht.
Laura führt den Leser in die Welt einer Delegierten und ihrer Familie. Light lebt mit ihren Eltern, ihrem Bruder Jude und dessen Wesen Kane - einem Strigoi - dank ihrer Stellung recht wohlbehütet.

Light ist ein ergeiziges Mädchen, steht vollkommen hinter der Delegation und möchte ihr gut dienen. Doch als Dante in ihr Leben tritt, bekommt dieses Bild einen tiefen Riss und das symphatische Mädchen ist nur noch verwirrt.

Dante hat mir vom ersten Moment an gefallen. Da von Natur aus böse muss er den Ruf eines dämonischen Lügners und Blenders wahren, und treibt Light damit in den Wahnsinn. Auch die Familie kann dem neuen Familienmitglied" nichts abgewinnen. Die Autorin schreibt in Light & Darkness" gewisse Spitzfindigkeiten und Böswilligkeiten nicht nur dem dämonischen Wesen zu. Seine neue Familie ist sich für Respektlosigkeiten und Beleidigungen in Anwesenheit von Dante auch nicht zu schade. Da ging mir so manches Mal fast die Hutschnur hoch.

Die Dynamik zwischen Light und Dante gefiel mir unglaublich gut. Es brodelt und knistert gleichermaßen gewaltig. Und man weiß genauso wenig wie Light, ob Dante grundsätzlich aus Berechnung den netten, dressierten Paranormalen mimt. Der konstante Schlagabtausch zwischen den Beiden hat mich sehr unterhalten und amüsiert, aber auch schon mal zur Weißglut gebracht. Dantes Anwesenheit bringt mit der Zeit auch eine andere Seite in Light zum Vorschein. Und diese Seite gefiel mir äußerst gut.

Der Erzählstil der Autorin ist flüssig und dicht. Leerläufe muss man ganz sicher nicht fürchten. Ich hatte das Gefühl, von der Autorin behutsam in die futuristische Welt eingeführt zu werden. Es werden immer wieder Fakten eingestreut und gut erklärt. Was mir übrigens unglaublich gut gefällt ist auch, dass jedes Kapitel mit einem Artikelauszug aus dem Gesetzesbuch beginnt. So erhielt ich ein gutes Gespür wie das System tickt, denn Laura Kneidl hat verständlicherweise von verschwenderisch langen Erklärungen abgesehen.

Wenn man bedenkt, dass "Light & Darkness" schon vor einigen Jahren entstanden ist, dann möchte man wirklich wissen, wie weit sich die Autorin seitdem entwickelt hat. Ich persönlich hoffe daher sehr, dass wir noch viele Gelegenheiten bekommen, das heraus zu finden.

Fazit...
"Light & Darkness" wird getragen durch starke Charaktere und einem dichten Erzählstil der es einem sehr leicht macht, sich in der fiktiven Welt von Light und Dante zurecht zu finden. Zwei Welten prallen aufeinander und lösen damit etwas Unvorhersehbares aus. Die dämonische Spannung, Gefühle und Leidenschaft sind an den richtigen Stellen toll dosiert verteilt worden und garantieren somit ein kurzweiliges Lit-Intermezzo. Absolute Empfehlung!


Himmelsnah: eShort zu "Himmelsfern"
Himmelsnah: eShort zu "Himmelsfern"
Preis: EUR 0,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Himmelsnah" berührt und fesselt binnen eines Wimpernschlags, 1. September 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Der Inhalt
Eine große Liebe, ein rätselhaftes Buch und ein Wettlauf gegen die Zeit: In Corbin hat Anna ihren Seelenverwandten gefunden. Doch ihn umgibt ein tödliches Geheimnis. Die einzige Hoffnung, zusammenbleiben zu können, ist ein verschwundenes Buch. Anna ist zu allem bereit und macht sich auf die gefährliche Suche danach – und darf sich dabei keinen Fehler leisten.

Meine Meinung
Manchmal kann aus spontaner Lust mal wieder eine Kurzgeschichte zu lesen, eine unverhofft schöne Überraschung entstehen. So geschehen, als ich mir aus purer Neugierde “Himmelsnah” von Jennifer Benkau runterludt und sofort anfing zu lesen. Diese Kurzgeschichte dient als Appetizer zu Benkaus kommendem Buch “Himmelsfern”. Bisher habe ich mich eher weniger mit Frau Benkaus Geschichten auseinandergesetzt und kann daher auch relativ wenig über ihren >typischen Stil< sagen. Aber es war faszinierend, für eine kurze Zeit in die kleine, fiktionale Welt von “Himmelsnah” zu tauchen.

“Himmelsnah” umschreibt auf 27 (viel zu kurzen) Seiten die Liebe von der jungen Anna zu ihrem Corbin, der ein furchtbares Geheimnis in sich trägt. Benkau kommt in diesem >Anheizer< schnell auf den Punkt, nimmt jedoch den Leser dabei sehr zart und behutsam an die Hand. Ihr Schreibstil ist traumhaft leicht, dicht und birgt doch die nötige Tragik und Spannung, welche Anna und Corbin umgibt. Aber auch eine nicht ganz unwichtige Nebenfigur namens Marlon weckte mein Interesse. Fast überrumpelt wurde ich, wie schnell mir diese Charaktere ans Herz wuchsen. Da ist es geradezu grausam, so rasch wieder von ihnen getrennt worden zu sein. ”Himmelsnah” lohnt nicht nur gelesen zu werden, es ist – für alle die sich für den Roman interessieren – geradezu Pflichtkür. Lasst Euch verzaubern und einfach in Anna und Corbins kleine Welt fallen. Jennifer Benkau kann ohne jeden Zweifel Kurzgeschichten schreiben, die innerhalb eines Wimpernschlags berühren und fesseln.

Aus diesem Grund wurde dieses kleine ebook von mir – einer übrigens sehr pingeligen Sternevergeberin – mit der Bestnote belohnt. Und die Neugierde auf das Buch ist nun schier unendlich.


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