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Rezensionen verfasst von
TheZoidberg "shatteredsky"

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The Dark Tower 7.
The Dark Tower 7.
von Stephen King
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ende gut, alles gut?, 28. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: The Dark Tower 7. (Taschenbuch)
Nachdem mich nun diese sieben Bücher über Monate begleitet haben, bin ich nun endlich bis zu ihrem Ende mitgereist. Zur Einstimmung würde ich mal meine Wertung der ersten 6 Bände zum Vergleich vorlegen, um meinen Standpunkt etwas einzugrenzen (bezieht sich auf die englische Ausgabe):

1. The Gunslinger: Gute, langsame Einführung, die einen nicht mit Personen und zu viel Information überhäuft. Vieles bleibt seltsam, unerklärlich und regt das Interesse an der Fortsetzung an. Einzig der unterirdische Part der Reise ist etwas zu langatmig und irgendwie zu sehr an Herr der Ringe angelehnt. 4 Punkte.

2. The drawing of three: Meines Erachtens der beste und griffigste Band des Siebenteilers. Baut vor allem auf den negativen Kulturclash und den unerwarteten/"unfertigen" zusätzlich eingeführten Hauptfiguren auf. 5 Punkte.

3. The wastelands: Nachdem die Reise bis jetzt größtenteils durch (wenn auch harsche) Naturlandschaften mit kleinen post-apokalyptischen Siedlungen geführt hat, landen wir jetzt in den heruntergekommenen Resten einer "großen" Zivilisation und müssen uns mit einer wahnsinnigen künstlichen Intelligenz auseinandersetzen. Beleuchtet ein wenig mehr, wie es zu dem desolaten "Weltzustand" gekommen ist. Kleinere Ungereimtheiten (m.E.) wie: warum hält die Bahn nur an so wenigen, und dann noch dazu unwichtigen Stationen / warum gibt es nur zwei Linien / der "Nazi-Einschub" hängt ohne Zusammenhang etwas in der Luft. 4 1/2 Punkte.

4. Wizard and glass: Sehr packende Prequel zur ganzen Story, könnte für sich alleine stehen. Erklärt einiges Roland betreffend. 5 Punkte.

5. Wolves of the Calla: Gut aufgebaute, aber etwas lange Story, die wieder neue Fragen aufwirft. Gut gefallen hat mir die Einführung von Vater Callahan und das "beamquake", die "Reisen" zur Rose nach New York und der Dualismus von Susannah / Mia. 4 Punkte

6. Song of Susannah: Etwas hektischer Abschnitt. Der Einbezug Kings seiner selbst mag man zwiespältig sehen, ich fand's von der Idee her nicht schlecht, aber etwas zu ausgetreten. Ansonsten ein Übergangsband welcher direkt mit dem Siebten zusammenhängt, so daß eine Bewertung etwas schwer fällt. 3-4 Punkte.

Nun landen wir beim vorliegenden letzten Band. Um es kurz zu fassen: all die weitreichenden Ideen und Gedanken, die vorher teils großartig aufgebaut wurden - es geht schliesslich um die Existenz des Multiversums - fallen irgendwie kläglich in sich zusammen. Der Scharlachrote König ist nichts anderes als ein psychotischer "Weihnachtsmann" (OT Buch), der mit Granaten um sich wirft. Sehr enttäuschend, da man eher jemanden wie Sauron ("evil overlord") erwartet. Die "Beams", an denen die ganze Existenz hängt, werden von einer handvoll Telepathen "angenagt". Der Sohn Rolands und des S. Königs ist eine fürchterliche Wehrspinne, aber fällt irgendwie ihrem eigenen Infantilismus zum Opfer und scheint am Schluß ihrer telepathischen Fähigkeiten (gebraucht gegen Walter) verlustig gegangen zu sein. Die Auseinandersetzung zwischen Roland und seinem Halbsohn scheitert kläglich in der Belanglosigkeit. Warum Mordred der angekündigte Weltenzerstörer sein soll, erschließt sich leider überhaupt nicht. Und was zum Teufel sucht eigentlich Dandelo hier? Obwohl die Idee eines "Emotionsvampirs" gut ist, fühlt sie sich irgendwie zusammenhangslos und aufgesetzt an. Das dieser den geistig beschränkten Wunderzeichner im Keller eingesperrt hat, kommt natürlich Roland und Susannah sehr gelegen. Die "Flucht" Susannahs und die "Ausradierung" des S. Königs durch einen banalen Bleistift, ist als Lösung so weitreichender Probleme leider etwas unzureichend.

Irgendwie erwartet man etwas viel grösseres, unfassbareres, unlösbareres. Am Ende bleibt allein:

1. Susannah schafft es nach New York ihrer Wahl (nett).
2. Drei Hauptfiguren werden geopfert (wenn auch zu schnell hinter einander), wovon eine durch einen dummen Zufall erledigt wird (gute Idee) und nicht durch Heroismus (Eddie).
3. Roland kann's nicht lassen und wird dadurch verdammt, alles nochmals durchzuleben (stark, rettet das Buch vor dem völligen "Happy-End"-Absturz).

Natürlich kann man argumentieren, es geht um die "private hell" einer Einzelperson und ihrer Handlungen, so daß kosmische Ausmaße letztendlich nicht zu erwarten sind. Warum werden aber dann die Erwartungen in diese Richtung aufgebaut? Darüber hinaus habe ich prinzipiell nichts gegen Einbezug anderer Romane / Filme / etc. in die Handlung, andere könnten das allerdings als etwas penetrant empfinden.

Besten Dank für's Lesen

CP


The House of Blue Light
The House of Blue Light
Preis: EUR 11,69

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kraftvoller Nachschlag ..., 28. April 2004
Rezension bezieht sich auf: The House of Blue Light (Audio CD)
Zugegeben, so erdig und krachig wie der Vorgänger klingt's hier nicht mehr, der Sound geht eher in Richtung klinische Reinheit, aber dafür ist das Material diverser ausgefallen.
Als einzigen Schwachpunkt würde ich das eher belanglose "Call of the wild" ansehen. Dafür punktet die Scheibe mit den Krachern "The Spanish archer", "Strangeways" und "Bad attitude". Ersteres ist so kraftvoll und mit (guten) Soli vollgestopft, daß sich viele zeitgleiche Metal Acts sich eine Scheibe abschneiden können. Desweiteren überzeugen die eher etwas kuriosen "Black and White" und "Mitzi Dupree" sowie der schnelle Rausschmeisser "Dead or alive".


A Social Grace+Mosquito (Re-Issue)
A Social Grace+Mosquito (Re-Issue)
Preis: EUR 20,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drei Mal Hurra geschrien ..., 26. April 2004
Rezension bezieht sich auf: A Social Grace+Mosquito (Re-Issue) (Audio CD)
Endlich, endlich hat sich doch noch jemand aufgerafft und sich der vier Meisterwerke der gepflegten härteren Musik angenommen. Ich ver abscheue ja sonst jegliche missionarische Allüren, aber hier kann man leider nicht anders als mal auf etwas geniales hinzuweisen.
Ich gehe in diesem Fall sogar so weit, "A social grace" schlichtweg als musikalisches Ereignis des Jahrtausends zu bezeichnen. Das klingt jetzt vielleicht etwas zu sehr enthusiastisch, aber die Vorliebe für dieses überaus komplexe und emotionale Album hält nun schon seit Jahren an und wurde über Jahre hinweg entwickelt.
Die Musik ist wahrlich nicht als eingängig zu beschreiben, aber einmal richtig entdeckt und verdaut lassen sich die verwobenen Melodien nicht mehr aus dem Kopf vertreiben. Ich will ja nicht direkt sagen: vergesst den anderen (Prog-) Metal!, aber hier sind Komplexität, Harmonie der Instrumentalisten und Gesang einmalig fusioniert.
Diesen Standard hat die Band nicht wieder erreicht, obschon die drei nachfolgenden Titel gleichfalls ein hohes Niveau halten.
Der etwas magere Original-Sound ("A social grace") ist tatsächlich durch das Remastering verbessert worden, und das neue Artwork und der Preis überzeugen gleichfalls. Bei den Liner-Notes hätte ich mir doch noch etwas mehr Information gewünscht.
Leider, leider lässt sich wohl keine annehmbare Live-Perfomance mehr auftreiben, deshalb ist die Bonus DVD eher als nette Zugabe zu betrachten (inclusive der nett-trashigen Videoclips).
Fazit: Uneingeschränkt empfehlbar, auch für Erstbesitzer.
Spread the psychotic wor(l)d!!!!


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