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Rezensionen verfasst von
gemihaus "gmb" (schöneberg, berlin)

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Felix & Fanny
Felix & Fanny
Preis: EUR 12,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen mendelssohn ala quatuor ebene-extreme ..., 4. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Felix & Fanny (Audio CD)
... und höchst klangsinnlich-forciert, das alles mir bisher mendelssohn-
klassisch-belcantistisch-bekannte in den schatten stellt.
mit ihrer extrem ausdrucksintensiven, radikal gestaltreichen
spielweise spielen die >ebene< mit soviel gestalterisch-akzentuiertem aplomb,
dabei durchaus differenziert und allemal unerhört, dass es einem die musika-
lische sprache verschlägt - grob formuliert.
allerdings, manche nuance - um im idiom zu bleiben - wird überspielt von
der forcierten spiellust, die uns einfach übertönt.
Streichquartette 1-6


Die Klavierkonzerte
Die Klavierkonzerte
Preis: EUR 26,99

1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen die wiener und ihr buchbinder, 28. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Klavierkonzerte (Audio CD)
rudolf buchbinder als bekannt-virtuoser pianist und weniger
bekannter dirigent in personalunion in bewährten wiener phil-
harmonischen verhältnissen.
hier mit beethovens extravaganten, singulären konzerten, die
kein geläufig-musikalisches mittelmass, sondern perspektive
schrieben und beschworen: schon zu seiner zeit -
jedoch muss dies und wenn überhaupt, auch heute noch verifizier-,
nachhörbar und verständlich sein.
gould und gulda, der ev. vergleichbare >wiener< klaviermeister,
haben diesen anspruch noch erfüllt, ohne romantisch geschönte, schön-
klingende verbindlickeit.Glenn Gould Collection Vol.10 - Glenn Gould plays Beethoven: Die 5 Klavierkonzerte
davon ist buchbinder, der früher beethovens sonaten und klavier-
variationen durchaus herb-formuliert darstellte, hier leider um
welten entfernt.Klavierkonzerte 1-5 (3CD) (Eloquence)
dieser mittschnitt zweier wiener konzerte von 2011 mag für die
damalige live situation durchaus akzeptabel gewesen sein, als
reproduzierbares hörerlebnis ist sie ernüchternd mangelhaft an präzis-
koodinierter artikulation, phrasierung, an formuliertem timing:
es klingt so wie verabredet, wir kennens doch, also spielens halt.
keine hörbar übergeordnete, verbindliche formale struktur.
schöne momente allemal, jedoch beethovens streng-definierte
musikalische gestalt im interpretatorischen irgendwie.
ein beethoven aus wien ohne format, leider.
Sämtliche Klavierkonzerte 1-5 (Ga)/Chorfantasie
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2014 8:44 PM CET


Die Sinfonien 1-9  & 5 Ouvertüren
Die Sinfonien 1-9 & 5 Ouvertüren
Preis: EUR 32,99

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen böhms wiener beethoven-statement, 25. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Sinfonien 1-9 & 5 Ouvertüren (Audio CD)
>oldies but goldies< möchte man meinen zum grad klassischer verbindlichkeit,
die böhms alte aufnahmen auszeichnen, deren solidität durchaus überzeugen
kann.
vor allem seine längst als >dgg-original< ausgekoppelte pastoral-sinfonie,
die mit einer wirklich architektonisch-geschlossenen formalen disposition
überzeugt. mehr als die bekenntnishaften grossen, ausdrucksmächtigen 3-5-7er-
sinfonien, die böhm auf klassizistisch-moderatem niveau klangschön verfehlt.
überhaupt, die klangtechnische seite dieser aufnahmen ist auch heute noch
allemal überzeugend, auch musikalisch meist auf hohem niveau.
insgesamt und interpretationshalber jedoch auf einem moderat-verbindlichem
konventions-level, was nicht mehr erkenntnis- bzw. zeitgemäss ist.
also, kein 'muss', jedoch ein vergleichsweise hörenswertes 'auch'.


Eloquence - Klaviermusik zu vier Händen
Eloquence - Klaviermusik zu vier Händen
Wird angeboten von mario-mariani
Preis: EUR 37,90

4.0 von 5 Sternen die klassiker des vierhändigen klavierspiels..., 25. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...der 1970er-jahre. die brüder kontarsky spielen hier kassiker
der moderne in werkadäquaten interpretationen, die allemal
informativ, weniger suggestiv und keineswegs verbindlich-
romantisierend das komponierte vermitteln.
referenzen auf sog. positivistisch-hohem niveau, auch klanglich
durchaus akzeptabel.


Brahms: die Sinfonien
Brahms: die Sinfonien
Preis: EUR 42,99

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen neue leipziger brahms-sichten, 11. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Brahms: die Sinfonien (Audio CD)
als chef des >amsterdamer concertgebouw< hatte riccardo chailly die brahms sinfonien
zwischen 1987 und 1992 schon einmal eingespielt, noch bei der decca, damals nicht universal.
eine von der englischen musikpresse mehr beachtete und geschätzte aufnahme, zeigte sie
einen sanguinisch-orientierten, aber schlanken, bewegten brahms, seinen melodischen, durch-
aus sentimentalen ansprüchen auch klanglich adäquat, den konstruktiv-formalen weniger.
jedoch, rein klangtechnisch, heute immer noch kompatibel.
die aufnahme ist wieder aufgelegt und, durchaus preiswert, durchaus vergleichbar.
Sämtliche Sinfonien 1-4 (Ga)
und, was hat sich nach über 20jahren in sachen brahms-chailly getan-?
inzwischen der generalmusiker des leipziger gewandhauses bis 2020, hat chailly mit seinen
leipzigern vor allem die beethoven-sinfonien, leider weniger bach hist.informiert und sehr
prägnant eingespielt.
von dieser sinfonischen sicht auf die konstituierende formale (klang)struktur profitiert auch
sein geschärftes brahms-bild.
im vergleich zum amsterdamer concertgebouw sind auch die leipziger kein spezielles brahms-
orchster so wie die wiener oder berliner philharmoniker, zudem klingt chaillys leipziger brahms
allemal spröder und weniger rund im klang geschönt, sondern herber, strukturell geschärft,
a-romantisch und klassisch-formatiert - nur konsequent nach (seinem) beethoven,
des brahms ewiger grosser schatten.

>"Frei vom Ballast der unzähligen Interpretationen, haben wir uns auf die Suche nach
einem unverstellten Blick auf Brahms gemacht - Brahms wie die Orchester ihn gespielt haben könnten,
bevor sie die Werke von Mahler, Bruckner, Wagner und Strauss im Repertoire hatten",
so umreißt Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly seine Herangehensweise, mit der er
die Sinfonien von Johannes Brahms neu eingespielt hat.< - soweit offizielles marketing.

jedoch, resultiert diese neue, herbe sicht der brahmschen alt-meisterhaften klangwelten
auch eine im detail gründende musikalische einseitigkeit, eine defizitäre balance
von klangsinnlichkeit und schwungvoll-formaler schlüssigkeit, die (mich) nicht wirklich voll
überzeugt und weniger befriedigt als die letzte konventionelle gesamtaufnahme des zyklus
aus zürich, die david zinman, auch klassisch-orientiert, flexibel verantwortete so wie
gardiner mit höchst stringentem, konsequent hist. inszeniertem ansatz.
Brahms: Sinfonien Nr. 1-4
Sinfonie 3/ChorwerkeSinfonie 2
auf der 3ten cd dieses albums werden als brahms-kompilationen die haydn-variationen,
die konzertovertüren und einige tänze und orchestrierungen einiger klavierstücke
(intermezzo, fantasie, liebeslieder-walzer) eines gewandhaus-cellisten geboten,
die vergleichsweise zu den sinfonien z.t. vernachlässigbar sind.

also, ein neuer, herber brahms-zyklus aus leipzig, der allemal höchst respektabel,
aber keinesfalls überragend, auch nicht progressiv ist.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 23, 2013 10:22 PM CET


Klavierkonzerte 1 und 2
Klavierkonzerte 1 und 2
Preis: EUR 17,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen posthum: helene grimaud, 30. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzerte 1 und 2 (Audio CD)
vorab: ich habe die pianistin audio-visuell, auch live mehrmals
in berlin erlebt und war niemals enttäuscht, jedoch musikalisch
auch niemals überwältigt oder fasziniert, allenfalls phänotypisch.
grimaud ist eine sehr attraktive erscheinung am steinway-flügel.
und ich denke, so wird sie auch vom marketing produziert -
obwohl sie dies pianistisch-musikalisch nicht nötig hätte.

allerdings, bei den klavierkonzerten von brahms wirds eng zum
hist. estabishment: rubinstein, arrau, kovasevich, auch zimerman,
die russischen hochklassiker allesamt beiseite.
mm.grimaud kann dabei nicht wirklich überzeugen, selbst pollinis
klassizistischer ansatz, mit böhm, abbado, ist allemal musikalisch
überzeugender, weniger detailbeleuchtend als brahms-konstruktiv,
als musikalische gesamtarchitektur orientiert.
maria-joao-pires, die grosse, portugiesische pianistin, äusserte mal,
brahms sei ein masculiner komponist, nichts für femine ihrereins -
wie auch immer, grimaud schafft das schon pianistisch, wenn auch
musikalisch weniger überzeugend als andre.
dennoch, ein akzeptables klavierkonzert-album.
Klavierkonzerte 1 und 2 / Haydn-Variationen

p.s. nach erneutem hören des b-1 mit zimerman-rattle,
möchte ich jedem interessenten den vergleich von musikalischem
interpretations-vermögen nahelegen.
Klavierkonzert Nr. 1


Dvorak (Deluxe Edition)
Dvorak (Deluxe Edition)
Preis: EUR 22,99

2 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen frau mutter goes dvorak - at least, 30. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Dvorak (Deluxe Edition) (Audio CD)
dvoraks violinkonzert gilt allemal und zu recht, als musikalisch
underrated, geringer bewertet, weil schlechter komponiert als
sein berühmtes cello-konzert, seine grossen 7-8-9-sinfonien.
auch die so berühmte frau mutter wird daran nichts ändern, obwohl
sie's, adäquat begleitet, exzellent spielt. so what-?

wir berliner classic-affinen haben das konzert live in der b-phil
erlebt, wie auch mutters grandioses lutoslawski-live-konzert.
Chain 2/Violinkonzert d-Dur
keine frage, vergesst diesen dvorak.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2013 9:11 PM CET


Preludes
Preludes
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen chopin preludes plus planés, 30. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Preludes (Audio CD)
in zeiten multimedialen kultur-event-journalismus, immermehr online-up-to-date,
sehen künstler wie alain planès, mitte 60, ziemlich alt aus, da es sich nurmehr
noch, wie auch immer, um "joung-born-stars" dreht - ärmlich.
dabei ist planès durchaus ein ganz moderner klassiker, in den 70ern mit den
musikern william primrose, menahem pressler (beaux arts) und als partner des
grossen cellisten janos starker. bis 1981 spielt er im ensemble intercontemporain
des pierre boulez und konzertiert in frankreich wie amerika, und bleibt nur in deutschland
allenfalls durch das label >harmonia mundi insidern bekannt.
klavierkenner schätzen vor allem seine analytisch textnahen interpretationen, die
nicht nur seinem debussy (preludes) und dessen geforderte clarté nahekommen,
sondern auch dem hier vorliegenden chopin.
dessen preludes, die dem vorbild seines hochgeschätzten bach folgend in klangfolge
geordnet sind und nicht romantisch-rauschhaft verstanden und gespielt werden sollten,
und schon chopins contemporär schumann etwas ratlos liessen: 'alles der kühnste
dichtergeist, suche jeder, was ihm frommt'.
die preludes sind chopins klang-spektrum, der streng formales zu improvisatorischem
genialisch zur balance fügt: beides ist konstitutiv.
planés beherrscht beides: die kühl-reflektierend analytische distanz zum notentext wie
die sensibel musikalische, horchende affinität zum klang.
er wählte einen alten 1906er steinway, der den diskant weniger brillant wie die heutigen
betont, sondern auf allen lagen harmonisch und, pardon, so schön sonor klingt.

chopin-preludes, auch klangtechnisch fein realisiert, und dazu noch allemal superbe
chopin-zugaben:
das exzellent ausgehörte wie gespielte cis-moll nocturne, lento con espressione,
das feine >berceuse<-andante und eine herrlich allegrettohaft-phrasierte
barcarolle: chopin als intelligibel-feinstes.
und zumindest eine alternative zum heutigen marktgeschrei.


Klaviersonaten 29-32
Klaviersonaten 29-32
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 35,77

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eschenbach als junger beethoven sensibilist, 28. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Klaviersonaten 29-32 (Audio CD)
christoph eschenbach ist heutzutage den meisten klassik-affinen
musikhörern nicht mehr als pianist, sondern vielmehr als dirigent
div. internationaler orchester bekannt, allenfalls als pianistischer
begleiter von div.gesangssolisten.
in den 1960-70er jahren galt er als junger eigenwillig-nonkon-
formistischer sensibilissimus des klavierspiels.
ich erinnere ein beethoven c-moll konzert, dass mein musiklehrer
damals als höchst delikat, aber beethovenfern beurteilte.
vom dt. klavier-kaiser in seinen >grossen pianisten< wurde er
damals denkbar schlecht dotiert, der ihm vor allem die mangelnde
musikalisch-strukturelle einsicht, jenseits subtiler pianistischer
gefühligkeit, vorwarf. dies fand der andre piano-mann ingo harden
durchaus eindrucksvoll, individuell.
immerhin war der bedeutende holländische tanzmeister hans van manen
von eschenbachs beethoven-interpretation des adagio-op.106, um mitte
der 1970er so beeindruckt, um darauf sein >adagio hammerklavier< für
seine netherlands dance theatre company zu realisieren -
als tanz-performance nach wie vor höchst eindrucksvoll.
rein musikalisch ist nicht nur das hammerklavier-adagio im allzu
überzogenen zeitmass eine allemal thematisch-dekonstruktive, schwer
nachvollziehbare, unverständliche tortour wie andre juvenil-empfindsame
manieriertheiten in den andren sonaten, die allemal musikalisch
klangschön, jedoch formal wenig bezwingend, gestaltungs-arm sind.
The Originals - Beethoven
eschenbachs frühe beethoven-exegese vermittelt durchaus höchst
sensibel ausgehörte und bevorzugt pers.gestaltete momente, aber keinen
übergeordnet-geistigen zugriff auf beethovens kosmos.


Verdi, Giuseppe - Requiem
Verdi, Giuseppe - Requiem
DVD ~ Anja Harteros
Preis: EUR 23,99

2 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen verdis requiem ala scala 2013, 21. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Verdi, Giuseppe - Requiem (DVD)
eine zumindest solistisch hochwertige scala-produktion, von der fabelhaft legato-kontrolliert singenden garanca dominiert,
die ganz allein dem intendierten >missa<-anspruch gerecht wird.
ansonst erliegen leider alle, mehr oder weniger und am wenigsten noch der verhalten-dunkel-timbrierte tenor kaufmanns,
dem fluch von >verdis bester oper<, besonders der chorisch-orchestrale part, der immer etwas zu laut-gestenhaft,
pauschal-effektvoll auftrumpft, nie wirklich pianissimo, nie aus einer dezidierten stille subtil phrasiert.
(papes zu laut gehauchtes >mors< als 'stummer' aha-akzent, grotesk)
allemal ein verdienst des allrounder-zampanos barenboim, was der video-part der multi-media-produktion ja auch eindrucksvoll belegt:
ein fuchtelndes dirigat mit dem taktstock-degen.
für heutige verhältnisse als event-produkt sicherlich akzeptabel, zumal der rahmen (optisch) nach wie vor
stimmt: die scala hat wirklich eine andre dimension als die kleine berliner staatsoper (im neubau).
ich würde jedoch zur rein akustischen cd-variante raten, die das wesentliche musikalische scala ereignis besser,
weil weniger visuell defizitär präsentiert.
es gibt etwa eine handvoll bedeutender verdi-missa aufnahmen, die den kennern bekannt sind,
diese intendiert allenfalls einen anspruch, ohne ihn erfüllen zu können,
Verdi, Giuseppe - Messa da Requiem
vom jubel des auditoriums im glänzenden logenrund einmal substantiell abgesehen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 4, 2013 11:33 PM CET


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