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Rezensionen verfasst von
Uwe Johann
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Notabene 45
Notabene 45
von Erich Kästner
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brandaktuell auch heute – das vielleicht beste Buch über das Kriegsende 1945, 17. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Notabene 45 (Gebundene Ausgabe)
Notabene 45 ist ein Buch, das mich nicht mehr losgelassen hat.

Kästner gelingt mit dieser ungeheuer fesselnden Beschreibung der letzten Kriegswochen, die als harmloses Tagebuch daherkommt, ein Meisterwerk. Das Buch ist von einer zeitlosen sprachlichen Kreativität und ironischen Finesse, auch wenn einem das Lachen oft im Hals stecken bleibt. Kästner ist in Hochform, so schrecklich die Umstände und so jämmerlich sein eignes Befinden in jener Zeit auch waren.

Sein Tagebuch ist ein Dokument der Zeitgeschichte, das auch aus heutiger Rückschau unglaublich viele kleine und große, immer erhellende und oft verstörende Details aus jener Zeit ins Gedächtnis ruft. Es dokumentiert, wie sich Menschen unter dem Druck von Krieg und Gesinnungsterror verbiegen und dann nach Kriegsende im Buhlen um die Gunste der neuen Herren reflexartig in Lüge und Heuchelei verfallen.

Kästner beginnt seine Aufzeichnungen im Februar 1945, als Berlin sich langsam im Chaos der alliierten Bomben auflöst. Weil jeder hingerichtet werden kann, der am "Endsieg" des Dritten Reichs zweifelt, führt Kästner sein Tagebuch zunächst verkürzt und in Steno, getarnt in einem sogenannten "Blindband": Einem fertig gebundenen, aber leeren Buch, wie es als Muster für die Produktion verwendet wird. Nachdem es zunächst unerkannt zwischen „tausend anderen“ in Kästners Berliner Bücherregal steht, geht es Mitte März 1945 unverhofft mit seinem Autor auf die Reise.

Grund ist die vielleicht bizarrste Episode der deutschen Filmgeschichte. Kästner hat sich auf Einladung eines Regisseurs mit seiner Partnerin Luiselotte (Lotte) Enderle einer kuriosen Reisegruppe von einhundert "Filmschaffenden" der Ufa angeschlossen. Ziel ist das österreichische Zillertal, wo ein Film mit dem Titel „Das verlorene Gesicht“ gedreht werden soll. Die Genehmigung dazu hat man den Nazi-Kulturbonzen mitten im Chaos des Endkampfes um Berlin mit einer raffinierten Fangfrage abgenötigt: Wenn der "Endsieg" gewiss ist, muss man dann für die Zeit "danach" nicht auch Filme produzieren? Die düpierte Behörde kann nicht hinter Göbbels' dröhnende Propaganda zurück, und so machen sich alle auf den Weg.

Dem Tross aus Schauspielern, Kameraleuten, Beleuchtern, Kostüm- und Maskenbildnern, Regisseuren und Produzenten fehlt dabei nur eins: Es ist kein Film in der Kamera. Denn Filmmaterial ist zu teuer und nicht mehr zu beschaffen. Doch daran darf das Unternehmen auf keinen Fall scheitern, denn die vorgeblichen Dreharbeiten dienen in Wahrheit nur dazu, möglichst viele aus dem umkämpften Berlin herauszuholen und die Männer vor dem Einzug zum "Volkssturm" und damit dem fast sicheren Tod bewahren.

Im idyllischen Mayrhofen angekommen, verändern sich die Dinge jedoch sehr schnell. Die „Dreharbeiten“ ohne Film gehen lustlos vonstatten, die Ufa zahlt nicht mehr, der Kontakt nach Berlin ist abgerissen, und die Einheimischen versuchen mit allen Mitteln, die Filmleute wieder loszuwerden, die mit ihnen um die immer knapper werdenden Nahrungsmittel konkurrieren. Zudem kommen täglich neue Flüchtlinge in den überfüllten Ort. Die meisten werden weitergeschickt, es sei denn, sie haben Geld.

Mit dem Kriegsende und den amerikanischen Besatzungstruppen kommt dann der plötzliche „Gesinnungswandel“ der Dorfbevölkerung hinzu. Den rasanten Umschwung von überzeugten Nazis zu leidenschaftlichen Widerstandskämpfern dokumentiert Kästner bissig und meisterhaft. Auch er selbst, dessen Bücher seit 1933 verboten waren, gerät ins Visier eines misstrauischen amerikanischen Offiziers: „Er bohrte an mir herum wie ein Dentist an einem gesunden Zahn. Er suchte eine kariöse Stelle und ärgerte sich, dass er keine fand.“

Das Filmteam löst sich auf, kann aber mangels Passierscheinen den Ort lange Zeit nicht verlassen. Die nachfolgenden Wirren lassen Kästner schließlich im Juli 1945 in München landen. Hier endet das Tagebuch abrupt, nachdem Kästner die fürchterlichen Schilderungen eines befreiten KZ-Häftlings notiert hat. Dieser Eintrag ist ein interessanter Beleg dafür, dass dass Kästner ebenso wie die meisten Deutschen zwar den öffentlichen Nazi-Terror gegen die Juden sehr genau wahrgenommen hat, und auch ahnen musste, dass in den KZs fürchterliches geschah. Das volle Ausmaß an Mord und Grausamkeit wurde ihm aber erst nach Kriegsende bekannt.

In jüngster Zeit hat Kästners „notabene 45“ erneut an Aktualität gewonnen, nämlich zum 75. Jahrestag des „Anschlusses“ Österreichs ans Dritte Reich. Kostprobe: „Sie [die Deutschen] wollen ganz einfach nicht begreifen, daß die Österreicher, nach 1933 mit der liberalen Welt und deren Presse noch fünf Jahre in engem Kontakt, d.h. sehenden Auges, 1938 dem Hitler zujubeln konnten. Jetzt, 1945, begreifen es die >Ostmärker< selber nicht mehr. Und was fangen sie mit ihrem sträflichen und irreparablen Irrtum an? Sie nehmen ihn uns übel. Nicht sie sind schuld, daß sie den Krieg mitverlieren und daß ihre Söhne mitfallen, sondern wir.“


One Hundred Days: The Memoirs of the Falklands Battle Group Commander (Bluejacket Books)
One Hundred Days: The Memoirs of the Falklands Battle Group Commander (Bluejacket Books)
von Sandy Woodward
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckende und erstaunlich persönliche Kriegsbeschreibung, 9. Juli 2012
In diesem absolut fesselnden Buch beschreibt Admiral Sandy Woodward den Falkland-Krieg aus seinem persönlichen Erleben heraus. Dabei erhält man tiefe und sehr spannende Einblicke nicht nur in das damalige Kriegsgeschehen, sondern auch in die Zusammenhänge und Abläufe in der Royal Navy während eines solchen Konfliktes. Auch persönliche Konflikte und Krisensituationen werden nicht ausgespart. Besonders eindrucksvoll ist z.B. der Beinahe-Abschuss eines vermeintlichen Aufklärungs-Jets, der sich erst in letzter Sekunde als brasilianisches Passagierflugzeug entpuppt. Schon bald hat man das Gefühl, irgendwo im Flugzeugträger "Hermes" auf Woodwards Schulter zu sitzen und mit ihm den Krieg nochmals zu erleben. Seine große Stärke ist es dabei, auch komplizierteste Zusammenhänge sehr schnell und verständlich auf den Punkt zu bringen. Sein klarer, knapper und dennoch lebhafter und oft unterhaltsamer Stil und sein typisch britischer Humor machen es dabei auch dem nicht-Muttersprachler leicht, das in englischer Sprache geschriebene Buch gut zu verstehen.

Woodward war bei den Streitkräften und in den Medien nicht unumstritten. Schon während des Kriegs wurde ihm "Feigheit" vorgeworfen, da er die beiden Flugzeugträger "Hermes" und "Invincible" weit östlich von den Falkland-Inseln hielt, um das Risiko eines Verlustes zu minimieren. In diesem Buch tritt er den Vorwürfen immer wieder tapfer entgegen, darf jedoch den wesentlichen Grund nicht nennen. Denn erst 2005 gab das Verteidigungsministerium unter richterlichem Zwang zu, dass beide Träger Atomwaffen von kleineren Schiffen der hastig zusammengestellten Flotte an Bord genommen hatten, die angesichts des enormen Zeitdrucks nicht mehr sicher nach England zurückgebracht werden konnten. Woodward hätte also eine Katastrophe riskiert, wäre ein Träger getroffen worden. Zudem war er auch durch internationale Veträge verpflichtet, die Träger mit diesen Waffen aus den Hoheitsgewässern vor den Inseln unbedingt herauszuhalten.

Zum Ende des Buches hin wird immer deutlicher, dass sich unter der harten Schale des schneidigen und messerscharf analysierenden Admirals ein zutiefst vorsichtiger und besorgter Mann verbirgt, dessen Angst im Kriegsverlauf immer mehr zur Paranoia wird. So kann er einfach nicht glauben, dass die total demoralisierten argentinischen Kriegsgefangenen in Stanley keine Konterattacke mehr starten werden, schenkt nicht einmal der argentinischen Kapitulation Glauben, und lässt am Ende seinen eigenen Hubschrauber nach der Landung auf "Hermes" von Bewaffneten umstellen, weil er einige Passagiere nicht kennt - sie stellen sich als Soldaten der britischen Spezialkräfte (S.A.S.) heraus. Vermutlich gilt auch im Krieg, was Andy Grove über Intel und die IT-Branche gesagt hat: "Only the paranoid survive!"


John Wayne Edition: Höllenfahrt nach Santa Fe [Blu-ray]
John Wayne Edition: Höllenfahrt nach Santa Fe [Blu-ray]
DVD ~ Claire Trevor
Preis: EUR 12,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bild gut - Ton indiskutabel - leider keine Untertitel, 22. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Auch ich musste diese Bluray leider stante pede zurückschicken. Zum Glück mit Amazon problemlos wie immer.
Zwar wurde das Bild nach meinem Eindruck sehr wohl restauriert, es kommt deutlich klarer und heller herüber als in früheren DVDs. Man darf auch nicht vergessen, dass der Film über 70 Jahre alt ist.
Aber die Tonspur zerstört jeden Filmgenuss! Der englische Ton ist total kratzig (übersteuert) und der Ton läuft nicht synchron zum Bild - furchtbar störend, wenn man nicht komplett Tomaten auf den Augen hat. Es ist mir ein völliges Rätsel, wieso einige Rezensenten dieses Phänomen haben und andere nicht. Mein Player ist übrigens ein Philips BDP 7600. Ähnliche Probleme hatte ich dort noch mit keinem Datenträger.
Ich besitze eine alte (unrestaurierte) DVD-Ausgabe des Films, UK-Import von Amazon. Dort ist der Ton ausgezeichnet, und es gibt auch noch zuschaltbare englische Untertitel, was doch sehr hilfreich ist, wenn man kein "native Speaker" ist. All das fehlt hier. Wirklich total schade...


Samsung SSG-3100GB/XC 3D-Brille (für TVs der D-Serie geeignet) schwarz
Samsung SSG-3100GB/XC 3D-Brille (für TVs der D-Serie geeignet) schwarz
Wird angeboten von Monbeck GmbH & Co. KG
Preis: EUR 37,50

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Aufpassen, was man bestellt, sonst gibt's ein ungemütliches Nasenfahrrad!, 15. Januar 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Aufpassen, hier werden von einigen Versendern im Amazon Marketplace offensichtlich vereinfachte Modelle versendet, obwohl das Bild beim Artikel eindeutig die komfortable Version zeigt, die auch beim Samsung TV beiliegt. Die uns zugesendete Brille jedenfalls funktionierte zwar, aber wir haben sie trotzdem zurückgeschickt, weil das unbequeme und kuriose Gestell einfach eine Zumutung war. Wir hatten bereits die unserem Samsung beiliegende Brille und wollten nun weitere für die Familie nachkaufen. Aufgrund der Fotos zum Artikel dachten wir, dasselbe Modell zu erhalten. Doch weit gefehlt. Zudem kam die Brille auch noch zerlegt an, man musste die Bügel selbst an das Gestell "anknipsen", was einigermaßen ging, doch das Endergebnis sah nicht bloß zum Piepen aus, sondern war einfach unbequem. Also: Genau prüfen, welche Brillen man bestellt. Wir werden jetzt in den Laden gehen, um nicht noch einmal so eine Überraschung zu erleben.


Derrick und Ich: Meine zwei Leben
Derrick und Ich: Meine zwei Leben
von Horst Tappert
  Taschenbuch

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erstaunlich offene Einblicke in ein Schauspielerleben, 26. Juli 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
"Derrick" war die Rolle, die Horst Tappert ab 1974 international bekannt und - wie er selbst sagt - auch wohlhabend gemacht hat. Schauspieler wurde der Handelsschüler aus Wuppertal schon 28 Jahre vorher, als er sich direkt nach Kriegsende bei einem wiedereröffneten Theater als Buchhalter bewerben wollte, und stattdessen für eine Rolle engagiert wurde. Er blieb beim Theater, wurde aber in den 60er Jahren vor allem durch seine Fernsehrollen bekannt. Der Durchbruch kam 1965 mit dem TV-Dreiteiler "Die Gentlemen bitten zur Kasse", über den der Leser vieles erfährt.

Mit seinem Einstieg in die neue Serie "Derrick", die zu Anfang gar nicht so nach einem großen Erfolg aussah, änderte sich Tapperts Leben erheblich. Statt wechselnder Film- und Bühnenprojekte nun eine Dauerstelle, die ihn jedoch viele Stunden täglich forderte und für andere Auftritte keine Zeit mehr ließ. So ist es durchaus berechtigt, von einem zweiten Leben zu sprechen. Dieser Teil nimmt im Buch weiten Raum ein.

Horst Tappert hat eine Sprache, die sich von vielen Autobiographien anderer Schauspieler unterscheidet. Nüchtern und ohne Beschönigung berichtet er aus seinem Schauspielerleben. Man erhält Einblicke hinter die Kulissen, erfährt auch manches über die Persönlichkeiten und "Macken" prominenter Regisseure und Schauspielerkollegen. Sich selbst charakterisiert Tappert als Einzelgänger, doch die Lektüre macht auch klar, wie einsam der Beruf des Schauspielers bei aller Prominenz machen kann.

Insgesamt ein spannendes Buch, nicht nur für Derrick-Fans, sondern für jeden, der sich für die Schauspielerei auf der Bühne und im Fernsehen in der Nachkriegszeit interessiert.


Heinz Rühmann und "Die Feuerzangenbowle": Die Geschichte eines Filmklassikers
Heinz Rühmann und "Die Feuerzangenbowle": Die Geschichte eines Filmklassikers
von Oliver Ohmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sternstunde für den "Bowlen-Fan" - Mehr Fakten kann man kaum bringen, 14. November 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Für mich als langjährigen Feuerzangenbowlen-Fan, der auch die ersten vorweihnachtlichen "Kult-Veranstaltungen" in den 90er Jahren an der Uni Göttingen miterlebt hat, war dieses Buch ein absolutes Muss und ich konnte sein Erscheinen kaum abwarten. Ohmann hat das gemacht, was jeder Fan des Films am liebsten tun würde: Die Geschichte des Films erforscht und erzählt. Und er hat das mit ungeheurer Akribie getan, unglaublich viele Fakten herausgebracht und "jeden Stein umgedreht". Er wird dabei zwar manchmal etwas weitschweifig und berichtet viele Dinge, die mit dem eigentlichen Film und seinem Stoff gar nichts mehr zu tun haben. Aber interessant und oft auch bewegend ist das Ganze immer.

Beklemmend authentisch und teilweise erschütternd ist vor allem das Zeitengemälde aus dem Ende des 2. Weltkrieges, das durch die vielen Facetten des Berichtes entsteht. Man fühlt sich in jene dunkle Endzeit des 3. Reiches versetzt und in den alltäglichen Schrecken der Bombennächte, während am Set des Films hysterisch gelacht wird.

Die zweite Hälfte des Buches konzentriert sich auf die Biographien der Mitwirkenden, und es hat hier viele Lücken geschlossen. Denn es geht dem Autor - anders als der Titel es sagt - eben nicht nur um Heinz Rühmann, sondern auch um die vielen weniger bekannten Darsteller des Kultfilms. Auch die Kritiken und Kritiker kommen ausführlich zu Wort. Auch kommt die Diskussion nicht zu kurz, ob und in wieweit die 1943 fertiggestellte Feuerzangenbowle ein Nazi-Film war. Auch das einzige Remake aus den 70ern mit dem tapferen Walter Giller wird kurz beleuchtet.

Wenn das Buch eine Schwäche hat, dann sind es noch ein wenig Erzähltempo, Stringenz und Gliederung. Noch, den Ohmann kündigt bereits indirekt eine zweite Auflage an, zu der er noch mehr Fakten erhofft. Trotz der wechselnden Themenbereiche ist das Buch recht wenig durch Kapitelüberschriften unterteilt, vieles wird hintereinander weg erzählt. Nach dem sehr starken Beginn lässt so die Spannung manchmal etwas nach, weil man sich lange in Nebensträngen aufhält, etwa dem Streit der beiden Autoren um die Uhrheberschaft.

Insgesamt ist es aber ein sehr gelungenes Dokument der Zeitgeschichte und des deutschen Films in vielen kleinen Facetten. Hut ab!


Duracraft DD-TEC10E Luftentfeuchter
Duracraft DD-TEC10E Luftentfeuchter
Wird angeboten von Electric Mania Store
Preis: EUR 164,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfache Bedienung und sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, 14. November 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Wir haben das Gerät vor einigen Monaten gekauft, um einen großen Raum von ca. 200 m³ zu entfeuchten, der tiefer als der übrige Keller gelegen ist. Bei Temperaturen um 15-16° war die Luftfeuchtigkeit dort im Laufe der Zeit auf nahe 80% gestiegen. Zunächst schien uns fraglich, ob das Gerät das überhaupt schafft, aber es hat sehr gut und nachhaltig funktioniert und das Raumklima ist mit rund 60-62% Luftfeuchte jetzt sehr angenehm. Gedauert hat die Prozedur etwa zehn Tage. Der Dauerbetrieb hat dem Gerät nichts ausgemacht. Nun ist nur noch alle 2-3 Wochen mal ein halber Tag Laufzeit nötig.

Anschluss und Bedienung sind denkbar einfach: Stecker rein, gewünschte Luftfeuchtigkeit (in 5%-Schritten) wählen und los geht's. Die aktuelle Luftfeuchtigkeit in % wird laufend angezeigt, wobei das Gerät nach dem Einschalten einige Minuten braucht, bis der aktuelle Wert korrekt angezeigt wird. Wenn der Wasserbehälter voll ist, schaltet das Gerät automatisch auf Pause und zeigt durch eine rote Leuchte an, dass er ausgeleert werden muss. Das Entnehmen des Behälters geht leicht, wieder Hereinschieben ist etwas hakeliger, aber kein Problem. Das Wasser im Behälter war immer klar und sauber, es kam zu keinerlei noch so geringen Verschmutzungen am Behälter.

Wie lange es dauert, bis der Behälter (etwa 2,5 Liter) voll ist, hängt von der Luftfeuchtigkeit und der Raumtemperatur ab. Ist beides hoch, geht es sehr schnell, bei unserer Ausgangssituation (15° und 80°) hat es etwa 12-15 Stunden gedauert. Später, als die Luftfeuchtigkeit auf 65% gesunken war, dauerte es 24 Stunden und länger.

Das Betriebsgeräusch erscheint uns relativ leise, etwa mit einem ruhigeren Heizlüfter vergleichbar und deutlich weniger als ein Haartrockner auf unterster Stufe. Hochkonzentriertes Arbeiten für extrem Geräuschempfindliche ist dabei aber nicht gerade möglich. Die Beriebsanleitung rät zu zahlreichen recht pingeligen Vorsichts- und Reinigungsmaßnahmen, die wir aber im Laufe der Zeit immer lockerer gehandhabt haben, ohne dass ihrgendein negativer Effekt bemerkbar war oder das Gerät in irgend einer Weise schmutzig wurde. Offenbar will man hier nur gegen Regressansprüche vorbauen.

Insgesamt hat das Gerät aus unserer Sicht ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis.


Der wunde Punkt
Der wunde Punkt
von Wayne W. Dyer
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das befreit - und das "Rattenfänger" fürchten, 6. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Der wunde Punkt (Taschenbuch)
Wayne Dyer entlarvt eine Reihe von elementaren Lebenslügen unserer Gesellschaft, die viele Menschen erst am Ende ihres Lebens - mit Ernüchterung und Bitterkeit - wirklich erkennen.
Zum einen die beständige Manipulation durch unsere Umwelt. Eltern, Kinder, Partner, Arbeitgeber, Kunden, die Kirche, die Medien, die Werbung: Mit Drohungen und "Sirenenklängen" wollen sie uns dazu bringen, unsere eigenen Wünsche und Sehnsüchte zu unterdrücken - um stattdessen ihre zu erfüllen...
Zum zweiten der Irrglaube, nur andere könnten uns glücklich machen. Ein neuer Partner, ein Lottogwinn, ein neues Auto. Dahinter steckt - so ehrlich ist Dyer zum Leser - vor allem Faulheit: Ich müsste ja selbst etwas tun.
Drittens die Angst vor allem Neuen, allen Veränderungen. Wie viele Menschen klammern sich in Arbeit, Familie und Partnerschaft und das, was ihnen nicht guttut - aus lauter Angst, zu scheitern, wenn sie mal etwas anderes versuchen.
Viertens das negative Selbstbild vieler Menschen, die Etiketten, die sie sich aufkleben: Ich bin zu dick, zu klein, zu dumm.
Dyer räumt mit all diesen Vorstellungen sehr einleuchtend und auf vergnügliche Weise auf. Verblüfft erkennt man, dass die Lösung schlussendlich immer im eigenen Denken und Handeln liegt.
Dabei redet der Autor keineswegs einem hemmungslosen Egoismus das Wort - im Gegenteil: Er entlarvt gerade jenen Egoismus, der sich am liebsten als Altruismus tarnt. Deshalb wird das Buch all jenen, die von der Manipulation anderer leben (Politiker, Vorgesetzte, Schwiegermütter) so ganz und gar nicht gefallen.
Der Weg zum selbstbestimmten Leben mag manchem zu anstrengend sein. Für jeden aber, der sein Leben nicht so leben mag, als habe er noch ein zweites im Kofferraum, kann Dyers Buch ein großer Durchbruch sein.
P.S. Wer das alles schon mal "an anderer Stelle" gehört haben will, sollte einen Blick auf das Entstehungsjahr des Buches werfen. Wohl eher haben inzwischen viele Dyers Erkenntnisse abgekupfert, die damals noch mit der Trommel um den Christbaum gerannt sind ;-) Dies ist das Original!


Keinohrhasen
Keinohrhasen
DVD ~ Til Schweiger
Preis: EUR 5,99

15 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nuscheln statt Kuscheln, empörende FSK und Till S. unter aller Kanone., 3. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Keinohrhasen (DVD)
Die Story an sich ist gut, wenn auch vorhersehbar. Aber die Umsetzung, bis auf wenige Lichtblicke, ein Desaster. Das haben schon viele Rezensionen auf den Punkt gebracht, trotzdem nochmal ganz deutlich:
1. Die Altersfreigabe "ab 12 Jahre" für einen Film, in dem u.a. detaillierte und explizite Anleitungen für Oralsex gegeben werden, ist einfach nur noch empörend. Die "Einrichtung" der FSK wird offenbar komplett dem Götzen Geld geopfert.
2. Till Schweiger nuschelt die ganze Zeit, und ihm müssen sich alle anderen auch noch anpassen. Wir haben mehrmals zurückgespult, Ton lauter, ganz genau hingehört, kein Erfolg. Sechs, setzen!
3. Schade, dass sich eine gute Schauspielerin wie Nora Tschirner für so einen Mist hergeben muss, es gibt immer nur plumpe Witze auf ihre Kosten.
Ansonsten empfehle ich die anderen Rezensionen "unter 3 Sternen".
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 3, 2009 5:49 PM CET


Das DDR-Sammelsurium
Das DDR-Sammelsurium
von Franziska Kleiner
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen rosarote Trivialitäten mit auffälligen Erinnerungslücken, 17. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Das DDR-Sammelsurium (Taschenbuch)
Gerade Trivialitäten können ein sehr treffendes und plastisches Bild eines Landes zeichnen. Auch dieses Sammelwerk könnte dazu beitragen, wäre es nicht so furchtbar einseitig.
Mit unglaublicher Akribie wird "Nettes und Unverfängliches" über die DRR ausgegraben. Aber all jene - oftmals ebenso skurilen - Alltäglichkeiten, die die weniger netten Seiten der DDR aufzeigen würden, fehlen (seltsamerweise) komplett.
Von Artikel zu Artikel wird deutlicher: Diese Auswahl ist kein Zufall. Franziska Kleiner zeichnet ganz bewusst das Bild einer harmlosen, ja liebenswerten und kuscheligen DDR ohne Schattenseiten.
Es sei der Autorin gegönnt, trotzig zu ihrer DDR-Biografie zu stehen und z.B. anzumerken: "auch Comics kannte ich". Aber wie unehrlich ist es, kein Wort darüber zu verlieren, dass die in der Regel von West-Verwandten mit klopfendem Herzen unterm Autositz in die DDR geschmuggelt werden mussten.
Lapidar und fast niedlich die kurze Auflistung der "Fluchtwerkzeuge" - kein Wort über die vielen Opfer von Schießbefehl und Landminen. Penibel werden seitenlang die "Fernsehlieblinge" jedes Jahres aufgezählt. Aber "Geflüchtete Sportler", "ausgewiesene Künstler", "inhaftierte Regimekritiker" - für solche Listen war wohl einfach kein Platz mehr.
Ihre DDR-Sozialisation, so Frau Kleiner, sei "noch nicht allein aufs eigene Fortkommen ausgerichtet" gewesen. Das hat sich inzwischen geändert: Dem eigenen (finanziellen) Fortkommen hat die Autorin mit diesem Buch auch die Wahrhaftigkeit geopfert. Denn auch eine halbe Wahrheit kann eine ganze Lüge sein.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 10, 2012 11:49 AM MEST


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