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andreas strauss

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More Than One Way Home
More Than One Way Home
Preis: EUR 15,48

5.0 von 5 Sternen ....vielleicht sogar besser als die Orginale des 80er Hardrocks, 19. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: More Than One Way Home (Audio CD)
"Wow, klingt fast ein bisschen nach einem neuen wahnsinns Teufelswerk von Whitesnake mit einem Schuss Deep Purple garniert. Und wie hat sich doch Coverdale's Gesang im Vergleich zu seinem letzten Output (und zu seinen Livedarbietungen sowieso) verbessert. Doug Aldrich hats auch wieder drauf und haut ein Killerriff nach dem nächsten aus seinem Köcher". So oder so ähnlich könnten die ersten Eindrücke lauten, wenn man nicht wüsste, dass "More Than One Way Home" die neue CD der deutschen "Super- Group" VOODOO CIRCLE darstellt.

Sobald sich ein paar bekannte Musik zusammen setzen und eine CD von einer solch unglaublichen Qualität abliefern, brodelt es in der Gerüchteküche und Pressewelt. Eine neue Super-Group wurde geboren. Super-Group? Was heißt das eigentlich?

Klar ist man geneigt, besondere musikalische Leistungen zu erwarten, wenn sich Talente und alte Hasen zusammen finden, um ihre musikalischen Ideen zu verwirklichen, die sie in ihren "normalen" Bands vielleicht nicht ausleben können. VOODOO CORCLE ist sicherlich so ein Fall. Sänger David Readman (Pink Cream 69), Gittarist Alex Beyrodt (Silent Force, Sinner, Primal Fear), Bassist/Sänger Mat Sinner (Primal Fear, Sinner), Keyboarder Jimmy Kresic und Drummer Markus Kullmann ließt sich für ein Line-Up gar nicht schlecht. Stilistisch gesehen bewegen sie sich einerseits auf klassischen Pfaden, verstehen es jedoch die mitreißenden Themen von damals in die neuzeit zu transportieren

Ziemlich genau zwei Jahre nach ihrem überragenden Zweitwerk „Broken Heart Syndrome“ wollen es die deutschen Melodic Rocker VOODOO CIRCLE um Flitzefinger Alex Beyrodt wieder wissen und veröffentlichen mit „More Than One Way Home“ ihr inzwischen drittes Album – wie sich zeigen soll, konnte die Truppe den gelungenen Vorgänger mit ihrem dritten Streich gar noch übertreffen.

Das dritte Album für die Band von Alex Beyrodt steht erneut im Zeichen des 80er Jahre Hard Rocks, wie ihn Whitesnake, Deep Purple oder Rainbow geprägt haben. Mit David Readman (Pink Cream 69) am Mikro hat er hierfür auch einen begnadeten Sänger gefunden, der ohne viel Zutun den Spirit der 80er aufleben lassen kann. VOODOO CIRCLE haben bei „More than one way home“ die deutlichen Blues-Anleihen ein klein wenig zurückgefahren, zu Gunsten typischer Hard Rock-Riffs und Grooves. So gelingt der Band mit „Tears in the Rain“ zum Beispiel, einen waschechter Groover, der Anfang der Neunziger sicher im Radio gelaufen wäre.

Ab dem Opener „Graveyard City“ wird unmissverständlich deutlich, dass sich VOODOO CIRCLE noch immer hauptsächlich an den stilbildenden WHITESNAKE-Alben, nämlich „Slide It In“, „1987“ und „Slip Of The Tongue“, orientieren. Wie schon auf „Broken Heart Syndrome“ ist das der Eigenständigkeit natürlich nicht gerade zuträglich, eine Band wie die Truppe des Herrn Beyrodt, die sich ohnehin als Hommage an das Genre versteht, hat das aber auch gar nicht nötig. Stattdessen gibt es auf „More Than One Way Home“ wie so oft bei VOODOO COIRCLE durchweg gelungenen, melodiösen Hard Rock mit unüberhörbarer Blues-Schlagseite, der mit jeder Note die goldenen 80er atmet.

Neben dem wie immer absolut superben Gitarrenspiel des Bandkopfs ist der größte Pluspunkt der Truppe dabei Sänger David Readman: Selbiger ist mithin einer der Hauptgründe, warum man VOODOO CIRCLE stets mit den bereits erwähnten WHITESNAKE in Verbindung bringen möchte und das ist auch vollkommen berechtigt. Was das Songwriting angeht, so ist die Truppe auf ihrem dritten Album so stilsicher wie eh und je und vergleicht man die Platte mit ihrem Vorgänger, so scheinen VOODOO CIRCLE noch ein Stück selbstbewusster geworden zu sein. Waren die Leadgitarren auf den Platten der Herren schon immer fulminant, gibt es jetzt auch deutlich verspieltere Keyboards und auch die stilistische Bandbreite hat sich auf „More Than One Way Home“ noch ein Stück vergrößert.

Zwar bietet das Album noch immer die gewohnte Mischung aus stampfenden Stadionrockern und perlenden Balladen mit hohem Blues-Faktor, allerdings fallen die Arrangements auf dem dritten Streich von Beyrodt und Co. weitaus vielschichtiger aus, was nahe legt, dass die Band seit „Broken Heart Syndrome“ noch ein Stück weiter zusammen gefunden hat.

Wer mit bluesigem Hard Rock, einer sehr präsenten Hammond-Orgel und klassischen Hard Rock Riffs etwas anfangen kann, der kommt an VOODOO CIRCLE nicht vorbei. Und wer den 80ern hinterher trauert, der findet hier ein mehr als geeignetes Album zum Trost.


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