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Rezensionen verfasst von
Andreas Wittenburg (Hamburg, Hamburg Deutschland)
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Rendezvous mit einem Mörder: Roman
Rendezvous mit einem Mörder: Roman
Preis: EUR 6,99

1.0 von 5 Sternen Science-Fiction-Erotik-Trash, 28. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine Polizistin, die in der Zukunft Kriminalfälle löst, klingt zunächst nach einer unterhaltsamen Prämisse, bis nach diesem ersten Roman einer langen Serie (16 Teile) ein intellektueller Kater wie nach einem ganz billigen Fusel einsetzt. Eingebettet in ein dürftig ausgestaltetes Szenrio, dass sich mit üblichen Zukunftsklischees abmüht und bereits veratet wirkt (der Roman ist von 1995), versucht sich die Autorin an einer modernen Agatha Christie-Variante mit mehreren Morden, der Einführung einiger Verdächtiger und einigen launigen Wendungen, bis der Täter schließlich gefasst wird.

Was mir die Freude an der zum Teil spannenden Handlung verdorben hat war die platte, uninspirierte Sprache des Romans, die sogar als leichte Lektüre für einen Urlaub zu flach ist und wirkt, wie von einer hormonvernebelten Viertklässlerin geschrieben. Dagegen liest sich "50 Shades of Grey" wie Thomas Mann. Gekrönt wird das Buch von sprachlichen Fehlern, die auf eine unfähige Übersetzung und ein miserables Lektorat schließen lassen.

Noch schlimmer ist der wahllos und unmotiviert eingeflochtene Sex. Hier überrascht die Autorin mit einem Frauenbild von vorgestern: die zunächst als willenstark und spröde eingeführte Protagonistin wird in den Armen des gutaussehenden, reichen und mysteriösen Verdächtigen weich und gibt sich ihm mehrere Male hin - natürlich nach großem inneren Ringen. Das ist so seifig und prüde beschrieben, dass es vermutlich nur als dampfende Phantasie für vertrocknete Rentnerinnen taugt. Wem es Vergnügen bereitet, sich von diesem intellektuellen Schnellkochtopf die Birne weich kochen zu lassen, der kann erleichtert aufatmen: es erscheinen regelmäßig Fortsetzungen. Klingt nach Soap Opera? Schlimmer, den dort sind die Folgen nach 45 Minuten vorbei.


Auslöschung: Buch 1 der Southern-Reach-Trilogie
Auslöschung: Buch 1 der Southern-Reach-Trilogie
Preis: EUR 13,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein mysteriöses Lesevergnügen, 28. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass ich noch Buch wie dieses gelesen habe. Eine abstrakte und mysteriöse Geschichte, die sich allen Kategorisierungen entzieht und mich bis zum letzen Wort gefesselt hat. Vier Frauen, die nur mit ihrer Berufsbezeichnung benannt sind, brechen als zwölfte Expedition in die "Area X" auf, ein Areal, dass durch einen nicht benannten Vorfall verändert wurde und nach außen abgeriegelt ist. Aus der Perspektive der "Biologin" als Expeditionstagebuch aufgeschrieben, hat der Leser immer den Kenntnisstand der Protagonistin, was den Roman ungemein spannend macht. Mit jedem Tag entdecken die Frauen größere Mysterien, bis die ersten grausamen Zwischenfälle geschehen und die Handlung nach einem sehr zögerlichen Start an Fahrt gewinnt.

Außergewöhnlich ist der fast wissenschaftliche, beschreibende Ton, durch den die verworrende Handlung einen klaren Rahmen erhält. Von der Angst besessen, ihre Objektivität zu verlieren, bemüht sich die Hauptfigur um eine möglichst sachliche Schilderung der immer surrealer werdenden Ereignisse.

Manchmal enzieht sich der Autor etwas zu sehr einer möglichen Auflösung und lässt zu vieles im Unklaren. Es bleibt bis zum Schluss dem Leser überlassen, aus den Fragmenten eine Erklärung zusammen zu setzen. Das überwiegend irrationale Verhalten der vier Frauen, vor allem der spröden Hauptfigur, macht es zudem schwer, sich in die Figuren hinein zu versetzen. Erst gegen Ende öffnet sich eine emotionale Ebene, die mich dann aber umso intensiver mitgerissen hat. Am Ende bleiben mehr Fragen als Antworten und eine ganz große Vorfreude auf Teil 2 und 3 der Geschichte.


Anleitung zur Schwerelosigkeit: Was wir im All fürs Leben lernen können
Anleitung zur Schwerelosigkeit: Was wir im All fürs Leben lernen können
Preis: EUR 15,99

3.0 von 5 Sternen ein Perspektivwechsel aus erster Hand, 28. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Chris Hadfield ist sicher einer der "Popstars" der Raumfahrt. In Zeiten, in denen die immensen Ausgaben in Frage gestellt werden, ist, neben der Forschung, die Vermarktung des Weltraumprogramms eine der wichtigen Aufgaben der Astronauten. Hadfield gelingt es mit diesem Buch, wie schon mit seinem Youtube-Video, die Faszination des Themas greifbar zu machen, und lässt den Leser an seiner außergewöhnlichen Lebensgeschichte teilhaben. Vom Beginn seines Traumes, über die harte Ausbildung bis zu seinen Einsätzen schildert er seinen Weg spannend und abwechslungsreich. Am interessantesten ist es, wenn er die Ereignisse beschreibt: die Vorbereitung, das harte Training und als Krönung der Aufenthalt auf der ISS. Vor allem in den Details zeigt sich seine Beobachtungsgabe. Leider lässt er sich auch zu ausschweifenden philosophischen Betrachtungen über Demut, Durchhaltevermögen und Führungsfähigkeiten hinreißen, die sich ein bisschen wie ein Ratgeber zu "So werde ich ein besserer Mensch" lesen. Das wirkt manchmal sehr abstrakt und ein wenig eingebildet. Leider wiederholt er sich hier häufig und verfällt teilweise in einen platten Patriotismus. Das schwierige Thema Familie streift er hingegen nur am Rand. Insgesamt irritieren die thematischen Sprünge - dadurch fehlt es dem Buch ein wenig an rotem Faden.

Eine Tiefpunkt und auch Anlass der Wertung ist die Qualität des eBooks. Andauernd harte Trennungen mitten im Text, ungenau positionerte Initalien, schlecht gesetzte Headlines, noch holperigerer Blocksatz als sonst, und auch die Übersetzung ist nicht frei von Fehlern (ein Indiz für ein schluderiges Lektorat). Wenn ich fast den Preis des gedruckten Werks bezahle erwarte ich einen bestmöglichen Satz. In diesem Fall wurde mein Lesevergnügen stark getrübt.


channel ORANGE
channel ORANGE
Preis: EUR 5,99

27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weckt mich wenn der Soul zurück ist, 20. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: channel ORANGE (Audio CD)
Es ist bedauerlich, was aus dem Stil geworden ist, der wie kein anderer in der amerikanischen DNS verwurzelt ist - der R&B/Soul. Seele war weit und breit seit Jahren nicht mehr zu spüren, es sei denn in den möglichst originalgetreuen Nachbildungen von Sharon Jones oder Raphael Saadiq. Die Stars des Genres wie Beyonce, Kelis oder Usher haben sich größtenteils auf maschinenhaft rasselnden Elektropop oder Eurotrash a la David Guetta verlegt, der wie eine Marketing-Kalkulation wirkt.

Doch Hoffnung naht. Das unfassbare '"Mirrorwriting'" von Jamie Woon im letzten Jahr und Drakes '"Take Care"' waren bereits Lichtstreifen am Horizont, und nun legt Frank Ocean nach. Nach Lana Del Ray ist man etwas vorsichtig mit Hypes, aber "Channel Orange" ist unglaublich gut und braucht die aufgeblasene Diskussion um sein Schwulsein im Grunde nicht.

Das erste Stück '"Thinkin Bout You"' eröffnet ähnlich wie Drakes '"Over My Dead Body'" und legt mit minimalistischem Elektrobeat und feinem Crooning den Rahme für das Album fest. Im Mittelpunkt steht Oceans warme und wandlungsfähige Stimme, die an große Vorbilder erinnert; '"Sweet Life'" atmet Stevie Wonder, während er auf '"Fertilizer"' ein wenig wie Lenny Kravitz klingt. Der überwiegende Teil der Stücke bleibt ruhig, aber auch die schnelleren Titel wie '"Lost"' oder "'Monks"' behalten ihren lässigen Flow.

Die Produktion bedient sich aus dem gesamten Kaleidoskop des Genres: elegante Bläsersätze und Backgroundvocals lassen die seligen 60er durchschimmern aber auch moderne Elektrobeats und Hip-Hop-Versatzstücke fügen sich harmonisch ein. Die kurzen Soundschnipsel zwischen den Stücken fügen dem Album einen weiteren ungeschliffenen Aspekt hinzu.

Seit langem schon hat kein Künstler mehr ein derart vielfältiges und frisches Album veröffentlicht und die Zwänge eines Genres so lässig gesprengt. Man will dem jungen Mann nicht zu viel aufladen, aber er könnte ein ganzes Genre befreien.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 19, 2012 12:18 PM CET


Sony NEX-7B Systemkamera (24 Megapixel, 7,5 cm (3 Zoll) Display, Full HD Video) Gehäuse
Sony NEX-7B Systemkamera (24 Megapixel, 7,5 cm (3 Zoll) Display, Full HD Video) Gehäuse
Wird angeboten von Lang GmbH
Preis: EUR 679,00

26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein großer Schritt nach vorne - trotz zwei Fragezeichen, 16. Februar 2012
Nach den Apple-Produkten haben nun offenbar auch Kameras eine religiöse Ebene erreicht. Schon Monate vorher in Foren und auf Gerüchteseiten angekündigt, wird das Begehren durch exklusiv an Fotografen und Blogs ausgegebene Exemplare dermaßen angeheizt, dass man ausrufen möchte: "Es ist nur ein Fotoapparat". Nach der Fujifilm X100 nahm das besonders bei der NEX 7 groteske Züge an.

Nun, da sich der Staub der Lobpreisungen und Verrisse gelegt hat und die NEX 7 in der Realität ankommt bleiben viele Ausrufe- und wenig Fragezeichen. Man hat den Eindruck, Sony hat den Kunden genau zugehört und das Konzept der NEX-Kameras in Richtung fortgeschrittener Benutzer weiterentwickelt. Die Kamera bietet ein stabiles Magnesiumgehäuse, dessen Größe die Kopflastigkeit der NEX 5 abmildert, ein flexibles Display, den bislang besten elektronischen Sucher und das hervorragende Bedienkonzept "Tri-Navi". Statt Konzepte der analogen Fotografie wiederzukäuen wurde hier ein wirklich innovativer neuer Ansatz entwickelt. Die Bedienelemente sorgen auch dafür, dass man selten in die Menüstruktur abtauchen muss, die in der gesamten NEX-Familie eher ein Schwachpunkt ist.

Zwei viel diskutierte Kritikpunkte trüben für mich den Eindruck: Die Bildqualität ist aufgrund der höheren Sensorauflösung schlechter als bei der deutlich günstigeren NEX 5. Das zeigt sich zwar nur bei höheren ISO-Zahlen und bei großen Abzügen, bleibt aber fragwürdig. Die größeren Dateien lassen allerdings mehr Spielraum in der RAW-Bearbeitung, was diesen Aspekt stark abmildert.
Das gravierendere Problem sind die fehlenden Objektive. Wie eine hochwertige Stereoanlage mit schlechten Boxen verschenkt Sony hier viel Potenzial. Ständige Hinweise auf die zukünftige Roadmap täuschen nicht darüber hinweg, dass die Konkurrenz hier mehr am Start hat. Die angebotenen Lösungen sind alle eher unbefriedigend: Das Zeiss-Objektiv ist verflucht teuer, der E-mountadapter macht die Kompaktheit zunichte und nicht jeder hat Lust darauf, mit Adapterringen und alten Objektiven zu hantieren. Eine weitere kleine Schwäche ist die kurze Akkulaufzeit - wahrscheinlich durch das große Display und den Sucher. Ein Ersatzakku sollte immer mit an Bord sein. Auch an den elektronischen Sucher musste ich mich erst gewöhnen. Egal wie gut die Auflösung ist - Spiegelreflexfeeling kommt nicht auf. Hier gefällt mir das hybride Konzept der X100 besser.

In den zwei Wochen mit der Kamera habe ich den Eindruck, dass die NEX 7 als erste Kamera hält, was das spiegellose Konzept versprochen hat: eine kompakte Alternative zu Spiegelreflexkameras, ohne größere Kompromisse bei Bedienung und Bildqualität. Wenn nun zügig angemessene Objektive kommen könnte das eine Freundschaft für Jahre werden.

Die krakeelenden Jünger orakeln sowieso schon über den Nachfolger - und ich habe meine Ruhe.


AKG Q460 Quincy Jones High Performance faltbare Mini Kopfhörer - weiß
AKG Q460 Quincy Jones High Performance faltbare Mini Kopfhörer - weiß
Wird angeboten von tech-versand
Preis: EUR 111,00

12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Klang top - komfort so lala, 9. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem Künstler schon lange als Testimonials für Kleidung, Autos und Lifestyleprodukte herhalten müssen ist nun offenbar die Zeit gekommen, in der Musiker Kopfhörer mit ihren Namen adeln (vermutlich angetrieben durch den riesigen Erfolg von Dr. Dre's Kopfhörern). Inwieweit der AKG Q460 durch den 77-jährigen Quincy Jones geadelt wird sei dahingestellt - auch wenn er den Megaseller "Thriller" produziert hat. Zunächst bezahlt man einen saftigen VIP-Zuschlag gegenüber dem zugrunde liegenden AKG K 450. Dafür gibt es (auf Wunsch) frische Farben, zwei auswechselbare Kabel, eines davon mit einer kleinen Fernbedienung mit Mikrofon, und zwei schicken silbernen "Q" auf den Gehäusen.

Wer von Quincy Jones auf die Neutralität eines Studio-Kopfhörers schließt wird überrascht sein - neutral klingt der Q460 nicht. Von Beginn an überrascht er mit einem lebendigen, präsenten Sound. Bei den Bässen unterscheidet er sich deutlich vom dumpf-basslastigen Klang der "Beats by dre", schafft aber nicht die Wucht des Bassmeisters "Koss Porta Pro". Trotzdem sind die Bässe knackig ohne aufgebläht zu klingen, Höhen sind fein aufgelöst ohne scharf zu wirken. Sehr markig abgestimmt ist er in den Mittellagen, was in einigen überproduzierten Popstücken fast ein wenig zu viel des Guten ist. Was ihm ein wenig fehlt ist ein weit aufgelöster Raum. Instrumente und Stimmen klingen eher zusammengeschoben. Vor allem Klasssikaufnahmen fächert er nicht besonders weit auf - aber wer das wünscht schaut vermutlich bei anderen Kopfhörern.

Größte Enttäuschung war für mich der Tragekomfort. Ich habe einen ziemlich großen Kopf und war trotz Ausprobieren im Fachhandel nach längerem Tragen enttäuscht. Die Bügel haben nicht genug Rasten und lassen sich nicht weit genug herausziehen, sodass der Kopfhörer drückt und nicht ganz komfortabel auf den Ohrmuscheln liegt (das ist mir noch bei keinem Kopfhörer vorher passiert). Den Bügel zum Hinterkopf zu schieben ist für mich ein blöder Kompromiss. Die Muscheln drücken ziemlich kräftig gegen die Ohren, was nach einiger Zeit unangenehm wird und den Klang dumpfer macht, weil die Ohren regelrecht zugedrückt werden. Der wesentlich leichtere und offenere Sennheiser PX 100, den ich davor hatte, war wesentlich angenehmer zu tragen.

Am Ende muss jeder Entscheiden, ob er den happigen Mehrpreis zum K 450 bezahlen will, auch wenn Ausstattung und Klang besser sind. Was den Tragerkomfort angeht sollte der Kopfhörer auf keinen Fall ohne vorheriges Probetragen online gekauft werden. Für große Köpfe ist er eher unbequem. Da Klang subjektiv ist sollte er auf jeden Fall probegehört werden. Die derzeit beliebten "Beats by Dr. Dre" schlägt er, mit weniger Hip-Hop-Credebility, auf jeden Fall um Längen. Und meinen Klangeschmack trifft er fast vollkommen.


ABUS Faltschloss Bordo Granit X-Plus 6400/85, 45053
ABUS Faltschloss Bordo Granit X-Plus 6400/85, 45053
Preis: EUR 76,28

21 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gute Idee - nicht zu Ende gedacht, 1. November 2009
Die neuartige Bauform dieses Schlosses ist auf den ersten Blick ein brilliante Idee. Im unbenutzten Zustand kompakt gefaltet, bietet es beim Anschließen mehr Flexibilität als z.B. ein Bügelschloss. Zunächst überrascht das hohe Gewicht, aber dieses Schloss fällt bei Abus in die höchste Sicherheitsstufe, und auf dem Niveau braucht es eine Menge Stahl, um Diebe abzuhalten.
Der Eindruck trübt sich im Alltag. Das Anschließen gestaltet sich als relativ hakelig, und das Endsegment lässt sich bei ungünstigen Winkeln nur schwer in den Schließzylinder einführen.

Die größte Schwäche zeigt sich kurz darauf. Die Metallsegmente sind zwar beschichtet, doch die Oberfläche ist so hart, dass mir das Schloss den Rahmen innerhalb kurzer Zeit zerschrammt hat. Hier scheint Abus nicht bis zu Ende gedacht zu haben.

Also am Ende doch eine ummantelte Kette oder ein ummanteltes Stahlkabel. Schade um das viele Geld.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 20, 2012 2:30 PM MEST


Twilight: Volume 1
Twilight: Volume 1
von Stephenie Meyer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,70

23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hype über Hochgenuss, 17. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Twilight: Volume 1 (Taschenbuch)
Wenn Bücher auf dem Weg zum Hype einen bestimmten Punkt überschritten haben, ist es, als würde man in Gegenwart von Zeugen Jehovas die Bibel kritisieren. So auch die Twilight Saga - vermutlich die größte Massenhysterie seit Harry Potter.
Die Grundidee ist gar nicht mal schlecht: Anne Rice gekreuzt mit "Beverly Hills 90210". Was die Autorin daraus macht genügt leider nur Lesern, denen Herzschmerz über literarisches Niveau geht, denn die Schwächen sind unübersehbar.
Der Leser begleitet Bella, die, mit klischeehaft pubertären Nöten beladen, in den Wohnort ihres Vaters zieht, beim Einfinden in das neue Umfeld. Wie dutzende von Teenie-Fernsehserien zirkelt ihr Alltag um das amerikanische Mikrouniversum "Highschool".
Spätestens, wenn sie dem in jeder Hinsicht perfekten Vampir Edward begegnet und man die große emotionale Explosion erwartet, entsteht das größte und erstaunlichste literarische Vakuum seit langem. Auf ca. 200 Seiten, in öden Dialogen und klischeehaften Beschreibungen, erötern die beiden ihren Konflikt (ihre große Liebe contra die Bedrohung, die von seinem Blutdurst ausgeht) ohne dass die Handlung sich von der Stelle bewegt. Dabei gehen der Autorin, offenbar nicht im Besitz eines Thesaurus, nach kurzem die Worte aus, und sie wiederholt in endlosen Warteschleifen die selben Beschreibungen und Satzfragmente wieder und wieder (in der Übersetzung wie im Original gleichermaßen). Geradezu grotesk, aber der typischen amrikanischen Prüderie entsprechend, ist bei all dem Verlangen die Vermeidung jeglicher erotischer Energie. Hier bleibt es bei aufeinandergedrückten Lippen und Kitschroman-Liebesschwüren.
Als wüßte sie von dieser dramaturgischen Schwäche, führt die Autorin im letzten Drittel einen aufgesetzt wirkenden Actionteil ein, der weder im Ton noch im Tempo zum betuhlichen Rhythmus der vorigen Kapitel passt und im atemlosen Finale einer zweitklassigen Krimiserie mündet.

Es bleibt eine hochgejubelte und wie Kaugummi auf vier Bände gestreckte Geschichte, in der die Autorin daran scheitert, vielschichtige Charaktere und einen durchgängigen Spannungsbogen zu entwickeln. Die holperige und klischeehafte Sprache verstärkt den Eindruck, das hier eine charmante Grundidee in der Umsetzung ruiniert wurde.

Ob die oft gehörte Theorie stimmt, dass man zwei X-Chromosomen haben muss um dies als gutes Buch zu schätzen bleibt hier unerörtert.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 15, 2011 10:02 AM MEST


I Look To You
I Look To You
Preis: EUR 7,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein "Welcome Back" mit hörbaren Schattenseiten, 28. August 2009
Rezension bezieht sich auf: I Look To You (Audio CD)
Man ist versucht, alleine dafür Sterne zu vergeben, dass Ms. Houston überhaupt noch ein Album herausbringen konnte. Wie bei vielen Stars hatte am Ende die persönliche, und öffentlich zur schau gestellte, Tragödie das grandiose Talent verdeckt.
Nun, in Form geliftet und retuschiert, gibt sich auch das neue Album "I Look To You" ohne wehmütigen Blick zurück. Wer sich ein wenig autobiografische Introvertiertheit erhofft hat wird enttäuscht - mit Hochglanzproduktion und überraschend vielen Uptempo-Songs wischt das Album die schlechten Zeiten einfach weg. Wie Janet Jackson und Madonna sind es vor allem angesagte Produzenten und Songwriter, mit deren Hilfe die siebenjährige Lücke übersprungen werden soll.
Gleich die von Alicia Keys geschrieben Single "Million Dollar Bill" mit entspanntem Siebziger-Disco lockt in das Album hinein, verspricht aber eine Qualität, die oft unterboten wird. Danach findet sich zu viel Konfektionsware, die jedes x-beliebige schwarze Mäuschen hätte singen können. Hier wird die überragende Größe der Diva für einen schnellen Hitparadenerfolg geopfert.
Besticht "Nothin But Love" noch mit schimmernden Synthies und verschwenderischen Chören, ist schon "Call You Tonight" mit seinen billigen Keyboardgitarren ein dröges Standardteil aus dem R&B-Regal und auch "Worth It" wiederholt lediglich Blaupausen aus den Achtzigern. Donnie Hathawys "A Song For You" steigert sich nach einem hektisch weggesungenen Anfang zu einer veritablen Househymne.

Interessant: Aus der Stimme lässt sich die Vergangenheit auch mit aufgemotzter Technik nicht völlig tilgen. Das ehemals lupenreine , manchmal vor Gesangstechnik berstende Organ klingt deutlich rauher und bemühter als früher. Das irritiert vor allem in ihrer Königsdisziplin, den großen Stadionballaden. Bei "I Look To You" und "I Didn't Know My Own Strength" hört man wenig von der Strahlkraft eines "I Will Always Love You".

Erst "For The Lovers" begeistert gegen Ende mit seinem minimalistischen Beat und pulsierenden Synthies. Was Wagemut und Modernität angeht, war Whitney Houston 1998 allerdings mit "My Love Is Your Love" deutlich weiter als heute. Es bleibt nur, sie für das Comeback zu beglückwünschen und zu hoffen, dass die Ausnahmekünstlerin beim nächsten Album weniger auf Mainstream-Charttauglichkeit schaut. Diese Diva hat mehr verdient - und die Fans auch.


Samsung S8300 UltraTOUCH (2.8'' Touchscreen AMOLED, 8 MP-Kamera, UMTS/HSDPA) noble black Handy
Samsung S8300 UltraTOUCH (2.8'' Touchscreen AMOLED, 8 MP-Kamera, UMTS/HSDPA) noble black Handy

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Samsung festigt seinen Ruf als Slidermeister, 5. Juni 2009
Jetzt machen sie alle auf Apfelhandy, haben Touchscreens landauf landab, werden durch Wischen, schütteln und drehen gesteuert und können alles außer Kaffee kochen. Samsung versucht all dies in einen schmalen Slider zu drücken.

Der Anfassappeal ist hoch: die Oberfläche ist aus Metall, der Touchscreen groß, glänzend und kratzfest, die Slidermechanik gleitet perfekt und ohne Spiel, und die Zahlentastatur versöhnt Traditionalisten. Leider passt die schrillbunte Bedienoberfläche nicht zum edlen Aussehen des Handys und wird Business-Kunden eher abschrecken. Im Inneren macht das Handy auf Tausendsassa. 8 Megapixel-Kamera, MP3-Player, konfigurierbarer Startscreen mit Widgets und dutzende weitere Tineff-Gadgets - so ziemlich alles außer WLAN ist an Bord. Die Konsequenz: Bis einem die Bedienung flüssig von der Hand geht, vergeht einige Zeit.

Samsung hat sich redlich bemüht, alle Funktionen in zugängliche Menüs zu übertragen. Da der Touchscreen nur mit dem Finger bedient werden kann, sind Schriften und Buttons relativ groß. Leider passt dadurch wenig auf den Screen, und man muss häufig scrollen. Auch sind nicht alle Symbole selbsterklärend, und es gibt keine einblendbare QWERTZ-Tastatur.
Highlight ist die Kamera. Sie ersetzt zwar keine Digitalkamera, macht aber scharfe rauschfreie Bilder in angenehmen Farben und lässt bis auf einen echten Blitz kaum Wünsche offen. Trotz des großen Displays hält sich der Stromhunger in Grenzen, und das Gerät lässt sich am USB-Ausgang aufladen.

Leider gibt es auch Schattenseiten:

- Das Gerät will an allen möglichen Stellen ins Internet - Vorsicht, wer keinen Datentarif hat.
- Bei einem derart komplexen Gerät ist die mickerige Anleitung ein Witz
- Der Touchscreen ist z.t. ungenau, wodurch sich vor allem kleine Buttons schwer treffen lassen. Auch das
Scrollen wird teilweise zum Glückspiel, weil das Handy die Fingerbewegungen nicht richtig interpretiert.
Nach etwas Übung geht es aber.
- Der Prozessor scheint etwas unterdimensioniert - das Handy macht teilweise Denkpausen und ruckelt
häufig.
- Der mitgelieferte Kopfhörer ist grässlich, dafür lassen sich über den Adapter auch Standard-Kopfhörer
anschließen.
- Die Speicherkarte steckt hinter dem Akku - blödsinnig

Tiefpunkt ist allerdings die mitgelieferte Software. Bis das Handy erkannt wird und sich mit Outlook synchronisiert hat vergeht das eine oder andere Stündchen mit Fluchen, rumprobieren und diversen Fehlermeldungen. Außerdem lässt sich nur das Telefonbuch synchronisieren. Da auch der Organizer eher einfach gestrickt ist, ist dieses Gerät als Businesshandy eher uninteressant.

Insgesamt bleibt ein extrem lässiger Hightech-Slider, der auf kleinem Raum extrem viele Funktionen bietet und bis auf einige Macken auf der Höhe der Zeit ist. Die verspielte Oberfläche und viel Multimedia-Bling-Bling richten sich aber eindeutig an die Spaßgesellschaft.


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