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Beiträge von la comtesse noire
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Rezensionen verfasst von
la comtesse noire

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Karlie Flamingo Visio Light Led Schlauchhalsband 70 cm, universell kürzbar, pink
Karlie Flamingo Visio Light Led Schlauchhalsband 70 cm, universell kürzbar, pink
Preis: EUR 7,49

1.0 von 5 Sternen Nicht zufriedenstellend, 20. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Anfangs war ich von dem Halsband wirklich begeistert (Länge kann genau auf den Hund abgestimmt werden, drei verschiedenen Leuchtarten, sehr starke Leuchtkraft, einfache Aufladung), jedoch ist das Halsband nun, nachdem es ca. eineinhalb Monate in Gebrauch war, kaputt. Der dünne Draht im Schlauch dürfte gebrochen sein, das Halsband ist nun leider nicht mehr reparabel und somit völlig unbrauchbar.


Der Teratologe - Festa Extrem
Der Teratologe - Festa Extrem
Preis: EUR 4,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ne kranke Lektüre!, 17. Oktober 2013
Jeder, der a.) Edward Lees Stil kennt und sich b.) bei Onkel Google erkundigt, was zur Hölle eigentlich ein Teratologe ist, wird ungefähr den Hauch einer Ahnung haben, auf was er sich einlässt, wenn er dieses Buch aufschlägt. Eines vorweg: egal, welche abartigen und kranken Dinge Ihr erwartet „Der Teratologe“ ist definitiv schlimmer … und naja, wenn ich das sage, hat dies wohl etwas Gewicht, denn ich, die abgebrühte Comtesse (ja, ab und an darf man sich selbst ein bisschen Honig ums Zuckermäulchen schmieren …), sage Euch, dass Ihr so etwas noch nicht gelesen habt und dass Ihr euch mehr als einmal denken werdet: „WTF, wo nehmen diese Typen diese dermaßen kranken Ideen her?!?!?“

Ihr könnt euch jetzt nach diesen Ausführungen denken, dass „Der Teratologe“ kein Liebesroman ist – vielmehr stehen Gräßlichkeiten und abnormalste Handlungen im Vordergrund. Im Hintergrund läuft eine nette Story (größenwahnsinniger Milliardär hat es sich in den Kopf gesetzt, Gott mit seinen Handlungen dermaßen zu erzürnen, dass dieser sich ihm leibhaftig offenbart), wir haben angenehme Figuren und sogar so etwas wie einen Helden bekommen wir geboten. Lee/White ohne Sex geht gar nicht, davon findet sich also mehr als genug im Roman, hauptsächlich steht in „Der Teratologe“ jedoch das Schockieren im Vordergrund – immer wenn man denkt, „so, noch schlimmer kanns nicht kommen“, setzen die Gentlemen Lee/White mit Leichtigkeit noch Eines drauf.

Schon nach den ersten paar Seiten hab ich mir gedacht, dass das wirklich verdammt kranke Scheiße ist, aber natürlich ist der Roman – wie sollte es anders sein – noch härter und noch bösartiger geworden. Für ein Buch wie dieses muss man definitiv empfänglich sein, Leser die meinen, „Shades of Grey“ sei heftig, sollten es nicht in Erwägung ziehen, ja nicht mal daran denken, diesen Roman zu lesen, weil sie wohl bereits nach der ersten Seite kreidebleich versuchen dürften, das Essen im Magen zu behalten. Ihr meint, ich übertreibe? Dann überzeugt Euch selbst.

Dieses Buch ist etwas für Kenner und Liebhaber des Torture-Genres – Moral oder gar Anstand haben in dieser Story nicht mal entfernt etwas zu suchen. Wem es jedoch Spaß macht, sich mit den Werken großartiger Schriftsteller zu befassen, die gern mal nen riesen Brocken übers Ziel hinaus schießen, wird mit dem Duo Lee/White seine wahre Freude haben.

Ich fand den Roman krank, abartig, pervers, grotesk, beschämend … aber auf seine Art und Weise schlicht und einfach genial. Lee und White sind jeder für sich bewundernswerte Schriftsteller (nicht zuletzt deshalb, weil sie sich einen Dreck darum scheren, wer was von ihren Büchern halten mag), aber beide zusammen setzen der Monstrosität die Krone auf. Grenzen gibt es hier nicht, nichts ist zu derb und nichts wird verschwiegen – hier geht es um Dinge, die unsereins wohl nicht mal in den allerdunkelsten Albträumen in den Sinn kommen würden und genau das meine Lieben, macht doch einen guten Horror-Autor aus – oder?

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Nest: Jake Sloburn Horror/ Mystery Thriller: Jake Sloburn Horror Mystery #1 (Jake Sloburn Horror Serie)
Nest: Jake Sloburn Horror/ Mystery Thriller: Jake Sloburn Horror Mystery #1 (Jake Sloburn Horror Serie)
von L. C. Frey
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitte mehr davon!, 15. Oktober 2013
Man nehme eine Handvoll Männer, die aus ihrem mehr oder weniger langweiligen (Sex-)Leben flüchten wollen, ein Freudenhaus, das verspricht, seinen Kunden genau das zu geben, was sie sich im Geheimen am meisten wünschen und einen mysteriösen, ziemlich coolen Helden – schon hat man die Zutaten für Lutz C. Frey’s Roman „Nest“ beisammen. Naja, ganz so einfach ist es klarerweise nicht, man muss aus diesen Zutaten ja immerhin etwas Tolles zaubern, gute Ideen alleine machen immerhin noch lange keinen guten Horrorroman aus. Der Autor scheint jedoch schon etwas Übung im Aufbereiten von guten Einfällen zu haben, denn sonst hätte er wohl kaum diese überaus gelungene Geschichte auf die Beine stellen und mich mit seinem Stil überzeugen können.

Ohne viel Herumgeschwafel kommt Frey gleich zu Beginn der Geschichte auf den Punkt und zeigt dem Leser wo es lang geht: Männer mit ausschweifenden sexuellen Fantasien treffen auf perfekt gebaute Frauen, die überaus willig sind, den Jungs ebendiese ohne Murren zu erfüllen. Blöd nur, wenn sich der Ort der sexuellen Erfüllung als Ort des Grauens und des Todes entpuppt.

So gut und fesselnd der Autor die Geschichte rund um die Männer im „Nest“ auch beschrieben hat, eines hat mich doch gestört, nämlich, dass der Hauptprotagonist und eigentliche Held der Geschichte, Jake Sloburn, lediglich eine Nebenrolle spielte. Auch blieb dieser Charakter weitgehend im Dunkeln – man erfährt als Leser nur das allernötigste über Jake, was ich doch sehr ungewöhnlich fand, da dies der erste Roman der Jake Sloburn-Reihe ist. Aber ich möchte hier eigentlich gar nicht zu viel drauf herumreiten, denn ich habe die Vermutung, dass der Autor sehr wohl weiß, warum er diesen Charakter noch nicht ins Scheinwerferlicht stellt, sondern ihn mit einer geheimnisvollen Aura umhüllt … der Leser hat natürlich jetzt Lust auf mehr und kann es kaum erwarten was es mit diesem geheimnisvollen Typen auf sich hat.

Im Großen und Ganzen hat der Autor mit dem Roman „Nest“ also genau ins Schwarze getroffen. Flüssiger Schreibstil, Spannung vom Anfang an, Sex (ganz wichtig :)) und natürlich literweise Blut (in einem Horrorroman noch wichtiger) – also ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Der Autor hat Talent und (was natürlich mindestens genauso wichtig ist) ‘ne Menge kranker und abartiger Ideen – nur weiter so!

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Fangboys Abenteuer
Fangboys Abenteuer
von Jeff Strand
  Broschiert
Preis: EUR 12,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte, die einem ans Herz geht!, 27. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Fangboys Abenteuer (Broschiert)
Das mit dem Humor ist ja immer so eine Sache wie wir wissen, jeder spricht auf eine andere Art davon an. Ich persönlich lache prinzipiell sehr gern und viel und ja ich kann auch wirklich wegen fast jedem Blödsinn schmunzeln, dennoch würde ich mich als jemanden bezeichnen, der an den Humor auch einige Ansprüche stellt. Jedenfalls bzw. hauptsächlich dann, wenns um die Lacher in Filmen und Büchern geht. Ich denke gerade an „Sarg niemals nie“ zurück, welches ich vor geraumer Zeit rezensiert habe. Mir fällt wieder ein wie billig die Jokes in diesem Roman waren und wie sehr ich mich damals gewundert habe, wie man es schafft mit seinen Witzen so ins Klo zu greifen.

Wie dem auch sei, es gibt, Gott (oder Satan oder wem auch immer) sei Dank auch Autoren, die wirklichen Witz und Esprit in eine Geschichte bringen. Paul Cleave ist diesbezüglich absolut spitze wenn ihr mich fragt oder auch Jeff Strand (für mich persönlich ja ein bisschen der König des schwarzen Horror-Humors) hat verdammt viel Klasse und nen mördermäßig geilen „Schmäh“. Die Sache mit Strand sieht Voodoo Press anscheinend ähnlich wie ich, sonst hätten sie wohl kaum einige Bücherrechte von besagtem Schriftsteller erworben.

Den Anfang der Strand-Bücher bei Voodoo Press machten „Benjamins Parasit“ und „Fangboys Abenteuer“, und ja ich bin ehrlich, eigentlich hat letzterer Roman vom Thema her nicht wirklich etwas auf dem bitterbösen Blut&Beuschel-Blog zu suchen, aber was soll ich sagen, ich kann und will euch dieses Schmankerl einfach nicht vorenthalten.

Es ist einfach grandios wie Jeff Strand über den kleinen Nathan Pepper schreibt, der eigentlich ja ein ganz normaler Junge ist, wären da nicht diese riesigen Fangzähne mit denen er geboren wurde und die ihm das Leben sehr, sehr schwer machen. So gesehen, ist dies doch die perfekte Vorlage für eine Geschichte, in der der Protagonist ein blutrünstiger, kannibalistischer Serienkiller wird und sich quer durch die Story metzelt. Aber nein, Jeff Strand hatte andere Pläne und diese so liebevoll umgesetzt, dass ich jetzt, Wochen, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, noch immer mit einem Lächeln an Nathan und seine Geschichte zurück denke. Die Geschichte über einen kleinen, herzensguten Jungen, der nichts anders möchte als ein normales Leben führen zu dürfen und der – trotz seiner monströsen Zähle – geliebt werden will. Die Abenteuer von Nathan Pepper beschreibt Strand mit herzerweichendem Feingefühl und der – für den Autor absolut üblichen – riesen Portion dunkelschwarzem Humor.

Strand hat einfach zweifellos ein Talent dafür, selbst harmlose Geschichten mit seinem einzigartigen wie auch pechschwarzen Witz zu überziehen und das macht den Roman dann doch wieder zu etwas so Speziellem, dass er definitiv und ganz ohne Zweifel auf unsere Blut&Beuschel-Homepage muss/darf/soll. Man nehme also die – eigentlich ganz harmlose, wenn auch sehr abenteuerliche und spektakuläre – Geschichte über einen kleinen Jungen, der quer durch die Welt reist um in eben dieser seinen Platz zu finden, gewürzt mit einer riesen Portion „Strand“ und schon haben wir einen herausragenden und einfühlsamen Roman, der einen mitfiebern, lachen und vielleicht sogar Tränen vergießen lässt (nicht nur des Humors wegen, soviel darf ich verraten …). Ich kann euch „Fangboys Abenteuer“ wärmstens empfehlen, wenn es mal etwas Ruhigeres ohne viel Blut aber mit viel Herz und Witz sein darf – ihr werdet sehen, Jeff Strand ist ein Ausnahme-Schriftsteller, der es versteht seine Leser zu fesseln.

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Zeitgeist: Alptraum-Phantasie
Zeitgeist: Alptraum-Phantasie
von Christian S. Schneeweiß
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zweifellos eine tolle Geschichte!, 15. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Zeitgeist: Alptraum-Phantasie (Taschenbuch)
Ich freue mich ja immer irrsinnig über Rezensionsanfragen – ja, dies ist ein Wink mit dem Zaunpfahl – und so habe ich mich auch sehr geschmeichelt gefühlt, als Christian S. Schneeweiß an mich mit der Frage herangetreten ist, ob ich nicht Lust hätte sein neuestes Werk zu rezensieren.

Was für eine Frage! Natürlich lese und bewerte ich immer ausgesprochen gerne Werke von „Jungautoren“. Im Gegensatz zu Schriftstellern, die bereits überzeugen konnten und die sich somit schon einen kleinen Sonderstatus erkämpft haben (was widerum mit einer gewissen hohen Erwartungshaltung verbunden ist …), weiß man als Leser bei einem unbekannten Autor nie, auf was man sich da eigentlich einlässt. Man kann sich also in ein quasi jungfräuliches Abenteuer mit jemandem stürzen, der einem bis dato komplett unbekannt ist. Ob ich meinen Ausflug in die Welt des Christian S. genossen hab und wie es mir mit dem ungewöhnlichen Stil des Autors ergangen ist, könnt Ihr in nachfolgender Rezension nachlesen.

Über die Story: „Zeitgeist“ handelt von einem Mann, der seine Zeit im Irrenhaus absitzen muss. Da er sich weigert zu reden, gibt man ihm eine Schreibmaschine, mit deren Hilfe er die Tragödie erzählen soll, die ihn zum Schweigen gebracht hat. Der Roman handelt also von einem gepeinigten und gebrochenen Mann, der seine unglaublichen wie auch unvorstellbar grausamen Erlebnisse schildert und dem Leser dadurch den Zugang in eine völlig neue Welt ermöglicht.

Beginnt der Roman am Anfang wie ein Krimi, wird dem Leser sehr schnell klar, dass er sich mitten in einer Horror-/Mystery-Geschichte befindet. Kaltblütige Morde, durch und durch bösartige Wesen und eine interessante Geschichte machen die knapp 250 Seiten zu einem sehr speziellen Lesevergnügen.

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass der eine oder andere Leser bei so manchen Passagen ein mulmiges Gefühl gehabt und sich heftig gegruselt hat, denn Schneeweiß weiß, wie man bei seinen Fans eine Gänsehaut verursacht. Diese Passagen laufen so richtig schön im Kopf mit, sodass es mich nicht wundern würde, wenn manch einer abends ausnahmsweise nicht das Licht abgedreht hat oder mehrmals kontrolliert hat, ob die Tür wohl wirklich abgeschlossen ist. Ja, der Autor besitzt eine angenehm dunkle Phantasie und lässt den Leser gekonnt an eben dieser teilhaben.

Schneeweiß hat sich auch ganz offensichtlich Gedanken über die Geschichte gemacht, denn mehr als einmal findet sich der Leser in absolut unerwarteten Situationen wieder und ihm wird klar, dass in diesem Roman nicht ist wie es scheint. Manche Passagen erinnerten mich sehr stark an „Inception“. Vielleicht hat sich der Autor an diesem Film angelehnt, vielleicht auch nicht. In jedem Fall fand ich den Versuch eine Story in der Story in der Story zu beschreiben eigentlich recht gelungen.

Die Rezensionen auf amazon.com sind durchwegs grandios. Schneeweiß wird für sein Talent gelobt, das Buch als durchwegs spannend und absolut gruselig beschrieben. Weiters betonen viele Rezensenten immer wieder, wie flüssig das Buch geschrieben ist und dass sie den Stil des Autors wahnsinnig gut fanden. Und hier liegt für mich der Hund begraben, denn mit dem Stil hab ich von Anfang bis Ende gehadert. So sehr ich es auch wollte, aber ich bin und bin einfach nicht richtig in die Geschichte gerutscht, weil mir der Stil zu holprig und teilweise auch etwas zu verwirrend war. Ich hätte mir etwas mehr Konstanz und ein klein bisschen weniger Sprunghaftigkeit gewünscht und dies wäre für mich auch notwendig gewesen um voll und ganz in der Geschichte versinken zu können.

Alles in allem ist „Zeitgeist: Alptraum-Phantasie“ ein sehr spezieller Roman, der mir gut gefallen und inhaltlich bestens unterhalten hat. Der Autor hat zweifelsohne ein großes Talent für ausgefallene Geschichten und sollte seinem Still auf jeden Fall treu bleiben, denn auch wenn ich mich nicht 100%ig damit identifizieren kann, sieht man an der Menge seiner Fans, dass seine Ausdrucksweise durchaus Anklang findet … und wie wir wissen soll man Dinge, die sich bewährt haben, nicht ändern.

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Roadkill (Zombie-Novelle)
Roadkill (Zombie-Novelle)
von Sönke Hansen
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr davon bitte!, 28. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Roadkill (Zombie-Novelle) (Taschenbuch)
Wie dem einen oder anderen bereits aufgefallen sein dürfte, hege ich eine große Leidenschaft für wandelnde Untote. Egal ob in Serien-, Film- oder Buchform, das Zombiethema fasziniert mich einfach und macht mir richtig Spaß.

Allerdings betrifft meine Begeisterung eher moderne Zombies; die Untoten der älteren Generation, nennen wir sie „Schlurfer“, sind nicht so ganz meines – ich finde, daß von ihnen einfach viel mehr Gefahr ausgeht, wenn sie etwas mehr als 1 km/h auf den Tacho bringen, vielleicht sogar laufen, Waffen bedienen und Autofahren können. Nun gut, ich muss an dieser Stelle ehrlich zugeben, dass ich bislang erst einmal von Wiedergängern gelesen habe, die ein Fahrzeug lenken oder mit Waffen umgehen konnten, aber sie haben mir gefallen und ich fand die Idee brillant. Wenn ihr neugierig geworden seid, kann ich euch auf meine Rezension zu Brian Keenes „Die Auferstehung“ verweisen – aber bitte erst, wenn Ihr diesen Beitrag hier durch habt ;-) .

Als ich kürzlich auf die Novelle „Roadkill“ von Sönke Hansen aufmerksam wurde, gingen mir mehrere Dinge durch den Kopf: das Zombie-Thema hat mich sofort angesprochen (natürlich), weniger begeistert war ich allerdings davon, dass nazistische Streitkräfte eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Da ich zugegebenermaßen jedoch recht neugierig bin (und mich auch gern mal davon überzeugen lasse, dass ich mit meinen Einschätzungen nicht ganz richtig liege), wollte ich der Novelle eine Chance geben und siehe da, ich habe sie letztendlich beinahe in einem Rutsch durchgelesen.

Inhalt: Die Geschichte handelt von einem Verlierertypen namens Dave, der von heute auf morgen erkennen muss, dass sich die Welt verändert hat: ein Virus, der die Menschen zu Wiedergängern macht, hat sich innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet. Der sehr geringe, noch nicht infizierte Teil der Menschheit versucht nun in diesem Chaos zu überleben und einen Ausweg aus der Misere zu finden. Dave und sein bester Kumpel Jesper schließen sich einer Gruppe von schwer bewaffneten Soldaten an und ihr Roadtrip quer durch Deutschland beginnt …

„Roadkill“ ist eine solide, gut durchdachte und vor allem sehr rasante Zombienovelle. Der Leser erfährt über die Protagonisten nicht mehr, als unbedingt notwendig ist, was bedeutet, dass er die Möglichkeit hat, sich ein komplett eigenes Bild zu machen – die Vorgaben des Autors beschränken sich auf ein Minimum und so sind der Phantasie des Lesers kaum Grenzen gesetzt.

Eine Rezensentin auf amazon.de hat bemängelt, dass es der Geschichte an Beschreibungen und Details fehlt – dem kann ich zwar zustimmen, jedoch stört es mich in keinster Weise, wenn lange und breite Erzählungen ausbleiben. Wie manche von Euch bereits wissen, bin ich eine Liebhaberin der schnellen Schreibweise. Ich brauche maximal die Konturen einer Story – schon kann ich mir selbst ein Bild davon machen und habe mir meine eigene kleine Lese-Welt geschaffen. Lange und breite Umschreibungen haben meiner Meinung nach in einer zügigen Erzählung nichts verloren. In „Roadkill“ wird auf überflüssige Schilderungen jeglicher Art verzichtet und genau dies macht die Novelle zu einem High-Speed-Erlebnis.

Vorhin habe ich angeschnitten, dass ich Bedenken zwecks des Nazi-Themas hatte. Diesbezüglich kann ich Euch sagen, dass dies zwar beinahe die gesamte Story über präsent war, jedoch eine eher untergeordnete Rolle eingenommen hat. Splatter wird die ganze Geschichte über – wie es sich für einen richtigen Zombie-Roman gehört – sehr groß geschrieben, das heißt, es wird gemetzelt was das Zeug hält. Leser mit zarten Mägen sollten sich somit lieber von der Novelle fern halten oder einen Kübel bereitstellen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sich bei „Roadkill“ um eine temporeiche und blutige Geschichte handelt, die den Leser aufgrund des wundervoll schwarzen Humors des jungen Schriftstellers das eine oder andere mal zum Schmunzeln bringt. Freunde des Zombie-Themas werden mit der Novelle gut unterhalten und sollten beim Lesen auf ihre Kosten kommen.

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Der Damm: Mystery Thriller
Der Damm: Mystery Thriller
von Dee Hunter
  Taschenbuch
Preis: EUR 4,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Daumen hoch!, 4. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Damm: Mystery Thriller (Taschenbuch)
Glaubt Ihr an Omen? Nein? Das könnte sich ändern, wenn Ihr diese Novelle lest … In „Der Damm“ geht es um ein Kraftwerk, das hoch oben in den Bergen ist. Eines Tages, während eines Schneesturms, erscheint das erste Mal seit langer Zeit ein ominöses, Unheil versprechendes Zeichen. Während die Männer im Kraftwerk versuchen, das Omen zu ignorieren, geschieht der erste Mord. Von der Außenwelt abgeschottet kann dies für die Arbeiter nur eines bedeuten: der Mörder befindet sich mitten unter ihnen …

„Der Damm“ ist ein perfider Thriller, der ein tolles Lesevergnügen für zwischendurch garantiert. Interessante Charaktere, unerwartete Wendungen und eine Spur Mystery machen diese Novelle aus.

Ich habe mich auf den geschätzten 38 Buchseiten sehr gut unterhalten gefühlt. Ein paar Splatterszenen hier, die eine oder andere ekelige Ausführung dort – so macht eine Kurzgeschichte richtig Spaß. Die solide Erzählform rundet die Story perfekt ab. Fazit: Tolles Leseerlebnis, das Lust auf mehr macht!

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Brut des Teufels: Thriller
Brut des Teufels: Thriller
von Stephen Leather
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jack Nightingale ist jetzt schon Kult!, 21. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Brut des Teufels: Thriller (Taschenbuch)
Heute möchte ich Euch die Werke eines Schriftstellers näher bringen, der mir besonders am Herzen liegt, weil er es geschafft hat, mich von der ersten Seite an zu begeistern. Nach seinem ersten Roman „Höllennacht“ (der übrigens gleichzeitig der Auftakt der Jack Nightingale-Triologie ist) war ich Stephen Leather komplett verfallen. Der Schreibstil, die Figuren, die Story – Leather hat einfach meinen Geschmack getroffen. Nun gibt es jedoch immer ein kleines Problem bei Romanserien: wenn einen schon Band I vom Hocker gerissen hat, wie sollen dies die nachfolgenden Geschichten dann noch toppen? Oder steht es von vorn herein fest, dass die Story nur mehr an Qualität einbüßen kann? Ob „Brut des Teufels“ mich überzeugen konnte oder ob Leather seinen Superhero-Status verloren hat, könnt ihr in der folgenden Rezension nachlesen.

Inhalt: Während Jack Nightingale in Band I, „Höllennacht“ um seine Seele kämpfen musste (sein Vater hat diese bei seiner Geburt an den Teufel verkauft … ja, er hatte es wirklich nicht leicht!), versucht Nightingale nun in Band II, „Brut des Teufels“, die Seele seiner Schwester zu retten. Dummerweise kennt Nightingale seine Schwester nicht und hat keine Ahnung wo sie sich aufhält. Während er alles daran setzt, das verschollene Familienmitglied aufzuspüren, muss er einen Weg finden, die Seele seiner Schwester zurückzubekommen, denn sonst wird sie auf ewig in den Abgründen der Hölle brennen.

Die Figur Jack Nightingale ist purer Sex! Soll heißen: Wenn dieser Mann real wäre, wäre ich ihm komplett verfallen. Gutaussehend, tough und immer einen coolen Spruch auf Lager, das ist Jack Nightingale. Aber bitte, glaubt jetzt nicht, dass er ein Saubermann ist; Nightingale gönnt sich gern mal einen Drink, wobei ihm die Uhrzeit dabei relativ egal ist. Ohne seine Zigaretten könnte er wohl nur schwer leben und Respekt vor dem Gesetz hat der ehemalige Polizist so gar nicht. Nightingale zieht sein Ding durch und macht sich dabei nicht immer Freunde. Ein weiterer sehr wichtiger Charakter in „Brut des Teufels“ ist Nightingales charmante Assistentin Jenny. Die junge Frau unterstützt ihren Boss wo sie nur kann und schafft es sogar manchmal (wenn auch nicht allzu oft), ihn von der einen oder anderen Dummheit abzuhalten. Die übrigen Protagonisten haben ebenso ihre Ecken und Kanten – eine 0815-Figur findet man in diesem Roman äußerst selten.

Die Geschichte an sich hat der Autor sehr gut durchdacht – auch wenn es hin und wieder kleine Unstimmigkeiten gibt. Wenn die Geschichte ansonsten schön „rund“ ist, habe ich aber kein Problem damit, wenn der eine oder andere kleine Denkfehler vorkommt. Vielmehr finde ich es absolut schade, wenn Leser Geschichten zerpflücken, weil gewisse Dinge nicht 100%ig zusammenpassen. Da kann schon sehr viel Leselust verloren gehen, wenn man sich ständig auf die Plausibilität eines Romans konzentriert und sich nicht in die Geschichte hineinfallen lässt. Aber dies ist meine Meinung – dies soll natürlich jeder Leser handhaben, wie er will.

„Brut des Teufels“ ist keineswegs ein Horrorroman, aber auch kein reiner Thriller – die Definition fällt mir ehrlich gesagt bei diesem Buch relativ schwer, weil in die Story so viele verschiedene Elemente einfließen, dass eine eindeutige Einteilung in ein Genre schwer fällt. Einerseits gibt es den Ex-Polizisten, der nun Privatdetektiv ist – andererseits begegnen dem Leser so viele übernatürliche Wesen, dass „Brut des Teufels“ beinahe schon ein Mysterythriller ist. Wobei ich sagen muss, dass die Spezifizierung des Romanes eigentlich unwichtig ist, denn es zählt ja lediglich, was die Geschichte hergibt und nicht, als was sie uns verkauft wird.

Blut, Mord und Totschlag kommen vor – wer sich jedoch nun auf umherfliegende Gedärme freuen sollte, wird leider, leider enttäuscht werden. Wenn Euch aber Séancen, Teufelsanbetungen, Seelen-Verhandlungen mit Dämonen und/oder Teufeln und eine Menge Spannung reichen, solltet Ihr mit „Brut des Teufels“ jede Menge Spaß haben und gut beraten sein. Diese Story gepaart mit Leathers unnachahmlichem Humor garantiert ein außergewöhnliches Leseerlebnis, das süchtig nach der Figur Jack Nightingale und seinen Geschichten macht. Ich hoffe, dass Euch der Roman genauso gut gefällt wie mir und Ihr dabei ebenso oft schmunzeln und lachen müsst, wie Eure Comtesse es musste.

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Das Loch: Roman
Das Loch: Roman
von Richard Laymon
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Laymon, wie ich ihn liebe!, 11. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Loch: Roman (Taschenbuch)
Was macht Ihr als erstes, wenn Ihr ein neues Buch in Händen haltet? Das Cover betrachten, den Plot lesen oder doch lieber daran riechen? Gut, daran riechen mag etwas eigenartig sein, aber ich finde es immer wieder genial, den Duft des neuen Romanes in sich aufzusaugen (und damit meine ich jetzt „neu“ im Sinne von „neu für mich“, denn auch ältere und gebrauchte Bücher können einen ganz außergewöhnlichen und tollen Geruch verströmen). Ja ich weiß, der Geruch hat an sich nichts mit dem Schriftsteller zu tun, aber dennoch bin ich der felsenfesten Meinung, dass Romane bestimmter Autoren einen ganz speziellen Eigengeruch haben.

Nehmen wir zum Beispiel die Bücher von Richard Laymon; diese riechen besonders gut und ich grinse jedes Mal wie Jason Voorhees an einem Freitag den 13. wenn ich endlich einen neuen Laymon in Händen halten und beschnuppern darf. Ob sich Richard Laymons Roman „Das Loch“ genauso gut liest, wie er riecht, könnt Ihr in der folgenden Rezension nachlesen.

Inhalt: Norman hält sich immer an die Regeln, aber kaum vergisst er einmal das Auto abzuschließen, hat er prompt einen Typen namens Duke am Hals, der ihn nötigt, ihn mitzunehmen. Aus zwei mach drei – bald ist auch die nächste Anhalterin, Boots, mit von der Partie und schon kann der Spaß losgehen: Duke und Boots sind zwei sexbesessene Irre, die eine Spur der Verwüstung hinter sich herziehen. Zuerst will Norman die beiden Psychopathen schnellstmöglich loswerden, bald aber steckt er selbst bis zum Hals in Schwierigkeiten und ist auf die Hilfe der zwei Wahnsinnigen angewiesen.

Fast zeitgleich bricht für die junge Lehrerin Pamela eine Welt zusammen: ihr Ehemann wurde getötet, ihr gesamtes Hab und Gut zerstört und als wäre das nicht schon schlimm genug, wurde sie auch noch von einem alten Bekannten entführt, der davon überzeugt ist, dass Pamela die Frau seines Lebens ist. Pamela scheint dem Psychopathen ausgeliefert zu sein, bis sie unerwartet Hilfe bekommt …

Wie Ihr sehen könnt, wird die Geschichte anfangs aufgeteilt, erst mit der Zeit laufen die beiden Erzählstränge zusammen. Diese Vereinigung ist Laymon in „Das Loch“ meiner Meinung gut gelungen, die Stories wurde einigermaßen logisch miteinander verbunden und das Zusammentreffen der beiden Hauptprotagonisten war relativ plausibel.

Der Buchtitel „Das Loch“ wurde meiner Meinung etwas unglücklich gewählt, da besagtes Loch zwar eine Rolle im Roman spielt, jedoch nicht unbedingt maßgeblich für die Geschichte ist (den Originaltitel „Into the Fire“ finde ich übrigens genauso unpassend). Das Cover wurde von Heyne wieder äußerst ansprechend und sehr „Laymon-typisch“ gestaltet, das Buch riecht somit nicht nur gut, sondern sieht auch gut aus.

Die Protagonisten sind – wie immer – sehr exzentrisch und haben ihren ganz eigenen Charme. Sie geben dem Leser immer wieder Anlass über Dialoge oder Situationen zu schmunzeln und lassen ihn nicht selten ungläubig den Kopf schütteln. Aber egal ob man das Verhalten der Figuren nun belächelt oder sich darüber wundert, es macht einfach Spaß sich mit ihnen zu befassen und sie auf ihrer Reise zu begleiten.

Wer Richard Laymon kennt, der weiß, was er von seinen Romanen erwarten darf: viel Action, Sex und Gewalt. „Das Loch“ bietet nichts, was der Leser nicht schon mal in einem anderen Buch von Laymon erlebt haben könnte, es gibt keinerlei großartige Überraschungen und wer sich jetzt „das ultimative Leseerlebnis“ erwartet, wird definitiv enttäuscht werden.

Man könnte eventuell sogar sagen „kennt man eine Geschichte von Richard Laymon, kennt man alle“ – aber soll ich euch etwas sagen? Dies stört mich nicht im Geringsten – ganz im Gegenteil, weil Laymon ohnehin nicht für seine gefinkelte Schreibweise oder für ständige Twists in den Stories bekannt ist. Laymon steht viel mehr für Beständigkeit, vergleichbar mit einem Lieblingsrestaurant, das zwar nichts besonderes sein mag, einem jedoch genau das gibt, was man braucht und einen vollkommen glücklich macht.

Laymons Muster ist fast immer dasselbe: Wir haben einen Protagonisten und/oder eine Protagonistin, die, nun ja, nicht für ihre Gewieftheit bekannt sind, dann gibt es meistens einen Bösewicht (natürlich – was wäre denn ein Slasher-Roman ohne den Psychopathen …) und eine durch und durch unlogische Geschichte. Das mag nun für den einen oder anderen langweilig klingen, jedoch kann ich Euch beruhigen, denn an einer Geschichte von Richard Laymon ist nichts fade oder uninteressant, denn Laymon ist Kult – entweder man liebt ihn oder man verabscheut ihn, ein Mittelmaß lässt sich kaum finden.

Auch wenn der Name „Richard Laymon“ für Splatter steht, ist er in Sachen Grausamkeit kaum mit den Jungautoren von heute vergleichbar. Ja, Laymons Geschichten sind derb und auch manchmal sehr ekelig, wenn ich mir jedoch im Vergleich dazu zum Beispiel eine Geschichte vom „Slasher-König“ Bryan Smith ansehe, wirkt eine Story von Richard Laymon fast wie ein Kindergeburtstag. Man muss aber natürlich bedenken, dass Laymons Romane in den 80er- und 90er-Jahren geschrieben wurden und zu dieser Zeit war es durchaus nicht üblich, Sex und Gewalt so offenherzig darzustellen. Es versteht sich von selbst, dass Richard Laymon es damals nicht leicht hatte – und umso höher muss man es ihm anrechnen, dass er sich nicht beirren ließ und sein Ding durchgezogen hat: mehr als 30 Romane und über 60 Kurzgeschichten gehen auf Laymons Konto und begeistern nach wie vor seine Fans.

Sollte sich manch einer nun vielleicht fragen, warum er Laymons Romane überhaupt lesen sollte, wenn sie weder außergewöhnlich, noch sonst in irgendeiner Weise herausragend sind, ist die Antwort ganz einfach: Richard Laymons Geschichten haben etwas, das so manchen Büchern fehlt, sie haben Charakter und einen enormen Unterhaltungswert. Laymons Romane sind ganz großes Kino, mit so viel Tempo, dass man die Bücher nur ungern aus den Händen legen möchte, mit so viel Sex, dass man immer wieder ungläubig den Kopf schütteln und schmunzeln muss, mit so viel Blut, dass der Leser im wahrsten Sinne des Wortes manchmal einfach nur mehr „rot“ sieht und mit Dialogen, die von schwarzem Humor nur so triefen – das ist Richard Laymon, das ist Kult und das ist genau der Grund, warum ich „Das Loch“ uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

Weitere Rezensionen und Artikel findet Ihr auf dem Blut & Beuschel-Blog.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 15, 2013 1:25 PM MEST


Kutná Hora - Kreaturen des Zorns: Horror-Thriller
Kutná Hora - Kreaturen des Zorns: Horror-Thriller
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitte mehr davon!, 11. November 2012
Was sind für Euch die drei besten Locations für Gruselromane? Ganz spontan und ohne diese Frage zu sehr zu zerpflücken, kommen mir in den Sinn: alte (Spuk)Häuser, dunkle Wälder und verlassene Jahrmärkte. André Wegmann, der Autor von “Kutná Hora – Kreaturen des Zorns“, hat wohl einen ähnlichen Geschmack wenn es um unheimliche Schauplätze geht, denn sonst hätte er nicht einen – vermeintlich – verwaisten Jahrmarkt als Kulisse gewählt. Ob Wegmann mich das Gruseln lehrte und ob mich “Kutná Hora” gut unterhalten hat, könnt Ihr in nachfolgender Buchbesprechung nachlesen.

Inhalt: Randy und seine Freundin Torrie machen zusammen mit ihrem Terrier Timmy Urlaub in Tschechien. Bei einem Picknick auf einer ruhigen Wiese in der Nähe von Prag genießen die Verliebten das herrliche Wetter und die idyllische Umgebung – bis Timmy, scheinbar von etwas aufgeschreckt, bellend in den nahegelegenen Wald läuft. Als der kleine Terrier nicht zurück kommt, beschließt das Paar, ihm zu folgen – nicht wissend, dass im Wald das Grauen wartet …

Bei Novellen wie “Kutná Hora” ist es enorm wichtig, dass der Leser ohne Umschweife und so schnell wie nur irgend möglich in die Geschichte gesogen wird. Lange Einführungen sind auch bei Romanen in „Normallänge“ äußerst mühsam, aber hier hat der Autor in den 300 Folgeseiten die Möglichkeit, den Leser zu entschädigen, und ihn das lange Gerede am Anfang vergessen zu lassen. Bei einer Novelle funktioniert dies anders, immerhin hat der Schriftsteller nur um die 100 Seiten zur Verfügung, um den Leser von sich zu überzeugen. Wegmann war dies durchaus bewusst, so scheint es, denn er hat kaum eine Seite verschwendet. Sofort findet man sich mitten in der Story wieder, und es geht Schlag auf Schlag – ein Highlight jagt das nächste. Verschnaufen darf der Leser erst am Ende der Geschichte und selbst da hat Wegmann noch die eine oder andere Überraschung parat.

Die Charaktere wurden vom Autor grob gezeichnet, da er das Augenmerk auf die Handlung gelegt hat. Man lernt die Hauptfiguren gerade gut genug kennen, um sie sympathisch zu finden und ihnen bei ihrem Kampf gegen das Böse die Daumen zu drücken sowie mit ihnen mitzufiebern. Viel mehr Beziehung zu den Protagonisten braucht es meiner Meinung in einer Novelle nicht, da lediglich die Geschichte darunter leiden würde.

Ich habe in meiner „Lese-Karriere“ ja schon über die eine oder andere irre Szenerie gelesen und auch in puncto „Tötungstechniken“ war ich der Meinung, dass ich in den ganzen Splatter-Romanen ziemlich alles schon mal hatte – umso überraschter war ich, als ich in “Kutná Hora” über etwas gestolpert bin, das mir vollkommen neu war, mir zugegebenermaßen aus diesem Grund auch sehr imponierte und mich – ich gebs ja zu … – vor allem ziemlich amüsierte.

Die Geschichte ist durch und durch strange. Die Ideen sind teilweise so krank, dass ich tatsächlich darüber schmunzeln musste. Was manch einer vielleicht „absurd“ nennen würde, unterhält mich ausgezeichnet, denn Horror ist oftmals erst dann Horror, wenn die Grenze zum Wahnsinn überschritten wird und man sich als Leser nicht entscheiden kann, ob man lachen oder dem Buch einfach nur den Vermerk „irre“ aufdrücken soll. Naja, was soll ich sagen, ich gestehe, ich liebe solche kranken Schinken einfach und deshalb hat mich “Kutná Hora” auch ausgezeichnet unterhalten.

Zusammenfassend kann ich das Werk Freunden des brutalen Horrors absolut empfehlen. Thrill, irre Figuren und Splatter machen diese Geschichte aus – einmal damit begonnen lässt einen diese Story nicht mehr los und garantiert somit ein absolut spezielles Leseerlebnis.

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