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Rezensionen verfasst von
Ophelia (Helsingör)
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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BEEM Germany  D2000.670 Star Elements, Wasserkocher - mit Swarovski Kristallelementen
BEEM Germany D2000.670 Star Elements, Wasserkocher - mit Swarovski Kristallelementen
Preis: EUR 69,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Silbern, halbstark, schick, 2. November 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Im Vergleich mit dem ebenfalls halbstarken Braun WK 300 AquaExpress Wasserkocher schwarz

Der anfängliche Geruch nach Plastik verfliegt schnell.

Er ist leicht zu befüllen und zu entleeren. Handhabung insgesamt ist gut.

Alles schön rund. Kippschalter unterhalb des Griffs.

AUSTATTUNG:
AUßEN: Edelstahl 18/10 Gehäuse, kombiniert mit spiegelschwarzem Hartglas als rundes Bullauge im Deckel. Deckel hat einen Druckknopf-Verschluss, der sich während des Kochvorgangs nicht öffnen lässt.
Ob jetzt die Ausstattung mit SWAROVSKI® Steinen GLAMOURÖS ist sei dahingestellt, jedenfalls komplett unschick ist der Kocher jedenfalls nicht, gerade durch die glänzende Edelstahlhülle.
INNEN: alles tip top mit Edelstahl
Die Edelstahl Bodenheizplatte heizt sehr schnell das Wasser auf und ist, wie das gesamte Innere, mit Essig leicht von Kalk zu reinigen.
AUSGIEßER:
Erfreulicherweise auch ganz aus Edelstahl, nur das Sieb ist aus Plastik. Das Sieb ist recht groß, es ist leicht ihn herauszunehmen und zu reinigen. Ein Filter ist auf alle Fälle sinnvoll, da er sich im aufkochenden Wasser schnell Kalkbröckchen bilden und diese das Sieb dann auffängt.
STANDFUß:
Der Kocher kann in jeder Dreh-Position in den runden Sockel eingestellt werden (also 360° drehbar). Der Stromkontakt befindet sich als runder Knopf in der Mitte des Stellsockels. Evtl. überschüssiges Kabel kann man wickelnderweise im Standfuß verstecken

SKALIERUNG
Ich hatte diverse Wasserkocher und bei keinem stimmte bisher die Skalierung auch nur annähernd. So auch hier. Wenn ich 1 Liter Wasser -genau abgemessen- einfülle steht die Skalierung bei 1,25.
Bei einer gewünschten Menge von laut Skalierung 1,5 Liter ist es dann de facto nur 1 Liter was man kriegt.
TIPP: Skalierung mit Edding einfach nachbearbeiten. Deshalb kein Minuspunkt, es ist nur erstaunlich, dass das kein Hersteller richtig hinkriegt.

LAUTSTÄRKE
Deutlicher Minuspunkt.
Dieser Kocher heizt so laut, dass es gerade am frühen Morgen echt stört.
Von Dezibel hab ich keine Ahnung aber deutlich lauter als der Braun und der ist mit seinen 2200 W auch schon nicht gerade leise.

ZEITDAUER bis 1 Liter kocht
Knapp 3 Minuten – also deutlich schneller als der Braun /4 Min)
obwohl der ja gerade mit seiner Geschwindigkeit Werbung macht.
Power hat er also. Deshalb die Lautstärke?

WATT: 2.200 Watt also genau soviel wie der Vergleichskocher von Braun. Dennoch ist der Beem etwas schneller.

Kaufempfehlung? Ja, dennoch würde ich mir ein leiseres Exemplar wünschen.
Preis-Leistug?
Lauststärke und andere kleine Mängel führen bei dieser gehobene Preisklsse zu einen Sternchen Abzug. Ob die Swarovskikristalle das wettmachen muss jeder selbst enstscheiden.


Bierbaum 4429_02 Mako-Satin-Bettwäsche Dessin 135 x 200 cm + 80 x 80 cm, rouge
Bierbaum 4429_02 Mako-Satin-Bettwäsche Dessin 135 x 200 cm + 80 x 80 cm, rouge

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das schönste Rouge für mein Bett: in dunkel-lila, 28. September 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Die Wäsche ist aus fließendem, weichem Mako-Satin aus 100% Baumwolle und hat einen seidig weichen Griff. "Mako" besagt, dass der Stoff aus besonders gekämmter (und deshalb besonders glatter), ägyptischer Baumwolle besteht, deren Oberfläche matt glänzt. Der Stoff liegt ganz leicht kühl und sehr glatt auf der Haut, was gerade im Sommer sehr angenehm ist, die Bettwäsche ist jedoch auch im Winter ausreichend wärmend.
Das Schlafgefühl ist seidig glatt aber sehr anschmiegsam baumwollig, anders als Hochglanz-Satin (aus Kunstfaser) der sich wirklich kühl anfühlt.

Und alles ist wunderbar rouge ... angenehmes, gedämpftes, dunkles, eher ins LILA tendierendes Rot. Nicht stechend sondern dunkelsanft. Verziert mit einem Ornamentgitter in noch dunklerem Rot und ziselierten Blumenranken sowie feinen Streifen in handgemalter Aquarelloptik in den Farbtönen apricot, aubergine und altrosa.
Ein Traum.

Laken -- am liebsten lila angehauchtes rouge im selben Ton, ist aber schwer zu finden gewesen. Ansonsten Kontrast in schwarz, safrangelb, apricot oder elfenbein. Ich hab das Spannlaken Mako Satin in elfenbein. Ich hatte erst eins in pornorot ausgesucht, da schön verrucht aber die ROTs bissen sich! Elfenbein hebt dafür schön die Farben hervor, während es mit safran schön leuchtet. Ich persönlich mag Jerseymaterial überhaupt nicht, es passt auch nicht richtig zu Satin. Jersey bekommt außerdem viel zu schnell Löcher! Ich hab ausschließlich Laken aus richtigem undehnbarem Stoff. Spannen kann man sie ja trotzdem. Und sie halten ewig! (deshalb werden sie wohl auch ungern verkauft ich kenne jedenfalls kein Kaufhaus, welches solche überhaupt im Angebot hat.) Man muss ihnen halt morgens etwas Aufmerksamkeit widmen und sie glattstreichen, da sie Falten werfen.

Vor dem ersten Beziehen jede Bettwäsche erst mal auf links bei 60°C mit Feinwaschmittel waschen! Nicht nur um die chemischen Produktionsrückstände und den Fabrikgeruch auszuwaschen, sondern auch zum Fixieren der Farbe und nicht zuletzt, damit die Wäsche durch das heiße Wasser die gewünschten 20% eingeht und damit erst die richtige Passform erhält.
Ausstattung mit Reißverschluss.
Wer nicht ganz so pingelig ist, kann durchaus auf das Bügeln verzichten.
Die Farben sind satt und leuchtend und bleiben auch so. Der Glanz wird mit der Zeit etwas nachlassen.
Das ist Mitteklassebettwäsche zum Mittelklassepreis.


Fußmatte Romance 50x75 cm
Fußmatte Romance 50x75 cm
Preis: EUR 39,51

5.0 von 5 Sternen Romantischer Fußabtreter "Hugh Grant", 28. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Fußmatte Romance 50x75 cm (Haushaltswaren)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Da liegt er nun.
Unterwürfig, flach auf dem Boden.
Bäuchlings auf schwarzem Gummi rutschfest gebettet.
Damit ich hier meine Schuhe vor dem Betreten der Wohnung grob an ihm abputzen kann.
... er fühlt sich auch mit nackten Füßen gut an.:)
Trage ich Stiefel, stampfe ich bisweilen auch etwas heftiger auf ihm herum.
Schüttle Schneeflocken oder Sandkörner oder Regentropfen an ihm ab.
Er nimmt es mir nicht übel.
Kein Mucks.
Mindestens 5 Jahre lang wird er dort seinen Dienst tun.
Draußen vor der Tür.

Vor dem ersten Einsatz gleich mal sehr heiß waschen, damit sich ihm die Härchen aufstellen.
Bei anderen Fußabtretern stehen meist eher die Ecken auf. Hier nicht.
Er ist sehr … brav.
Selbst wenn Nachbars Katzen ihre Krallen an ihm wetzen…alles gut.

Ist er schmutzig, kommt er bei 60° in die Waschmaschine, er darf das auch wöchentlich, das hält er aus.

Zur Historie: (Oh, das wusste ich nicht) Entdeckt wurde der Fußabstreifer erstmals in der Pseudo-Renaissance, als zufällig ein Bär vor einer Haustür verendete und sich dort mit der Zeit fest trat. Zitat Wiki


Die Summe meiner einzelnen Teile
Die Summe meiner einzelnen Teile
DVD ~ Peter Schneider
Preis: EUR 9,99

19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die fetten Jahre gab es nie, 14. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Summe meiner einzelnen Teile (DVD)
Martin Blunt, ein Mathematiker in einem großen Unternehmen, verlobt, wohl situiert - doch plötzlich bricht alles über ihm zusammen. Eine schwere psychische Erkrankung schleicht durch Martins Psyche und bricht sich ihre Bahn. Erst funktioniert er in der Leistungsgesellschaft nicht mehr, dann bricht die Beziehung zu seiner Verlobten. Ohne Halt beginnt der Absturz, er stürzt immer tiefer, vergräbt sich immer tiefer in seine eigene Welt…dann geht es die Treppe weiter abwärts… bis ganz nach unten: Straße.
Von ganz da unten aus betracht ist unsere Welt keine freundliche mehr. Nicht, dass sie für dich und mich nicht auch freundlich sein kann, aber vom Blickwinkel Martins aus, ist die Welt wie wir sie kennen, eine schlechte.
Martins krankes Hochleistungsgehirn versucht verzweifelt, mathematische Muster zu erkennen. Zahlen waren seine Begabung und seine Passion. Sie allein halten nun seine Welt zusammen. Martin zählt alles, in der Hoffnung, in der Quersumme ein Mittel gegen die Angst zu finden. Sich wenigstens eine Identität zurechtzurechnen. Da begegnet er dem 10-jährigen Viktor, der nur russisch spricht. Er muss sich auch allein auf der Straße durchschlagen und sie tun sich zusammen. In ihrer sehr berührenden Freundschaft ruht ein wichtiges Geheimnis, das sich uns Zusehenden erst gegen Ende des Filmes nach und nach enthüllt ...

Abgedroschene Klischeegeschichte VOM ANZUGTRÄGER ZUM PENNER?
Erst mal riecht das nach Klischees: Alle Menschen um Martin herum sind schlecht: die Freundin, die Polizei, die behandelnden Ärzte, die Chefs, die Väter und Mütter.
Allein, es wirkt alles irgendwie echt!
Regisseur Hans Weingartner will doch nicht filmüber zeigen dass alle deutschen Cops Schweine, alle hiesigen Psychiatrieärzte kalte Verständnislose sind, oder alle jungen Zahnarzthelferinnen tieftraurig in ihrem Job roboten und gerettet werden wollen. Das Schwarzsehen ist allein der Perspektive geschuldet, aus dem schiefen Blickwinkel des Protagonisten von unten herauf erscheint es so. Für IHN ist das die Realität. Es zeigt alles ganz aus der Wahrnehmung des gesellschaftlich Gestrauchelten. Wenn Martin als Penner einem Polizisten den Sabber über die Hose sabbert und der sich mit abfälligen Worten ekelt, will das nicht Gute oder Böse zeigen. Es zeigt keine Häme, weder für den einen, noch für den anderen, es zeigt allein die tiefe Distanz. Für mich ist es der Blickwinkel des komplett aus dem sozialen Leben Rausgeworfenen, der unser normales Leben aus seinem enormen Abstand heraus, als lebensfeindlich und fremd empfindet. Eindrucksvoll wird das in der Szene, wo Martin eine belebte Straßenszene vom Wipfel eines Baumes aus betrachtet - er frei im Grünen - unten die menschlichen Maschinen in ihrer trostlosen Welt. Unsere Welt erscheint ihm wie eine Aneinanderreihung von anonymen Wegen, Fluren und Straßenzügen und er - ein Fremdkörper darin.
Diese innere Erzählperspektive ist auch akustisch unglaublich sinnlich und eindrücklich unterlegt. Die Geräusche der Stadt und dann die des Waldes. Man kann ihn förmlich riechen, den Wald.

DIE STADT:
Tote Bäume. In Weingartners Film herrscht Winter. Kein Frost, kein Eis, kein Schnee, aber Kälte. Klimatische Kälte und emotionale Kälte. Bäume, die ihre kahlen Äste in den grauen Himmel strecken. Die Häuserblocks wirken trostloser und grauer, als sie es ohnehin von Natur aus tun. Naturfarbtöne: braun, gelb, grün, und vor allem grau. Der Himmel so grau. Kühlblau. Handkamera nah dran. Nah an Martins Gesicht, nah an der Realität. Auf der Straße verweilt man jetzt ungern, mit hochgezogenen Schultern, behandschuhte Hände zurren unbeholfen an der Jacke, um sich vergeblich vor der eindringenden Kälte zu schützen. Zufluchten in unbeheizten Abrisshäusern, schlafen auf verratzten Matratzen in tristen Löchern. Schnaps in großen Schlucken, was kurzfristig wärmt, es kurzfristig erträglicher macht.
Das ist nichts für Feige und Faule. Hier kann Obdachlosigkeit fern vom lustigen Vagabundentum und seiner Clochardromantik gezeigt werden. Es ist nicht nett. Nichts ist nett hier. Kälte, Dreck, Sucht, Einsamkeit, Gewalt, Angst. Große Angst.
Rückzug in triste Löcher, in den Schnaps, in tröstliche Zahlenketten.
Ausgeschlossen vom Lebendigen. Ob auf der Straße, beim Flaschensammeln im Park oder im Supermarkt, Martin ist „draußen“. Kein Mensch freut sich über abgewrackte problembeladene Gestalten, niemand möchte sie sehen oder riechen.
Ausgesperrt.
Eine autistisch anmutende Lebenswelt, die den totalen Rückzug eines Menschen in Einsamkeit, Krankheit und Verelendung nicht nur hinnimmt, sondern nicht einmal bemerkt.

Der Film erspart uns zwar nichts, aber er verharrt auch nicht beim Zeigen eines Elends.
Es geht ihm um etwas anders. Um das Gefühl tief drin. Und das ist fein gemacht, dass Martin und Viktor verschiedene Sprachen sprechen, so kommt vieles durch Schweigen und auf der nonverbalen Ebene zur Sprache. Die beiden sind sich irgendwann sehr nahe gekommen und schlagen sich gemeinsam durch. Wie schön, dass Martin und Viktor sich gefunden haben, sie beschützen sich gegenseitig und ihre vater-sohn-artige Gemeinschaft ist berührend zart und spendet beiden Trost.

DER WALD:
Und wieder: Es ist kalt, es regnet, es ist hoffnungslos - und doch …
Er baut für sich und Viktor dort eine Hütte. Dort leben sie fortan. Im Wald, dem Ursprungsort des Menschseins. Und im Wald kann Martin plötzlich seine schiefe, krumme, Angst machende Welt, die unbewältigbar geworden ist aus den Angeln heben. Er kann sich frei fühlen, durchatmen. Wieder schön und stark und gut sein. Freier Atem, der durch Nase und Lungen strömt. Schnaps und Tabletten verlieren ihre Dringlichkeit und werden schlicht vergessen. Martin kann auf seine Art gesunden. Am Ende ist natürlich auch der Wald ein Illusion, die dort gefunden Heilung keine echte, aber er hatte kurz den Halt in sich selbst. Und in einer Vollmondnacht trifft er dort auch auf seinen Seelenverwandten. Den Wolf.
Beeindruckend ist sie Sequenz wo der leichte Regen plötzlich in Sturm übergeht.
Nah an den Gesichtern, nah an Martin dran. Peter Schneider heißt übrigens der Mann, der diesem Martin ein so lebendiges und authentisches Gesicht gibt. Auch Timur Massold überzeugt als Viktor, genug noch Kind und doch früh gealtert.

Krankmachende Kultur und gesundmachende Natur? Klar, irgendwie schon, aber auch das allein aus Martins Blickwinkel. Wer hier vordergründig Kritik unserer westlichen Zivilisation auf der einen Seite sieht und die Hippieverheißungen eines "gelobten Landes" auf der anderen, wird dem Film nicht gerecht. So einfach ist das nicht. Ich glaube das findet auch Weingartner.
Spätestens die geniale Volte zum Schluss, die alles noch mal in ein neues Licht taucht, stellt eh noch mal alles auf den Kopf.

winziger SPOILER:
[Nur geträumt:
Ich glaube auch nicht, dass es wirklich um Naturromantik geht oder die Verheißung eines alternativen Lebens in einer Hippiekommune. Ist das alles nur geträumt, so wie dass eine jungehübsche Zahnarzthelferin einen verwahrlosten mundfaulen Waldschrat ins Cafe einlädt, um am nächsten Tag ihren Job aufzugeben, um mit ihm in ein Hippiedorf nach Portugal auszuwandern?
Teilt nicht Lena das Schicksal Viktors?
Oder? ;-) ]

Mit Das weiße Rauschen, hat Hans Weingartner uns schon einmal auf einen Trip in die Innenwelten eines psychisch Kranken geschickt.
Mighty Oaks, einer in Berlin beheimateten Indie-Folk-Band unterlegen den Film mit einem schönen melancholischen Klangteppich.
Wer das mag, mag vielleicht auch Die Liebenden von Pont-Neuf oder Vagabond ... dtsch. Titel "Vogelfrei" - aber der ist leider nicht zu bekommen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 8, 2014 1:08 AM MEST


Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod [Special Edition] [2 DVDs]
Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Carlos Areces
Preis: EUR 14,41

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom traurigen Clown zum Terrorclown, 12. Juli 2012
Kinderlachen ertönt während die Leinwand noch schwarz ist. Der Vorhang hebt sich: Madrid 1937, Javier, unser Protagonist, ist noch ein Kind, sein Papa der Clown agiert in einer Manege. Er bringt im Zirkus die Kinder zum Lachen, während draußen der Bürgerkrieg tobt. Just in diesem Moment wird Papa-Clown von spanischen Milizen zwangsrekrutiert. Nun bleibt der kleine mutterlose Javier allein zurück. Ein Löwe stärkt ihm den Rücken (echt!).
Wir sind immer noch bei den Anfangs-Credits, es folgt ein kleiner Amuse-Gueule aus Fotoschnipseln, der uns minutenlang einstimmt, auf das was uns beim Mad Circus erwartet. Zu markerschütterndem Rhythmus von Roque Banos Filmmusik werden schwarz/weiße Fotoschnappschüsse gezeigt: die weinende Mutter Gottes, Frankenstein, Fahndungsplakate politisch Verfolgter, Barbarella, Franco, Reagan, Hitler, eine rauchende Diva, der gekreuzigte Jesus, Flamencotänzer, ein faschistischer Reichsadler im 300-Comicstil, Bilder von Goya wechseln mit dokumentarischen Bildern des spanischen Parlaments.

Bei der traurigen Trompetenballade handelt es sich wie man schnell merken wird nicht um einen typischen Zirkusfilm. À la wer kriegt das Mädel und dazwischen Hochseilspannung und Zikuscharme. Es geht zwar auch darum wer das Mädel kriegt, aber der Film ist völlig crazy, er schwankt stets zwischen Drama & Komödie, Politparabel & Historienfilm, Märchen & Groteske, Romanze & Splatterfilm, ist ALL DAS in einem und in toll und knallbunt. :D Viel akustischer und visueller Rumms, überbordende Bilder, nicht nur grotesk sondern auch burlesk, lärmende ausgelassene Fröhlichkeit wird von kummervoller Melancholie abgelöst und mündet in abrupte Gewalt. Also ich meine.. Splatterszenen und auch sexuell verstörende Szenen welche durchaus eine FSK18 Freigabe rechtfertigen. Durchsetzt ist das Ganze immer wieder mit Wochenschauberichten und anderen Schnipseln, die die geschichtliche/politische Einbettung ins Francospanien klarmachen. Und der wummernder Score, der perfekt ins Bild passt.

Also... Papa-Clown, von Milizen mit einer Machete zwangsbewaffnet, wird in ein Blutbad gegen die Frankisten verwickelt, stirbt in Gefangenschaft und gibt seinem kleinen Sohn vorher noch schnell den Rat mit auf den Weg, zwar auch ein Clown zu werden, wie es seit Generationen in der Familie üblich ist, aber ein trauriger Clown!
"Aufgrund deiner verlorenen Kindheit und der gewaltvollen Umstände in deinem Leben , werde ein trauriger Clown.
Und die Rache, vergiss die Rache nicht!"

Wir erleben jetzt wie das altmodische Bild des Clowns zu einer Art barbarischem Sinnbild für den Krieg wird.

Madrid 70er Jahre:
40 Jahre später also, das faschistische Francoregime ist noch immer an der Macht, hat Javier als Clown - zumindest beruflich - das Erbe seines Vaters angetreten. Ein trauriger Clown ist er geworden. Einer der sich schon weit in den mittleren Jahren befindet, Speck angesetzt hat, die Rache hat er anscheinend vergessen. Er bewirbt sich bei einem Circus. Dem Mad Cicus, in dem der Star-Clown Sergio die Zügel in der Hand hat. Der Zirkus ist zwar arm und etwas heruntergekommen, aber idealistisch. Zwischen Hundedressuren und Elefantennummern versucht Javier seine Mätzchen als Clown triste. Da gibt es auch die schöne Natalia, eine vollbusige Akrobatin. Sie ist eigentlich mit Serge dem Chefclown zusammen. Natalia findet Gefallen an Javier und das ist der Anfang eines erbitterten Kampfes zwischen den beiden Clowns, die selbst den Tod riskieren, um die Gunst Natalias zu gewinnen.

DER POLITISCHE KONTEXT:
- Und auch der ein oder andere Spoiler -

Öhöm.. ein politischer Kontext ist zwar in dem Liebesdrama-Gemache nicht jederzeit greifbar, aber irgendwie doch sehr eindeutig. Irgendwann ist klar: der Zirkus ist Spanien. Doch, ehrlich! Die Regierung (Zirkus-Direktor) ist zwar offiziell der Herr des Hauses, hat aber in Wirklichkeit wenig zu gebieten. In Wirklichkeit ist es der Faschismus (gespielt vom lustigen Clown ) der das Sagen hat. Mit autoritärer Strenge und menschenverachtender unberechenbarer Grausamkeit schwingt er das Zepter. Der Widerstand (gespielt vom traurigen Clown), ist der vom Faschismus geschlagene, der Kindheit und des Vaters beraubte Clown triste. Beide lieben das Volk (gespielt von er reizenden Akrobatin Natalia). Auch das Volk liebt sie irgendwie beide, den Faschismus und den Widerstand. Natalia verkörpert den Masochismus dieses Landes, sie trägt eingangs auch gleich mal 'ne spanische Flagge als Umhang. Sie ist Spanien und liebt es irgendwie geschlagen und gedemütigt zu werden, ist dennoch lebensfroh und forsch mit ihren schönen langen blauen Wimpern und der vorwitzigen Zungenspitze.
...Sie balgen um die Gunst Natalias...
Beide, Faschismus und Widerstand, erliegen am Ende der Eitelkeit und Herrschsucht auf denen das System beruht.
Auf den Querbalken eines 150 Meter in die Höhe ragenden Kreuzes wird die geradezu obszöne Bündnis zwischen Katholizismus und Faschismus fassbar gemacht. Wenn unter den ausgebreiteten Flügelarmen der Kirche, der Faschismus mit dem Widerstand einen finalen Kampf austrägt, ist wohl klar dass es zwar keinen wirklichen Sieger geben kann. Aber einen Verlierer, das Volk ... *hups*... es fällt... zu den Anklängen von Mozarts Requiem, gehalten zwar von Sicherheitsseilen, aber es wird am Ende etwas verloren haben. Nicht das Leben unbedingt. Aber das Rückgrat. Entzweigebrochen unter den zunehmend eigennützig-eigensinnigen Hader der beiden Parteien und unter dem Schutz der Kirche.
*g*
Mag der politische Bezug ein wenig plump sein. Ich kann ihn dem Film nicht wirklich als gelungen zuschreiben. Am Ende ist es allein der Kampf um Liebe und der nimmt zunehmend groteskere Formen an. Das nervt irgendwann schon fast, und noch später ist der Film am ehesten eine Art HAU DEN LUKAS. Das Ding ist nur - es MACHT SPAß!
Und wir sehen unserem Protagonisten fassungslos dabei zu, wie er im hinten offen Nachthemd (und bald schon ganz nackig) im Wald lebt und totes Wild apportiert.
Aber: Clowns sind irre, das wussten schon Batman und Stephen King .

RESULTADO:
UNTEN: barock überladene Wirrungen in bunt OBEN: schwarz-weiße Wochenschauschnippsel
Ach so, ob der Film über guten Geschmack verfügt?
Sicher nicht.
Egal.
Zu metaphorisch??
Dick?
Plakativ?
Ja.
Und?
Unter der extra fetten Schicht Theaterschminke, unter dem bröckeligen Puder, dem riesigen gemalten Clownsmund, verbirgt sich ein sensibles Gesicht, wenn auch ein recht alltägliches.

Alex de La Iglesia , der auch selbst das Drehbuch geschrieben hat, bekam viel Beifall in Venedig, vor allem von einem (wen wunderts) begeisterten Quentin Tarantino. Der fand die Clownorious Basterds jedenfalls ziemlich schick. Ich habe vorher noch keinen Igelsia gesehen, aber ich lasse mich trotz aller Kritik schon zu 5 Sternen hinreißen und werde bald mal einen vorsichtigen Blick auf El Dia de la Bestia werfen.
Mad Circus ist ein heftiger, FETTER, voll geladener Film. Visuell und akustisch überbordend, dramatisch bis zum Anschlag, der immer wieder volles Rohr in den Kitsch reinlatscht und Metaphern wie Jonglierbälle eher tollkühn als kunstvoll in der Luft tanzen lässt. Wenn einer runter fällt, schei*egal! Ein Zirkus wie sein Land, in dem Schrecken und Humor ineinander fließen, laut, stolz, albern und melodramatisch-lebensfroh.

Produktinfo Special Edition: Es gibt nichts zu meckern.
FSK ganz klar: ab 18 Jahren
Laufzeit: 101:00 Min. (97:30 Min. o. A.)
Disk 2 hat fast 2 Stunden Bonusmaterial drauf.
Es gibt außer deutschem Ton DTS 5.1 auch den Originalton DTS 5.1 spanisch, aber NUR deutsche Untertitel.
Lobenswert: Das FSK Logo ist ein ABLÖSBARER Aufkleber auf dem Schuber des Digipaks!


Der Husar auf dem Dach [VHS]
Der Husar auf dem Dach [VHS]
VHS

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Madame, habt keine Furcht, ich bin ein Edelmann, 20. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Husar auf dem Dach [VHS] (Videokassette)
Ein Film von Jean-Paul Rappeneau (Cyrano von Bergerac) von 1995 nach dem gleichnamigen (tollen) Roman von Jean Jean Giono.

Aix en Provence im Jahr 1837.

ZUR HANDLUNG:
Angelo Pardi, ein junger Adliger mit dem Rang eines Husarenoffiziers, stets gut gekleidet und stets zu Pferde unterwegs, gerät auf seiner Reise durch Südfrankreich in eine Choleraepidemie. Er hat dem Freiheitskampf seine (erkaufte) ehrenvolle Husarenstellung geopfert. Aus dem Piemont kommend, wo er sich als Anhänger des Geheimbundes der "Carbonari" dem patriotischen Freiheitskampf widmet, strebt er nun in den Süden Frankreichs. Er hat nämlich im Duell (anstatt ihn einfach zu ermorden) den Baron Swartz getötet. Österreichische Häscher sind ihm auf den Fersen, als inmitten dieses glühenden, nie da gewesenen Jahrhundertsommers, mit voller Wucht eine Cholera Seuche entbrennt. Obwohl strengste Quarantänevorschriften die Flucht zusätzlich erschweren, setzt er ungerührt seine Reise fort durch das von der Cholera verwüstete und Land, wo die Leichen bald zu Hunderten am Wegesrand liegen. In Manosque wird er als vermeintlicher Brunnenvergifter vom lynchmordigen Bürgermob gejagt und flüchtet sich auf die Dächer der Stadt und lebt tagelang dort oben, während die Seuche unten wütet. Gerade aus der Perspektive vom Dach herunter auf die Stadt wirft man mit Angelo einen gnadenlosen Blick auf die verheerenden Folgen dieser Epidemie.
Als er von Hunger und Durst geplagt durch eine Luke in ein Stadthaus hinabsteigt, verschreckt er die allein lebende junge Madame de Théus.
...
Pauline de Théus (Juliette Binoche) und Angelo Pardi (Olivier Martinez) reiten jetzt zu zweit durch die Gluthitze dieses Jahrhundertsommers. Das hat in seinem Verlauf schon fast den Touch eines Roadmovies. Jedoch, manches was man genregängig vom Kostümfilm oder Mantel & Degenepos erwartet, wird hier anders verlaufen oder zumindest ins Off verlegt.
...

EIN FILMISCHES GEMÄLDE DER ROMANTIK
Die hochsommmerliche Provence und die Cholera, als ein mit allen Sinnen wahrnehmbares Gemälde, schrecklich, gespenstisch und doch die wie gemalt. Wunderschöne, sonnen- und gefühlsüberströmte Landschaften, die weit mehr als nur eine Kulisse darstellen. Passend in die Epoche auch die Schauspieler, die Kostüme und Requisiten, der Film hatte angenehmerweise ein sehr großes Budget für so etwas, ohne es für Special Effekts zu verwenden.

CHOLERA:
Trockene Cholera oder Cholera sicca ist eine besonders schwere Choleraerkrankung, die schon nach wenigen Stunden durch Kreislaufkollaps zum Tode führt, noch BEVOR der Durchfall einsetzt, verscheidet der Patient meist. Die Haut verfärbt sich abrupt blau. Das Gesicht wird zur Maske. Die Beine krampfen. Das Reiben mit Alkohol soll den Kreislauf und die Sauerstoffversorgung ankurbeln, versagt ja aber in den allermeisten Fällen. Ich glaube bei der Sicca überlebt nur ein geringer Prozentsatz der Angesteckten. Wie vom Blitz getroffen fallen die Menschen, von Krämpfen geschüttelt, das Gesicht zu einer Maske verzerrt, erbrechen sie eine milchreisartige Masse, bevor sie im ewigen Grinsen erstarren.
Es gibt mehrere Stadien, wobei das erste Stadium schon tödlich sein kann, manche kommen auch munter daraus hervor, wenn auch wenige.
Niemand findet etwas dabei, wenn die einem dem großen Sterben anheim fallen, und die anderen nicht. Allein die übergroße Angst selbst davon getroffen zu werden verändert die Menschen.

Zuviel Ritterlichkeit?
Diese ausgeprägte Ritterlichkeit der Hauptfigur ist vielleicht DER rote Faden der Geschichte. Zumindest in der Buchvorlage wird sie von Jean Giono durchaus nicht nur vor uns ausgebreitet, sondern auch aufs Korn genommen, sie wird mit dort mit viel ironischem Pessimismus demaskiert und darf doch Angelos Hauptmerkmal bleiben. Hier im Film darf der Held fast durchgängig seine strahlende Rüstung anbehalten, ohne dass wir die Rostflecken zu sehen bekommen. Und auch zu Recht, denn es ist auch wunderschön, wie ein Mensch die Würde wahrende Ordnung in einer Zeit des Zerfalls aufrecht erhält, ohne zum tragischen Opfer zu werden oder sich wirklich lächerlich zu machen.

Stets sind das Verderben, die Hitze, der Untergang, die Krankheit in der Stadt, und die Rettung, das Glück und die Liebe auf dem Land. Eine kleine, jedoch herausragende Episode findet allerdings auf den Dächern von der Stadt Manosque statt, wo Angelo von oben - aus der Perspektive der Katzen - Zeuge dieser Epidemie aus dieser gewisser Distanz wird. Die bildnerische Kraft dieses titelbildenden Zwischenspiels prägt sich ein, auch wenn sie im Film recht kurz gerät und dem philosophischen Charakter, den sie im Buch besitzt, beraubt wird, da das filmische Augenmerk sich gerade mehr Richtung der bevorstehenden Romanze fokussiert und sich zunehmend einer gewissen Abenteuerfilm-Dynamik hingibt. Dennoch bleibt der Film stets gelassen, ohne Hektik und ohne typisches Liebesgeschnulze. Auch wenn im Buch die innere Verbundenheit der Reisebekanntschaft höchstens zart angedeutet bleibt und fast an den hinteren Buchrand gedrängt, wird sie hier nicht überbetont. Jedenfalls hat der Film seine eigenen Vorlieben und die stellt Rappeneau aufs schönste aus. (Auch wenn ich im Film die zigarrillorauchende Nonne mit der Angelo zu Totenglockengebimmel die vielen Toten wäscht, ein wenig arg vermisse.)

Pauline de Théus (Juliette Binoche ) und Angelo Pardi (Olivier Martinez ) sind mit ihren Pferden und Rollen fest verwachsen. Perfekt.
Gérard Depardieu : Polizeikommissar von Manosque
François Cluzet: Der kleine Doktorfranzose
Yolande Moreau : Mrs. Rigoard
und andere bekannte Darsteller in kleinen Nebenrollen unter dicker Maske.

WANN erscheint dieser Film, der wirklich einer meiner Lieblinge ist, endlich wieder in einer deutschen Sprachfassung?
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 10, 2012 7:09 PM MEST


Der Husar auf dem Dach
Der Husar auf dem Dach
von Jean Giono
  Broschiert

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Naturgemälde übersetzt in Sprache, 19. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Husar auf dem Dach (Broschiert)
Der französische Schriftsteller Jean Giono, der "Knut Hamsun Frankreichs" ;-) am 30. März 1895 in Manosque geboren und daselbst 1970 gestorben, schrieb im Jahre 1951 als zweitem Roman seines "Husarenzyklus" diesen Roman, der teilweise auch im historischen Manosque spielt, nämlich während der Gluthitze des Jahrhundertsommers 1837.
Das Buch ist nicht nur ein Naturgemälde, sondern auch ein Schelmenroman, kein Heldenepos, nein, Jean Giono zeichnete seinen buchbestimmenden Husaren namens Angelo Pardi, mit viel Ironie. Er erschien mir irgendwie als verwegen-naiver Glücksritter, der sich zwar mit viel Helden- und Edelmut (und in aller Seelenruhe) den Gefahren und Schrecken dieses Sommers stellt, der uns aber auch durch seine inneren Monologe von der Angst und der Entfremdung berichtet. Er teilt uns vor allem auch ganz offenherzig seine teils recht ernüchternden Eingeständnisse und Erkenntnisse über sich selbst mit, die sich ihm auf seinem Trip durch Südfrankreichs Seuchengebiete bewusst werden. Jedenfalls ist die Reise des strahlenden Helden mit abgrundtiefem Pessimismus verwoben.
Giono ist trotz aller genauer Einzelheiten kein realistischer Erzähler. Die erschreckenden Details über Schmetterlinge, Schwalben und die Cholera sind teils auch fantastisch anmutende Bilder, die seiner "schwarzen Provence" einen leicht surrealen Anstrich verpassen.

Südfrankreich 1837, ein Feld der Agonie. Pferd und Reiter dösen unter dem brütenden Schatten einer Birke, bis ein brennender Sonnenstrahl durch das Laub auf die Nüstern fällt und beide aufschreckt.

Hitze in Tönen, Farben, Gerüchen, Geschmack:

FARBEN:
Hitze, ihre schwarzen und verderblichem Wogen. Kreideweißes Sommergras. Wald, aschgrau und formlos, Bäume vom weißen stumpfen Licht durchflutet, Äste die sich unter rasselnden Goldstäben krümmen. Himmel. Der kreideweiße Himmel, ein unheimlich phosphoreszierender Schlund aus dem ein fiebrig glühender, zäher Atem bläst. Die Natur ist in siedend heißem Gips erstarrt, faulende Aprikosenbäume, graue Mandelbäume, ungeerntet liegt der Roggen platt in brütender Hitze. Schwärme von Krähen, verlassene Weiler, Dörfer liegen ausgestorben und knochenbleich in der Sonne, brütende Städte, wo selbst die Schwalben zu Aasfressern werden.
GERÜCHE:
ein Ritt durch den heißen, aasigen Wind über einen Teppich von Thymian und Bohnekraut, der scharfe Geruch der Säfte wilder Mehlbeerbäume. Das Aroma fauliger Eier und Ziegenbock, nach warmen Ziegeln und Schwalbennestern, im Vorbeigehen an einer Hecke erst das Aroma zerdrückter Jasminblüten, dann eine anderer schwerer süßlicher Geruch, der einen Würgen macht. In der Stadt dampfende Gullys, überlaufende Latrinen, Verwesung. Brennende Scheiterhaufen.
GERÄUSCHE: Die Hitze des Sommers summt wie die Esse eines Ofens, die Stämme der harten Eichen knarren, das stählerne Rascheln der Blätter; betäubendes Brummen der Schwärme wilder Bienen, das Rascheln von Ratten, das Flügelschlagen von Krähen, die auf Körpern hocken, die Flutwelle ihrerer schwarzer Flügel, die durch ein Tür der Totenhäuser nach draußen brandet; die Brunnen, die in der stillen Mittagshitze so laut plätschern wie sonst nur in der Nacht. Katzenpfoten auf dem Dach, das Rollen der Räder der Leichenkarren auf dem Pflaster, die Schreie der Erkrankten, Sterbenden oder der Angehörigen, das Bimmeln der Totenglocke. Dann wieder absolute Stille.
GESCHMACK: Viel Wein vom guten Roten, Ziegenkäse und Zigarillos. Und das wohlige Gefühl im Mund, nach einer befriedigenden Mahlzeit. :D

ZUR HANDLUNG:
Angelo Pardi, ein junger Adliger mit dem Rang eines Husarenoffiziers, stets gut gekleidet und stets zu Pferde unterwegs, gerät auf seiner Reise durch Südfrankreich in eine Choleraepidemie. Er hat dem Freiheitskampf seine (erkaufte) ehrenvolle Husarenstellung geopfert. Aus dem Piemont kommend, wo er sich als Anhänger des Geheimbundes der "Carbonari" dem patriotischen Freiheitskampf widmete, strebt er nun in den Süden Frankreichs. Er hat nämlich im Duell (anstatt ihn einfach zu ermorden) den Baron Swarzt getötet. Österreichische Häscher sind ihm auf den Fersen, als, inmitten dieses glühenden, nie da gewesenen Jahrhundertsommers, mit voller Wucht eine Cholera Seuche entbrennt. Er setzt ungerührt seine Reise fort. In Manosque flüchtet er sich auf die Dächer der Stadt und lebt tagelang dort oben, während die Seuche unten wütet. Gerade aus der Perspektive vom Dach herunter auf die Stadt wirft man mit Angelo einen gnadenlosen Blick auf die verheerenden Folgen dieser Epidemie.
Als er von Hunger und Durst geplagt in das Stadthaus mit dem verlockenden Speicher voller anheimelndem Trödel hinabsteigt, verschreckt er die allein lebende junge Madame de Théus.

Sein Ziel? Erst weg - dann wieder zurück nach Italien? Als Leser tappt man bezüglich dessen länger im Dunklen, was überhaupt gar nicht schlimm ist, man befindet sich einfach mit Angelo im Hier und Jetzt. Recht spät wird man überhaupt eingeweiht in Angelos ungefähre Vergangenheit und seine vagen Zukunftspläne. Erst beim Zusammentreffen mit seinem Milchbruder Giuseppe wird das ansatzweise klar (Übrigens: Dieser Halunke Giovanni hat nur seine eigenen Interessen im Auge und stellt sich dem Leser alseine Art Gegenstück zu Angelo dar) und da ist man schon über die Mitte des 500 Seiten Buches hinaus. Bis dahin teilt der Leser mit Angelo lediglich die Landschaft Südfrankreichs, den Glutsommer, das Unterwegssein, das Essen, den Wein und die grausige Seuche. Man mäandert mit ihm durch das Land und lauscht seinen Gedanken über das Leben, fühlt sein Herz vor Freude hüpfen, wenn er auf Widerstand, wie eine bewaffnete Barrikade stößt. Seine Pistole oder seinen Degen zückt er sehr gern.

Angelo gefällt sich unsagbar in der Pose des Überlegenen. Einem anderen (schlechteren) Mann pistolendrohend das Pferd abzunehmen, es überwältigt ihn schiere die Freude darüber, wenn es ihm mit Leichtigkeit und Nonchalance gelang.
Es reihen sich kleine Episoden: Das Zusammentreffen mit dem kleinen Doktor-Franzosen und wie er am Feldrain mit ihm die Nacht verbringt, und schließlich für ihn dort auch die Totenwache hält. Wie der Anblick nackter rundlicher Frauenarme mit verschwitztem rotem Achselhaar seine Tagträume verschönern, wie Angelos spontane Sympathie für einen prolligen Barrikadenwächters, dessen derbhässliches Gesicht plötzlich verschönt. Die Nächte verbringt er im Gras liegend, von wirren Träumen geplagt oder traumlos nach dem Genuss dreier Flaschen guten Roten in Stiefeln quer über dem Bett, auf Dachziegeln über der Stadt oder unter einem Baum.
Seinen ungestümen Drang edel und hilfreich zu sein kann er nicht ablegen nicht verbergen. Sie scheinen sein Antrieb zu sein.

CHOLERA:
Trockene Cholera oder Cholera sicca ist eine besonders schwere Choleraerkrankung, die schon nach wenigen Stunden durch Kreislaufkollaps zum Tode führt, noch BEVOR der Durchfall einsetzt, verscheidet der Patient meist. Die Haut verfärbt sich abrupt blau. Das Gesicht wird zur Maske. Die Beine krampfen. Das Reiben mit Alkohol soll den Kreislauf und die Sauerstoffversorgung ankurbeln, versagt ja aber in den allermeisten Fällen. Ich glaube bei der Sicca überlebt nur ein geringer Prozentsatz der Angesteckten. Wie vom Blitz getroffen fallen die Menschen, von Krämpfen geschüttelt, das Gesicht zu einer Maske verzerrt, erbrechen sie eine milchreisartige Masse, bevor sie im ewigen Grinsen Zähne zeigen.
Es gibt mehrere Stadien, wobei das erste Stadium schon tödlich sein kann, manche kommen auch munter daraus hervor, wenn auch wenige.
Niemand findet etwas dabei, wenn die einem dem großen Sterben anheim fallen, und die anderen nicht. Allein die übergroße Angst selbst davon getroffen zu werden verändert die Menschen.
Bei der Darstellung des Krankheitsverlaufes folgt der Schriftsteller detailliert den medizinischen Quellen aus dem 19.JH. Dennoch muss klar sein, dass die sehr... raumgreifende Cholera hier im literarischen Sinne metaphorisch für etwas steht, was im weitesten Sinne etwas mit Schwarz - Schrecken - Tot - zu tun hat. Ein Höllenbild einer aus den Fugen geratenen Welt.

WAS IST DAS? Eine romantische Abenteuergeschichte? Ein Schmöker? Ein edelmütig-verwegener Husarenreiter in der Provence, verwoben mit einer zarten Lovestory scheinen das zu versprechen. Im Film wird bestimmt auch diese Seite der Geschichte betont, im Buch allerdings werden schon die anderen Seiten eines Schelmenstückes lauter.
Ein Schelmenstück, eben. Und deshalb hat unser junger Aristokrat schon eher sonderbare Züge und eine wirklich naiv anmutenden Weltsicht. Mit kleinen Abenteuersprenkeln übersät reitet er wie ein strahlender Ritter durch die Hitze dieses Sommers in Südfrankreich und stellt sich in aller Seelenruhe den Gefahren dieses Sommers und dem Schrecken der Cholera. Beides erscheint wie gemalt vor dem Auge des Lesers. Die Hitze und Trockenheit dieses Sommers und die wie der Blitz einschlagende schwarzfärbende Cholera.
Auch der Edelmut wird von der spitzen Feder des Autos aufgespießt und flattert bisweilen eher als infantile Heldenfahne an der Standarte des stolzen Angelo, dessen hübsches Gesicht sich bisweilen zu einem schon fast affigen Frätzchen verzerrt. Das Ganze ist mit wirklich sehr viel morbidem Charme garniert. Oder habe ich jemals literarisch oder filmisch dargestellt eine grausige Seuche mit ihren unzähligen Toten in den schauerlichsten Posen als so überaus idyllisch und wunderschön empfunden? Sicherlich nein. Ist es nicht allein diese Lichtgestalt des leichtsinnigen aber unerschütterlichen Helden, die es nicht nur erträglich, sondern so angenehm macht?

WER MAG DAS?
Was womöglich als Abenteuerschmöker gekauft wurde, liest sich als grandiose Landschaftbemalung.
Und entpuppt sich schließlich zunehmend als kritische Betrachtung von Altruismus und Edelmut.
Bzw. über den wahren Antrieb bzw. dem Eigennutz dessen.
Es liest sich auch ironisch und tappt gerne über die normalen Widersprüchlichkeiten des Lebens und der ach so ehernen Überzeugungen. (Angelo, ein Anhänger eines Geheimbundes widmet sich zwar dem patriotischen Freiheitskampf, schmäht jedoch als Aristokrat seitenlang die Stimme des einfachen Volkes. ;-)
Wie sieht es aus mit Pflichterfüllung und Moral? Gerade jetzt in der Katastrophe. "Von dem sozialen Körper der Menschheit während dieser Cholera sei nicht mehr viel zu erwarten. Er läge im Sterben. Er hat genug zu tun, er ist völlig mit seinem eigen Tod beschäftigt." S.221"
Und er geht in der Erkenntnis noch weiter. Sogar sein Freiheitskampf, irgendwann gibt er es zerknirscht zu: Er befriedigt damit ein eigenes Bedürfnis. Selbstlos? Gibt es nicht.
Gegen Mitte des Romans, als eines Tagen seine edle Hilfe brüsk (schon fast genervt) abgelehnt wird, fragt sich Angelo in resignierter Kühlköpfigkeit: "Glaubst du wirklich, dass Großmut immer gut ist? In neun von zehn Fällen ist sie Nötigung. Und männlich ist sie nie." Seine sich selbst und seine vermeintlichen "Heldentaten" reflektierenden Selbstgespräche sind jedenfalls köstlich. Auch die dicke Nonne mit der Zigarre im Mundwinkel ist es. Auch Angelo hält ein köstliches Gefühl bei der Nonne, als er mit ihr wochenlang 100erte von Toten wäscht. "Niemand wird mir Geltungsdrang vorwerfen", redet er sich ein, als er sich als Leichenwäscher in Manosque beim wohligen Gefühl wertvoll und edel zu sein ertappt. "Aber was ich hier tue, hebe seinen Rang. In dieser Stadt - wo die schändlichste Niedertracht mittlerweile als natürliches Verhalten gilt." Ist das sein Pflichtgefühl zu Helfen? Oder eigene Befriedigung?
"Das Gefühl etwas zu tun das uns adelt." So monologisiert Angelo angesichts der Epidemie seine inneren Gedanken, reflektiert das eigene Handeln und gibt uns wirklich seine allergeheimsten Erkenntnisse preis.
Allerdings kann ich noch immer nicht sagen, wer das mag.
Ich jedenfalls.

AUSBLICK:
Mit dem Gewitter nach zwei Drittel des Buches ändern sich auch die Farben und teilweise Ansichten des Romans wieder, es wird Herbst, die Feuchtigkeit verschlimmert die Cholera zwar, gleichsam wendet sich die Geschichte im nachfolgenden etwas von ihr ab, dafür der wieder neu gewachsener Wanderlust zu und der innerlich gereifte Angelo dem wieder erstandenen Glauben an den Kampf und den wahren Edelmut. Eben, er hat ja die die zarte und junge Paulette de Théus zu beschützen.:) In herbstlich kühlen und satten Farben reiten die Schöne und ihre Beschützer hinauf in die Haut-Alpes.

FAZIT:
Die Langsamkeit der Erzählweise, das Auf-der-Stelle-Treten des Helden, die träge Allegorie des Sommers und der schwarzfärbenden Seuche mögen manchen Leser ermüden, oder schlicht auf die Nerven fallen. Ich find's herrlich! Ich hab dieses Buch genussvoll verschlungen und es steht künftig im Regal auf einem der Ehrenplätze. Das Buch entfaltet sich mit einer fast dämonischen Eindringlichkeit. Ernüchternd und gleichzeitig grenzenlos romantisch, im Sinne der grandiosen Landschaftspoesie und einer zarten Romanze, auch wenn die platonische Liebesgeschichte im Buch nur ganz am Rande, fast an den hinteren Buchdeckel gedrängt, aufflackert und ganz zart angedeutet bleibt. In der (tollen) Verfilmung erhält sie einen größeren Part.

Soll ich mich jetzt schon wieder entschuldigen für mein ellenlanges Elaborat? :p
Ich weiß, ich sprenge hier mal wieder jeden Rahmen für eine Kunderez. Habs eher für mich selber im Urlaub geschrieben, vielleicht hat sich ja doch jemand durchgekämpft. *g*


Dark Love: Roman
Dark Love: Roman
von Lia Habel
  Broschiert

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Echte Ladys befehlen, echte Gentlemen gehorchen und echte Zombies fressen keine Gehirne, 12. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Dark Love: Roman (Broschiert)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
DARK LOVE

Teenagermädel...
Zombie!!
Liebe

Was?? *schluck*
'ich meine, da kann man ja schon ins Schlucken geraten, nachdem man den Titel
DARK LOVE
gelesen hat und dann auf obige 3er Kombination stößt.

Huhh?
Also, Ophelia, erst mal trocken schlucken, dann die Alarmsirenen ignorieren und den vinerschen Bestellbutton drücken.

Ob dieser Zombie evtl. auch jugendfrei liebt und gut geföhnt ist, oder evtl. sogar noch die Schulbank drückt? Will der auch nur kuscheln, oder... Ob es hier richtigen Sex vor der Ehe gibt? Oder auch wieder ein Untoter der eher braver Republikaner ist, bzw. einer von der jungen Union gar?
Aber ehrlich gesagt musste ich gleich noch mal schlucken, aber diesmal wegen dem unmittelbar einsetzenden Speichelfluss der beginnt, wenn ich folgende Dinge höre: utopische Welt, Epidemie, Endzeitfeeling, und *wunder* kombiniert mit historischen Elementen des viktorianischen Zeitalters? Wie schreiben das Jahr 2195 ' aber die Viktorianische Zeit (1837 - 1900) erlebt eine kleine Renaissance , sprich Kutschen, Gaslichter, Korsett und Zylinder. Irgendwie albern aber auch irgendwie neugierig machend.

Die Probe aufs Exempel:

Vor 200 Jahren schmolzen die Polkappen, eine Klimakatastrophe brachte lange harte Winter und zwang gewaltige Menschenmassen in die neu entstandene gemäßigten Zonen entlang des Äquators. Stürme wischten Kuba, Indonesien, England, Indien von der Landkarte.
Influenza und Hunger, ein neuer amerikanischer Bürgerkrieg und die Hinkehr der herrschenden Klasse zu alten Werten, der viktorianischen Prüderie. Während die unterlegenen PUNKS --- sie sind meist arme Bauern --- als Separatisten die konservativen Neu-Viktorianer bekriegen.
Wie das geendet hätte wissen wir nicht, denn es gibt ein da ein Virus, das Menschen in Zombies verwandelt.

Kritik nach Stichworten:

NEW VICTORIA:
Das heißt Kerosinlampen, pferdelose Kutschen, jede Menge neuviktorianischer Schrott wie eine auf alt getrimmte Taschenuhr mit eingebauter Digi-Cam.
--> kein 19 Jh. Flair. Aber auch gar keiner. Ich vergaß immer wieder die Epoche und wurde erst wieder daran erinnert, weil z. B. den Mädels beim Ankleiden das Mieder geschnürt werden. Ah, da fiel es mir wieder ein: stimmt.. viktorianisch. Ansonsten erinnert mich das Buch lediglich seiner Sexismen wegen an die Epoche: Frau bleibt daheim am Stickrahmen, darf nicht allein auf die Straße. Zwischendurch erinnerte mich dann doch auch das übertriebene Höflichkeitsgetue an die Epoche. Das ist aber eher selten, meist schnoddern diese Teenager wie in jeder heutigen stinknormalen amerikanischen Highschool.

DAS MÄDEL: hübsch, nett, lieb.
---> Wird von schlurfenden Zombies mit abfallenden Körperteilen entführt und hat einen äußerst langweiligen und sehr beliebigen Charakter.

DER HELD: Junger gut aussehender Bursche, der sich seine (gut)menschliche Moral dank eines Serums erhalten konnte, jedoch dennoch in Bälde dem Zombie-Virus erliegen muss.
---> Nun weiß ich, dass er zwar nicht geföhnt ist aber immerhin geduscht. Erklärung: auch wenn ein Zombie nicht schwitzt, kann er ja auch mal dreckig werden. Des Weiteren stillen diese verweichlichten Zwischenzombies ihren durchaus vorhandenen Hunger nach Menschenfleisch ' na? - mit TOFU! (an dieser Stelle schlug ich meinen Kopf mehrmals stereotyp gegen die Buchkante ' Gott-sei-Dank Softcover trotzdem -aua)
Nun weiß ich auch, dass (Un)Tote ein Mädchen mit einem Blutkreislauf ziemlich HEIß finden' aha.

DIE SCHREIBE:
---> Weder eine fesselnde Sprache, noch eine fesselnde Handlung oder Charaktere bzw. irgendein Element das die labbrigen Zutaten für mich wenigstens stimmig vereint hätte. Keine Landschaftsbeschreibungen, oder andre Mittel, um wenigsten atmosphärisch oder poetisch den Roman in der Spur zu halten. Es sind in meinem Kopf weder schöne Bilder entstanden, noch neue interessante Gedanken oder Gefühle, die mich beschäftigten.
Die Dialoge sind original Filmdialoge. Literarisch ist das Buch für den Müll und ginge für mich gerade mal als Drehbuch durch: Man nehme Bella & Edward (ohne sie überhaupt mit einer neuen Maske ausstatten zu müssen) steckt sie in Gehrock und Schnürmieder, nimmt zwei Schauplätze: Vorstadt mit Highschool und Zombiezeltlager. Ein paar Requisiten aus vom Winde verweht (echt!) und die hiesigen Dialoge. Ein etwas gehobener Standard von Benimm und Moral und ein Paar Zombies, mal mit/ohne Augäpfel, mal mit/ohne Gesichtshaut, mal mit/ganz ohne Kopf. Fertig!

Fazit:
---> Extreeem laangsame Verrottung des Hirns.


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4.0 von 5 Sternen Spaß und Lernen - Naschen und Vitamine, 11. Juni 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
So kann man infantile Lust am Nintendo etwas mit dem Notwendigen (Lernen) verquicken und so seine Jungen/Mädel mit guten Gewissen vor den Bildschirm setzen.
Der Spaß währt nicht lang denn bald hat man die Schwierigkeiten überwunden, dann wird es schnell etwas langweilig.
Für Kinder ab 5 im Vorschulalter nette witzige Unterhaltung, wo nebenbei schulisches Denken und Handeln schon mal ein wenig eingeübt wird.

Umgang mit Buchstaben und Zahlen, trainiert das Gedächtnis, übt den Umgang mit Geld und macht kleine Logikspiele.
Z.B. Rechnen im Sand oder Sepia den Tintenfisch mit Wörteralgen füttern.

Dirk Bach erklärt als Sharky geduldig alle Aufgaben, so muss man sie nicht lesen können.

Da kann man reinschnuppern: [...] Der Youtube link wurde leider gelöscht aber es gibt ihn dort. "Lernerfolg Vorschule - Capt'n Sharky"


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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch ne Rez für die Tonne, 11. Juni 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Ein Abfalleimer, schweizerisch auch Abfallkübel, ist ein Behälter zum Sammeln und zur Aufbewahrung von Abfällen (z.B. GEZ-Briefe, Tennissocken, Hakenkreuze, Parmesan aus der Tüte, Deathmetal CDs) bis diese endgültig entsorgt werden. Abfälle sind aber auch oft Brandpotenzial! Im Gegensatz zur Mülltonne ist Abfalleimer bzw. Mülleimer die übliche Bezeichnung für ein kleines Gefäß, meistens innerhalb der Wohnung, oder als Stadtmöbel im Freien. Meist sind Abfalleimer aus Plastik, Blech oder Draht. Eine besondere Form ist der Papierkorb.

Dies ist ein Treteimer. Er öffnet bereitwillig sein Maul per Fußtritt und schluckt Müll. Aber und das ist der Clou er hat drei Mägen: einer für grünes (Papier), einer für gelbes (Plasik) und einen für braunes (Rest).

Genau denselben nutzen Bekannte seit über 10 Jahren und er ist noch heil. Einzig anfällig ist evtl. die Tretmechanik.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 3, 2013 11:46 AM MEST


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