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Rezensionen verfasst von
Peter Schulz "Musikliebhaber" (Somewhere in Niedersachsen)
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Perfekt fahren mit MOTORRAD
Perfekt fahren mit MOTORRAD
von Michael Pfeiffer
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,95

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sowohl für Einsteiger, als auch für erfahrene Biker, 4. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Perfekt fahren mit MOTORRAD (Taschenbuch)
Eva Breutel, langjährige Testerin in Sachen Motorräder und Michael Pfeifer, Chefredakteur von Europas größtem Motorradmagazin MOTORRAD, haben gemeinsam dieses Buch in Taschenbuchformat verfasst. Es enthält ca 220 äußerst kurzweilige Seiten. Einsteiger finden jede Menge wertvolle Tipps und Ratschläge rund um Thema Motorrad. Aber auch erfahrene, langjährige Biker dürften den einen oder anderen wertvollen Tipp mitnehmen.
Das Buch ist in unterschiedliche Kapitel aufgeteilt. Zu Beginn beschäftigt man sich in der Typenkunde mit dem Objekt der Begierde und stellt die unterschiedlichen Motorradtypen vor und gibt Tipps, wie man/frau das passende Motorrad für sich finden kann. Zugegebenermassen ist das Kapitel eher etwas für den Neuling.
Im nächsten Kapitel wird sehr anschaulich auf die Technik eines Motorrads eingenangen. Der Schreibstil ist für mich sehr angenehm. Auch ohne etliche Semester an einer technischen Uni studiert zu haben, kann ich der Sache folgen. Das passt. Wer schon immer mal Begriffe wie "Drive-By-Wire" erklärt haben möchte oder für wen das Thema "Federung und Dämpfung" ein schier undurchdringbarer Urwald ist, dem könnte hier geholfen werden.
Weiter geht es mit dem Motorrad fahren. Hier wird auf Fahrphysik und Fahrpraxis eingegangen. Kurvenfahrten oder aber der "Kammsche Kreis" werden genauer beleuchtet.
Mit dem Abschnitt Tipps und Tricks geht es weiter. Tipps für das Fahren im Gebirge, im Regen oder aber auf der Rennstrecke decken nahezu das gesamte Spektrum des Motorrad fahrens ab.
Im nächsten Abschnitt befasst man sich kurz mit der Fahrpsychologie. "Alte Hasen" dürften hier vielleicht das ein oder andere neue Erfahren.
Im Abschnitt 7 dreht sich alles um die Ausrüstung. Egal ob Protektoren, Helm, Airbags, Gepäcksystem, Navigationssysteme oder was weiß der Fuchs....... Alles was das Thema Motorrad fahren sicherer oder aber luxuriöser macht, wird hier kurz abgesurft. Besonders gefällt mir, daß nicht jeder "Mumpitz" in den Himmel gehoben wird, sonder auch durchaus kritisch gesehen wird. Sehr schön.
Die beiden vorletzten Kapitel beschäftigen sich mit Trainingsmöglichkeiten und der Pflege des eigenen Schätzchens. Gerade im Bereich der Trainingsmöglichkeiten geht man auch auf die Möglichkeiten ein, die jede Fahrerin oder Fahrer allein auf dem nächst größeren "Aldi-Parkplatz" haben. Frei nach dem Motto: "Es muß nicht immer das begleitete Perfektionstraining" sein.
Am Ende des Buchs gibt es ein paar Ratschläge zum Gebrauchtkauf und zum Thema Versicherung. Das Kapitel wird sehr kurz abgefrühstückt.
Fazit: Eva Breutel und Michael Pfeifer haben aus meiner Sicht einen "Rund-Um-Ratgeber" verfasst, der durch einen angenehmen Schreibstil dem Anfänger und dem "Alten Hasen" wertvolle Tipps geben kann. Das hier 2 Schreiberlinge am Werke waren, die selbst begeisterte Motorradfahrer sind, merkt man an allen Ecken und Enden. Mir gefällt es. Als Einsteiger ein wunderbarer Helfer für ein wunderbares Hobby.


Sola Scriptura
Sola Scriptura
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen .....spielt sich bei mir immer weiter nach oben......, 31. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Sola Scriptura (Audio CD)
NEAL MORSE 2007er Werk "Sola Scriptura" wird von so manch Fan und manch "Profirezensenten" kräftig in den Hintern getreten. Warum nur? Zum einen bietet diese CD wieder einmal "Morse of the same" zum anderen und das ist für mich wesentlich reizvoller, bietet diese CD eine bisher für den amerikanischen Barden ungewohnte Härte. Ich mag Hardprog und auch Progmetal. Mit Progmetal haben wir es hier nun wirklich nicht zu tun, auch wenn einige Passagen schon recht heavy sind.
Für meinen Geschmack hat NEAL MORSE es auf dieser CD perfekt geschafft, seine klasse Trademarks mit ein paar knackigen Gitarren- und Drumparts zu vereinen.
Der Opener "The Door" (29:14 Min.) startet tatsächlich ein wenig "DREAM THEATER- like". Die Gitarren schießen nach vorn, Mike Portnoy an den Drums knallt das Geschehen mit Druck ebenfalls voran.....bevor nach wenigen Sekunden eine typische NEAL MORSE Melodie zum Einsatz kommt. Der Song kann mich über seine gesamte Spielzeit fesseln. Und immer wieder diese Heavyausbrüche.....geil. Mir gefällts und ich möchte mehr.
Mehr bekomme ich mit dem zweiten Song "The Conflict" (25:00). Der Song beginnt wieder recht heavy, bevor er nach ca. 5 Min ein wenig AOR-mäßig wird und mit dem Part "Two down and to go" in einen herrlichen Akustikpart übergeht. Zwischendurch gab es noch einen abgedrehten Prog-Instrumentalpart. Diese beiden Parts können mich immer und immer wieder verzücken. Auch die typischen NEAL MORSE Tastenmelodien werden eingestreut. Für mich sehr schön und der "Morse of the same" - Effekt scheint meilenweit weg zu sein.
Mit "Heaven in my Heart" wird eine Ballade eingestreut, die so gar nicht in das bisherige Werk passen will. Schade, der Song ist an sich nicht schlecht. Für mich leider ein Opfer meiner Skip-Taste.
"The Conclusion" (16:34 Min.) beendet die CD. NEAL MORSE bleibt seiner "Sola Scriptuta" - Linie treu. Zu Beginn ein leicht abgefahrener Instrumentalpart, der durch die Keys und Piano dominiert wird. Weiter geht es mit typischen TRANSATLANTIC-Melodien (wen wundert's....??). Danach plätschert der Song einige Minuten vor sich hin, bevor er nach gut sechseinhalb Minuten wieder anständig an Fahrt aufnimmt. Mein Lächeln kehrt unverzüglich zurück und nach insgeamt 75:58 Min. findet eine 1a NEAL MORSE CD ihr Ende.
Fazit: 2 Negativpunkte zu Beginn. Erstens passt die Ballade "Heaven in my Heart" (was für ein greußlicher Titel) einfach nicht zwischen die recht strammen Hauptsongs. Zweiter Kritikpunkt: Die 3 Longtracks bieten insgesamt sehr wenig Abwechslung. Das Muster innerhalb der 3 Songs ist immer gleich.
ABER: NEAL MORSE hat für mich auf diesem Album seine Stärken gekonnt ausgereizt und ein paar härtere Momente zugelassen. Für mich ist dieses Album der Gegenpol zu "Lifeline". "Sola Scriptura" ist mittlerweile eines meiner Lieblings NEAL-MORSE Alben. Trotz all der Kritik....... Kaufen!


The Suffering Joy
The Suffering Joy

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Highlight - Alarm, 17. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: The Suffering Joy (Audio CD)
Ich könnte es sehr kurz machen. Die Norweger sind für mich die zur Zeit (2011) coolste und rockigste Truppe im Progbereich (natürlich nur von dem, was ich kenne).
Mit "Motions of Desire" und "Circus of Life" hat die Truppe bereits 2 hervorragende Alben im Gepäck (die 2003 erschienene Demo-CD ist klasse aber eben eine "Demo-CD").
Was macht MAGIC PIE für mich so besonders. Zum einen verwurstet die Truppe so einiges was der Mainstream-Prog (böser Ausdruck)zu bieten hat und zum anderen legen die 6 Norweger eine Spielfreude an den Tag, dass es mich fast aus den Schuhen haut.
Die Band kann leise, sie kann es verfrickelt, sie macht keinen Bogen um metallische Momente und sie kann auch herrlich symphonisch.
Der Opener "A Life's Work hat eine Spiellänge von 24:18 Min. Einen solch mächtigen Brocken gleich zu Beginn eines Albums ist sehr mutig. Da besteht schon mal die Gefahr des "sich Verhebens". Nicht bei MAGIC PIE. Der Song ist randvoll mit Ideen und dadurch, wie die gesamte CD, äußerst kurzweilig.
Wer glaubt, daß die Band bereits jetzt ihr Pulver verschossen hat, dem wird bei den folgenden Songs die Kinnlade immer mal wieder abklappen. Im vorletzten Song "Tired" (15:22 Min.) begibt die Band sich dann ein klein wenig in Neoprog-Gefilde. Und auch das macht sie absolut klasse.
Jede(r), der diese Kritik liest hat es wohl bereits bemerkt. Wenn es derzeit um MAGIC PIE geht, komm ich aus dem Jubeln nicht mehr heraus.
Mit "Endless Ocean" (3:12 Min.) gibt es eine klasse Ballade. Lediglich der letzte Song "In Memorian" (8:40 Min) ist mir zu Beginn ein wenig zu lahm, er führt die Geschichte allerdings wieder an den Anfang der CD, was ansich ein tolles Ende ist.
Die Band tritt in der Zeit vom 29.09. - 01.10.2011 neben u.a. FISH, RIVERSIDE und NEMO bei einem Prog-Festival in Rüsselsheim auf. Das sollte man sich nicht entgehen lassen!
Fazit: Norwegen bekommt in diesem Progjahr (2011) von mir eindeutig 5 Sterne. MAGIC PIE rocken herrlich drauf los und "entmiefen" die Boxen mal so richtig. KAUFEN.


Rites at Dawn
Rites at Dawn
Preis: EUR 17,85

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Yes........Volltreffer!, 17. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Rites at Dawn (Audio CD)
Ich möchte es vorweg nehmen. Wer bei aufkommenden "Clontum" Ausschlag bekommt, der sollte an dieser Stelle nicht weiter lesen. Die sympatischen Norweger WOBBLER bewegen sich mit ihrem aktuellen Album "Rites at Dawn" verdammt nah, ja fast schon gefährlich nah an der Grenze zu einer YES-Coverband.
Und trotzdem, mir gefällt das Album ausserordentlich gut. WOBBLER gelingt es immer mal wieder, eigene Ideen zu platzieren. Die 7 Songs haben eine Dynamik, wie ich sie leider bei allzu vielen Retroprog-Aufnahmen vermisse (wobei Song 1 "Lucid" und Song 7 "Lucid Dreams" als Intro bzw. Outro gelten dürften).
Song 3 "In Orbit", mit einer Spiellänge von 12:30 Min. der längste Song, versprüht Spielfreude pur. Na klar klingt vieles nach "schon mal gehört". Nicht nur Arrangements und Harmonien lassen aufhorchen. Auch bei den Instrumenten geht die Band einen konsequenten Weg und benutzt Spielgeräte aus der seligen Hochzeit des Progs.
Wer zu Beginn von Song 4 "The last Presence" eine wunderbare Akustikgitarre hört, die nach einigen Momenten von einem klasse Piano abgelöst wird, der wird sich ein Grinsen im Gesicht kaum verkneifen können (natürlich immer vorausgesetzt man ist "Fan" des Retroprogs).
Mit "The River" gibt es einen weiteren Song, der knapp die 10 Minuten Grenze überspringt. Bei dem Song verspühre ich etwas mehr WOBBLER-Stallgeruch als beim 12minütigen "In Orbit". Sehr schön.
Die CD "Hinterland" kenne ich nicht. Die 2. CD "Afterglow" mag ich ebenfalls, auch wenn mir aktuell die Nähe zu YES besser gefällt, als die Nähe zu ÄNGLAGARD.
Auf "Rites at Dawn" hat die Band ein wenig von ihrer Sperrigkeit verloren. Hin und wieder luken jetzt sogar GENESIS ganz leicht um die Ecke....
Fazit: WOBBLER ist für mich eines der bisher besten Retroprog-Alben 2011 gelungen, das ich hören durfte. YES sind omnipäsent und der neue Sänger verstärkt diesen Faktor um einige Prozentpunkte. Sind WOBBLER nur eine Coverband?? Nö, WOBBLER sind zur Zeit ziemlich gut.....kaufen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 31, 2011 10:34 PM MEST


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Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewohnte Kost......und gerade deshalb sehr gut!, 15. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: ? (Audio CD)
"?" gehört zu den NEAL MORSE-Alben, die sowohl bei den Fans, aber noch mehr bei den Kritikern nicht allzu gut wegkommen. Warum? Nach "Testimoney" und "One" hat so manch Kritiker sich auf den "Morse of the same"-Faktor eingeschossen. Bei NEAL MORSE geht es mir wie bei meinem Lieblingsitaliener. Die Pizzen schmecken immer ziemlich gleich.......und immer ziemlich einmalig gut. Natürlich gehe ich nicht jeden Tag zu meinem Lieblingsitaliener...... Das Ganze will gut portioniert sein.
Nun aber zu "?". Ja, es ist ein typisches NEAL MORSE-Album mit all den Zutaten, die dieser fantastische Musiker und Songwriter seiner Musik beigibt.
"The Temple of the living God" ist ein idealer Opener. Windgeräusche im Hintergrund, ein gefühlvolles Piano und der sehr stimmige Gesang des Meisters führen uns in ein neues Musikabenteuer. Nach ca. 2 Minuten wird die Ruhe und Besinnlichkeit zur Seite geschoben und ein progressiver Vulkan beginnt auszubrechen.
"Another World", "The Outsider" und "Sweet Elation" sind 3 kürzere Stücke, die das Gesamtkonstrukt dieser CD zusammenhalten. Mal rockig, dann wieder verträumt ruhig. Innerhalb seines Kosmos ist NEAL MORSE ein Meister.
"Solid as the Sun" ist ein AOR-angehauchter US-Rocker. Auch das Gehört zu Mr. Morse.
Bei "12" hört man, auch wenn das nichts neues ist, für einen kurzen Moment ein cooles Piano. "Entrance", "Inside his Presence" und "The Temple of the living God" führen uns ans Ende dieser knapp 57minütigen Musikreise.
Fazit: NEAL MORSE ist NEAL MORSE ist NEAL MORSE ist NEAL MORSE........und das ist verdammt gut so. Jepp, kaufen.


Alive on Planet Earth
Alive on Planet Earth
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Macht Spass, 13. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Alive on Planet Earth (Audio CD)
Die FLOWER KINGS bringen mit "Alive on Planet Earth" einen sehr gelungenen Livemitschnitt an den Start. Die erste CD stammt von der 98er Nordamerika Tour. CD 2 wurde 1999 in Japan mitgeschnitten.
Der angestammte Tastenmann Tomas Bodin ist nur auf der zweiten CD zu hören. In Nordamerika wurde er von Robert Engstrand ersetzt. Das junge Nachwuchstalent macht das sehr sehr gut.
Zur Setlist gehören ein paar Klassiker der Band sowie einige Überraschungen.
"There is more to the world" oder aber das fantastische "Big Puzzle" kommen wesentlich erdiger zum Vorschein, als auf den Studio-CDs. Das ist etwas, was den Blumenkönigen sehr gut steht. Ich mag es nicht, wenn die Band nur allzu oft nicht auf den Punkt kommt. Auf dieser Live-CD wirkt auf mich fast alles wesentlich straffer.
Den Abschluss der ersten CD macht eine coole "The Lamb lies down on Broadway"-Version.
Einer der FLOWER KINGS Überhammer, "In the Eyes of the world" ist ebenfalls auf der CD vertreten. Auch hier ist die Liveversion absolut unterhaltsam.
Unterm Strich ist den FLOWER KINGS mit "Alive on Planet Earth" ein sehr schönes Livedokument gelungen. Lediglich die zum Teil ausufernden Instrumentalparts stören mich ein wenig. Und wie immer könnte ich noch ein wenig mehr "Rock" vertragen. Aber man kann der Band wohl kaum vorwerfen, dass sie nicht zu 100% meinen Geschmack trifft.
Fazit: "Alive on Planet Earth" ist für mich fast schon die ideale Einstiegs-CD, um in die Welt der Schweden abzutauchen. Zusammen mit "Meet the FLOWER KINGS" ein sehr umfangreiches Livedokument der Schweden.


Circus Of Life
Circus Of Life
Preis: EUR 9,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spielfreude pur, 1. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Circus Of Life (MP3-Download)
Die Norweger MAGIC PIE feuern mit ihrem 2007er Album "Circus of Life" eine 1a Retro-Neo-Hardrockrakete ab.
Der dickste Trumpf dieser tollen Truppe ist für mich eindeutig ihre begeisternde Spielfreude. Ich habe niemals das Gefühl, daß hier eine von Routine zermübte Truppe am Start ist.
Die CD beinhaltet 3 hochkarätige Progkracher. Im Mittelpunkt steht der Titeltrack "Circus of Life". Der Song ist in 5 Parts unterteilt, die einzeln angesteuert werden können. Ich empfehle diese Achterbahn des Rocks durchzuhören. Besonders Part 4 "Trick of the Mind", mit einer Länge von über 20 Minuten, gibt uns Musikfreunden viel Futter auf die Ohren. Sphärische Momente wechseln sich mit bratzenden, gitarrendominierenden Abschnitten ab. Der Tastenmann wirft typische Neoprogklänge genauso ins Rennen wie die für den Hardrock so klassische "Schweineorgel".
Den Gesang teilen sich gleich 4 Bandmitglieder, wobei es einen Lead-Vocalisten gibt.
Vom Tempo her haben der Vorgänger "Motions of Desire" und das Nachfolgealbum "The Suffering Joy" mehr zu bieten. Auf "Circus of Life" bewegt sich die Band überwiegend im Midtempobereich. Da hätte ich mir ein klein wenig mehr "Dampf" gewünscht. Das soll aber auch der einzige Meckerer bleiben.
Nach dem Opus "Circus of Life" folgen mit "Pointless Masquerade" und "Watching the Waters" 2 weitere Songs die für mich zu 100% ins Bandschema passen.
Wer hardrockige Bratzgitarren mag, die immer mal wieder progtypisch wunderschöne Soli spielen dürfen, der ist bei MAGIC PIE richtig.
Auf "Pointless Masquerade" gibt es zu Beginn ein paar an GENTLE GIANT erinnernde Vocalparts. Kaum ausgeklungen darf eine spanische Gitarre die Szenerie übernehmen, bevor wundervolle Keys den Song fortführen.
"Watching the Waters" führt die CD dann sehr gekonnt ins Ziel und brilliert mit all dem, was die Band in den kurzweiligen Minuten von Beginn an dem Hörer gezeigt hat.
Fazit: Wer auf hardrockigen Prog ala NEMO oder SPOCK'S BEARD steht, der sollte die Band unbedingt antesten.


Memories in my head
Memories in my head
Preis: EUR 14,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen .......vielleicht ein kleines Zugeständnis....?, 18. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Memories in my head (Audio CD)
In Anlehnung an die 2005 erschiene EP "Voices in my Head" gibt es im Jahr 2011 den nächsten Leckerbissen der 4 Polen "Memories in my Head". Bezüglich meines Titels für diese Rezension habe ich beim Durchhören der aktuellen EP mehrfach das Gefühl, daß Riverside all denen die Hand reichen wollen, die durch das fast schon metallische "Anno Domini High Definition" aufgeschreckt worden sind.
Auf "Memories in my Head" gibt es wieder die allzu typischen Trademarks dieser fantastischen Band. Die Band geht sehr gemäßigt zu Werke. Die Langsamkeit wird wieder entdeckt. Lange, floydige Gitarrensolis, eine Rhytmustruppe die die Szenerie im Griff hat und ein "Tastenchef", der mittlerweile aus diesem Gebilde nicht mehr wegzudenken ist.
Es gibt auf der EP 3 Songs. Den Start macht "Goodbye sweet Innocence" (10:40 Min.). Dieser Song besticht durch eine sehr dichte Atmosphäre und passt am ehesten zu Dudas Sideproject LUNATIC SOUL. Ein Song für sehr ruhige und besinnliche Momente.
Es geht weiter mit "Living in the Past" (11:59 Min.). Der Song startet nach typische RIVERSIDE-Manier. Die Gitarre spielt eine wunderschöne Melodie, die Keys zaubern traumhafte Landschaften in den Himmel. Zur Mitte gibt es eine recht fette heavy Gitarre und einen agressiver werdenden Gesang. Die Keys blubbern und pumpen als würde es keinen Morgen geben. Duda verfällt in einen Engelsgesang (!!) und wird durch die Heavygeitarre unterstützt. "Living in the Past" ist für mich ein Highlight im RIVERSIDE-Kosmos.
"Forgotten Land" (9:59 Min.) wurde von der Band vorab veröffentlicht und beendet diese EP. Im Hintergrund ein Rauschen, der Bass beginnt zu grollen.......und dann wieder ein Duda am Mikro, der mich fast zum Niederknieen motiviert. Die Gitarre betritt die Bühne........und nicht erst jetzt weiß ich, warum Riverside in den letzten Jahren in meine Top 3 meiner Lieblingsbands aufgestiegen ist.
Danke RIVERSIDE!
Fazit: Wem "Anno Domoni High Definition" zu wenig (RIVERSIDE)- Atmosphäre versprüht hat, der bekommt mit "Memories in my Head" die volle Ladung. Mal wieder ein absolutes Leckerchen. Volltreffer und bitte kaufen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 22, 2012 9:16 AM MEST


Testimony 2 (Limited Edition)
Testimony 2 (Limited Edition)
Wird angeboten von hotshotrecordsmailorder
Preis: EUR 21,22

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wasser auf die Mühlen...................., 4. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Testimony 2 (Limited Edition) (Audio CD)
.........könnte dieses Album für die vielen vielen NEAL MORSE Kritiker sein.
Kritiker sprechen bei den NEAL MORSE Outputs gern mal von "Morse of the same". Das soll ausdrücken, daß das, was Herr MORSE in den letzten Jahren veröffentlicht hat qualitativ zwar durchaus ansprechend ist, allerdings reitet er seine musikalischen Ideen konsequent durch sein Programm. Viel Platz für Überraschungen gibt es nicht beim amerikanischen Barden.
Melodien, Instrumentalisierung and Arrangements wiederholen sich unüberhörbar.
Und nun, nach seinem ersten Solo-Werk "Testimoney", gibt es "Testimoney two".
Die gute Nachricht zu Beginn. Der musikalische Verweis von "Testimoney two" zu "Testimoney" ist sehr schmal gehalten. Zu Beginn wird eine bekannte Melodie aufgenommen, dann darf sich "Testimoney two" allerdings komplett vom Erstlingswerk emanziperen.
"Testimoney two" ist eine Doppel-CD. Die erste CD hat eine Länge von 78:22 und ist untergliedert in die Parts Six, Seven, Eight. Die 2. CD besteht aus 3 Songs, die vom "Testimoney"-Universum abgekoppelt zu sein scheinen.
Die CD beginnt sehr gefühlvoll mit "Mercy Street". Vom ersten Ton an, fühlt man sich in der NEAL MORSE Welt angekommen. Mit "Overture No. 4" und "Time Changer" gibt es für mich gleich zu Beginn der CD den Höhepunkt. "Overture No. 4" ist eine reinrassige Prog-Achterbahnfahrt und "Time Changer" zeigt NEAL MORSE originell wie lang nicht mehr. Das bei dem Song einige Herren von SPOCK'S BEARD mitgewirkt haben, sei hier nur am Rande erwähnt. Wer auf GENTLE GIANT Gesang steht, wird diesen Song lieben. Part Six wird mit der schönen Ballade "Jayda" beendet.
Nun kommt das erste "aber". Zur Mitte des Parts Seven nimmt sich der EX-SPOCK'S BEARD Frontmann eine ordentliche Pause. Der Song "Time has come today" ist für mich der absolute Tiefpunkt der CD.
Part Eight nimmt dann wieder etwas Fahrt auf, kann aber das NIveau von Part Six nicht mehr erreichen.
Disc Two besteht aus 2 Mittelmäßigen Stadionrock-Stücken und dem Longtrack "Seeds of Gold". Der Song hat eine Länge von 25:59. Schöner Song. Allerdings gelingt es mir nicht, Disc Two in das "Testimoney"-Konzept zu packen.
Ich hätte es besser gefunden, wenn nach der ersten CD Schluss gewesen wäre.
Fazit: Ich mag NEAL MORSE - Musik. Und in regelmäßigen Abständen kann mich die Musik noch immer begeistern. Aufgrund der Auszeiten, die sich die CD zur Mitte gönnt und dem Anhängsel "Disc Two" ziehe ich einen Stern ab. Ein sehr schönes NEAL MORSE Werk, wenn auch für mich nicht sein bestes.


Motions of Desire
Motions of Desire

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ProgROCK, 14. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Motions of Desire (Audio CD)
MAGIC PIE stammen aus Norwegen und "Motions of Desire" ist nach einer Demo-CD (Illusion & Reality) bereits das zweite Lebenszeichen dieser frisch aufspielenden Truppe.
Auf "Motions of Desire" (MoD) gibt es lupenreinen Retroprog. Dieser allerdings wird mit sehr viel Schmackes vorgetragen. Die Norweger scheinen neben einigen typischen Progbands der Siebziger ebenfalls eine Schwäche für Hardrock aus eben dieser Zeit zu haben.
Und genau diese Mischung macht das Album für mich so hörenswert. Langeweile: Fehlanzeige. An Instrumenten gibt es die üblichen Verdächtigen für diese Art Musik. Den Gesang teilen sich zwei Sänger.
Das Album startet mit einem sehr schönen Longtrack. "Change" hat eine Spiellänge von knapp über 20 Minuten. In diesen 20 Minuten feuern die Norweger so einiges ab, was den Progger erfreuen dürfte. Akustikgitarre wird von fetzigen E-Gitarren abgelöst. Im zweiten Drittel gibt es gar einen an GENTLE GIANT erinnernden kurzen Gesangspart. Der Song rauscht nur so an mir vorbei. Die Versuchung die Repeat-Taste am Ende zu drücken ist groß. Aber halt. Es folgen nach dem Song noch ca. 55 Min. feinster Musik.
Die folgenden Songs können das Niveau des Openers nahezu halten. Immer wieder wechseln sich rockige Momente mit frickeligen oder auch mal ruhigen Parts ab. Das Talent der Band scheint mir sehr groß.......
Der Titelsong "Motions of Desire" ist ein recht schlichter Hardrocker. Aber die auf mich übergreifende Spielfreude der Band läßt mich auch bei diesem Song mitwippen. Sehr schön.
Mit den Songs 5, 6 und 7 gibt es einen in drei Abschnitten unterteilten Longtrack, der sich in keinster Weise hinter dem Opener zu verstecken braucht.
Im Zusammenhang dieser Band taucht immer wieder der Name FLOWER KINGS auf. Aufgrund der Spielfreude würde ich SPOCK'S BEARD, NEMO und NEAL MORSE (Solo) hinzufügen.
Fazit: MAGIC PIE können mich vollends überzeugen. Selten hat mich in der letzten Zeit eine Band von Beginn an dermassen überzeugt. Wer allerdings ständig auf der Suche nach abgefahrenem und neuem ist, der könnte enttäuscht sein. Nachdem ich das aktuelle Album der Band "The Suffering Joy" ebenfalls zur Zeit hoch und runter höre, ist diese Band für mich DIE Entdeckung der letzten Monate. Mainstream-Prog?? Mag sein. Super Album!!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 17, 2011 5:34 PM MEST


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