Profil für guk&TheWho > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von guk&TheWho
Top-Rezensenten Rang: 36.308
Hilfreiche Bewertungen: 1052

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
guk&TheWho "kai" (riegelsberg,SB)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Noise of Welcome
Noise of Welcome
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Liebe, Träumen und Melancholie, 27. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Noise of Welcome (MP3-Download)
Wer ist eigentlich dieser Zachary Cale? Etwa der neue Folk-Shooting Star ? Wohl kaum. Der aufgehende Stern am Pophimmel? Auch eher weniger.

Zachary Cale ist Mitte 20. Vielleicht auch Ende 20. Kommt aus Louisianna. Ist Multiinstrumentalist. Er scheint der unauffällige, schüchterne und zurückhaltene Junge von nebenan zu sein. Den man an ruhigen Herbsttagen durchs offene Fenster Gitarre spielen hört. Der sich den ein oder anderen Gedanken übers Leben macht. Und der vor allem mit voller Leidenschaft hinter dem steht was er macht. Musik für die breite Masse ? Nein. Viel mehr scheint er sich auf sein feines Songwriting und seine Kompositionen zu verlassen, und das was daraus wird, wird es eben. Keine künstlich erzeugte Musik. Ausschließlich kommt die Ehrlichkeit der Songs rüber. Die Songs, des Jungen von nebenan eben.

An Zachary Cale muss man sich vielleicht erst gewöhnen. Das könnte auch daher kommen, da er scheinbar ausschließlich durch die Nase singt. Gleich nach Blake's Way kommt der bedrohliche Gedanke der Überdosis "Nase". Doch die beiden Instrumental Songs in der Mitte stellen sich als hervorragende und magische Abwechslung heraus. Auch mal Auszeit von der ganzen Singerei... wieso auch nicht? Und von Zeit zu Zeit ertönt auch mal eine weibliche Stimme.

Doch musikalisch ist Zachary Cale auch für die ein oder andere Überraschung gut. Ob ein fröhliches "I Want You" Rip Off Intro in dem (nennen wir es mal) "Hit" Day For Night (der danach dennoch seinen eigenen Charme entwickelt), oder das melancholische Hello Oblivion. Eine Folk-Pop-Hymne von der man doch eigentlich meinen sollte, sie sollte mit ihrer klanglichen Tiefe die ganze Welt erobern. Ob Folk, ob Pop, ob Americana oder schlicht und einfach Full-Band-Country, die Songs fesseln immer. Und wenn es dann mal Catchy wird wie in dem großartigen Mourning Glory Kid... wieso eigentlich nicht?

Erwähnt werden sollte auch noch Cale's teils virtuoses und kreatives Picking. Selbst bei den scheinbar schwierigsten Gitarrenspuren strahlt er eine beinahe unvergleichliche Leichtigkeit aus. Hut ab.

Ob Zachary Cale jemals ganz groß rauskommen wird? Zu wünschen wäre es dem Sympatischen Amerikaner sicherlich. Aber auf der anderen Seite ist es doch auch mal schön einfach nur den Jungen von neben an singen zu hören, und nicht nur den (nennen wir sie mal) "Stars". Oder etwa nicht?


The Suburbs
The Suburbs
Preis: EUR 8,97

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kopf oder Herz ?, 2. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Suburbs (Audio CD)
Dass eine Band, die es gerade erstmal 8 Jahre gibt, bereits mit ihrem Debut ein Album veröffentlicht , dass nur 6 Jahre nach seiner Veröffentlichung schon von vielen als Klassiker und als eins der besten Alben der vergangenen Dekade angesehen wird ist unglaublich. Wenn sie sich dann nur 3 Jahre später mit dem Nachfolgealbum unsterblich macht umso beeindruckender. Arcade Fire haben beides geschafft und sind die leuchtensten Sterne oben am Independent Himmel. Also hat natürlich die komplette Kritikerwelt auf das neue Album der Kanadier gewartet. Da beide Vorgängeralben auch für mich zu den besten Scheiben der letzten Jaher gehören, war ich natürlich mindestens genauso gespannt.

Das großartige Cover macht in jeder seiner Variationen viel daher, die Kritiken des Rolling Stone oder des Musikexpress versprechen ein weltklasse Album. Der Openener "The Suburbs" kommt schonmal sehr gut mit lockeren Drums und Piano daher. Dazu Win Butlers unverwechselbarer Gesang, aber hier so weich und sanft wie nie zuvor. Ein wunderschöner Beginn für eine Platte, die so sehr herbei gesehnt wurde. Doch leider kann das Album schon gleich am Anfang das hohe Niveau nicht halten. Ready To Start geht leider jedes mal an mir vorbei ohne mich zu packen oder auch nur irgendwie zu berühren. Das, was Ready To Start nicht schafft, schafft Modern Man wenigstens in Ansätzen. Rococo ist der erste richtige Schritt in die Durchschnittlichkeit, schade eigentlich. Allerdings kommt mit Songs wie Empty Room und City With No Children ein Aufschwung. 2 Songs auf absolut sehr hohem Niveau, die ohne weiteres mit den Meisterwerken Funeral und Neon Bible von Arcade Fire mithalten können. Leider war dieser Ausflug in die Genialität von Arcade Fire zu kurz und wird mit Songs wie Half Light I + II und Suburban War wieder getrübt. Mit Month Of May gibt es dann wenigstens einen halbwegs anständigen Rocker, der aber alles in allem nicht zwingend genug daher kommt. Wasted Hours, Deep Blue, We Used To Wait, Sprawl I und II sind dann endgültig nicht mehr als guter Durchschnitt, die allerdings vom wundervoll schönen, aber viel zu kurzen Outro Song in den Schatten gestellt werden.

Was habe ich mir vorher erhofft ? Ich habe nicht gehofft dass Arcade Fire ihre großartigen ersten beiden Alben kopieren. Auch nicht unbedingt, dass The Suburbs beide schlägt. Was ich mir erhofft hatte, war eine hinreissende, herzerwärmende und traumhafte lange Vorortsinfonie, mit einem unvergleichlichen Zauber. Leider wurde ich in der Hinsicht enttäuscht. Das Album hat zwar einige klasse Highlights (siehe Empty Room, The Suburbs, Modern Man, City With No Children) und ein paar mehr nette Melodien. Totalausfälle gibt es auch nicht. Aber leider einfach zu viel Durchschnitt, was ich unheimlich schade finde. Ich habe jetzt fast ein halbes Jahr versucht in das Album hereinzufinden, darin einzutauchen und die Magie zu finden, die scheinbar alle außer mir darin gefunden haben... das ist mir leider nicht gelungen.

Nun stellt sich die Frage, wie viele Sterne ich vergebe, der Kopf sagt 3, aber das Herz sagt 4. Da Herz immer besser als Kopf ist, vergebe ich in der Hoffnung dass das nächste Album besser wird immerhin gar nicht so schlechte 4 Sterne.


Raw Power
Raw Power
Preis: EUR 8,17

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "It's a violent mix", 3. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Raw Power (Audio CD)
1967 gegründet brachten The Stooges 1969 ihren ersten Klassiker heraus. Das Debut, ein für seine Zeit herausragendes Werk zwischen Hardrock und Protopunk konnte bereits mit Songs wie "1969", "I Wanna Be Your Dog" oder auch "No Fun" auf ganzer Linie überzeugen. Das sie zu mehr in der Lage waren als kompromissloser Rock N Roll Musik zeigten sie in ihrem düsteren Song "We Will Fall". Bereits im Jahr darauf veröffentlichten sie ihr zweites Studiowerk "Fun House", dass dem Debut mit Songs wie "Down On The Street", "Dirt" und "1970" in nichts nach steht.
Vermutlich hätten diese beiden Alben schon gereicht um The Stooges zur ewigen Legende zu machen. Doch das war den Jungs scheinbar nicht genug...

... mehr als 2,5 Jahre nach Fun House brachten sie ihr (vorerst) letztes und vermutlich wesentlichstes heraus. Und alles wird lauter, noch kompromissloser, härter, aggressiver, fetziger etc. Viel hängt damit zusammen, dass James Williamson erstmals die Gitarre übernehmen durfte (danke dafür!). Allein der Moment, in dem ich die Platte in den Player werfe, James in "Search and Destroy" sein erstes C# spielt und spätestens ab 1:21 alle Rädchen am Verstärker bis zum Anschlag gedreht sind, ist unbezahlbar. Der fetzige Klassiker geht nach 3:28 dann zu Ende und wird gefolgt von dem doch deutlich anders klingenden "Gimme Danger". Der Song kommt mit einem coolen Akustikgitarrenintro daher und schafft eine besondere Atmosphäre bis dann nach nach 44 Sekunden endlich die E Gitarre hinzukommt. Nach 1:25 explodiert der Song quasi und scheint nicht mehr zu bremsen bis dann schließlich zum Solo alles wieder heruntergefahren wird. James Williamson hat definitiv in Sachen Solotechnik mehr zu bieten als Asheton. "Your Pretty Face Is Going To Hell" ist ab der ersten Sekunde alles, was das gesamte Album ausmacht ... er ist laut, kompromisslos, hart, aggressiv und fetzig. "Penetration " und "Raw Power" können ebenso wie die ersten Tracks mit ihrer Direktheit und ihrem rauen Sound mühelos überzeugen bis mit "I Need Somebody" die wohl besonderste Nummer des Albums kommt. Bluesige Gitarren flirren durch den Raum, ein cooler Groove erobert den Hörer, Iggy regiert den Song bis James Williamson mit seinen Quailäten zum Vorschein kommt und reinen Zündstoff zum Besten gibt. Ein wahnsinniges Solo. "Shake Appeal" ist die kürzeste Nummer der Platte und für mich definitiv eine der mitreissensten. Fetzt, rockt, geht ins Ohr und ist optimal zum mitgröhlen. Hier gilt wie beim gesamten Album : LAUT AUFDREHEN ! Auf den kürzesten Track folgt mit "Deah Trip" der längste. Und wer Iggys Aussage "its a violent mix" bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstanden hat, bekommt er spätestens hier die antwort. Ein brutales Album!!!

Abschließend bleibt mir über das Album, die Songs, Iggy Pop, James Williamson und die Ashetons nur eins zu sagen : Ich zittere vor Erfurcht wenn ich nur daran danke was auf diesen 8 tracks zu hören und zu spüren ist...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 3, 2010 8:15 PM MEST


Time Out of Mind
Time Out of Mind
Preis: EUR 6,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der absolute Maßstab für alle noch folgenden Dylan Alben!, 14. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Time Out of Mind (Audio CD)
1997 und Dylan bringt zum ersten Mal seit Jahren wieder ein Bombenstarkes Album heraus, dass locker mit seinen Klassiker mithalten kann. Nach einer (wenn man es bei Dylan überhaupt so nennen kann) kleineren Schwächeperiode noch einmal ein solches Klassealbum zu veröffentlichen... respekt!!! Das ganze Album bewegt sich zwischen Blues Rock, Blues und Country... und wie !!!
Dylans Stimme hat sich enorm verändert, im Gegensatz zu den 80ger Jahren. Ich finde sie persönlich interessanter als damals (auch wenn der 60er und 70er unübertroffen bleiben). Auch musikalisch kann man hier eine deutliche Steigerung feststellen. Dylan wirkt hier plötzlich wieder frisch und hungrig auf Musik. Nicht nur er, sondern die gesamte Band. Die Aufnahmen zu diesem Album müssen Spaß gemahct haben bei so vielen großartigen udn starken Songs. Zumindest kann ich es mir nicht anders vorstellen. Egal was man in Betracht zieht... Lyrics, Vocals, Band, Sound oder Songs, hier passt einfach alles.
Der erste Song "Love Sick" schlägt schon einmal ein wie eine Bombe. Wenn Dylan diesen Track singt reisst es einem die Eingeweide heraus. Einfach herrlich!! Aber auch die anderen Songs wie zum Beispiel "Not Dark Yet", "Make You Feel My Love" oder das gigantische "Highlands" (mit einer Spielzeit von über 16 Minuten) können vollkommen überzeugen. Ganz im Gegensatz zu den beiden Nachfolgealben "Love And Theft" und "Modern Times", (die beide durchaus Hörenswert sind und ihre eigenen Qualitäten haben) stört mich bei "Time Out Of Mind" die enorme Länge der Songs nicht. Auch wenn die Sings auf "Love And Theft" oder "Modern Times" super waren, kommen sie für mich einfach nciht an "Time Out Of Mind" heran.
Insgesamt ist "Time Out Of MInd" ein Album, dass keinen guten Song hat. Es hat ausschließlich sehr gute, hervorragende und wahnsinnig geniale Songs. Mit Sicherheit eins seiner besten Alben so far...
Bitte noch viel mehr davon in Zukunft!!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 2, 2010 2:19 PM MEST


Modern Times
Modern Times
Preis: EUR 6,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Logischer Nachfolger von "Love And Theft", 14. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Modern Times (Audio CD)
5 Jahre nach "Love And Theft" bringt Dylan endlich wieder ein Album auf den Markt. Mit "Love And Theft" hat er ein mit Lob überschüttetes Spätwerk seiner Karriere hervorgebracht und hat sich ganze 5 Jahre für einen würdigen Nachfolger Zeit genommen. "Modern Times" fängt da an wo "Love And Theft" aufhört. Ein Album voller Folk-Rock und Blues, vielleicht dieses Mal noch ein wenig Country. Eine Band die gut eingespielt ist und scheinbar viel Freude am Einspielen der Songs hatte. Der Sound ist großartig. Frisch, modern und dennoch typisch Dylan (in seiner späteren Karrierephase natürlich).
Dennoch ist es so, dass ich bei "Love And Theft" bereits das Gefühl hatte, dass Dylan's Songs zu lange gehen. Dies bestätigt er auf "Modern Times". 10 Lieder und 63 Minuten sind dann vielleicht doch ein wenig zu viel des Guten. Songs wie "Thunder On The Mountain", "Spirit On The Water" oder auch "Aint Talkin" sind zwar wundervolle Songs, die aber allesamt zu lange sind. Für mich die stärksten Tracks des Albums sind "Beyond The Horizon", "Rollin And Tumblin" oder auch "The Levee's Gonna Break" und trotz Ihrer Länge genau richtig.
Eine wirklich schwaches Lied gibt es auf "Modern Times" nicht. Das auf keinen Fall!! Den Stern abzug gibts "nur" für die enorme länge des Albums. 50 Minuten hätten auch gelangt. Dennoch sehr zu empfehlen und ein immer wieder gern gesehener Gast im CD-Player.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2010 1:57 PM CET


Love and Theft
Love and Theft
Wird angeboten von FLASH
Preis: EUR 5,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tweedle Dee & Tweedle Dum, 14. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Love and Theft (Audio CD)
1962 nahm Bob Dylan sein Debut auf. 2001 brachte er Love And Theft auf den Markt und ich muss sagen, es ist schon erstaunlich, dass sich ein Künstler so lange so erfolgreich halten kann. Dylan, der absolute Kritikerliebling der letzten 40 Jahre... davor kann man eigentlich nur seinen Hut ziehen. Denn auch fast 40 Jahre nach seinem Debut kann er es immer noch. Auch wenn er mitlerweile stimmlich wie musikalisch vollkommen anders klingt.
Auf dieser Scheibe sind wieder einmal hervorragende Nummern zwischen Folk-Rock und Blues zu finden. Gerade der erste Track "Tweedle Dee & Tweedle Dum" zählt wohl zu den Highlights seiner zweiten Karrierehälfte und macht immer wieder aufs neue Spaß. Auch Live ist er ein absoluter Kracher und wird oft und gerne von Dylan gespielt. Auch Songs wie "Summer Days", "Po'Boy" oder "Sugar Baby" sind in meinen Augen einfach klasse und zeigen warum Dylan heute noch einen so hohen Stellenwert unter den Musikkritikern hat.
Jedoch hat Dylan es für meine Begriffe hier auch das ein oder andere Mal übertrieben. "Mississippi" zum Beispiel ist für mich ein wenig zu lang. Diese Tendenz setzt er auch auf seinem danach erschienen Album "Modern Times" fort. Die Songs wollen teilweise einfach nicht aufhören.
Dennoch ist "Love And Theft" kein ausreißer nach unten und durch einige hervorragende Tracks absolut hörenswert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 15, 2010 8:08 AM CET


The Best of The Doors
The Best of The Doors
Wird angeboten von Dvd Overstocks UK
Preis: EUR 13,17

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lieblose Zusammenstellung großartiger Lieder, 11. März 2010
Rezension bezieht sich auf: The Best of The Doors (Audio CD)
Also die Doors sind ja bekanntlich eine der grandiosesten Bands, die die 60er und 70er zu bieten hatten. Jim Morrison war ein toller und charismatischer Frontman. Robbie Krieger ein ganz besonderer Gitarrist. Ray Manzarek ein großartiger Organist. John Densmore ein Drummer mit großen Qualitäten. Sie haben Studioalben, eins großartiger, epischer, monumentaler und toller als das andere. Und auch wenn man hier 36 Songs der Doors hat und das mit immerhin ca 2,5 Stunden Musik kommt einfach nichts rüber, was die Alben eigentlich ausmacht.
Lieblos zusammengewürfelte großartige Songs machen eben keine gute Best Of aus. Da die Doors von Album zu Album immer ein wenig anders klingen kommt kein Fluss in die beiden CDs. Im Gegensatz zu den Alben kommen sie nicht wie aus einem Guss daher. Die erste CD nimmt gleich schon die beiden Nr 1 Hits der Doors vorweg mit Light My Fire und Hello I Love You. Was dann plötzlich Touch Me zwischen Love Me Two Times und Strange Days verloren hat kann ich mir nicht erklären. Und im Anschluss Spanish Caravan... also da passt echt nichts zusammen.
Die zweite CD mit The End zu beenden ist zwar ganz schön und nett, aber wenn direkt vorher My Eyes Have Seen You und Five To One kommen, dann hat The End da ncihts verloren, auch hier geht einmal mehr der Fluss verloren. Und wenn man eine CD mit Riders On The Storm beginnt (ein Song vom letzten Album der Doors mit Jim) und dann mit Break On Through weiterführt (ein Song vom ersten Album), dann merkt man, dass sich die Verantwortlichen nicht besonders viele Gedanken gemacht haben.
Die beiden Sterne gibts für die Großartigen Songs und die immerhin beachtliche Laufzeit von fast 2,5 Stunden. Für mehr reicht es hier nicht!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 13, 2010 3:34 PM CET


Outlandos D'amour
Outlandos D'amour
Preis: EUR 10,98

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein hervorragendes Debut!, 10. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Outlandos D'amour (Audio CD)
The Police... bekannte Band... Sting... großer Sänger... Roxanne.... kennt jeder...
Also hab ich mir mal das Debut von Police gekauft (meine erste Platte der Band), da ich sowieso mal diese große Lücke in meiner Sammlung schließen wollte. Das Album ist 1978 erschienen und man hört dem Sound das Alter auch an. Es ist nicht so glattgebügelt wie heute, es ist nicht glockenklar wie heutige Musik, es ist einfach nur "echt". Einfach nur 3 Musiker, die unheimlich gut harmonieren und aufeinander abgestimmt sind. Sie erzeugen keinen gigantischen Wall Of Sound. Im Gegenteil, ich empfinde den Sound eher als dünn, aber durchaus gelungen. Sting singt wie kein Zweiter jemals singen wird. Wenn er loslegt kann man nahezu alles andere vergessen. Ganz große Klasse eben!
Die Platte hat hervorragende Songs und geniale Melodien. Sie hat mit "Next To You" gleich einen echten Rocker als Opener. "Roxanne" kommt dann langsam mit einem Off-Beat daher, unheimlich mitreissend und faszinierend. "Be My Girl" oder "Born In The 50s" gehen wundervoll ins Ohr. "Hole In My Life" ist eine fast 5 Minuten lange Nummer mit geilen Rythmen und tollen Breaks. "Thruth Hits Everybody" ist mitreissend und geht ebenfalls gut ins Ohr, aber ohne schnell langweilig zu werden. Für mich das Highlight des Albums ist jedoch "Cant Stand Losing You". Trauriger Text, super Gesang, sehr schöne Melodie, perfekter Song.
Alles in Allem muss ich wirklich sagen, dass "Outlandos D'Amour" zu den besten Debut Alben gehört, die ich je gehört habe. Ein ganz großes Kompliment an die Band. Ein hervorragendes Album!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 12, 2010 8:23 AM CET


Schall und Wahn
Schall und Wahn
Preis: EUR 7,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprecht mich an mit Engelszungen, 2. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Schall und Wahn (Audio CD)
"Wer zuviel selber macht, der macht sich krumm ... ausgenommen Selbstauslöschung". Von wem sonst als Tocotronic könnte das sein ? Aus wessen Feder könnte sonst eine solche Zeile entspringen wenn nicht Dirk von Lowtzows ? Tocotronic ... angefangen als 3 Hamburger Jungs, die kaum 3 Akkorde spielen konnten, eine verdammte Wut auf alles hatten und diese eiskalt präsentierten. Mit K.O.O.K. haben sich die Jungs musikalisch wie Textlich weiterentwickelt. Lyrischer als die ersten Jahre dichtet Dirk ab diesem Album. So als würden sie endgültig erwachsen werden. Mit "Kapitulation" aus dem Jahr 2007 stehen endgültig ganz andere Tocotronic auf der Bühne und auch im Studio. Aus den rebellischen Jungs sind erwachsene Männer geworden. Und ebenso wie sie gereift sind, ist ihre Musik gereift. Und "Schall und Wahn" ist nicht mehr und nicht weniger als die logische Folge von "Kapitulation". Die Gitarre rückt noch ein Stück mehr in den Hintergrund, die Soundexperimente wachsen... es entsteht etwas Großes. Etwas dass größer ist als alles was sie jemals gemacht haben. Streicher, Chöre, Harfen und was auch immer ... ist auch egal... es klingt einfach wundervoll großartig!
Textlich ist "Schall und Wahn" jedoch düsterer und depressiver als die früheren Alben. Der erste Track "Eure Liebe tötet mich" ist brutal geschrieben. Ein 8 Minuten Epos, mit wenig Text und großartigen Sounds. "Ein leiser Hauch von Terror" ist wieder ein Stück mehr Tocotronic. Kein ganz so dramatisch wirkender Text und dennoch faszinierend. Ein mitreissender Rythmus und Dirks typische Art zu singen wirken hier auf der Hörer ein und beeindrucken auf ganzer Linie.
Mit "Die Folter endet nie" ist der dritte Track für mich der vielleicht stärkste des Albums. Beklemmend, düster und voller Leid ... aber auch Hoffnung gibt es hier "Und von heute an, leben wie ewig". Ganz starker Chorus.
"Das Blut an meinen Händen" ist die wohl untypischste Nummer des Albums. Sanfte Klänge und ein gefühlvoller Gesang machen den Song zu einem Unikat, wenn auch nciht unbedingt zu einem absoluten Highlight der Platte.
"Was du auch machst/Mach es nicht selbst/auch wenn du dir/den Weg verstellst" als erste Single auszukoppeln ... naja... es ist wohl die Nummer die von allen auf dieser Scheibe "Kapitulation" am nächsten kommt. Wie dem auch sei, großartiger Song, der sobald er einmal im Kopf ist, so schnell nicht wieder heraus will.
"Bitte oszillieren sie" ist eine hervorragende kurze Nummer, wie sie besser nicht sein könnte. Ein ganz großes Lied von den Tocos, Respekt!!!
Der Titelsong fängt an... als ... naja... ich sags mal so ... Pink Floyd hätten kein besseres Intro schreiben können. Einfach wundervoll!! Der Song geht ins Ohr, hat einen tollen Text und kann in allen Belangen überzeugen.
"Im Zweifel für den Zweifel" ist eine von akustischer Gitarre begleiteter Dirk von Lowtzow, der wieder einmal seine lyrischen Fähigkeiten erstklassig unter Beweis gestellt hat. "Im Zweifel für die Bitterkeit/Und meine heißen Tränen/bleiern wird mir meine Zeit/Jetzt muss ich noch erwähnen:/Im Zweifel für den zweifel" ... was will man mehr ?
"Keine Meisterwerke mehr" erinnert vom Aufbau her vielleicht ein wenig an "Explosion". Viel Instrumental für einen so kurzen Song und wenig Text.
"Stürmt das Schloss" ist ein typischer Tocotronic Rocker wie man es aus alten Tagen gewöhnt ist. "SDS/SDS/SDS"
"Gesang des Tyrannen" ist wie ein Märchen. So unreal und traumhaft.
"Gift" ist dann mit 8:30 der epische Abschluss für ein episches Album einer epischen Band. Das ist wohl Tocotronics "The End" oder "European Son". Wieder sehr wenig Text für sehr viel Musik. Es passt, harmoniert und stimmt einfach vollkommen.
Insgesamt haben sich Tocotronic eindrucksvoll nach 3 Jahren zurückgemeldet und die Messlatte für weitere Alben 2010 schon einmal recht hoch gelegt. Egal wer kommt und das Album des Jahres aufnehmen will, muss erst einmal an Tocotronic vorbei kommen.
Respekt vor den 4 Jungs aus Hamburg. Bitte weiter so und mehr davon !


Schall und Wahn (Limited Special Edition)
Schall und Wahn (Limited Special Edition)
Wird angeboten von silver-disc
Preis: EUR 19,90

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprecht mich an mit Engelszungen, 2. Februar 2010
"Wer zuviel selber macht, der macht sich krumm ... ausgenommen Selbstauslöschung". Von wem sonst als Tocotronic könnte sein ? Aus wessen Feder könnte sonst eine solche Zeile entspringen wenn nicht Dirk von Lowtzow ? Tocotronic ... angefangen als 3 Hamburger Jungs, die kaum 3 Akkorde spielen konnten, eine verdammte Wut auf alles hatten und diese eiskalt präsentierten. Mit K.O.O.K. haben sich die Jungs musikalisch wie Textlich weiterentwickelt. Lyrischer als die ersten Jahre dichtet Dirk ab diesem Album. So als würden sie endgültig erwachsen werden. Mit "Kapitulation" aus dem Jahr 2007 stehen endgültig ganz andere Tocotronic auf der Bühne und auch im Studio. Aus den rebellischen Jungs sind erwachsene Männer geworden. Und ebenso wie sie gereift sind, ist ihre Musik gereift. Und "Schall und Wahn" ist nicht mehr und nicht weniger als die logische Folge von "Kapitulation". Die Gitarre rückt noch ein Stück mehr in den Hintergrund, die Soundexperimente wachsen... es entsteht etwas Großes. Etwas dass größer ist als alles was sie jemals gemacht haben. Streicher, Chöre, Harfen und was auch immer ... ist auch egal... es klingt einfach wundervoll großartig!
Textlich ist "Schall und Wahn" jedoch düsterer und depressiver als die früheren Alben. Der erste Track "Eure Liebe tötet mich" ist brutal geschrieben. Ein 8 Minuten Epos, mit wenig Text und großartigen Sounds. "Ein leiser Hauch von Terror" ist wieder ein Stück mehr Tocotronic. Kein ganz so dramatisch wirkender Text und dennoch faszinierend. Ein mitreissender Rythmus und Dirks typische Art zu singen wirken hier auf der Hörer ein und beeindrucken auf ganzer Linie.
Mit "Die Folter endet nie" ist der dritte Track für mich der vielleicht stärkste des Albums. Beklemmend, düster und voller Leid ... aber auch Hoffnung gibt es hier "Und von heute an, leben wie ewig". Ganz starker Chorus.
"Das Blut an meinen Händen" ist die wohl untypischste Nummer des Albums. Sanfte Klänge und ein gefühlvoller Gesang machen den Song zu einem Unikat, wenn auch nciht unbedingt zu einem absoluten Highlight der Platte.
"Was du auch machst/Mach es nicht selbst/auch wenn du dir/den Weg verstellst" als erste Single auszukoppeln ... naja... es ist wohl die Nummer die von allen auf dieser Scheibe "Kapitulation" am nächsten kommt. Wie dem auch sei, großartiger Song, der sobald er einmal im Kopf ist, so schnell nicht wieder heraus will.
"Bitte oszillieren sie" ist eine hervorragende kurze Nummer, wie sie besser nicht sein könnte. Ein ganz großes Lied von den Tocos, Respekt!!!
Der Titelsong fängt an... als ... naja... ich sags mal so ... Pink Floyd hätten kein besseres Intro schreiben können. Einfach wundervoll!! Der Song geht ins Ohr, hat einen tollen Text und kann in allen Belangen überzeugen.
"Im Zweifel für den Zweifel" ist eine von akustischer Gitarre begleiteter Dirk von Lowtzow, der wieder einmal seine lyrischen Fähigkeiten erstklassig unter Beweis gestellt hat. "Im Zweifel für die Bitterkeit/Und meine heißen Tränen/bleiern wird mir meine Zeit/Jetzt muss ich noch erwähnen:/Im Zweifel für den zweifel" ... was will man mehr ?
"Keine Meisterwerke mehr" erinnert vom Aufbau her vielleicht ein wenig an "Explosion". Viel Instrumental für einen so kurzen Song und wenig Text.
"Stürmt das Schloss" ist ein typischer Tocotronic Rocker wie man es aus alten Tagen gewöhnt ist. "SDS/SDS/SDS"
"Gesang des Tyrannen" ist wie ein Märchen. So unreal und traumhaft.
"Gift" ist dann mit 8:30 der epische Abschluss für ein episches Album einer epischen Band. Das ist wohl Tocotronics "The End" oder "European Son". Wieder sehr wenig Text für sehr viel Musik. Es passt, harmoniert und stimmt einfach vollkommen.
Insgesamt haben sich Tocotronic eindrucksvoll nach 3 Jahren zurückgemeldet und die Messlatte für weitere Alben 2010 schon einmal recht hoch gelegt. Egal wer kommt und das Album des Jahres aufnehmen will, muss erst einmal an Tocotronic vorbei kommen.
Respekt vor den 4 Jungs aus Hamburg. Bitte weiter so und mehr davon !
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 11, 2010 3:44 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20