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Beiträge von Claus Dreckmann
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Rezensionen verfasst von
Claus Dreckmann "claus dreckmann" (münchen)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Fleischkochbuch: Küchenpraxis * Warenkunde *  250 Rezepte - alles über den nachhaltigen Umgang für verantwortungsvollen Fleischgenuss; ein Kochbuch für Braten, Steak und Schmorgerichte
Fleischkochbuch: Küchenpraxis * Warenkunde * 250 Rezepte - alles über den nachhaltigen Umgang für verantwortungsvollen Fleischgenuss; ein Kochbuch für Braten, Steak und Schmorgerichte
Preis: EUR 39,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener Wurf - mit kleinen Abstrichen in der Gliederung, 26. November 2014
Ich habe dieses Buch anfangs mit gemischten Gefühlen gelesen. "Fleisch" begreift sich als Rundumschlag: "Küchenpraxis, Warenkunde, 220 Rezepte" lautet der Untertitel. Das Autorenduo hat das Werk in "Vorwort", "Tafelrunde" (Erfahrungsbericht) und "Rezepte" untergliedert. Allerdings ist diese grobe Unterteilung nicht schlüssig. So finden sich unter dem Kapitel "Rezepte" nebeneinander Unterkapitel wie "Wurst machen", Haltbar machen", Räuchern" und dann wieder "Lamm", "Messer", "Geflügel" oder "Farcen und Füllungen". Das ist schlichtweg unlogisch. Entweder ich unterscheide Fleischsorten und Verarbeitungstechniken sowie Küchengeräte als einzelne Kapitel, oder Ich ordne die jeweiligen Verarbeitungstechniken der jeweiligen Fleischgruppe zu. So macht das m.E. keinen Sinn. Vielleicht empfindet der ein oder andere meine formale Kritik als zu kleinlich , aber wenn man viele Kochbücher liest, nerven schlechte Inhaltsverzeichnisse und Gliederungen. Note: 4-5. Genug geärgert. Inhaltlich und optisch ist das Buch ein Hingucker: Schöne Fotos (Note: 2-3), informative Grafiken (2) und Detailaufnahmen (2-1), hier stimmt das Konzept. Auch die Warenkunde-Einschübe (2-1) sind vorbildlich. Die Auswahl der Rezepte ist teilweise überraschend, in jedem Fall hochinteressant (1). Kurz: Ein sehr gelungenes Buch mit kleinen Mängeln. Noch ein Wort zum Inhalt: Das Kapitel "Tafelrunde" (Note: 1) liest sich für einen Kochbuchfan wie ein kulinarisches Essay. Der sehr persönliche Einstieg macht schlichtweg Spaß und Appetit. Vor allem nimmt man den beiden ab, dass sie ein ernstes Anliegen haben: Sie lehren den ehrfurchtsvollen Umgang mit den Tieren, die Wertschätzung für das Produkt Fleisch und die ganze Nutzung des Schlachttieres. Wenn ich also anfangs zu verärgert geklungen haben, bitte ich das zu entschuldigen. Dieses Buch ist ein echter Kauftipp und der Preis unschlagbar.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 8, 2016 8:27 PM CET


Umfangreiches Wörterbuch Deutsch-Englisch mit 400.000 Einträgen (Pommel`s Sprachschule 2)
Umfangreiches Wörterbuch Deutsch-Englisch mit 400.000 Einträgen (Pommel`s Sprachschule 2)
Preis: EUR 3,19

5.0 von 5 Sternen Schnell und praktisch, 26. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Einige Rezensionen zu diesem Produkt geben mir Rätsel auf: Sicherlich mögen Anglistik-Studenten Mängel sehen, aber darum geht es hier doch gar nicht. Wer sich dieses Lexikon in wenigen Sekunden auf seinen Kindle installiert hat, verfügt fortan über ein hervorragendes Werk zum schnellen Nachschlagen: unbekanntes Wort markieren, einen Augenaufschlag warten, Lösung lesen. Was will man denn mehr? Ich behaupte: Jeder normale Anwender wird von diesem Produkt bei der Lektüre von englisch-amerikanischer Literatur begeistert sein. Ohne große Leseunterbrechung "hilft" das Lexikon, wenn es mal hapert. Einfach Klasse!


The Hunting of the Snark (English Edition)
The Hunting of the Snark (English Edition)
Preis: EUR 0,00

4.0 von 5 Sternen Klasse E-Book, leider nicht in deutscher Sprache erhältlich, 24. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vielleicht kennt der ein oder andere die groteske Geschichte um den Snark. Im angelisächsischen Sprachraum ist die Story ein Klassiker. Um so mehr habe ich mich über dieses Amazon-Angebot gefreut. Es ist eine optisch kaum bearbeitete Ausgabe, worin gleichzeitig der Reiz dieses E-Büchleins liegt. Fazit: Ein großer Lesespaß!


Das Buch des Todes: Roman
Das Buch des Todes: Roman
Preis: EUR 8,49

4.0 von 5 Sternen Das Morden geht weiter...., 20. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Buch des Todes: Roman (Kindle Edition)
"Das Buch des Todes" ist nun das vierte Werk rund um die (Anti-) Helden Bourbon-Kid, Dante und Co. Wieder kämpfen Werwölfe, Vampire und Menschen um die Herrschaft und das sog. "Mondauge"..... über den Inhalt will ich hier nicht mehr verraten. Nur einige Anmerkungen: 1.) Wer dieses Buch genießen will, sollte die ersten drei Bände gelesen haben. Es ist sicherlich möglich, dieses Buch einzeln zu lesen, aber ich würde dringend davon abraten. Sonst geht der Spaß an den Charakteren verloren, der sich sonst rasch einstellt. 2.) Diese Buch liest sich wie das Drehbuch zu einem Splatter-Horror-Film. Nur mit dem nötigen Abstand ist das Buch unglaublich witzig, herrlich geschrieben und ein Gagfeuerwerk. 3.) Es handelt sich nicht um ein Kinderbuch. Also: Erst lesen Mama und Papa, dann vielleicht irgendwann einmal der Nachwuchs. 4.) Leider nutzt sich auch das Thema "Buch…" ab. Ich habe großen Spaß beim Lesen gehabt, aber der erste Teil bleibt ungeschlagen... Fazit: 4 Sterne mit Tendenz nach oben.


Chlorofilija: Roman
Chlorofilija: Roman
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einfallsreich und tiefgründig, 20. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Chlorofilija: Roman (Kindle Edition)
Andrej Rubanov entwirft in Filija eine Welt der Zukunft, die nicht sehr weit von unserer realen Welt weg zu sein scheint: In Russland hat sich eine Klassengesellschaft herausgebildet, die auf Kosten der chinesischen Arbeitskraft lebt. Als "Landverpachter" (an China) lassen es sich die Russen gut gehen. Parole: "Du bist niemandem etwas schuldig", und so hat sich eine egomane und egozentrische Gesellschaft herausgebildet, die uns Lesern im Hier und Jetzt merkwürdig bekannt vorkommt: Schönheitswahn und Prestige- (und Solariums-) sucht herrschen unter den Oberen. Und "Obere" ist wortwörtlich gemeint: Die Höhe des Stockwerks, in dem man wohnt, bestimmt darüber, wie angesehen man ist. Denn in Moskau, wo jetzt alle Russen wohnen, wachsen überall mehrere hundert Meter hohe Grasbäume. Sie sind nicht auszurotten, weshalb man die Wohnhäuser immer höher baut. Und je höher man wohnt, desto mehr Licht hat man, während die unteren Geschosse vom Grassumpf mit seinen vielbeinigen Plagegeistern gepeinigt werden. Die erkennt man schon rein äußerlich: sie sind aufgrund fehlenden Sonnenlichts bleich und eher kränklich. Um den Alltag erträglicher zu machen oder die Langeweile zu vertreiben, fällen Sie die sofort nachwachsenden Grashalme und gewinnen aus dem Fruchtfleisch eine Droge, die kokainähnliche Eigenschaften hat. In dieser Welt lebt auch Magazin-Reporter Saweli mit seiner Verlobten. Seine Recherchen für das edle People-Magazin "Ultimativ" führen ihn zum Geheimnis um das Gras..... inhaltlich möchte ich hier nicht mehr verraten. Stilistisch ist das Buch modern und leicht verdaulich geschrieben. Mich persönlich hat die Gesichte sofort gepackt. Viele Details – beispielsweise ist das Geldsystem abgelöst worden, jeder Russe verfügt über ein "eingeimpftes" Vermögen, dass jährlich neu aufgeladen wird - sind faszinierend, die Parallelen zu gesellschafllichen und politischen Entwicklungen in Russland unübersehbar. Auch wenn dieses Buch kein "Jahrhundertroman" ist, handelt es sich um mehr als nur solide Sifi. Fazit: Klasse Unterhaltung, tolle, teilweise neue Ideen - sehr empfehlenswert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 29, 2014 9:43 PM CET


Place de l'Etoile
Place de l'Etoile
von Patrick Modiano
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nobelpreis hin oder her...., 13. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Place de l'Etoile (Gebundene Ausgabe)
Wer das Buch unvorbereitet aufschlägt, der mag denken: Nicht schon wieder Drittes Reich! Nicht schon wieder ein Roman aus dem Genre "Holocaust & Co"! Doch halt: Auch wenn Patrick Modiano erst 2014 den Literaturnobelpreis erhalten und das Buch vor gut zwei Jahren erstmals auf Deutsch erschienen ist, stammt das Werk aus dem Jahr 1968 (überarbeitet 2004). Das erklärt m.E. die "Aktualität" des Buches, obwohl das Thema seit gefühlten 59 Jahren quasi mit literarischen Planierraupen immer wieder ausgebreitet wird. Es handelt sich hier also um ein kleines Stück der jüngeren Literaturgeschichte. Das mag jene Versöhnen, die das Genre mittlerweile abschreckt oder anödet. Lässt man sich dann aber doch auf diesen facettenreichen "Schelmen"-Roman ein, gewinnt man möglicherweise einen erstaunlichen Eindruck: Das ist nicht Holocaust-Belletristik von der Stange, das ist kein weiteres Betroffenheitsgeschluchze. Dieser Romanerstling eines jungen Mannes ist große Kunst im Kleinen. Ein an vielen Stellen noch ungeschliffener Roh-Diamant mit vielen Unreinheiten. Aber alleine die Anlage ist eine gezielte Provokation und scheinbare moralische Frechheit, die Spaß macht: Der jüdische Antiheld ist kein Opfer, sondern ein Saboteur von Moral und Glauben und in jedem Fall ein "Täter". Selbst als Mädchenhändler verdingt er sich. Und ganz nebenbei kanzelt er literarische Größen wie den politisch umstrittenen Celine - berüchtigt wegen seiner antisemitischen Tendenzen - als noch zu ,jüdisch' ab. Das ist unverschämt, unfassbar – und auf abstruse Art komisch. Der junge Modiano rechnet hier auf unglaublich subtile Weise mit Frankreich, dem alten Europa, seinen Gesellschaften sowie ihren Klischeevorstellungen und Meinungen ab. Ein fesselndes Buch, ein großer, leider etwas unkonzentrierter Wurf, der in Deutschland viel zu lange nicht gelesen werden konnte. Beeindruckend, trotz aller Schwächen! Stilistisch ist das Werk nämlich nicht ganz so einfach zu fassen: Viele der realen französischen Akteure, auf die angespielt wird, sind dem deutschen Leser ohne intime Frankreichkenntnisse nicht bekannt. Gut, dafür kann der Autor nichts. Zudem ist die Geschichte schnell, abgehackt und sprunghaft erzählt. Teilweise erinnert die Sprache an die expressionistisch geprägte Literatur zwischen den beiden Weltkriegen. Dann wieder schwallen Nichtigkeiten wie in einer französischen Radiosendung auf den Leser ein. Vieles wird nur angerissen, was erzählt werden müsste; anderes versinkt im Geschwafel, was verknappt gewinnen würde. So oder so: Ein lesenswertes Stück Literatur aus Frankreich ist endlich auf Deutsch zu haben. Für einen Nobelpreis reicht das Werk allein m.E. allerdings bei weitem nicht.


Das Herz der Finsternis (99 Welt-Klassiker)
Das Herz der Finsternis (99 Welt-Klassiker)
Preis: EUR 0,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fernab von möglichen Übersetzungsproblemen..., 12. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... trifft dieser Text den empfindungsfähigen Leser mitten ins Herz. Für nur 99 Cent ist das Werk geradezu ein Musskauf! Mehr möchte ich gar nicht dazu sagen. Ein Meisterwerk!


Kindle Paperwhite 3G (6. Generation), 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display (212 ppi) mit integrierter Beleuchtung, WLAN + gratis 3G
Kindle Paperwhite 3G (6. Generation), 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display (212 ppi) mit integrierter Beleuchtung, WLAN + gratis 3G
Preis: EUR 159,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 3 G muss sein!, 12. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mein Kindle-Keyboard ist nach drei Jahren Schrott. Ob das nach drei Jahren so sein sollte, darüber kann man in der Tat diskutieren. Egal. Heute ist die Halbwertzeit von Elektronik ein grundsätzliches Problem. Der "Neue" ist eigentlich schon alt, aber ich habe ihn mit Bedacht gewählt: Ich nutze einen Kindle ausschließlich zum dienstlichen und privaten Lesen. Ich benötige daher weder ein Farbdisplay noch Spiele. Kurz: Der "Fire" kam für mich nicht in Frage. Außerdem bin ich der Meinung, dass der größte Vorteil eines mobilen E-Reader seine Mobilität ist. Angesichts von Firewalls und geschlossenen Netzwerken überall reicht mir w-lan alleine nicht. Und der Paperwhite 3G hat 3 G. Sprich: Wenn kein offener Internet-Spot zur Verfügung steht, nutzt er den kostenfreien Mobilfunkservice, den Amazon bei den 3 G-Modellen zur Verfügung stellt. Erst damit ist der Reader wirklich mobil. Für mich der größte Vorteil eines E-Readers überhaupt, neben der Gepäckverringerung. Lediglich an den Touchscreen muss ich mich noch gewöhnen. So empfinde ich die auf Wunsch simulierte Tastatur als zu klein dimensioniert. Ich habe schon keine derben Hände, aber die Eingabe ist auch so kniffelig. Was macht erst der, der größere Finger hat? Auch mangelt es m.E. dem Touchscreen an Präzision. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Daher: 5 von 4 Sternen


S3, Spuk in der Bibliothek: Eine Annäherung an das Unheimliche
S3, Spuk in der Bibliothek: Eine Annäherung an das Unheimliche
Preis: EUR 2,99

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Weggelegt....., 12. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
.... dieses Buch befindet sich momentan (12.11.2014) auf Platz Nr. 9 der gefragtesten Horrorbücher bei Amazon/ E-books. Ich habe nach gut 30 Seiten vorerst abgebrochen. Die Sprache ist schlichtweg grauenhaft. Das Dialog-Gestammel, welches wohl Authentizität simulieren soll, ist nicht zu ertragen: "Mhmmm,....". Vielleicht werde ich in einer Phase extremer Langeweile (S-Bahn steht still, die Bahn streikt mit mir im Waggon) das Werk weiter lesen. Aber momentan frage ich mich nur, wo der Autor die 60 Freunde gefunden hat, die sein Werk auf Platz 9 der Kindle-Liste/ Kategorie: Horror gehoben haben. Oder bin ich auf die Ironie von 60 anderen Käufern reingefallen? Okay, kapiert: Das Buch ist Horror!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 14, 2014 11:46 AM CET


Einsame Tiere: Roman
Einsame Tiere: Roman
Preis: EUR 14,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brutal, amoralisch, spannend, 12. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Einsame Tiere: Roman (Kindle Edition)
Western ist eigentlich nicht mein Beritt. Aber ist dieser Roman überhaupt ein Western? Manchmal hat man das Gefühl, der Autor hat ein Gespräch zwischen Star-Regisseur Quentin Tarantino (u.a. "Kill Bill", "Django Unchained") und seinem Freund Robert Rodriguez ("Machete", "Sin City") belauscht und zum Grundstoff für seine Geschichte genommen. Kurz: Die Story liest sich wie das Drehbuch zu einem Kult-Splatterfilm in spe mit Oscar-Chancen. Und das meine ich durchaus positiv. Wild West ist hier nur Kulisse. Doch worum geht es? Der Held der Story ist ein klischeebeladener Brutalo - Typ "einsamer Cowboy" - mit Namen Russel Strawl. Strawl ist im wörtlichen Sinne a-sozial und zufrieden, wenn er alleine mit seinem Pferd durch die idealerweise menschenleere Gegend pirscht. Trifft er auf andere Menschen, erkennt er in ihnen entweder respektvoll andere Soziopathen oder unwürdige Objekte, mit denen man machen kann, was man will. So scheint es zumindest. Seine Brutalität und sein Jagdtrieb haben ihn mit den Jahren zum berühmt-berüchtigten Sheriff-Erster-Klasse gemacht. Das ist auch ein Grund, warum es familiär nicht so gut läuft: Die Frau, die ihn am meisten geliebt hat, erschlägt er ganz nebenbei (Grund: sie reicht ihm zu langsam den Pfeffer rüber) und was mit der zweiten Frau los ist, darf an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Neben leiblichen Kindern hat Strawl auch noch einen Adoptivsohn, der - wie er - nicht ganz richtig tickt und Visionen hat. Ihn findet Strawl als einzigen aus seiner Familie ganz interessant. Deshalb darf er ihn letztlich begleiten, als der eigentlich verrentete Strawl gebeten wird, einige bestialische Morde, vergleichbar mit den Filmmorden in "Hannibal Lexter - der rote Drache" oder "Sieben", aufzuklären. Bei den Ermittlungen gerät Strawl in diverse Intrigen und nur langsam schlägt, lyncht und tötet er sich zur Wahrheit durch. Die schreckliche Pointe des Romans erahnt der geschulte Leser bereits im letzten Drittel der Geschichte. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch. Warum? Weil es m.E. ausgezeichnet geschrieben und/oder übersetzt worden ist. Was oberflächlich wie ein blutiger Western daherkommt, ist auf den zweiten Blick eine tieftraurige, packende Autopsie eines kranken Geistes, ja einer ganzen Gesellschaft und Epoche. Wer die Geschichte in Beziehung zum politisch-gesellschaftlichen Handeln und Tun der USA und ihrer Bürger bringt, kommt schnell zu einigen erstaunlichen Erkenntnissen. Fazit: Ein spannendes Lesevergnügen mit Tiefgang. Kein Geniestreich, aber ein solides Meisterstück. Ich kann es nur empfehlen!


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