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Rezensionen verfasst von
littlefoot

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Buffalo Bill und die Indianer
Buffalo Bill und die Indianer
DVD ~ Paul Newman
Preis: EUR 8,99

1.0 von 5 Sternen Verschenkte Gelegenheit!, 5. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Buffalo Bill und die Indianer (DVD)
Was für ein Ensemble in den Händen eines Ausnahmeregisseurs! Leider entpuppt sich aber dieser Altman-Film als Rohrkrepierer. Die Story ist langweilig und incoherent, und wird weder dem flamboyanten Buffalo Bill Cody, noch dem legendären Sitting Bull gerecht, der farblos und ohne eigene Persönlichkeit bleibt. Auch das potentiell fantastische Ensemble bekommt keine wirkliche Chance. Dass der Film den historischen Persönlichkeiten nicht gerecht wird, ist noch das geringste Übel und kann als künstlerische Freiheit verstanden werden. Dass der Film todlangweilig ist und Tiefenschärfe vermissen lässt, ist bei dem Thema und den hervorragenden Schauspielern unverständlich.


White Fire (Pendergast Series 13)
White Fire (Pendergast Series 13)
Preis: EUR 4,26

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen No Fire, 10. Dezember 2013
Für alle Pendergast Fans: Dieses Buch kann man auslassen. Es tut sich nichts hinsichtlich Pendergasts familiärer Situation, und die hier präsentierte Story ist so dünn, dass ich schon nach den ersten Kapiteln den Täter erraten hatte. Ausserdem verhält sich Corrie Swanson, die hier die Hauptfigur ist, so dämlich, dass ich nach einiger Zeit aufhörte, mich für ihr weiteres Schicksal zu interessieren. Ich entwickelte mehr Mitgefühl für ihren kleinen Jack Russel Terrier, der völlig unverhältnismässig ein hässliches Ende findet, vermutlich nur, um bisher fehlende Spannung zu erzeugen (kein spoiler: sein Abgang hat mit der Geschichte wenig zu tun). Dabei hätte sich aus dem Setting in den tief verschneiten Rockies viel mehr machen lassen, wenn die Autoren sich mit Handlung und Personenentwicklung ein wenig mehr Mühe gegeben hätten. Das Buch ist übrigens auch recht dünn im wörtlichen Sinn. Vielleicht ist das der Grund für den unglaublich günstigen Preis der Kindle Edition. Dafür gibt es den zweiten Stern meiner Rezension.


Sycamore Row (English Edition)
Sycamore Row (English Edition)
Preis: EUR 5,80

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen No Winner, 6. Dezember 2013
An sich bin ich durchaus ein Fan von John Grisham. Er ist sicher kein Meister psychologischer Figurenentwicklung. Aber er ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Wie er seine Akteure in haarsträubende Situationen bringt, aus denen sie sich nur mit grosser Cleverness (und Kenntnis des amerikanischen Rechts) befreien können, war bisher, auch bei seinen schwächeren Romanen, lesenswert und spannend. Manchmal war auch mehr als ein Schuss Sozialkritik und immer ein Herz für die sozial Schwachen dabei. Die Geschichte seines neuen Romans hat Potential. Es hätte sich daraus eine wunderbare Geschichte mit Wurzeln in einer näher zu erkundenden Vergangenheit spinnen lassen. Aber die Umsetzung ist spannungsarm und lieblos. Man kann zu keiner der handelnden Personen eine Beziehung aufbauen oder Sympathie empfinden. Die Handlung ist langweilig und absolut vorhersehbar. Viele Nebenhandlungen werden einfach nur angetippt und dann wieder fallengelassen, ohne dass sie wirklich Einfluss auf die Haupthandlung haben. Motive, warum bestimmte Personen so und nicht anders gehandelt haben, werden im Dunkeln gelassen. Und die Hauptfrage, warum der Erblasser sein Testament vor seinem Selbstmord auf juristisch so angreifbare Weise geändert hat, wird gar nicht beantwortet. Der Mann wird als jemand dargestellt, der genau wusste, was er erreichen wollte. Das hat er jedoch so ungeschickt umgesetzt, dass Heere von Juristen und viele hundert, oft langweilige Buchseiten zur Klärung nötig sind, wenn es doch so einfach gewesen wäre, die Ereignisse der Vergangenheit, die den Erblasser zur Testamentsänderung bewegten, einfach im Testament oder im Begleitschreiben zu schildern. Da er viele Jahre auf bestimmte Dinge hingearbeitet hat, ist es auch absolut unlogisch, dass er sein Testament erst einen Tag vor seinem Tod ändert und damit Zweifel an seinem Geisteszustand geradezu heraufbeschwört.Schade! Aus der Geschichte hätte sich viel mehr machen lassen. Grisham kann das nachweislich besser!


Der wahre Shakespeare: Christopher Marlowe. Zur Lösung des Jahrhunderte alten Autorschaftsproblems (2., korrigierte und erweiterte Auflage, Dez. 2013)
Der wahre Shakespeare: Christopher Marlowe. Zur Lösung des Jahrhunderte alten Autorschaftsproblems (2., korrigierte und erweiterte Auflage, Dez. 2013)
von Bastian Conrad
  Gebundene Ausgabe

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich würde gerne 5 Sterne vergeben, aber..., 19. Oktober 2011
... die Schwächen des Buches fangen schon mit dem Titelbild an.Dazu später mehr.

Zunächst einmal das Positive: Es ist erfreulich, daß ein Akademiker mit Rang und Namen die Courage hatte, sich dieses heiklen und in Deutschland wenig bekannten Themas anzunehmen. Als Psychologin stimme ich mit Conrad überein, daß, abgesehen von der dürftigen und widersprüchlichen Faktenlage, alles,was wir über die Entwicklung von Genie, Kreativität und deren Manifestationen wissen, gegen Shakespeare als Autor unsterblicher literarischer Meisterwerke spricht. Genie entwickelt sich nicht in luftleerem Raum, und nichts, was wir über Will of Stratford wissen (es ist gar nicht so wenig, wie immer behauptet wird), deutet darauf hin, daß er der geniale Autor von "Romeo und Julia" oder "Hamlet" war, wenn..., ja wenn nicht sein Name auf den Büchern stünde. Und der steht seit gut 400 Jahren da. Conrad stellt sehr richtig fest, daß es einfach die Vorstellungskraft sprengt, von einer so viele Jahrhunderte aufrechterhaltenen Täuschung auszugehen, und man ist geneigt, abweichende Meinungen als Verschwörungstheorien abzutun. Conrads Verdienst ist es, das deutschen Publikum mit diesem Autorenschaftsproblem vertraut zu machen, und mit Christopher Marlowe den einzigen der vielen Kandidaten zu favorisieren, der genug Talent, Genie und Wissen hatte, um ernsthaft als Autor der Werke "Shake-Speare's" in Frage zu kommen, und der zudem, im Gegensatz zu anderen Kandidaten einen sehr triftigen Grund hatte, nicht mehr unter eigenem Namen zu publizieren.(Leider setzt der Film "Anonymous" von Roland Emmerich auf den falschen Kandidaten, da die überlieferten Werke des Earl of Oxford sehr klar erkennen lassen, daß ihm ganz sicher das Talent fehlte, "Shake-Speare" zu sein.)Bastian Conrad hat in einem der plausibleren Kapitel des Buches viele Indizien zusammengetragen,die darauf hindeuten, daß schon zu Shakespeare's Lebzeiten literarische Kreise mit der Autorschaftsfrage vertraut waren. Weiterhin wird dargelegt, welche Motive Marlowe gehabt haben könnte, unterzutauchen und unter verschiedenen Pseudonymen weiterzuschreiben.Neuere Erkenntnisse über Marlowe's Geheimdiensttätigkeit, sowie die Umstände seines angeblichen Todes (nein, er ist nicht bei einer Kneipenschlägerei umgekommen!) lassen die Theorie des Untertauchens plausibler erscheinen.Hier muß man bedenken, daß es Ende des 16ten Jahrhunderts noch kein CSI gab, das in heutiger Zeit solch ein Unterfangen sehr erschweren würde.
Conrad nimmt sich dann in akribischer Kleinarbeit des literarischen Werks selber an, um Spuren für die Autorenschaft Marlowes zu finden, ... "und wer suchet, der findet." Besonders die Sonette deuten auf eine wirklich herzzerreissende Tragödie im Leben des Verfassers hin, die einen nicht kalt lassen kann.

Leider fangen hier die Probleme mit Conrads Abhandlung an. Es gibt genug Textstellen, welche die "Marlowe-Theorie" stützen. Leider ist Conrad zu wenig selektiv, so daß viele Beispiele an den Haaren herbeigezogen wirken. Zudem begeht er den Denkfehler, daß schon Anspielungen auf Marlowes Werke,sowie sein Leben und Sterben (und es sind derer viele zu finden) auf ihn als Verfasser der Werke hindeuten (Die "Earl of Oxford-Fraktion" tappt ebenfalls in diese Falle). Wer auch immer die Werke verfasst hat, könnte einfach Marlowes Leben und Werk als Inspiration genutzt haben. Lediglich Insiderwissen würde die Marlowe-These wirklich stärken. Vollends problematisch wird es, wenn Conrad sich mit der grundsätzlich durchaus warscheinlichen Möglichkeit auseinandersetzt, daß Marlowe auch noch andere Decknamen benutzt haben könnte. Neben Pseudonymen, die eine gewisse Pausibilität haben, bringt Conrad so viele Namen ins Spiel, daß man annehmen muß,um es überspitzt auszudrücken, Marlowe habe fast die gesamte elisabethanische und jacobitische Literatur im Alleingang erschaffen, um dann geadelt und in hohem Alter in England friedlich zu entschlafen. Man könnte fast annehmen, Conrad habe sich auf Kosten gesicherter Fakten ein Happyend für seinen Protagonisten gewünscht!
Ja, und hier kommt nun das Titelbild ins Spiel: Das Portrait des jüngeren Herrn stellt weder Will of Stratford, noch einen etwas älteren Marlowe dar, sondern mit großer Sicherheit Sir Thomas Overbury, über dessen Leben und Schaffen einfach zu viel bekannt ist, als daß er mit Marlowe identisch gewesen sein könnte. Leider verliert das Buch durch solch gewagte Spekulationen etwas an Glaubwürdigkeit, was sehr, sehr schade ist, da Conrads Anliegen, die deutschen Leser mit der Problematik der Marlowe-als-Shakespeare-Theorie bekannt zu machen, große Anerkennung verdient.

- Korrektur: Das Porträt des jüngeren Herren auf dem Titelbild ist eine Montage aus dem vermutlich einzigen überlieferten Poträt des jungen Marlowe und dem sog. Cobbe-Porträt, das von einigen wenigen für ein Porträt Shakespeares gehalten wurde,aber nach Mehrheitsmeinung Sir Thomas Overbury darstellt, von dem Conrad annimmt, daß er eine weitere Identität Marlowes war. Siehe Kommentare...

Fazit: Trotz der oben genannten Kritikpunkte ist das Buch als Einstieg in die Thematik lesens-und bedenkenswert. Wer weiter "forschen" möchte, für den führt Conrad etliche englischsprachige websites an, in denen das Thema diskutiert und seziert wird.

P.S.: Es ist sehr schön, daß das Buch auch als Kindle-Version zu haben ist. :)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 28, 2011 6:05 PM MEST


The Silent Girl: Rizzoli & Isles series 9
The Silent Girl: Rizzoli & Isles series 9
Preis: EUR 5,80

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen im Namen aller Kindle-Besitzer, 28. September 2011
Diese Kritik bezieht sich nur auf die ebook-Version. Und der kann ich wirklich nur einen Stern geben, da mit dem Preis mal wieder gewuchert wird. Warum ist die kindle-Version teurer als die gebundene Ausgabe??? Hier offenbart sich der ganze Wahsinn der Preisgestaltung seitens der Verlage, die offenbar immer noch nicht erkannt haben, daß ebooks nicht mehr vom Markt wegzudenken sind und bei vernünftiger Preisgestaltung ein einträgliches Geschäft sein könnten. Ich jedenfalls boykottiere das Buch erst einmal.


Rory Gallagher - Ghost Blues: The Story of Rory Gallagher [2 DVDs]
Rory Gallagher - Ghost Blues: The Story of Rory Gallagher [2 DVDs]
DVD ~ Rory Gallagher
Preis: EUR 20,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen if you love Rory, don't buy it, 21. August 2011
Die Doku-CD ist ein Lehrbeispiel, wie man es nicht machen sollte. Rory war einer der brilliantesten Rock/Blues-Gitarristen aller Zeiten, seine charismatischen Live- Auftritte sind legendär. Nichts davon bringt die Doku rüber. Ältere Männer reden kluge Sätze, meist ohne Musik-Unterlegung, man wartet vergeblich auf ein paar länger eigespielte Beispiele. Obendrein ist der Sound schlecht. Junge Menschen, die nichts über Rory wissen, werden sich gelangweilt abwenden. Über seine Persönlichkeit, seine Dämonen, seine Probleme erfährt man nur, was man bei wiki sowieso nachlesen kann, also nichts neues. Er bleibt ein Pappkamerad.Das hat Rory nicht verdient. Zum Glück macht die wunderbare Internet-Community das Auffinden seiner besten Auftritte zum Kinderspiel."Bullfrog Blues", "Too Much Alcohol", "As The Crow Flies" anyone? Also: Rory lebt, die dvd tut es nicht.

Warum ich überhaupt 2 Sterne vergebe? Die Beatclub sessions der zweiten dvd sind natürlich zum Teil sehr gut, können aber aufgrund der sterilen Studio-Atmosphäre mit wenig Publikum die Magie seiner Live-Auftritte nicht vermitteln. Aber einem jungen Rory mit einem seligen Lächeln im Gesicht zuzusehen, wie er beim spontan hingezauberten "McAvoy-Boogie" seine abgeblätterte Telecaster zum Singen bringt, "just to keep the feeling, while the tapes are changed..." das ist ein unbeschreiblich schöner Moment, und sagt mehr über Mensch und Musik als alles nostalgische Altmänner-Gequatsche!


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