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Michael Stember "Mikemike1961@yahoo.de"
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Die großen Duette (Maria Callas und Giuseppe di Stefano)
Die großen Duette (Maria Callas und Giuseppe di Stefano)

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein legendäres Traumpaar der Oper!, 13. November 2007
"Es setzt Giuseppe di Stefano nicht zurück, wenn man Maria Callas größere Verdienste um die Oper zuspricht..." - So ähnlich begann einst der von Jürgen Kesting verfasste Begleittext zur LP-Ausgabe dieser CD. Diese Umschreibung ist typisch für einen Rezensenten, der an der Callas immer etwas fand, das zu bewundern es gab. Giuseppe di Stefano war der oftmaligen Partnerin technisch gewiß unterlegen. Aber das glich der Sizilianer durch die unglaubliche Schönheit seiner Stimme aus, in der sich der Duft der Mittelmeerlandschaft entfaltete. Di Stefanos Singen versprühte immer den Zauber italienischer Volkstümlichkeit und unmittelbarer Herzenswärme. Eine Stimme aus Fleisch und Blut, kein vokaler Artist - und doch ein Liebling des Publikums! Den sängerischen Gegenpol bildete Maria Callas dazu in idealer Weise. Sie, die virtuose Primadonna, die auf den leidenschaftlichen Tenor trifft. Ihre Duette wurden legendär, weil die Stimmen so unterschiedlich klangen. Es war wie die Begegnung zweier Welten!
Das Programm dieser CD dokumentiert anhand einer glücklichen Auswahl Auszüge aus den legendären EMI-Gesamtaufnahmen. Unerreicht wohl die Szenen aus "Lucia di Lammermoor". Für die "Traviata"-Segmente mußte die EMI auf einen Live-Mitschnitt von 1955 zurückgreifen, da man eine offizielle Gesamtaufnahme mit beiden Künstlern versäumt hatte.
Mein persönlicher Favorit ist die große Eifersuchtsszene aus "Cavalleria Rusticana", in der di Stefano den heutigen Tenören eine Lektion erteilt, indem er den unbeherrschten Turiddu zwar aggressiv darstellt, dabei aber niemals die Gesangslinie verlässt und zu einem "Brüller" a la Rolando Villazon oder José Cura verkommt. Wer die Grenzen einer hochgelobten Netrebko einmal erfahren möchte, der sollte sich Callas anhören, wie sie z.B. in den Szenen aus "Manon Lescaut" und "Traviata" das Seelendrama hinter der Fassade nur durch die Färbung ihrer Stimme durchklingen lässt.
Maria Callas und Giuseppe di Stefano: Ihre Nachwirkung als Liebespaar der Oper hält noch immer an. Wenn auch die Popularität der Callas nie nachgelassen hat, so lohnt der Kauf dieser CD alleine schon deshalb, weil hier auch Wiederhören mit einer der schönsten Tenorstimmen aller Zeiten ermöglicht wird.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 5, 2008 3:17 PM CET


Les Introuvables
Les Introuvables

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicolai Gedda - Stilbildende Kunst für die Nachwelt, 29. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Les Introuvables (Audio CD)
Nicolai Gedda, der große schwedische Tenor, ist heute aus historischer Perspektive zu sehen. Seine Karriere war exzeptionell, seine Gesangskunst in vielerlei Hinsicht unerreicht. Sein Wirken als "Stimme der Musik" ist von enormer Bedeutung. Hinsichtlich Technik, Stil und Ausdruck hat es vergleichbare Tenöre nur selten gegeben. Nur wenige vermochten sich mit ihm im lyrischen Tenorrepertoire zu messen.
Diese EMI-CD-Box bietet einen Überblick auf eine mehr als 50 Jahre währende Karriere, die erst 2003 mit einer letzten Schallplattenaufnahme beendet wurde. Wie immer bei Gedda fällt auch hier im Angebot die Bandbreite auf: Von den Kantaten Bachs bis zu Mozart, von den Liedern französischer Romantiker (Fauré, Poulenc und Debussy) bis zum russischen, deutschen und italienischen Opernfach ist der Fächer weit geöffnet. Leider beschränkt sich diese Veröffentlichung hauptsächlich auf die Aufnahmen der 1960er Jahre. Die Chronologie der Sänger-Karriere läßt sich somit weniger erkennen. Hier sei die EMI-Box "Great Moments of Nicolai Gedda" als willkommene Ergänzung zu empfehlen. Aber vor nunmehr 40 Jahren erlebte sein Publikum Gedda sozusagen "at his best". Ein solch fixierter Rückblick nimmt einem heutigen Zuhörer möglicherweise die Verzweiflung, die ihn überkommt, wenn er den hochdotierten Stars der Gegenwart lauscht.
Diese sehr zu empfehlende CD-Box ist nicht nur ein begrüßenswertes Portrait eines Jahrhundertsängers, sie ist auch zugleich ein Dokument einer leider verlorenen Kunst des Singens.


Franz Lehar: Paganini (Operette) (Gesamtaufnahme) (2 CD)
Franz Lehar: Paganini (Operette) (Gesamtaufnahme) (2 CD)
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 11,46

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Paganini" unter Franz Marszalek - so muß Operette gesungen werden!, 29. Oktober 2007
Nur zwei Einspielungen von Franz Lehars Spätwerk sind wirklich interessant: Die Aufnahme von 1977 mit Nicolai Gedda und Anneliese Rothenberger, und natürlich diese Peter Anders-Produktion für den WDR vom Januar 1952.
Insbesondere hier demonstriert der Sänger den von ihm geschaffenen Typus des neuen, modernen Operettentenors. Er lässt alle Manierismen eines Richard Tauber oder Marcel Wittrisch beiseite. Damit war Peter Anders der erste Sänger in den Aufnahmestudios, der mit sinnlichem Reiz musizierte. Seine Sachen waren die pikanten, mitunter gar frivolen Tongesten. Sicherlich hat er damit auch auf seinen Operetten-Nachfolger Nicolai Gedda gewirkt.
Der "Star" der Aufnahme - neben den überzeugenden Damen Anny Schlemm und Liselotte Losch - ist nach meinem Geschmack wieder einmal der einmalige Willy Hofmann, ein virtuoser Spieler auf der Wort-, Ton- und Klang-Klaviatur. Er war der größte Buffo-Tenor der Nachkriegszeit, ein Künstler, den neu zu entdecken es lohnt. Leider hat die Nachwelt ihn und seine Grabstätte in Hallgarten im Rheingau vergessen.
Die Neuausgabe dieser "Paganini"-Aufnahme auf CD sei allen ans Herz gelegt, die einmal erfahren möchten, wie Operette richtig gesungen werden muß!


Strauss, Johann - Die Fledermaus
Strauss, Johann - Die Fledermaus
DVD ~ Wiener Philharmoniker
Preis: EUR 20,99

64 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Fledermaus - von Johann Strauß? Nein, von Otto Schenk!, 26. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Strauss, Johann - Die Fledermaus (DVD)
1972 entstand diese TV-Inszenierung der unverwüstlichen Strauß-Operette. Unter der Fittiche von Otto Schenks Regiearbeit entstand ein turbulentes Tollhaus, dessen Spiel- und Gesangsfreude allen Akteuren anzumerken ist, und das bis heute nicht mehr erreicht wurde. Diese "Fledermaus" ist Referenz!
Gundula Janowitz, die legendäre Mozart- und Strauss-Sängerin, ist eine herrlich tugendhafte und treusorgende Ehefrau, die der "Versuchung" nur allzu gerne einmal nachgibt. Als Eisenstein zeigt Eberhard Wächter in seiner Paraderolle alle Facetten seiner humorvollen Gesangs- und Schauspielkunst. Renate Holm mit ihrem verschlagenen Witz und ihren brillanten Koloraturen war die Adele ihrer Zeit. Waldemar Kmendt portraitiert Alfred als köstlich abgehalfterten Tenor. Ein wenig befremdlich wirkt die Wagner-Legende Wolfgang Windgassen als Prinz Orlofsky. Otto Schenk verwandelte den jungen, blasierten Russen in einen alternden, verbitterten Dandy, der über gar nichts mehr lachen kann und sich zu Tode langweilt. Die Wiener Philharmoniker unter Karl Böhm spielen Strauß mit Mozartscher Seriösität. Das alles zusammen ergibt einen Operetten-Cocktail, den man gerne genießt. Wer die Nase von modernisierten Inszenierungen voll hat, der sollte sich diese DVD besorgen und erleben, wie wundervoll und lebendig traditionelles Regietheater sein kann. 5 Sterne reichen für diese "Fledermaus" nicht aus!


Rudolph mit der roten Nase - Wie alles begann...
Rudolph mit der roten Nase - Wie alles begann...
DVD ~ Burl Ives
Preis: EUR 4,99

26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir warten aufs Christkind - Alle Jahre wieder mit Rudolph!, 25. Oktober 2007
Rudolph mit der roten Nase ist endlich zurück. Und zwar der richtige Rudolph! Der, den wir über 40-Jährigen seit unseren Kindertagen immer wieder gerne mal sehen wollten, und der doch nie wieder gezeigt wurde. Wir erinnern uns: Ab 16.00 Uhr warteten wir vor dem TV aufs Christkind. Und Rudolph, das putzige Rentier, das zunächst wegen seiner befremdlichen leuchtenden roten Nase von seinen Freunden ausgelacht wurde, dieser Rudolph verkürzte uns die Zeit bis zur Bescherung.
In guter Erinnerung blieben mir die liebevollen Puppentrickaufnahmen, der dicke Schneemann mit Zylinder und Schirm, und natürlich das Eismonster. Mit dem poetischen Zauber dieses Märchenfilms von 1964 konnten sich keine Neuverfilmungen messen, weder die computeranimierten noch die aufwendig gezeichneten Versionen.
Und, was soll ich sagen? Tatsächlich begeisterte mich der Film auch noch nach 40 Jahren! Genau so hatte ich ihn all die Jahre in meinem Herzen! Damit ich mich noch einmal richtig in die Zeit meiner Kindheit zurückversetzen konnte, habe ich etwas ganz Albernes gemacht, nämlich die Farbe meines Fernsehgerätes zurückgedreht. In s/w war die Nostalgie noch schöner!
Wer sich ein wirkliches Weihnachtsmärchen für die ganze Familie nicht entgehen lassen will, der sollte "Rudolph mit der roten Nase" kaufen - übrigens kosten die 52 Minuten Freude nur wenige Euro! Fröhliche Weihnachten!


Belphégor oder das Geheimnis des Louvre (TV-Miniserie - 3 DVDs)
Belphégor oder das Geheimnis des Louvre (TV-Miniserie - 3 DVDs)
DVD ~ Juliette Gréco

12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Belphegor - Das Geheimnis einer Verklärung, 22. Oktober 2007
Auch ich gehöre mit meinen 46 Jahren zu jenen damals kindlichen Zuschauern, die nunmehr 4 Jahrzehnte auf eine Wiederholung von "Belphegor" gewartet haben. Natürlich blieb diese im öffentlich-rechtlichen TV aus, aber die DVD macht ja heutzutage immer mehr möglich. Die Musik hatte ich noch dank einer uralten Kassettenrekorder-Aufnahme frisch im Ohr, und auch, wie Belphegor "mit der Keksdose auf dem Kopf" aussah, wusste ich noch. Tja, und das Juliette Greco am Ende in die Tiefe fällt, hatte ich auch noch vor Augen. Aber, kann mir bitte mal einer sagen, worum es in dieser Serie wirklich geht? Möglicherweise hat mein geistiges Aufnahmevermögen einige Defizite, aber richtig kapiert habe ich nix! Gut, gut - die s/w-Fotografie ist stimmungsvoll, aber reicht das? Die Franzosen haben immer schon redselige Filme gemacht (Chabrol und co.) in denen viel gestikuliert und geschmust wird - aber handlungsmäßig tut sich nicht viel! Das ist bei "Belphegor" ehrlich gesagt auch nicht anders. 13 Folgen lang wartet man auf eine Auflösung der mysteriösen Geschehnisse... vergebens! Ich glaube, das größte Geheimnis ist, das wir Zuschauer die Dinge mit den Jahren verklären, und uns wundern, wenn wir dann beim Wiedersehen eines Filmes enttäuscht sind. Übrigens erging es mir ebenso mit einer ganz anderen kultigen Mystery-Serie: "SRI und die unheimlichen Fälle" - Als ich die neulich wiedersah, bin ich eingeschlafen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 1, 2010 4:18 PM CET


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