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Rezensionen verfasst von
gemihaus "gemi-b" (Berlin, Schöneberg)

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Jonas Kaufmann - It's Me
Jonas Kaufmann - It's Me
Preis: EUR 13,97

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen It's Me-!, 24. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Jonas Kaufmann - It's Me (Audio CD)
Nach dem Seitenwechsel zu Sony-music (Verdi-Album) soll wohl einem jüngeren, noch bartlosen Käuferpublikum
eine höchst preiswerte 4er-CD-box mit einer Neu-Kompilation alter Aufnahmen der juvenile Klassik-Star der
Sängerbranche frisch offeriert werden: it's me, Jonas, oh yeah!
Der Puccini-Boheme-Anfang mit der 'gelida manina' klingt aber leider schon etwas schwerfällig, im Vergleich
zu den 'leichten' Tenören, und angestrengt wie viele der versammelten, vor allem die Wagner Excerpts immer etwas
verknödelt und nicht frei flutend klingen.
Die Wagner- und Wesendonck-Lieder zb halte ich für musikalisch inadäquat, wie die 'Winterreise'.
Das spricht nicht gegen das samtig-dunkle, immer weich tönende timbre vor allem bei Tosca und Don Carlo,
das immer den maskulinen Wohlgesang eines frühen Vinay oder späteren Domingo mitanklingen lässt.
Wie auch immer, alle Kaufmann-fans werden diese Takes längst kennen und immer wiederhören wie ich
sein Verdi-Album, seinen Don Carlo durchaus schätze - für alle weniger neue Sänger Bedarften ist dies ein
preiswerter Einstieg, Jonas Kaufmann kennenzulernen: it's him-!


Arturo Toscanini Conducts Verdi
Arturo Toscanini Conducts Verdi
Preis: EUR 28,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toscanini, Verdis Zeitgenosse, 14. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Arturo Toscanini Conducts Verdi (Audio CD)
spielt seinen Leib-und Leben-Komponisten mit aller musikalischen Radikalität und
zumindest höchster Authentizität wie Autorität des unbestechlich vom verdischen
Geist und seiner Berufung Wissenden.
Seine alten Aufnahmen, klanglich zumindest akzeptabel bis befriedigend, sind rein
orchestral nach wie vor erstrangig, von ungeheurer theatralischer Energie und musi-
kalisch distinktivem Gestaltungswilllen und absoluter Notationsgestalt. Verdi pur.
Damit stand und steht er gegen einen lt. Nietzsche Wagner-verseuchten Klangimperialismus,
wie seine Wagner-Einspielungen durchaus eindrucksvoll belegen.
Mit seinen Musikern, vor allen den Sängern, konnte er selten ganz zufrieden sein,
weil sein musikalischer Anspruch und Aufführungs- bzw Aufnahmerealität wohl
selten konform liefen und für Toscanini egomaner Schöngesang zweitrangig war.
Dennoch: seine div. Verdi-Aufzeichnungen, Mitschnitte oder Studio-Aufzeichnungen,
der (chronol.) Traviata, Maskenball, Otello, Falstaff und des überzeitlich grandios-
weltlichen Requiems seiner Facon sind nach rund 60Jahren nach wie vor Marksteine
einer modernen wie zeitgemässen Verdi-Interpretation.
Das war, ist und bleibt Toscaninis singuläre Kulturleistung.


The Originals - L'heure Espagnole (Gesamtaufnahme)
The Originals - L'heure Espagnole (Gesamtaufnahme)
Preis: EUR 22,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sternstunden des jungen Maazel, 14. Juli 2014
und als Ehrung zu seinem heutigen Tod eine erstklassige Referenz seiner frühen Wirkungszeit
in Europa und vor allem in Berlin der 60-70er Jahre als Nachfolger Fricsays und Chef der Oper,
der als dynamischer Konkurrent Karajans das Berliner Musikleben prägte -
Seine Ravel-Einspielungen, vor allem >Die Spanische Stunde< und >Das Kind und die Zaubereien<
haben Musikgeschichte der Schallaufzeichnung geschrieben - Referenzen bis heute.
Die Klang-farben-malereien Debussys und Ravels, die weit über die Illustrationsmusik eines
Strauss hinauswiesen, haben Maazel auch später besonders inspiriert und auch die Tonmeister.
Kaum zu glauben, dass diese exzellent vom Franz.R-T-F-Orchester gespielten und der DGG-Prod.
aufgezeichneten Einspielungen schon 50Jahre alt sind.
Als >Originals<-Zugabe gibt es ein brillantes >Capriccio espagnol< von Rimsk-Korsakov mit den
Berliner Philharmonikern und Stravinskys >Gesang der Nachtigall< mit dem damaligen R-S-O-Berlin,
unter Maazels erstklassiger Leitung.
Auch diese Aufnahmen zirkulieren heute noch als jeweilige highlights, und lassen schon verstehen,
warum Maazel damals als musikalisch-dirigentischer Überflieger galt.
HvK war dieser Konkurrenz wg überhaupt nicht amused und verhinderte Maazels Aufstieg als Chef
des R-S-O und Generalmusikdirektor der Deutschen Oper. Die Politik schwieg, Maazel ging und Berlin
beklagte musste einen herben Verlust beklagen: Maazel wurde Chef in Cleveland als Szell-Nachfolger.
Allein diese Aufnahmen bezeugen Maazels musikalische Kompetenz und seinen Rang als einer der
grossen Dirigenten, trotz späterer, könnerhafter Routiniertheit.
Musik der europäischen Jahrhundertwende mit umfangreichem Textbuch. Sternstunden.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 8, 2015 8:22 PM CET


Maria Callas
Maria Callas
von Jürgen Kesting
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kestings Callas-Buch, 14. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Maria Callas (Taschenbuch)
ist das fundierteste über die singuläre Sängerin - fernab vo all dem 'Göttlichen'-Gehabe,
diesem perfiden Voyuer-Instinkt, noch ein Yota mehr zu erfahren ...
Kestings duchaus leidenschaftliche Empathie ist überaus sachlich und kenntnisreich fundiert.
Er weiss, was er hört und worüber erschreibt.
DAS Callas-Standard-Werk aller(?) Zeiten. Chapeau-!


'Ich bin der letzte Mohikaner'
'Ich bin der letzte Mohikaner'
von Henriette Kaiser
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Joachim Kaiser, der letzte Kulturbürger, 14. Juli 2014
und >der letzte Mohikaner< einer (gross)bürgerlichen Kultur wie Prof.Dr.Kaiser als Ostpreusse
(vergleichbar mit Gräfin Dönhoff der 'Zeit') sich sieht und als kongenialer Adorno-Rezensent sich
versteht. Wer den komplimentären TV-Film der Kaiser-Tochter kennt, versteht die gewachsen komplexe,
wenn auch immer gut situierte Zeitzeugenschaft dieses engagierten Literatur- und Musikkenners, der
das dt. Feuilleton aus München über die 'SZ' souverän (wie Ranicki bei der 'FAZ') 'beherrschte'.
Souverän, wenn auch nicht immer unprätentiös eloquent, weil er sehr gut kannte und wusste wovon
er schrieb oder sich sehr lebendig im TV-Hörfunk äusserte, höchst ausdrucksstark und eindrucksvoll.
Wer Beethovens 32 nicht nur auf dem Hausflügel spielen, sondern auch eloquent verbalisieren und
kommunizieren kann, und die grossen Pianisten seiner Zeit portraitieren, dem gebührt grosser Respekt.
Hier, im >Der letzte Mohikaner< resumiert Kaiser endgültig (s)ein Stück dt. BRD-Kulturgeschichte, die
keiner mehr so wie artikulieren und >verfassen< kann.


Große Stimmen: Von Enrico Caruso bis Jessye Norman (suhrkamp taschenbuch)
Große Stimmen: Von Enrico Caruso bis Jessye Norman (suhrkamp taschenbuch)
von Jens Malte Fischer
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Herr Professor, 14. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
promoviert sich mit seinem Kesting-Nachzügler vor allem als Antipode der Callas (und ihrer Verehrer), der er ihren singulären Rang als Sänger-Darstellerin abspricht, auf Gegenkurs zu Kesting,Maria Callas
dessen grösseren und vor allem auch informativeren Schatten er auch sprachlich nicht füllen oder bewältigen kann.
Kein schlechtes, jedoch nur zweitrangiges Publikat gegenüber Kestings profundem Gesamtwerk.


Mozart-Opern
Mozart-Opern
Preis: EUR 27,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mozart im Korsett musikalischen Starrsinns, 14. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Mozart-Opern (Audio CD)
Im Vergleich zu Mozart zeitgemäss musikalisch beseelten Aufnahmen wie die von Erich Kleiber,
Josef Krips und dem jungen Karajan oder Fricsay in Berlin, den Wiener, Berliner und frühen Philharmonia Orchestern,
empfinde ich Klemperers späte Sicht mit schweren, statuarischen Tempi und Phrasierungen umso mehr als >wider den Strich< gebürstet, dem
musikalischen Esprit Mozarts und seiner Wiener-Prager-Zeit ungebührlich und inadäquat.
Und es geht dabei nicht um >Geschmackssachen<, was wirklich oberflächlich wäre, sondern um musikalischen
Ernst, der bei Klemperer für bare Münze seiner selbst genommen wird, nicht aber bei den Komponisten, hier Mozart.
Seine musikalische Leichtigkeit, geistige und theatralische Gewitztheit wird als Oberfläche missverstanden gegen
den Klempererschen späten Ernst, den Mozarts Zeit gewiss nicht kannte wie eine so unflexibel statuarische Musizierhaltung, der ein Mozart allemal fernstand.

Es gibt zahlreiche, diesen Rahmen sprengende Dokumente, und viele auch neuere, hist. informierte erstrangige Aufnahmen, die musikalisch und klangtechnisch weit über den oben genannten Standard hinausgehen und Mozarts aufgeweckt-unkonventonellen Esprit eindrucksvoll belegen.
Aber hier steht der altersstarre Klemperer als 'lebendiger' musikalisch-theatralischer Gestalter zum Vergleich solcher Protagonisten wie Siepi, Poell, Dermota, della Casa, Schwarzkopf, Güden, Danco u.a.m - und dabei wirkt er
nur dated und gestalterisch arm und überfordert auf verlorenem Posten.
Da half, wie noch bei Karajan, auch kein Legge.
Le nozze di Figaro (Gesamtaufnahme)
Mozart: Don Giovanni (Gesamtaufnahme)
Mozart: Die Zauberflöte (Gesamtaufnahme)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 1, 2014 3:25 PM CET


Die großen Sänger
Die großen Sänger
von Jürgen Kesting
  Broschiert
Preis: EUR 133,00

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kestings Standards, 12. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die großen Sänger (Broschiert)
Es ist schon erstaunlich - da hat jemand über jahre branchenintern seine Erfahrungen und Erkenntnisse profund recherchiert, und privat sehr viel Musik gehört und verglichen, und dies alles auf über Tausend Seiten geschrieben und veröffentlicht.
(Andre fertigen flott ein 200seitiges Dr.Plagiat mit Erfolg!)
Und dies alles, um den wirklich Interessierten eine Orientierungshilfe wie einen Ratgeber in der Welt des klassischen Gesangs zu geben.
Ich kann sagen, nach über 20Jahren, Kesting hat mich mit seiner Expertise, auch mit seinen Vorlieben und Abneigungen fast nie getäuscht, vielmehr auf unzählige Details aufmerksam gemacht, mein Hören bereichert, auch wenn ich nicht immer seiner Meinung war und bin, jedoch, was ist dabei skandalös oder fragwürdig-?
Und dann kommen Leute, denen ein Detail, irgendwas oder der Jargon nicht passt, und urteilen über ein ganzes, grosses Kompendium, das sie wahrscheinlich nichtmal in Gänze kennen pauschal negativ: 'Kesting eben'-?
Jedoch, in Kenntnis, besser: Verständnis, des Ganzen könnten sie nur zu einem positiv relativierenden Urteil gelangen, abseits pers.wie handelsüblicher Geschmacksfragen-!
Kestings umfassendes Werk über >Die Grossen Sänger< steht, neben Ulrich Schreibers späterer Opern-Antologie, mehr hist.und chronologisch verfasst, und John B.Steane's >Great Singers<, natürlich sehr speziell british-sophisticated, im dt.Sprachraum schlichtweg einzigartig da, da gibt es auf das Ganze bezogen wenig kleinzureden.
In welcher Kulturbanausen-Republik leben wir - schon wieder-?


Strauss conducts Strauss
Strauss conducts Strauss
Preis: EUR 29,27

5.0 von 5 Sternen Ein wahres Strauss-Geschenk, 10. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Strauss conducts Strauss (Audio CD)
der Deutschen Grammophon(Universal) und keine weitere Böhm-Karajan-Solti-Kompilation
div. Strauss-Werke, sondern der Richard Strauss daselbt in authentischen Dirigaten seiner und
Werke und sinf.Highlights von Mozart, Beethoven ff.
Zudem ein unumstössliches Hör- und Lehrbeispiel für alle Liebhaber des fetten Klangs der
schweren Kantilene, ob schon bei Mozart (abartig), Beethoven (heroisch) und noch mehr beim
Programmsinfoniker Strauss.
Es ist doch höchst aufschlussreich, wie Strauss selbst schlank, schnell und stringent, ohne
Phrasen zu exaltieren, Melodiöses zu verschleppen doch zu musikalisch schlüssigen Ergebnissen
kam, und dies anno dazumal.
In seiner berühmten Münchner >Alpensinfonie< mit dem Bayr.Staatsorchester, klanglich erstaunlich
akzeptabel, benötigt Strauss für den Schlussteil >Sonnenuntergang-Ausklang-Nacht(II)< nur eben
mal die Hälfte! der Zeit als Karajan in seiner hochgerühmten ersten digitalen Einspielung, auch
ganz ohne 'atmosphärische' Eintrübungen.
Pers. kenne ich die Strauss-Aufnahmen schon lange aus einer geerbten LP-Kassette und inzwischen
auch durch einige hochkarätige >Dutton-Restauration<-CDs, die z.T. zu unverschämten Einzelpreisen
gehandelt werden. Dies erscheint bei aller Authentizitätssucht als unangemessen, und DGGs hier an-
gebotene Strauss-Kassette erscheint endlich als akzeptables Korrektiv.
Musikalisch-Interpretatorisch sind dies alle die gleichen, singulären Strauss-Aufnahmen.


La Traviata
La Traviata
Preis: EUR 21,35

3.0 von 5 Sternen caballés feine kameliendame, retrospektiv, 9. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: La Traviata (Audio CD)
die >traviata< der caballé sollte man m.e. doch relativieren zwischen ihrer musikalisch-sängerischen wertschätzung und
gestalterischen qualität, der imaginerten präsenz, bei opern allemal unverzichtbar.
wer verdi resp. dumas und seine >kameliendame< als tragisch-bürgerliches schauspiel einer prekären weiblichen existenz und
die operntransformation >traviata< ernst nimmt, wird sich nicht nur mit belcantistischen wohlgesang zufrieden geben können,
sondern die gestalt, die kontur der figur violetta und ihre immanente ausdruckspotenz berücksichtigen müssen.
alle und alles um ihre person spielen dabei um ihr schicksal als prekäre person eine für die rolle gestalterische fallhöhe,
die man auch hören resp. sehen, hörend sehen muss!
seit der callas-traviata, ob in mailand, lissabon oder london, habe ich keine annähernd so intensive und glaubwürdige
rollengestaltung dieser figur gehört, nein, klanglich erlebt.
davon ist die caballé, fein und präzis und sogar besser singend, weit entfernt.
in analogie zu titelrollen, konnte man jahre später in der hochgerühmten muti-aufnahme die beiden >aidas< vergleichen:
die caballé imponiert wieder mit cremig-flutendem piano-legato des gesangs einer besseren bediensteten der rivalin amneris
des ägyptischen königshauses und am nilufer, fernab eines seelischen, existentiellen leidensdrucks, schicksalfrei.
als spanisch-intern geschulte belcantissima wurde sie als callas-nachfolgering von der rca-pr-musik-comp. schnell propagiert,
allerdings ohne deren passioniertes werkimmanent-reflektiertes ausdruckspotenzial.
caballé konnte sich nie über die grösse ihres schöngesangs hinaus als Charakter profilieren:
der exentielle wahnsinn einer sozial prekären, zwiespältigen violetta oder einer jungfräulich, manisch-erotischen salome
waren ihr fremd und lagen ausserhallb ihres gestaltungshorizonts.
für mein verständnis ist diese caballé->traviata< allemal edles second-hand.
rein orchestral gestaltet prétre auf schwungvoll-differenziert hohem niveau, wie immer mit verve, bleibt aber auch mit kleibers
münchner hofbräu-einspielung zweite wahl, weil kleiber diese verdi-schmonzette zu einem oper-sinfonischen drama gestaltete
als ein musiktheater auf höchstem niveau. klar, da wurde manipuliert, und domingo war nicht immer >in time on top< -
aber kleiber hatte mit der contrubas eine stimmlich durchaus adäquate und akzeptable, weniger feinsinnig-perlende, aber eine
voll engagierte, rollenkonforme sänger-darstellerin, von der man auch wahrnimmt, wovon sie weniger schön als caballé singt!
allerdings, was die neueren traviata-wahrheiten anbelangt - nach salzburg-netrebko u.a. - es gibt da eine verstörende produktion
aus aix-en-provence von peter mussbach, eine arte-aufzeichnung, mit der faszinierend singend-agierenden >mireille delunsch,
deren traviata-darstellung dieser figur zeitgemäss wohl sehr nahe kommt.


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