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Rezensionen verfasst von
Walther

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Lagerfeuer: Roman
Lagerfeuer: Roman
von Julia Franck
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2.0 von 5 Sternen Leben im Berliner Notaufnahmelager Marienfelde, 14. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Lagerfeuer: Roman (Taschenbuch)
Bild und Titel sind nichtssagend und passen nicht zum Buch im Handy-Format. Ich hatte mir hiervon mehr versprochen, auch weil ich diesen Weg ebenfalls gegangen bin. Es geht hier nicht um Lagerfeuer-Romantik, sondern um das Leben in einem Flüchtlingslager für ehemalige DDR-Bürger. Hier wird alles bis ins letzte Detail geschidert: Schikanen an der Grenze und Verhöre durch die Geheimdienste. Das Buch ist weder spannend noch interessant, nach 156 Seiten habe ich es entnervt zur Seite gelegt.


Ab jetzt ist Ruhe: Roman meiner fabelhaften Familie
Ab jetzt ist Ruhe: Roman meiner fabelhaften Familie
von Marion Brasch
  Gebundene Ausgabe

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Geschichte einer Familie aus der DDR, 3. April 2014
Erzählt wird die Geschichte einer DDR-Familie. Der Vater ist Jude und kommt nach dem Krieg aus der Emigration über England nach Ostberlin. Als überzeugter Kommunist wird er Parteifunktionär und bringt es zum stellvertretenden Kulturminister. Die Mutter stammt aus Österreich und ist Journalistin. Das Paar hat drei Söhne und eine Tochter, die Autorin des Buches. Die Geschichte fängt erst gut an, verflacht dann aber zusehends. Zwei Söhne werden Schriftsteller, der jüngste Schauspieler. Die Söhne rebellieren gegen das System und kriegen dementsprechend Schwierigkeiten. Auch der Vater steigt auf der Karriereleiter abwärts, hält sich aber. Das Verhältnis der Jungen zum Vater ist schlecht. Die Tochter liebt ihre älteren Brüder und ist um Ausgleich bemüht. Ohne eigene Perspektive macht sie Abitur und lernt parallel Schriftsetzerin. Anschließend treibt sie ziemlich ziellos durchs Leben. Arbeitsstellen und Freunde wechseln wie Hemden. Durch Aufenthalte in London und Amerika wird ihr bewusst, wie eng das Leben in der zugrundegehenden DDR ist. Sie hätte gerne, wie viele, die DDR behalten und reformiert, muß sich aber den Realitäten stellen. Nach diversen Tätigkeiten bei Radiosendern arbeitet sie heute als Moderatorin bei Radio Eins in Brandenburg. Die Geschichte im Buch ist zum Teil recht oberflächlich und nebulös. Vielleicht hat die Autorin auch Angst vor Perönlichkeitsverletzungen.


Meine kurze Geschichte
Meine kurze Geschichte
von Stephen Hawking
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

3.0 von 5 Sternen Ein schwieriger Lebensweg, doch ohne Bitterkeit, 8. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Meine kurze Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Von dem Buch hatte ich mir eigentlich mehr versprochen. Der Lebenslauf wird recht kurz abgehandelt, wobei man aber bedenken muß, dass Stephen Hawking, bedingt durch seine Krankheit, nicht mit den Händen schreiben kann. Er selbst ist mit seinem Leben durchaus zufrieden und freut sich über das, was ihm geblieben ist. Es sind Verstand und Wissen, die ihn zum herausragenden Astrophysiker und Kosmologen machen. Dadurch nahm er an vielen Kongressen teil, was auch mit weiten Reisen verbunden war. Diese waren zum Teil schwierig, denn er brauchte ständig umfanreiche Hilfe. Zwei Ehefrauen wurden mit der Krankheit auf Dauer nicht fertig und ließen sich scheiden. Seine Erklärungen über den Urknall, die Entstehung und Entwicklung des Universums sind nur schwer zu verstehen, zumindest für mich. Vieles musste ich mehrfach lesen und mich anderswo erst schlau machen. Obwohl es letzlich egal ist, wie das alles im Detail entstanden ist, möchte man es doch wissen. Gut, dass der Mensch von Natur aus neugierig ist, sonst würden wir noch immer in der Steinzeit leben. Fazit: Das Buch hat 160 Seiten und ist mit Einschränkungen zu empfehlen.


Täve - Die Autobiografie
Täve - Die Autobiografie
von Gustav-Adolf Schur
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Legende und das Sportidol meiner Jugend, 26. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Täve - Die Autobiografie (Gebundene Ausgabe)
Den Lobeshymnen meines Vorrezensenten kann ich mich leider nicht anschließen. Zweifellos war Gustav Adolf Schur, genannt Täve, ein herausragender Sportler und auch ein Aushängeschild der DDR. Die Internationale Friedensfahrt Berlin-Prag- Warschau (und umgekehrt) war bis 1989 das bedeutenste Amateur-Straßenrennen der Welt, wurde aber im Westen nicht recht ernstgenommen. Hier war die Tour de France, die von Berufsfahrern bestritten wird, der sportliche Höhepunkt.
Täve Schur, 1931 in einem Dorf bei Magdeburg geboren, kam 1951 mit 19 Jahren zum Radsport. Damals war vieles noch anders und die Fahrer mussten sich bei Pannen selber helfen, außerdem gab es in der DDR fast nichts zu kaufen. So musste anfangs alles im Westen für viel Ostgeld gekauft werden. Täve kam schnell an die Spitze, war bei der Friedensfahrt neunmal Etappensieger und zweimal Gesamtsieger(55/59). 1958 und 1959 wurde er Straßenweltmeister bei den Amateuren, Profis gab es ja in der DDR nicht. Legendär ist sein taktisches Verhalten bei der WM 1960, als er Bernhard Eckstein zum Sieg verhalf und sich mit dem zweiten Platz begnügte. Außerdem gewann er mit der Mannschaft 1956 bei den Olympischen Spielen Bronze und 1960 die Silbermedaille.
Wie alle erfolgreichen Sportler verdankt er der DDR alles und ist ihr entsprechend dankbar. Das ist verständlich und nachvollziebar, besonders wenn man immer auf der Sonnenseite stand. Demzufolge gibt es in seinem Buch nur schwarz und weiß. In der DDR war alles gut, einschließlich Mauerbau und Schießbefehl, das Schlechte kam stets aus dem Westen. Bestenfalls wären einige Entscheidungen vielleicht auch anders möglich gewesen. Vom Volksaufstand 1956 in Ungarn will er nichts wissen, das waren alles wilde Horden. Von 1958 bis 1990 war er Abgeordneter der Volkskammer und von 1998 bis 2002 vom Bundestag. Seine politischen Überzeugungen muss man nicht teilen, und früher war alles besser. Das Buch wäre sicherlich auch besser geworden, wenn er sich bei einem Profi Hilfe geholt hätte. So ist es bei aller Liebe nur ein mittelmäßiges Buch.


Eine Frage der Haltung. Von Recknagel,
Eine Frage der Haltung. Von Recknagel,

3.0 von 5 Sternen Die Geschichte eines berühmten Skispringers, 27. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Eine Frage der Haltung. Von Recknagel,
Helmut Recknagel war in den späten 50er und frühen 60er Jahren der berühmteste Skispringer der Welt und ein Vorbild für viele andere. Der Thüringer kam aus einfachen Verhältnissen, was er nie vergessen hat. Die DDR ermöglichte ihm eine Bilderbuchkarriere, auch weil sie durch sportliche Erfolge die Überlegenheit des Sozialismus beweisen wollte. Recknagel war der erste Mitteleuropäer, der in Oslo am Holmenkollen als 19-jähriger das Springen gewann. 1960 wurde er in Squaw Valley Olympiasieger und 1962 in Zakopane überlegen Skiflugweltmeister. Die berühmte Vierschanzentournee gewann er insgesamt dreimal. Sein Sprungstil ist für heutige Augen antiquiert, aber anpassen wollte er sich nicht mehr. 1964 beendete er seine Karriere, weigerte sich aber Trainer zu werden und wurde statttdessen Tierarzt. Fortan war er Fleischbeschauer und für die Hygiene verantwortlich. Dass er ein treuer Sohn der DDR war, kann man ihm nicht übelnehmen. Seine Ansichten muss man ja nicht teilen. Nach der Wende wurde er arbeitslos, man wollte keine alten Kader mehr.
Nach einigen Versuchen auf dem Arbeitsmarkt machte er sich 1996 mit einem Sanitätshaus in Berlin selbständig und ging 2009 in Rente. Helmut Recknagel ist heute 76 Jahre alt, topfit und lebt in Berlin. Er ist verheiratet, hat eine Tochter und zwei Enkelkinder, denen er das Buch widmet. Dieses ist oftmals recht unübersichtlich gestaltet, auch weil es in den Zeiten hin-und herspringt. Ausserdem ist es übervoll mit Bildern und Zeitungsausschnitten, der Autor hat alles aufgehoben. Erläuterungen erscheinen als Randnotizen.


Im Netz der Stasi, erst verraten - dann verkauft
Im Netz der Stasi, erst verraten - dann verkauft
von Dr. med. Uwe Jens Jürgensen
  Broschiert
Preis: EUR 12,60

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Interessante Story, miserables Buch, 11. Oktober 2013
So ein schlechtes Buch habe ich noch nicht gesehen. Die Seiten sind mit Computer geschrieben und auf Papier aus einem Copyshop gedruckt. Der Text wimmelt von Rechtschreib-und Syntaxfehlern und ist völlig zerhackt und ungeordnet. Das Buch kommt aus einem sogenannten Zuschussverlag (Persimplex). Das heisst, der Autor muss für die Veröffentlichung zahlen. Dafür kann er normalerweise ein ordentliches Lektotat sowie Korrektorat erwarten. Hat er kein Imprimatur (Probedruck) bekommen? Dabei ist die Geschichte interessant und auch gut geschrieben. Seltsamerweise hat ein anderer Zuschussverlag das Buch drei Jahre zuvor ebenfalls veröffentlicht. Dort kann man als Rezension auch eine ausführliche Inhaltsangabe lesen. Komisch, komisch.
Bleibt als Fazit: Schade ums Geld. Ob das Buch von dem anderen Verlag besser ist, kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall ist es wesentlich teurer.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 19, 2014 1:22 PM CET


Comedian Harmony
Comedian Harmony
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 17,95

5.0 von 5 Sternen Ein aussergewöhnliches Sextett aus den dreißiger Jahren, 4. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Comedian Harmony (Audio CD)
Die Comedian Harmonists waren ein Sextett, bestehend aus Pianist, Bass, Bariton und drei Tenören. Es wurde 1927 in Berlin gegründet und bestand bis 1935. Jeder Sänger war einzigartig und Spezialist auf seinem Gebiet. So was gab es nie zuvor und ist auch später nicht wieder erreicht worden. Sie gaben auf der ganzen Welt Konzerte und machten Schallplattenaufnahmen, die zum Glück erhalten geblieben sind. Weil drei Sänger Juden waren, wurde die Gruppe 1935 von den Nazis zerschlagen und ging 1941 leider ein. Die Aufnahmen sind von erstaunlich guter Qualität, und es macht Spass die alten Aufnahmen zu hören. Der Stil dieser Zeit ist für heutige Ohren etwas gewöhnungsbedürftig, aber vom tiefen Bass bis zum höchsten Tenor sind alle Stimmen vertreten.


Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns: 1.200 Kilometer zu Fuß durch Deutschland
Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns: 1.200 Kilometer zu Fuß durch Deutschland
von Wolfgang Lührs
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 1.200 km zu Fuß von Lüneburg nach Füssen, 3. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Titel klingt etwas eigenartig. Am 30. April 2008 macht sich der 59-jährige Sozialpädagoge Wolfgang Lührs mit dem 12 Jahre jüngeren Martin auf den Weg von Lüneburg nach Füssen. Beide sind natürlich unterschiedlich veranlagt. Der jüngere Martin ist in besserer Kondition, ihm fällt die Wanderung leichter als dem Autor, der langsam das nahende Alter spürt. Er ist recht dominant und übernimmt die Führung. An seinem "Wanderbruder" läßt er kaum ein gutes Haar und schildert ihn als verfressenen Schnarcher und Frühaufsteher. Was er beruflich macht wird auch nicht verraten. Dass kleinere Reibereien bei einer langen Wanderung nicht ausbleiben ist nur natürlich. Im Buch wird jede Etappe genaustens aufgelistet, wobei der Autor viel über Blasen und andere Beschwernisse klagt. Dabei hat er sich die seiner Meinung nach besten Wanderschuhe ausgesucht. Vielleicht hat er vorher nicht genug trainiert und die Schuhe nicht ordentlich eingelaufen. Auch ist zu fragen, ob für gelegentliche Übernachtungen im Freien nicht ein leichtes Zelt besser gewesen wäre. Die abendlichen Mahlzeiten nach des Tages Last und Müh sind der Sex jeden Wanderers. Hier übertreibt der Autor allerdings etwas, besonders was das Biertrinken betrifft. Seine zum Teil ordinäre Sprache ist auch nicht immer angebracht, und Schilderungen seiner Naturerlebnisse erscheinen mir reichlich romantisch und verklärt. Nebenbei läßt er sich über seinen Werdegang und zu Themen über Gott und die Welt aus. Dass das vorliegende Werk unterschiedlich aufgenommen wurde, zeigen die vielen unterschiedlichen Rezensionen. Respekt verdienen auf jeden Fall die 40 oftmals langen Tagesetappen bei nur 3 Ruhetagen. Insgesamt finde ich es ein interessantes und lesenswertes Buch.


Man muss kämpfen!: Nicht aufgeben - Siegen lernen
Man muss kämpfen!: Nicht aufgeben - Siegen lernen
von Jens Voigt
  Gebundene Ausgabe

2.0 von 5 Sternen Guter Rennfahrer, schwaches Buch, 22. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Niemand erwartet von einem Profisportler ein perfektes Buch. Warum hat Jens keine professionelle Hilfe gesucht? Andere haben das doch auch getan. Dieses Buch ist bestenfalls eine Aneinanderreihung von Schulaufsätzen. Zuerst geht es noch gut, wenn er über seine Kinheit und Jugendzeit in der mecklenburgischen DDR schreibt. Dann wird er in die Nationalmannschaft berufen und gewinnt auch die Friedensfahrt. Über Einzelheiten erfährt der Leser aber nichts. Nach dem Fall der Mauer siegt er bei kleineren Rennen und hofft auf eine Profikarrie. Da er unbekannt ist, muß er zunächst Klinkenputzen, bis er 1997 im zweitklassigen Giant-Team unterkommt und hier seine Lehrzeit macht. Leider ist das Engagement nur kurz, dann geht dem Sponsor das Geld aus. Mittlerweile ist er bekannter, zieht nach Frankreich um und erhält einen Vertrag bei Credit Agricole, einem erstklassigen französischen Sponsor mit grünen Trikots.
Jetzt stellen sich Erfolge ein. Bei der Tour de France gewinnt er einzelne Etappen, erringt als erster Deutscher das Bergtrikot und gewinnt dreimal die Bayern-Rundfahrt. 2004 beginnt seine erfolgreichste Zeit beim dänischen CSC-Team unter ihrem sportlichen Leiter Bjarne Riis. Dieser hatte die Tour 1996 gewonnen, geriet aber im Zuge der Doping-Skandale ins Zwielicht. Wieder gewinnt er Etappen der Tour de France, beim Giro de Italia sowie die Gesamtsiege bei der Mittelmeer-und Deutschland-Rundfahrt. Ausführlich wird die Zeit vor und nach den Rennen sowie die Kollegen beschrieben, wobei es kreuz und quer geht. Eine kontinuierliche Schilderung der Rennverläufe hätte ich aber auch gerne gelesen. Jens Voigt ist ein beliebter Sportler und Sympathieträger, auch wenn ihm das Zeug zu einem ganz Großen fehlt. Er ist ein Kämpfer ohnegleichen und seine oftmals erfolglosen Ausreißversuche sind legendär. Einen solchen startete er 2013 mit 41 Jahren am vorletzten Tag seiner letzten Toure de France. Aber das Buch enttäuscht doch sehr.


Beinhart
Beinhart
von Carsten Janz
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen 100.000 km durch 64 Länder in 7 Jahren, 17. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Beinhart (Gebundene Ausgabe)
Ein beachtliches Buch über eine aussergewöhnliche Reise. Carsten Janz, gelernter Versicherungskaufmann und Abenteurer macht sich 1988 mit 36 Jahren auf, um die Erde mit dem Fahrrad zu umrunden. Mit Erfahrung von früheren Rucksackreisen und gefüllter Reisekasse macht er sich über den Balkan und Griechenland auf den Weg. Das Geld hat er als Pisten-Raupenfahrer in der Schweiz verdient. Hier erhält er die Nachricht vom Tod des Vaters und fliegt zur Beerdigung nach Hause. Nach 10 Tagen geht es über die Türkei, Syrien und Jordanien nach Ägypten weiter. Mit dem Flugzeug fliegt er nach Pakistan, das er auf abenteuerliche Weise durchfährt, belästigt von Steinewerfern und Banditen, um anschließend China von Ost nach West zu durchqueren. In Japan staunt er über die hohen Preise, bleibt aber weil er sich in Mariko verliebt hat, die für zwei Jahre seine Freundin wird. Sie wohnen zusammen und er bessert als Lehrer für Deutsch und Englisch die Reisekasse wieder auf. Mariko ist eine aussergewöhliche Frau, die ihm vieles beibringt, Radtouren mitmacht und nach Australien fliegt, wo sie eine zeitlang arbeiten und zusammen sein wollen. Dann trennen sie sich. Carsten macht sich auf den Weg durch Südaustralien, Mariko fliegt nach Neuseeland, wo sie sich auf dem Flugplatz treffen wollen. Leider geht das schief und die Beziehung endet ohne Abschied.
Für den Autor geht es mit dem Flugzeug nach Nordamerika und dem Fahrrad weiter durch Amerika und Kanada nach Kuba und danach durch Mittelamerika nach Peru. Hier ist wieder eine Pause fällig, ein Treffen mit seiner Mutter misslingt, während der er Spanisch lernt. Dann setzt er die Fahrt durch die Anden, über Chile und Argentinien bis nach Patagonien zur südlichsten Stadt der Welt Ushuaia fort, wo er im Winter bei Schnee ankommt. Zurück geht es mit dem Flugzeug nach Chile und weiter nach Südafrika. In Malawi erlebt er eine melodramatische Liebesgeschichte. In einer Bar lernt er die hübschen schwarzen Zwillinge Cynthia und Memory Kamanga kennen. Cynthia verliebt sich in ihn und sie verbringen einige Tage in einer Anlage an einem schönen See. Aber "Carl" muss weiter, doch Cynthia will bei ihm bleiben. So fährt sie mit dem Bus bis zum nächsten Etappenziel voraus und sie übernachten gemeinsam im Hotel. Bei einer kostenlosen Untersuchung erfährt sie, dass sie Aids hat und will es nicht glauben. Es gibt Tränen über Tränen. Erleichtert stellt Carsten fest, dass sie ihn nicht angesteckt hat. In Nairobi kommt nach vier Monaten der schmerzliche Abschied. Beide wussten, dass ihre Liebe keine Zukunft haben kann. Von Äthiopien fliegt er nach Westafrika und weiter geht es mit dem Rad über Mali, Mauretanien, Westsahara, Marokko nach Tanger und mit der Fähre nach Europa. Beeindruckend sind die Fahrleistungen über hohe Berge sowie Tagesschnitte von fast 200 km bei 23 km/h und Riesengepäck (siehe Bilder). Das Buch ist gut geschrieben, ohne Blabla. Die Beschreibungen der Länder und Menschen kann man gut nachvollziehen. Insgesammt ein sehr empfenlenswertes Buch.


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