Profil für Peter Schulz > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Peter Schulz
Top-Rezensenten Rang: 10.545
Hilfreiche Bewertungen: 814

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Peter Schulz "Musikliebhaber" (Somewhere in Niedersachsen)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-14
pixel
Deliverance
Deliverance

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ende 2010 neu abgemischt und wieder zu haben......, 25. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Deliverance (Audio CD)
Die Hamburger Band SYLVAN zeigt auf ihrem Erstlingswerk "Deliverance" bereits all das, was sie auf späteren Alben so einzigartig macht. Hoch emotionaler, symphonischer Artrock. Zu Beginn ihrer Karriere, das Album wurde 1997 / 1998 aufgenommen, spürt der Hörer allerdings, daß die Band noch deutlich von großen Vorbildern beeinflußt wird. Klassische Neoprogstrukturen treffen auf floydige Gitarrenparts.
Die Songs sprengen nicht selten die 10 Minute Marke. Vielleicht hätte man den einen oder anderen Song ein wenig straffen können. Als Beispiel möchte ich hier den Opener "Seeking Nights" nennen.
Marco Glühmann, mittlerweile als hochemotionaler Sänger in der Szene bekannt, driftet auf Dileverance allerdings hin und wieder ins leicht weinerliche ab.
Ansonsten geben die Musiker aber einen hochprofessionellen Eindruck ab. Besonders hervorheben möchte ich Volker Söhl an den Keyboards, sowie seinen Bruder Kay an der Gitarre.
Die beiden zaubern unheimlich schöne Melodielandschaften in die Songs. Die Rhythmusstruppe um Drummer Matthias Harder und Basser Patrick Münster (mittlerweile genau wie Kay Söhl nicht mehr bei der Band), geben den Songs stets die notwendige Dynamik, wenn es erwünscht ist.
"Deliverance" ist ein absolut gelungenes Debutalbum. Songs wie "Golden Cage", "Unconsciously" oder aber "Deliverance" und "A Fairytale Ending" (16:44 Min) gehören auch heute noch zum zeitgemäßen Artrock der deutschen Musikszene.

Das Album war in den letzten Jahren nur noch zu absolute frechen Preisen zu bekommen. Ende 2010 haben die 5 Hamburger die CD neu abgemischt und neu veröffentlicht. Als Bonus gibt es den Song "The Lie". Mit einer Länge von 12:26 Min. gehört der Song dann tatsächlich zu den Highlights dieses Album. Der Song stammt aus der Enstehungsdecade von "Deliverance" und wurde im Herbst 2010 von der Band aufgenommen und auf CD verewigt, um ihn jetzt erstmals zu präsentieren.
Ein klasse Bonustrack.

Fazit: Wer auf emotionalen Artrock steht, der sollte sich "Deliverance" nicht durch die Lappen gehen lassen. Die Band ist gerade auf diesem Album noch stark vom Neoprog geprägt. Mir gefällt es. Und wie wir jetzt wissen, wird es mit den nächsten Alben noch Steigerungen geben. Kaufen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 25, 2013 10:23 PM MEST


Modern Alchemy
Modern Alchemy
Preis: EUR 17,46

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man gibt sich traditionell.........., 4. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Modern Alchemy (Audio CD)
Heute ist der 04.12.2010. Am gestrigen Tage gab es bereits eine Rezi zu dieser CD. Und heute?? Schwupp, weg ist sie.......
ELYSIUM THEORY aus New York sind eine junge Band, die äußerst traditionell zu Werke geht. Es gibt einen Sänger ("nur" Sänger), einen Schlagzeuger, Bassisten, Gitarristen und einen Keyboarder. Die Band bewegt sich sehr scharf an der Naht zwischen ProgRock und ProgMetal. Aus meiner Sicht behält der ProgRock die Oberhand. Allerdings erinnert das interessante Gitarrenspiel, einschließlich Riffing, an gute ProgMetal-Zeiten. Auch die Keyboards unterstützen die gelegentlichen Ausflüge in das Genre, mit zum Teil geilen E-Piano Einsätzen.
Hin und wieder gibt es allerdings auch typische NeoProg Keys (Song 5 "Beyond Yourself). Mich stört das überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, ich hätte davon auch etwas mehr vertragen.
Leider geht der Basser, wie so häufig, wenn es in den Metal geht, ziemlich unter. Insgesamt empfinde ich die Rythmustruppe allerdings als durchaus druckvoll.
Das Songwriting ist ziemlich gelungen. Von "hart" bis "zart" traut man sich einiges zu. Die Songs haben eine Länge von knapp 5 bis guten 8 Minuten. Auch hier bleibt die Band eher in sicheren Gefilden und traut sich einen genretypischen Longtrack (noch) nicht zu. Muß sie auch nicht. Denn die Songs, die sie auf "Modern Alchemy" anbieten, geben dem Fan genug Futter, um sich bereits jetzt in der Vorweihnachtszeit ein paar schöne Musikstunden zu gönnen.
Der Gesang. Dan Petterson erinnert mich immer mal wieder an den jungen James La Brie (DREAM THEATER) zu "Images and Words"-Zeiten. Das ist okay. Nicht mehr...aber auch nicht weniger.

Jetzt zu meiner Hauptkritik. Selbst für eine junge Band mit wenig Geld, schlechtem Equipment und wenig Zeit ist diese Produktion im Jahr 2010 als schwach einzustufen. Bässe? Fehranzeige. Höhen? Kaum spürbar. Und die goldenen Mitten? Flachbrüstig. Diese Songs hätten eine knackige Produktion verdient, denn das, was uns die Band bietet, ist äußerst routinierter Progrock, auch wenn Überraschungen gänzlich fehlen.

Fazit: Die Produktion ist mies, da führt kein Weg dran vorbei. Die Songs sind gut, die Musiker an ihren Instrumenten noch besser (wenn ich das überhaupt "bewerten" kann). Ein bißchen mehr Wagnis und es hätte ein großer Wurf werden können. So haben wir "nur" ein sehr gelungenes Erstlingswerk.


X
X
Preis: EUR 19,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur eine Ergänzung für Interessierte......., 15. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: X (Audio CD)
Zu dem Album ist auf diesen Seiten bereits alles sehr passend beschrieben worden.
Auch ich empfinde "X" als das beste SB-Album seit längerem.

Ich möchte allerdings eine kleine Ergänzung hinzufügen.
Ich habe die "Limited Edition" direkt bei der Band über deren Homepage bestellt. Nach einer Lieferzeit von ca. 8 Wochen ist das gute Stück dann endlich im östlichen Niedersachsen angekommen. Was bietet diese "Limited Edition"?
Song 2 und 3, "Kamikaze" und "The Emperors's clothes" tauschen die Position. Für mich wenig spekatkulär.
Als zusätzlichen Song gibt es auf der "SE" Song 6, "Their Names escape me" (08:51 Min.). Der Song wurde auf anderen Seiten als heimlicher Höhepunkt der CD eingestuft. Das originelle (oder besondere) an dem Song ist, daß im zweiten Teil des Songs, sämtliche Vorbesteller des Luxus-Pakets namentlich "besungen" werden. Nette Idee.

Tja, trotz dieser netten Idee ist gerade dieser Song für mich der schwächste auf dem Album. Ich weiß, daß es zu dieser Aussage durchaus andere Meinungen gibt. Den ersten Teil des Songs finde ich noch ziemlich gelungen. Das "Absingen" der Namen der Vorbesteller empfinde ich nach über einer Minute als.......langweilig.

Fazit: Diese Rezi soll nur eine Hilfe für diejenigen sein, die sich überlegen, die "SE" für knapp 20 € direkt in Amerika zu bestellen. Mit dem jetzigen Wissen würde MIR die normale Ausgabe völlig reichen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 2, 2011 7:23 PM CET


Nightmare
Nightmare
Preis: EUR 12,99

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erst fremdgehen.........dann Scheidung, 15. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Nightmare (Audio CD)
So oder so ähnlich bin ich zu dem aktuellen AVENGED SEVENFOLD-Album "Nightmare" gekommen. Die umfangreiche Berichterstattung über den Ausstieg des DREAM THEATER Drummers Mike Portnoy (was für ein Drama!!) hat mich zu den Kaliforniern gebracht. Ich wollte mir einfach mal die Band anhören, bei der sich einer meiner musikalischen Helden so wohl fühlt.
Und hier bin ich. Meine Benotung von 5 Sternen hat bereits deutlich gemacht, was ich von dem Album halte. A7X spielen Metal und springen dabei gern mal in den unterschiedlichsten Schubladen von oben nach unten und von rechts nach links. A7X machen dort weiter, wo Metal-Heroen wie IRON MAIDEN oder METALLICA in den Siebziger und Achtziger angefangen haben. Es gibt bretthartes Riffing und wunderschöne MAIDEN-Gitarren-Leads, wie zu deren besten Zeiten. A7X gehen allerdings noch weiter. Es gibt Ausflüge in Alternative-Gefilde ("So far away") und beinharte Core-Momente ("God hates you"). "God hates you" dürfte der härteste Song auf dem Album sein. Und gerade deshalb ist es umso bemerkenswerter, daß dieser Song ein wunderschönes akustisches Intro und Outro hat. Sehr gut gemacht.
Aber auch Melodien finden ihren Platz im A7X-Kosmos. Das entspannt den geneigten Hörer immer mal wieder. Double Bass trifft auf hochmelodisches..........natürlich ist da die Frage nach den progressiven Elementen nicht weit.
Und tatsächlich; über dem Album liegt ein gewisser Progmetalnebel wie die stahlharte Faust über jeden Gegner der Klitschko-Brüder.
Die Stimme Shadows könnte das ein oder andere zarte Gemüt auf eine Probe stellen. Allerdings empfinde ich die Stimme als ausdrucksstark mit dem nötigen "Shout", wenn es drauf ankommt. Die Stimme passt ganz einfach.

Fazit: Metal-Heads, die gern ein wenig über den Tellerrand schauen oder aber Progmetaller, die es mal nicht zu verfrickelt wünschen, sollten dieses klasse Album antesten. Oer aber ganz einfach all die, die Bock auf gute Musik mit sehr gutem Songwriting haben.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 9, 2011 9:42 PM MEST


Chupacabras
Chupacabras
Wird angeboten von HURRICANE RECORDS BERLIN
Preis: EUR 14,44

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Buntes Allerlei...., 13. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Chupacabras (Audio CD)
Phideaux Xavier ist schon ein ziemlich "komischer Vogel" Kaum eine Musikrichtung, die er nicht auf seinen Alben verwurstet bekommt. Besonders deutlich wird das auf "Chupacabras". Auf diesem Album gibt es die Songs, die es auf die ersten 2 Alben aus den verschiedensten Gründen nicht geschafft haben.
Es gibt Waviges, Momente die an Metallica erinnern (aber wirklich nur ganz ganz selten), Folk-Momente undsoweiterunsofort. Ich könnte die Aufzählung beliebig fortsetzen.
Herzstück dieses Albums ist der Titeltrack. Mit über 20 Minuten gibt uns PHIDEAUX hier den Folk-,Rotroprog- und Psychedelisch-Hammer.
Dieser Longtrack hat es wirklich in sich. Sehr häufig übernimmt eine sehr angenehme weibliche Stimme das Mikrofon. Nach ca. 13 Minuten hört man Ziegen im Hintergrund meckern (!!!!) und ich habe plötzlich das Gefühl, irgendwo an einem Lagerfeuer in der Lüneburger Heide zu sitzen......sehr schön.
Der Rest des Albums ist ebenfalls ziemlich kurzweilig und abwechslungsreich. Wie bereits beschrieben, Alternative, Grunge, Folk.......usw.
Aber kaum ein Musikstil dominiert die Szene. Alles gibt es in verträglichen Portionen.
Die CD hat aber leider einen Pferdefuß. Ein "richtiges" Albumfeeling, wie z.b. auf "Doomsday Afternoon" will sich bei mir nicht einstellen.
Das ist aber auch die einzige Meckerei.

Fazit: Es gibt PHIDEAUX-Alben, die mir besser gefallen. "Chupacabras" würde ich allerdings nicht zuletzt aufgrund des sehr schönen Longtracks empfehlen.


Digital Ghosts
Digital Ghosts
Preis: EUR 11,57

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Power - Prog, 13. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Digital Ghosts (Audio CD)
Eines bitte gleich vorweg. Ich bin ein blutiger SHADOW GALLERY-Anfänger. "Digital Ghosts" ist mein erstes SG-Album.
Was ich zu hören bekomme ist Progmetal, der mal hochmelodisch und dann wieder leicht frickelig daherkommt.
Insgesamt geht es aber eher deftig zur Sache.
Den Beginn macht der Opener "With Honor". Es beginnt bretthart, bevor der Song sich Zeit zum Durchschnaufen nimmt. Auch der 2. Song ist ein lupenreiner Powersong. Mehrstimmig gesungene Textpassagen lockern das Ganze ungemein auf. Innovationspreise gibt es dafür sicher nicht. Muß es aber auch nicht. Mir gefällt das sehr gut.
Auch die Keyboards bekommen immer mal wieder die Möglichkeit sich anständig auszutoben. Die seltenen Quitschatacken können mich ebenfalls erfreuen.
Der Gesang nun wieder erinnert mich gerade in den ruhigen Momenten ungemein an Goeff Tate (QUEENSRYCHE). Man höre hierzu mal den Beginn des 3. Songs "Pain".
Die CD hat eine Laufzeit von 55:32 Min.. Für mich ganz genau die richtige Länge. Einen Ausfall kann ich nicht ausmachen.
Als besonders wertvoll würde ich die Songs "With Honor" und "Digital Ghost" einstufen.

Fazit: Ich mag Power-Progmetal. Und genau den bekomme ich hier auf die Ohren. "Digital Ghosts" ist ein Album, das ich immer mal wieder in den Player einlege. Warum 1 Punkt abzug? Für meinen Geschmack dürfte es ein paar mehr Frickelmomente geben. Das ist allerdings eine äußerst persönliche Fußnote. Sehr schönes Album!!


Evolution: Creatio Ex Nihilio
Evolution: Creatio Ex Nihilio
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwerer Brocken, 29. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Evolution: Creatio Ex Nihilio (Audio CD)
ENCHIAN THEORY ist eine junge englische Band, die in aller erster Linie dem Oberbegriff "Progmetal" zuzuordnen ist.
Beginnen möchte ich mit dem Coverartwork. Endlich mal wieder ein Cover, daß einen zweiten Blick lohnt. Gezeigt wird eine auf mich düster wirkende Landschaft, mit abstrakten Gebäuden. Läßt sich anhand des Covers eine Verbindung zu der Musik herstellen? Jepp, läßt es sich. Denn ähnlich düster und bedrohlich wie das Cover, wirkt auf mich ebenfalls die Musik, die ENCHIAN THEORY aus den Boxen knallen läßt.
Mal sind es brachiale Gitarrengebirge, dann wieder fast schon doomige Passagen, die dieses Werk äußerst abwechslungsreich erscheinen lassen.
Die Engländer geben ihren Songs allerdings immer mal wieder die Möglichkeit in wundervollen amtosphärischen Momenten durchzuatmen.
Aber vorsicht, ENOCHIAN THEORY können auch bitterböse sein. Zu dem passt, daß der klare Gesang, hin und wieder in Death-Growls verfällt. Die Growl-Attacken sind allerdings stimmig und überschaubar. Ansonsten erinnert mich der Gesang tatsächlich ein klein wenig an Maynard James Keenan von TOOL. Das Gitarrenriffing erinnert mich ebenfalls hin und wieder an die Amerikaner.
Aber auch Bands wie OCEANSICE oder DEVIN TOWNSEND dürfen als Vergleich herangezogen werden.
Und über fast all den Kompositionen liegt das "Lost Orchester" und gibt der Musik zusätzlich den erfreulichen Feinschliff.
ENOCHIAN THEORY gelingt mit ihrem ersten "Full-Time-Album" ein schöner Wurf. Die Songs sind spannend und nie langweilig. Ich bin mir sicher, daß diese CD ein paar Hörduchgänge mehr überstehen wird.
Die schönen Melodien, die hin und wieder angedeutet werden, sollten auf dem nächsten Album intensiviert werden. Ich bin mir sicher, daß die Band noch Luft nach oben hat.
Fazit: Eine junge englische Band präsentiert uns ein äußerst kurzweiliges und interessantes Album, was sich ungewohnt klar von anderen ProgMetal-Bands abhebt. Kauftipp.


The Official Bootleg Box Set Vol. 2
The Official Bootleg Box Set Vol. 2
Preis: EUR 63,99

31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Marillion Part II.............., 15. August 2010
......könnte man denken. Nach der 2008 erschienenen sehr erfolgreichen Box "Early Stages - The Official Bootleg Box Set 1982 - 1987" bringt EMI die nächste Marillion Live Box auf den Markt.
Es hat sich in der Zwischenzeit sehr viel getan auf dem Deck des ehem. britischen Flagschiffs des Neoprogs.
Fish hat die Segel gestrichen und mit Steve Hogarth hat ein gänzlich anderer Typ "Performer" das Mikro übernommen.
Wir schreiben aktuell das Jahr 2010 und noch heute gilt eben dieser Steve H. als "der neue Sänger von Marillion".
Mittlerweile ist er allerdings schon seit über 20 Jahren "der neue Sänger"......... .
Die Box enthält 8 CDs, wobei CD 8 eine "Session EP" mit lediglich 4 Songs ist (Sympathy, Kayleigh, Made Again und Hollow Man).
Die Box deckt den Zeitraum zwischen 1990 und 1994 ab. Also den Zeitraum, den man auch als Übergangszeit der Fish-Ära zur Steve H.-Ära bezeichnen könnte.
CD 1 und 2 wurden in Leicester aufgenommen (1990). CD 3 in Workington (1991). Die Silberlinge 4 und 5 wurden 1992 in der Wembley Arena zu London mitgeschnitten. Und bei CD 6 und 7 befindet man sich auf dem europäischem Festland. Der Gig fand 1994 in Warschau statt.
7 CDs in einem ziemlich kurzen Zeitraum. Das birgt natürlich die Gefahr, daß es zu nicht unerheblichen Songüberschneidungen kommt.
Und genauso ist es auch. Gassenhauer wie Kayleigh oder Slainte Mhath bekommt man mehrfach um die Ohren gehauen. Mich stört das nicht sonderlich.
Zumal in diesem recht kurzen Zeitraum sehr deutlich zu merken ist, wie Steve H. sich entwickelt.
Die Band beginnt bereits überdeutlich sich vom "Jestertum" zu lösen. Marillion mit Steve H. wirken moderner und ein bißchen edler. Das ist eine Entwicklung, die nicht jedem Fan der ersten Stunde gefallen muß.
Kommen wir zur unausweichlichen Frage: Wie schlägt sich "der Neue" mit dem Fish-Material??
Naja, er macht das für meine Ohren ganz gut. Allerdings habe ich das Gefühl, daß er sich nie wirklich wohl fühlt mit den Songs der ersten Phase. Je älter die Songs sind, umso mehr scheint Steve H. gegen sein Unbehagen anzukämpfen. Die Songs vom "Clutching at Straws" Album klingen mit seiner Stimme sehr gut. Das Material von "Script....." oder "Misplaced....." klingt von ihm gesungen für meine Ohren irgendwie gezwungen. Songs von "Fugazi" gibt es schon mal gar nicht.
Verübeln kann ich ihm das nicht. Es ist nun mal ganz einfach nicht sein Material.

Geht es allerdings um die Steve H. Songs zeigt der Frontmann, welch fantastischer Ausnahmesänger er ist. Selbst die Songs vom viel gescholtenen "Holidays in Eden" Album wirken auf diesem Live Leckerbissen sehr frisch und modern.
Als Filet-Stück dürfte das komplette "Brave" Album gelten. Hier sind die "neuen" Marillion absolut in ihrem Element. Das sich das Album live auf 2 CDs erstreckt, ist lediglich ein kleiner Schönheitsfehler.

Fazit: Wer die H-Marillion mag oder aber nun doch endlich mal kennen lernen möchte, der ist mit dieser Box bestens bedient. Bereits die Aufmachung dieser Box zeigt, im Gegensatz zur "Early-Stages-Box", in welche Richtung es geht. Von Elstern, Jestern oder sonstigem ist weit und breit nichts zu sehen.
Für ca. 45 € gibt es sehr viel fürs Geld. Steve Hogarth ist ein absolut sympathischer Performer und Sänger. Dies stellt er mit dieser Box einmal mehr unter Beweis.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 20, 2013 11:31 AM MEST


So Many Roads
So Many Roads
Preis: EUR 18,12

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ......the road goes on.............., 28. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: So Many Roads (Audio CD)
NEAL MORSE, ehemaliger Frontmann der Amerikaner SPOCK'S BEARD und Mitglied der fantastischen "Prog-Supergroup" TRANSATLANTIC, tourte 2008 durch Europa.
Die Aufnahmen zu diesem Drilling stammen aus den Niederlande, Belgien und Deutschland (Bochum und Aschaffenburg).
Wer sich ein NEAL MORSE Album zulegt weiss sehr genau, was ihn erwartet.
Der Wiedererkennungswert dieses Musikers ist extrem groß. Genau das wird von den Musikfreunden allerdings auch stark kritisiert. Zu vorhersehbar die Musik, die Texte mit übertriebenem Kirchenbezug und irgendwie ist es sowieso immer das gleiche.
Ich kann diese Kritik nachvollziehen, bei mir sticht sie allerdings überhaupt nicht. Ganz das Gegenteil ist der Fall. Ich bewundere es, wie Herr MORSE mit einigen, wenigen Bausteine es schafft für mich wunderwolle Musik zu produzieren.
Auf "So many Roads" gibt es Songs aus den verschiedensten Dekaden des Amerikaners. SPOCK'S BEARD-Material wird genauso gespielt wie ein 30minütiges Medley zweier TRANSATLANTIC-Songs. Und zwischendurch natürlich immer wieder Songs seines Solo-Schaffens.
Die Spielfreude der Band ist fantastisch. Die Fans feiern jeden Song lautstark und bei besonderen Momenten gibt es auch schon mal Extraapplaus. Jawoll, so muß live klingen.
Die Band spielt sehr tough, ist allerdings durch etliches Touren mit Herrn MORSE auch prima eingespielt.
Höhepunkte für mich sind die SPOCK'S BEARD Klassiker "At the End of the Day" und "Walking on the Wind". Aber auch die MORSE-Solo Songs "Question Mark Medley", "So many Roads" und "Leviathan" sind absolute musikalische Leckerbissen.
Und wenn dieser Dreierpack dann mit TRANSATLANTICs "Stranger in your Soul/Bridge across forever" zu Ende geht, habe ich das Gefühl, bei diesem klasse Konzerten ein klein wenig dabei gewesen sein zu dürfen.
Fazit: Ich habe noch immer nicht genug von Herrn MORSE. Von daher kommt mir dieser Dreierpack gerade recht. Wer auch nur im Ansatz etwas mit dem amerikanischen Barden anfangen kann, sollte sich dieses Liveerlebnis für wirklich schmales Geld nicht entgehen lssen.


Fruit Fallen
Fruit Fallen
Preis: EUR 22,53

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Amerikanische Früchtchen.............., 19. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Fruit Fallen (Audio CD)
Kaum zu glauben, daß EDENSONG aus Amerika stammen. Die "Band", eigentlich ein Ein-Mann-Projekt des New Yorkers James Byron Schoen, hat ihre Wuzeln sehr tief in den Siebzigern des englischen Progs. YES, GENESIS odet aber JETHRO TULL kommen mir sehr schnell in den Sinn. Die Musik, die EDENSONG machen, wirkt und jetzt heißt es aufgepasst, für mich ein bißchen sperrig. Es dauerte bei mir sehr sehr lange, bis ich diese CD komplett geniessen konnte. Bei den ersten Hördurchgängen vermutet man allerdings, welch Schätzchen man in den Händen hält.
Klassische Neoprog- oder aber Retroprogfans sollten sich auf einen Brocken einstellen, der tatsächlich erobert werden will.
Dabei gibt es auf "The Fruit Fallen" durchaus Melodien, die schnell ins Gehör vordringen und dort auch bleiben. Die Kursänderungen kommen allerdings sehr abrupt und plötzlich ist Schluß mit der Melodienseligkeit.
Als Anspieltip würde ich hier Song 2 "The Baptisn" empfehlen. Hier ist der Gesang zum Teil recht agressiv und die Instrumente gehen ziemlich forsch zu Werke. Und dann, es kommen die letzten 01:40 Min des Songs, wird es wieder unglaublich lieblich. Die Gitarre spielt eine wunderschöne Melodie, bevor dann kurz vor Schluß eine "harte Gitarre" dem Song die Eingeweide austreibt.
Als weiteren Anspieltip möchte ich "The Prayer" nennen. Auch hier zeigt die Band, was in ihr steckt.
EDENSONG machen Musik für den Progfan. Egal ob Neo oder Retro. Anstrengen müssen sich hier alle. Wer allerdings auf Symphonischen Prog der Siebziger steht, der keine Angst vor Hardrock und ein wenig Sperrigkeit hat, sollte dieses Album versuchen.
Die Aufmachung des Digi-Packs ist absolut stimmig. Sehr schön auf "alt" getrimmt. Da passt die etwas muffige, alterstümliche Grundstimmung sehr gut.
Song 8 "The Reunion" beherbergt einen "Hidden Track". Diese "Hidden Track-Geschichte" war für mich schon immer einfach nur doof und wird es wohl auch bleiben.
Nicht verschweigen möchte ich, daß auf dieser CD auch u.a. Flöten, Violinen und Cello zum Einsatz kommen.
Und hier schließt sich Kreis. YES, GENESIS oder aber JETHRO TULL lassen grüßen......
Fazit: Geht überhaut nicht leicht ins Ohr. Ich habe die CD seit ca. 1 Jahr und lege sie immer mal wieder mit Freude in den CD Player.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-14