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Beiträge von Steffen Petersen
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Rezensionen verfasst von
Steffen Petersen "p_066"

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Hess 14538 - Zahnputzuhr
Hess 14538 - Zahnputzuhr
Wird angeboten von MMP Living
Preis: EUR 6,84

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Falsche Laufzeitangabe in Artikelbeschreibung, 9. Januar 2012
= Haltbarkeit:1.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Hess 14538 - Zahnputzuhr (Babyartikel)
Die hier beworbene "Sanduhr 3 Minuten..." läuft genau 2 (in Worten: ZWEI) Minuten! Fehlmessung meinerseits absolut ausgeschlossen, mehrfach wiederholt. Da ich also eine Sanduhr mit Laufzeit 3 Minuten gesucht habe, läuft diese hier mit 2 Minuten genau 1 Minute zu kurz (ja, lieber Hersteller, das ist höhere Mathematik). Die Produktnummer auf der Umverpackung stimmt mit der hier im Amazon dargestellten überein - also keine Verwechslung passiert. Hat man hier vielleicht den Sand für die "restliche Minute" gespart? Also liebes Amazon und lieber Hersteller: bitte passt die Artikelbeschreibung an.

Zur Wiederholung für alle Schulkinder: wer also eine Sanduhr mit genau "2" Minuten Laufzeit sucht darf hier sofort zuschlagen. Diejenigen die eine mit "3" Minuten Laufzeit haben wollen (wie ich) müssen leider weitersuchen.

Ach noch was: auf dem Display der Umverpackung oben steht "Hess-Spielzeug, damit Kinderaugen strahlen", unten steht "Dekoration - kein Spielzeug". Ja was nun - "Spielzeug" oder nicht? 1 Stern also für die zumindest abwechslungsreiche Farbgebung der Uhr, ansonsten erfüllt sie ihren Zweck *für mich* absolut nicht und ist deshalb ein Fall für die Rücksendepost.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 11, 2012 5:34 PM MEST


Terminator - Die Erlösung (Director's Cut) [Blu-ray]
Terminator - Die Erlösung (Director's Cut) [Blu-ray]
DVD ~ Christian Bale
Preis: EUR 8,99

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwamm drüber. Freuen wir uns jetzt schon auf T5, 26. März 2010
Netter Actionfilm. Aber mehr auch nicht.
So "episch" wie T1 und T2? Ganz sicher nicht.

Der Streifen ist ganz weit davon entfernt den Geist der "alten" Terminator-Filme einzuatmen. Wer sich an dieses Franchise traut, der muss sich imho auch einen Vergleich mit den anderen Filmen gefallen lassen. Und genau hier bricht sich der Film das Genick. Anfangs noch überzeugend durch gute Kulisse, düstere Endzeitstimmung und gute Action, manövriert sich die Handlung in der zweiten Hälfte in einen unausgegorenen Konflikt zwischen J.Connor und einem Halb-Mensch-Halb-Terminator, der auf der Suche nach seiner Bestimmung ist. Der Tiefpunkt ist dann erreicht als der finale Kampf zwischen Mensch-Maschine aber auch gar nichts Innovatives mehr zu bieten hat, stattdessen nur Versatzstücke und Zitate der vorherigen Streifen darbietet. Das war wohl als Remineszenz gedacht, wirkt jedoch nur noch lächerlich und armselig. Die Fussstapfen die der Film betreten hat sind einfach viel zu groß, man darf hoffen, dass ein fähigerer Regisseur und besserer Drehbuchschreiber sich des Themas wieder annehmen.

CHRISTIAN BALE und SAM WORTHINGTON spielen ambitioniert, wirken jedoch streckenweise unterfordert, oder leiden an schlechter Regiearbeit. So richtig mag man mit den dargestellten Charakteren nicht mitfühlen auch weil der Film in äusserer Action erstickt und sich nicht die Zeit für innere Konflikte oder die Beziehungen der Figuren nimmt. (Naja, hier erkennt man im Vergleich die Regiegröße Cameron sehr deutlich, unter dessen Stern McG völlig -und zurecht- verblasst).

5 Punkte für Actionfans
3 für alles-Anseher
2 Punkte für diejenigen die sich eine Fortentwicklung des Terminator-Themas erhoffen.

Schwamm drüber. Freuen wir uns jetzt schon mal auf T5.


Avatar - Aufbruch nach Pandora (Limited Edition im Schuber) [Blu-ray]
Avatar - Aufbruch nach Pandora (Limited Edition im Schuber) [Blu-ray]
DVD ~ Sam Worthington
Wird angeboten von schnellundbilligwarenhandel:
Preis: EUR 25,88

14 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kino-Magie, 15. Januar 2010
Diese Rezension bezieht sich auf die 3D-Variante des Films, den ich im Kino gesehen hatte und hiermit berichte ich von dieser unglaublichen Reise auf einen unglaublichen Planeten.

Wie kann man es in Worte fassen wenn nach 3 Stunden (die wie im Fluge vergehen) im Kinosaal die Lichter angehen und man langsam wieder in das reale Leben zurückkehrt, und man es genau so schmerzhaft empfindet wie Jake Sully, der gelegentlich seinen Avatar verlassen muss? Kann man etwas in Worte fassen, dass man gesehen, ja erlebt haben muss? Es ist schwer.

Um es knapp zusammenzufassen: der Film rockt!
Cameron gibt dem Kino das zurück, was ich sooo lange nicht mehr erleben durfte: MAGIE ! Der Film steckt voller magischer, unglaublicher Momente und Cameron erfindet hierzu ebenso fantastische visuelle Bilder die man so noch nie gesehen hat. Mehr als einmal schenkt Cameron seinem Publikum Motive und Bilder, die dank ihrer ikonografischen Kraft ebenso in die Geschichte des Kinos eingehen werden wie die seiner bisherigen Filme.

Ist es ein "Special-Effect"-Film? Nein, eigentlich nicht. Denn alles auf der Leinwand (darf man noch Lenwand sagen? Nein, eher: im "Raum") wirkt so real, lebendig und greifbar, dass man völlig vergisst dass diese Welt ein Kunstprodukt ist. Und Cameron hat ihn bezwungen, das widerspänstige Biest, dass sich 3D - oder genauer: stereoskopische Darstellung - nennt. Bilder von dieser intensiven Räumlichkeit und Plastizität habe ich noch nie im Kino gesehen - und ich habe jetzt schon einiges gesehen was sich "3D-Film" nennt. Und alles dient dem einen Zweck: nicht die Geschichte zum Zuschauer zu bringen, sondern den Zuschauer in die Geschichte zu versetzen. Mittendrin, statt nur dabei.

Sind die Figuren aus dem Rechner real? Sind sie glaubhaft? Ja, das sind sie. Ich hatte sehr hohe Erwartungen an die Qualität der CGI und des Motion-Capturings - und sie wurden weit übertroffen. Der ganze Film fällt oder steht mit der Glaubhaftigkeit seiner Darsteller, dass man ihre Emotionen spüren kann. Man darf aufatmen: Cameron hat hier einen neuen Masstab erschaffen, der seinesgleichen sucht.

Das ironische bei der Sache ist: Cameron erzählt von den Werte der Natur und des Ursprünglichen, benötigt hierzu aber die aufwändigsten technischen Mittel mit denen ein Film jemals realisiert worden ist.

Ist der Film ktischig? Oh ja, das ist er. Sehr sogar. Aber es fühlt sich wohlig und warm an. Und mehr als einmal hat mich eine Gänsehaut daran erinnert, dass ich noch ich selbst bin, in einem schnöden Lichtspielhaus sitzend, und nicht wirklich nach Pandora gereist bin. Ach ja, und wenn sich die Geschichte ihrem Klimax nähert und man meint alles gesehen zu haben, zündet Cameron ein Action-Feuerwerk der Superlative und zeigt dem Rest der Welt wie man es macht. War da eine (Freuden-)Träne in meinem Auge?

Was kann man über einen Film sagen, dessen Magie man nur unzureichend in Worte fassen kann, den man selbst "erlebt" haben muss? Ich schliesse mich da Cameron an, der allen Kritikern gerne antwortet: "Der Film spricht für sich selbst".

Wie wahr.

(Ach ja: wie war das mit "2012, Emmerich"? ..äh, wer ist Emmerich??)
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 4, 2010 7:38 PM CET


Western Digital WDE1UBK10000E Elements externe Festplatte 1 TB HDD USB2.0 schwarz
Western Digital WDE1UBK10000E Elements externe Festplatte 1 TB HDD USB2.0 schwarz

22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Defekter Netzadapter, 24. Mai 2009
Im Prinzip eine gute und preisgünstige Festplatte für den Einsatz als Backup- oder Arbeitsmedium. Es fehlt ein separater Ein-/Aus-Schalter, die Platte läuft wenn an Strom und PC-USB angeschlossen. Die Platte geht dafür nach kurzer Zeit in einen Ruhemodus und springt bei Zugriffsversuch selbständig wieder an - das klappt ganz gut.

Ich besitze 3 dieser Festplatten. Bei der 3.ten Bestellung war das Netzteil ab Werk defekt. Ich habe es sofort zum Support-Center von WesternDigital geschickt und habe vergeblich auf schnelle Ersatzlieferung gewartet. Nunmehr sind 14 Tage verstichen und noch keine Rückmeldung von WD. Laut deren Supportseite kann es sein, dass ein zurückgesendeter Artikel erst 7 "Business Days" im System aufgeführt wird. Na das kann ja heiter werden. So stelle ich mir einen Kundensupport NICHT vor! Hätte ich die gesamte Platte gleich an Amazon geschickt, hätte ich vermutlich schon längst eine Ersatzlieferung bekommen.

Fazit: Amazon: Top - Western Digital Flop.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 4, 2009 6:30 PM MEST


Children of Men (2 DVDs) [Special Edition]
Children of Men (2 DVDs) [Special Edition]
DVD ~ Clive Owen
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 8,18

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düsterer Blick in die Apokalypse der Menschheit, 3. November 2008
(Diese Rezension betrifft den Film als solches, nicht die Ausstattung der DVD).

Grandioser, überraschend anspruchsvoller Film, der den Zuschauer in die Apokalypse der Menschheit katapultiert und ihn dort zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankend zurücklässt! Der Film entzieht sich (zum großen Glück weitestgehend) üblicher Blockbusterstruktur und Hollywoodlogik. Visuell beeindruckende Sets, Schauspieler, die wissen wann sie sich dem erzählten Stoff zuliebe zurücknehmen müssen und eine überragende Kameraarbeit machen den Film zu einer gelungenen Gesellschafts-Dystopie.

Im Zentrum der Geschichte steht der Zusammenbruch unseres politischen, religiösen und wirtschaftlichen Miteinanders und das Weichen jedweder Solidarität menschlicher Gruppierungen die unter dem Einfluss der Apokalypse stehen: Frauen sind unfruchtbar geworden. Da seit knapp 20 Jahren keine Kinder mehr geboren werden ist die Menschheit im Begriff auszusterben. Doch in diesem Umfeld, geprägt von Guerilla-Krieg und Terror, geschieht ein Wunder: eine Frau ist schwanger. Einem desillusionierten Bürokraten, wird wider Willen die Rettung dieser Frau aus den Kriegs-Wirren auferlegt und damit die Rettung der gesamten Menschheit.

Zunächst: der Film ist ein Symbol - und auf dieses konzentriert sich die Erzählung. Unserer Gesellschaft wird gnadenlos der Spiegel vorgehalten: Aus der menschlichen Gesellschaft ist jede Menschlichkeit gewichen. Tieren gleich fallen die verschiedenen Interessensgruppen oder Einzelkämpfer übereinander her, Wozu und Weshalb wird nur angedeutet (es ist aber nicht schwer sich die fehlenden Puzzlestücke gedanklich vorzustellen). Held und Heldin machen sich im übertragenen Sinne auf die Suche nach dem letzten Rest Menschlichkeit in diesem Tumult und müssen beweisen, dass es ein anderes, hoffnungsvolleres, Lebensmodell geben kann. Der Film wirft viele Fragen auf, kann und möchte sie jedoch nicht umfassend beantworten. Er dürfte alleine deshalb schon für viel Gesprächsstoff sorgen - und das ist sicher gewollt: Was macht den Mensch zum Menschen?

Der Film ist spannend erzählt, doch wäre er damit leere Hülle kämen nicht noch andere Faktoren hinzu die mich in seinen Bann gezogen haben.

Zuallererst ist es die Darstellung der untergehenden Städte an sich. Weite Teile der Geschichte spielen in London: Im Jahre 2027 ist aus der Metropole ein überbordender multikultureller Schmelztiegel geworden in dem die Spannung und Unruhe der Zeit im Gesicht jedes einzelnen Bewohners abzulesen ist. Die visuelle Gestaltung der verfallenen Stadt ist schlichtweg beeindruckend. Nur am Rande sei erwähnt, dass dieses Setting Spielbergs quietschvergnügte Technikutopie in "Minority Report" aufs heftigste konterkariert. "Children of Men" projiziert hier den urbanen Alptraum aus den Krisenzentren dieser Welt in eine nicht allzu weit entfernte Zukunft. Durch die Nähe zur Realität kam ich nicht umher mir einzugestehen: "Wenn es jemals den Zusammenbruch unserer Gesellschaft geben sollte - ja, genau so würde es zugehen". Die Städte zerfallen, Menschen werden zusammengetrieben und in Ghettos gesperrt, die Oberschicht grenzt sich aus und schickt das Militär um die Dinge zu regeln. Wenn notwendig, wird von jeder Partei rabiat zurückgebombt. Der Film ist auch eine unüberhörbare Warnung an die Wiederholung bereits gelebter Geschichte.

Um dieses Setting in Szene zu setzen wird oft mit verwackelten Bildern einer Handkamera gearbeitet, das verleiht den Ereignissen eine große Authentizität und rückt die Handlung näher ans dokumentarische. Immer dicht bei der Perspektive des (Anti-)Helden bleibend, begleitet der Zuschauer seine Erlebnisse am Abend der Menschheit.

Raffiniert ist die schauspielerischen Arbeit der Darsteller dosiert: Während sich beispielsweise Michael Caine noch als alternder Hippie austoben darf wirkt die Darstellung des "Helden" durch Clive Owen zunächst lustlos, geradezu unbeteiligt, als hätte man ihn aus seinem privaten Wohnzimmer direkt vor die Kamera geschoben. Etwas verstört und enervierend schleppt er sich zunächst durch die Handlung. Seine Figur wirkt deshalb umso lebensnaher, eben ein "echter" Mensch, er verhält sich wie wir alle es vielleicht tun würden. Auch das verleiht dem Film einen erfrischenden und spannenden Realismus. Wer überzeichnete Charaktere sucht auf die er seine Heldenfantasien projizieren kann, muss sich andere Filme ansehen.

Wie stark muss der Kitt sein, der unsere Gesellschaft zusammenhält? Wie dünn ist die Grenze zwischen Terrorwahn und der legitimen Verteidigung eigener Interessen? Der Film zeigt, dass es Kräfte gibt, die in der Lage sind alle Grenzen zu überwinden.

/// SPOILER. Bitte diesen Abschnitt überspringen wenn Sie den Film noch nicht kennen. Es wird hier etwas über den Ausgang der Geschichte erzählt:

Überaus beeindruckend gelingt das in folgender Szene: Schwer bewaffnete Soldaten die mit Panzern vor einem Flüchtlingsheim Stellung bezogen haben und gerade dabei sind es in Schutt und Asche zu bombardieren stellen Ihre Kampfhandlung ein als daraus die junge Mutter, ihr Baby für alle sichtbar im Arm haltend, heraus kommt. Die Soldaten weichen und bilden eine Gasse. Es fällt kein einziger Schuss mehr. Beängstigende Stille legt sich auf das Straßenviertel, aus dem Sekunden zuvor noch Explosionen, Mord und Totschlag zu hören war. Die Filmkamera (und damit der Zuschauer) bahnt sich ihren Weg durch die Mauer der Soldaten die ungläubig starren, einige Knien oder bekreuzigen sich. Das ist Gänsehaut-Kino wie man es leider nur selten zu sehen bekommt.

SPOILER ENDE ///

Fazit:

Empfehlenswert für Freunde spannungsreicher Wechsel zwischen leisen und lauten Tönen. Punktuell recht brutal, behält dennoch immer Kontakt zu seinem gesellschaftskritischen Boden.
Sehenswerter Film der nachdenklich stimmt. Mindestens 4 Sterne für eine interessante Story, gute Darsteller und grandiose Umsetzung im Detail. Ich möchte realistisch bleiben: die Höchstwertung bleibt Filmen vorbehalten die tatsächlich Meilensteine ihres Genres (geworden) sind oder mehr zu erzählen vermögen als zu sehen ist. Ob "Children of Men" diesem Anspruch gerecht wird mag jeder für sich selbst entscheiden.


Salz auf unserer Haut. Bild Bestseller Bibliothek Band 25
Salz auf unserer Haut. Bild Bestseller Bibliothek Band 25
von Benoite Groult
  Gebundene Ausgabe

28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles Buch, 24. November 2006
Oh la la, was für ein Sprachgewitter, dass über den Leser hereinprasselt. Mal offen, mal verschwiegen - mal derb, mal sinnlich; die Autorin findet unglaubliche Worte und Wortwendungen um uns in eine geheimnisvolle Liebes- und Lebensgeschichte zweier Menschen zu führen. Zwischen den Zeilen steht mehr als zu Papiere steht und man muss schon ein eigenes Stückchen Lebenserfahrung mitbringen, ohne dessen Hilfe man wohl vieles nicht wird entziffern können.

Zur Geschichte:

Sie, eine Pariser "Intellektuelle" lernt in der Unbeschwertheit Ihrer Jugend einen bretonischen "Bauersburschen" kennen und verbringt mit ihm eine Nacht am Meer. Seitdem verbindet beide eine geheimnisvolle, durch körperliche Anziehung geprägte Liebe, die beider Lebenswege, so unterschiedlich sie auch verlaufen mögen, kreuzen lässt - dies aller Hürden und nicht zueinander passender Weltanschauungen und Interessen der beiden zum Trotz.

Das Buch ist oberflächlich betrachtet wenig aktionsreich, ein erotisches Stelldichein wechselt sich mit dem nächsten ab, unterbrochen von zusammenfassenden Blicken auf den zwischendurch zurückgelegten Lebensweg der Protagonistin und Ihres Mitspielers. - Aber halt! - Mit dieser einfachen Struktur und der Banalität des chronologischen Erzählens legt die Autorin ein geniales Fundament auf dem sie mit präziser, moderner und wortgewaltiger Sprache ein Feuerwerk von Gefühlen, Glück und Schmerz zündet, dass es - vorausgesetzt man kann sich dem Metier öffnen - einem schier die Sprache verschlägt.

Nie will die Liebesgeschichte den Leser auf plumbe Art zufriedenstellen, die Autorin gibt uns keine einfache Formel in die Hand um das gemeinsame Glück, die Zufriedenheit von Abneigung und Missbilligung unterscheiden zu können. Die Zerrissenheit dieser Liebe, das Knistern ist förmlich zu spüren. Die Autorin entwirft für die beiden Protagonisten Lebensbilder, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, nur um dieser Spannung die ungeheuerliche Anziehungskraft deren Körper entgegenzusetzen - und innerhalb der Geschichte lässt sie vor dem Auge des Lesers ihre Darsteller mit gieriger Kraft "aufeinanderprallen".

Was für eine wunderbare Geschichte.

Was für eine wunderbare Sprache.

Ich persönlich zähle das Buch zu dem Besten was ich bisher gelesen habe und lege sie aufgeschlossenen und lesefreudigen Zeigenossen sehr ans Herz. Man sei aber gewarnt: sicherlich nicht jedem wird sich die Kraft dieser Erzählung erschliessen.


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