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Persönliches Profil

Beiträge von Christian Kraus
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Rezensionen verfasst von
Christian Kraus "Unternehmensberater in der Medien- und Kulturbranche" (Berlin)
(REAL NAME)   

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Die digitale Revolution der Musik: Eine Musikphilosophie (edition neue zeitschrift für musik)
Die digitale Revolution der Musik: Eine Musikphilosophie (edition neue zeitschrift für musik)
von Harry Lehmann
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 2012 erschienen, aber schon jetzt ein Standardwerk, 7. Dezember 2013
Harry Lehmanns Buch ist ein Muss für jeden, der sich für Neue Musik und Ästhetik interessiert. Ihm gelingt dabei etwas, das in Deutschland ganz selten ist: er betreibt große, ambitionierte Musikphilosophie in der Tradition eines Adorno — und dennoch ist sein Buch gut lesbar, ja spannend, als käme Lehmann aus England oder Frankreich. Kein Wunder, dass das Buch schon jetzt in der Szene intensiv diskutiert und rezipiert wird.

Eigentlich ist „Die digitale Revolution der Musik“ zwei Bücher in einem:

(1) Ein Analyse, wie sich die Herstellungsbedingungen von Musik ändern im Zuge der Digitalisierung. Anders gesagt: wie ändern sich die Bedingungen für Komponisten, Musikverlage und aufführende Künstler, wenn Musik auf dem Computer komponiert und gehört werden kann, und wenn Neue Musik auch problemlos über das Internet verbreitet werden kann? Welche alten Strukturen fallen hier weg und welche neuen Chancen eröffnen sich?

Lehmann argumentiert hier enorm spannend und innovativ. Entsprechend entrüstet waren bereits die Reaktionen mancher traditionell orientierter Vertreter der Neue Musik-Szene. Sicherlich sind viele seiner Thesen gewagt, manchmal auch abwegig und auf die Spitze getrieben. Aber das ist bei so einem Thema auch nicht anders zu erwarten — und macht das Buch eben erst richtig spannend.

(2) Eine ästhetische Theorie der Neuen Musik im Zeichen dieser Digitalisierung. Hier wird es noch spannender, denn Lehmann versucht, was seit Adorno (in seinem Vortrag „Vers une musique informelle“ von 1961) niemand gewagt hat: nämlich die zeitgenössische Musik nicht nur zu beschreiben, sondern ihr auch Vorschläge zu machen, wie sich sich weiterentwickeln könnte.

Beide Elemente des Buchs sind äußerst lesenswert, gut lesbar und mit vielen interessanten Beispielen illustriert.


Der digitale Tsunami: Das Innovators Dilemma der traditionellen Medienunternehmen oder wie Google, Amazon, Apple & Co. den Medienmarkt auf den Kopf stellen
Der digitale Tsunami: Das Innovators Dilemma der traditionellen Medienunternehmen oder wie Google, Amazon, Apple & Co. den Medienmarkt auf den Kopf stellen
von Nicolas Clasen
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Weckruf für die deutsche Medienbranche, 7. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch von Nicolas Clasen ist ein Weckruf für deutsche Medienbranche, ein Muss für jeden, der sich mit traditionellen und digitalen Medien beschäftigt.

Eindringlich beschreibt er, wie das traditionelle Geschäft von Verlage und Fernsehsendern durch die Digitalisierung der Medienwelt transformiert und bedroht wird. Er analysiert die Mittel, mit denen insbesondere US-Giganten wie Google, Facebook und Amazon vorgehen, um den etablierten Medienunternehmen die Kunden und Werbegelder zu entreißen. Und er macht ganz konkrete und sinnvolle Vorschläge, wie sich die deutsche Industrie aufstellen muss, um hier in Zukunft mitzuhalten.

Das Buch ist gut strukturiert, einfach lesbar und sehr kompetent geschrieben. Clasen gebraucht viel Fachjargon -- aber nicht, um den Leser zu verwirren, sondern um ihm bzw. ihr genau diese Fachbegriffe zu erläutern. Damit werden auch komplexere Zusammenhänge gut verständlich -- eine bessere Einführung in das Dickicht des Online-Werbe- und Technologiegeschäfts (Stichworte wie Ad Networks, Real-Time-Bidding, Data Management Platforms etc. etc.) habe ich auf Deutsch noch nicht gesehen.

Und das Buch eignet sich damit auch hervorragend als Einführung für Studenten oder Berufseinsteiger in der Medienindustrie. Äußerst empfehlenswert.


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