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Rezensionen verfasst von
Matthias Tewordt (Schweiz)

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Solo: Der Alleingänger Ueli Steck - Eine Nahaufnahme
Solo: Der Alleingänger Ueli Steck - Eine Nahaufnahme
von Gabriella Baumann-von Arx
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zur Motivation der Alleingänger schwierigster Routen, 6. April 2008
Was treibt den Extremsportler dazu, eine sehr schwere 350m hohe Felswand alleine und ohne Sicherung "Free Solo"" heraufzuklettern ? Ein falscher Tritt bedeutet den Tod und häufig gibt es keinen Rückweg in der Route. Die Antwort auf diese Frage nach der Motivation fürs lebensgefährliche Free Solo-Klettern und ähnliche Fragen werden in diesem Buch von Gabriella Baumann-von Arx und Ueli Steck sehr sorgfältig aufgearbeitet. Eine von mehreren Antworten ist die mentale Ebene, auf die sich der Bergsteiger und Sportkletterer begibt und somit ein völlig neues Lebensgefühl erlangt. Vergleichbar vielleicht mit dem Kick beim Bunjee-Jumping, jedoch erweitert durch das Bewusstsein, gleichzeitig eine aussergewöhnlich anspruchsvolle Kletterleistung vollbracht zu haben. Auch die Abenteuerlust spielt eine Rolle. Man hat die Idee, etwas ganz neues und ungewöhnliches anzugehen. Man bastelt und feilt daran über eine lange Zeit herum, bis der Plan perfekt passt und man ihn endlich umsetzen kann. Kommen dazu natürlich der Spass am Sport und nicht zuletzt der Druck der Profis, sich mit solch auffälligen Aktionen medienwirksam zu vermarkten. Letzteres wird übrigens mit den schönsten Fotos visualisiert. Der Stil des Buches gleicht fast einer Collage mit einem Mix aus journalistischen Beiträgen, Interviews und anderen Quellen. Die Interviews sind zielgerichtet geführt und arbeiten immer bestimmte Fragenstellungen wie die obige zur Motivation zum Free Solo-Klettern heraus. Das Buch bringt einem wirklich die Psyche des Extrembergsteigers näher. Es hat mir auch gezeigt, was andere Menschen zum Klettern motiviert, was der neuste technische Stand ist und wie sich das Klettern sehr anspruchsvoller Touren anfühlen kann. Es ist jedoch nicht in der Reihe von Bergsteigerromanen zu sehen, wo glanzvolle Gipfelstürme unter Todesgefahr schliesslich gemeistert werden, wie z.B. bei Krakauer.


Allein auf den Everest: Meine dramatische Solo-Expedition auf den höchsten Berg der Welt
Allein auf den Everest: Meine dramatische Solo-Expedition auf den höchsten Berg der Welt
von Göran Kropp
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne fremde Hilfe auf den Mount Everest - eine grossartige Eigenleistung, 7. März 2008
Die Besteigung hoher Himalaya-Gipfel wie der Mount Everest wird zunehmend kommerzialisiert und zum Egotrip ehrgeiziger Amateurbergsteiger. Dabei lassen sich die Gipfelstürmer das gesamte Material von dutzenden Sherpas fast bis zum Gipfel tragen und steigen dann selbst mit Unterstützung von Bergführern, Sherpas und künstlichem Sauerstoff in ausgetretenen Pfaden auf den Gipfel. Dies ist die Sicht des schwedischen Bergsteigers Göran Kropp. Es suchte nach einem Mass für eine Gipfelbesteigung völlig ohne fremde Hilfe, so dass nur die wirkliche Eigenleistung zählt. Rigoros durchgedacht kam er zu dem Schluss, dass der Aufstieg ohne Sauerstoff, ohne Träger, und ohne motorisierte technische Hilfsmittel einzig die echte Eigenleistung darstellt. Dazu gehört dann auch in aller Konsequenz die An- und Rückfahrt aus eigener Kraft. So gelangt er zu dem wahnsinnig klingenden Plan, mit dem Fahrrad von Schweden mit der gesamten Bergsteigerausrüstung nach Nepal zu fahren, um von dort alleine das Material zum Basislager unterm Mount Everest zu tragen und diesen dann im Alleingang ohne Sauerstoff zu erklimmen. Ein wirklich rigoroser Plan. Die gesamte Tour wird im Buch ungemein spannend und interessant beschrieben. Es braucht zwei Anläufe vom Basislager zum Gipfel, aber schliesslich ist Kropp erfolgreich. Seine Expedition wird im Katastrophenjahr 1996 durchgeführt, wo eine ganze Reihe von Bergsteigern auf dem Mount Everest starben. Die Katastrophe basierte zum grossen Teil auf der starken Kommerzialisierung der Everest Expeditionen in den Jahren. Göran Kropp beschreibt in sehr guter Ergänzung zu Jon Krakauers "In eisige Höhen" die Katastrophe und ihre Hintergründe aus seiner Perspektive. Sehr schön auch genau wie bei Krakauer beschrieben die Widersprüche zwischen Partystimmung der Amateure im Basislager und der lebensgefährlichen Gipfelbesteigung mit den vielen Opfern und der Katastrophe. Eine ganz grossartige Leistung von Göran Kropp in einem interessanten und spannenden Buch beschrieben.


Die Geister des Mount Everest: Die Suche nach Mallory und Irvine
Die Geister des Mount Everest: Die Suche nach Mallory und Irvine
von Jochen Hemmleb
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mallory und Irvine waren möglicherweise oben !, 27. Februar 2008
Dieses Buch stellt die ganze Diskussion um Mallorys und Irvines Schicksal 1924 auf dem Mount Everest auf eine neue Ebene. In detektivischer Kleinarbeit werden Fakten zusammengetragen, zum Teil aus der Literatur und durch Vergleich von Quellen, zum grossen Teil aber auch völlig neue Beweise aus der Such- und Forschungsexpedition von 1999, die nahelegen, dass Mallory und Irvine nicht nur weit über die zweite Stufe hinauskamen, sondern sogar mit guter Wahrscheinlichkeit den Gipfel des Everest erreichten ! In einer Schlüsselstelle im Buch besteigen zwei Bergsteiger der Suchexpedition den Second Step, von dem immer behauptet wurde, dass er in der Höhe zu damaliger nicht besteigbar war. Dann das Ergebnis, dass es Mallory geschafft haben müsste - und danach gab es quasi keine echten Hinternisse mehr! Das Buch bringt auch eine tief beeindruckende Beschreibung des Funds der Leiche Mallorys mit mehreren Fotos, sowie eine weitgehende Rekonstruktion von Mallorys letztem Sturz. Interessant auch die Beschreibung, wie die Such- und Forschungsexpedition nach den Engländern zustandekam und parallel dazu eine packende Darstellung der britischen Everestexpedition von 1924. Das Buch ist sehr spannend und mitreissend geschrieben, gleichzeitig wissenschaftlich wertvoll. Es bringt sozusagen faktenbasierte Argumentation ohne Emotionen in die Diskussion um dieses Thema ein und setzt damit einen neuen Maasstab. Sehr empfehlenswert.


The Birth of Plenty
The Birth of Plenty
von W. M. Bernstein
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die gesamte Volkswirtschaft und ihre Entwicklungsgeschichte in vier Säulen einfach erklärt, 13. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: The Birth of Plenty (Taschenbuch)
Eines der besten Bücher über Volkswirtschaft, die ich je gelesen habe. Bernstein beschreibt mit einem prägnanten und einfachen Modell die vier Säulen, auf denen eine erfolgreiche Volkswirtschaft ruht. Diese Säulen sind ein funktionierendes Rechtssystem, eine intakte Infrastruktur für Kapital (zB Banken), eine leistungsfähige Infrastruktur (Verkehrsnetz, aber auch Telekommunikation und Internet), sowie eine Kultur von Wissenschaft und Innovation. Man kann an unzähligen Beispielen festmachen, dass dies tatsächlich die Haupt-Erfolgsfaktoren von wirtschaftlichem Wachstum sind. Beginnend mit der Beschreibung der Entstehung des Wohlstandes in Europa, angefangen in Holland, wo die ersten unabhängigen Banken entstanden, wird das Modell an vielen weiteren Beispielen geprüft und damit sehr plastisch und nachvollziehbar erläutert. Die für mich erstaunlichste Aussage ist, dass man in Ländern, wo diese Säulen intakt sind, seit 1820 ein konstantes Wachstum von 2% des Bruttosozialproduktes beobachten kann. Auch wird an sehr guten Beispielen zB in Entwicklungsländern aufgezeigt, wie deren wirtschaftliche Probleme auf das Fehlen einiger dieser Säulen zurückzuführen sind. Das Modell ist mir immer wieder eine wichtige Hilfestellung bei allen volkswirtschaftlichen Diskussionen gewesen.


Die Geburt des Wohlstands: Wie der Wohlstand der modernen Welt entstand
Die Geburt des Wohlstands: Wie der Wohlstand der modernen Welt entstand
von William Bernstein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die gesamte Volkswirtschaft und ihre Entwicklungsgeschichte in vier Säulen einfach erklärt, 13. Februar 2008
Eines der besten Bücher über Volkswirtschaft, die ich je gelesen habe. Bernstein beschreibt mit einem prägnanten und einfachen Modell die vier Säulen, auf denen eine erfolgreiche Volkswirtschaft ruht. Diese Säulen sind ein funktionierendes Rechtssystem, eine intakte Infrastruktur für Kapital (zB Banken), eine leistungsfähige Infrastruktur (Verkehrsnetz, aber auch Telekommunikation und Internet), sowie eine Kultur von Wissenschaft und Innovation. Man kann an unzähligen Beispielen festmachen, dass dies tatsächlich die Haupt-Erfolgsfaktoren von wirtschaftlichem Wachstum sind. Beginnend mit der Beschreibung der Entstehung des Wohlstandes in Europa, angefangen in Holland, wo die ersten unabhängigen Banken entstanden, wird das Modell an vielen weiteren Beispielen geprüft und damit sehr plastisch und nachvollziehbar erläutert. Die für mich erstaunlichste Aussage ist, dass man in Ländern, wo diese Säulen intakt sind, seit 1820 ein konstantes Wachstum von 2% des Bruttosozialproduktes beobachten kann. Auch wird an sehr guten Beispielen zB in Entwicklungsländern aufgezeigt, wie deren wirtschaftliche Probleme auf das Fehlen einiger dieser Säulen zurückzuführen sind. Das Modell ist mir immer wieder eine wichtige Hilfestellung bei allen volkswirtschaftlichen Diskussionen gewesen.


Talk Talk: (International export edition)
Talk Talk: (International export edition)
von T.C. Boyle
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,80

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Identitätsdiebstahl in Romanform, 12. Februar 2008
Identitätsdiebstahl ist ein hochaktuelles Thema. Es kann jeden von uns treffen, und wir sind rechtlich nicht geschützt vor den Folgen und es gibt keine Strafverfolgung. Den entstandenen Schaden kann man somit nicht mal einklagen. TC Boyles Opfer in dem spannenden Roman "Talk Talk" ist die taube Dana Halter aus Kalifornien. Sie wird eines Morgens so mir nichts Dir nichts verhaftet und kommt ins Gefängnis. Es dauert einige Zeit, bis die Polizei herausfindet, dass sie Opfer eines Identitätsdiebstahls wurde, denn Identitätsdieb hat die Straftat begangen. Dana kommt erst nach mehreren Tagen wieder frei. Es gibt keine Entschädigung, nichts. Sie und ihr Freund Bridger sind so verärgert und frustriert, dass sie die Verfolgung des Identitätsdiebs selber in die Hand nehmen und ihn schliesslich aufspüren und quer durch Amerika jagen. Boyle beschreibt äusserst amüsant die Sicht des Diebs, einem Schmarotzer auf der Suche nach dem amerikanischen Traum mit Familie, Haus und grossem Auto, der die Schuld immer bei anderen sieht und sich sogar über die Frechheit ärgert, von Dana und Bridger verfolgt zu werden. Interessant auch die Beschreibung, wie man mit ein paar einfachen Tricks in kurzer Zeit den Identitätsdiebstahl durchführen kann. Das Ende ist enttäuschend und Augen öffnend zugleich. Der Dieb entkommt, denn man kann ihm nichts wirklich anlasten. Ein sehr gut geschriebenes Buch im Stile von Tom Wolfes "Bonfire of the Vanities" (Fegefeuer der Eitelkeiten).


Talk Talk
Talk Talk
von T. C. Boyle
  Taschenbuch

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Identitätsdiebstahl in Romanform, 12. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Talk Talk (Taschenbuch)
Identitätsdiebstahl ist ein hochaktuelles Thema. Es kann jeden von uns treffen, und wir sind rechtlich nicht geschützt vor den Folgen und es gibt keine Strafverfolgung. Den entstandenen Schaden kann man somit nicht mal einklagen. TC Boyles Opfer in dem spannenden Roman "Talk Talk" ist die taube Dana Halter aus Kalifornien. Sie wird eines Morgens so mir nichts Dir nichts verhaftet und kommt ins Gefängnis. Es dauert einige Zeit, bis die Polizei herausfindet, dass sie Opfer eines Identitätsdiebstahls wurde, denn Identitätsdieb hat die Straftat begangen. Dana kommt erst nach mehreren Tagen wieder frei. Es gibt keine Entschädigung, nichts. Sie und ihr Freund Bridger sind so verärgert und frustriert, dass sie die Verfolgung des Identitätsdiebs selber in die Hand nehmen und ihn schliesslich aufspüren und quer durch Amerika jagen. Boyle beschreibt äusserst amüsant die Sicht des Diebs, einem Schmarotzer auf der Suche nach dem amerikanischen Traum mit Familie, Haus und grossem Auto, der die Schuld immer bei anderen sieht und sich sogar über die Frechheit ärgert, von Dana und Bridger verfolgt zu werden. Interessant auch die Beschreibung, wie man mit ein paar einfachen Tricks in kurzer Zeit den Identitätsdiebstahl durchführen kann. Das Ende ist enttäuschend und Augen öffnend zugleich. Der Dieb entkommt, denn man kann ihm nichts wirklich anlasten. Ein sehr gut geschriebenes Buch im Stile von Tom Wolfes "Bonfire of the Vanities" (Fegefeuer der Eitelkeiten).


Talk Talk: Roman
Talk Talk: Roman
von T.C. Boyle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Identitätsdiebstahl in Romanform, 12. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Talk Talk: Roman (Gebundene Ausgabe)
Identitätsdiebstahl ist ein hochaktuelles Thema. Es kann jeden von uns treffen, und wir sind rechtlich nicht geschützt vor den Folgen und es gibt keine Strafverfolgung. Den entstandenen Schaden kann man somit nicht mal einklagen. TC Boyles Opfer in dem spannenden Roman "Talk Talk" ist die taube Dana Halter aus Kalifornien. Sie wird eines Morgens so mir nichts Dir nichts verhaftet und kommt ins Gefängnis. Es dauert einige Zeit, bis die Polizei herausfindet, dass sie Opfer eines Identitätsdiebstahls wurde, denn Identitätsdieb hat die Straftat begangen. Dana kommt erst nach mehreren Tagen wieder frei. Es gibt keine Entschädigung, nichts. Sie und ihr Freund Bridger sind so verärgert und frustriert, dass sie die Verfolgung des Identitätsdiebs selber in die Hand nehmen und ihn schliesslich aufspüren und quer durch Amerika jagen. Boyle beschreibt äusserst amüsant die Sicht des Diebs, einem Schmarotzer auf der Suche nach dem amerikanischen Traum mit Familie, Haus und grossem Auto, der die Schuld immer bei anderen sieht und sich sogar über die Frechheit ärgert, von Dana und Bridger verfolgt zu werden. Interessant auch die Beschreibung, wie man mit ein paar einfachen Tricks in kurzer Zeit den Identitätsdiebstahl durchführen kann. Das Ende ist enttäuschend und Augen öffnend zugleich. Der Dieb entkommt, denn man kann ihm nichts wirklich anlasten. Ein sehr gut geschriebenes Buch im Stile von Tom Wolfes "Bonfire of the Vanities" (Fegefeuer der Eitelkeiten).


Armstrongs Kreuzzug. Ein Jahr auf dem Planeten Lance
Armstrongs Kreuzzug. Ein Jahr auf dem Planeten Lance
von Daniel Coyle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,80

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Beschreibung von einem Jahr aus Lance Armstrongs Leben, 1. Februar 2008
Dieses Buch gibt sehr tiefe Einblicke in das Leben und Denken von Lance Armstrong, einem der bekanntesten Tour de France Sieger. War ich vor dem Lesen ein grosser Fan von Lance, so hatte ich danach schon einige Zweifel. Er kommt heraus als ein Mensch, der alles für seine Karriere tut und ein absoluter Machtmensch ist. Coyle diskutiert die Fakten, die er zusammengetragen hat, sehr sachlich und überlässt dem Leser die Schlussfolgerungen. So ahnt man schon lange vor den Skandaljahren der Tour de France 2006 und 2007, dass auch Lance gedopt war. Jedoch war er im Gegensatz zu seinen Mitstreitern ungleich vorsichtiger, schlauer, aber auch paranoider, erwischt zu werden. Gleichsam hat er es auch verstanden, mit Gerichtsverfahren zu drohen und so steht er heute quasi als einziger aus zig Tour-de-France Siegern und Etappensiegern da, dem nie zweifelsfrei etwas nachgewiesen wurde. Das Buch ist sehr interessant geschrieben und recht empfehlenswert.
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Mallorys zweiter Tod: Das Everest-Rätsel und die Antwort
Mallorys zweiter Tod: Das Everest-Rätsel und die Antwort
von Reinhold Messner
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante Hintergründe zum sensationellen Schicksal Mallorys, 1. Februar 2008
Schon vor vielen Jahren erregten neue Berichte über Funde zum 1924 am Gipfelgrad des Mount Everest verschollenen George L. Mallory die Gemüter der Bergsteigergemeinde. George Mallory war der erste überhaupt, der wirklich ernsthaft versuchte, den Mount Everest zu bezwingen, und er war so besessen von dieser Idee, dass er ihr sein Leben opferte. Mallory ist heute der Mythos aller Bergsteiger, weil sein Versuch so weit der Zeit voraus war, und wegen der fehlenden Informationen um sein Verschwinden so geheimnisvoll. Ich wollte immer nur mehr wissen über sein Schicksal, nicht zuletzt, wie weit er bei seinem letzten Versuch wirklich gekommen ist. Reinhold Messner hat selbst viele Achtausender bezwungen und kennt den Mount Everest und die Pfade Mallorys wie nur wenige andere. Daher kann er sich hautnah in die Situation von Mallory hineinversetzen, die Informationen aus den sensationellen Funden (Irvines Pickel 1933, Mallorys Leiche 1999) realistisch interpretieren und somit das Geheimnis um seinen letzten Versuch lüften - Mallory hat es nicht über den "Second Step" hinaus und damit bis auf ein paar hundert Meter unter Gipfel geschafft. Die Geschichte Mallorys ist die eines echten Helden, aber tragisch und unglaublich mitreissend. Messner hat sie uns alle etwas näher gebracht. Die Grösse Mallorys bestand nicht zuletzt darin, dass er sich in einer sehr frühen Zeit weit weg in England das unglaubliche Ziel gesetzt hat, den höchsten Berg der Welt zu besteigen, und diesem Ziel erstaunlich nahe gekommen ist. Messners Technik, Mallory sprechen zu lassen, ist etwas eigenwillig, jedoch inhaltlich überzeugend.


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