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Rezensionen verfasst von
Peggy "Hexe" (Berlin)

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Vertikal (Ltd.)
Vertikal (Ltd.)
Preis: EUR 17,13

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen At the edge, looking up, 27. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Vertikal (Ltd.) (Audio CD)
Nach fünf Jahren schmeißen uns Cult of Luna mit "Vertikal" einen auf den ersten Blick schier unverdaulichen Brocken vor die Füße – ein durchweg kühl und düster wirkendes Gesamtkunstwerk, thematisch angelehnt an Fritz Langs Kultfilm "Metropolis", die vertonte Entmenschlichung im Maschinenzeitalter.

Abwechslungsreich führen sie uns durch ihre finsteren Versionen. Monotone, in Trance versetzende Riffs in einer scheinbaren Endlosschleife gefangen gehören seit jeher zu CoL, doch selten wurden sie fesselnder zelebriert als bei "Vicarious Redemption" und "In awe of". Feine Clear-Parts wie in "Mute Departure" und im abschließenden "Passing Through" schweben förmlich über unheildrohendem Sound. Es finden sich mehr elektronische Spielereien, als man von ihnen gewohnt ist, doch sind sie immer dem Thema angemessen, fügen sich perfekt in den Kontext ein oder bilden wie "Disharmonia" eine Brücke.

Hörerlebnisse gibt es viele und je öfter man sich diesem musikalischen Brocken hingibt, desto mehr Glanzpunkte entdeckt man zwischen den grauen Nebelschleiern. "Vertikal" ist ein perfekt gelungenes, in sich stimmendes, packendes Album der Schweden, mehr gibt es nicht zu sagen.


Honour Found in Decay
Honour Found in Decay
Preis: EUR 15,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Scrape the black tar from your past life, 21. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Honour Found in Decay (Audio CD)
Mit "Honor Found In Decay" haben Neurosis ohne Zweifel ein schweres Geschütz aufgefahren, ballern und knüppeln stellenweise alles nieder, was sich ihnen dummerweise in den Weg stellen will, und wissen auch wieder mit ihren düsteren, doomig-schleppenden Passagen zu überzeugen, aber leider nicht durchgängig.

Eindringlichstes Beispiel dafür ist "My Heart for Deliverance", so ein typischer, überlanger Neurosis-Song, der eigentlich alle Zutaten hat, die man von der Band gewohnt ist und für die man sie liebt. Doch er überrascht und fesselt mich nicht. Vom ersten Hören an hatte ich das vage Gefühl das schon besser gehört zu haben.

Letztlich sind es die beiden grandiosen Trommel-Feuerwerke "Bleeding Pigs" und "All Is Found … In Time" die das Album unvergleichlich machen. Sie fräsen sich unaufhaltsam ins Hirn ein und lassen einen nicht mehr los. Und gerade weil sie einen so dermaßen packen, lässt einen das Album an anderer Stelle etwas ratlos zurück.

Dass das Jammern auf hohem Niveau ist, sollte klar sein. "Honor Found in Decay" ist alles in allem ein hervorragendes Album geworden, das ich nicht nur Fans ans Herz lege. Vielleicht tut man der Band auch mit seiner eigenen übersteigerten Erwartungshaltung Unrecht.
Das kommt davon, wenn man die Messlatte selbst so hoch gelegt hat...


Fear of a Unique Identity
Fear of a Unique Identity
Wird angeboten von Prophecy Productions
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen A shining light in a concrete world, 21. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Fear of a Unique Identity (Audio CD)
Es gibt so Bands die sich, aus welchen Gründen auch immer, jahrelang vor einem versteckt gehalten haben. So ging es mir bis vor kurzem mit Antimatter, obwohl ich seit Jahren einen Faible für Anathema habe. Um so begeisterter bin ich nun schon seit Wochen über diese "Neu"-Entdeckung, und besonders über "Fear of A Unique Identity".

Man hat das Gefühl die Platte besteht von Anfang an nur aus Highlights: Der Ohrwurm-Einsteiger "Paranova" etwa, oder "Monochrome", das einen anfänglich stark an Paradise Lost erinnert, was dem Hörgenuss aber keinen Abbruch tut, sowie meinem erklärten Lieblingssong des Albums "Fear of A Unique Identity", das oft auf Dauerrotation läuft, weil es einem so schön die Gänsehaut den Rücken rauf und runter jagt.

Antimatter präsentieren fein abgestimmte Düstermusik, die den Zuhörer einfängt, mitnimmt und nicht so schnell wieder loslässt. Großen Anteil daran hat ohne Zweifel Sänger Mick Moss. Seine angenehm traurige Stimme zieht einen sachte in diesen melancholischen Strudel aus Hoffnungslosigkeit und Wehmut, der einem das Herz schwer werden lässt und doch gleichzeitig so schön klingt.

"Fear of A Unique Identity" ist die perfekte Begleitmusik zum noch nicht enden wollenden Winter.


Shrine of the New Generation Slaves
Shrine of the New Generation Slaves
Preis: EUR 17,98

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen We made a promise to one another, 21. Januar 2013
Nachdem Porcupine Tree scheinbar im Auflösen begriffen ist fällt nun Riverside der Status als die wegweisende Größe in Sachen Prog-Rock zu. Und als wäre es die einfachste Aufgabe der Welt spielt sich der flotte Vierer geradezu mühelos in die nicht gerade kleinen Fußstapfen der Briten.

SONGS orientiert sich zwar eher an den Frühwerken denn an ADHD, aber kopiert ist hier gar nichts. Das Album klingt von vorne bis hinten so ausgereift, abwechslungsreich und mitreißend, dass man nur staunen kann. Mal wieder. Die ausgekoppelte Single "Celebrity Touch" steht nicht wirklich stellvertretend für den Rest, eher zieht sich stellenweise so eine rührend jazzige Grundstimmung durch das Album, besonders bei "Feel like Falling" und "Escalator Shrine" zu hören.

Dass Mariusz Duda ein Melancholiker ist, weiß man nicht erst seit heute, doch selten hatte der Ausnahmesänger und Bassist einen so am Schlaffitchen wie beim bittersüßen "The Depth of Self-Delusion", dem grandiosen "We Got Used To Us" und schon erwähntem "Feel like Falling". Diese Seite war einem mehr aus seinem Lunatic Soul Projekt vertraut. Herz- und Gefühlsmusik per excellence.

Da der Ideenreichtum von Duda und Co. schier unerschöpflich scheint sind weitere Großtaten im Stile von SONGS in den nächsten Jahren nicht ausgeschlossen. Wer hätte gedacht, dass das ultimative Zentrum des Prog-Rocks anno 2013 in Warschau liegt.

Viel schöner kann ein neues Musikjahr nicht beginnen...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 26, 2013 9:06 AM MEST


Long Distance Calling
Long Distance Calling
Preis: EUR 16,11

4.0 von 5 Sternen Mogwai meets Metal? Irgendwas Gutes dazwischen ..., 21. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Long Distance Calling (Audio CD)
Im Gegensatz zu anderen Bands die im Laufe der letzten Zeit eher ruhigere Töne anschlugen - Pain of Salvation und Opeth z.B. - legen die Jungs von Long Distance Calling auf ihrem Drittling einen deutlichen Zahn zu. Wie immer Geschmackssache wird's einigen gefallen, anderen nicht. Da ich dieses Album im Gegensatz zu den beiden Vorgängern sehr oft höre und keine Ermüdungserscheinungen dabei feststelle muss es mir wohl gefallen...

Überraschend schon der Anfang. Into the Black Wide Open eröffnet das Album fast schon ein wenig industrial-like, entwickelt sich aber schnell zu einer richtigen kleinen Progoper. Für mich eines der Highlights des Albums. Arecibo klingt dann wirklich eher nach Post-Metal als -Rock, gefällt mir durchweg gut, da sehr abwechslungsreich. Einen nahezu stilechten knackigen Rocksong legen die Deutschen mit Middleville hin, mit Armored Saint-Frontmann John Bush als Gastsänger bildet der Songs zwar nicht den Höhepunkt des Albums, hebt sich aber durch dieses Gesangspart im ansonsten rein instrumental gehaltenen Stil ab. Das ist einfach spannend, auch wenn es diesen 'Stimmenausflug' mit Jonas Renkse (Katatonia) schon auf dem Vorgänger gab.

Diese Brüche in den Songs, die gefallen mir, überraschend zum Beispiel auch dieser lässig, jazzige Mittelteil in Timebends. Das ist kein Postrock in seiner, ich sag mal, reinsten Form mehr, dafür ist stimmumgsmäßig einfach zu viel los. Es ist aber beileibe auch kein Metalalbum geworden, dafür toben die Jungs durch zu viele verschiedene Stile, loten alles mögliche aus, was Gitarrenmusik so zu bieten hat. Ich würde es eine feine, rockorientierte Crossover-Scheibe nennen, der ich vier Sternchen gebe, da ich das sichere Gefühl habe, dass da noch ne Menge Luft nach oben ist.


Major/Minor
Major/Minor
Preis: EUR 18,52

5.0 von 5 Sternen There must be so much more than we can see ..., 20. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Major/Minor (Audio CD)
Die Chamäleons sind zurück...von Post-Punk zu Post-Hardcore zu Alternative zu experimentell zu Rock, was Thrice in den letzten Jahren für Wendungen hingelegt hat weiß jeder, der diesen Weg mit ihnen ging. Das Erstaunliche daran ist, dass diese Band trotzdem nie an Qualität eingebüßt hat. Das kann man auch getrost nach dem siebten Streich der Kalifornier vermelden...

Sie knüpfen mit Major/Minor zwar an Beggars an, ein Abklatsch des Vorgängers ist es aber in keiner Sekunde. Härter und vor allem druckvoller kommt das Album daher... leise und verträumte Momente, wie sie noch auf Beggars hervorblitzten, sucht man hier vergebens. Träumen kann man bei Thrice zwar immer noch, nur ist bei dieser Musik im Kopf entschieden mehr los...

Major/Minor bezieht seine Stärke wieder einmal daraus, dass es einfach hervorragend konzipiert ist - textlich intelligent, kompositorisch mitreißend und beides so klug und professionell aufeinander abgestimmt, dass jeder einzelne Song eine sehr eigene, wiedererkennbare Individualität erhält. Keiner klingt hier auch nur ähnlich wie der andere. Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.

Die Band hat angekündigt, aus privaten Gründen eine längere Pause einlegen zu wollen. Vor diesem zeitweisen Abschied schenken uns die Jungs aber noch dieses fabelhafte Album ...


Grace for Drowning
Grace for Drowning
Preis: EUR 7,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I could take you out and study you every day ..., 20. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Grace for Drowning (Audio CD)
Klang das letzte Porcupine-Tree-Album irgendwie zerfleddert und das erste Solo-Werk eher etwas kühl und abweisend, so stimmt auf Grace for Drowning endlich mal wieder alles. All die Tugenden, die Steven Wilsons Werke seit über zwanzig Jahren ausmachen, manifestieren sich in diesem fast anderthalb Stunden dauernden Gesamtkunstwerk. Dieses Album ist groß, im wahrsten Sinne des Wortes...

Üppig, ja stellenweise überbordend an Ideenreichtum, reiht Wilson Songs aneinander, die nach erstem Höreindruck gar nicht so recht zueinander passen dürften, aber sie tun es, denn dieses Mal hat er das geschafft, was ihm auf The Incident nicht gelungen ist, dass nämlich diese kleinen, kurzen Zwischenhappen ala Raider Prelude, Belle de Jour oder auch der Titelsong Grace of Drowning (als Opener) ins Konzept passen. Diesmal klingt nichts zerfleddert, alles gehört zueinander und bildet eine kompakte Einheit.

Mit Postcard, Deform to Form a Star und Like Dust I have cleared from my Eye präsentiert Steven Wilson drei wundervolle Balladen. No Part of Me beginnt auch als solche, entwickelt sich aber in der Folgezeit zu einem leicht schräg klingenden, scheppernden, jazzigen Progsong, den ich zu meinen absoluten Lieblingen auf der Platte zähle, neben Remainder the Black Dog, ähnlich ruhig beginnend, mit jazzigem Mittelteil und vielen proggigen Elementen. Auch das stellenweise so minimalistisch anmutende Index ist für mich so ein Dauerrotierer, der vielleicht "coolste" Song auf dem Album.
Und dann ist da noch Raider II...

Das schon viel besprochene, über zwanzigminütige Raider II ist wahrlich ein Brocken von Song, der aber eine atemberaubende Stimmung und Spannung erzeugt. Wilson spielt geschickt mit dem Unerwarteten, verwebt verschiedene Genre ineinander, umeinander und wieder auseinander, ist jedoch intelligent genug, es nicht zu übertreiben. Herausgekommen ist etwas, das irgendwie alles ist: Mal Prog-, mal Rocksong, Pop mit Artrock-Elementen, Ballade, Metalcore, Jazzsession, Kammerkonzert ... Ein wuchtig wirkender, hoch experimenteller, aber nicht kopflastiger Soundtrack im allerbesten Sinne, der mich komplett gefesselt und überzeugt hat.

Das klingt jetzt alles furchtbar schwer, vor allem schwer verdaulich, ist es aber gar nicht. Ich finde Grace of Drowning sogar sehr zugänglich, viel zugänglicher als Insurgentes. Der hervorragende Aufbau des Albums sorgt dafür, dass man eben nicht hinten heraus erschlagen wird, sondern es bereitet einen behutsam vor, macht einen neugierig und erfüllt schlussendlich alle Erwartungen, ohne dass es auch nur eine Sekunde vorhersehbar war. Was, wenn nicht das, macht ein großes Album aus...


Mylo Xyloto
Mylo Xyloto
Preis: EUR 6,66

18 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen This could be paradise...but it isn't..., 20. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Mylo Xyloto (Audio CD)
Nein, nein, nein, aus und vorbei...Coldplay sind endgültig tot. Ja, ja, Schande über mich, ein weiterer dümmlicher Verriss...mir wurscht...das was da aus den Boxen blubbert ist unerträglich. Da stümpert nur noch die schlechte Kopie einer mal richtig guten Band vor sich hin. Und kommt mir bloß keiner mit "Weiterentwicklung". Das ist ein ganz, ganz tiefer Fall in den Pop-Schmonzetten-Sumpf. Gegen Pop als solches ist gar nichts einzuwenden, auch die Editors haben sich teilweise in diese Richtung orientiert, aber auf eine durchaus spannende, intelligente, eigenständige Art.

Das alles gelingt Coldplay nun überhaupt nicht. Guckten auf Viva la Vida wenigstens noch ein paar Haarstoppel raus (Titelsong, Cemeteries of London, Lost!), sind sie nun komplett im süßlich-seichten Schmodder versunken. Wenn der bescheuerte Rihanna-Song nur ein Ausrutscher auf der Platte gewesen wäre - Schwamm drüber, doch das blöde Ding passt da perfekt rein ... und das soll schon was heißen. Glückwunsch an alle, denen die Platte Spaß macht (ironiefrei), aber für mich ist sie leider unhörbar...

Ich gehe A Rush of Blood to the Head hören und schwenke zu Clocks einsam mein Feuerzeug ... als Mahnwache...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2012 9:15 PM MEST


Heritage
Heritage
Wird angeboten von hifi-media-store
Preis: EUR 13,95

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen And you will see what you mean to me ..., 20. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Heritage (Audio CD)
Es steht Opeth auf dem Album drauf und es ist auch Opeth drin, nur eben nicht Opeth, wie sie sich viele wünschen. Das ist aber ein Problem der Hörerschaft und nicht der Band. Blindkäufe nun nicht mehr möglich? Gut so, das heißt nämlich, dass sich Akerfeldt und Co. möglicherweise in eine Richtung entwickeln, in der sie nicht mehr so leicht auszurechnen sind. Im besten Sinne kann das nur spannend sein...

Ist Heritage nun spannend geworden? Ja, im großen und ganzen schon. Die Spannung bezieht sich vor allem auf den Blick hinter den Metal-Vorhang, den uns die Band hier gewährt, und das klingt ganz und gar nicht langweilig. Gediegen, stellenweise fast elegant präsentiert sich die Band. Heritage verbreitet eine angenehme Stimmung, bei der man nicht headbangen muss, sondern sich einfach mal zurückfallen lassen kann.

Ich mag die Songs und die Atmosphäre die sie erzeugen. Es wird nicht mein Lieblingsalbum von Opeth werden und ich halte es auch nicht für ihr bestes, das haben sie mit Blackwater Park schon ein für alle mal abgeliefert, aber es gehört für mich genauso ins Gesamtwerk der Schweden wie alle anderen auch. Und nun bin ich wirklich gespannt, wie ihre nächste Platte klingen wird...


Salvation
Salvation
Preis: EUR 20,93

5.0 von 5 Sternen This time they know we all fall into the rhythm so slow ..., 20. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Salvation (Audio CD)
Ich bin kein Fan der ersten Stunde, ich habe den Mondkult quasi von hinten aufgerollt. Meine erste Begegnung mit Cult of Luna war 2009, hatte mir damals aufgrund einiger Kritiken und Songproben im Internet sowie der Tatsache gerade Bands wie Isis, Neurosis, Pelican u.ä. für mich zu entdecken Eternal Kingdom zugelegt. Fazit: Eine Band die sich etwas wie Owlwood und Ghost Trail aus den Ärmeln schütteln, schreien, prügeln und gleichzeitig streicheln kann muss man sich komplett erarbeiten, da muss alles her.
Gute Entscheidung...

... denn so kam ich zu Salvation. Hatte mich schon Eternal Kingdom begeistert, so haute mich Salvation total aus den Socken. Aber nicht aufgrund besonderer Härte, sondern wegen der Wirkung die es auf mich hatte. Ein Album mit einem Song wie Echoes zu beginnen ist mutig. Ungeduldige schleudern es vielleicht nach zwei Minuten in die Ecke ... aber die hätten es dann auch nicht verdient. Es beginnt mit einem ziemlich langen, sehr ruhigen Intro und entwickelt sich erst langsam, wird in der Mitte zu einem wahren Monumental und klingt hinten heraus wieder sanfter aus. Dagegen gibt z. B. ein Leave me here sofort was auf die Zwölf.

Growls gut oder böse? Weder noch, sie passen einfach. Klas Rydberg schafft es hervorragend, eine manchmal schon abgrundtiefe Verzweiflung zu transportieren, die sich einen beim Hören krallt und einfach nicht mehr loslassen will. Für sich allein würden die Songs diese Intensität wohl nicht erreichen. Stimme bedeutet insbesondere bei CoL auch Stimmung. Sie können auch clean, zu hören am Ende von Crossing over, aber nur mit cleanem Gesang könnte ich mir das Ganze nicht so recht vorstellen.

Die besondere Stärke des Albums liegt in dessen Differenziertheit. Was sie mit ihren Instrumenten (einschließlich Vocals) erschaffen, geht über das übliche laut/leise-Schema hinaus. Selbst wenn sie anscheinend ein akustisches Donnerwetter vom Stapel lassen wirkt auf mich alles irgendwie zart und zerbrechlich, das empfinde ich besonders bei Vague Illusions und Adrift, und natürlich beim schon genannten Echoes. Das ist einfach brillant gemacht. Natürlich gibt es das auch auf Somewhere Along the Highway und Eternal Kingdom zu hören...
... aber nicht so am Schlafittchen packend, nicht so gnadenlos gut!


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