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Rezensionen verfasst von
Patrick Pitt

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Totenmontag
Totenmontag
von Kathy Reichs
  Gebundene Ausgabe

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tempe '007' Brennan, 1. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Totenmontag (Gebundene Ausgabe)
Drei Mädchenleichen in einem uralten, modrigen Keller.
Keine Kleidung, keinerlei Hinweise auf Alter oder Herkunft der jungen Frauen. Nur Knochen, kein Gewebe. Eines der Skelette
ist in Leder eingepackt. Sonst finden sich nur noch drei offensichtlich antike Knöpfe bei den Leichen.
Ein aktuelles Verbrechen ? Oder ein historischer Fall ?
Die Altersbestimmung ist also vorrangig.
Unsere Heldin stürzt sich - wie wir sie kennen - voller Eifer und Elan auf diesen Fall. Dabei erfährt sie - wie nicht anders zu erwarten - wenig Hilfe durch ihren Intimfeind, Monsieur Claudel von der zuständigen Polizeibehörde.
Trotzig ermittelt sie auf eigene Faust und erlebt dabei hanebüchene Situationen und Gefahren, die selbst einen James
Bond in rechtschaffene Schwulitäten bringen würde.
Dieses Buch, wie auch die vorherigen Werke von Kathy Reichs,
erinnert stark an die guten alten amerikanischen Krimiserien,
die Donnerstag Abend um 21.00Uhr im ZDF liefen.
Wie Petrocelli, der Anwalt oder Quincy, der Gerichtsmediziner.
Als ob Ärzte, Gerichtsmediziner oder Anwälte nicht so schon
genug um die Ohren haben. Nein ! Da wird selbst ermittelt und recherchiert. Die Helden geraten dabei immer in höchste Gefahr,
aus der sie sich - natürlich in letzter Sekunde - immer selbst
befreien können. Und immer gegen den Widerstand der mehr oder weniger trotteligen Polizei. Und selbstverständlich wird
nebenbei auch noch der Fall gelöst. Und auf die Mütze gibt's
auch immer was. Wegen der Spannung. Und Beziehungsprobleme
hat's auch. Wegen der Gefühle. Und immer einen etwas spinnerten
Kumpel. Wegen dem Lustigen.
So geht es auch der lieben Tempe. Armes Ding. Ganz verbeult,
unglücklich verliebt, Tochter-Probleme, n' Haufen Arbeit,
umgeben von doofen Polizisten usw. usw.
Ich sag's ja 007 im Kleinformat. Respekt !
Da die Schriftstellerin im echten Leben mit der Materie der
Gerichtsmedizin bestens vertraut ist, ist wenigstens der
'wissenschaftliche Teil' der Bücher äusserst interessant und
fundiert dargestellt.
Warum Tempe Brennan in 'Totenmontag' zur Altersbestimmung der
Skelette aber alle Möglichkeiten der forensischen sowie der archäologischen Wissenschaft ausschöpft, das Lederstück in dem
eine der Leichen verpackt war jedoch überhaupt nicht berück-
sichtigt, bleibt ein Rätsel. Ein sachlicher Fehler.
Unser eiskalter Freund Ötzi lehrt uns doch, welche vielfältigen
Rückschlüsse aus Lederfragmenten herauszulesen sind.
Egal. Ich lese sie trotzdem gerne die Bücher der Kathy Reichs.
Übertrieben, aber spannend. Flüssig geschrieben. Man legt den
'Totenmontag' nicht so leicht aus der Hand.
Die Schriftstellerin sollte aber darauf achten, durch die ständigen Wiederholungen und Übertreibungen nicht langweilig
zu werden.
Sonst sag' ich: Lesenswert !
Drei Sterne für das Buch, einer für die Sympathie.


Memoiren eines mittelmässigen Schülers
Memoiren eines mittelmässigen Schülers
von Alexander Spoerl
  Taschenbuch

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Favorit, 29. April 2005
Zwölf oder dreizehn Jahre alt war ich, als ich die 'Memoiren...'
geschenkt bekam. Ein dünnes Heftchen. Nichtssagender Einband. Eher abschreckender Titel. Schriftsteller, mir völlig unbekannt.
Nicht gerade die besten Voraussetzungenn für ein Buch, gelesen zu werden.
Hab's dann aber doch mal angefangen. Und an einem Tag durchgelesen. Und seither, mindestens ein Mal im Jahr!
Mindestens.
Und ganz und gar zerlesen ist's geworden. Und die Seiten sind herausgefallen. Und fleckig. Und eingerissen.
Hab's mir dann gebraucht nochmals frisch gekauft.
Keine grosse Literatur. Kein Krimi. Nichts tiefschürfendes. Zumindestens nicht vordergründig.
Für mich jedoch das liebenwürdigste, lustigste und erfrischendste Büchlein, dass ich je gelesen habe. Dabei niemals
oberflächlich. Einfach schön.
Mein Favorit. For ever !


Wer die Wahrheit sucht: Roman
Wer die Wahrheit sucht: Roman
von Elizabeth George
  Gebundene Ausgabe

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen keine Meisterleistung !, 15. März 2005
Elizabeth George gehört zweifellos zu den besten Thriller-Autoren
unserer Zeit.
Leider ist sie bei diesem Werk den Beweis schuldig geblieben.

Die Geschichte wirkt reichlich konstruiert.
Immer wiederkehrende Beschreibungen von Sachverhalten, Ereignissen und persönlichen Beziehungen. Spuren und Hinweise laufen ins Leere. Interessante Ansätze bleiben offen. Fragen
über Fragen.
Ganz besonders schade ist, dass relativ früh zu erkennen ist, wer der Täter ist, ja sein muss. Trotzdem wird das Ganze auf über 700 Seiten gedehnt.
Dadurch verliert das Buch von Seite zu Seite an Spannung. Lange-
weile macht sich breit. Eine völlig neue Erkenntnis bei einem Krimi dieser Schriftstellerin.
Einen Roman dieses Umfanges lese ich normalerweise in ca. zehn bis vierzehn Tagen. Für 'wer die Wahrheit sucht' brauchte ich fast vier Monate.
Die Geschichte fesselt nicht.
Deborah nervt das ganze Buch über. St. James gibt das Weichei.
Die Polizei von Guernsey spielt die Rolle der Keystone-Cops.
Guy Brouard, das Opfer, eine Mischung aus Casanova für Arme einem Heiligen, Beelzebub und Dieter Bohlen.
Und... und... und... .
Alle Personen sind karikaturhaft überzeichnet.
Alle diese Personen betreffende Geschichten enden im Nichts.
Was wird aus Paul? Überlebt Taboo? Cynthia Moulin? Gerne hätte
man die Geheimnisse der Duffy's geteilt, hätte man nur erfahren,
was für Geheimnisse das sind.
Die ganze Geschichte wäre leicht auf 200 Seiten zu erzählen gewesen, ohne Wesentliches zu vernachlässigen. Dreihundert mit etwas ausschmückendem Beiwerk. Wäre auch dann nicht wesentlich
Spannender geworden, aber weingstens nicht so ermüdend.
So bleibt ein schaler Nachgeschmack. Kein Buch würdig einer Elizabeth George.
Für mich das schlechteste Buch einer ansonsten genialen Schriftstellerin. Entäuschend wie das schreckliche 'Barins Dreieck' dem schöpferischen Tiefpunkt Hakan Nessers.
Bleibt die Hoffnung, dass die kommenden Romane Elizabeth Georges
an die Qualität der bisherigen Werke anknüpfen können.
Für 'wer die Wahrheit sucht' nur zwei Sterne, reine Sympathiepunkte. Leider.


Toute la Musique...
Toute la Musique...
Preis: EUR 7,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwei Welten ..., 23. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Toute la Musique... (Audio CD)
Mademoiselle live ist eine fantastische Angelegenheit!
Ich selbst hatte die grosse Freude Patricia Kaas auf der 'Sexe Fort-Tour' in Baden-Baden zu erleben.
Eine stimmgewaltige Patricia und eine spielfreudige und sehr homogen agierende Band, machten den Abend zu einem perfekten Erlebnis.
Daher war die Freude groß, als angekündigt wurde, dass auch von dieser Tournee eine Live-CD erscheinen wird. Um so mehr, als bekannt wurde, dass nicht nur eine Audio-CD, sondern auch ein Live-Mitschnitt auf DVD, in einem Set vertrieben wird.
Doch leider sind CD und DVD von sehr unterschiedlicher Qualität.
Die DVD gibt die Konzert-Atmosphäre eins zu eins wieder und gefällt mit einer ansprechenden Kameraführung.
Interessanter Bonus-Track, nette Aufmachung, so soll's sein, so hat man das auch erwartet.
Die Audio CD hingegen ist grottenschlecht!
Nicht die fantastische Sängerin, nicht die exzelente Band entäuschen hier.
Es ist die Machart dieses Tonträgers. Lieblos gemischt, diletantisch geschnitten. Ein hanebüchenes Hörerlebnis!
Anstatt das Konzert in voller Länge auf zwei CD's zu pressen,
hat man hier einfach Ausschnitte der Show lieblos zusammengepfuscht, mit abrupten Schnitten und Lücken als ob sich ein zwölfjähriger seine erste MC zusammengestolpert hat.
Dazu ein Bonus-Track, der garnicht hierhin gehört.
Da Patricia Ihr Repertoire von Tour zu Tour nur unwesentlich erweitert oder verändert, sind es hauptsächlich die Hardcore-Fans, die sich immer wieder die CD's trotz immer wiederkehrender
Track-Lists kaufen. Diese so zu enttäuschen, halte ich in Hinsicht auf künftige Verkäufe für ziemlich gewagt.
Da die ganze Sache immerhin fast 50 Euros (das sind in richtigem Geld fast 100 D-Mark) kostet ist es geradezu eine Frechheit von Sony, einen so handwerklich miserabelen Job abzuliefern.
Ich vergebe hier trotzdem vier Sterne für 'toute la musique'.
Diese aber nur bezogen auf Box, Aufmachung, Booklet und die DVD.
Für die CD, ...ach komm, vergessen wir die!
Europas beste Stimme hat es nicht verdient so miserabel präsentiert zu werden, wie auf diesem Tonträger geschehen.


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