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Beiträge von Pseudonym
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Rezensionen verfasst von
Pseudonym

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Ridder 681070-350 Badewanneneinlage 38 x 89 cm, Tecno grau
Ridder 681070-350 Badewanneneinlage 38 x 89 cm, Tecno grau
Preis: EUR 32,94

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tut, was sie soll; gute Farbe, 3. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte vorher die weiße Ausführung, die nach einiger Zeit gelbstichig und unansehnlich wurde. Ich nehme an, dass mit der grauen nicht so schnell passieren wird.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 13, 2014 9:54 PM CET


Holzschneidbrett 60 x 45 x 4,3 cm
Holzschneidbrett 60 x 45 x 4,3 cm

5.0 von 5 Sternen Solides Arbeitsbrett für die Küche, 12. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
So stelle ich mir ein Schneidebrett vor: groß, dick und schwer. Viele Angebote hier sind viel zu dünn, mit nur 2-3 cm, und verziehen sich schnell. Kaufempfehlung.


Schlafes Bruder: Roman
Schlafes Bruder: Roman
von Robert Schneider
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Literarischer Schiffbruch der Sonder-Mittelklasse, 8. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Schlafes Bruder: Roman (Taschenbuch)
Es ist schon lange her, dass ich das Buch gelesen habe. Über den Inhalt kann ich nicht mehr viel sagen, aber die Sprache ist mir in Erinnerung geblieben. Schneider versucht, mit stilistischen Mitteln eine vergangene Zeit wiederzuerwecken. Leider erwacht da nichts und niemand, und mit der Zeit gehen dem geneigten Leser die endlos aneinandergereihten Manierismen wahnsinnig auf den Keks.

Diese Sprache wurde nie gesprochen. Erstmal ok, das kann ein Kunstgriff sein. Mit jeder Seite wird aber offenkundiger, dass der Autor sein Werkzeug, nämlich das Deutsche und die Dramaturgie, nicht beherrscht. Also plappert er sich hilflos an, z.B., Gotthelf oder Jean Paul oder Süskind entlang um Kopf und Kragen. Das hat mitunter unfreiwillige Komik, immerhin. Durch die bemühten Wort- und Satzkonstruktionen hindurch erkennt man die Figuren kaum. Macht aber nichts, sie werden sowieso bloß wie blöde Sprech- und Denkpuppen am Gängelband des Autors über die Bühne gezogen.

Eigentlich bräuchte man über das Buch kein Wort zu verlieren, aber dass es in den Kanon der Schullektüre aufgenommen wurde, ist ein Witz. Schlafes Bruder hat mit deutscher Literatur, sei sie modern, postmodern oder klassisch, soviel zu tun wie Las Vegas mit Venedig. Kann es viele Deutschlehrer geben, die das für eine gelungene Erzählung halten? Was lesen die sonst so? Heftromane?
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 10, 2015 12:15 AM CET


Die Kinder der Finsternis
Die Kinder der Finsternis
von Wolf von Niebelschütz
  Taschenbuch

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Kommentar, 15. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder der Finsternis (Taschenbuch)
Es ist schwer, dem Buch ohne Superlative gerecht zu werden. "Literarisches Fallbeil", allerdings.

>>> Es lag ein Bischof tot in einer Mur am Zederngebirge fünf Stunden schon unter strömenden Wolkenbrüchen. Die Mur war hinabgemalmt mit ihm und seinem Karren und seinen Maultieren und seiner Geliebten, unter ihm fort, über ihn hin, als schmettere das Erdreich ihn in den Schlund der Hölle, kurz vor Anbruch der Nacht.

Fünf Stunden donnerten die Gießbäche, Felsen und Schuttlawinen; die Bergflanke bebte. Fünf Stunden kauerte die Geliebte neben dem Gehaßten, unverletzt, naß bis zur Haut, frierend, obwohl es warm war. Fünf Stunden schrien und keilten hufoben die Mulis und rüttelten durch das verknäulte Geschirr den Wagenkasten, der ohne Räder hintüber auf dem Steinmeer saß, bedeckt von grauenvoller Dunkelheit.

In der sechsten hob sich die Regenbank, der Mond jagte hinter finsteren Schleiern und bestrahlte im Winkel den weich lehnenden Leichnam, dessen Blicke erglitzerten, loschen, glitzerten. Sein höhnisch zudringliches Schillern steigerte die Angst der Verlassenen. Aus Angst, er sei nur betäubt gewesen, wagte sie nicht, ihm die Lider zu schließen; aus Angst vor den Muren wagte sie keine Flucht. Zwanzig Klafter tiefer gischtete der Wildfluß, Ziel aller Wächten und Tobel. Wohin flüchten? zu wem? Niemandem konnte sie begegnen, der nicht Böses vorhatte, niemand in der Mauretanischen Mark öffnete nachts ein Haus, die Nächte waren von Raubkatzen durchschlichen. Nicht einmal wehren konnnte sie sich: Dom Firmians Schwertgurt, beim Fallen hinausgeschleudert, ruhte unter Klötzen begraben am Grunde der Schlüfte. Auch beten konnte sie nicht mehr, hatte der Bischof doch alles Fromme in ihr zunichte gemacht. <<<

Bald tritt die Hauptfigur auf, der Teufel. Oder doch ein junger, nackter Schäfer auf seinen Stelzen? Es kommt zum Beischlaf, und damit zu allem anderen.

Es gibt Autoren, die würden für so eine Exposition ihre Mutter verkaufen. "Fünf Stunden kauerte die Geliebte neben dem Gehaßten," wow.

Mir fällt Schlafes Bruder ein. Was dort bloß wie ein fetter Kratzer auf der Linse ist und vollkommen scheitert, nämlich die sprachliche Darstellung einer anderen Zeit, gelingt hier vollkommen. Kantig, dicht, schauderhaft schön, begabt mit Rhythmus und einer Bilderwelt von epischem Ausmaß. Kino im Kopf mit einem Meisterregisseur.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 13, 2011 6:06 PM MEST


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