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Rezensionen verfasst von
Christina Apel

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Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld
Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld
von Dirk Müller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erhellende Lektüre zu totgeschwiegenen Themen, 21. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Natürlich muss Dirk Müller mit diesem Buch auf Kritik stoßen, denn er stellt sich hiermit mutig an eine schwer umkämpfte Front: Es geht um die Deutungshoheit über den Währungskrieg, ein Gebiet, das die wenigsten eingängig verstanden haben.

Ich möchte hier einmal auf zwei Kritikpunkte in anderen Rezensionen eingehen:

- Das Lesezeichen mit Werbung für Dirk Müllers Seite ist wirklich dezent und lässt sich bestens ignorieren. Wer hier gleich Vermutungen anstellt, es gehe nur um "Geldmacherei", wurde von der Kostenloskultur des Internets schon so weit übermannt, dass er seinen Blick dafür, dass Autoren und Contentanbieter auch Essen und Miete bezahlen müssen, verloren hat. Wer darüber meckert, hätte auch auf die Taschenbuchausgabe warten können.

- Stellenweise wird kritisiert, dass Müller in "Verschwörungstheorien abdriftet". Ärgerlich ist nur, dass ein Großteil dieser Theorien sich zunehmen als wahr herausstellen und dass der Einsatz von Logik in Verbindung mit Wissen um die Situation und Geopolitik zeigt: Hier sind große Interessen am Werke. Die von Müller erklärten Theorien sind noch vorsichtig verglichen mit dem, wovor schon seit Jahrzehnten gewarnt wird. Wer heute noch glaubt, die europäische Krise sei eine "natürliche" Krise und eine "wirtschaftliche Notwendigkeit", versteht weder das Fiatgeldsystem der Großbanken noch die geopolitischen Interessen, die schon seit Jahrzehnten das Weltgeschehen beeinflussen und es auch in der europäischen Vergangenheit schon taten. Geschichtsunterricht ist nicht immer nutzlos. Wie viel dezenter soll Müller sich ausdrücken, wenn unser komplettes Wohlergehen auf dem Spiel steht?

Dieses Buch ist alles in allem ein wichtiger Beitrag dazu, das fernseh- und obrigkeitshörige Deutschland aus seinem Schlaf zu rütteln. Auch hier hat das Geldsystem furchtbare Konsequenzen für Millionen von Menschen und auch hier sind die Medien durch wenige Großkonzerne beherrscht, die öffentliche Meinung stellt sich dementsprechend dar. Müllers Vorstoß ist mutig und er legt sich mit Institutionen an, deren Einfluss und Kaltschnäuzigkeit Otto-Normal-Bürger sich nicht vorzustellen vermag. Drohungen und Schwierigkeiten bei der Vermarktung sind nur die Spitze der Probleme, die solche Veröffentlichungen verursachen. Dafür gebührt ihm aus meiner Sicht Respekt.

Es mag Angst machen, wenn man zum ersten Mal begreift, womit man es zu tun hat, aber der einzige Weg zu einem gesunden Optimismus und einer Einstellung, die einen selbst und seine Mitmenschen, letztendlich die Menschheit auf diesem Planeten, nach vorne bringt, ist, Klarheit über die Situation zu gewinnen. Die Zeit, in der man vor allen unangenehmen Wahrheiten davon laufen konnte, indem man sie als "Verschwörungstheorie" abstempelte, ist entweder vorbei, oder das Aufwachen wird um einiges unangenehmer, als es sein müsste.


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