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Rezensionen verfasst von
arthouse-freundin pb (Duisburg, NRW)

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Wuthering Heights [UK Import]
Wuthering Heights [UK Import]
DVD ~ Juliette Binoche

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen gute Literaturverfilmung, sehr gut Ralph Fiennes als Heathcliff, 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Wuthering Heights [UK Import] (DVD)
Vorausgeschickt sei, dass ich Emily Brontes Buch noch nicht gelesen habe und mir daher kein Urteil darüber erlauben kann, wie gelungen diese Literaturverfilmung gemessen an der Vorlage ist.

Zu sehen ist, wie Vater Earnshaw Heathcliff als Findelkind mit nach Hause bringt. Obwohl er von der Familie als Fremder nicht sonderlich wohlgelitten ist, wächst er auf wie Earnshaws eigenes Kind, bis der alte Earnshaw stirbt. Nun wird Heathcliff schlimmer als ein Sklave gehalten, aus dem Wohnhaus verbannt und missbraucht. Er verliebt sich in Earnshaws Tochter Cathy, die zunächst auf sein Werben eingeht, ihn dann aber doch aufgrund seiner nicht standesgemäßen Herkunft im Unklaren lässt, während sie sich für Linton als standesgemäße Partie entscheidet.

Für Ralph Fiennes war dies die erste große Kinorolle als damals noch unbekannter Theaterschauspieler. Er legt die Figur schon mit all jenen Qualitäten an, die die weitaus meisten seiner Rollen auszeichnen werden: Heathcliff, der durch das unglaublich verachtende, menschenunwürdige Verhalten der Earnshaw-Familie nach dem Tod des Alten zutiefst traumatisiert ist, trägt deshalb in sich eine schwer zu bändigende Wut, Hass und Enttäuschung. Als sich Cathy trotz der Liebe zwischen beiden aus äußerlichen Gründen für einen anderen entscheidet und ihn zurückweist, es ihm aber auch nicht klar sagt, sondern ihn hinhält, entwickelt er sich zunehmend zu einem innen tief verletzten, außen jedoch kalten, rohen, aggressiven und impulsiven Mann, der über Leichen geht und beziehungsunfähig ist. Er übt später geradezu alttestamentarische Rache an der Familie Linton. Fiennes` Heathcliff überzeugt in seiner Ambivalenz, in dem immer kurz vorm Ausbruch stehenden destruktiv geäußerten Schmerz voll und ganz, während Juliette Binoche in ihrer Doppelrolle nicht nur mit ihrer blonden Perücke nicht glücklich besetzt ist. Die meiste Zeit guckt sie dumm aus den Kostümen und verleiht ihrer Figur wenig Kontur, als habe sie sich mit der Rolle kaum auseinandergesetzt.

Als Steven Spielberg diesen Film sah, wusste er, dass der unbekannte Ralph Fiennes der richtige Mann sein würde für den SS-Lagerkommandanten Goeth von Auschwitz in "Schindler's Liste", dem Film, der für Ralph Fiennes den internationalen Durchbruch bedeutete. Er war sofort von Fiennes' außerordentlichen schauspielrischen Fähigkeiten überzeugt, denn die gibt es schon in diesem frühen Film zu bewundern. Die Darstellung des Heathcliff verdient auf jeden Fall 4 Sterne, Juliette Binoche einen, alles in allem halte ich drei Sterne für gerechtfertigt. Kosminsky macht eine ordentliche Arbeit, aber auch nicht mehr.


Man Who Cried [UK Import]
Man Who Cried [UK Import]
DVD ~ Christina Ricci
Wird angeboten von Rock Pop
Preis: EUR 21,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen kunstvolle, subtile, oft witzige Verfilmung eines ernsten Themas, 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Man Who Cried [UK Import] (DVD)
Kunstvoll, in opernhaften Bildern und gelungener Farbdramaturgie von Sally Potter verfilmte , in den 30er Jahren spielende Geschichte um ein jüdisches Shtetl-Mädchen Suzie (Christina Ricci) aus Russland, das allein ins Exil nach England geschickt wird, bei fremden Leuten aufwächst und ewig "anders" bleibt, sich nicht richtig zugehörig fühlen kann. Sie befreundet sich mit der opportunistischen, wenig zuverlässigen russischen Exilantin Lola (hinreißend: von Cate Blanchett) und arbeitet mit ihr in Paris in einem heruntergekommenen Theater. Dort verliebt sich Lola in den italienischen Möchtegern-Star-Tenor Dante (herrlich: John Turturro), Bauernjunge aus Sizilien, der sich als ziemlich widerlicher Anhänger Mussolinis outet. Suzie ist nun wieder ausgeschlossen und allein. In dieser Situation wendet sie sich dem Zigeuner Cesar (Johnny Depp) zu und verliebt sich in ihn. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, muss sie sich entscheiden, von den Naziz verfolgt bei Cesar zu bleiben oder ohne ihn in die USA zu fliehen. Die Situation spitzt sich zu, als Dante sie als Jüdin an die Nazis verrät.

Sally Potter, die auch das Buch geschrieben hat, hat in ihrem Theater durch die Bank Außenseiter und am Rande der Gesellschaft Stehende versammelt: Das Theater, das sich kaum von einem Circus unterscheidet, ist auf die Mitarbeit der Zigeuner angewiesen. Sehr subtil offenbart Potter wie sich Hierarchien und Abwertungskaskaden zwischen den Figuren herausbilden. Dabei sind sie allesamt zugereist, umherziehend, in Frankreich "nicht zugehörig". Darum geht es im Kern: Nicht-Zugehörigkeit, Ausgrenzung, Unbehaustsein und das daraus relultierende "Herumzigeunern" als Exilanten - immer auf der Suche nach dem Ort, wo man hoffentlich wirklich bleiben, zuhause sein kann, Wurzeln schlagen kann, da die Herkunftswurzeln gekappt sind.

Nina Ricci spielt zurückgenommen und in sich gekehrt. Ihre Traurigkeit, und Einsamkeit drücken sich in ihren Augen aus. Cate Blanchett und John Turturro sind es, die Witz, Spaß und Spielfreude in den Film bringen, Cate Blanchett ist so hinreißend, wie ich das nicht von ihr kenne. Johnny Depp, meistens stumm, verstärkt so den Eindruck seines Ausgegrenztseins immens. Trotz seiner unsteten Lebensweise in der untersten Hierarchiestufe hat er, was Suzie fehlt: Familie und ein Zuhause.

Die deutsche Synchronfassung raubt dem Film ein sehr wesentliches Element, die Sprache: Ricci nämlich spricht in England lupenreines Englisch und ist trotzdem außen vor. Cate Blanchetts starker russischer Akzent und John Turturro, sprachlich ein Vollblutitaliener, machen durch ihre Sprache den Witz ihrer Figuren aus. Johnny Depp zählt in Roma-Sprache, ansonsten meint man einen Jugoslawen englisch sprechen zu hören. Deshalb am besten im Original anschauen.


In stürmischen Zeiten
In stürmischen Zeiten
DVD ~ Christina Ricci
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 15,25

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen kunstvolle, subtile, z.T. witzige Verfilmung eines ernsten Themas, 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: In stürmischen Zeiten (DVD)
Kunstvoll, in opernhaften Bildern und gelungener Farbdramaturgie von Sally Potter verfilmte , in den 30er Jahren spielende Geschichte um ein jüdisches Shtetl-Mädchen Suzie (Christina Ricci) aus Russland, das allein ins Exil nach England geschickt wird, bei fremden Leuten aufwächst und ewig "anders" bleibt, sich nicht richtig zugehörig fühlen kann. Sie befreundet sich mit der opportunistischen, wenig zuverlässigen russischen Exilantin Lola (hinreißend: von Cate Blanchett) und arbeitet mit ihr in Paris in einem heruntergekommenen Theater. Dort verliebt sich Lola in den italienischen Möchtegern-Star-Tenor Dante (herrlich: John Turturro), Bauernjunge aus Sizilien, der sich als ziemlich widerlicher Anhänger Mussolinis outet. Suzie ist nun wieder ausgeschlossen und allein. In dieser Situation wendet sie sich dem Zigeuner Cesar (Johnny Depp) zu und verliebt sich in ihn. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, muss sie sich entscheiden, von den Naziz verfolgt bei Cesar zu bleiben oder ohne ihn in die USA zu fliehen. Die Situation spitzt sich zu, als Dante sie als Jüdin an die Nazis verrät.

Sally Potter, die auch das Buch geschrieben hat, hat in ihrem Theater durch die Bank Außenseiter und am Rande der Gesellschaft Stehende versammelt: Das Theater, das sich kaum von einem Circus unterscheidet, ist auf die Mitarbeit der Zigeuner angewiesen. Sehr subtil offenbart Potter wie sich Hierarchien und Abwertungskaskaden zwischen den Figuren herausbilden. Dabei sind sie allesamt zugereist, umherziehend, in Frankreich "nicht zugehörig". Darum geht es im Kern: Nicht-Zugehörigkeit, Ausgrenzung, Unbehaustsein und das daraus relultierende "Herumzigeunern" als Exilanten - immer auf der Suche nach dem Ort, wo man hoffentlich wirklich bleiben, zuhause sein kann, Wurzeln schlagen kann, da die Herkunftswurzeln gekappt sind.

Nina Ricci spielt zurückgenommen und in sich gekehrt. Ihre Traurigkeit, und Einsamkeit drücken sich in ihren Augen aus. Cate Blanchett und John Turturro sind es, die Witz, Spaß und Spielfreude in den Film bringen, Cate Blanchett ist so hinreißend, wie ich das nicht von ihr kenne. Johnny Depp, meistens stumm, verstärkt so den Eindruck seines Ausgegrenztseins immens. Trotz seiner unsteten Lebensweise in der untersten Hierarchiestufe hat er, was Suzie fehlt: Familie und ein Zuhause.

Die deutsche Synchronfassung raubt dem Film ein sehr wesentliches Element, die Sprache: Ricci nämlich spricht in England lupenreines Englisch und ist trotzdem außen vor. Cate Blanchetts starker russischer Akzent und John Turturro, sprachlich ein Vollblutitaliener, machen durch ihre Sprache den Witz ihrer Figuren aus. Johnny Depp zählt in Roma-Sprache, ansonsten meint man einen Jugoslawen englisch sprechen zu hören. Deshalb am besten im Original anschauen.


Red Dragon [2 DVDs] [UK Import]
Red Dragon [2 DVDs] [UK Import]
DVD ~ Anthony Hopkins
Wird angeboten von medienprofi
Preis: EUR 5,25

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen teilw. sehr gut gespielter Thriller, der die Genreklischees aufbricht, 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Red Dragon [2 DVDs] [UK Import] (DVD)
"Red Dragon" ist der erste Teil der Hannibal Lecter-Trilogie, ein Hollywood-Genrefilm, in dem das FBI einen Serienmörder und Vergewaltiger jagt, der seiner Opfer unvorstellbar grausam zurichtet. Anthony Hopkins als Lecter (leider bietet er nicht mehr als Lecter-Manierismen) und Harvey Keitel als Chef-Inspektor. Doch der eigentliche Protagonist des Films ist FBI-Sonderermittler Graham (Edward Norton - blass) und sein Antagonist Francis Dolarhyde (Ralph Fiennes - grandios). Was diesen Film über alle Genre-Klischees, Hollywood-Stereotypen mit kitschigen "I love you"-Familien-Sequenzen und flach gezeichneten Charakteren hinaushebt und diesem Film auch für andere Zielgruppen zu einem Ereignis macht, ist das hervorragende Schauspieler-Trio Ralph Fiennes sowie als Nebenfiguren die wunderbare Emily Watson (die schon in Lars von Triers sehenswerten "Breaking the Waves" brillierte) und der herrlich schmierig gespielte Tatler-Reporter von Philip Seymour Hoffman (der in "Capote" eine seltene schauspielerische Meisterleistung ablieferte). Sie brechen das Genreklischee auf und machen den Film interessant.

Fiennes legt Dolarhyde als einen pathologisch Schizophrenen realitätsgetreu an, der ohne Eltern aufwuchs und schon als Kind missbraucht wurde. Als Erwachsener lebt er völlig zurückgezogen, gilt als zuverlässiger, unauffälliger, in sich gekehrter, schweigsamer Kollege ohne über die Arbeit hinausreichende Kontakte. Als sich seine blinde Kollegin Reba in ihn verliebt, erlebt der Zuschauer eine erste schauspielerische Glanzleistung: ohne dass sich beide berühren, ohne Kuss, ohne jede Andeutung einer üblichen Liebesszene blickt die Kamera über Rebas Schulter in Dolarhydes Gesicht, wo sich in unglaublicher Intensität all seine Sehnsucht nach Nähe, Liebe und Sex aber eben auch seine unüberwindliche Angst vor sich selbst und seinen inneren Dämonen abspielt, dass einem der Atem stockt.

Dolarhyde ist nicht in der Lage, jene Dämonen als abgespaltene Schatten seiner Seele zu erkennen, sondern er projiziert sie nach außen wie Geister auf Figuren des von ihm verehrten Malers und Lyrikers William Blake, von denen er sich fremdbestimmt fühlt, die immer wieder Besitz von ihm zu ergreifen scheinen. Als alles Menschliche übersteigende Größenphantasien steigen sie ihm auf und lassen ihn auf Rachefeldzug gegen Frauen ziehen. Dolarhyde ringt mit sich, kämpft gegen diesen Teil seines Wesens an, versucht, sich auf eigene Faust davon zu befreien. Aber seine pathologische Krankheit lassen ihn nicht das geeignete Mittel finden, was seinen Selbsthass und seine Selbstverachtung zunehmend steigert. Fiennes macht ihn menschlich, indem er das Leiden dieser Figur an sich selbst fühlbar macht, ohne seine Taten zu entschuldigen oder zu verharmlosen. Deshalb kann der Zuschauer sich auf ihn einlassen.

Die Figur Dolarhydes in all ihren Nuancen und Windungen und inneren Kämpfen zu sehen, die im Gesicht von Ralph Fiennes zum Ausdruck kommen, in seinem Gang, seiner Körperhaltung und im Zusammenspiel mit Emily Watson und Philip Seymour Hoffmann, macht den Film so besonders und sehenswert. Schade ist es, dass er genregerecht endet: Dolarhyde gehört in eine psychiatrische Klinik, wo ihm geholfen werden kann, doch natürlich wird im Film das Böse am Ende eliminiert aus der heilen Hollywood-Welt und damit Dolarhyde einfach abgeknallt. Fiennes' starke Figur jedoch bewirkt, dass der Zuschauer allmählich doch nicht mit dem blassen FBI-Ermittler fiebert, sondern mitfühlend Dolarhydes Hilfsbedürftigkeit wahrnimmt, versteht, dass er keine Bestie ist, wie das FBI behauptet, sondern ein kranker Mensch. Das Hollywood-Ende hinterlässt deshalb einen Beigeschmack. Doch vielleicht entspricht dies der europäischen Sichtweise dieses US-Thrillers und Fiennes hat als Europäer diese europäische Moral in die Geschichte subversiv hineingeknüpft.

Anthony Hopkins bleibt in seinen Szenen manieristsisch-uninteressant. An der Grenze zum Erträglichen ist die klischeevolle, flache, an den Kitsch grenzende Darbietung von Edward Norton. Besonders ohne Fiennes, aber auch ohne Watson und Hoffmann wäre der Film nicht der Rede wert, während Fiennes' Leistung fünf Sterne verdient. So gebe ich insgesamt unter dem Strich drei Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 2, 2008 11:30 AM MEST


Red Dragon [UK Import]
Red Dragon [UK Import]
DVD ~ Anthony Hopkins
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 2,53

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen teilw. sehr gut gespielter Thriller, der die Genreklischees aufbricht, 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Red Dragon [UK Import] (DVD)
"Red Dragon" ist der erste Teil der Hannibal Lecter-Trilogie, ein Hollywood-Genrefilm, in dem das FBI einen Serienmörder und Vergewaltiger jagt, der seiner Opfer unvorstellbar grausam zurichtet. Anthony Hopkins als Lecter (leider bietet er nicht mehr als Lecter-Manierismen) und Harvey Keitel als Chef-Inspektor. Doch der eigentliche Protagonist des Films ist FBI-Sonderermittler Graham (Edward Norton - blass) und sein Antagonist Francis Dolarhyde (Ralph Fiennes - grandios). Was diesen Film über alle Genre-Klischees, Hollywood-Stereotypen mit kitschigen "I love you"-Familien-Sequenzen und flach gezeichneten Charakteren hinaushebt und diesem Film auch für andere Zielgruppen zu einem Ereignis macht, ist das hervorragende Schauspieler-Trio Ralph Fiennes sowie als Nebenfiguren die wunderbare Emily Watson (die schon in Lars von Triers sehenswerten "Breaking the Waves" brillierte) und der herrlich schmierig gespielte Tatler-Reporter von Philip Seymour Hoffman (der in "Capote" eine seltene schauspielerische Meisterleistung ablieferte). Sie brechen das Genreklischee auf und machen den Film interessant.

Fiennes legt Dolarhyde als einen pathologisch Schizophrenen realitätsgetreu an, der ohne Eltern aufwuchs und schon als Kind missbraucht wurde. Als Erwachsener lebt er völlig zurückgezogen, gilt als zuverlässiger, unauffälliger, in sich gekehrter, schweigsamer Kollege ohne über die Arbeit hinausreichende Kontakte. Als sich seine blinde Kollegin Reba in ihn verliebt, erlebt der Zuschauer eine erste schauspielerische Glanzleistung: ohne dass sich beide berühren, ohne Kuss, ohne jede Andeutung einer üblichen Liebesszene blickt die Kamera über Rebas Schulter in Dolarhydes Gesicht, wo sich in unglaublicher Intensität all seine Sehnsucht nach Nähe, Liebe und Sex aber eben auch seine unüberwindliche Angst vor sich selbst und seinen inneren Dämonen abspielt, dass einem der Atem stockt.

Dolarhyde ist nicht in der Lage, jene Dämonen als abgespaltene Schatten seiner Seele zu erkennen, sondern er projiziert sie nach außen wie Geister auf Figuren des von ihm verehrten Malers und Lyrikers William Blake, von denen er sich fremdbestimmt fühlt, die immer wieder Besitz von ihm zu ergreifen scheinen. Als alles Menschliche übersteigende Größenphantasien steigen sie ihm auf und lassen ihn auf Rachefeldzug gegen Frauen ziehen. Dolarhyde ringt mit sich, kämpft gegen diesen Teil seines Wesens an, versucht, sich auf eigene Faust davon zu befreien. Aber seine pathologische Krankheit lassen ihn nicht das geeignete Mittel finden, was seinen Selbsthass und seine Selbstverachtung zunehmend steigert. Fiennes macht ihn menschlich, indem er das Leiden dieser Figur an sich selbst fühlbar macht, ohne seine Taten zu entschuldigen oder zu verharmlosen. Deshalb kann der Zuschauer sich auf ihn einlassen.

Die Figur Dolarhydes in all ihren Nuancen und Windungen und inneren Kämpfen zu sehen, die im Gesicht von Ralph Fiennes zum Ausdruck kommen, in seinem Gang, seiner Körperhaltung und im Zusammenspiel mit Emily Watson und Philip Seymour Hoffmann, macht den Film so besonders und sehenswert. Schade ist es, dass er genregerecht endet: Dolarhyde gehört in eine psychiatrische Klinik, wo ihm geholfen werden kann, doch natürlich wird im Film das Böse am Ende eliminiert aus der heilen Hollywood-Welt und damit Dolarhyde einfach abgeknallt. Fiennes` starke Figur jedoch bewirkt, dass der Zuschauer allmählich doch nicht mit dem blassen FBI-Ermittler fiebert, sondern mitfühlend Dolarhydes Hilfsbedürftigkeit wahrnimmt, versteht, dass er keine Bestie ist, wie das FBI behauptet, sondern ein kranker Mensch. Das Hollywood-Ende hinterlässt deshalb einen Beigeschmack. Doch vielleicht entspricht dies der europäischen Sichtweise dieses US-Thrillers und Fiennes hat als Europäer diese europäische Moral in die Geschichte subversiv hineingeknüpft.

Anthony Hopkins bleibt in seinen Szenen manieristsisch-uninteressant. An der Grenze zum Erträglichen ist die klischeevolle, flache, an den Kitsch grenzende Darbietung von Edward Norton. Besonders ohne Fiennes, aber auch ohne Watson und Hoffmann wäre der Film nicht der Rede wert, während Fiennes` Leistung fünf Sterne verdient. So gebe ich insgesamt unter dem Strich drei Sterne.


Conman
Conman
DVD ~ Francesco Quinn
Wird angeboten von Mediabear
Preis: EUR 9,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ganz nett aber unwichtig, 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Conman (DVD)
"Cannes Man " oder "Con Man" erzählt die Geschichte von Frank, der als Kurier für eine grottenschlechte amerikanische Produktionsfirma nach Cannes zum Festival reist, dort zufällig den umstritten schlechten Produzenten Sy Lerner kennenlernt, der mit Franks Hilfe eine Wette gewinnen will: für nichts als die Fiktion eines Films in Cannes Millionen zu akquirieren.

Gedacht ist die Geschichte offenbar als Satire auf das Filmgeschäft und den Rummel von Cannes. Doch dafür fehlt ihr dann doch der Biss, um zu funktionieren. Sie bewegt sich hart an der Grenze zum Trash, kann sich zu wirklichem Trash nicht durchringen und ist damit weder Fisch noch Fleisch.

Ganz in der Optik der Guido Knopp-Geschichtsproduktionen werden "Zeitzeugen" zu dem Phänomen Sy Lerner befragt. Zugleich sieht man Sy, wie er allerhand wichtige Leute und Promis des realen Filmgeschäfts für sein Projekt zu gewinnen versucht. Unter anderen sind dies Jim Jarmusch, Johnny Depp, John Malkovich, Dennis Hopper, James Brolin, Harvey Weinstein, Julian Lennon. Diese Sequenzen sind die amüsantesten des Films, insbesondere Jarmusch-Depp, die hier mantra-singend und meditierend als komisches Duo auftreten. Dafür und weil es doch eher selten ist, dass der Film sich selbst, seine Industrie und seine Rituale aufs Korn nimmt, würde ich zwei Sterne vergeben. Doch die Bildqualität des Films ist derart lausig und der fehlende Biss fällt darüber hinaus ins Gewicht. Bleibt nur noch ein Stern.

Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Zustand des Films anläßlich des Filmfestivals in Cannes, die aber teilweise etwas überholt ist, gibt es in "Chambre 666" von Wim Wenders auf der Doppel-DVD zusammen mit "Tokyo-Ga".


Before Night Falls [UK Import]
Before Night Falls [UK Import]
DVD ~ Javier Bardem
Wird angeboten von ZOverstocksDE
Preis: EUR 4,71

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen cineastisches Meisterwerk jenseits des Mainstream, 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Before Night Falls [UK Import] (DVD)
Ein ruhig erzähltes, berührendes Arthaus-Meisterwerk besonderer Güte von dem New Yorker Maler und Künstler Julian Schnabel auf Basis des erst posthum erschienenen autobiographischen Buches des kubanischen Dissidenten-Schriftstellers Reinaldo Arenas. Schnabel erzählt sehr einfühlsam in wunderbaren Bildern vor dem Hintergrund der Revolution die Geschichte dieses Mannes, von seinem ersten und einzigen Bucherfolg in Kuba, seiner Verfolgung als dissident geltender Dichter und Homosexueller, seiner Inhaftierung, des schließlichen Exils in den USA bis zu seinem Selbstmord in Krankheit, Elend und Armut. Dazu schafft Schnabel ein kunstvolles Gewebe aus einem linearen Erzählstrang mit darin verwobenen Rückblenden in die Kindheit, visualisierten Gedanken, Traumbildern und Gedichten des nach seiner Ausweisung vergessenen Arenas, die oft ein poetisches Gegengewicht bilden zu der zunehmend traurigen und bedrohlichen, unbehausten und stets gefährdeten Lebensrealität. Realismus und Poetik des Films und das Einweben von Phantasien ist gänzlich anders geartet als in einem anderen sehenswerten Film des brasilianischen Regisseurs Hector Babenco (der in "Night Falls" einen Cameo-Auftritt hat), an den sich mancher Filmfreund noch erinnern mag, mit ähnlicher Thematik, "Der Kuss der Spinnenfrau", für dessen Molina-Darstellung William Hurt 1985 einen Oscar gewann. Schnabel und Bardem verzichten glücklicherweise ganz auf jede Tuntenhaftigkeit und jegliches schwules Klischee.

Sehr zu Recht ist der spanische Hauptdarsteller Javier Bardem für seine großartige Einfühlung und Verkörperung des Dichters für den Oscar nominiert worden - er hätte ihn auch verdient!

Nebenbei und ganz überraschend bekommt der Zuschauer zwei kleine Kabinettstückchen von Johnny Depp serviert: Depp ist als Transvestit Bon Bon einfach hinreißend, wie er über den Asphalt stolziert, sich über die Kaimauer lehnt und die Kamera seine rechte Pobacke einfängt, die Mann und Frau gleichermaßen anzieht. Auf der Damentoilette entledigt sich Bon Bon des geschmuggelten Arenas-Manuskripts und gibt es an die Kabinennachbarin weiter. Kurz darauf erscheint Depp als Macho-Lieutenant Victor, der Arenas eines für den Zuschauer sicher unvergesslichen erotisch aufgeladenen und sadistischen Verhörs unterzieht. Die Szenen dauern nur wenige Minuten. Der Film hätte auch ohne sie fünf Sterne verdient. Doch in der Reihe des Gesamtwerks von Johnny Depp gehören diese beiden Kleinigkeiten zum besten, was man von ihm gesehen hat. Für den Film bilden sie ein leckeres "Bonbon" als Zugabe. Kaum zu erkennen hat übrigens auch Sean Penn einen Cameo-Auftritt als kubanischer Bauer.

Ich empfehle unbedingt die Originalfassung zu sehen. Denn wie so gut wie immer nivelliert die Synchronfassung jeglichen Akzent, der besonders hier wesentlich zur Atmosphäre beiträgt.

Mit Nachdruck möchte ich betonen, dass dieser Film nicht nur etwas für Kuba-, Karibik-, Schnabel-, Arenas- oder lateinamerikanische Literatur-Fans oder Schwule ist.


Before Night Falls
Before Night Falls
DVD ~ Javier Bardem
Wird angeboten von Joe2000
Preis: EUR 22,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderbares cineastisches Meisterwerk jenseits des Mainstreams, 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Before Night Falls (DVD)
Ein ruhig erzähltes, berührendes Arthaus-Meisterwerk besonderer Güte von dem New Yorker Maler und Künstler Julian Schnabel auf Basis des erst posthum erschienenen autobiographischen Buches des kubanischen Dissidenten-Schriftstellers Reinaldo Arenas. Schnabel erzählt sehr einfühlsam in wunderbaren Bildern vor dem Hintergrund der Revolution die Geschichte dieses Mannes, von seinem ersten und einzigen Bucherfolg in Kuba, seiner Verfolgung als dissident geltender Dichter und Homosexueller, seiner Inhaftierung, des schließlichen Exils in den USA bis zu seinem Selbstmord in Krankheit, Elend und Armut. Dazu schafft Schnabel ein kunstvolles Gewebe aus einem linearen Erzählstrang mit darin verwobenen Rückblenden in die Kindheit, visualisierten Gedanken, Traumbildern und Gedichten des nach seiner Ausweisung vergessenen Arenas, die oft ein poetisches Gegengewicht bilden zu der zunehmend traurigen und bedrohlichen, unbehausten und stets gefährdeten Lebensrealität. Realismus und Poetik des Films und das Einweben von Phantasien ist gänzlich anders geartet als in einem anderen sehenswerten Film des brasilianischen Regisseurs Hector Babenco (der in "Night Falls" einen Cameo-Auftritt hat), an den sich mancher Filmfreund noch erinnern mag, mit ähnlicher Thematik, "Der Kuss der Spinnenfrau", für dessen Molina-Darstellung William Hurt 1985 einen Oscar gewann. Schnabel und Bardem verzichten glücklicherweise ganz auf jede Tuntenhaftigkeit und jegliches schwules Klischee.

Sehr zu Recht ist der spanische Hauptdarsteller Javier Bardem für seine großartige Einfühlung und Verkörperung des Dichters für den Oscar nominiert worden - er hätte ihn auch verdient!

Nebenbei und ganz überraschend bekommt der Zuschauer zwei kleine Kabinettstückchen von Johnny Depp serviert: Depp ist als Transvestit Bon Bon einfach hinreißend, wie er über den Asphalt stolziert, sich über die Kaimauer lehnt und die Kamera seine rechte Pobacke einfängt, die Mann und Frau gleichermaßen anzieht. Auf der Damentoilette entledigt sich Bon Bon des geschmuggelten Arenas-Manuskripts und gibt es an die Kabinennachbarin weiter. Kurz darauf erscheint Depp als Macho-Lieutenant Victor, der Arenas eines für den Zuschauer sicher unvergesslichen erotisch aufgeladenen und sadistischen Verhörs unterzieht. Die Szenen dauern nur wenige Minuten. Der Film hätte auch ohne sie fünf Sterne verdient. Doch in der Reihe des Gesamtwerks von Johnny Depp gehören diese beiden Kleinigkeiten zum besten, was man von ihm gesehen hat. Für den Film bilden sie ein leckeres "Bonbon" als Zugabe. Kaum zu erkennen hat übrigens auch Sean Penn einen Cameo-Auftritt als kubanischer Bauer.

Ich empfehle unbedingt die Originalfassung zu sehen. Denn wie so gut wie immer nivelliert die Synchronfassung jeglichen Akzent, der besonders hier wesentlich zur Atmosphäre beiträgt.

Mit Nachdruck möchte ich betonen, dass dieser Film nicht nur etwas für Kuba-, Karibik-, Schnabel-, Arenas- oder lateinamerikanische Literatur-Fans oder Schwule ist.


Before Night Falls
Before Night Falls
DVD ~ Javier Bardem

40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unbedingt sehenswertes Meisterwerk jenseits des Mainstream, 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Before Night Falls (DVD)
Ein Arthaus-Meisterwerk besonderer Güte von dem New Yorker Maler und Künstler Julian Schnabel auf Basis des erst posthum erschienenen autobiographischen Buches des kubanischen Dissidenten-Schriftstellers Reinaldo Arenas. Schnabel erzählt sehr einfühlsam in wunderbaren Bildern vor dem Hintergrund der Revolution die Geschichte dieses Mannes, von seinem ersten und einzigen Bucherfolg in Kuba, seiner Verfolgung als dissident geltender Dichter und Homosexueller, seiner Inhaftierung, des schließlichen Exils in den USA bis zu seinem Selbstmord in Krankheit, Elend und Armut. Dazu schafft Schnabel ein kunstvolles Gewebe aus einem linearen Erzählstrang mit darin verwobenen Rückblenden in die Kindheit, visualisierten Gedanken, Traumbildern und Gedichten des nach seiner Ausweisung vergessenen Arenas, die oft ein poetisches Gegengewicht bilden zu der zunehmend traurigenn und bedrohlichen, unbehausten und stets gefährdeten Lebensrealität. Realismus und Poetik des Films und das Einweben von Phantasien ist gänzlich anders geartet als in einem anderen sehenswerten Film des brasilianischen Regisseurs Hector Babenco (der in "Night Falls" einen Cameo-Auftritt hat), an den sich mancher Filmfreund noch erinnern mag, mit ähnlicher Thematik, "Der Kuss der Spinnenfrau", für dessen Molina-Darstellung William Hurt 1985 einen Oscar gewann. Schnabel und Bardem verzichten glücklicherweise ganz auf jede Tuntenhaftigkeit und jegliches schwules Klischee.

Sehr zu Recht ist der spanische Hauptdarsteller Javier Bardem für seine großartige Einfühlung und Verkörperung des Dichters für den Oscar nominiert worden - er hätte ihn auch verdient!

Nebenbei und ganz überraschend bekommt der Zuschauer zwei kleine Kabinettstückchen von Johnny Depp serviert: Depp ist als Transvestit Bon Bon einfach hinreißend, wie er über den Asphalt stolziert, sich über die Kaimauer lehnt und die Kamera seine rechte Pobacke einfängt, die Mann und Frau gleichermaßen anzieht. Auf der Damentoilette entledigt sich Bon Bon des geschmuggelten Arenas-Manuskripts und gibt es an die Kabinennachbarin weiter. Kurz darauf erscheint Depp als Macho-Lieutenant Victor, der Arenas eines für den Zuschauer sicher unvergesslichen erotisch aufgeladenen und sadistischen Verhörs unterzieht. Die Szenen dauern nur wenige Minuten. Der Film hätte auch ohne sie fünf Sterne verdient. Doch in der Reihe des Gesamtwerks von Johnny Depp gehören diese beiden Kleinigkeiten zum besten, was man von ihm gesehen hat. Für den Film bilden sie ein leckeres "Bonbon" als Zugabe. Kaum zu erkennen hat übrigens auch Sean Penn einen Cameo-Auftritt als kubanischer Bauer.

Ich empfehle unbedingt die Originalfassung zu sehen. Denn wie so gut wie immer nivelliert die Synchronfassung jeglichen Akzent, der besonders hier wesentlich zur Atmosphäre beiträgt.

Bei dem unschlagbar günstigen Preis und einer Ausstattung mit einem wirklich einmal informativen Booklet, Audiokommentar und "Behind the Scenes" in der schönen Reihe "Arthaus Collection" sollte man unbedingt zugreifen und sich auf diese ruhige Filmerzählung einlassen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 30, 2009 12:00 PM MEST


Manhattan Love Story
Manhattan Love Story
DVD ~ Jennifer Lopez
Preis: EUR 6,97

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen klischeehaftes Aschenputtel-Märchen, 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Manhattan Love Story (DVD)
Fans von Jennifer Lopez werden von dem Film sicherlich begeistert sein, ebenso wie diejenigen, die Hollywood-Liebesfilme mit märchenhaftem Charakter lieben und Klischees nicht als störend empfinden: allein erziehendes Latino-Aschenputtel steigt auf in die Welt der Schönen und Reichen. Natürlich bekommt sie auch den schönen, reichen und guten Traumprinzen in Gestalt von Ralph Fiennes.

Wer dereinst begeistert war von Wayne Wangs "Smoke", wer auch "Blue In The Face" oder "Chinese Box" etwas abgewinnen konnte, kann von diesem Film von Wayne Wang nur enttäuscht sein. Sein Name scheint kein Garant für intelligente, witzige Filme, vielleicht war er es nie und "Smoke" war nur ein positiver Ausrutscher, der vielleicht auch dem Drehbuchautor Paul Auster geschuldet war.

Wer sich andererseits auf das Gespür des englischen Schauspielers Ralph Fiennes verlässt, in der Regel gute Bücher und Filme für sich zu wählen, auch Großproduktionen Einzigartiges einzuhauchen, selbst Genre-Klischees allein durch seine Figuren-Interpretation im positiven Sinne zu sprengen, kann sich nur wundern, weshalb er diese Rolle annahm. Das Buch von Kevin Wade ist derart klischeebeladen, die Fiennes-Figur Christopher Marshall so eindimensional und flach, dass es fast wehtut, Fiennes damit zu sehen.


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