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Geheimer Ort: Kriminalroman
Geheimer Ort: Kriminalroman
von Tana French
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kriminalroman, dessen poetische Sprache eine reine Wucht ist, 17. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Geheimer Ort: Kriminalroman (Broschiert)
Der Tod von Chris Harper hat für viel Wirbel im Mädcheninternat St. Kilda gesorgt. Der Sechzehnjährige wurde im Park der Schule aufgefunden. Auf seiner Brust vier frisch gepflückte Hyazinthen. Was wollte der Junge aus dem benachbarten Jungeninternat mitten in der Nacht dort? Wie ist es ihm gelungen, nachts die Schule zu verlassen?

Chris Harpers Tod wirft viele Fragen auf, die jedoch auch durch die Polizei nicht aufgeklärt werden. Ein Jahr laufen die Ermittlungen bereits, von einer Lösung des Falls kann jedoch keine Rede sein. Eigentlich liegen die Ermittlungen mittlerweile sogar auf Eis. Die Wogen haben sich geglättet, die Eltern sind wieder ruhiger. Also kann alles seinen gewohnten, traditionellen und gesitteten Gang gehen.

Doch dann taucht plötzlich eine Karte am „Geheimen Ort“ auf. Einem schwarzen Brett, an dem die Mädchen anonym Nachrichten, Karten, Fotos oder andere Mitteilungen anbringen können. Auf dieser Karte steht „ICH WEISS, WER IHN GETÖTET HAT“. Gefunden wird die Karte von Holly Mackey, die sie abnimmt und Stephen Moran bringt. Einem Detective, der den Fall zwar nicht bearbeitet, jedoch vor Jahren Hollys Vertrauen erlangt hat. Holly, damals war sie gerade 10 Jahre alt, ist die Tochter von Frank Mackey, dem bekannten Leiter der Abteilung „verdeckte Ermittlung“. Seinerzeit war sie Zeugin in einem Mordfall in Mackeys Familie. Nun ist sie ein Teenager und Schülerin am Internat St. Kilda. Durch ihren Hinweis werden die Ermittlungen wieder aufgenommen und da Stephen Morans positive „Bindung“ zu Holly hilfreich sein kann, darf er die leitende Ermittlerin im Mordfall Chris Harper, Antoinette Conway, begleiten. Eine gehörige Herausforderung für Stephen, der natürlich gerne den Sprung von den „ungelösten Fällen“ in die Mordkommission schaffen würde. Doch Conway, bissige, toughe Einzelkämpferin, macht es ihm alles andere als leicht …

***

Das ist der fünfte Roman der irischen Krimiautorin Tana French. Gelesen habe ich sie alle, rezensiert leider bislang keinen. Daher muss ich nun kurz ein bisschen ausholen: Tana French schreibt Krimis, ja. Allerdings schreibt sie die grundsätzlich eher so, dass die eigentliche Handlung des Krimis in den Hintergrund tritt, weil es vielmehr um die Menschen in ihren Geschichten geht. Tana French hat eine Gabe, ihre Figuren psychologisch detailliert darzustellen, ihnen eine Tiefe zu geben, dabei die vielfältigsten Charaktere zu vermischen, so dass man die Bücher sehr schwer aus der Hand legen kann. Desweiteren ist ihr Schreibstil sehr poetisch, voller Farben und Gerüche, einfach wunderschön. Wer nach der Rezension noch Lust auf zwei Zitate hat, der scrollt einfach ein wenig runter. Vielleicht bekommt man so einen Eindruck, was ich zu vermitteln versuche.

Eine weitere Besonderheit der Autorin ist, dass sie jeweils ihrer Nebenfigur aus einem Roman im nachfolgenden Band die Hauptrolle zuteil werden lässt. So kommt es, dass wir im aktuellen Titel auf bekannte Figuren treffen, die im dritten Roman „Sterbenskalt“ wichtige Rollen inne hatten. Hatte Frank Mackey dort die Hauptrolle übernommen, und seine Tochter Holly und Stephen Moran waren Nebenfiguren, so ist es in diesem Roman genau umgekehrt. Ich mag diese Idee sehr gerne, dadurch bringt die Autorin sowohl frischen Wind in ihre Handlungen, lässt aber auch bekannte Figuren, die dem Leser nahe kamen, weiter agieren.

Diesen Roman, der übrigens sehr ruhig, still und anmutig ist, erzählt Tana French in zwei Handlungssträngen. Einmal die Gegenwart, in der Stephen Moran und Antoinette Conway in St. Kilda die Ermittlungen wieder aufnehmen und desweiteren in der Zeit vor dem Mordfall an Chris Harper. Der Gegenwartsstrang wird in der Ich-Perspektive aus Sicht von Stephen Moran erzählt, den Teil der Vergangenheit übernimmt ein Erzähler in der dritten Person.

Weiterhin lassen die Gespräche der Schülerinnen untereinander zur Zeit vor dem Mord, die einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt von jungen Leuten geben, einen glauben, die Autorin habe Verhaltensforschung und Psychologie studiert. Die Beschreibung, wie wichtig für die Clique rund um Holly die Freundschaft ist, dieses Gefühl der Geborgenheit, die ewig andauern soll, der Versuch niemanden dort einbrechen zu lassen, nicht einmal die Jungen, die natürlich in diesem Alter dennoch eine Rolle spielen, ist einfach genial geschrieben.

Es gäbe noch sehr viel mehr über die gegensätzliche Clique auf St. Kilda oder über das Auskommen zwischen Moran und Conway zu erzählen. Aber das würde ausarten, daher lest das Buch/die Bücher einfach selbst.

Der Scherz Verlag präsentiert alle Bücher von Tana French in neuem Design. Als Klappenbroschur mit neuen Covern. Die finde ich auch gut gelungen, allerdings ist schade, dass dieses aktuelle Werk nicht als gebundene Ausgabe erhältlich ist. Ich mag lieber Regelmäßigkeit im Bücherregal. Die deutsche Titelwahl hingegen passt dieses mal sehr gut: aus „The Secret Place“ wurde „Geheimer Ort“.

Fazit: Ein Kriminalroman, dessen poetische Sprache eine reine Wucht ist, geschrieben von einer Autorin, die es versteht die Gefühls- und Gedankenwelt (besonders der jungen) Menschen zu beschreiben, als sei sie Psychologin oder Verhaltensforscherin. Erschreckend echt und real beschreibt Tana French vor einer außergewöhnlichen Kulisse und in einer ruhigen Stimmung eine verworrene, spannende und dramatische Krimigeschichte, für die der Leser getrost sein Mittagsschläfchen ausfallen lassen wird!

© Buchwelten 2015
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 1, 2015 12:20 PM CET


Haus der Geister: Roman
Haus der Geister: Roman
von John Boyne
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und wieder ein sehr empfehlenswerter Roman von John Boyne!, 3. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Haus der Geister: Roman (Broschiert)
Man schreibt das Jahr 1867 und die 21 jährige Eliza Caine lebt gemeinsam mit ihrem Vater in London. Die beiden verstehen sich sehr gut, sind sie schon sehr lange ein Zweierteam. Als Eliza gerade 9 Jahre jung war, verstarb ihre Mutter.

Nach einem gemeinsamen Abend bei einer wunderbaren Lesung des berühmten Schriftstellers Charles Dickens verschlechtert sich die Erkältung von Elizas Vater drastisch und er verstirbt. So allein in der großen Hauptstadt möchte Eliza nicht bleiben. Eine baldige Hochzeit wird ausbleiben, denn Eliza ist keine Schönheit. Und da sie die Arbeit mit Kindern liebt – sie arbeitet als Lehrerin an einer Mädchenschule, wo sie die Kleinsten unterrichtet – überlegt sie nicht lange, als ihr die Annonce in der Zeitung ins Auge springt: Für das Anwesen Gaudlin Hall in Norfolk wird eine Gouvernante gesucht. Sie bewirbt sich schriftlich und erhält eine Zusage, ohne sich überhaupt vorgestellt zu haben. Auch wenn dies etwas seltsam scheint, begibt sich Eliza Caine nach Norfolk, um in Gaudlin Hall ihre Stellung anzutreten. Sie weiß nicht, wie viele Kinder in welchem Alter sie betreuen wird, hofft jedoch an ihrem ersten Abend von den Herrschaften des Hauses ordentlich empfangen und aufgeklärt zu werden. Doch dies geschieht nicht, sondern ihre Ankunft auf Gaudlin Hall ist der Beginn zu einer Reihe unheimlicher und auch lebensbedrohlicher Ereignisse ….

***

Wieder einmal hat John Boyne mich gefesselt, mir spannende Lesestunden mit wunderbaren Schockmomenten geliefert.

Ein Suchbegriff führt immer wieder auf meinen Blog „Warum schreibt John Boyne Kriegsbücher?“. Nun, dazu fällt mir ein: Warum nicht? Weil John Boyne einer der wenigen Schreiber ist, die sich nicht auf kein Genre festlegen (lassen), sondern immer genau das schreiben, was sie schreiben wollen. Sie erzählen die Geschichte, die sie erzählen möchten und wenn es eben ein anderes Genre bedient, als das des vorherigen Romans, dann ist das eben so.

Bekannt wurde er mit dem „Jungen im gestreiften Pyjama“, den ich persönlich nicht gelesen habe. Dann hat er eine Reihe von Kinder- und Jugendbüchern geschrieben. Ich selber habe „Das Geheimnis der Montignacs“ und erwähntes Kriegsbuch „Das späte Geständnis des Tristan Sadler“ gelesen. Und mit diesem Roman „Haus der Geister“ liefert der Autor eine Geister, Grusel- und Spukgeschichte, die im alten England in einem leicht verfallenden Gemäuer spielt und wieder einmal absolut gelungen ist. Die Stimmung bringt Boyne sehr gut rüber. Er fesselt, er schockt und überrascht immer wieder. Er lässt nicht so schnell durchblicken, um was denn nun geht in seiner Geschichte. Die Geheimnisse werden nach und nach erst aufgeklärt, was den Handlungsbogen schön straff hält. Seine Protagonistin hat einen mutigen, netten, starken Charakter, der mir sehr sympathisch war. Der Schreibstil war erneut absolut elegant und gehoben und John Boyne schafft es immer hervorragend, die Sprache der Zeit anzupassen, in der seine Geschichte spielt.

Mein Fazit: Eine sehr gute Geistergeschichte, die ich innerhalb kurzer Zeit verschlungen hatte. Eine schön schaurige Stimmung, mit tollen Schockern, guten Charakteren und einem wunderbaren Schreibstil machen diesen Roman zum Lese(grusel)ereignis!

© Buchwelten 2015


Mädchenjäger: Thriller (Mark-Heckenburg-Reihe, Band 1)
Mädchenjäger: Thriller (Mark-Heckenburg-Reihe, Band 1)
von Paul Finch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, rasant, heftiig, 1. Februar 2015
Detective Mark „Heck“ Heckenburg ist Sergant der Abteilung Serienmorde und hat die letzten zwei Jahre daran gearbeitet, die Verschwinden und wahrscheinlichen Morde an 38 Frauen aufzuklären. Alle standen mitten im Leben, hatten Familie und gute Jobs. Und sie alle verschwanden während „normalen“ Alltagsabläufen spurlos. Heck ist sicher, dass diese Fälle zusammenhängen. Seine Vorgesetzten sehen das (natürlich auch aus finanziellen Gründen) anders. Sie legen den Fall/die Fälle auf Eis, sehen ihn/sie als derzeit abschlossen. Heck ist damit alles andere als einverstanden. Offiziell lässt er sich für gute vier Wochen beurlauben, um natürlich in seiner Freizeit weiter zu ermitteln. Mit seiner Vorgesetzten Gemma Piper spricht er darüber und sie gibt ihm mehr oder weniger seinen Segen. Während Heck eine wichtige Spur verfolgt, bekommt er unerwartete Hilfe von der Schwester einer der vermissten Frauen. Lauren Wraxford, Soldatin, lässt sich nicht abwimmeln und will gemeinsam mit Heckenburg herausfinden, was mit ihrer Schwester geschah. Dies hat sie ihrer Mutter versprochen. Eine Suche beginnt, die mit jedem Teil des Puzzles, welches die beiden mühselig ineinanderfügen, immer gefährlicher wird …

***

Dies ist er der erste Roman von Paul Finch um seinen Ermittler Mark Heckenburg, den ich jedoch als zweiten lese. Denn da mir der Nachfolger „Rattenfänger“ so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt die erste Geschichte um „Heck“ lesen.

Und wie sein Nachfolger war der Roman fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Die Handlung ist sehr gut aufgebaut, der Leser rätselt und fiebert mit, blickt nicht durch, ahnt, hofft und leidet. Zwischenzeitlich sind die Szenen wirklich heftig und brutal. Also sollte man nicht so ganz zartbesaitet sein, wenn man zu diesem Thriller greift. Für mich passen diese Stellen sehr gut in die Story und werden ja auch nicht als sinnloses Gemetzel dargestellt.

Die Charaktere, die ich ja nun schon aus dem zweiten Fall kannte, habe ich hier nicht besser kennengelernt, als hätte ich diesen Teil zuerst gelesen. Das finde ich immer gut, denn sollten Leser zufällig auf den aktuellen Roman stoßen, blicken sie trotzdem durch und wissen wie die Personen zusammenhängen.

Paul Finch schreibt hoffentlich noch mehr Thriller um seinen Ermittler Mark Heckenburg, der mir mit seiner Art sehr sympathisch ist. Er überschreitet gerne mal die ein oder andere Grenze und ich finde, dass man es der Story auf jeden Fall anmerkt, dass der Autor sowohl als Polizist, als auch als Journalist gearbeitet hat. Er schreibt realistisch, spannend, fesselnd, krass aber dennoch sehr menschlich und auch gefühlvoll. Dies alles liefert Paul Finch in einem angenehmen, schön lesbaren, gut formulierten Schreibstil, der nie flach oder flapsig daherkommt.

Hier lautet der Originaltitel „Stalkers“, der viel besser zur Handlung passt, jedoch gibt in dem Fall der deutsche Titel zumindest Sinn. Ein schöner optischer Hingucker ist der knallgelbe Schnitt, im zweiten Teil ist er Orange. Gefällt mir sehr.

Mein Fazit: Für Leser, die gerne spannende, dramatische und rasante Thriller, bestückt mit krassen, heftigen Szenen, die auch blutig und brutal beschrieben werden, lesen, eine sehr sehr gute Wahl! Paul Finch liefert hier einen sehr guten Thriller, dem sein Nachfolger “Rattenfänger” in nichts nachsteht.

© Buchwelten 2015


Department 19 - Das Gefecht: Roman
Department 19 - Das Gefecht: Roman
von Will Hill
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Es nähert sich dem Finale ..., 21. Januar 2015
Noch 52 Tage bis zur Stunde Null, jenem Zeitpunkt, bis der regenierte Graf Dracula seine alte Stärke wieder komplett zurückerlangt hat. Dies ist er Tag, an dem offensichtlich der alles entscheidende Kampf zwischen Gut und Böse, Mensch und Vampiren, stattfinden wird.

Nach dem dramatischen Angriff der Vampire auf Schwarzlicht muss sich das Department 19 neu organisieren. Jamie Carpenter gehört der Sondereinheit Stunde Null an, welches derzeit damit beschäftigt ist, die weltweit ausgebrochenen Insassen aus Hochsicherheitgefängnissen zu finden, zu fangen und zu eliminieren. Die Schwerverbrecher sind nämlich nicht nur geflohene Verbrecher, sondern frisch verwandelte Vampire, die aber so schnell und stark sind, wie sie es kurz nach der Verwandlung nicht sein dürften.

Valentin Rusmanov, einer der ältesten Vampire und ehemaliger Gefährte von Dracula, der eine Zelle im Ring bei Schwarzlicht belegt, bietet seine Hilfe an, denn er ist zum Department 19 gewechselt, um gegen seinen ehemaligen Herrn und seinen Bruder zu kämpfen. Doch ihm wird nach wie vor kein Vertrauen entgegengebracht- Da hilft es auch nicht, dass bekannt wird, dass er sich gerne einmal mit seiner Zellennachbarin auf einen Tee trifft. Die ist keine geringere als Jamies Mutter, Marie Carpenter, unfreiwillige Vampirin und ebenso Bewohnerin von Schwarzlicht.

Kate Randall, Matt Browing und auch Larissa, allesamt enge Freunde von Jamie, sind mit wichtigen Aufgaben betraut, die es zu lösen und bewältigen gilt. Viel steht auf dem Spiel und sie alle geben ihr bestes …

***

Zuviel möchte ich zum Inhalt nicht erzählen, denn ich weiß ja nicht, ob die Leser dieser Rezension die ersten Teile kennen oder nicht. Falls ja, wissen sie, von was ich schreibe, falls nein, brauchen sie eben nicht mehr zu erfahren :-).

In diesem dritten Teil von Department 19 geht es wieder richtig heftig zur Sache. Die Handlung ist nichts für zarte Gemüter. Und die Altersempfehlung ab 14 ist sicherlich angebracht. Als Film hätten die heftigen Szenen der Story keine “FSK 14″ erhalten, da bin ich sicher.

Will Hill erzählt in mehreren Handlungssträngen die Geschichte um die bekannten Protagonisten und lässt es an Spannung und Dramatik nicht fehlen. Es gibt einige neue (aber bekannte) Figuren, die der Autor hier aktiv in die Handlung hat einfliessen lassen und dieser Handlungsstrag gefiel mir sehr. Wie gesagt, es fließt viel Blut, es ist stellenweise wirklich heftig brutal, weil die Fleischfetzen und andere ekelige Teile nur so fliegen. Aber trotz aller Dramatik: Es gibt auch immer wieder schöne und angenehme Ruhemomente, die den Leser zwischendurch mal Luft holen lassen.

Mir hat der dritte Teil um das Department 19 wieder so gut gefallen, dass ich mich direkt im Anschluss an die Lektüre auf der Homepage des Autors schlau gemacht habe, ob es einen weiteren (und letzten) Teil geben wird. Denn meinem Mann sagte man in der Buchhandlung, dies sei der letze. Das konnte für mich aber irgendwie nicht passen und ich wurde bestätigt. Es gibt einen letzten Teil, der im Englischen gerade erschienen ist. Titel “Zero Hour”, also “Stunde Null”. Ich weiß nicht, wann er in Deutschland erscheint, ich hoffe vielleicht noch in diesem Jahr.

Mein Fazit: Ein heftiger, spannender, dramatischer, guter dritter Teil, der mich wieder einmal sehr gefesselt hat. Will Hill entführt uns in gewohnt gutem Schreibstil erneut ins Department 19 und läßt uns an den Kämpfen gegen das Böse teilhaben. 5 von 5 Sternen vergebe ich guten Gewissens :)

© Buchwelten 2015


Abgrundtief: Odd Thomas 6 - Roman
Abgrundtief: Odd Thomas 6 - Roman
von Dean Koontz
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Odd Thomas Roman ist mal wieder sehr gelungen!, 4. Januar 2015
Das Glöckchen um Odd Thomas Hals, das er von Annamaria geschenkt bekommen hat, bimmelt. Dies bedeutet “Gefahr” und Odd weiß sofort, es ist Zeit für ihn aufzubrechen um seiner – nicht immer geliebten – Berufung zu folgen.

Schnell findet Odd heraus, dass das Böse von dem seltsam aufgetakelten Cowboy mit dem hochglanzpolierten Hightech-Truck ausgeht. Bereits bei der ersten Begegnung kommt Odd nur knapp mit dem Leben davon. Aber Odd hat eine dramatische Vision, die ihn umgehend veranlasst, die Verfolgung des Cowboys aufzunehmen. Auf seiner Reise, diesmal mit einer hinreißenden alten Lady, die eine riesige Stretchlimousine steuert, kommt Odd einer gefährlichen Sekte auf die Spur, die grausame Taten plant. Dies will Odd natürlich unbedingt verhindern …

***

An einem Grill stand der sympathische Grillkoch Odd Thomas schon lange nicht mehr. Seine Heimatstadt Pico Mundo, in der er vor 19 Monaten seine große Liebe Stormy Lewellyn verloren hat, hat er bereits vor 3 Bänden verlassen. Seitdem zieht Odd durch das Land. Angezogen von seinem Magnetismus, spürt er das Böse auf, welches er verhindern will – oder besser gesagt: muss. Mittlerweile wird Odd schon zum dritten Mal von der sonderbaren Annamaria begleitet, welche in diesem Band allerdings eher eine passive Rolle spielt.

In diesem sechsten Odd Thomas Roman hat Odd eine neue Begleitung. Eine alte Lady, Mrs. Fischer, Besitzerin einer riesigen Stretchlimousine, die gerade ihren ca. 90-jährigen Chauffeuer der Ewigkeit übergeben musste, ist dieses mal an Oddies Seite. Diese Kombination hat mir riesigen Spaß gemacht. Irgendwie war es ein Roadmovie mit dem Flair von Miss Daisy und ihr Chauffeur, wobei hier die Lady meist selber fährt. Diese alte Dame ist so fit, schlagfertig, lieb und geheimnisvoll wissend, dass sie mir – und auch Odd – umgehend ans Herz gewachsen ist. Ich bin auch eigentlich sicher, dass die Leser sie im siebten Band “Saint Odd” wieder treffen.

Odd Thomas Fans wissen, dass der nette Grillkoch die Toten sehen kann, sie ihn oft um Hilfe bitten, in den letzten Bänden aber auch oft hilfreich zur Seite standen. Im letzten Roman war es Frank Sinatra, der wunderbare Poltergeist-Einsätze hatte. Bereits am Ende des Vorgängers tauchte der “neue “Geist auf, der in diesem Teil eine große Rolle spielt. Hier komme ich dann sogleich zu Änderung/Neuheit Nr. 1. Achtung! Mögliche Spoiler-Gefahr! Der Geist (ein bekannter Filmregisseur) spricht! Odd hat das genauso überrascht wie mich, es hat die Handlung aber keineswegs ab- sondern vielmehr sehr aufgewertet. Denn das Leben des Mannes hat Dean Koontz offenbar gut recherchiert. Die zweite Änderung gegenüber den Vorgängern (Achtung! Kleine Spoiler-Gefahr!): Keine Bodachs! Bodachs sind die schwarzen fliessenden Wesen, die Odd sehen kann und die immer dann versammelt auftreten, wenn ein Unglück mit vielen Toten bevorsteht. Auch diese Seltsamkeit ist nicht nur mir, sondern auch dem Protagonisten aufgefallen.

Wie bereits im fünften Teil hat Dean Koontz physikalische Feinheiten verbaut, die mir wieder einmal sehr gut gefallen haben. Spannend, unheimlich und verwirrend fesselnd würde ich diese Stellen der Handlung beschreiben. Mir hat es gut gefallen.

Odd Thomas 4 “Meer der Finsternis” war für mich bislang der schlechteste der Reihe, der fünfte Roman “Schwarze Fluten” gefiel mir dann wieder um einiges besser und dieser sechste Teil der Reihe ist für mich der beste Odd Thomas seit den Anfängen. Ich hatte meine wahre Freude an der Lektüre, konnte es nicht erwarten weiterzulesen und diese Kombination zwischen Odd, Mrs. Fischer und besagtem Geist war einfach richtig gut gelungen!

Diesesmal präsentiert der Verlag den Roman direkt und nur als Taschenbuch, was ich etwas schade finde. Denn ich habe die bisherige Reihe als gebundene Ausgaben im Regal stehen. Hier habe ich keine Möglichkeit etwas mehr zu investieren, um meine Sammlung optisch gleichzuhalten. Schade. Allerdings fällt auf dem Cover dieses mal das hässliche Krabbeltier weg, was ich in meiner letzten Rezension noch angemäkelt habe (fast alle Koontz haben diese Insekten auf dem Buchdeckel). Das aktuelle Cover zeigt eine Wüstenstraße, einige verlassene Häuser und einen Mann, der offensichtlich Odd Thomas ist. Das wiederum gefällt mir sehr gut!

Mein Fazit: Volle Sternenzahl für den besten Odd Thomas seit langem. Fesselnd, spannend, flott und frech wie eh und je. Koontz liefert einige Änderungen, die allerdings die Story aufwerten. Der sechste Odd Thomas ist eine Mischung aus Roadmovie, Miss Daisy und ihr Chauffeur, Grusel, Horror und Mystery. Sehr gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

© Buchwelten 2015


Hamburg - Deine Morde. Jeder Mord braucht einen Täter: Harald Hansens letzter Fall
Hamburg - Deine Morde. Jeder Mord braucht einen Täter: Harald Hansens letzter Fall
von Andreas Behm
  Broschiert
Preis: EUR 13,90

5.0 von 5 Sternen Harald Hansens letzter Fall. Time to say goodbye, 17. Dezember 2014
Harald Hansen ist pensioniert, lebt endlich mit seiner Lebensgefährtin Nadja zusammen und hat die Vaterrolle für Mareike übernommen. Klingt eigentlich nach einem sehr entspannten und vorallem lang herbeigesehnten Alltag. Tja, dem ist aber ganz und gar nicht so. Hansen ist unzufrieden, ihm fehlt die Arbeit – auch wenn er das nicht einsehen will – und er wird von Tag zu Tag unerträglicher. Nadja fädelt es schlau ein, dass ein alter Kollege, Peters, dem Harald doch recht nahe stand, am Weihnachtsabend zu Besuch kommt. Er ist einer der wenigen, der Hansen direkt ins Gesicht sagen kann und darf, was er denkt. Was Harry zu hören bekommt, gefällt ihm zunächst nicht, doch er muss zugeben, dass es stimmt.

Nach einigen Tagen der Überlegung entschliesst sich Harry dafür, ein Büro anzumieten und eine Detektei zu eröffnen. Er übernimmt eigentlich nur Fälle für eine Versicherung, ermittelt hier und da in abzurechnenden Fällen nach eventuellem Versicherungsbetrug.

Als plötzlich eine schöne Unbekannte in seinem Büro auftaucht und ihn mit einer Ermittlung beauftragt, klingt dies nicht so aufwendig, sodass Hansen den Fall annimmt. Er beschattet den vermeintlichen Ehemann seiner Auftraggeberin, fertigt einige Fotos. Doch als in seinem Büro die Leiche des Journalisten Konradi aufgefunden wird, schlingt sich rasant eine böse Schlinge um Hansens Hals. Denn Hansen ist zur Tatzeit ebenfalls in seinen Büroräumen und wird umgehend verhaftet. Als er innerhalb der U-Haft Drohungen erhält, die das Leben seiner Lieben betrifft, legt er ein Geständnis ab.

Doch Harry Hansen, wäre nicht der, der er ist, wenn er nicht auf eigene Faust versuchen würde, den Fall zu lösen und seine Unschuld zu beweisen. Hierzu nimmt er nicht nur eine gefährliche Flucht in Kauf, er bringt auch andere Menschen in Gefahr. Mitunter die Mutter des Opfers, die Hansen mit Rat und Tat zur Seite steht ….

***

Als großer Fan der Harald Hansen Romane war ich natürlich sehr erfreut, dass der Autor Andreas Behm nun doch noch einen abschließenden vierten Teil um den grummeligen aber herzensguten Ermittler geschrieben hat. Behm knüpft in der Handlung an den dritten Roman an, alle Bekannten Figuren sind wieder mit dabei. Nadja, Harrys Lebensgefährtin mit ihrer Tochter, seine ehemaligen Partner und “Untergebenen” Vera Becker (bissig wie eh und jeh) und auch Thomas Bernstein (nach wie vor homosexuell und in einer glücklichen Beziehung). Schön war es alle diese Personen wiederzutreffen und sie auf ca. 220 Seiten in ihrem letzten Fall zu begleiten.

Die Grundidee der Handlung, nämlich das der ehrwürdige Harry Hansen im Ruhestand prompt unter Mordverdacht gerät, gefällt mir gut. Auch die Art, wie Hansen damit umgeht, nämlich auf eigene Faust ermittelt, seine ehemaligen Leute an seiner Seite wissend, ist sehr gut gemacht.

Der Spannungsbogen ist gut gespannt, der Schreibstil gewohnt angenehm. Die Geschichte liest sich sehr rasant und flott und ist absolut kurzweilig. Teilweise sind wieder sehr gefühlvolle Momente in der Handlung verbaut, die den rauen Harry sentimentale Züge zeigen lassen.

Insgesamt ein würdiger Abschluss für die Reihe um Harald Hansen. Ich finde es schon schade, dass es nun nichts mehr von ihm zu lesen gibt, aber Andreas Behm möchte sich in seiner Schreiberei nun einmal anderen Dingen widmen. Absolut verständlich und auch nachvollziehbar. Ich werde den Stoffel Harry Hansen dennoch vermissen aber natürlich in liebevoller Erinnerung behalten.

Mein Fazit: Ein gut gesponnener Krimi, der eine Reihe angemessen zum Abschluß bringt. Eine gute Idee für den letzten Teil, die fast so gut ist, wie die Idee zum ersten Roman war :-)

© Buchwelten 2014


Der Seidenspinner: Roman (CORMORAN STRIKE-FÄLLE, Band 2)
Der Seidenspinner: Roman (CORMORAN STRIKE-FÄLLE, Band 2)
von Robert Galbraith
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend, fesselnd, kniffelig und voller guter Details, 11. Dezember 2014
Nach dem Fall Lula Landry geht es mit der Detektei von Cormoran Strike immerhin bergauf. Er erhält lukrative Aufträge, seine Büro- und Ermittlungshelferin Robin, die ihm quasi der Himmel geschickt hat, bleibt ihm erhalten und er hat mittlerweile sogar wieder eine Wohnung, sodass er nicht mehr im Büro nächtigen muss. Die Wohnung befindet sich praktischerweise über dem Büro, nicht komfortabel, aber ausreichend und penibel in Ordnung, ganz der alte Soldat eben.

Als die Ehefrau des Autors Owen Quine Strike in seinem Büro aufsucht und um Hilfe bittet, ist sich Cormoran im Nachhinein nicht sicher, warum er den Fall überhaupt angenommen hat. Irgendwie tut ihm diese unscheinbare, mausgraue Autorengattin leid, die sich um ihren Mann sorgt, obwohl er schon mehrfach für einige Tage abgetaucht war. Diesmal sei es anders, behauptet sie. Als Strike seine Ermittlungen aufnimmt, stößt er recht schnell auf interessante und vor allem brisante Informationen. In seinem neusten Werk hat Owen Quine so ziemlich alle Bekannten, Kollegen und Geschäftspartner aufs schärfste verunglimpft. Motive, Quine zum Schweigen zu bringen, haben somit einige Personen in seinem Umfeld.

Quine wird tatsächlich brutal ermordet aufgefunden und es dauert nicht lange, bis sich die ermittelnden Polizisten auf eine Hauptverdächtige konzentrieren. Die Presse schaut den Ermittlern wie immer auf die Finger, somit müssen schnelle Ergebnisse präsentiert werden. Da hilft auch die alte Freundschaft zwischen Cormoran Strike und dem leitenden Kommissar Anstis nicht, um diesen zu überzeugen, auch in einer anderen Richtung zu suchen. Denn Strike ist sich absolut sicher, dass die Hauptverdächtige der Polizei unschuldig ist. Er setzt wieder einmal alles daran, einen vertrackten Fall zu lösen. Und erneut steht im dabei Robin Ellacot tatkräftig, mit eleganter, frischer Schläue und einer Menge gutem Gespür und Gefühl zur Seite.

***

Auch der zweite Fall um Cormoran Strike hat mir vom Anfang bis zum Schluss wieder richtig gut gefallen. Der Fall war erneut spannend, fesselnd, kniffelig und voller guter Details aufgebaut. Das Miträtseln hat Spaß gemacht, ich habe natürlich ständig irgendwelche Personen verdächtigt. Aber genau so soll es ja auch sein, bei einem guten Krimi.

Warum J.K. Rowling nach wie vor unter dem Pseudonym Robert Galbraith veröffentlicht, wo sie doch nun auch endlich für ihre Erwachsenenbücher hochgelobt wird, weiß ich nicht. Denn die Enttarnung ist ja nun schon lange vollzogen Vielleicht fühlt sie sich selbst einfach anders, wenn sie unter seinem Namen arbeitet, mag sein. Ich selbst habe die "Potters" schon sehr gerne gelesen, vor allem die letzteren und ich bin wahrscheinlich eine der wenigen Leser, denen auch der „plötzliche Todesfall“ sehr gut gefallen hat. Ein "sozialkritisches Desaster" war der Roman für mich garantiert nicht. Im Gegenteil. Aber die Meinungen gehen nun mal auseinander.

Mit Cormoran Strike hat die Autorin nicht nur eine sympathische, sondern auch eher untypische Figur erschaffen. Ein recht unschöner ehemaliger Angehöriger der Army, kriegsversehrt und unehelicher Sohn eines Superstars, der eine Unterbeinprothese trägt und, von seiner langjährigen, temperamentvollen Modelschönheit verlassen, ein eher einsames Leben lebt. Mit Robin Ellacot hat sie ein wunderbar heiteres, ehrgeiziges und liebenswertes Gegenstück erschaffen, das nicht nur Strike den Alltag erhellt. Mir machen die Passagen, in denen Robin dabei ist immer viel Freude.

Der Spiegel schreibt, dass man bei den Romanen eine Menge über Londons öffentlichen Nahverkehr lernt. :-) Stimmt, aber nicht nur das. Rowling/Galbraith hat überhaupt eine sehr gute Gabe fürs Detail. Das bezieht sich auf besuchte Orte, wie Pubs, die dem Leser als absolut urig und un-touristisch beschrieben werden. Wohngegenden und Häuser, genauso aber, wenn es um die haargenaue, grausame Beschreibung des ermordeten Autoren geht. Das ist nicht seicht, sondern blutig und krass.

Mein Fazit: 5 Sterne für den zweiten Fall von Cormoran Strike, dem hoffentlich noch eine Menge folgen werden. Ein spannender und nicht absehbar aufgebauter Kriminalfall, der nicht durch ein klassisches Ermittlerteam, sondern durch einen eher Anti-Mainstream-Helden mit einer aufgeweckten Schreibkraft an seiner Seite bearbeitet wird. Sehr gute Charaktere agieren in einer realen Umgebung, die den Leser mitten drin sein lassen. Hier gebe ich gerne ein weiteres Mal eine Leseempfehlung.

© Buchwelten 2014


Rattenfänger: Thriller (Mark-Heckenburg-Reihe, Band 2)
Rattenfänger: Thriller (Mark-Heckenburg-Reihe, Band 2)
von Paul Finch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut fesselnd und ausgestattet mit sehr guten, angenehmen Charakteren!, 1. Dezember 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Mark „Heck“ Heckenburg steht vor einer Herausforderung als eine Mordserie beginnt, die an Grausamkeit kaum zu übertreffen ist:

Am Weihnachtsfeiertag wird ein toter Mann aufgefunden, ein junges Paar ermordet – oder eher hingerichtet – am Valentinstag, der nächste Mord geschieht an Ostern. Gibt es hier einen Zusammenhang? Da die Morde an Feiertagen verübt wurden, liegt die Vermutung eines religiösen Fanatikers nahe. Keine einfache Aufgabe für das Dezernat für Serienverbrechen. Plötzlich scheint eine DNA Spur der entscheidende Hinweis zu sein. Doch Heck glaubt nicht an solch eine einfache Lösung. Dafür sind die Morde viel zu ausgeklügelt und perfekt arrangiert. Heck findet die Spur viel interessanter, die er in einem nie veröffentlichten Manuskript findet. Denn hier sind die verübten Morde relativ detailgetreu niedergeschrieben …

***

„Rattenfänger“ ist nach „Mädchenjäger“ der zweite Fall um Detektive Mark Heckenburg. Gleich vorweg, den ersten Teil kenne ich nicht, dennoch habe ich mir diesen Thriller ausgesucht, weil er mich sehr angesprochen und neugierig gemacht hat. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Paul Finch hat hier einen sehr guten, spannenden, fundierten Thriller geliefert, der mich vom Anfang bis zum Ende gefesselt hat. Der Spannungsbogen ist sehr gut gespannt, der Schreibstil absolut gut und angenehm. Die Figuren sind mir sehr sympathisch, allen voran der Ermittler Mark „Heck“ Heckenburg, in dem nach eigener Aussage des Autors eine Menge Charaktereigenschaften seines Vaters zu finden sind. Dies hat der sehr sympathische Autor in seinem ausführlichen Nachwort beschrieben. Sein Vater war selbst Autor und Drehbuchautor. Paul Finch selbst hat allerdings viele Jahre als Polizist und Journalist gearbeitet, weshalb er die Einblicke in beide Arbeitsbereiche wahrscheinlich so glaubhaft und real rüberbringen kann.

Finch schreibt nicht seicht, die Morde sind blutig, heftig und sehr detailliert beschrieben. Allerdings nicht reißerisch oder übertrieben. Er beschreibt nicht nur die grausamen Anblicke von Tatorten und deren Fotos, sondern auch die unmittelbaren Reaktionen darauf durch die beteiligten Kollegen sehr gut und glaubhaft. Immer wieder nimmt die Handlung neue Wendungen an, die den Handlungsbogen straff halten.

Was ich auch positiv hervorheben möchte, sind die diversen Verfolgungsjagden, die der Autor so real und rasant geschrieben hat, dass ich meinte, ich schaue einen Film und lese kein Buch. Ich habe mich dabei erwischt, dass ich mein Lesetempo an das der jeweiligen Verfolgungsszene angepasst habe. Als würde die Figur schneller rennen können, wenn ich schneller lese. Ich denke, man versteht was ich meine. So etwas geschieht mir nicht oft.

Der Roman, der im Original „Sacrifice“ (Opfer) heißt, ist für mich nicht so passend ins Deutsche übersetzt, aber nun gut, dass erlebt man leider öfter. Anstatt man einfach den englischen Titel beibehält, wird ein deutscher gesucht, der nichts mehr mit der Handlung zu tun hat. Aber immer noch besser, als ein deutscher Titel, der auch englisch ist und trotzdem „übersetzt“ wurde :) Gibt es ja alles. Sehr schön und ausgefallen ist der Schnitt, den der Verlag in knalligem Orange hat das Buch zieren lassen. Auch wenn es ab und zu ein bisschen bröselt, es ist ein toller Hingucker.

Mein Fazit: Ein erstklassiger Thriller, der rasant, ausgeklügelt, dramatisch und oft auch sehr brutal ist. Absolut fesselnd und ausgestattet mit sehr guten, angenehmen Charakteren macht er Lust auf mehr. Mir zunächst einmal auf den ersten Roman „Mädchenjäger“.

© Buchwelten 2014


8x4 Deodorant Heavenly, aluminiumfrei, 6er Pack (6 x 150 ml)
8x4 Deodorant Heavenly, aluminiumfrei, 6er Pack (6 x 150 ml)

4.0 von 5 Sternen Aluminiumfreies Deo mit schönem Duft, 27. November 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Nach dem mir der rote Duft von 8 x 4 Modern Charme schon sehr gut gefallen hat, habe ich nun eine weitere Sorte, nämlich Heavenly, getestet.

Aluminiumfrei ist auch dieser, was natürlich an sich schon mal sehr positiv ist. Der Preis ist mit 11,90 für 6 Dosen Deo auch sehr günstig (etwa 1,98/St.). Zudem man mit einer Dose schon recht lange auskommt. Da hat man nach der Lieferung eine ganze Weile ausgesorgt.

Der Duft gefällt mir auch hier wieder sehr gut, sehr fruchtig, blumig und leicht süß. Daher ist es für mich ein schöner Herbst/Winterduft (wobei ich da eigentlich nur bei Parfums drauf achte). Ich mag ihn sehr. Nicht aufdringlich und nicht zu lasch. Der Schutz hält lange an und auch hier hat bei mir der Anti-Rückstände Test bestanden.

Was ich auch wieder positiv werten möchte, ist, dass der Zerstäuber sehr fein sprüht und ich keinen Hustenreiz o.ä. beim Auftragen bekomme.

Allerdings brennt auch dieses Deo beim Auftragen direkt nach der Rasur ein bisschen. Das ist etwas unangenehm. Ja, ich habe auch hier den Mindestabstand eingehalten.


Chicco 04079315700000 Sportwagen Multiway Evo
Chicco 04079315700000 Sportwagen Multiway Evo
Preis: EUR 141,41

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein guter Buggy mit kleinem "aber", 27. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Chicco Sportwagen Multiway Evo (Babyartikel)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Nachdem mein Nachzügler nun 9 Monate alt ist, war die Zeit für einen Buggy gekommen. Ist man in den ersten Monaten doch sehr auf Liegekomfort für das Baby bedacht, so möchte man dann ab der Zeit, wo die Kinder eher sitzend im Kinderwagen befördert werden, so langsam aber sicher etwas weniger sperriges „fahren“. So ist es zumindest bei mir, denn irgendwann möchte man nicht mehr den riesigen Kinderwagen in den PKW wuchten, sondern einen fahrbaren Untersatz, den man mit einem Handgriff zusammenlegen kann, der platzsparender ist und sich auch etwas leichter fahren lässt.

Ich kenne bereits einige Buggys. Bei Kind No.1 und 2. war es ein Herlag, beim dritten ein Teutonia (der meines Wissens immer als der Rolls Royce der Kinderwagen betitelt wurde) und dieses mal ist es ein Chicco, für mich also eine Premiere.

Fangen wir an mit dem Zusammenbau. Der Buggy wird fast fertig geliefert, lediglich die Bereifung ist noch zu befestigen. Vorne zwei Schwenkräder und hinten doppelte, normale Räder. Alle vier waren kinderleicht anzubringen, ich habe sie selber aufgesteckt und festgedrückt. Damit war das bereits erledigt. Das Verdeck wird an den Rahmen geklemmt und hier war ich erst ein wenig enttäuscht, wirkte es für mich sehr wackelig. Doch nach dem Studium der sehr guten Bedienungsanleitung (gute Bebilderung und ein knapper Text dazu einige Seiten weiter), habe ich gesehen, dass ich es nicht korrekt angebracht hatte. Als das korrigiert war, saß das Verdeck auch fester.

Sehr positiv finde ich auch, dass ein passender Fußsack sowie ein Regenschutz mitgeliefert werden. Der Fußsack wird einfach vorn über die Fußstütze gestreift und dann mit einem Gummiband-Knopf-Verschluss seitlich über dem Sicherheitsbügel befestigt. Ich hoffe, diese Verschlusstechnik erweist sich als haltbar. Das alles sitzt sehr stramm, sodass ich befürchte, dass der Gummiband evtl. schnell reißt. Ich möchte es aber nicht hoffen. Prima ist, dass ich meinen Kleinen problemlos hineinsetzen und herausheben kann, auch wenn der Fußsack angebracht ist und sogar der Sicherheitsbügel geschlossen. Der Bügel ist übrigens nicht starr, sondern beweglich, sodass er nicht entfernt werden muss, wenn man den Buggy zusammenlegt. Auch der Regenschutz lässt sich sehr einfach befestigen und schließt rundherum ab. Auch der Fußsack ist vor Regen geschützt.

Die Sitzfläche ist einfach in verschiedenen Varianten verstellbar, sodass auch ein Schläfchen unterwegs sicher sehr gemütlich für das Baby/Kind ist. Allerdings ist die Lehne nicht komplett horizontal einstellbar, sodass ich jetzt kein Neugeborenes in den Buggy legen würde, auch wenn er ab 0 Monate ausgelegt sein soll. Die Gurte zur Sicherung der Kleinen sind gut verstellbar und leicht zu bedienen. Reflektoren sollen den Buggy auch im Dunklen gut sichtbar machen.

Der Einkaufskorb unter dem Sitz ist sicher praktisch, aber viel kleiner als der vorherige an meinem Kinderwagen. Ich denke hier muss man sich ein wenig einschränken und gewöhnen. Aber nun gut, meine „alten“ Buggys hatten gar keinen :)

Das Zusammenklappen des Buggys geht auch sehr einfach und ist mit zwei Handgriffen erledigt. Ist er zusammengelegt, gibt es eine Sicherung, die ein Aufklappen beim Anheben verhindert. Auch das Auseiknanderklappen ist sehr angenehm. Sperre lösen, Griffe zu sich ziehen, auf die Trittfläche treten, durchdrücken, fertig.

Nun komme ich zum einzigen Nachteil, den ich feststellen konnte. Der Buggy ist sehr angenehm zu steuern, sehr wendig in den Kurven, was ich natürlich sehr genieße, nachdem ich den Kinderwagen vorher in den Kurven immer anheben und drehen musste. Ich habe einen Kombikinderwagen mit Luftbereifung gefahren, was natürlich komfortabel und vor allem leise ist. Ich empfinde den Buggy dagegen als sehr laut. Wenn ich auf ganz normalen Gehwegen, mit typischer Pflasterung fahre, macht er keinen Krach. Wenn ich jedoch über eine etwas gröbere Pflasterung fahre, wie sie hier bei uns auf dem Land in den Spielstraßen und auf den Gehwegen eher normal ist, machen wir nun ganz schön Lärm. Es hört sich in etwa so an, wie ein Bobbycar auf Fliesenboden ohne Flüsterbereifung. Ich rede hier nicht von Kopfsteinpflaster, sondern von diesen groben Pflastersteinen mit den drei Nasen (ich hoffe, man versteht mich...). Dieser Krach stört mich schon sehr. Also spät abends oder früh morgens würde ich wahrscheinlich die Nachbarschaft wecken.

Das ist aber mein einziger festgestellter Nachteil. Ansonsten bin ich begeistert. Der Buggy sieht in seinem schlichten Rot sehr gut aus, lässt sich sehr einfach und gut handhaben, ist gut verarbeitet und bietet mitgeliefertes Zubehör.


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