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Rezensionen verfasst von
Danny (Österreich)

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Freestyler: Roman
Freestyler: Roman
von Katja Brandis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überzeugendes Sportdrama im Katja-Brandis-Stil, 28. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Freestyler: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im Grunde habe ich nur zu diesem Buch gegriffen, weil es von Katja Brandis ist. Mit Sport, besonders Leistungssport, habe ich persönlich gar nichts zu tun. Nach "Floaters" war es aber keine Frage, auch den "Nachfolger" von Brandis zu lesen und es hat sich gelohnt!

Sehr vielschichtige und tiefgründige Charaktere, eine originell epische aber absolut zeitgemäße Sprache, eine genial durchdachte und super ausgearbeitete Handlung sowie faktentreue und detailgenaue Infos über die Leistungssport-Branche machen "Freestyler" zu einem ansprechenden Roman, in dem alle Zutaten richtig zusammengemischt wurden.

Im Grunde ein Fünf-Sterne-Kandidat für mich und obwohl es schriftstellerisch kaum etwas daran auszusetzen gibt, muss ich aus persönlichen Gründen einen Stern abziehen. Da sich die Handlung über zwei Jahre erstreckt ist es fast zwingend, dass in dieser Zeit viel passiert. Für meinen Geschmack ist es aber "zu viel", insbesondere im Finale-Abschnitt. Aber auch die Zeit bis zur Olympiade ist gespickt mit so vielen Ereignissen, Vorkommnissen (alles aus verschiedenen Perspektiven) und Szenen, dass ich ein paarmal beinahe den Faden der Geschichte verloren hätte.

Obwohl ich nach spätestens 30 Seiten voll in der Geschichte drin war und von da an voll Aufregung die Lebensereignisse von Jola und Ryan verfolgt habe, sie durch Höhen und Tiefen begleitet, ihre innersten Gefühle und Ängste erlebt (manchmal auch zu tief) und bei ihren Wettbewerben daumen-drückend mitgefiebert habe, ging mir zwischendurch auch ab und an die Puste aus und ich wusste nicht, worauf gewisse Dinge eigentlich hinauslaufen sollten. Ein etwas "stärkerer" roter Faden hätte mir besser gefallen.

Nichtsdestotrotz eine absolut gelungene und überzeugende Geschichte, die nicht nur das Alltagsleben von Spitzensportlern authentisch rüberbringt, sondern nebenbei ernste und nachdenklich stimmende Themen behandelt und vielleicht auch dem einen oder der anderen Hoffnung macht.

Auf jeden Fall lesenswert, auch für Leser/innen, die mit Sport ansonsten nichts weiter am Hut haben.


Floaters: Im Sog des Meeres
Floaters: Im Sog des Meeres
von Katja Brandis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

4.0 von 5 Sternen Wichtiges Thema genau richtig aufgezogen, 11. März 2016
Mein erster Roman von Katja Brandis - und nach der Lektüre sicher nicht mein letzter! Allein die geschickte Verknüpfung der Grundthemen von Müll im Pazifik, Piraten und Romantik macht diese Geschichte zu einem überaus genießbaren Roman für alle Altersgruppen. Die beiden Prologe stimmen auf die Handlung ein, die sich schon anfangs in zwei gleichermaßen interessante Handlungsstränge aufteilt. Bis diese zusammenlaufen vergeht rund die Hälfte der Geschichte und lässt somit genügend Raum für fesselnde Parallelentwicklungen.

Besonders positiv aufgefallen sind vor allem die tiefgehend ausgearbeiteten Figuren, bei denen man zum Teil das Gefühl bekommt, es tatsächlich mit Expertinnen zu tun zu haben - obwohl natürlich alle fiktiv sind und aus der Feder der Autorin stammen. Gerade die Hauptfiguren warten mit besonderer Tiefe auf, doch auch fast sämtliche Nebenfiguren erwachen durch ausgeklügelte Schilderungen zum Leben.

Stil und Sprache sind ausgereift (fast selbstverständlich bei einer Autorin, die bereits über 50 Bücher veröffentlicht hat) und gespickt mit guten Dialogen, wodurch man als Leser leicht in die Zuschauerrolle versetzt wird. Als solcher leidet man regelmäßig mit, wenn von verschmutzten Meeren, riesigen Müllteppichen und toten Tieren geschrieben wird. Ebenso schnürt es einem den Hals zu, wenn man sich in die Rolle der Hauptfigur Arif einfühlt, der tausende Kilometer von seiner Familie getrennt auf einem Piratenschiff sein Leben fristen muss, umgeben von blutrünstigen, aber nicht unbedingt durch und durch schlechten Menschen - ein typisches Merkmal für Charaktere von Katja Brandis; die Realität einzufangen und Personen nicht auf ihre gute oder schlechte Seite zu reduzieren.

Was die Geschichte ihre 5 Sterne gekostet hat, war bei mir die etwas zu lange Zeit zwischen dem Aufbruch aufs Meer und der "ersten Wende", die Malika und Arif einander näher bringt. Zwar bekommt man viel vom Alltag der Figuren mit, allerdings lässt es den Roman etwas zu stark dahinziehen. Dennoch auf keinen Fall ein Grund, Floaters nicht zu lesen!

Sollte jemand noch keinen Roman von Katja Brandis gelesen haben und es probieren wollen (so wie bei mir), dann wäre dieser hier auf jeden Fall eine sehr gute Wahl.


Nine Track Mind
Nine Track Mind
Preis: EUR 12,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Debüt, 29. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Nine Track Mind (Audio CD)
Seit "Marvin Gaye" ist einige Zeit vergangen, aber besser spät als nie sorgt Charlie Puth nun für Nachschub - und der lässt kaum zu wünschen übrig! Die Tracklist startet mit einem gefühlvollen, sehnsüchtigen "One Call Away", das ideal auf die nachfolgenden Songs einstimmt. Zu meinen Favoriten zählen neben den beiden schon gehörten Singles auch "Up All Night" und "Then There's You", die sich durchwegs ausgefeilt anhören und bedeutend zur gelungenen, musikalischen Dynamik des Albums beitragen.

Charlie Puths individuelle Note zieht sich durch all seine Kompositionen, die zusammen ein gut verarbeitetes, abwechslungsreiches und definitiv hörenswertes Gesamtwerk ergeben. Das einzig "Negative" dürfte die Tatsache sein, dass es nach ca. 45 Minuten aus ist. Von diesen Songs könnte ich gut und gerne doppelt so viel hören!

Die Songtexte finden sich in einem schön gestalteten Booklet, das mit einer Widmung an die Fans beginnt. Was will man mehr? Mit diesem Debüt hat Charlie Puth nicht nur seine Fans bereichert, sondern die Musikwelt insgesamt. Egal ob für zuhause, für unterwegs oder für den Urlaub, "Nine Track Mind" passt fast überall dazu und ist damit wohl eines der (wenigen) Alben, die seine Fans von nun an durch viele Situationen begleiten werden.

Auf jeden Fall die volle Sternzahl für dieses mitreißende, rundum geglückte und super arrangierte Debütalbum - in der Hoffnung, dass in dieser Art noch viel mehr von Charlie Puth kommen wird.


Romanwerkstatt: Das Handwerk des kreativen Schreibens
Romanwerkstatt: Das Handwerk des kreativen Schreibens
von Monika Hofko
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessanter Ratgeber mit unverzichtbaren Tipps, 28. Dezember 2015
Schreibratgeber sind am Markt ja zahlreich vertreten und geben die unterschiedlichsten Erfahrungen von Leuten aus dem Literaturgeschäft wieder. Soweit ich mitgekriegt habe, sind das meistens Autorinnen, die selbst schreiben und bereits veröffentlicht haben. In diesem Fall aber haben die Inhaber einer Literaturagentur zur Feder gegriffen (oder zur Tastatur) und auf rund 250 Seiten "aufgelistet", was es beim Schreiben grundsätzlich zu beachten gilt. Das Projekt ist durchaus gelungen und meiner Meinung nach vor allem deswegen so hilfreich, weil es einen umfassenden Einblick gibt, worauf Literaturagenturen achten - speziell diejenige, die es geschrieben hat, aber sicher auch andere.

Der Inhalt unterteilt sich grob in die Kapitel/Themen "Planung", "Aufbau", "Figuren", "Stil" und "Raumbeschreibung" plus eine kurze Zusammenfassung am Schluss. Allein das erste Kapitel, wo es um Ideenfindung, Recherche und Handlungsplanung geht, ist viel wert, weil man sofort einen Eindruck bekommt, dass Schreiben eben mehr ist, als bloßes Abtippen seiner Gedanken. Gleichzeitig aber wird anschaulich dargestellt, wie es ausgehen kann, wenn man einen der Arbeitsschritte nicht ernst genug nimmt, was wiederum motiviert, am eigenen Werk zu feilen, um ihm eine professionelle, wenn nicht eine persönliche Note zu geben.

Anhand von Textbeispielen wird der Sachverhalt dem Leser sehr gut nahe geführt; man erlebt die Entwicklung bzw. die unterschiedlichen Möglichkeiten direkt mit und kann sich gleich ein Bild machen, welche Wirkung ein Textabschnitt in welcher Form erzielen kann oder nicht. Ich würde diesen Ratgeber jedem empfehlen, der sich auf das weite Feld der Literatur begeben und eigene Geschichten verfassen möchte und auch denen, die sich schon mehr oder weniger lang auf diesem Feld befinden. Denn die "Romanwerkstatt" vermittelt die Grundregeln, die für so gut wie alle Romangattungen gelten und deswegen von jedem gekannt und berücksichtigt werden sollten, der vorhat, seine Werke anderen Leuten oder sogar der Öffentlichkeit preiszugeben.

Zuletzt noch einen kurzen Dank an die Autoren, die mit diesem Projekt die Schreibratgeber-Branche sicherlich bereichert haben.
Gefällt mir sehr!


Abba: Licht Und Schatten - Die Wahre Geschichte (Taschenbuch)
Abba: Licht Und Schatten - Die Wahre Geschichte (Taschenbuch)
Preis: EUR 16,42

5.0 von 5 Sternen Exzellentes Werk über die erfolgreichste Popgruppe überhaupt, 11. November 2015
Diese Biografie ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Buch, das rein gar nichts zu wünschen übrig lässt. Von A bis Z erfährt man alles über die Geschichte einer Musikgruppe, die aus einem damals für Popmusik untypischen Land kam und allen Kritikern, Gegnern und Widersachern ("hater" würde man heute sagen) zum Trotz eine bis heute nur selten übertroffene Weltkarriere machte. Von den Anfängen aller vier Bandmitglieder plus ihres Managers Stig Anderson in den 50er und 60er Jahren, bis hin zum ABBA-Revival und dem Erfolg von Mamma Mia in den 00er Jahren sind alle Facetten dieser - ich muss es einfach sagen - "filmreifen" Geschichte abgedeckt.

Angefangen bei der Kindheit von Björn, Stig Anderson, Frida, Benny und Agnetha (in dieser Reihenfolge) und deren Anfängen in Jazzbands, Tanzbands bzw. Orchestern wird man sehr anschaulich in die Ursprünge und die Entstehungsgeschichte dieser vier (bzw. fünf) interessanten Persönlichkeiten eingeführt, die sich später zu internationalen Superstars entwickeln sollten. Dabei entstehen keinerlei zeitliche Lücken und man gewinnt das Gefühl, einen umfassenden Blick über die Lebensgeschichte zu bekommen - der einen allerdings zu dem Schluss führt, dass hinter den vier Buchstaben vier ganz normale Menschen stehen, mit denselben Wünschen, Träumen, Ängsten und Zielen wie sie ein jeder von uns hat. Man fragt sich beinahe, wie es möglich war, dass ebendiese vier gewöhnlichen Leute später allein mit ihrer Erscheinung ganze Menschenmassen in eine Manie gerieten lassen konnten.

Richtig interessant wird es ab dem 2. Buchteil ("Der Marsch auf Waterloo"), als sich die vier schon kennen und Seite für Seite ihr gemeinsamer Aufstieg beschrieben wird, der sich im Grunde nur zufällig ergeben hat. Für einen Fan der schwedischen "Fab Four" liest sich ihre wahre Geschichte wie ein mitreißender Thriller, trotz des sachlichen und keineswegs reißerischen Schreibstils. Carl Magnus Palm hat bereits mit "Story & Songs kompakt" ein geniales Nachschlagewerk über die Musik der Gruppe geschaffen, doch mit dieser Biografie hat er sich selbst bei weitem übertroffen. Die Hintergründe der ABBA-Musik sind originell in die "Handlung" eingearbeitet und schaffen eine interessante Abwechslung, bei der man die Gruppe einmal als normale Menschen im Alltag, dann wieder als Superstars auf den Weltbühnen wahrnehmen kann.

Ich selbst bin mir immer noch nicht sicher, was mich an dieser einzigartigen Band am meisten fasziniert. Die Musik, die Kostüme, die sympathischen aber unnahbaren Persönlichkeiten der Mitglieder oder ihr bescheidenes Verhalten? Wahrscheinlich alles zusammen. Als ich das Buch vor 6 Jahren das erste Mal gelesen habe, dauerte es knapp 6 Wochen. Als ich es vor kurzem das zweite Mal las, war ich nach 2 Wochen fertig, so sehr hat sie mich erneut in ihren Bann gezogen. Obwohl ich mit der Geschichte von ABBA sehr gut vertraut bin habe ich doch so einiges Interessantes entdeckt, das ich in dieser Form noch nicht gehört habe. Genau deshalb lege ich die ABBA-Biografie jedem Leser ans Herz - den ABBA-Fans im Glauben, dass es ihnen beim Lesen so gehen wird wie mir und allen anderen neugierigen Leserinnen, um die Gruppe entweder kennenzulernen oder einfach eine Geschichte zu lesen, bei der es schwer zu glauben ist, dass sie tatsächlich passiert ist und nicht der Fantasie eines Hollywood-Drehbuchautoren entsprungen ist.


Fear Street - Das Skalpell
Fear Street - Das Skalpell
von R. L. Stine
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,50

4.0 von 5 Sternen Gekonnter Thriller mit spannender Auflösung, 27. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Fear Street - Das Skalpell (Taschenbuch)
Dieser Band erschien im Original 1992 unter "The Knife". Während viele der anderen Fear-Street-Bücher in der Schule oder in der namensgebenden Straße spielen, hat diese Geschichte ein Krankenhaus als Schauplatz. Wie immer schafft es R.L.Stine, in einen scheinbar gewöhnlichen Alltags-Ort eine hochspannende Story einzupacken.

Man hat sich sehr schnell in "Das Skalpell" eingelesen und tut sich schwer, das Buch für längere Zeit aus der Hand zu legen. Die Handlung hat spannende Höhepunkte und mündet in einen ebenso spannenden Showdown, der endlich die lang ersehnte Auflösung bringt. Zu bekriteln sind allerdings die teilweise störenden Zwischenfragen, manche gestelzte Dialoge, sowie die Sache mit Lauries Freund, die im Endeffekt ohne weitere Worte im Sand verläuft.

Abgesehen von diesen kleinen Ungereimtheiten ist "Das Skalpell" aber ein sehr tolles Lesevergnügen, das kein Fear-Street-Fan verpassen sollte!


Die Wedernoch
Die Wedernoch
von Stefan Bachmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gelungene Fortsetzung!, 23. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Wedernoch (Gebundene Ausgabe)
Nach dem Cliffhanger im ersten Teil "Die Seltsamen" war es naheliegend, auch die Fortsetzung zu lesen. Jeder, der den ersten Teil gelesen und ihn vielleicht nicht allzu sehr gemocht hat, sollte trotzdem "Die Wedernoch" ebenfalls lesen, da dieser zweite Band einiges mehr zu bieten hat.

Wie "Die Seltsamen" startet diese Geschichte etwas konfus und die Handlung entwickelt sich erst mit der Zeit zu einem überschaubaren Gesamtwerk, dessen Zusammenhänge erst nach einigen Kapiteln klar werden. Die Hauptfiguren Bartholomew und Pikey treffen erst ziemlich spät aufeinander, dafür erfährt man umso mehr über Hetties Leben im Alten Land - als sogenannte "Wedernoch" im Haus einer Fee. Gerade diese Erzählungen bringen den Einfallsreichtum des Autors zum Ausdruck und zeigen, welche Fantasy-Talente in ihm stecken. Durch die umfangreichen Beschreibungen und die unkonventionellen Darstellungen von Figuren, Gegenständen, Landschaften und Städten entsteht ein lebendiges Bild dieser Welt, lässt ebendiese aber auch surreal erscheinen (Stichwort "Alice im Wunderland").

Obwohl die Handlungsstränge letztlich zu einem logischen Ganzen zusammenführen, tauchen einige Begebenheiten auf, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen bzw. sich nicht ganz logisch in die übrige Handlung einfügen. Das lässt die Geschichte etwas holprig und unterbrochen wirken, nicht so ganz ausgefeilt. Auch der Schreibstil ist stellenweise gestelzt, einige Phrase wiederholen sich öfters, Dialoge wirken unnatürlich. Trotzdem ist Bachmanns schriftstellerische Weiterentwicklung herauszulesen und im Zusammenhang mit dem ersten Teil bildet diese Dilogie eine sehr interessante, neuartige und kreative Fantasy-Welt.

Für Fantasy-Fans sowieso zu empfehlen; für alle anderen LeserInnen, die in eine nicht allzu umfangreiche Fantasiewelt hinein schnuppern wollen, sind sowohl "Die Seltsamen" als auch "Die Wedernoch" sicherlich eine willkommene Abwechslung.


Die Seltsamen
Die Seltsamen
von Stefan Bachmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessante Fantasygeschichte mit einigen Haken, 17. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Seltsamen (Gebundene Ausgabe)
Gleich vorweg: Normalerweise gehört Fantasy nicht zu meinen bevorzugten Lese-Genres. Trotzdem mache ich gerne hin und wieder Ausnahmen und führe mir andere Bücher zu Gemüte, um meinen Horizont in die Literaturwelt zu erweitern. Stefan Bachmann machte in seinen Interviews einen sympathischen Eindruck und da mich vor allem interessierte, wie er in seiner Jugend mit der Sprache umging, lag es für mich auf der Hand, sein Debüt zu lesen.

-- HANDLUNG --

Richtig reingezogen hat mich die Geschichte von Anfang an leider nicht. Der Prolog führt in die Grundhandlung ein: Es wird von der Zeit berichtet, in der sich das Portal zur Feen(- und Elfen?-)Welt öffnete und wieder schloss, was einen Krieg zur Folge hatte, der damit endete, dass Menschen und Feen seitdem mehr schlecht als recht zusammen leben. Die folgenden Kapitel handeln von den Lebensverhältnissen der Hauptfiguren Bartholomew und Mr. Jelliby und von den Problemen, die beide haben. Die Geschichte geht allerdings erst ab der Hälfte richtig los, was ich viel zu lang finde. Es wird einiges erzählt, was aber nicht wirklich zur Handlungsentwicklung beiträgt und eher wie Füllmaterial wirkt. Erst im 3. Drittel war für mich erkennbar, dass alles eine Struktur hat und zusammenhängt. Gegen Ende wurde es dann richtig spannend und endete mit dem berüchtigten Cliffhanger, von dem im Zusammenhang mit diesem Buch bereits oft berichtet wurde. Insgesamt ist die Handlung ausgeklügelt und gut durchdacht, wird aber durch zu viele "Füllkapitel" ziemlich gedehnt und dadurch gestört.

-- STIL & SPRACHE --

Ich selbst habe in meiner Jugend geschrieben und mich an einem Roman versucht, daher denke ich nachvollziehen zu können, wie einige stilistische Holprigkeiten zustande gekommen sind. Auffallend waren vor allem die vielen (inneren) Monologe und viel zu ausführlichen Beschreibungen banaler Dinge, anstatt sich auf das Miteinander der Figuren zu konzentrieren, sowie auf das Wesentliche. Zwar braucht eine Fantasygeschichte mehr Beschreibung als etwa ein Thriller oder Krimi, hier wurden aber vor allem Kleinigkeiten im Detail ausgeführt. Andererseits werden interessante Orte (z.B. der Feenmarkt) etwas vernachlässigt. Manche Geschehnisse, die man in vier Sätzen anschaulich und spannend schildern könnte, erstrecken sich über zwei Seiten und wirken dadurch ausgeleiert und nicht auf den Punkt gebracht. Die Sprache ist teils altmodisch-blumig, was mir hier eigentlich gefällt, allerdings empfand ich gewisse Dinge als störend, z.B. die vielen "Oh" und "Ach" in Dialogen, was die Figuren sehr melodramatisch rüberkommen ließ. Immer wieder sind Sätze sehr lang gezogen und durch Nebensätze gespickt, was lange und teils unübersichtliche Schachtelsätze entstehen lässt, in denen man sich leicht verirrt.

-- FIGUREN --

Die zwei Hauptfiguren wirken durch die wenigen Dialoge sehr in sich gekehrt. Bei Bartholomew ist es verständlich, da er das Haus kaum verlassen darf und außer seiner Mutter und Hettie kaum Kontakt zur Außenwelt hat. Trotzdem ist er ein liebevoll gezeichneter Charakter, der sich für seine Schwester in Gefahr begibt und im Grunde nichts anderes möchte, als von anderen akzeptiert zu werden. Mr. Jelliby hingegen wirkt trotz seines Erwachsenseins etwas naiv und ziellos. Er kommt fast ein wenig rüber, wie ein Junior-Detektiv, der durch Zufälle in einen Fall verwickelt wird, den er nun unbedingt aufklären will. Die "Freundschaft" zwischen Bartholomew und Mr. Jelliby entwickelt sich allerdings nicht so, wie ich es erwartet hätte, denn obwohl sie gemeinsam unterwegs sind und den finsteren Machenschaften auf den Grund gehen bleiben sie einander eher fern. Bei den Nebenfiguren wusste ich manchmal nicht, von wem die Rede ist, da vor allem die Fantasiegestalten so unkonventionell beschrieben sind, dass es schwer ist, sich alles zu merken und sie auseinander zu halten.

-- FAZIT --

Bachmanns Fantasie ist sicherlich bewundernswert und auch seine Fähigkeit, alles in Worte zu fassen und eine Geschichte aufzubauen. Dennoch war dem Buch leicht anzumerken, dass es das Werk eines sehr jungen Autors ist, der noch am Beginn seiner Schreibkarriere steht. Das ist kein Schwachpunkt, im Gegenteil - wenn Bachmann mit 16 in der Lage war, so etwas wie "Die Seltsamen" zu schreiben, zu was wird er dann wohl mit 26 in der Lage sein? Trotzdem bleiben einige stilistische Schwächen, die bei mir nur für 3 Sterne reichen. Was mich bei der Fortsetzung erwartet, kann ich nur erahnen, aber wenn sie "nur" gleich gut ist wie dieser Teil, ist sie das Gelesenwerden schon wert.

Eine kleine Anmerkung zum Schluss: Die oft ausgesprochenen Vergleiche zwischen Bachmanns Büchern und "Harry Potter" kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Letzterer fällt immerhin unter zeitgenössische Fantasy, während "Die Seltsamen" im 19. Jahrhundert spielen und ein ganz anderes Grundthema aufweisen. Ich weiß nicht, inwieweit Fantasygeschichten untereinander vergleichbar sind, aber wer bei diesem Buch so etwas wie "Harry Potter" erwartet, wird eher enttäuscht sein.


Fear Street - Mordnacht
Fear Street - Mordnacht
von R. L. Stine
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 7,50

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischendurch etwas zäh, aber okay, 14. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Fear Street - Mordnacht (Gebundene Ausgabe)
In Erinnerung hatte ich "Mordnacht" als eines der spanndendsten Fear-Street-Bücher. Nachdem ich es nun nach einigen Jahren ein zweites Mal gelesen habe, bin ich anderer Meinung. Im Original 1994 unter dem Titel "Bad Dreams" erschienen, geht es hier um eines der wohl grundlegendsten, spannenden Phänomene: Albträume.

Die Handlung beginnt im Alltag der Hauptfiguren, der bald von den seltsamen Ereignissen überschattet wird. Leider kommt im Laufe der Geschichte keine Art von Spannung auf, wie man sie aus anderen Bänden der Reihe kennt. Das Finale ist unerwartet und aufregend, aber bis es so weit ist, gibt es nicht allzu viele Geschehnisse, die einen fesseln und in die Geschichte reinziehen.

Alles in allem zwar ein lesenswerter Fear-Street-Band, der allerdings ein gewisses "Ausgefeilt-sein" vermissen lässt.


Fear Street - Mörderische Krallen
Fear Street - Mörderische Krallen
von R. L. Stine
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen Spannend, mit einigen Holprigkeiten, 9. März 2015
Im englischen Original unter dem schlichten Titel "Cat" veröffentlicht, ist dieser Band wohl eher dem Tierhorror-Genre zuzuordnen - zugeschnitten auf die Fear-Street-Reihe. Die Ich-Perspektive wirkt meiner Ansicht nach nicht sonderlich passend für diese Geschichte. Die Dialoge sind leider oft gestelzt und unnatürlich geraten (was vielleicht an der Übersetzung liegt).

Auch der Aufbau kommt nicht an jenen anderer Bände heran, da ich das Gefühl bekommen habe, dass ziemlich viel gefüllt wurde. Das Finale ist zwar überraschend und unvorhersehbar, spielt sich aber leider nur auf ca. 5 Seiten ab, was für einen Showdown etwas zu wenig ist. Auch das Ende ist sehr abrupt und lässt den Leser eigentlich nicht mit den Figuren abschließen. Für jeden Fear-Street-Fan empfehlenswert, aber lange nicht so gut wie beispielsweise "Falsch verbunden".


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