Profil für Maedhros > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Maedhros
Top-Rezensenten Rang: 2.163.909
Hilfreiche Bewertungen: 44

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Maedhros "Maedhros"

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Dio at Donington UK: Live 1983 and 1987
Dio at Donington UK: Live 1983 and 1987
Preis: EUR 19,98

33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Würdiges Live-Dokument, 5. November 2010
Mit dem Tod Ronnie James Dios verlor die Rock- und Metalszene dieses Jahr einen ihrer (für mich sogar den) begnadetsten Musiker. Diese Live Doppel-CD stellt nun die erste von mehreren geplanten Veröffentlichungen dar, die seine Frau Wendy in Ehrung des Künslters DIO herausbringt (eine DVD und eine größtenteils noch von Dio selbst geschriebene Biographie sollen folgen).

Soviel schonmal vorweg: Diese CD stellt einen Pflichtkauf für alle Fans von Dio und Heavy Metal allgemein dar.
CD1 von dem Konzert 1983 befasst sich naturgemäß stark mit dem ersten Dio-Album, sowie Stücken von Black Sabbath und Rainbow aus ihren Phasen mit Dio am Mikro. Das stellt meiner Meinung nach auch ein kleines Manko dar. Denn so gute Musiker Vivian Campbell, Jimmy Bain und Craig Goldy auch sind, an dem Gefühl und der Atmosphäre, die von Richie Blackmore, bzw. Tony Iommi und Geezer Butler erzeugt werden, können sie nur scheitern. So sind Stücke wie "Stargazer" oder "Long live Rock'n'Roll" leider etwas zu schnell und werden teilweise von allzu ambitionierten (wenn auch technisch perfekten) Gitarren zerkniedelt. Vollständig zerstören können sie einen von Ronnie James Dio gesungenen Song allerdings auch nicht und so bekomme ich trotz allem noch Gänshaut wenn Dio z.B. "Children of the Sea" intoniert.
Da zwei vollständige Konzerte aus verschiedenen Jahren vertreten sind, kommt es natürlich zu Überschneidungen bei den Songs. Dies stellt sich aber kaum als störend heraus, da sich Tracks wie "Heaven and Hell" in ihren verschiedenen Live-Versionen teilweise voneinander unterscheiden. Die Trackangabe auf CD2 ist diesbezüglich auch nicht ganz akkurat. Bei den Songs 6 bis 9 handelt es sich eigentlich um ein langes Medley aus den angeführten Songs. Außerdem flechtet Dio noch eine kurze Passage aus "The temple of the king" ein. Für Abwechslung ist also gesorgt.
Überhaupt ist CD2 aus meiner Sicht um einiges interessanter, da sich hier einige Stücke von "Sacred Heart" und "Dream Evil" (den Dio-Alben drei und vier) befinden, die bisher noch nicht auf einer Live-CD zu hören waren und eine tolle Atmosphäre erzeugen.

Soundtechnisch gibt es an den Aufnahmen überhaupt nichts zu meckern. Auch das Live-Feeling ist gut eingefangen und Dio in seinen besten Tagen vor einem riesigen Publikum zu hören ist kaum zu überbieten. Man hört ihm zu jeden Sekunde an, dass er die Musik lebt, die er auf der Bühne präsentiert. Durch teilweise verlängerte Instrumentalpassagen ergibt sich auch eine schöne Abgrenzung zu den Studioversonen der Lieder.

Auch die Aufmachung der CD ist sehr schön geworden. Unter anderem die Repliken der Backstagepässe für die Festivals 1983 und 1987, von denen die Aufnahmen stammen, stechen positiv heraus. Nur das Booklet ist etwas dünn und hätte ein paar Fotos mehr vertragen können.

Insgesamt ist "At Donnington UK" aber ohne Einschränkung zu empfehlen und löst "Evil or Divine" als bestes Live-Dokument von Dio ab.


Black Sabbath [Digipack]
Black Sabbath [Digipack]
Preis: EUR 14,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr schöner Rerelease, 18. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Black Sabbath [Digipack] (Audio CD)
Zur Musik braucht man wohl eher wenig zu sagen. Black Sabbath dürfte den meisten Interessierten ein Begriff sein. Nur ganz schnell meine subjektive Meinung: Tolles Album, das jeder Mensch auf dieser Welt besitzen sollte.

Aufgrund der vielen erhältlichen Versionen aber ein paar Worte zur Aufmachung dieses speziellen Releases:

Wie bei allen Black Sabbath-Werken die 2010 überarbeitet herausgekommen sind, freut man sich über das umfangreiche Booklet. Dieses bietet auf 20 Seiten umfangreiche Informationen zur Entstehung des Albums und, da es sich um das erste Black Sabbath-Album handelt, auch zur Entstehungsgeschichte der Band selbst. Von den Vorgängerbands der einzelnen Mitglieder über die erste Inkarnation im Lineup Iommi-Osbourne-Butler-Ward als "Polka Tusk Blues Band" bis zur finalen Umbenennung in Black Sabbath und der Aufnahme des ersten Albums wird alles sehr schön zusammengefasst. Die Musiker selbst kommen in mehreren Zitaten auch selbst zu Wort. Abgerundet wird das Booklet durch zahlreiche farbige Fotos, unter anderem von den verschiedenen Sleeve-Designs der Singles in verschiedenen Ländern, sowie Ausschnitten aus einem Zeitungsartikel und einer Musikrezension von 1970, die "Black Sabbath" nicht sehr wohlwollend als "Black Magic Music for the sick masses" beschreibt.
Einen Stern Abzug gibt es allerdings für den Fauxpas die Texte nicht abzudrucken. Bei einer Band wie Black Sabbath, deren Texte viel zum Image und auch Erfolg beigetragen haben, hätte man sich doch gewünscht, sie auch im Booklet zu finden.

Der Sound der CD ist von allerbester Qualität und zeigt deutlich, dass tonnenschwere Heavy Metal-Riffs auch ohne den völligen Verzerr- und Kompressionsoverkill, der sich leider immer größerer Beliebtheit erfreut, nichts von ihrer Wirkung verlieren, sondern im Gegenteil eher profitieren.

Alles in allem also trotz fehlender Texte ein sehr wertiger Rerelease, bei dem man merkt, dass sich die Verantwortlichen Mühe gegeben haben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 29, 2012 2:25 PM CET


Mammons War
Mammons War
Preis: EUR 23,27

4.0 von 5 Sternen Gelungene Wiederkehr, 27. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Mammons War (Audio CD)
Dreizehn Jahre haben sich Count Raven Zeit gelassen seit ihrer letzten Veröffentlichung Messiah of Confusion. Dazwischen lag eine Auflösung, dann einige Live-Auftritte und nun das neue Album Mammon's War. Vorweg gleich die wichtigste Neuerung: Bandchef Dan Fodde" Fondelius hat sich von seiner Rhythmusgruppe getrennt und tritt mit neuem Bassisten und Schlagzeuger an. Fredrik Jansson am Tieftöner stellt hier mit seinem angenehm songdienlichen, aber dennoch präsenten Spiel eine echte Bereicherung dar. Die geradlinigen Rhythmen von Neuzugang Jens Bock sind allerdings leider kein adäquater Ersatz für Christer Pettersons etwas freieres Spiel.

Aber kommen wir zum Album selbst. Und da muss man sagen, dass Fodde wieder mal fast alles richtig gemacht hat. Vom Stil der alten Alben wird zu keiner Sekunde abgewichen, was im Klartext von 70er Jahre Hardrock-Bands inspirierten Doom-Metal bedeutet. Von groovigerem Rockern wie The Poltergeist" oder Nashira" über längere Doom-Epen wie A Lifetime" bis zu den etwas psychodelischen Keyboardreisen Mammon's War" und Increasing Deserts" ist alles dabei, was man von der Band erwartet.

Alle Songs werden natürlich von Foddes Ozzy-artigem, aber dennoch eigenständigem Gesang getragen. Dieser singt sich in den gewohnt gelungenen Texten den Weltschmerz von der Seele, greift aber weniger als früher auf größere (politische) Zusammenhänge zurück und setzt den Schwerpunkt eher in privateren Bereichen und den Grundzügen menschlichen Sozialverhaltens.

Wie bereits gesagt, gibt es an der Musik selber wenig zu meckern. Wer auf Doom-Metal im Allgemeinen und hierbei besonders auf Black Sabbath steht, der wird mit diesem Album nichts falsch machen. Man muss aber auch sagen, dass die wirklich magischen Momente, wie z. B. das tief gehende A Lifetime" leider etwas rar gesäht sind. Das verhindert den letzten Sprung dieses sehr guten Albums in die Riege der Topalben. Wirklich schlimm ist, das aber nicht. Klassiker haben Count Raven sowieso schon veröffentlicht und mit einer 2+ kann man auch zufrieden sein. Wer sich nur ein Album des Raben in den Schrank stellen will, dem rate ich zwar eher zu dem Jahrhundertwerk High on infinity". Generell gibt es aber eigentlich keinen Grund, warum man sich Mammon's War" nicht holen sollte, wenn man für die Musikrichtung ein bisschen was übrig hat.


Seite: 1